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EP 1 285 606 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.03.2005 Patentblatt 2005/10 |
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Anmeldetag: 26.07.2002 |
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Hubbeschlag für motorisch verstellbaren Bettrahmen
Lift fitting for motorized adjustable beds
Accessoire de levage pour des sommiers réglables motorisés
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CZ DE FR LI |
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Priorität: |
23.08.2001 DE 20113953 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.02.2003 Patentblatt 2003/09 |
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Patentinhaber: Recticel Schlafkomfort GmbH |
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59439 Holzwickede (DE) |
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Erfinder: |
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- Lindemann, Thomas
58638 Iserlohn (DE)
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Vertreter: Patentanwälte
Meinke, Dabringhaus und Partner |
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Rosa-Luxemburg-Strasse 18 44141 Dortmund 44141 Dortmund (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 677 067 FR-A- 2 780 256
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DE-U- 9 113 757
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Motorisch verstellbares Bett gemäß des Oberbegriffs
des Anspruchs 1, wie es z.B. in der EP-1 031 301-A1 beschrieben ist.
[0002] Weitere motorisch verstellbare Bettrahmen, bei denen die Möglichkeit besteht, Rücken-
und Nackenteil motorisch zu verstellen, sind bekannt. Hierzu sei beispielsweise auf
die Lösung nach den deutschen Gebrauchsmustern DE-94 06 728-U1, DE-297 14 299-U1,
DE-298 13 944-U1, DE-299 15 478-U1 und DE-200 06 120-U1 verwiesen oder die DE-195
08 907-C1 bzw. die CH-677 667-A5.
[0003] Bei den vorbekannten Lösungen sind gerade starre Schwenkhebel mit dem motorischen
Antrieb verbunden, wobei das dem Motor abgewandte freie Ende mit einem sowohl an diesem
freien Ende wie am Kopf- bzw. Nackenteil drehbar angelenkten Hebel ausgestattet ist.
Beginnt das motorische Aufschwenken, stellt sich zunächst das Kopf- bzw. Nackenteil
auf, und zwar solange, bis entweder eine Sperrung im Drehbeschlag erfolgt oder sich
der Schwenkhebel unter die Seitenholme des Rückenteiles legt und damit dieses dann
nachfolgend aufrichtet, wobei zur Unterstützung bei stärkerer Belastung aus dem oben
erwähnten Gebrauchsmuster 299 15 478 bekannt ist, am Schwenkhebel Stützrollen vorzusehen,
die sich unter den Seitenholm des Rückenteiles anlegen.
[0004] Allen Lösungen ist gemeinsam, daß in der Hochstellung des Rückenteiles zusätzlich
das Nackenteil dazu einen Winkel einnimmt, was zu Nachteilen bei der aufrechten Position
für den Benutzer führt, da der Kopf dann zusätzlich abgewinkelt ist.
[0005] Hier setzt die Erfindung ein, deren Aufgabe darin besteht, mit einfachen Mitteln
zu erreichen, daß wenigstens in der Hochstellung Nacken- und Rückenteil miteinander
in ihrer Ausrichtung fluchten.
[0006] Mit einem Hubbeschlag der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der
Erfindung dadurch gelöst, daß jeder Schwenkarm als in Seitenansicht etwa flach W-förmiger
Kurvenzug ausgebildet ist, wobei ein W-Schenkel drehfest mit der Drehachse verbunden
und der mittlere Hochpunkt der W-Schenkel sowie der andere freie W-Schenkel je mit
einer Lauf-/Stützrolle ausgerüstet ist.
[0007] Durch die besondere Gestaltung des Schwenkarmes ist es möglich, auf den Stellhebel
am Nacken- bzw. Kopfteil zu verzichten. Der vom motorischen Antrieb abgewandte freie
W-Schenkel richtet in der Aufschwenkbewegung zunächst das Nacken- bzw. Kopfteil auf,
wobei nachfolgend das Rückenteil in der weiteren Verschwenkbewegung durch die Lauf-/Stützrolle
im Hochpunkt der W-Schenkel mitgenommen wird.
[0008] In Ausgestaltung ist vorgesehen, daß an den Seitenholmen des Rücken- und Nackenteiles
Führungstaschen zur wenigstens zeitweisen Aufnahme der Lauf-/Stützrollen an den Schwenkarmen
vorgesehen sind. Diese Führungstaschen fixieren nicht nur Rücken- und Nackenteil,
sie ermöglichen auch, daß die Lauf-/Stützrollen sich relativ zur Unterseite der Rahmen
des Nacken- und Rückenteiles bewegen können und dabei gleichzeitig geführt sind. Durch
die Führung der Lauf- und Stützrollen am der Drehachse gegenüberliegenden freien W-Schenkel
wird auch erreicht, daß bei steigender Hochstellung des Rückenteiles das zuvor aufgerichtete
Nackenteil sich langsam wieder senkt, bis in der maximalen Hochstellung ein fluchtender
Verlauf dieser beiden Flächen erreicht ist.
[0009] Nach der Erfindung ist auch vorgesehen, daß die Führungstaschen als querschnittlich
C-förmige Beschlagelemente ausgebildet sind. Dies macht zum einen die Montage äußerst
einfach und zum anderen gewährleistet diese Gestaltung eine sichere Führung der Lauf-
und Stützrollen.
[0010] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der
nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt in
- Fig. 1
- vier Stellphasen, insbesondere des Nacken- und Rückenteiles eines Bettrahmens in Seitenansicht
sowie in
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung der Position in maximaler Hochstellung.
[0011] In Fig. 1 und den Unterfiguren 1a bis 1d ist ein allgemein mit 1 bezeichneter Bettrahmen
mit einem Doppelmotor 2 auf seiner Unterseite dargestellt. Im Bettrahmen schwenkbar
gelagert ist, soweit für diese Erfindung wichtig, ein Rückenteil 3 und daran wiederum
schwenkbar ein Nacken- oder Kopfteil 4 um Schwenkachsen 3a und 4a drehbar gelagert.
[0012] Wie sich aus Fig. 1d ergibt, können auch noch ein Fußteil 5 und ein Oberschenkelteil
6 aufschwenkbar gelagert sein, hierauf kommt es aber bei der vorliegenden Erfindung
nicht an. Der Motor 2 weist eine Drehachse 7 auf, an der drehfest ein Paar von allgemein
mit 8 bezeichneten Schwenkarmen an der Unterseite der Seitenholme des Rücken- und
Nackenteiles 3 und 4 angeordnet ist. Jeder dieser Schwenkarme ist in Seitenansicht
etwa wie ein flaches W als geschlossener Kurvenzug ausgebildet, wie sich dies beispielsweise
aus Fig. 1a ergibt.
[0013] Die einzelnen W-Schenkel sind in Fig. 2 zur Vereinfachung der Beschreibung, von der
motorgetriebenen Drehachse 7 beginnend, mit 8a, 8b, 8c und 8d bezeichnet. Der W-Schenkel
8a ist an seinem freien Ende drehfest mit der Drehachse 7 verbunden, wobei am Hochpunkt
der mittleren W-Schenkel 8b und 8c eine Lauf-/Stützrolle 9 vorgesehen ist. Eine solche
Lauf-/Stützrolle 10 ist auch am freien Ende des W-Schenkels 8d befestigt. Zusätzlich
sind an den Unterseiten der Seitenholme des Rücken- und Nackenteiles 3 bzw. 4 querschnittlich
etwa C-förmige Führungstaschen 11 und 12 vorgesehen, die mit den jeweiligen Laufrollen
9 bzw. 10 zusammenwirken.
[0014] Die Wirkungsweise des Hubbeschlages ist dabei die folgende:
[0015] Wenn die Schwenkarme 8 um die Drehachse 7 mittels des Motors 2 aus der in Fig. 1a
abgesenkten, völlig flachen Stellung zunächst ein wenig aufgeschwenkt werden, hebt
sich das Nackenteil 4 zunächst aus der in Fig. 1a dargestellten Stellung in die in
Fig. 1b dargestellte Stellung bis sich die mittlere Lauf-/Stützrolle 9 unter den Seitenholm
des Rückenteiles 3 legt. Dabei ist die Position der Führungstasche 11 so gewählt,
daß sich die Laufrolle 9 vor die Führungstasche 11 legt, diese Position ist in Fig.
1b wiedergegeben.
[0016] Werden nun die Schwenkarme 8 weiter bewegt, fädelt sich die Laufrolle 9 in die Führungstasche
11 ein, während die am freien Ende befindliche Laufrolle 10 sich innerhalb der dortigen
Führungstasche 12 in Fig. 1b von links nach rechts bewegt. Erfolgt eine noch weitere
Aufschwenkung, wird die Laufrolle 10 noch weiter in der Führungstasche 12 in Fig.
1d nach unten verfahren bis sich die völlig gerade fluchtende Ausrichtung zwischen
Rückenteil 3 und Nacken- bzw. Kopfteil 4, wie sich aus Fig. 1d bzw. Fig. 2 ergibt,
einstellt. Erkennbar werden die Rücken- und Nackenteile 3 bzw. 4 mittels der Laufrollen
9 und 10 in Verbindung mit den Führungstaschen 11 und 12 in der jeweiligen Position
gehalten, so daß kein ungewolltes Abklappen dieser Elemente erfolgen kann.
[0017] Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung noch in vielfacher
Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So ist, wie oben schon erwähnt,
die Erfindung nicht auf die Verstellmöglichkeit der Fußelemente beschränkt, auch nicht
auf besondere Materialien od. dgl.
1. Motorisch verstellbares Bett mit einem Bettrahmen (1), einem Rücken- und Nackenteil
(3, 4) und einem Hubbeschlag zum Verstellen des Rücken- und des Nackenteiles, wobei
der Hubbeschlag eine im Bereich der Bettrahmen nahen Schwenkachse (3a) des Rückenteiles
vorgesehene Drehachse (7) und ein Paar drehfest verbundene, mit den Seitenholmen des
Rücken- und Nackenteiles zusammenwirkende Schwenkarme (8) umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Schwenkarm (8) als in Seitenansicht flach W-förmiger Kurvenzug ausgebildet
ist, wobei ein W-Schenkel (8b) drehfest mit der Drehachse (7) verbunden und der mittlere
Hochpunkt der W-Schenkel (8b,8c) sowie der andere freie W-Schenkel (8d) je mit einer
Lauf-/Stützrolle (9,10) ausgerüstet ist.
2. Motorisch verstellbares Bett nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Seitenholmen des Rücken- und des Nackenteiles (3,4) Führungstaschen (11,12)
zur wenigstens zeitweisen Aufnahme der Lauf-/Stützrollen (9,10) an den Schwenkarmen
(8) vorgesehen sind.
3. Motorisch verstellbares Bett nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungstaschen (11,12) als querschnittlich C-förmige Beschlagelemente ausgebildet
sind.
1. Motor-adjustable bed comprising a bed frame (1), a back and neck part (3, 4) and a
lift fitting for adjusting the back and the neck part, the lift fitting comprising
a hinge pin (7) provided in the region of the swivel pin (3a), of the back part, close
to the bed frame, and a pair of non-rotatably connected pivot arms (8) cooperating
with the side bars of the back and neck part, characterised in that each pivot arm (8) is formed as a flat W-shaped curve path in side view, one W-arm
(8b) being non-rotatably connected to the hinge pin (7) and the central high point
of the W-arms (8b, 8c) and the other free W-arm (8d) each being equipped with a guide
roller/carrier roller (9, 10).
2. Motor-adjustable bed according to claim 1, characterised in that guide pockets (11, 12) to at least partially accommodate the guide rollers/carrier
rollers (9, 10) at the pivot arms (8) are provided on the side bars of the back and
the neck part (3, 4).
3. Motor-adjustable bed according to claim 2, characterised in that the guide pockets (11, 12) are formed as fitting elements that are C-shaped in cross-section.
1. Lit réglable, motorisé avec un sommier (1), une partie de dos et de cou (3,4) et un
système de levage pour le réglage de la partie de dos et de cou, le système de levage
comprenant un axe rotatif (7) prévu au niveau du sommier du lit à proximité d'un axe
basculant (3a) de la partie de dos et une paire de bras basculants (8), raccordés
sans capacité de rotation, coopérant avec les longerons latéraux de la partie de dos
et de cou,
caractérisé en ce que
chaque bras basculant (8) est conçu comme un élément de traction courbe en forme de
W plat, dans lequel une jambe en W (8b) est raccordé sans capacité de rotation à l'axe
rotatif (7) et le point haut médian de la jambe en forme de W (8b, 8c) ainsi que l'autre
jambe libre (8d) sont respectivement équipés d'un galet de roulement /appui (9,10).
2. Lit réglable, motorisé, selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
sur les longerons latéraux de la partie de dos et de cou (3,4) sont prévues des poches
de guidage (11,12) pour loger au moins temporairement les galets de roulement/appui
(9,10) sur les bras basculants.
3. Lit réglable, motorisé, selon la revendication 2,
caractérisé en ce que,
les poches de guidage (11,12) sont conçues en tant qu'éléments de garnissage en forme
de C en section transversale.

