[0001] Die Erfindung betrifft eine Gleitvorrichtung, wie sie im Oberbegriff des Anspruches
1 beschrieben ist.
[0002] Ein Versteifungs- und/oder Dämpfungselement, das mit einem Teil der Gleitvorrichtung
verbunden ist, ist aus der EP 0 730 890 A bekannt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, mit der ein
rascher Wechsel bzw. Anpassung des Verformungsverhaltens bzw. der Härte der Gleitvorrichtung
an unterschiedliche Einsatzbedingungen, insbesondere von harten oder weichen, präparierten
und/oder unpräparierten Pisten, möglich ist.
[0004] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Die
sich durch die Merkmale des Kennzeichenteiles des Anspruches 1 ergebenden Vorteile
liegen darin, daß die Gleitvorrichtung, insbesondere ein Schi oder Snowboard, eine
rasche Variierung bzw. Anpassung an gegebene Einsatzbedingungen ermöglicht, indem
die Eigenschaften, insbesondere der Verformungswiderstand und/oder die Härte kurzfristig
und einfach veränderbar sind. Dies ist vor allem durch ein in der Gleitvorrichtung
angeordnetes Versteifungs- und/oder Dämpfungselement möglich, wobei durch die Anordnung
eines oder mehrerer dieser Elemente die Formsteifigkeit der Gleitvorrichtung über
den gesamten Querschnitt oder partiell veränderbar ist, indem in einem ersten Ausgangszustand
durch die Anordnung von in einem Hüllelement eingebetteten, elastisch nachgiebigen
Füllkörpern eine Dämpfungswirkung und in einem weiteren Zustand, nach dem Evakuieren
der Aufnahmekammer gegenüber dem Umgebungsdruck, eine Versteifungswirkung der Gleitvorrichtung
bedarfsweise erreichbar ist. Dadurch können ein exakter Kantengriff, harmonischer
Spannungsverlauf, gute Dämpfungseigenschaften gegen Schläge senkrecht zur Lauf- bzw.
Oberfläche der Gleitvorrichtung, sowie gute Verforrnungseigenschafien bei Kurvenfahrten,
erreicht werden.
[0005] Möglich ist eine Ausbildung nach Anspruch 2, wodurch aus einfachen standardisierten
und kostengünstigen Bauelementen ein eine Mehrzahl von Funktionen aufweisendes Bauelement
hergestellt werden kann, mit dem das Fahrverhalten einer Gleitvorrichtung gezielt
beeinflußbar ist.
[0006] Vorteilhaft ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 3, weil dadurch gegebenenfalls
eine bedarfsweise partielle Verstellung der die Fahreigenschaften beeinflussenden
Härte bzw. Verforinungseigenschaften beeinflußbar ist.
[0007] Gemäß den vorteilhaften Weiterbildungen, wie in den Ansprüchen 4 bis 6 beschrieben,
ist während einer Belastung ein harmonischer Spannungsverlauf sowie eine über weite
Querschnitte gleichmäßige Verformung mit dem kostengünstig herzustellenden Hüllelement
bzw. Versteifungs- und/oder Dämpfungselement über weite Bereiche der Gleitvorrichtung
erreichbar.
[0008] Möglich ist auch eine Ausbildung, wie im Anspruch 7 beschrieben, wodurch insbesondere
im evakuierten Zustand ein Spielausgleich zwischen den beteiligten Bauelementen erreicht
werden kann.
[0009] Vorteilhaft sind auch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 8 und 9, wodurch eine
dosierte Menge an Füllkörpern im evakuierten Zustand gleichmäßig über das Volumen
des Hüllelementes bzw. der Aufnahmekammer verteilt werden kann.
[0010] Gemäß Anspruch 10 ist eine material- bzw. kostensparende konstruktive Ausgestaltung
der Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente bzw. der Hüllelemente möglich.
[0011] Durch die Ausbildung nach Anspruch 11 ist es möglich, aus Standardprodukten ein kostengünstiges,
einfach zu befüllendes Hüllelement zu bilden.
[0012] Bei den Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 12 bis 14 ist von Vorteil, daß durch
das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement bzw. Hüllelemente aufweisende Verstärkungselement
im Zusammenwirken mit diesen eine hohe Festigkeit, insbesondere eine hohe Zug- und/oder
Druck- und/oder Biegefestigkeit, der Gleitvorrichtung erreichbar ist.
[0013] Durch die Weiterbildung nach Anspruch 15 wird eine zusätzliche Anhebung des Verformungswiderstandes
der Gleitvorrichtung erreicht.
[0014] Dabei erweisen sich die Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 16 bis 18 vorteilhaft,
da die Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente über einzelne Teilbereiche der Gleitvorrichtung
- vom Anwendungsbereich abhängig - zuordenbar sind.
[0015] Durch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 19 bis 21 ist eine einfache Evakuierung
der Aufnahmekammer im Hüllelement erreichbar, wobei das Absenken des Innendruckes
gegenüber dem Umgebungsdruck durch eine standardisierte, kostengünstige Evakuiereinrichtung,
die beispielsweise an der Gleitvorrichtung abnehmbar gehaltert ist oder durch ein
externes Servicegerät gebildet wird, erreicht wird.
[0016] Möglich ist dabei auch eine Ausbildung nach Anspruch 22, wodurch die Anzahl an Einzelbauelementen
und der damit verbundene Herstellungsaufwand reduziert werden kann.
[0017] Von Vorteil sind aber auch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 23 bis 27, wodurch
die Wirkung der Steifigkeit bzw. der Dämpfung gezielt beeinflußbar ist. Des weiteren
können alle als Massenprodukte herstellbaren Füllkörper verwendet werden.
[0018] Vorteilhaft ist auch eine weitere Ausführungsform nach Anspruch 28, da insbesondere
die auf die Gleitvorrichtung einwirkenden Belastungen, wie beispielsweise Zug- oder
Druckbelastungen, in der äußeren Randzone der Gleitvorrichtung besser aufgenommen
werden können, wodurch das Fahrverhalten, insbesondere die Härte bzw. der Verformungswiderstand
besser auf unterschiedliche Bedingungen eingestellt bzw. angepaßt werden kann.
[0019] Gemäß Anspruch 29 können standardisierte kostengünstige Produkte eingesetzt werden.
[0020] Durch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 30 und 31 ist es möglich, standardisierte
kostengünstige Massenprodukte für das Übertragungsorgan zu verwenden, wodurch eine
kostengünstige Ausbildung der Gleitvorrichtung erreichbar ist. Außerdem weisen derartige
Querschnittsformen ein großes, die Biegesteifigkeit erhöhendes Widerstandsmoment auf.
[0021] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 32 ist von Vorteil, daß durch das Überspannen
bzw. Überdecken eines Teilbereiches der Gleitvorrichtung ein effektvoller Einfluß
auf das Fahrverhalten erreichbar ist.
[0022] Durch die Weiterbildung nach Anspruch 33 wird erreicht, daß ein vorbestimmbares Fahrverhalten,
insbesondere in deren Härte und/oder Verformungswiderstand, der Gleitvorrichtung gezielt
beeinflußbar ist.
[0023] Durch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 34 und 35 kann durch die Verwendung von
unterschiedliche Eigenschaften aufweisenden Formkörpern in den Hüllelementen, über
mehrere Teilbereiche bzw. Querschnittsbereiche der Gleitvorrichtung eine unterschiedliche
Fahreigenschaft erreicht werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der platzsparenden
biege- und verdrehsteifen konstruktiven Ausbildung der Gleitvorrichtung.
[0024] Vorteilhaft sind auch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 36 und 37, da durch die
Verkürzung der voneinander beabstandeten Befestigungspunkte für das sich zwischen
diesen erstreckenden Übertragungsorgan höhere Belastungen aufgenommen werden können.
[0025] Weiters erweisen sich die Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 38 und 39 als vorteilhaft,
da durch eine gegenüber dem Abstand größer bemessene Länge der Übertragungsorgane
bzw. der Stützelemente gegebenenfalls eine Vorspannung erreichbar ist und dadurch
immer auf das zwischen zwei hintereinander angeordneter Übertragungsorgane angeordnete
Hüllelement bzw. Verstärkungs- und/oder Dämpfungselement angrenzt bzw. sich auf diesem
abstützt und dadurch die Dämpfungs- bzw. Versteifungswirkung zusätzlich erhöhen.
[0026] Die Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 40 und 41 ermöglichen die genaue Positionierung
bzw. Halterung des Hüllelementes bzw. des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes
in dem Widerlager oder in dem weiteren Übertragungsorgan, wodurch gegebenenfalls ein
zusätzliches Anbringen von Kleberschichten zwischen der Schichte des Hüllelementes
und der Oberfläche des mit dieser zu verbindenden weiteren Teiles vermeidbar ist.
[0027] Gemäß Anspruch 42 wird eine Vergrößerung der Angriffsfläche des mit dem Hüllelement
bzw. Versteifungs- und/oder Dämpfungselement in Eingriff stehenden Tellerelementes
erreicht, wodurch die auf die Gleitvorrichtung einwirkenden Belastungen bzw. Kräfte
oder Momente flächig über einen weiten Bereich der Vorrichtung verteilt werden.
[0028] Möglich ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 43, durch welche eine Segmentierung
der Aussparung im Widerlager oder im Übertragungsorgan in mehreren Kammern erreicht
wird, wodurch bei eintretenden Belastungen eine Relativbewegung des Stützelementes
gegenüber dem Widerlager oder dem Übertragungsorgan zugelassen ist.
[0029] Schließlich ist aber auch eine Ausbildung, wie im Anspruch 44 beschrieben, möglich,
wodurch ein elastisch rückstellbares, reversibles Abstützelement zwischen zumindest
einem Übertragungsorgan und dem Widerlager oder zwischen zwei hintereinander angeordneter
Übertragungsorgane gebildet wird, wodurch sich für die schwingungserregte Gleitvorrichtung
durch die abstützende selbstversteifende Ausbildung eine abklingende Schwingungsamplitude
ergibt.
[0030] Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0031] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Gleitvorrichtung mit profilierter Oberseite, in Draufsicht und
vereinfachter, unproportionaler Darstellung;
- Fig. 2
- die Gleitvorrichtung mit dem erfindungsgemäßen Versteifungs- und/oder Dämpfungselement
gemäß Fig. 1 im Querschnitt, geschnitten gemäß den Linien II - II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine andere Ausführungsform des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes nach Fig.
1 im Querschnitt und vereinfachter, unproportionaler Darstellung;
- Fig. 4
- die Gleitvorrichtung in Seitenansicht gemäß der Fig. 1 in stark vereinfachter, schematischer
Darstellung;
- Fig. 5
- eine andere Ausführung des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes im Querschnitt,
geschnitten gemäß den Linien V-V in Fig. 4;
- Fig. 6
- eine andere Ausführung der Gleitvorrichtung und des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes
im Querschnitt, geschnitten und in stark vereinfachter, schematischer Darstellung;
- Fig. 7
- eine weitere Ausführung der Gleitvorrichtung mit einer an der Oberseite der Gleitvorrichtung
angeordneten Vorrichtung mit dem dieser zugeordneten erfindungsgemäßen Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement im Längsschnitt und in stark vereinfachter, schematischer
Darstellung;
- Fig. 8
- eine andere Ausführung der Gleitvorrichtung mit einer an der Oberseite der Gleitvorrichtung
angeordneten Vorrichtung mit dem dieser zugeordneten erfindungsgemäßen Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement im Längsschnitt und in stark vereinfachter, schematischer
Darstellung;
- Fig. 9
- eine weitere Ausführung der Gleitvorrichtung mit einer an der Oberseite der Gleitvorrichtung
angeordneten Vorrichtung mit dem dieser zugeordneten erfindungsgemäßen Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement im Längsschnitt und in stark vereinfachter, schematischer
Darstellung;
- Fig. 10
- eine andere Ausführung der Gleitvorrichtung mit einer an der Oberseite der Gleitvorrichtung
angeordneten Vorrichtung mit dem dieser zugeordneten erfindungsgemäßen Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement im Längsschnitt und in stark vereinfachter, schematischer
Darstellung;
- Fig. 11
- eine weitere Ausführung der Gleitvorrichtung mit einer an der Oberseite der Gleitvorrichtung
angeordneten Vorrichtung mit dem dieser zugeordneten erfindungsgemäßen Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement im Längsschnitt und in stark vereinfachter, schematischer
Darstellung.
[0032] Einführend sei festgehalten, daß in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merlanalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0033] In den gemeinsam beschriebenen Fig. 1 und 2 ist eine erfindungsgemäß ausgebildete
bzw. aufgebaute Gleitvorrichtung 1 in Draufsicht bzw. im Schnitt gezeigt. Diese Gleitvorrichtung
1 kann dabei vor allem in Abhängigkeit des gewählten Längen- und Breitenverhältnisses
einen Schi 2 oder aber auch ein Snowboard oder eine Kufe etc. bilden. Bei einem Schi
2 ist gegenüber einem sogenannten Snowboard vor allem ein größeres Längen-Breitenverhältnis
gegeben.
[0034] Eine in Draufsicht bzw. Gebrauchslage - gemäß Fig. 1 - sichtbare Oberseite 3 der
Gleitvorrichtung 1 ist bevorzugt profiliert bzw. konturiert ausgebildet. Eine Profilierung
4 erstreckt sich unterbrechungsfrei fast über die gesamte Länge bis nahe den Endbereichen
5, 6 der Gleitvorrichtung 1. Gegebenenfalls kann die Profilierung 4 auch in einem
Mittelbereich 7 der Gleitvorrichtung 1 bzw. in einem Bindungsmontagebereich 8 desselben
auslaufen bzw. in den ebenflächigen Mittelbereich 7, welcher als Montageplattform
für eine entsprechende Bindung dient, übergehen. Ausgehend von einem gegebenenfalls
ebenflächigen, plateauartigen Mittelbereich 7 erstreckt sich die Profilierung 4 an
der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 jedenfalls nahe bis zu den Endbereichen 5,
6. Die Profilierung 4 ist im Mittelbereich 7 bzw. in den an den Bindungsmontagebereich
8 anschließenden Zonen stärker ausgeprägt als in den Endbereichen 5, 6 der Gleitvorrichtung
1. Insbesondere läuft die Profilierung 4 mit zunehmender Nähe zu den beiden Endbereichen
5, 6 der Gleitvorrichtung 1 allmählich aus. D.h. die Profilierung 5 verflacht sich
stetig bei Annäherung an die Endbereiche 5, 6 und geht schließlich in ebenflächige
Endbereiche 5, 6 über. In den Endbereichen 5, 6 ist dann wenigstens eine sogenannte
Schaufel der Gleitvorrichtung 1 ausgebildet.
[0035] Die Profilierung 4 an der Oberseite 3 ist durch wenigstens einen, bevorzugt zwei
im wesentlichen parallel zueinander verlaufende wulstartige Stränge 9, 10 gebildet.
Alternativ ist es auch möglich, drei oder mehr solcher in Längsrichtung der Gleitvorrichtung
1 verlaufender Stränge 9, 10 vorzusehen.
[0036] Zwischen zwei in Längsrichtung der Gleitvorrichtung 1 verlaufenden Strängen 9, 10
bildet sich eine mehr oder weniger ausgeprägte Vertiefung 11 aus. Die Basis bzw. die
Talsohle der Vertiefung 11 kann dabei im Querschnitt im wesentlichen V- oder auch
U-förmig, d.h. mit einem weitgehend abgeflachten, ebenflächigen Sohlenbereich ausgebildet
sein. Anstelle einer gewölbeartigen Profilierung 4, welche quer zur Längsrichtung
betrachtet wenigstens eine bogenförmige Erhebung an der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung
1 ausbildet, ist es selbstverständlich auch möglich, andere Profilieirangen 4 einzusetzen.
So ist es z.B. auch möglich, die wulstartigen Stränge 9, 10 im Bereich des oberen
Scheitelpunktes abzuflachen und dadurch im Querschnitt trapezförmige Stränge 9, 10
zu erhalten. Ebenso sind inverse Ausgestaltungen bezugnehmend auf die Vertiefung 11
bzw. auf die Stränge 9, 10 möglich, wobei dann im Mittelbereich der Gleitvorrichtung
1 ein wulstartiger Strang verläuft und beidseits des wulstartigen Stranges zwei rinnenförmige
Vertiefungen in der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 ausgeprägt sind.
[0037] Im Verbundkörper der Gleitvorrichtung 1 ist wenigstens ein Verstärkungselement 12,
13 enthalten. Bevorzugt ist jedem Strang 9, 10 bzw. jeder Erhebung 14, 15 jeweils
ein Verstärkungselement 12, 13 zugeordnet. Vorzugsweise sind die Verstärkungselemente
12, 13 gegebenenfalls vollständig in der Gleitvorrichtung 1 integriert, d.h. von den
sonstigen Bauelementen der Gleitvorrichtung 1 allseitig umschlossen.
[0038] Gegebenenfalls ist es auch möglich, das oder die Verstärkungselemente 12, 13, beispielsweise
im Mittelbereich 7 bzw. im Bindungsmontagebereich 8 oder aber in den Anschlußzonen
des Bindungsmontagebereiches 8 oder in einem zwischen dem Mittelbereich 7 und den
Endbereichen 5; 6 liegenden Bereich aus dem Verbundkörper bzw. Sandwichelement heraustreten
zu lassen. Hierfür können die Verstärkungselemente 12, 13 nahe der Oberseite 3 der
Gleitvorrichtung 1 verlaufen und mittels transparenten Teilbereichen in Art von Sichtfenstern
16 oder Aussparungen 17 an der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 zumindest teilweise
eingesehen werden.
[0039] Eine Längserstreckung der Profilierung 4 auf der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung
1 ist nur geringfügig größer als eine Längserstreckung der integrierten Verstärkungselemente
12, 13. D.h., eine Länge der Verstärkungselemente 12, 13 ist nur geringfügig kleiner
bemessen als die Längserstreckung der Profilierung 4. Die Längenabmessungen der integrierten
Verstärk-ungselemente 12, 13 sind also mitbestimmend für die Längserstreckung der
Profilierung 4 an der Oberseite 3.
[0040] Bevorzugt erstrecken sich die Verstärkungselemente 12, 13 gegebenenfalls durchgängig
zwischen einer vorderen Kontaktzone 18 und einer hinteren Kontaktzone 19 der Gleitvorrichtung
1.
[0041] Im kräfteneutralen Zustand bzw. im Ruhezustand ist die Gleitvorrichtung 1 zwischen
dessen Auflagezonen 20, 21 bogenförmig nach oben gewölbt.
[0042] Aufgrund der sogenannten Vorspannung der Gleitvorrichtung 1 liegt dieses im unbelasteten
Zustand bzw. lediglich unter Einfluß seines Eigengewichtes im Mittelbereich 7 nicht
am Untergrund 22 auf. Dies wird durch die sogenannte Vorspannhöhe der Gleitvorrichtung
1 bewirkt, welche durch den größten Abstand zwischen einer Lauffläche 23 der Gleitvorrichtung
1 und einer ebenen Auflagefläche unter Einfluß des Eigengewichtes der Gleitvorrichtung
1 definiert ist.
[0043] In Fig. 2 ist ein möglicher Aufbau der erfindungsgemäßen Gleitvorrichtung 1 gezeigt.
Aus dieser Querschnittsdarstellung sind insbesondere der Schichtaufbau und die Querschnittsformen
der einzelnen Bauteile bzw. Elemente der Gleitvorrichtung 1 zu entnehmen.
[0044] Die äußeren Randzonen der Gleitvorrichtung 1 sind, wie an sich bekannt, durch eine
die Oberseite 3 bildende Deckschicht 24 und einen die Lauffläche 23 ausbildenden Laufflächenbelag
25 gebildet. Die Deckschicht 24 bildet die Oberseite 3 und gegebenenfalls auch senkrecht
auf die Lauffläche 23 ausgerichtete Längsseitenwände 26, 27 der Gleitvorrichtung 1
aus. Die Längsseitenwände 26 und 27 der Gleitvorrichtung 1 können, wie an sich bekannt,
parallel oder konvex verlaufend ausgebildet sein. Stahlkanten 28, 29 stellen eine
seitliche Begrenzung der Lauffläche 23 dar. Anstelle der zu einem Schalenbauteil geformten
Deckschicht 24, welche aus einem einzigen Teil die Oberfläche und die Seitenwangen
der Gleitvorrichtung 1 in Monocoque-Bauweise bildet, ist es selbstverständlich auch
möglich, die Seitenwangen der Gleitvorrichtung 1 durch separate Elemente zu bilden.
[0045] Bevorzugt stützt sich die profilierte Deckschicht 24 mit deren beiden Längskanten
jeweils auf einer Stahlkante 28; 29 oder auf einer dazwischenliegenden Lage aus hochfestem
Material ab.
[0046] Zwischen der Deckschicht 24 und dem Laufflächenbelag 25 sind mehrere Lagen, insbesondere
wenigstens ein dem Laufflächenbelag 25 nächstliegender Untergurt 30 und/oder wenigstens
ein der Deckschicht 24 nächstliegender Obergurt 31 angeordnet. Der Untergurt 30 und/oder
der Obergurt 31 bestehen aus einem hochfesten Werkstoff und sind bezugnehmend auf
den Querschnitt der Gleitvorrichtung 1 nahe den Randzonen der Gleitvorrichtung 1 plaziert.
Der Untergurt 30 und/oder der Obergurt 31 hat also u.a. durch seine räumliche Lage
in der Gleitvorrichtung 1 wesentlichen Einfluß auf die Steifigkeit bzw. Flexibilität
der Gleitvorrichtung 1.
[0047] Der Obergurt 31 ist mittels einer Füll- bzw. Kleberschicht 32 mit der Deckschicht
24 adhäsiv verbunden. Gleichfalls sind die einander zugewandten Flachseiten des Untergurtes
30 und des Laufflächenbelages 25 über eine Füll- bzw. Kleberschichte 32 adhäsiv miteinander
verbunden. Der Untergurt 30 kann sich dabei, wie schematisch dargestellt, zwischen
der Gleitvorrichtung 1 integrierten Verankerungsfortsätzen 33, 34 der Stahlkanten
28, 29 erstrecken. Alternativ dazu ist es auch möglich, daß sich der im wesentlichen
als bandartiges, flaches Bauteil ausgebildete Untergurt 30 über die Verankerungsfortsätze
33, 34 hinweg erstreckt und mit den Längsseitenwänden 26, 27 der Gleitvorrichtung
1 bündig abschließt.
[0048] Im Gegensatz zum weitgehend ebenflächig ausgebildeten Untergurt 30 ist der Obergurt
31 bevorzugt profiliert ausgebildet. Bevorzugt ist der Obergurt 31 derart geformt,
daß dieser wenigstens eine, bevorzugt zwei in dessen Längsrichtung verlaufende Erhebungen
14, 15 mit einer dazwischenliegenden Vertiefung 11 ausbildet. Im Querschnitt ist also
der beispielsweise aus einem flachen Werkstück entsprechend geformte Obergurt 31 wellenförmig
ausgebildet. Diese auf den Querschnitt bezogene Wellenform mit bevorzugt zwei Erhebungen
14, 15 und der dazwischenliegenden Vertiefung 11 ist dabei derart bemessen, daß untere
Längskanten 35 bis 37 des geformten Obergurts 31 in einer Distanz 38 zu den Stahlkanten
28, 29 bzw. zum Untergurt 30 angeordnet werden können. Durch diese Distanz 38 wird
vermieden, daß der profilierte Obergurt 31 auf den Stahlkanten 28, 29 oder auf dem
Untergurt 30 aufliegt.
[0049] Diese Distanz 38 wird primär durch wenigstens einen Kernbauteil 39 der Gleitvorrichtung
1 bestimmt. Diese Distanz 38 wird auch bei Krafteinwirkung auf die Oberseite 3 und/oder
auf die Lauffläche 23 bis auf relativ kleine zugelassene Komprimierungswege der Gleitvorrichtung
1 weitgehend konstant gehalten. Das Kernbauteil 39 befindet sich zwischen den tragenden
Gurten, insbesondere zwischen dem Untergurt 30 und dem Obergurt 31. Der Kernbauteil
39 distanziert also den Untergurt 30 vom Obergurt 31 und bildet zusammen mit den sonstigen
Lagen der gesamten Gleitvorrichtung 1 mittels dazwischenliegender Füll- bzw. Kleberschichten
32 ein einstückiges Verbund- bzw. Sandwichelement.
[0050] Der um die Verstärkungselemente 12, 13 verbleibende Freiraum zwischen Unter- und
Obergurt 30, 31 ist mit einem Füllstoff 40, bevorzugt durch einen Kunststoff poriger
Struktur, ausgefüllt. Der Füllstoff 40 hat bevorzugt auch adhäsive Wirkung, sodaß
dieser an den angrenzenden Bauelementen haften bleibt und dadurch den zusammenhängenden,
einstückigen Aufbau der mehrteiligen Gleitvorrichtung 1 sicherstellt.
[0051] Der Füllstoff 40 kann auch einen Schaumstofflcern 41 für die Gleitvorrichtung 1 bilden.
Die Verstärkungselemente 12, 13 und der Füllstoff 40 bzw. der Schaumstoffkern 41 bilden
das Kernbauteil 39. Die Verstärkungselemente 12, 13 können im Füllstoff 40 bzw. im
Schaumstoffkern 41 eingebettet sein. Die geringe Elastizität bzw. Flexibilität des
Füllstoffes 40 bzw. des Schaumstoffkerns 41 ist derart gewählt, daß dieser bei der
maximal auftretenden Verformung der Gleitvorrichtung 1 nicht zu Bruch geht und Rißbildungen
ausgeschlossen sind.
[0052] Das oder die bevorzugt im Scheitelpunkt des im annähernd kongruent geformten Teilbereiches
des Obergurtes 31 angeordneten Verstärkungselemente 12; 13 werden bevorzugt durch
ein oder mehrere sich zumindest bereichsweise überdeckende Hohlprofile 42, 43 und
zumindest eine mit Füllkörpern 44 befüllte Aufnahmekammer 45 und wenigstens einem
diesem luftdicht bzw. vakuumdicht umschließenden Hüllelement 46 gebildet. Bevorzugt
weisen die Hohlprofile 42, 43 unterschiedliche Querschnittsabmessungen auf, sodaß
das Hohlprofil 42 von dem Hohlprofil 43 zumindest bereichsweise umhüllt bzw. umfaßt
wird. Das Hüllelement 46 kann beispielsweise durch eine elastische rückstellende und
verformbare Schichte 47 bzw. Folie gebildet werden. Für die Hohlprofile 42; 43 können
alle aus dem Stand der Technik bekannten Materialien, wie beispielsweise Kunststoffe
oder metallische Werkstoffe, verwendet werden. Bevorzugt weist das gegebenenfalls
aus einem metallischen Werkstoff bestehende Hohlprofil 43 an einer dem Hüllelement
46 zugewandten Innenseite 48 oder das Hohlprofil 42 an einer dem Hohlprofil 43 zugewandten
Oberfläche eine elastische Schichte 49 auf. Die Hohlprofile 42, 43 umgrenzen ein oder
mehrere zwischen diesen angeordnete Versteifungs-und/oder Dämpfungselemente 50, welche
sich beispielsweise über einen großen Teil der Länge der Gleitvorrichtung 1 erstrecken.
[0053] Natürlich besteht auch die Möglichkeit, in Längserstreckung und/oder in einer quer
dazu verlaufenden Richtung der Gleitvorrichtun-1 zwischen der Vertiefung 11 und der
Längsseitenwand 26 oder der Längsseitenwand 27 mehrere übereinander und/oder hintereinander
und/oder nebeneinander und/oder übereinander angeordnete Verstärkungselemente 12;
13 im Schaumstoffkern 41 anzuordnen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind beispielsweise
rohrförmige Hohlprofile 42, 43 vorgesehen, die in einer zu ihrer Längserstreckung
senkrechten Ebene einen kreisrunden Querschnitt aufweisen. Bezugnehmend auf einzelne
Querschnittsebenen in Längsrichtung der Gleitvorrichtung 1 sind als die jeweiligen
Querschnittsformen und/oder die Querschnittsabmessungen der integrierten Verstärkungselemente
12; 13 an die jeweiligen Querschnittsformen bzw. an die Profilierung 4 der Oberseite
3 der Gleitvorrichtung 1 in den einzelnen Längsabschnitten zumindest annähernd angepaßt.
Die im Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 angeordneten Füllkörper 44 bilden
bei einer Veränderung des Druckniveaus in der Aufnahmekammer 45 des Hüllelementes
46 ein reversibles, zwischen einem ersten Zustand, in dem es die Form eines Kreisringquerschnittes
annimmt, wie in diesem Ausführungsbeispiel dargestellt, und einem zweiten Zustand
durch bedarfsweise Absenkung eines Innendruckes im Hüllelement 46 unter einen Umgebungsdruck
- Evakuierung - stellbares Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 aus, das in
seinem evakuierten Zustand zumindest bereichsweise mit dem Verstärkungselement 12;
13 ein formschlüssiges kraft- und/oder momentenübertragendes Übertragungselement ausbildet.
Dies ermöglicht eine Anhebung der Steifigkeit bzw. des Verformungswiderstandes der
Gleitvorrichtung 1 in einzelnen Teilbereichen oder über weite Bereiche. Eine in der
Aufnahmekammer 45 des Hüllelementes 46 vorragende Be- und/oder Entlüftungsbohrung
51 ist mit einer abnehmbaren oder an der Gleitvorrichtung 1 fixierten, aber nicht
dargestellten Evakuiereinrichtung 52 strömungsverbunden, welche das Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 über eine gegebenenfalls manuell betätigbare Vakuumpumpe
druckbeaufschlagt, wobei diese die vorhandene Luft in der Aufnahmekammer 45 abpumpt
und den Druck in dieser gegenüber dem Umgebungsdruck absenkt. Die gegebenenfalls eine
Elastizität aufweisenden Füllkörper 44 werden durch die Druckbeaufschlagung aufeinander
zubewegt und gegeneinander abgestützt und bilden dadurch ein formstabiles Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50. Durch die Evakuierung der Aufnahmekammer 45 des Hüllelementes
46 ergibt sich eine geringfügige Verkleinerung der Querschnittsabmessungen des im
wesentlichen einen Kreisringquerschnitt bildenden Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes
50, wodurch ein zwischen der dem Hohlprofil 43 zugewandten Außenseite der Schichte
47 bzw. Folie des Hüllelementes 46 eine Differenz bzw. ein Hohlraum zwischen der Schichte
47 und der Innenseite 48 des Hohlprofiles 43 gebildet wird, welcher von einer am Hohlprofil
43 angeordneten elastisch rückstellbaren Schichte 49 ausgefüllt wird und dadurch eine
gegenseitige Abstützung zwischen den einzelnen Bauelementen erreicht wird. Durch die
Anordnung eines manuell betätigbaren Rückströmventiles 53 ist der starre bzw. formstabile
Zustand durch Belüftung, daher bei einer Druckanpassung zwischen der Aufnahmekammer
45 und dem Umgebungsdruck, der Aufnahmekammer 45 des Hüllelementes 46 mit der Evakuiereinrichtung
52 aufhebbar. Eine Strömungsverbindung zwischen der Aufnahmekammer 45 und z.B. einer
Vakuumpumpe ist über eine Versorgungsleitung 54 realisiert. Das zwischen der Unterseite
des Obergurtes 31 und an der Oberseite des Untergurtes 30 gegebenenfalls direkt angrenzende,
von diesen positioniert gehalterte Verstärkungselement 12 bildet mit der Länge des
Verstärkungselementes 12; 13 an der Oberseite und/oder Unterseite einen linienförmigen
Reibschluß, wodurch keine zusätzlichen Positionierelemente für die Fixierung der Verstärkungselemente
12; 13 während des Einschäumverfahrens, daher bei der Injektion des Füllstoffes 40
für den Schaumstoffkern 41 erforderlich ist.
[0054] Die in der Aufnahmekammer 45 des Hüllelementes 46 angeordneten Füllkörper 44 werden
beispielsweise aus Hartstoffen, wie Kunststoffe aus Polystyrol etc., oder durch einen
offenzelligen Kunststoffschaum gebildet. Bevorzugt werden die Füllkörper 44 durch
einen Volumskörper, insbesondere in Form einer Kugel oder eines Zylinders etc., gebildet.
Natürlich können die Füllkörper 44 auch aus einem Recyclingprodukt hergestellt werden.
Zweckmäßig weisen die Füllkörper 44 einen Kern und einen diesen umgebenden Mantel
auf, wobei der Kern eine höhere Festigkeit bzw. eine geringere Elastizität aufweist,
als ein diesen zumindest bereichsweise umhüllender Mantel. Insbesondere ist der Kern
mit einem elastisch rückstellbar verformbaren Material beschichtet. Natürlich können
alle anderen, bereits aus dem Stand der Technik bekannten Ausbildungen der Füllkörper
für die Befüllung des Hüllelementes 46 des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes
50 verwendet werden.
[0055] Das Hüllelement 46 kann mehrere Folienlagen aufweisen, die in einem umlaufenden Randbereich
vakuumdicht miteinander verbunden sind und die Aufnahmekammer 45 umschließen bzw.
diese bilden.
[0056] In einem ersten Zustand, in dem in der Aufnahmekammer 45 Umgebungsdruck vorherrscht,
können Belastungen, wie diese während des Fahrens auftreten, von dem Dämpfungselement
50 zum Teil aufgenommen bzw. absorbiert werden, wobei diese ab einem bestimmbaren
Grad der Belastung auf das innestliegende Hohlprofil 42 übertragen. Dadurch wird im
ersten Zustand ein mit einer Dämpfungs- bzw. Verformungseigenschaft ausgebildetes
Dämpfungselement 50 gebildet und ermöglicht dadurch ein weicheres Fahrverhalten. In
dem ersten Zustand - Ausgangszustand - grenzt die Schichte 47 des Hüllelementes 46
an die Innenseite 48 des Hohlprofiles 43 oder an der Oberfläche des Hohlprofiles 42
an bzw. liegt an dieser zumindest bereichsweise auf, wodurch die einen elastischen
Anteil aufweisenden Füllkörper 44 im Belastungsfall eine Relativbewegung zwischen
dem Hohlprofil 43 und dem Hohlprofil 42 zulassen und während der Fahrt ein großer
bzw. der ganze Anteil an Energie, von den Füllkörpern 44 aufgenommen wird und damit
eine Dämpfungseigenschaft und ein weiches Fahrverhalten ermöglicht wird. Durch das
Anlegen eines Unterdruckes wird durch das Absaugen der Luft in der Aufnahmekammer
45 ein gegenseitiges Abstützen der Füllkörper 44 bewirkt und bildet dadurch ein mit
einem höheren Verformungswiderstand ausgebildetes Versteifungselement 50 aus. Dadurch
wird im zweiten Zustand eine Relativbewegung in Längsrichtung der Gleitvorrichtung
1 zwischen den Hohlprofilen 42 und 43 unterbunden und gewissermaßen eine formschlüssige
Verbindung zwischen diesen gebildet, die die Belastungen bzw. Kräfte, wie sie während
der Fahrt auftreten, über den gesamten Querschnitt gleichmäßig verteilen und dadurch
eine einen hohen Verformungswiderstand ausbildende Gleitvorrichtung 1 ausbilden.
[0057] Eine andere, nicht weiters dargestellte Ausführungsvariante besteht darin, daß das
Verstärkungselement 12; 13 zu zumindest einer Unterseite oder Oberseite des Obergurtes
31 oder Untergurtes 30 distanziert angeordnet ist und zumindest bereichsweise über
zusätzliche Mittel mit dem Untergurt 30 oder Obergurt 31 positioniert gehalten ist.
Dadurch wird ein unzulässiges Verrutschen der Verstärkungselemente 12; 13 während
der Herstellung des Schaumstoffkerns 41 vermieden.
[0058] Wie in der Fig. 2 strichliert dargestellt, kann der Gleitvorrichtung 1 auf jeder
Erhebung 14 oder 15 und/oder in der Vertiefung 11 der Oberseite 3 zumindest ein Verstärkungselement
12 oder 13 zugeordnet werden.
[0059] In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsvariante für den Aufbau einer Gleitvorrichtung
1 mit dem erfindungsgemäßen Verstärkungselement 12; 13 bzw. Versteifungs- und/oder
Dämpfungselement 50 dargestellt, wobei für vorhergehend bereits beschriebene Teile
gleiche Bezugszeichen verwendet wurden und vorstehende Erläuterungen sinngemäß auf
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen übertragen werden können.
[0060] Dabei erstrecken sich die oberen der Lauffläche 23 gegenüberliegenden Bauelemente
der Gleitvorrichtung 1 im Gegensatz zur vorherigen Ausführung nicht schalenartig über
den Kernbauteil 39, sondern ist ein verhältnismäßig schmaler Teilbereich des Füllstoffes
40 bzw. des Schaumstoffkerns 41 an den Längsseitenwänden 26, 27 der Gleitvorrichtung
1 einsehbar. Insbesondere sind die oberen Bauelemente der Gleitvorrichtung 1 an ihrem
den Stahlkanten 28, 29 zugewandten Längskanten flanschartig abgewinkelt ausgebildet,
sodaß die Schmalseiten dieser Bauelemente einen Teilbereich der Längsseitenflächen
ausbilden. Hierbei können Verstärkungselemente 12; 13 im Kernbauteil 39 zwischen der
Vertiefung 11 und der Längsseitenwand 26 und/oder der Längsseitenwand 27 und/oder
im Bereich der Vertiefung 11 an der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1, wie nicht
weiters dargestellt, angeordnet werden. Diese im Querschnitt elliptischen Verstärkungselemente
12; 13 und Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente 50 sind flachliegend in der Gleitvorrichtung
1 integriert und/oder auf der Gleitvorrichtung 1 aufgebaut. Bevorzugt erstreckt sich
das einen kreisrunden Querschnitt aufweisende Hohlprofil 42 über einen großen Teil
der Länge der Gleitvorrichtung 1, das zumindest bereichsweise in Längserstreckung
des Hohlprofiles 43 in einem oder mehreren Teilabschnitten der Gleitvorrichtung 1,
wie beispielsweise zwischen dem Mittelbereich 7 und einem der Endbereiche 5 und/oder
6 (in Fig. 3 nicht dargestellt), angeordnet ist. Das außenliegende und zumindest bereichsweise
sich mit dem Hohlprofil 42 überdeckende Hohlprofil 43 weist in der gleichen Querschnittsebene
einen elliptischen bzw. ovalen Querschnitt auf, deren eine die Spitzenbereiche des
ovalen Hohlprofiles 43 verbindende Gerade im wesentlichen parallel zur Lauffläche
23 der Gleitvorrichtung 1 ausgerichtet ist. Die Querschnittsabmessungen des innenliegenden
Hohlprofiles 42 ist gegenüber den Querschnittsabmessungen des dieses zumindest bereichsweise
umgrenzenden Hohlprofiles 43 wesentlich kleiner ausgeführt, sodaß das innere Hohlprofil
42 im Querschnitt vollständig aufgenommen und allumfassend im Versteifungs- und/oder
Dämpfungselement 50 eingebettet ist. Das Verstärkungselement 12; 13 kann an die Unterseite
des Obergurtes 31 und/oder an der Oberseite des Untergurtes 30 angrenzen, wie in diesem
Ausführungsbeispiel dargestellt.
[0061] Anstelle einer elliptischen Querschnittsform ist es - wie in strichlierten Linien
angedeutet - auch möglich, das äußere Hohlprofil 43 im Querschnitt halbkreisförmig
bzw. portalförmig auszubilden, wobei der gekrümmte Teilbereich dem annähernd kongruent
geformten Obergurt 31 und der weitgehend ebenflächige Basisteil dem weitgehend ebenflächigen
Untergurt 30 zugewandt ist. Der Vorteil der elliptischen bzw. halbkreisartigen Querschnittsform
des Hohlprofiles 43 oder gegebenenfalls des Hohlprofiles 42 liegt darin, daß dieses
über einen großen Umfangsbereich der wellenförmigen Kontur des Obergurtes bzw. der
Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 angepaßt werden kann. Dadurch wird im evakuierten
Zustand der Aufnahmekammer 45 im Hüllelement 46 ein weitläufiger Formschluß zwischen
dem Versteifungs-und/oder Dämpfungselement 50 und den Hohlprofilen 42, 43 erzielt
und kann dadurch der Gleitgeräteaufbau höheren Scherkräften, Zugkräften, Biegekräften
bzw. Verdrehungen standhalten bzw. diese aufnehmen.
[0062] Bevorzugt wird zumindest eines der Hohlprofile 42; 43, insbesondere das Hohlprofil
43, aus elastisch rückstellbar verformbaren Kunststoffen gefertigt, sodaß ein zwischen
diesem und dem Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 im evakuierten Zustand gebildeter
Hohlraum ausgeformt wird. Die zwischen den Hohlprofilen 42 und 43 angeordnete, das
Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 luftdicht umschließende Hüllelement 46
bzw. die Schichte 47 grenzt im ersten Zustand - Ausgangszustand - an die Innenseite
48 des Hohlprofiles 43 an. Eine der Innenseite 48 zugewandte Oberfläche des Hohlprofiles
42 bildet einen Teil des Hüllelementes 46 des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes
50. Natürlich kann auch ein Teil des Hüllelementes 46 von der Innenseite 48 bzw. Oberfläche
des Hohlprofiles 42 ausgebildet werden, oder das Hüllelement 46 wird durch eine allseitig
umschlossene Schichte 47 bzw. Folien gebildet, das als solches ein eigenständiges
Bauelement bildet, welches gegebenenfalls zwischen den Hohlprofilen 12; 13 oder direkt
im Kernbauteil 39 angeordnet ist.
[0063] Eine andere, nicht weiters dargestellte Ausführungsvariante besteht darin, daß die
einen elliptischen bzw. ovalen Querschnitt aufweisenden Hohlprofile 42, 43 bezugnehmend
auf deren Querschnittsform hochkant im Verbundkörper der Gleitvorrichtung 1 integriert
sind. Insbesondere verläuft eine die Spitzenbereiche des ovalen Hohlprofiles 42, 43
verbindende Gerade im wesentlichen senkrecht zur Lauffläche 23 der Gleitvorrichtung
1. Das oder die das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 aufweisende Verstärkungselemente
12; 13 können beispielsweise an die Unterseite des Obergurtes 31 und/oder an die Oberseite
des Untergurtes 30 angrenzen und/oder distanziert zu diesen angeordnet werden. Die
Evakuierung der Aufnahmekammer 45 erfolgt über eine vom Hohlprofil 42 ausgebildete
Versorgungsleitung 54 und der Be- und/oder Entlüftungsbohrung 51, wodurch kein zusätzlicher
Aufwand für die Anbringung von Versorgungsleitungen 54 für die Anbringung des Unterdruckes
in der Aufnahmekammer 45 erforderlich sind. Die Hohlprofile 42 und/oder 43 können
natürlich alle beliebigen Querschnittsformen aufweisen.
[0064] Das im evakuierten Zustand gebildete formstabile Versteifungs- und/oder Dämpfungselement
50 bildet mit den Hohlprofilen 42, 43 eine formschlüssige Verbindung, welche einen
hohen Verformungswiderstand aufweisen und daher insbesondere Zug- und/oder Druck-
und/oder Scherkräften etc. ausgesetzt werden kann.
[0065] Der Vorteil dieser Ausführung liegt vor allem darin, daß zwischen den einander zugewandten
Oberflächen des Hohlprofiles 42 und der Innenseite des Hohlprofiles 43 eine große
kräfte-und/oder momentenübertragende Angriffsfläche gebildet wird.
[0066] Für die Hohlprofile 42, 43 können alle aus dem Stand der Technik bekannten Materialien,
wie z.B. Kunststoffe, glasfaserverstärkte Kunststoffe, Verbundkunststoffe oder metallische
Werkstoffe, insbesondere Aluminium, Titan oder entsprechende Metallegierungen verwendet
werden.
[0067] Selbstverständlich können die Versorgungsleitungen 54 in Längs- und/oder in einer
quer dazu verlaufenden Richtung, die übereinander und/oder hintereinander und/oder
parallel zueinander verlaufenden Verstärkungselemente 12; 13 bzw. die Aufnahmekammern
45 der Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente 50 zu einer von außen zugänglichen
Anschlußleitung zusammengeführt werden.
[0068] Eine andere, nicht weiters dargestellte Ausführungsvariante besteht darin, daß das
Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 in einem Hohlprofil 42 oder Hohlprofil
43 angeordnet ist, dessen Aufnahmekammer 45 die Füllkörper 44 aufnimmt, wobei an die
Innenfläche des Hohlprofiles 42 oder der Innenseite 48 bzw. Innenfläche das bedarfsweise
evakuierbare Hüllelement 46 bzw. die Aufnahmekammer 45 im Ausgangszustand an diese
angrenzt. Natürlich kann bei Verwendung eines metallischen Werkstoffes die Innenfläche
oder die dieser abgewandte äußere Oberfläche des Hohlprofiles 42 mit einem elastisch
rückstellbaren Material beschichtet werden.
[0069] In den gemeinsam beschriebenen Fig. 4 und 5 ist die Gleitvorrichtung 1 in verschiedenen
Ansichten und in stark vereinfachter, schematischer Darstellung gezeigt. Wie in der
Fig. 4 schematisch dargestellt, ist die Gleitvorrichtung 1 mit zumindest einem Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 bevorzugt mit zwei zum Mittelbereich 7 benachbart miteinander
verbundenen Aufnahmekammern 45 ausgestattet. Dabei erstreckt sich das Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 über zumindest einen Teil der Länge und/oder Breite der
Gleitvorrichtung 1. Das vom Verstärkungselement 12; 13 ausgebildete flächige Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 wird bevorzugt in einem dem Obergurt 31 nähergelegenen
Bereich im Kernbauteil 39 angeordnet. Die dem Obergurt 31 benachbarte Oberseite des
Hüllelementes 46 verläuft bevorzugt parallel zu dem annähernd kongruent geformten
Obergurt 31, und der diesem gegenüberliegend angeordnete Basisteil verläuft im wesentlichen
parallel zu dem weitgehend ebenflächigen Untergurt 30. Bevorzugt ist das zu dem Untergurt
30 distanziert angeordnete Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 in der oberen
Hälfte einer halben Dicke 55 der Gleitvorrichtung 1 zugeordnet. Das mit dem Füllkörper
44 befüllte Hüll-element 46 wird bevorzugt durch eine elastisch rückstellbar verformbare
Folie gebildet, die die Füllkörper 44 allseitig umschließen. Die von dem Hüllelement
46 allseitig umschlossene Aufnahmekammer 45 des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes
50 ist mit der beispielsweise auf der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 angeordneten
Evakuiereinrichtung 52 (nicht dargestellt) strömungsverbunden. Diese wird beispielsweise
durch eine manuell betätigbare Vakuumpumpe gebildet, die bei deren Betätigung die
in der Aufnahmekammer 45 des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes 50 vorhandene
Luft abpumpt bzw. absaugt und damit den in der Aufnahmekammer 45 vorhandenen Innendruck
auf einen Druck absenkt, der geringer ist als der Umgebungsdruck. Durch die Anordnung
eines manuell betätigbaren Rückströmventiles 53 in der Evakuiereinrichtung 52 ist
dieser evakuierte Zustand des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes 50 durch Belüftung
der Aufnahmekammer 45 aufhebbar. Die Strömungsverbindung zwischen der Evakuiereinrichtung
52 und der Aufnahmekammer 45 ist, wie in diesem Ausführungsbeispiel dargestellt, über
eine zentrale Be- und/oder Entlüftungsbohrung 51 und der Versorgungsleitung 54 gegeben.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, daß in einer quer zur Längserstreckung der
Gleitvorrichtung 1 gegenüberliegend angeordneten, durch Stege getrennte Aufnahmekammern
45 gebildet werden, die gegebenenfalls jeweils über zumindest eine Be- und/oder Entlüftungsbohrung
51 versorgt werden. Natürlich können die Aufnahmekammern 45 auch durch bereichsweise
angeordnete Schweißstellen hergestellt werden.
[0070] Eine andere Ausführungsvariante besteht darin, daß in der Aufnahmekammer 45 des Versteifungs-
und/oder Dämpfungselementes 50 zumindest ein einen Verformungswiderstand erhöhendes
Hohlprofil 42 angeordnet ist, das einerseits ein Verstärkungselement und andererseits
den Strömungskanal für die Strömungsverbindung zwischen der Evakuiereinrichtung 52
und der Aufnahmekammer 45 ausbildet. Natürlich kann das Hüllelement 46 auch von einem
ein-oder mehrteiligen Hohlprofil 46, wie nicht weiters dargestellt, zumindest bereichsweise
umgeben sein, gegen das sich das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 im Ausgangszustand
abstützt. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, daß das Hüllelement 46
mehrschichtig aufgebaut ist und daß zumindest eine in Richtung des Kembauteils 39
weisende Schicht elastisch verformbar ist, die einen im evakuierten Zustand sich ergebenden
Hohlraum zwischen dem Hüllelement 46 und dem Kernbauteil 39 ausfüllt, wodurch die
einzelnen Bauelemente unmittelbar aneinander angrenzen und wiederum ein formschlüssiges
Versteifungselement 50 ausbilden.
[0071] Es sei darauf hingewiesen, daß bei allen Ausführungsvarianten der beim evakuierten
Zustand gebildete Abstand zwischen dem Hüllelement 46 und dem Kernbauteil 39 oder
Hohlprofil 42; 43 im wesentlichen nur durch wenige Zehntel Millimeter gebildet wird.
[0072] Eine andere, nicht weiters dargestellte Ausbildung einer Gleitvorrichtung 1, insbesondere
eines Snowboardes, besteht darin, daß dieses in der Deckschicht 24 oder zwischen der
Deckschicht 24 und einem Laufflächenbelag 25 zumindest ein in Längserstreckung und
in einer dazu querenden Richtung, Verstärkungselemente 12, 13 oder ein Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 ausbildet. Bevorzugt werden quer zur Längsrichtung des
Snowboardes mehrere voneinander distanzierte Verstärkungselemente 12 angeordnet. Das
in Längsrichtung ausgerichtete Verstärkungselement 13 kann in der gleichen und/oder
in einer darüber- und/oder darunterliegenden Querschnittsebene, wie das Verstärkungselement
12, angebracht werden. Das gegebenenfalls das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement
50 aufweisende Verstärkungselement 12; 13 ist ebenfalls über eine Evakuiereinrichtung
52 und Versorgungsleitungen 54 betätigbar, deren Aufnahmekammern 45 bedarfsweise evakuiert
werden. Die Funktion der Betätigung wurde bereits zuvor ausführlich beschrieben.
[0073] Besonders vorteilhaft bei dieser Ausbildung ist, daß durch die Vielzahl von quer
zur Längserstreckung des Snowboardes, Schis oder dgl. angeordneten Verstärkungselementen
12 partiell unterschiedliche Härtegrade bzw. Verformungswiderstände eingestellt werden
können, da in jeder Aufnahmekammer 45 des Hüllelementes 46 gegebenenfalls unterschiedliche
Füllkörper 44 eingebracht werden können.
[0074] Die die Aufnahmekammer 45 gegebenenfalls in mehrere Teilkammern trennenden Stege
können beispielsweise im Bereich einer halben Breite, gemessen quer zur Längserstreckung
der Gleitvorrichtung 1, des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes 50 angeordnet
sein.
[0075] Wie der Fig. 4 zu entnehmen, erstreckt sich das Hohlprofil 42 über zumindest einen
Teil der Länge der Gleitvorrichtung 1 oder zwischen zwei oder mehreren hintereinander
angeordneten Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente 50. Eine vorteilhafte Ausbildung
liegt vor allem in der Anordnung zumindest eines mit einer Breite und einer Länge
ausgebildeten flächigen Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes 50, das sich über
zumindest einen Teil der Länge und Breite der Gleitvorrichtung 1 erstreckt. .
[0076] Natürlich können auch mehrere flächigen Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente
50 übereinander angeordnet werden. Dieses bevorzugt quaderförmige Versteifungs- und/oder
Dämpfungselement 50 wird bevorzugt einstückig aus einer rückstellbar verformbaren
Folie bzw. Schichte 49 gefertigt, wobei das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement
50 in Längsrichtung dessen und/oder in einer dazu querenden und/oder in einer dazu
senkrechten Richtung, daher in Richtung der Dicke 55 der Gleitvorrichtung 1, mehrere
über Trennstege voneinander getrennte Teilkammern ausbildet. Das gegebenenfalls mehrere
Lagen 56 und 57 aufweisende Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 ist mit jeweils
einem vom Hüllelement 46 allseitig umschlossenen Aufnahmekammer 45 gebildet, deren
Aufnahmekammern 45 mit gleiche und/oder unterschiedliche Eigenschaften aufweisenden
Füllkörpern 44 befüllt werden können. Natürlich kann das Füllelement 46 auch durch
mehrere unterschiedliche Elastizitäten aufweisende Schichten gebildet werden. Eine
Lage 56 und/oder 57 kann natürlich auch mehrere Aufnahmekammern 45 aufweisen.
[0077] Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, die luftdichten Hüllelemente 46 zueinander
zu distanzieren, sodaß im Kernbauteil 39 mehrere voneinander distanzierte Hüllelemente
46, die bedarfsweise bei Absenken eines Innendruckes im Hüllelement 46 unter einem
Umgebungsdruck mehrere getrennte formstabile Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente
50 bilden.
[0078] Dabei sind die voneinander getrennten Hüllelemente 46 gegebenenfalls durch zwei voneinander
getrennte Versorgungsleitungen 54 mit der Evakuiereinrichtung 52 strömungsverbunden,
über welche die Aufnahmekammer 45 der Hüllelemente 46 evakuiert bzw. mit Unterdruck
oder Umgebungsdruck beaufschlagt werden kann. Eine Variierung der Verformungssteifigkeit
der Gleitvorrichtung 1, insbesondere in der Biege-, Druck-, Verdrehsteifigkeit etc.,
ist einerseits durch die Höhe des anzulegenden Unterdruckes, durch die Ausbildung
bzw. Eigenschaften der Füllkörper 44 beeinflußbar, sodaß für unterschiedliche Anwendungsbereiche
bzw. Einsatzbedingungen unterschiedliche Fahreigenschaften, insbesondere Härtegrade
und/oder Verformungseigenschaften, durch die Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente
50 einstellbar sind.
[0079] In Fig. 6 ist eine weitere mögliche Ausbildung der erfindungsgemäßen Gleitvorrichtung
1 gezeigt. Aus dieser Querschnittsdarstellung sind insbesondere der Schichtaufbau
und die Querschnittsformen der einzelnen Bauelemente bzw. Elemente der Gleitvorrichtung
1 zu entnehmen.
[0080] Die äußeren Randzonen der Gleitvorrichtung 1 sind, wie an sich bekannt, durch eine
die Oberseite 3 bildende Deckschicht 24 und einer dieser gegenüberliegend angeordneten
Lauffläche 23, die den Laufflächenbelag 25 bildet, gebildet. Die etwa ebenflächige
Deckschicht 24 bildet die Oberseite 3 und gegebenenfalls auch die senkrecht auf der
Lauffläche 23 ausgerichteten Längsseitenflächen 26 und 27 der Gleitvorrichtung 1 aus.
Stahlkanten 28, 29 stellen eine seitliche Begrenzung der Lauffläche 23 dar. Zwischen
der Deckschicht 24 und dem Laufflächenbelag 25 sind mehrere Lagen bzw. Einlageelemente
bzw. Schichten, insbesondere wenigstens ein im Laufflächenbelag 25 nächstgelegener
Untergurt 30 und/oder wenigstens ein der Deckschicht 24 nächstgelegener Obergurt 31
angeordnet, die jeweils über eine Füll- bzw. Kleberschicht 32 mit dieser verbunden
ist. Zwischen dem Obergurt 31 und dem Untergurt 30 werden bevorzugt weitere Schichten
58, 59 ausgebildet, die im wesentlichen den Kernbauteil 39 ausbilden. Der Kernbauteil
39 besteht aus einer Mehrzahl von schematisch angedeuteten, miteinander verklebten
und verpreßten Leisten 60 aus Holz. Die einzelnen Leisten 60 sind über Füll- bzw.
Kleberschichten 32 bzw. Leimschichten oder Kunstharzen miteinander verbunden. Selbstverständlich
ist es auch möglich, daß der Kernbauteil 39 aus einem Sandwichbauteil, beispielsweise
bestehend aus verschiedenartigen Kunststoffschäumen oder einer entsprechenden Aluminiumkonstruktion
oder dgl., bestehen kann.
[0081] Der Obergurt 31 weist in Richtung der Längserstreckung der Gleitvorrichtung 1 und
in Richtung der Lauffläche 23 wenigstens eine, bevorzugt mehrere quer zur Längsrichtung
der Gleitvorrichtung 1 voneinander beabstandete, im Querschnitt etwa trapezförmige
Fortsätze 61 auf, die jeweils in eine von der Schichte 58 oder 59 ausgebildete, in
Richtung der Lauffläche 23 ausgerichtete Rücksetzung 62 vorragt. Natürlich können
die Fortsätze 61 und die Rücksetzungen 62 alle beliebigen Querschnittsformen, wie
beispielsweise rechteckförmige, dreieckförmige etc. Querschnittsformen aufweisen.
Die Schichte 58 kann aus allen aus dem Stand der Technik bekannten Materialien, wie
beispielsweise Kunststoffe, glasfaserverstärkte Kunststoffe, Verbundkunststoffe oder
metallische Kunststoffe, insbesondere Aluminium, Titan oder entsprechende Metallegierungen
oder Gewirken, oder Geweben gebildet werden. Selbstverständlich ist es auch möglich,
daß zwischen dem Obergurt 31 und den Schichten 58, 59 nur ein Fortsatz 61 und eine
mit diesem korrespondierende Rücksetzung 62 angeordnet ist. Ein senkrecht zwischen
den Seitenflanken bemessener Abstand 63 des Obergurtes 31 und der Schichte 58 dient
der Aufnahme zumindest eines zwischen diesen angeordneten Versteifungs-und/oder Dämpfungselementes
50, wobei die dem Obergurt 31 zugewandte Oberfläche der Schichte 58 oder die der Deckschichte
24 abgewandte Oberfläche des Obergurtes 31 einen Teil des die Aufnahmekammer 45 umgrenzenden
vakuumdichten Hüllelementes 46 bildet.
[0082] In diese Aufnahmekammer 45 ragt wenigstens eine, wie nicht weiters dargestellt wurde,
Be-und/oder Entlüftungsbohrung 51 bzw. Versorgungsleitung 54 vor, die mit der Evakuiereinrichtung
52 strömungsverbunden ist.
[0083] Wie der Fig. 6 weiters zu entnehmen, ist der zweite evakuierte Zustand schematisch
und stark vereinfacht dargestellt. Der im evakuierten Zustand gebildete, stark vergrößert
dargestellte Hohlraum zwischen dem Hüllelement 46 und der Oberfläche des Obergurtes
31 wird beispielsweise durch eine Beschichtung des Obergurtes 31 oder durch eine eigenständige,
elastisch rückstellbar verformbare Lage gefüllt, sodaß zwischen dem Obergurt 31 und
der Lage 58 ein formschlüssiges Versteifungselement 50 ausgebildet wird.
[0084] Der Obergurt 31 kann beispielsweise aus einem beschichteten Alupreßteil bzw. einem
Alugußteil oder einer entsprechenden Hartaluminium- bzw. Stahleinlage gebildet sein,
wobei die Beschichtung aus einem elastisch rückstellbaren verformbaren Material gebildet
ist. Es ist aber selbstverständlich auch möglich, daß der Obergurt 31 oder das Hüllelement
46 mehrlagig ausgebildet ist und einen eigenen hochfesten elastisch verformbaren Kunststoffteil
bildet.
[0085] Es wird dadurch keine bzw. nur eine geringfügige Relativbewegung zwischen dem Obergurt
31 und der Schichte 58 ermöglicht.
[0086] Wird der Innendruck im Hüllelement 46 an den Umgebungsdruck angepaßt, wird die geringfügige,
von der elastischen Schichte 58 des Obergurtes 31 ausgleichende Distanz bzw. Hohlraum
zwischen dem Hüllelement 46 des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes 50 und der
Oberfläche des Obergurtes 31 von dem rückbildenden Hüllelement 46 ausgeformt.
[0087] Dabei werden bei einer eintretenden Belastung, wie dies während der Fahrt auftritt,
Relativbewegungen zwischen dem Obergurt 31 und der Schichte 58 bzw. der Schichte 59
hervorgerufen. Dadurch kann ein weiches Fahrverhalten mit der Gleitvorrichtung 1 ermöglicht
werden.
[0088] Durch die Relativbewegung in Längsrichtung der Gleitvorrichtung 1 zwischen dem Obergurt
31 und der Schichte 58 kann bei entsprechender Belastung gegebenenfalls auch in einer
zur Lauffläche 23 senkrechten Richtung eine dämpfende Wirkung zwischen diesen durch
das von dem Hüllelement 46 und den Füllkörpern 44 gebildeten Dämpfungselement 50 erreicht
werden. Der Dämpfungsgrad ist insbesondere durch die Elastizität der Füllkörper 44
bestimmbar.
[0089] In den gemeinsam beschriebenen Fig. 7 bis 11 sind weitere Ausführungsvarianten der
erfindungsgemäßen Gleitvorrichtung 1, in Längsrichtung geschnitten und in stark vereinfachter
schematischer Darstellung, gezeigt. Die bevorzugt mehrschichtig bzw. mehrlagig aufgebaute
Gleitvorrichtung 1 ist durch die in den äußeren Randzonen der Gleitvorrichtung 1 angeordnete,
die Oberseite 3 bildende Deckschichte 24 und dem dieser gegenüberliegenden, die Lauffläche
23 bildenden Laufflächenbelag 25 gebildet. Der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1
ist im Bindungsmontagebereich 8 eine zwischen einer Bindung 63 und der Oberseite 3
der Gleitvorrichtung 1 angeordnete Tragplatte 64 für wenigstens einen Bindungsteil
65, wie schematisch dargestellt, zugeordnet, die mit der Gleitvorrichtung 1 verbunden,
insbesondere verschraubt ist. Wie in den folgenden Ausführungsbeispielen dargestellt,
ist der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 in einem zwischen der Schaufel und dem
Bindungsteil 65 gebildeten vorderen Teilbereich und/oder in einem zwischen einem weiteren,
nicht dargestellten Bindungsteil und dem der Schaufel gegenüberliegenden Endbereich
der Gleitvorrichtung 1 gebildeten hinteren Teilbereich zumindest ein Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 bzw. eine kraft- und/oder momentenübertragende Vorrichtung
zugeordnet.
[0090] Wie der Fig. 7 besser zu entnehmen, ist dem vorderen und/oder hinteren Teilbereich
der Gleitvorrichtung 1 in Längsrichtung und/oder in einer dazu querenden Richtung
ein oder mehrere in Richtung der Länge und/oder in Richtung der Breite voneinander
distanzierte und mit über Befestigungsmittel 66 an der Gleitvorrichtung 1 befestigte
kraft- und/oder momentenübertragende Vorrichtung 67 zugeordnet. Die Vorrichtungen
67 können parallel und/oder geneigt zueinander verlaufend angeordnet werden. Die kraft-
und/oder momentenübertragende Vorrichtung 67 wird durch zumindest zwei übereinander
angeordnete, gegebenenfalls voneinander distanzierte und sich zumindest bereichsweise
in einem einander zugewandten Endbereich überdeckende Übertragungsorgane 69 gebildet,
zwischen denen das erfindungsgemäße Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 angeordnet
ist. Eines der Übertragungsorgane 69, bevorzugt das der Oberseite 3 benachbarte Übertragungsorgan
69, bildet ein über das mit dem Befestigungsmittel 66 an der Gleitvorrichtung 1 arretierte
Widerlager 68 aus. Die zweckmäßig streifenförmigen Übertragungsorgane 69, insbesondere
die Platten 70, 71 werden an deren beiden gegenüberliegenden, voneinander abgewandten
Endbereichen an der Gleitvorrichtung 1 und/oder der Tragplatte 64 befestigt. Die Befestigung
der Vorrichtung 67, insbesondere der Übertragungsorgane 69, kann mit allen aus dem
Stand der Technik bekannten form- und/oder kraftschlüssigen Befestigungsmittel 66,
insbesondere Schrauben, Kleber etc., erfolgen. In einem durch die beiden übereinander
angeordneten Übertragungsorgane 69 gebildeten Überdeckungsbereich 72 ist bzw. sind
zwischen den einander zugewandten Breitseitenflächen 73 und 74 der Übertragungsorgane
69 das bzw. die erfindungsgemäßen Versteifungs-und/oder Dämpfungselemente 50 angeordnet.
[0091] Die Breitseitenflächen 73 und 74 sind zumindest bereichsweise über eine Füll- bzw.
Kleberschichte 75 mit dem mit den Füllkörpern 44 befüllten Hüllelement 46 verbunden,
welches sich zumindest über einen großen Teil einer Breite und über einen kleineren
Bereich einer Länge der Übertragungsorgane 69 erstreckt. Das mit den Füllkörpern 44
befüllte luftdichte Hüllelement 46 wird bevorzugt durch eine elastisch rückstellbar
verformbare Folie bzw. Schichte 47 gebildet, die die Füllkörper 44 allseitig umschließt.
Die von dem Hüllelement 46 allseitig umschlossene Aufnahmekammer 45 des Versteifungs-
und/oder Dämpfungselementes 50 ist mit der beispielsweise auf der Oberseite 3 der
Gleitvorrichtung 1 angeordneten Evakuiervorrichtung 52 strömungsverbunden. Diese wird
beispielsweise durch eine manuell betätigbare Vakuumpumpe gebildet, die bei deren
Betätigung die in der Aufnahmekammer 45 des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes
50 vorhandene Luft abpumpt bzw. absaugt und damit den in der Aufnahmekammer 45 vorhandenen
Innendruck auf einen Druck absenkt, der geringer ist als der Umgebungsdruck. Natürlich
besteht auch die Möglichkeit, daß zumindest eines der Übertragungsorgane 69 bzw. das
Widerlager 68 ein manuell betätigbares Rückströmventil 63 aufweist, über welches bedarfsweise
eine externe Vakuumpumpe angeschlossen werden kann.
[0092] Selbstverständlich kann das Hüllelement 46, wie bereits zuvor ausführlich beschrieben
und nicht weiters dargestellt, gegebenenfalls in mehreren Teilkammern, die gegebenenfalls
unterschiedliche Füllkörper 44 aufweisen, ausbilden, die bevorzugt über eine gemeinsame
Versorgungsleitung 54 und Be- und/oder Entlüftungsbohrungen 51 strömungsverbunden
sind. Wird die Aufnahmekammer 45 in einen evakuierten Zustand verbracht, wird durch
das gegenseitige Anpressen bzw. Aneinandergrenzen der Füllkörper 44 innerhalb des
Hüllelementes 46 ein auf Zug oder Druck hoch zu belastendes Versteifungselement 50
gebildet, das die Härte bzw. den Verformungswiderstand der Gleitvorrichtung 1 erhöht.
[0093] Das der Oberseite 3 benachbarte Übertragungsorgan 69 bzw. Widerlager 68 weist einen
über seine Längserstreckung etwa L-förmigen Querschnitt auf, sodaß zwischen der Oberseite
3 der Gleitvorrichtung 1 und der dieser zugewandten Breitseitenfläche des längsgerichteten
Schenkels des Übertragungsorganes 69 ein selbst bei starken Biege- oder Druckbelastungen
gebildeter Abstand ausgebildet ist. Der senkrecht auf die Oberseite 3 ausgerichtete
Schenkel des Übertragungsorganes 69 ist mit einer von dem Befestigungsmittel 66 durchragten
Bohrung ausgestattet. Die Querschnittsabmessungen der Übertragungsorgane 69, daher
die Länge, Breite und Stärke, sowie die Länge, Breite und Höhe des Versteifungs- und/oder
Dämpfungselementes 50, die in etwa dem Abstand zwischen den einander zugewandten Breitseitenflächen
73, 74 entspricht, können natürlich auf unterschiedlichste Beanspruchungsfälle ausgelegt
bzw. optimiert werden.
[0094] Wird der Innendruck der Aufnahmekammern 45 an den Umgebungsdruck angepaßt, so kann
das mit Füllkörpern 44 befüllte Hüllelement 46 bei einer auftretenden Druck- oder
Biegespannung, Schubspannungen zwischen den übereinander angeordneten Übertragungsorganen
69 aufnehmen. Natürlich kann die Breite der Übertragungsorgane 69 gleich oder kleiner
wie die Breite der Gleitvorrichtung 1 bemessen werden. Weiters ist es auch möglich,
daß mehrere in Richtung der Breite der Gleitvorrichtung 1 voneinander distanzierte
streifenförmige, übereinander angeordnete, die Vorrichtung 67 bildende Übertragungsorgane
69 angeordnet werden, deren Breite durch einen Bruchteil der Breite der Gleitvorrichtung
1 gebildet ist.
[0095] Zweckmäßig wird jeweils eine zu den Längsseitenwänden 26, 27 benachbarte und eine
zwischen diesen im Bereich der halben Breite der Gleitvorrichtung 1 angeordnete Vorrichtung
67 mit dem dieser zugeordneten Versteifungs- bzw. Dämpfungselement 50 an der Oberseite
3 der Gleitvorrichtung 1 angebracht.
[0096] Natürlich können die Stützelemente 76 bildenden Übertragungsorgane 69 aus allen möglichen
aus dem Stand der Technik bekannten metallischen oder nichtmetallischen Werkstoffen
oder Kunststoffen oder Verbundwerkstoffen, insbesondere Sandwichbauteile oder Prepregs,
gebildet werden.
[0097] In der Fig. 8 ist eine andere Ausführung der Anordnung der durch das Widerlager 68
und dem oder den Übertragungsorganen 69 gebildeten Vorrichtung 67 mit dem dieser zugeordneten
Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 dargestellt, die zwischen der quaderförmigen
Tragplatte 64 und einer zu dieser in Längserstreckung distanziert angeordneten, mit
der Gleitvorrichtung 1 verbundenen, etwa streifenförmigen Widerlager 68 angeordnet
ist, wobei sich das Widerlager 68 in Richtung der Breite der Gleitvorrichtung 1 erstreckt.
Das oder die der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 zugeordneten Versteifungs- und/oder
Dämpfungselemente 50 werden bevorzugt durch das mit Füllkörpern 44 befüllte ebenflächige,
luftdichte elastische Hüllelement 46 gebildet, welches mit einer oder mehreren Aufnahmekammern
45 ausgestattet ist. Bevorzugt werden Teilbereiche des Hüllelementes 46 über die Hüll-
bzw. Kleberschichte 75 mit den einander zugewandten Schmalseitenflächen des Übertragungsorganes
69 und der Tragplatte 64 verbunden. Das sich zwischen einem Widerlager 68 und der
Tragplatte 64 erstreckende platten- bzw. streifenförmige Übertragungsorgan 69 umschließt
allseitig das flächige Hüllelement 46. Der im evakuierten Zustand gebildete Hohlraum
zwischen der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 und dem flächigen Hüllelement 46 und
der gebildete Hohlraum zwischen Breitseitenfläche 73 des Übertragungsorganes 69 und
dem Hüllelement 46 können durch eine beispielsweise auf der Schichte 47 des Hüllelementes
46 zusätzlich angeordnete, elastisch verformbare Schichte 49 ausgeglichen bzw. ausgefüllt
werden. Eine weitere konstruktive Ausbildung besteht darin, daß das Hüllelement 46
und/oder die Schichte 49 und/oder das Widerlager 68 und das Übertragungselement 69
aus einem transparenten Kunststoff gebildet sind.
[0098] In der Fig. 9 ist eine weitere Ausführungsvariante der Gleitvorrichtung 1 mit der
Vorrichtung 67 und mit dem dieser zugeordneten erfindungsgemäßen Versteifungs- und/oder
Dämpfungselement 50 gezeigt. Zwischen der quaderförmigen Tragplatte 64 und dem zu
dieser distanzierten an der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 arretierten Widerlager
68 erstreckt sich das ein profilartiges Stützelement 76 bildende Übertragungsorgan
69. Das längsgerichtete Übertragungsorgan 69 verläuft bevorzugt geneigt zur Oberseite
3 der Gleitvorrichtung 1, wobei ein senkrechter Abstand zwischen der Oberseite 3 und
dem Übertragungsorgan 69 im Bereich der Tragplatte 64 größer bemessen ist, als ein
senkrechter Abstand im Bereich des Widerlager 68. Das etwa quaderförmige Widerlager
68 verläuft quer zur Längserstreckung der Gleitvorrichtung 1. Einer der Endbereiche
des Stützelementes 76 wird von der Tragplatte 64 positioniert gehalten bzw. fixiert.
Der diesem Endbereich gegenüberliegende Endbereich des Stützelementes 76 ragt in eine
von dem Widerlager 68 ausgebildete Aussparung 77 vor, in welcher ein oder mehrere
das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 bildende Abstützelement 78 angeordnet
sind. An einem dem Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 zugewandten Endbereich
des Stützelementes 76 ist stimseitig ein flächiges, insbesondere ein etwa rechteckförmiges
Tellerelement 79 angeordnet. Dabei ist das der Schaufel zugewandte vordere Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 durch ein etwa quaderförmiges Hüllelement 46 gebildet,
an dem eine Stirnfläche des Tellerelementes 79 angrenzt. Die dem Stützelement 76 zugewandte
Stirnfläche grenzt bzw. stützt sich an dem weiteren Hüllelement 46 bzw. Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 ab.
[0099] Das Tellerelement 79 teilt die Aussparung 77 in zwei voneinander getrennte Kammern,
in welchen die Hüllelemente 46 bzw. die Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente 50
angeordnet sind, an deren Schichte 47 die Stirnflächen des Tellerelementes 79 unmittelbar
angrenzen. Natürlich können die Füllkörper 44 der beiden Hüllelemente 46 unterschiedliche
Eigenschaften aufweisen. Gegebenenfalls kann das Hüllelement 46 mit der Oberfläche
der beiden Kammern bereichsweise verbunden, insbesondere verklebt, werden, oder sie
werden nur in die Kammern eingelegt, wodurch die Halterung derselben ausschließlich
über die Wandungen der Aussparung bzw. der Kammern erfolgt. Eine andere Ausführung
besteht darin, daß nur eine der Kammern ein oder mehrere Hüllelemente 46 aufweist.
[0100] Eine der Schmalseitenfläche der Tragplatte 64 zugewandte Wandung 80 des Übertragungsorganes
68 ist mit einer eine Verschwenkung quer zur Längserstreckung der Gleitvorrichtung
1 aufnehmenden Führungsvorrichtung 81 ausgestattet, die das profilartige Stützelement
76 für eine Relativverlagerung zwischen diesem und der Führungsvorrichtung 81 gleitbeweglich
lagert. Das Stützelement 76 kann einen runden, rechteckigen oder quadratischen etc.
Querschnitt aufweisen. Das allseitig von dem Widerlager 68 und gegebenenfalls durch
um die Breite des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes 50 voneinander distanzierten
Verkleidungsplatten umschlossene Hüllelement 46 ist bereichsweise mit der Aussparung
77 über die Füll- bzw. Kleberschichte 75 mit dieser verbunden. Wird die Aufnahmekammer
45 des Hüllelementes 46 evakuiert, werden die Füllkörper 44 gegeneinander angepreßt,
wodurch im wesentlichen ein formfester bzw. formstabiler Körper bzw. das Versteifungselement
50 ausgebildet wird. Wird im Gegensatz dazu die Aufnahmekammer 45 an den Umgebungsdruck
angepaßt, wird durch die elastische Wirkung der Füllkörper 44 eine Relativverstellung
des Stützelementes 76 zu dem Widerlager 68 zugelassen, bei der eine von der Elastizität
der Füllkörper 44 abhängige Dämpfungswirkung erreichbar ist.
[0101] Fig. 10 zeigt eine weitere Ausführungsvariante der zwischen der Schaufel und der
Tragplatte 64 der Gleitvorrichtung 1 angeordneten, durch mindestens ein Widerlager
68 und mehrere Übertragungsorgane 69 gebildete Vorrichtung 67 mit dem erfindungsgemäßen
Versteifungs- bzw. Dämpfungselement 50. Zwischen dem zu der Tragplatte 64 distanzierten
Widerlager 68 ist in Längserstreckung zumindest ein weiteres Übertragungsorgan 82
angeordnet, wobei sich zwischen dem Übertragungsorgan 82 und der Tragplatte 64 und
dem Widerlager 68 ein oder mehrere Übertragungsorgane 69 bzw. Stützelemente 76 erstrecken.
Zweckmäßig erstreckt sich das etwa streifenförmige oder im Querschnitt runde oder
ovale etc. Widerlager 68 und das etwa quaderförmige Übertragungsorgan 82 und die Tragplatte
64 über zumindest einen großen Teil der Breite der Gleitvorrichtung 1. In der Aussparung
77 des Übertragungsorganes 82 ist das das Abstützelement 78 bildende Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 angeordnet. Eine Länge des Übertragungsorganes 69 wird
durch das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 und der diesem zugewandten Schmalseitenfläche
der Tragplatte 64 begrenzt, wobei ein zwischen diesen in Längserstreckung der Gleitvorrichtung
1 bemessener Abstand 83 kleiner bemessen ist als eine Länge des Übertragungsorganes
69, sodaß dieses einen gekrümmten, insbesondere zu der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung
1 eine etwa konvex verlaufende Kreisbogenbahn ausbilden. Das mit der Deckschichte
24 verbundene Übertragungsorgan 82 weist an deren beiden gegenüberliegenden, voneinander
abgewandten Schmalseitenwänden eine etwa der Querschnittsform des Übertragungsorganes
69 entsprechende Ausnehmung 84 auf, welche von den Übertragungsorganen 69 bzw. den
Stützelementen 76 durchragt wird.
[0102] Natürlich können die gekrümmten Übertragungsorgane 69 eine gewisse Vorspannung zwischen
dem Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 und der Tragplatte 64 und dem Widerlager
68 erzeugen, sodaß sich diese durch die Anordnung des dem Hüllelement 46 zugewandten
stirnseitigen flächigen Tellerelementes 79 der beiden Übertragungsorgane 69 gegen
die Schichte 47 des Hüllelementes 46 abstützen bzw. an diese angrenzen.
[0103] Der Abstand 83 zwischen dem Hüllelement 46 der Schmalseitenfläche der Tragplatte
64 und der Abstand 83 zwischen dem Hüllelement 46 und der diesem zugewandten Schmalseitenfläche
des Übertragungsorganes 68 wird zweckmäßig gleich bemessen. Natürlich besteht auch
die Möglichkeit, daß die beiden Abstände 83 unterschiedlich bemessen werden. Eine
andere, nicht weiters dargestellte Ausführungsvariante besteht darin, daß das quer
zur Längserstrekkung der Gleitvorrichtung 1 angeordnete Übertragungsorgan 82 in einem
zur Oberseite 3 senkrecht bemessenen Abstand distanziert angeordnet ist. Der senkrecht
auf die Oberseite 3 ausgerichtete Abstand des Übertragungsorganes 82 kann derart gewählt
werden, daß die aneinandergereihten, um das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement
50 voneinander distanzierten Übertragungsorgane 69 gegebenenfalls eine zu der Oberseite
3 konvex verlaufende Kreisbogenbahn bilden. Selbstverständlich wäre es bei dieser
Ausführung auch möglich, daß das Hüllelement 46 mit einem einteiligen Übertragungsorgan
69 im Bereich des quaderförmigen Übertragungsorganes 82 verbunden ist, sodaß das Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 innerhalb der Aussparung 77 im Ausgangszustand eine Relativbewegung
dessen zuläßt. Das zur Tragplatte 64 und zum Widerlager 68 beabstandete Übertragungsorgan
82 wird bevorzugt durch mehrere voneinander beabstandete und senkrecht zur Oberseite
3 ausgerichtete Stützstege mit der Gleitvorrichtung bereichsweise verbunden. Wie bereits
zuvor ausführlich beschrieben, können mehrere Vorrichtungen 67 über die Breite und/oder
Länge der Gleitvorrichtung 1 parallel zueinander und/oder hintereinander angeordnet
werden.
[0104] In der Fig. 11 ist eine weitere Ausführungsvariante der durch das Widerlager 68 und
das oder die Übertragungsorgane 69 gebildeten kraft- und/oder momentenübertragenden
Vorrichtung 67 mit dem Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 gezeigt. Das bevorzugt
durch zwei rohrförmige, ineinandergreifende Abstützelemente 78 gebildete Übertragungsorgan
69 erstreckt sich zwischen der Tragplatte 64 und dem von dieser distanzierten quaderförmigen
Widerlager 68. Eine Länge der beiden Stützelemente 76 ist kleiner bemessen als ein
zwischen den beiden einander zugewandten Schmalseitenflächen der Tragplatte 64 und
des Widerlagers 68 bemessener Abstand 85, wodurch sich die Stützelemente 76 nur bereichsweise
überdecken. In einem der Tragplatte 64 benachbarten Endbereich des Übertragungsorganes
69 wird zwischen den beiden ineinandergreifenden profilartigen Stützelementen 76 eine
bevorzugt kreiszylinderförmige Hohlkammer 86 ausgebildet, in welcher das Hüllelement
46 bzw. das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 angeordnet ist. Bevorzugt wird
das äußere Stützelement 76 durch ein Hohlprofil gebildet, welches einen runden oder
mehreckigen Querschnitt aufweisen kann. Das innenliegende Stützelement 76 weist zweckmäßig
einen Vollquerschnitt auf, dessen der Tragplatte 64 zugewandte Endbereich dem Versteifungs-
und/oder Dämpfungselement 50 zugeordnet ist. Die der Tragplatte 64 benachbarte zylindrische
Hohlkammer 86 und die dieser im gegenüberliegenden Bereich des Übertragungsorganes
69 gebildete kreisringförmige Hohlkammer 86 wird durch das außenliegende Stützelement
76 und der Wandung des Widerlagers 69 begrenzt, in welcher das Hüllelement 46 angeordnet
ist. In den den Endbereichen der Stützelemente 76 beidseitig gegenüberliegenden Hohlkammern
86 wird das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement 50 bzw. Hüllelement 46 angeordnet,
die mit gleichen oder unterschiedliche Eigenschaften aufweisenden Füllkörpern 44 befüllt
werden. Die mit deren Endbereichen in der Tragplatte 64 und in dem Übertragungsorgan
64 fixiert gehalterten Stützelemente 76 sind zu der Oberseite 3 der Gleitvorrichtung
1 distanziert angeordnet, sodaß bei einer vorbestimmbaren maximalen Biege- oder Druckbelastung
diese die Oberseite 3 nicht berührt.
[0105] Die Stützelemente 76 sind aus einem elastisch rückstellbaren Material gefertigt,
die eine Biegekennlinie aufweisen, welche die der Biegekennlinie der Gleitvorrichtung
1 im Falle einer Zug- oder Druckbelastung entspricht. Die Schichte 47 des Hüllelementes
46 kann natürlich zumindest bereichsweise mit einer der Schichte 47 zugewandten Innenfläche
der Stützelemente 76 verbunden, insbesondere verklebt, werden. Natürlich kann das
in der Oberfläche der Hohlkammer 86 allseitig umgrenzende Hüllelement 46 lose angeordnet
werden.
[0106] Die Aufnahmekammern 45 der beiden gegenüberliegenden Hüllelemente 46 können über
eine gemeinsame, nicht weiters dargestellte Versorgungsleitung 54 strömungsverbunden
sein, oder es weist jedes Hüllelement 46 eine eigene Versorgungsleitung 54 auf. Auf
diese Weise kann beispielsweise nur ein Hüllelement 46 mit Vakuum beaufschlagt werden,
wodurch sich über mehrere Teilbereiche der Gleitvorrichtung 1 eine unterschiedliche
Härte- bzw. Verformungseigenschaft einstellen läßt.
[0107] Natürlich ist es bei allen Ausführungen in den Fig. 7 bis 11 möglich, daß das Übertragungungsorgan
69 direkt mit über eine nicht weiters dargestellte Befestigungsvorrichtung mit der
Deckschichte 24 bzw. Oberseite 3 der Gleitvorrichtung 1 verbunden ist. Diese Befestigungsvorrichtung
kann zu der Tragplatte 64 distanziert angeordnet werden. Die Befestigungsvorrichtung
kann durch ein beispielsweise quaderförmiges Abstützelement gebildet werden, welches
das Übertragungungsorgan 69 bzw. das Stützelement 76 positioniert haltert.
[0108] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, daß zum besseren Verständnis
der Gleitvorrichtung deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert
und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0109] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0110] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1, 2; 3; 4, 5; 6; 7, 8, 9, 10, 11 gezeigten
Ausführungen und Maßnahmen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen
bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen
dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0111]
- 1
- Gleitvorrichtung
- 2
- Schi
- 3
- Oberseite
- 4
- Profilierung
- 5
- Endbereich
- 6
- Endbereich
- 7
- Mittelbereich
- 8
- Bindungsmontagebereich
- 9
- Strang
- 10
- Strang
- 11
- Vertiefung
- 12
- Verstärkungselement
- 13
- Verstärkungselement
- 14
- Erhebung
- 15
- Erhebung
- 16
- Sichtfenster
- 17
- Aussparung
- 18
- Kontaktzone
- 19
- Kontaktzone
- 20
- Auflagezone
- 21
- Auflagezone
- 22
- Untergrund
- 23
- Lauffläche
- 24
- Deckschichte
- 25
- Laufflächenbelag
- 26
- Längsseitenwand
- 27
- Längsseitenwand
- 28
- Stahlkante
- 29
- Stahlkante
- 30
- Untergurt
- 31
- Obergurt
- 32
- Füll- bzw. Kleberschichte
- 33
- Verankerungsfortsatz
- 34
- Verankerungsfortsatz
- 35
- Längsseitenkante
- 36
- Längsseitenkante
- 37
- Längsseitenkante
- 38
- Distanz
- 39
- Kernbauteil
- 40
- Füllstoff
- 41
- Schaumstoffkern
- 42
- Hohlprofil
- 43
- Hohlprofil
- 44
- Füllkörper
- 45
- Aufnahmekammer
- 46
- Hüllelement
- 47
- Schichte
- 48
- Innenseite
- 49
- Schichte
- 50
- Versteifungs- und/oder Dämpfungs-element
- 51
- Be- und/oder Entlüftungsbohrung
- 52
- Evakuiereinrichtung
- 53
- Rückströmventil
- 54
- Versorgungsleitung
- 55
- Dicke
- 56
- Lage
- 57
- Lage
- 58
- Schichte
- 59
- Schichte
- 60
- Leiste
- 61
- Fortsatz
- 62
- Rücksetzung
- 63
- Bindung
- 64
- Tragplatte
- 65
- Bindungsteil
- 66
- Befestigungsmittel
- 67
- Vorrichtung
- 68
- Widerlager
- 69
- Übertragungsorgan
- 70
- Platte
- 71
- Platte
- 72
- Überdeckungsbereich
- 73
- Breitseitenfläche
- 74
- Breitseitenfläche
- 75
- Füll- bzw. Kleberschichte
- 76
- Stützelement
- 77
- Aussparung
- 78
- Abstützelement
- 79
- Tellerelement
- 80
- Wandung
- 81
- Führungsvorrichtung
- 82
- Übertragungsorgan
- 83
- Abstand
- 84
- Ausnehmung
- 85
- Abstand
- 86
- Hohlkammer
1. Gleitvorrichtung (1), insbesondere Schi (2), Snowboard, Kufe oder dgl., mit einem
Versteifungs- und/oder Dämpfungselement (50), das mit zumindest einem Teil der Gleitvorrichtung
(1), z.B. einer Schichte oder einem Einlageelement verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement (50) durch ein eine Aufnahmekammer (45)
ausbildendes, mit Füllkörpern (44) befülltes Hüllelement (46) gebildet ist, welches
bedarfsweise bei Absenken eines Innendruckes unter einen Umgebungsdruck in seiner
Härte bzw. in seinem Verformungswiderstand einstellbar ist.
2. Gleitvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungs-und/oder Dämpfungselement (50) durch zumindest ein luftdichtes Hüllelement
(46) mit zumindest einer von diesem gebildeten, mit Füllkörpern (44) befüllten Aufnahmekammer
(45) gebildet ist.
3. Gleitvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2; dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitvorrichtung (1) ein oder mehrere voneinander distanzierte Versteifungs-
und/oder Dämpfungselemente (50) in Längsrichtung und/oder in einer dazu querenden
Richtung und/oder in Richtung einer Dicke (55) zugeordnet sind.
4. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement (50) durch ein flächiges Hüllelement
(46) gebildet ist.
5. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Hüllelement (46) zumindest über einen Teil der Länge und/oder Breite und/oder
Dicke der Gleitvorrichtung (1) erstreckt.
6. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllelement (46) durch eine elastisch rückstellbar verformbare Folie bzw. Schichte
(47) gebildet ist.
7. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllelement (46) mehrere unterschiedliche Elastizitäten bzw. Verformungseigenschaften
aufweisende Schichten bzw. Materialien ausbildet bzw. aufweist.
8. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Hüllelement (46) ausgebildete Aufnahmekammer (45) mehrere voneinander mit
über elastisch verformbare Stege getrennte Teilkammern ausbildet.
9. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Aufnahmekammern (45) mehrerer Hüllelemente (46) bzw. deren Teilkammern strömungsverbunden
sind.
10. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Teilbereiche des Hüllelementes (46) durch ein profilartiges Verstärkungselement (12;
13) und/oder einer flächigen Schichte (58) und/oder Obergurt (31) oder Untergurt (30)
gebildet ist.
11. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllelement (46) aus mehreren Lagen durch in einem umlaufenden Randbereich vakuumdicht
verbundenen Folien gebildet ist, die den Hohlraum (45) umschließen.
12. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllelement (46) in einem rohrförmigen bzw. profilartigen Verstärkungselement
(12; 13) angeordnet ist.
13. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungselement (12; 13) durch zumindest ein sich über einen großen Teil
der Länge der Gleitvorrichtung (1) erstreckendes Hohlprofil (42; 43) gebildet ist.
14. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Hüllelemente (46) in einem zwischen mehreren Hohlprofilen (42; 43) gebildeten
hohlen Querschnitt angeordnet sind.
15. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllelement (46) in seinem Hohlraum (45) ein oder mehrere Verstärkungselemente
aufweist.
16. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllelement (46) in der Deckschichte (24) angeordnet ist.
17. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Hüllelemente (46) zwischen zwei oder mehreren Lagen bzw. Schichten der
mehrschichtig aufgebauten Gleitvorrichtung (1) angeordnet ist.
18. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllelement (46) näher zu der Deckschicht (24) gelegen ist.
19. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Strömungsverbindung des Hohlraumes (45) mit einer Evakuiereinrichtung (52)
ein Rückströmventil (53) angeordnet ist.
20. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Evakuiereinrichtung (52) über zumindest eine Versorgungsleitung (54) mit einem
oder mehreren Hohlräumen (45) der Versteifungs- und/oder Dämpfungselementen (50) verbunden
ist.
21. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitvorrichtung (1) mit einer Anschlußarmatur für ein externes Servicegerät,
insbesondere eine Vakuumpumpe, versehen ist.
22. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Hohlprofile (42; 43) eine Versorgungsleitung (54) ausbildet, die mit der
Evakuiereinrichtung (52) verbunden ist.
23. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllkörper (44) des Versteifungs- und/oder Dämpfungselementes (50) eine Kugelform
aufweisen.
24. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllkörper (44) aus Hartstoff, z.B. Kunststoff, bestehen.
25. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllkörper (44) aus offenzelligen Kunststoffkugeln gebildet sind.
26. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllkörper (44) einen Kern aus Hartstoff aufweisen, der mit elastischem Material
beschichtet ist.
27. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllkörper (44) aus unterschiedlichen Materialien bzw. Größen ausgestattet sind.
28. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der die Oberseite 3 bildenden Deckschichte 24 in Längsrichtung und/oder in einer
dazu querenden Richtung zumindest eine Vorrichtung (67) angeordnet ist, welche wenigstens
ein dieser zugeordnetes Versteifungs- und/oder Dämpfungselement (50) aufweist.
29. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (67) zumindest ein streifenförmiges bzw. quaderförmiges oder profilartiges,
ein Stützelement (76) bildendes Übertragungsorgan (69) aufweist.
30. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das profilartige Übertragungsorgan (69) durch ein im Querschnitt rundes oder ovales
oder mehreckiges Hohlprofil gebildet ist.
31. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das profilartige Übertragungsorgan (69) durch wenigstens einen Stab gebildet ist.
32. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines der Widerlager (68) zu einer Tragplatte (64) für wenigstens einen
Bindungsteil (65) oder zu einer eigenständigen Befestigungsvorrichtung distanziert
angeordnet ist und sich zwischen diesen das Übertragungsorgan (69), insbesondere das
Stützelement (76), erstreckt.
33. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein stirnseitiger Endbereich des Übertragungsorganes (69) an der Tragplatte (64)
oder der Befestigungsvorrichtung positioniert gehalten ist und der weitere stirnseitige
Endbereich relativverstellbar zum Widerlager (68) gelagert ist.
34. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsorgan (69) durch mehrere ineinandergeführte oder sich zumindest bereichsweise
überdeckende Stützelemente (76) gebildet ist, wovon ein äußeres Hohlprofil an seinen
beiden gegenüberliegenden Endbereichen von der Tragplatte (64) oder der Befestigungsvorrichtung
und dem Widerlager (68) positioniert gehalten ist und daß das innere Stützelement
(76) vom Widerlager (68) positioniert gehalten ist.
35. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Endbereiche des Übertragungsorganes (69) durch die ineinandergreifenden
Stützelemente (76) und/oder durch die Wandung (80) des Widerlagers (68) oder der Tragplatte
(64) oder der Befestigungsvorrichtung eine Hohlkammer (86) gebildet ist, in welcher
das oder die Hüllelemente (46) bzw. Versteifungs- und/oder Dämpfungselemente (50)
angeordnet sind.
36. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem zu einer Tragplatte (64) oder der eigenständigen Befestigungsvorrichtung
und dem dazu distanzierten Widerlager (68) zumindest ein weiteres, mit der Oberseite
3 gegebenenfalls verbundenes Übertragungsorgan (82) angeordnet ist.
37. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einander zugewandten stirnseitigen Endbereichen des zweiteiligen Übertragungsorganes
(69) das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement (50) angeordnet ist.
38. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Länge des Übertragungsorganes (69) größer bemessen ist, als ein in Längsrichtung
der Gleitvorrichtung (1) bemessener Abstand (83) zwischen der Tragplatte (64) oder
der Befestigungsvorrichtung und dem Übertragungsorgan (82).
39. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsorgan (69) einen zur Oberseite (3) gekrümmten, insbesondere konvexen
Kreisbogen ausbildet.
40. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (68) und/oder das Übertragungsorgan (82) mit einer wenigstens ein
Versteifungs- und/oder Dämpfungselement (50) bzw. Hüllelement (46) aufnehmenden Aussparung
(77) ausgestattet ist.
41. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Aussparung (77) ragende Endbereich des Stützelementes (76) von einer durch
das Widerlager (68) gebildeten Führungsvorrichtung (81) längenverschiebbar und/oder
verschwenkbar geführt ist.
42. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein stirnseitiger Endbereich einen etwa streifenförmigen, an das Hüllelement (46)
bzw. Versteifungs- und/oder Dämpfungselement (50) angrenzendes Tellerelement (79)
aufweist.
43. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Tellerelement (79) die Aussparung (77) in mehrere Kammern unterteilt, in welchen
zumindest ein Versteifungs- und/oder Dämpfungselement (50) bzw. Hüllelement (46),
die mit gleichen oder unterschiedlichen Formkörpern (44) ausgestattet sind, angeordnet
sind.
44. Gleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungs- und/oder Dämpfungselement (50) bzw. das Hüllelement (46) ein in
seiner Elastizität einstellbar nachgiebiges Abstützelement (78) für zumindest ein
Übertragungsorgan (69) ausbildet.
1. Runner device (1), in particular a ski (2), snowboard, runner or similar, having a
stiffening and/or damping element (50) joined to at least one part of the runner device
(1), e.g. a covering or an inlaid element, characterised in that the stiffening and/or damping element (50) is a casing element (46) forming a housing
compartment (45) filled with packers (44), which can be adjusted in terms of its hardness
or its deformation resistance as necessary when an internal pressure is reduced to
a pressure below atmospheric pressure.
2. Runner device as claimed in claim 1, characterised in that the stiffening and/or damping element (50) is provided in the form of at least one
airtight casing element (46) forming at least one housing compartment (45) which is
filled with packers (44).
3. Runner device as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the runner device (1) is provided with one or more stiffening and/or damping elements
(50) spaced apart from one another in the longitudinal direction and/or in a direction
disposed transversely thereto and/or in the direction of a thickness (55).
4. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stiffening and/or damping element (50) is a flat casing element (46).
5. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element (46) extends at least across a part of the length and/or width
and/or thickness of the runner device (1).
6. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element (46) is provided in the form of an elastically resilient, deformable
film or covering (47).
7. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element (46) has several coverings or materials with differing elasticities
or deformation properties.
8. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the housing compartments (45) formed by the casing element (46) have several part-compartments
separated from one another by elastically deformable webs.
9. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that housing compartments (45) of several casing elements (46) or part-compartments thereof
are in flow communication.
10. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that part regions of the casing element (46) are provided in the form of a profiled reinforcing
element (12; 13) and/or a flat layer (58) and/or top belt (31) or bottom belt (30).
11. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element (46) consists of several layers of films joined in a vacuum-tight
arrangement in a circumferential peripheral region.
12. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element (46) is disposed in a tubular or profiled reinforcing element
(12; 13).
13. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the reinforcing element (12; 13) is provided in the form of a hollow section (42;
43) extending at least across a large part of the length of the runner device (1).
14. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element or elements (46) are arranged in a hollow cross section formed
between several hollow sections (42; 43).
15. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element (46) has one or more reinforcing elements in its cavity (45).
16. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element (46) is disposed in the top layer (24).
17. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element or elements (46) is or are disposed between two or more layers
or coverings of the multi-layered runner device (1).
18. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the casing element (46) is disposed closer to the top layer (24).
19. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the cavity (45) is in flow communication with an evacuating mechanism (52) via a
return valve (53).
20. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the evacuating mechanism (52) is connected via at least one supply line (54) to one
or more cavities (45) of the stiffening and/or damping elements (50).
21. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the runner device (1) is provided with a connector fitting for an external service
device, in particular a vacuum pump.
22. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that one of the hollow sections (42; 43) forms a supply line (54) which is connected to
the evacuating mechanism.
23. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the packers (44) of the stiffening and/or damping element (50) are spherical in shape.
24. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the packers (44) are made from a hard material, e.g. plastics.
25. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the packers (44) are made from open-cell plastics spheres.
26. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the packers (44) have a core of hard material, which is covered with an elastic material.
27. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the packers (44) are made from different materials and are of different sizes.
28. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that at least one mechanism (67) having at least one stiffening and/or damping element
(50) co-operating therewith is disposed in the longitudinal direction and/or in a
direction disposed transversely thereto on the top layer (24) forming the top face
(3).
29. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the mechanism (67) has at least one strip-shaped or square or profiled transmitting
element (69) forming a supporting element (76).
30. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the profiled transmitting element (69) is a hollow section with a rounded or oval
or polygonal cross section.
31. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the profiled transmitting element (69) is provided in the form of at least one bar.
32. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that at least one of the thrust bearings (68) is arranged at a distance apart from a mounting
plate (64) for at least one binding part (65) or from a separate fixing mechanism
and the transmitting element (69), in particular the supporting element (76), extends
between them.
33. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that an end-side region of the transmitting element (69) is held is position on the mounting
plate (64) or the fixing mechanism and the other end-side region is mounted so as
to be displaceable relative to the thrust bearing (68).
34. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the transmitting element (69) is made up of several supporting elements (76) engaging
one inside the other or overlapping with one another at least in certain regions,
of which an outer hollow section is held in position at its two opposing ends region
by the mounting plate (64) or the fixing mechanism and the thrust bearing (68), whilst
the inner supporting element (76) is held in position by the thrust bearing (68).
35. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that at one of the end regions of the transmitting elements (69) a cavity (86) is formed
by the supporting elements (76) engaging in one another and/or the wall (80) of the
thrust bearing (68) or the mounting plate (64) or the fixing mechanism, in which the
casing element or elements (46) and stiffening and/or damping elements (50) are disposed.
36. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that at least one other transmitting element (82), which may optionally be joined to the
top face (3), is provided between the mounting plate (64) and the thrust bearing (68)
spaced at a distance therefrom or the latter and the separate fixing mechanism spaced
at a distance therefrom.
37. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stiffening and/or damping element (50) is disposed between mutually facing end-side
end regions of the two-part transmitting element (69).
38. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that a length of the transmitting element (69) is longer than a distance (83) in the longitudinal
direction of the runner device (1) between the mounting plate (64) or the fixing mechanism
and the transmitting element (82).
39. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the transmitting element (69) forms a curved, in particular convex arc on the top
face (3).
40. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the thrust bearing (68) and/or the transmitting element (82) has a recess (77) to
accommodate at least one stiffening and/or damping element (50) and casing element
(46).
41. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the end region of the supporting element (76) projecting into the recess (77) is
guided in a longitudinally sliding or pivoting arrangement by a guide mechanism (81)
formed by the thrust bearing (68).
42. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that an end-side end region has a substantially strip-shaped plate element (79) adjoining
the casing element (46) and stiffening and/or damping element (50).
43. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the plate element (79) divides the recess (77) into several compartments, in which
at least one stiffening and/or damping element (50) and casing element (46) with the
same or different packers (44) are disposed.
44. Runner device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the stiffening and/or damping element (50) and the casing element (46) forms a flexible
bearing element (78) with an adjustable elasticity for at least one transmitting element
(69).
1. Dispositif de glissement (1), en particulier ski (2), planche à neige, patin ou analogue,
avec un élément de renforcement et/ou d'amortissement (50) qui est relié à au moins
une partie du dispositif de glissement (1), par exemple une couche ou un élément d'insertion,
caractérisé en ce que l'élément de renforcement et/ou d'amortissement (50) est formé par un élément enveloppant
(46) réalisant une chambre de réception (45), rempli de corps de remplissage (44)
qui, selon le besoin, lors d'un abaissement d'une pression interne sous une pression
ambiante, est réglable quant à sa dureté respectivement sa résistance à la déformation.
2. Dispositif de glissement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de renforcement et/ou d'amortissement (50) est formé par au moins un élément
enveloppant (46) étanche à l'air avec au moins une chambre de réception (45) formée
par celui-ci, remplie de corps de remplissage (44).
3. Dispositif de glissement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que sont associés au dispositif de glissement (1) un ou plusieurs éléments de renforcement
et/ou d'amortissement (50) espacés les uns des autres dans la direction longitudinale
et/ou dans une direction transversale à celle-ci et/ou en direction d'une épaisseur
(55).
4. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de renforcement et/ou d'amortissement (50) est formé par un élément enveloppant
plan (46).
5. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément enveloppant (46) s'étend au moins sur une partie de la longueur et/ou de
la largeur et/ou de l'épaisseur du dispositif de glissement (1).
6. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément enveloppant (46) est formé par une feuille respectivement couche déformable
(47) à retour élastique.
7. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément enveloppant (46) réalise respectivement présente plusieurs couches respectivement
matériaux présentant des élasticités respectivement propriétés de déformation différentes.
8. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la chambre de réception (45) formée par l'élément enveloppant (46) réalise plusieurs
chambres partielles séparées les unes des autres par des baguettes déformables élastiquement.
9. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les chambres de réception (45) de plusieurs éléments enveloppants (46) respectivement
leurs chambres partielles sont reliées quant à l'écoulement.
10. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que des zones partielles de l'élément enveloppant (46) sont formées par un élément de
renforcement en forme de profil (12, 13) et/ou une couche plane (58) et/ou un brin
supérieur (31) ou un brin inférieur (30).
11. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément enveloppant (46) est constitué de plusieurs couches par des feuilles reliées
d'une manière étanche au vide dans une zone de bord s'étendant tout autour, qui entourent
l'espace creux (45).
12. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément enveloppant (46) est disposé dans un élément de renforcement tubulaire
respectivement d'un type de profilé (12, 13).
13. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de renforcement (12, 13) est formé par un profilé creux (42, 43) s'étendant
au moins sur une grande partie de la longueur du dispositif de glissement (1).
14. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le ou les éléments enveloppants (46) sont disposés dans une section transversale
creuse formée entre plusieurs profilés creux (42, 43).
15. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément enveloppant (46) présente dans son espace creux (45) un ou plusieurs éléments
de renforcement.
16. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément enveloppant (46) est disposé dans la couche de recouvrement (24).
17. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le ou les éléments enveloppants (46) sont disposés entre deux ou plusieurs couches
du dispositif de glissement (1) multicouche.
18. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément enveloppant (46) est plus proche de la couche de recouvrement (24).
19. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une vanne de reflux (53) est disposée dans la liaison d'écoulement de l'espace creux
(45) avec une installation d'évacuation (52).
20. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'installation d'évacuation (52) est reliée par au moins un conduit d'alimentation
(54) à un ou plusieurs d'espaces creux (45) des éléments de renforcement et/ou d'amortissement
(50).
21. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de glissement (1) est muni d'une garniture de raccordement pour un
appareil de service externe, en particulier une pompe de vide.
22. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'un des profilés creux (42; 43) réalise un conduit d'alimentation (54) qui est relié
à l'installation d'évacuation (52).
23. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les corps de remplissage (44) de l'élément de renforcement et/ou d'amortissement
(50) ont une forme sphérique.
24. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les corps de remplissage (44) sont réalisés en un matériau dur, par exemple en matériau
synthétique.
25. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les corps de remplissage (44) sont formés par des billes de matériau synthétique
à alvéoles ouverts.
26. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les corps de remplissage (44) ont un noyau en matériau dur qui est recouvert d'un
matériau élastique.
27. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les corps de remplissage (44) sont réalisés en des matériaux respectivement grandeurs
différents.
28. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, à la couche de recouvrement (24) formant le côté supérieur (3), dans la direction
longitudinale et/ou dans une direction transversale à celle-ci, au moins un dispositif
(67) est disposé qui présente au moins un élément de renforcement et/ou d'amortissement
(50) associé à celui-ci.
29. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif (67) présente au moins un organe de transmission (69) en forme de bande
respectivement parallélépipédique ou en forme de profilé, formant un élément d'appui
(76).
30. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'organe de transmission (69) en forme de profilé est formé par un profilé creux
d'une section transversale ronde ou ovale ou polygone.
31. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'organe de transmission en forme de profilé (69) est formé par au moins une tige.
32. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins l'une des butées (68) est disposée à distance d'une plaque de support (64)
pour au moins une pièce de fixation (65) ou d'un dispositif de fixation autonome,
et que l'organe de transmission (69), en particulier l'élément d'appui (76), s'étend
entre ceux-ci.
33. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une zone d'extrémité au côté frontal de l'organe de transmission (69) est maintenue
en position à la plaque de support (64) ou au dispositif de fixation, et en ce que l'autre zone d'extrémité au côté frontal est logée d'une manière ajustable relativement
à la butée (68).
34. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'organe de transmission (69) est formé par plusieurs éléments d'appui (76) guidés
les uns dans les autres ou se recouvrant au moins par zones dont un profilé creux
extérieur est maintenu en position à ses deux zones d'extrémité opposées par la plaque
de support (64) ou par le dispositif de fixation et la butée (68), et en ce que l'élément d'appui interne (76) est maintenu en position par la butée (68).
35. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'est formée à l'une des zones d'extrémité de l'organe de transmission (69), par les
éléments d'appui (76) s'engageant les uns dans les autres et/ou par la paroi (80)
de la butée (68) ou la plaque de support (64) ou le dispositif de fixation, une chambre
creuse (86) dans laquelle sont disposés le ou les éléments enveloppants (46) respectivement
les éléments de renforcement et/ou d'amortissement (50).
36. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'est disposé entre une plaque de support (64) ou le dispositif de fixation autonome
et le palier (68) espacé de celui-ci, au moins un autre organe de transmission (82)
relié le cas échéant au côté supérieur (3).
37. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de renforcement et/ou d'amortissement (50) est disposé entre les zones
d'extrémité frontales orientées l'une vers l'autre de l'organe de transmission (69)
en deux parties.
38. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une longueur de l'organe de transmission (69) est plus grande qu'un écart (83) mesuré
dans la direction longitudinale du dispositif de glissement (1) entre la plaque de
support (64) ou le dispositif de fixation et l'organe de transmission (82).
39. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'organe de transmission (69) forme un arc de cercle courbé vers le côté supérieur
(3), en particulier convexe.
40. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la butée (68) et/ou l'organe de transmission (82) est muni d'au moins un évidement
(77) recevant l'élément de renforcement et/ou d'amortissement (50) respectivement
l'élément enveloppant (46).
41. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la zone d'extrémité de l'élément d'appui (76) faisant saillie dans l'évidement (77)
est réalisé d'une manière déplaçable longitudinalement et/ou pivotante par un dispositif
de guidage (81) réalisé par la butée (68).
42. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une zone d'extrémité au côté frontal présente un élément d'assiette (79) à peu près
en forme de bande, avoisinant l'élément enveloppant (46) respectivement l'élément
de renforcement et/ou d'amortissement (50).
43. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément d'assiette (79) divise l'évidement (77) en plusieurs chambres dans lesquelles
sont disposés au moins un élément de renforcement et/ou d'amortissement (50) respectivement
élément enveloppant (46) qui sont équipés des mêmes corps moulés (44) ou de corps
moulés différents.
44. Dispositif de glissement selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de renforcement et/ou d'amortissement (50) respectivement l'élément enveloppant
(46) réalise un élément d'appui (78) réglable, quant à son élasticité, et résiliant,
pour au moins un organe de transmission (69).