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EP 1 285 990 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.10.2006 Patentblatt 2006/41 |
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Anmeldetag: 09.08.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts
Apparatus forming an extended nip
Dispositif pour formation d'une presse à ligne de contact élargie
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
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Priorität: |
14.08.2001 DE 20121221 U 22.02.2002 DE 10207371
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.02.2003 Patentblatt 2003/09 |
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Patentinhaber: Andritz Küsters GmbH & Co. KG |
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47805 Krefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Brendel, Bernhard, Dr.
47929 Grefrath (DE)
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| (74) |
Vertreter: Sparing Röhl Henseler
Patentanwälte
European Patent Attorneys |
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Postfach 14 04 43 40074 Düsseldorf 40074 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 619 399
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WO-A-01/83883
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts zwischen einer
Gegenwalze und einer Schuhwalze zum Behandeln einer Warenbahn, insbesondere einer
Papierbahn, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Vorrichtungen mit einer eine Druckpartie aufweisenden Schuhwalze sind zum
Behandeln einer Warenbahn, insbesondere zum Entwässern und/oder Kalandrieren einer
Papierbahn, bekannt.
[0003] Zum Entwässern einer Papierbahn ist aus der DE 35 03 240 C2 eine Langspalt-Walzenpresse
bekannt, die eine angetriebene Gegenwalze aufweist, der ein feststehender Tragkörper
mit einem darin geführten Preßschuh zugeordnet ist. Der Preßschuh ist hydraulisch
an die Gegenwalze anpreßbar. Um den Tragkörper ist ein endloser Walzenmantel herumgeführt.
Der Preßschuh bildet mit dem entsprechenden Walzenabschnitt der Gegenwalze einen verlängerten
Preßspalt, durch den die zu entwässernde Faserbahn, eingebettet zwischen Materialbahnen
zusammen mit dem Walzenmantel in Bahnlaufrichtung geführt ist. Der Preßschuh weist
dazu ein Oberteil auf, das eine Gleitbahn hat, entlang der der Walzenmantel läuft.
Die Gleitbahn ist in Abhängigkeit des gewünschten Preßdruckverlaufs über die Preßspaltbreite
wählbar und verleiht dem Preßschuh eine wirksame Schuhbreite. Als nachteilig erwiesen
hat sich jedoch, daß der Walzenmantel an seinen Bandkanten Verformungen erfährt, die
den Verschleiß des Walzenmantels erhöhen.
[0004] Dies gilt insbesondere bei Verwendung der Vorrichtung zum Kalandrieren, wenn die
Gegenwalze zusätzlich beheizt ist, wie beispielsweise aus der WO 01/83883 A1 oder
EP-A-0619399 bekannt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts
zwischen einer beheizten Gegenwalze und einer Schuhwalze nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zu schaffen, deren Walzenmantel einem geringeren Verschleiß unterliegt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Hierdurch wird eine Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts zwischen einer beheizten
Gegenwalze und einer Schuhwalze geschaffen, bei der der Walzenmantellauf durch eine
direkte Abstützung eines äußeren Walzenmantelabschnitts an der Gegenwalze stabilisiert
wird. Walzenmantelverformungen werden dadurch vermieden. Der Walzenmantel wird durch
den Stützring in dem Bereich zwischen der wirksamen Schuhbreite des Schuhs und der
Endabschnittbefestigung geführt, wodurch ein im wesentlichen knickfreier Übergang
des Walzenmantels von der Druckpartie des Schuhs zur jeweiligen Endabschnittbefestigung
sichergestellt wird. Vorzugsweise ist der Stützring derart ausgebildet, daß dieser
eine kontinuierliche Erstreckung des Walzenmantels außerhalb der Druckpartie des Schuhs
erlaubt. Der Stützring bewirkt zudem eine thermische Isolation, die eine Wärmebeanspruchung
des Walzenmantels beim Einsatz einer beheizten Gegenwalze verringert. Der Walzenmantel
unterliegt damit auch einem geringeren thermischen Verschleiß. Dadurch, daß der Stützring
die Stützfunktion und Isolierfunktion in sich vereinigt, konnten die Standzeiten des
Walzenmantels deutlich erhöht werden.
[0008] Der Stützring kann aus einem Faserzement-Werkstoff mit hoher Dauertemperaturbeständigkeit
und sehr guter Wärmedämmung bestehen. Alternativ kann der Stützring aus einem temperaturbeständigen
Kunststoff oder Kunststoffschaum bestehen. Für eine Eigenkühlung des Stützringes kann
dieser ferner von Luftkanälen durchzogen sein.
[0009] Die Abstützung des Walzenmantels randseitig der Preßzone erfolgt vorzugsweise mittels
einer radialen Dicke des Stützringes, die mindestens schuhseitig eine Höhe aufweist,
die an die im Langspalt durch die auf der Gegenfläche aufliegende Warenbahn bedingte
Höhe anschließt. Der Walzenmantel erfährt dann eine Abstützung, die an die im Langspalt
vorgegebene Positionierung anschließt. Der Stützring kann darüberhinaus den Walzenmantel
nicht nur wärmegedämmt abstützen, sondern gleichzeitig auch führen durch eine radiale
Dickenänderung des Stützringes zum Rand hin, wodurch eine bestimmbare Walzenmantelauslenkung
von der Druckpartie des Schuhs zur Endabschnittbefestigung festgelegt werden kann.
Da der Walzenmantel im Betrieb vorzugsweise unter Einstellung eines zumindest geringen
Überdrucks aufgeblasen ist, legt sich der Walzenmantel an den Stützring der Gegenwalze
an und folgt dessen Führung im Übergangsbereich zwischen wirksamer Schuhbreite und
Endabschnittbefestigung.
[0010] Die Gegenwalze weist ferner im Anschluß an ihre Gegenfläche jeweils vorzugsweise
eine ringförmige Vertiefung auf, wodurch die Warenbahnränder seitlich der Druckpartie
des Schuhs einen Freilauf erhalten. Eine weitere Wärmedämmung wird erreicht, wenn
diese Vertiefung eine äußere Wärmedämmschicht aufweist.
[0011] Die Gegenwalze weist schließlich vorzugsweise thermisch isolierte Zapfen auf, auf
denen der Stützring angeordnet werden kann. Die Gegenwalze kann mittels Öl oder induktiv
beheizbar sein und als harte oder weiche Walze und auch als Biegeausgleichswalze ausgeführt
sein.
[0012] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung zu entnehmen.
[0013] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den beigefügten Abbildungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch im Längsschnitt eine linke Hälfte einer Gegenwalze und einer
Schuhwalze einer Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2a zeigt vergrößert einen Teilbereich des Längsschnitts der Fig. 1 im Bereich
des Stützringes,
Fig. 2b zeigt den Längsschnitt der Fig. 2a mit einem zusätzlichen Kalandriermantel,
Fig. 3 zeigt schematisch im Längsschnitt einen Teilbereich einer linken Hälfte einer
Gegenwalze und einer Schuhwalze einer Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 zeigt schematisch im Längsschnitt einen Teilbereich einer linken Hälfte einer
Gegenwalze und einer Schuhwalze einer Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts gemäß
einem dritten Ausführungsbeispiel,
[0014] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts zwischen einer
Gegenwalze und einer Schuhwalze zum Behandeln einer Warenbahn, insbesondere einer
Papierbahn, wobei die Vorrichtung Teil einer Papierherstellungsanlage sein kann. Dargestellt
und nachstehend erläutert ist die linke Hälfte einer Gegenwalze und einer Schuhwalze
einer solchen Vorrichtung. Die rechte Hälfte ist spiegelsymmetrisch zur Trennlinie
T ausgebildet, so daß die nachstehenden Ausführungen zur linken Hälfte für die rechte
Hälfte entsprechend gelten.
[0015] Die Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts umfaßt eine Schuhwalze 1 und eine angetriebene
Gegenwalze 2, die in einem Langspalt 3 zusammenwirken. Durch den Langspalt 3 ist mindestens
eine zu behandelnde Warenbahn 4 geführt.
[0016] Die Schuhwalze 1 umfaßt einen feststehenden Träger 7 und einen um den Träger 7 drehbaren
Walzenmantel 8, der aus einem flexiblen Material, z.B. Gummi oder Kunststoff, besteht.
Der Walzenmantel 8 ist schlauchförmig ausgebildet und mit seinen Endabschnitten an
drehbar auf dem Träger 7 sitzenden Stirnwänden 9 befestigt, um eine geschlossene Schuhwalze
1 zu bilden. Einem Zwischenraum 10 zwischen Träger 7 und Walzenmantel 8 wird vorzugsweise
Druckluft zugeführt, wodurch der Walzenmantel 8 aufgeblasen wird, um eine zylindrische
Form zu erhalten.
[0017] An dem Träger 7 ist eine Druckpartie vorgesehen, die von einem Schuh 11 gebildet
wird, der zusammen mit der Gegenwalze 2 den Langspalt 3 begrenzt. Der Schuh 11 ist
über eine Stützleiste aus einer Mehrzahl axial beabstandet zueinander angeordneter
hydraulischer Stützelemente 12 am Träger 7 abgestützt und ist von dieser gegen den
Walzenmantel 8 und in Richtung der Gegenwalze 2 drückbar. Der Schuh 11 weist eine
wirksame Schuhbreite 13 (vgl. Fig. 2a) auf, auf der der Walzenmantel 8 sich an dem
Schuh 11 abstützt. Die wirksame Schuhbreite 13 ist dazu als Gleitfläche ausgebildet.
Die Stützelemente 12 sind in bekannter Weise über Druckmittelleitungen 14 an ein hydraulisches
Druckmittel, z.B. Öl oder Wasser, angeschlossen.
[0018] Der Schuh 11 bildet somit mit dem entsprechenden Mantelabschnitt der Gegenwalze 2
den Langspalt 3, durch den die mindestens eine Warenbahn 4 zusammen mit dem Walzenmantel
8 in einer Bahnlaufrichtung geführt ist.
[0019] Die Gegenwalze 2 besitzt einen Walzenmantel 19, der von innen oder außen beheizbar
ist, um die Gegenwalze 2 als beheizte Walze für Temperaturen von vorzugsweise bis
zu 300°C auszuführen. Mit ihren Walzenzapfen 20 ist die Gegenwalze 2 jeweils in Drehlagern
21, 22 abgestützt. Ein nicht dargestellter Antrieb kann in bekannter Weise an der
Gegenwalze 2 angreifen, um diese anzutreiben. Die Gegenwalze kann auch als Biegeausgleichswalze
mit einem feststehenden Walzenkern und einem um den Walzenkern drehbaren Walzenmantel,
der längs seiner Mantelfläche über mindestens eine Stützleiste hydraulischer Stützelemente
am Walzenkern abgestützt ist, ausgebildet sein. Die Gegenwalze 2 kann schließlich
als harte oder weiche Walze ausgebildet sein.
[0020] Die Gegenwalze 2 weist eine Gegenfläche 24 (vgl. Fig. 2a) auf, auf der die mindestens
eine Materialbahn 4 im Langspalt 3 in Auflage mit der Gegenwalze 2 gelangt. Die Gegenwalze
2 weist ferner jeweils randseitig und axial beabstandet zur Gegenfläche 24 einen radial
vorspringenden Stützring 25 auf, der ein Gegenlager zur direkten Abstützung eines
äußeren Walzenmantelabschnitts 28 an der Gegenwalze 2 bildet.
[0021] Der Walzenmantel 8 erhält durch den Stützring 25 in dem Übergangsbereich zwischen
wirksamer Schuhbreite 13 und Befestigung an der Stirnwand 9 entlang seines äußeren
Walzenmantelabschnitts 28 eine Abstützung. Die radiale Dicke des Stützringes 25 ist
derart gewählt, daß eine kontinuierliche Erstreckung des Walzenmantels 8 zwischen
Schuh 11 und Endabschnittbefestigung an den Stirnwänden 9 erreicht wird. Dies wird
dadurch erreicht, daß die radiale Dicke des Stützringes 25 an die Höhe anschließt,
die der Walzenmantel 8 im Langspalt 3 einnimmt aufgrund seiner Positionierung auf
der Warenbahn 4 und gegebenenfalls zusätzlicher Materialbahnen. Hierdurch kann der
Walzenmantel 8 randseitig des Langspaltes 3 sich kontinuierlich auf das von den Stirnwänden
9 vorgegebene Maß radial ausdehnen, da der Walzenmantel 8 im Langspalt 3 eingedrückt
wird. Die radiale Dicke des Stützringes 25 fällt deshalb vorzugsweise zum Rand hin
ab. Da in dem Innenraum 10 des Walzenmantels 8 vorzugsweise ein zumindest geringfügiger
Innendruck herrscht, wird der Walzenmantel 8 außerhalb des Langspalts 3 gegen den
Stützring 25 gedrückt.
[0022] Der Stützring 25 besteht aus einem wärmedämmenden Material, das vorzugsweise zudem
eine niedrige spezifische Wärme besitzt und dadurch dann ein Material mit einem geringen
Wärmeinhalt ist. Bei dem wärmedämmenden Material kann es sich beispielsweise um einen
hochtemperaturbeständigen Faserzement-Werkstoff oder einen hochtemperaturbeständigen
Kunststoff handeln. Der Stützring 25 bildet damit jeweils einen hitzebeständigen Wärmeschutz
für die äußeren Walzenmantelabschnitte 28, wobei die thermische Isolierfunktion mit
der Führungsfunktion kombiniert ist. Örtliche Überbeanspruchungen des Walzenmantels
8 werden dadurch vermieden, so daß keine Notwendigkeit mehr besteht, die zu behandelnden
Warenbahnen mit Überbreiten zu fahren.
[0023] Der Stützring 25 kann unter Zwischenschaltung einer thermischen Isolierung der Gegenwalze
2 sitzen, um auch ein weniger temperaturbeständiges Wärmeschutzmaterial einsetzen
zu können. Der Stützring 25 kann ferner für eine Eigenkühlung jeweils von nicht dargestellten
Luftkanälen durchzogen sein.
[0024] Wie Fig. 2a zeigt, weist die Gegenwalze 2 jeweils axial benachbart zu der Gegenfläche
24 eine ringförmige Vertiefung 29 auf, die einen endseitigen Freilauf der Ränder der
Warenbahn 4 erlaubt.
[0025] Fig. 2b unterscheidet sich von der Fig. 2a dadurch, daß mit der Warenbahn 4 ein Kalandriermantel
5 durch den Langspalt 3 geführt wird. Der Kalandriermantel 5 kann solche elastischen
Eigenschaften aufweisen, die für ein Glätten einer Papierbahn in einem Langspalt vorteilhaft
sind. Der Langspalt 3 bei Schuhbreiten von 25 bis 100 mm ermöglicht hohe Verweilzeiten
bei hohen Temperaturen als Ersatz für hohe Druckspannungen, wodurch ein volumenschonendes
Glätten, insbesondere bei Karton, ermöglicht wird. Druckspannungen von beispielsweise
hier 8 bis 12 N/mm
2 sind für ein solches Glätten hinreichend.
[0026] Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in Fig.
2a dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch, daß die Gegenwalze 2 im Bereich ihrer
Vertiefung 29 benachbart der Gegenfläche 24 eine wärmedämmende Beschichtung 17 aufweist.
Die wärmedämmende Beschichtung 17 kann zudem einstückig mit dem Stützring 25 ausgebildet
sein, wie dies Fig. 4 zeigt. Im übrigen gelten die vorstehenden Ausführungen zu den
Figuren 1 und 2a entsprechend.
1. Vorrichtung zum Bilden eines Langspalts (3) zwischen einer beheizten Gegenwalze (2)
und einer Schuhwalze (1) zum Behandeln einer Warenbahn (4), insbesondere einer Papierbahn,
wobei die Schuhwalze (1) einen feststehenden Träger (7) und einen um den Träger (7)
drehbaren, flexiblen Walzenmantel (8) aufweist, der im Bereich des Langspaltes (3)
auf einem am Träger (7) geführten, eine Druckpartie bildenden und eine wirksame Schuhbreite
(13) aufweisenden Schuh (11) abgestützt ist, und der Walzenmantel (8) Endabschnitte
aufweist, die an am Träger drehbar gelagerten Stirnwänden (9) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenwalze (2) jeweils randseitig und axial mit Abstand benachbart einer der
wirksamen Schuhbreite (13) des Schuhs (11) gegenüberliegenden Gegenfläche (24) einen
radial vorspringenden Stützring (25) aufweist, der ein Gegenlager zur direkten Abstützung
eines äußeren Walzenmantelabschnitts (28) an der Gegenwalze (2) bildet und aus einem
wärmedämmenden Material besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (25) aus einem Faserzement-Werkstoff besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (25) aus einem hochtemperaturbeständigen Kunststoff besteht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (25) jeweils eine radiale Dicke aufweist, die eine kontinuierliche
Erstreckung des Walzenmantels (8) im Bereich zwischen Schuh (11) und Endabschnittbefestigung
erlaubt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (25) jeweils eine radiale Dicke aufweist, die mindestens schuhseitig
im Bereich einer von einer Warenbahn (4) gebildeten Höhe auf der Gegenwalze (2) liegt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (25) eine radiale Dicke aufweist, die zum Rand hin abnimmt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (25) jeweils derart axial beabstandet zur wirksamen Schuhbreite (13)
des Schuhs (11) angeordnet ist, daß ein endseitiger Freilaufabschnitt für eine Warenbahn
(4) verbleibt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenwalze (2) im Bereich des Freilaufabschnitts eine ringförmige Vertiefung
(29) aufweist für ein freies Überhängen der Enden einer Warenbahn (4).
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (29) eine äußere Wärmeschutzschicht (17) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeschutzschicht (17) einstückig ausgebildet ist mit dem Stützring (25).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß für ein Kalandrieren einer Warenbahn (4) ein Kalandriermantel (5) mit der Warenbahn
(4) durch den Langspalt (3) führbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (25) über einer thermischen Isolationsschicht auf der Gegenwalze (2)
sitzt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (25) für eine Eigenkühlung jeweils von Luftkanälen durchzogen ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenwalze (2) als eine beheizte hydraulisch innenabgestützte Walze ausgebildet
ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das wärmedämmende Material ein solches mit geringem Wärmeinhalt ist.
1. Apparatus for forming an extended nip (3) between a heated mating roll (2) and a shoe
roll (1) for treating a product web (4), especially a paper web, the shoe roll (1)
having a stationary support (7) and a flexible belt (8) which can rotate about the
support (7) and, in the area of the extended nip (3), is supported on a shoe (11)
which is guided on the support (7), forms a press section and has an effective shoe
width (13), and the belt (8) having end sections which are fixed to end walls (9)
that are rotatably mounted on the support (7), characterized in that in each case at the ends and axially adjacent to but at a distance from a mating
face (24) located opposite the effective shoe width (13) of the shoe (11), the mating
roll (2) has a radially protruding support ring (25), which forms an opposing bearing
for the direct support of an outer belt section (28) on the mating roll (2) and consists
of a thermally insulating material.
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the support ring (25) consists of a fibrous cement material.
3. Apparatus according to claim 1, characterized in that the supporting ring (25) consists of a high-temperature-resistant plastic.
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3, characterized in that the support ring (25) in each case has a radial thickness which permits a continuous
extent of the belt (8) in the area between shoe (11) and end fixing.
5. Apparatus according to one of claims 1 to 4, characterized in that the support ring (25) in each case has a radial thickness which, at least on the
shoe side lies in the range of a height formed by a product web (4) on the mating
roll (2).
6. Apparatus according to one of claims 1 to 5, characterized in that the support ring (25) has a radial thickness which decreases towards the edge.
7. Apparatus according to one of claims 1 to 6, characterized in that the support ring (25) is in each case arranged axially at a distance from the effective
shoe width (13) of the shoe (11) such that a free-running section for a product web
(4) remains at the end.
8. Apparatus according to claim 7, characterized in that in the area of the free-running section, the mating roll (2) has an annular depression
(29) for the ends of a product web (4) to hang over freely.
9. Apparatus according to claim 8, characterized in that the depression (29) has an outer thermal protection layer (17).
10. Apparatus according to claim 9, characterized in that the thermal protection layer (17) is formed in one piece with the support ring (25).
11. Apparatus according to one of claims 1 to 10, characterized in that for calendering a product web (4), a calendering belt (5) can be guided through the
extended nip (3) with the product web (4).
12. Apparatus according to one of claims 1 to 11, characterized in that the support ring (25) is seated on the mating roll (2) over a thermal insulation
layer.
13. Apparatus according to one of claims 1 to 12, characterized in that the supporting ring (25) is in each case penetrated by air ducts for dedicated cooling.
14. Apparatus according to one of claims 1 to 13, characterized in that the mating roll (2) is designed as a heated, internally hydraulically supported roll.
15. Apparatus according to one of claims 1 to 14, characterized in that the thermally insulating material is one with a low enthalpy.
1. Dispositif pour former une ligne de contact étendue (3) entre un rouleau d'appui chauffé
(2) et un rouleau à sabot (1) pour manipuler un matériau en bande (4), en particulier
une bande continue de papier, pour lequel le rouleau à sabot (1) présente un support
fixe (7) et un manchon flexible (8) monté rotatif autour du support (7), qui est appuyé
dans la zone de la ligne de contact étendue (3) sur un sabot (11) guidé sur le support
(7) formant une partie de pression et présentant une largeur de travail (13), et pour
lequel le manchon (8) présente des portions terminales, qui sont fixées à des parois
d'extrémité (9) montées rotatives par rapport au support (7), caractérisé en ce que le rouleau d'appui (2) présente un anneau de support (25) faisant saillie radialement
respectivement du côté du bord et axialement à distance voisin d'une contre-surface
(24) en face de la largeur de travail (13) du sabot (11), l'anneau de support formant
sur le rouleau d'appui (2) une butée pour le soutien direct d'une portion du manchon
externe (28) et se composant d'un matériau isolant de la chaleur.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'anneau de support (25) se compose d'un matériau en fibro-ciment.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'anneau de support (25) se compose d'une matière plastique résistant à haute température.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'anneau de support (25) présente respectivement une épaisseur radiale, qui permet
une extension continue du manchon (8) dans une zone entre le sabot (11) et la fixation
des portions terminales.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'anneau de support (25) présente respectivement une épaisseur radiale, qui se trouve
au moins du côté du sabot dans la marge d'une hauteur formée d'un matériau en bande
(4) sur le rouleau d'appui (2).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'anneau de support (25) présente une épaisseur radiale, qui diminue en direction
du bord.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'anneau de support (25) est agencé respectivement distant axialement par rapport
à la largeur de travail (13) du sabot (11), en ce qu'un segment en roue libre du côté d'une extrémité reste pour un matériau en bande (4).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le rouleau d'appui (2) présente dans la zone du segment en roue libre un évidement
annulaire (29) pour une saillie libre de l'extrémité d'un matériau en bande (4).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'évidement (29) présente une couche d'isolation calorifuge externe (17).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que la couche d'isolation calorifuge (17) vient de matière avec l'anneau de support (25).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que pour un calandrage d'un matériau en bande, une chemise de calandrage (5) est guidée
avec le matériau en bande (4) à travers la ligne de contact étendue (3).
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'anneau de support (25) est placé sur une couche d'isolation thermique sur le rouleau
d'appui (2).
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'anneau de support (25) est entraîné pour une ventilation autonome respectivement
des conduits de ventilation.
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le rouleau d'appui (2) est formé comme un rouleau chauffé hydrauliquement supporté
de l'intérieur.
15. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le matériau isolant de la chaleur est un matériau avec une faible enthalpie.