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(11) |
EP 1 286 793 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.2004 Patentblatt 2004/53 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.02.2001 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/001257 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/094042 (13.12.2001 Gazette 2001/50) |
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| (54) |
VIELWALZEN-WALZWERK FÜR BANDMATERIAL
MULTIPLE-ROLL ROLLING MILL FOR STRIP MATERIAL
LAMINOIR A CYLINDRES MULTIPLES DESTINE A UNE BANDE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
06.06.2000 DE 10027865
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.03.2003 Patentblatt 2003/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Sundwig GmbH |
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58675 Hemer (DE) |
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Erfinder: |
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- BENFER, Manfred
58708 Menden (DE)
- RINKE, Friedrich-Wilhelm
58640 Iserlohn (DE)
- KIRSCHNER, Jens
59757 Arnsberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Simons, Johannes, Dipl.-Ing. |
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COHAUSZ & FLORACK
Patent- und Rechtsanwälte
Bleichstrasse 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-93/05898
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US-A- 3 657 913
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- DATABASE WPI Section Ch, Week 198926 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class
M21, AN 1989-191176 [26] XP002169662 -& SU 1 447 447 A (CHELYABINSK POLY), 30. Dezember
1988 (1988-12-30)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Vielwalzen-Walzwerk für Bandmaterial, insbesondere Stahlbänder,
mit Arbeitswalzen, die über Stützrollen am Gerüst des Walzwerks abgestützt sind. Bei
solchen Vielwalzen-Walzwerken erfolgt die Abstützung der Arbeitswalzen in der Regel
über zwischen den Stützrollen und der jeweiligen Arbeitswalze angeordnete Zwischenwalzen.
Die Stützrollen sind dabei üblicherweise in regelmäßigen Abständen entlang der Arbeits-
oder Zwischenwalze auf einer sich parallel zur Drehachse dieser Walzen erstreckenden
Tragachse gelagert.
[0002] Vielwalzen-Walzwerke der voranstehend genannten Art sind üblicherweise mit Stelleinrichtungen
zur Beeinflussung der Geometrie des Walzspaltes ausgestattet. Die Walzspaltgeometrie
hat unmittelbaren Einfluß auf die Gestalt des gewalzten Materials.
[0003] Eine Walzenstützvorrichtung zur Korrektur des Walzspaltes eines Vielwalzen-Walzwerks
ist beispielsweise aus der DE 41 31 571 A1 bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung
greifen in den zwischen den Stützrollen jeweils vorhandenen Freiräumen Stellglieder
an die Tragachse, welche quer zur Längserstreckung der Tragachse verschiebbar im Gerüst
des Walzwerks geführt sind. Die Stellglieder sind dabei in zwei Gruppen gleicher Anzahl
so aufgeteilt, daß die erste Gruppe einem Längenabschnitt zugeordnet ist, welcher
der ersten Hälfte der Längserstreckung der Tragachse entspricht, während die andere
Gruppe dem der zweiten Hälfte der Tragachse entsprechenden Längenabschnitt zugeordnet
ist.
[0004] Die Stellglieder der beiden Gruppen sind gemeinsam mit jeweils einem Koppelglied
gelenkig verbunden. Die beiden Koppelglieder erstrecken sich im wesentlichen parallel
zur Tragachse und sind mit ihrem dem Ende der Tragachse zugeordneten Ende gelenkig
am Gerüst des Walzwerks gelagert. An ihrem anderen, der Mitte der Tragachse zugeordneten
Ende sind die Koppelglieder demgegenüber mit einem gemeinsamen Stellantrieb verbunden,
der über einen hydraulisch arbeitenden und quer zur Tragachse bewegbaren Stellzylinder
die Koppelglieder verschwenkt und so eine Verstellung der Stellglieder und damit einhergehend
eine Verbiegung der Tragachse bewirkt. Über die auf der Tragachse gelagerten Stützrollen
wird diese Verbiegung auf die Arbeitswalze übertragen, so daß sich eine entsprechende
Form des Walzspaltes einstellt.
[0005] Der Vorteil der aus der DE 41 31 571 A1 bekannten Vorrichtung besteht darin, daß
mit nur einem einzigen Stellantrieb die gewünschte unterschiedliche Lageänderung der
Stellglieder und dementsprechend die Einstellung des Walzspaltes vorgenommen werden
kann. Auf diese Weise ist der apparative und kostenmäßige Aufwand für die Stützvorrichtung
auf ein Minimum reduziert. Nachteilig ist jedoch, daß nur ein Walzspaltverlauf eingestellt
werden kann, bei dem die Höhe des Walzspaltes sich beginnend von seinen äußeren Enden
in Richtung der Walzspaltmitte linear ändert. Von dem linearen Verlauf abweichende
Walzspaltgeometrien lassen sich wegen der festen Verkopplung der Bewegung der Stellglieder
beider Gruppen nicht verwirklichen. Diese beschränkte Einstellbarkeit erweist sich
insbesondere beim Kaltwalzen von Stahlbändern als nachteilig, bei denen unter anderem
zur Kompensation der durch die Walzkräfte hervorgerufenen Verformungen der Arbeitswalzen
häufig ein nicht linearer Verlauf der Walzspaltöffnung zur Erzeugung eines Produktes
mit gleichförmiger Streckung erforderlich ist.
[0006] Um eine freie Einstellbarkeit des Walzspaltes zu ermöglichen ist man dazu übergegangen,
jedem einzelnen Stellglied einen eigenen Stellantrieb zuzuordnen. In diesem Fall besteht
zwischen den Stellgliedern keine mechanische Verkopplung durch ein Koppelglied mehr,
so daß durch eine entsprechende Einstellung jedes einzelnen Stellantriebs jede in
der Praxis benötigte Form des Walzspalts eingestellt werden kann. Nachteilig ist dabei
allerdings der hohe Kosten- und Steuerungsaufwand, der für die Herstellung und den
Betrieb der Stellantriebe aufgebracht werden muß.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht ausgehend von dem voranstehend erläuterten Stand
der Technik darin, ein Vielwalzen-Walzgerüst zu schaffen, bei dem eine weitgehende
Verstellbarkeit des Walzspaltes durch eine kostengünstige Stützvorrichtung ermöglicht
ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Vielwalzen-Walzwerk für Bandmaterial gelöst, das mit
Arbeitswalzen, die über gegebenenfalls vorhandene Zwischenwalzen an Stützrollen abgestützt
sind, welche jeweils gemeinsam auf einer in mindestens drei Längsabschnitte unterteilten
Tragachse drehbar gelagert sind, und mit mindestens einer Stelleinrichtung ausgestattet
ist, die mindestens einer der Tragachsen zugeordnet ist und Stellantriebe umfaßt,
von denen jeweils einer einem der Längsabschnitte der Tragachse zugeordnet ist und
über eine Gruppe von über ein Koppelglied hinsichtlich ihrer Bewegung relativ zur
Tragachse miteinander verkoppelten Stellgliedern den jeweiligen Längsabschnitt mit
einer quer zur Längsrichtung der Tragachse gerichteten Kraft zum Korrigieren des Walzspaltes
zwischen den Arbeitswalzen beaufschlagt.
[0009] Bei einem erfindungsgemäßen Vielwalzen-Walzgerüst ist die Tragachse in mindestens
drei Längsabschnitte unterteilt, wobei jedem dieser Längsabschnitte jeweils ein eigener
Stellantrieb zugeordnet ist. Dieser Stellantrieb übt die für die Beeinflussung der
Walzspaltgeometrie benötigte Kraft über jeweils eine Gruppe von Stellgliedern auf
die Tragachse aus. Jede dieser Gruppen umfaßt dabei zwei oder mehr Stellglieder, deren
Bewegung quer zur Tragachse mechanisch über ein Koppelglied miteinander verkoppelt
sind. Da gleichzeitig keine mechanische Verkopplung zwischen den Gruppen gegeben ist,
kann jede Gruppe von Stellgliedern unabhängig von den anderen Gruppen durch den jeweiligen
Stellantrieb verstellt werden. Auf diese Weise können in Abhängigkeit von der Anzahl
und der Verteilung der Stellgliedergruppen eine Vielzahl unterschiedlicher Walzspaltgeometrien
eingestellt werden, ohne daß dazu, wie noch beim Stand der Technik, eine separate
Ansteuerung jedes einzelnen Stellgliedes durch einen eigenen Stellantrieb erforderlich
ist.
[0010] So ermöglicht es die Erfindung bei gegenüber herkömmlichen, eine weitgehend freie
Verstellbarkeit des Walzspaltes ermöglichenden Walzwerken deutlich verminderten Kosten
und einer gegenüber Walzwerken mit fest vorgegebener Verstellbarkeit des Walzspaltes
erheblich vergrößerten Vielfalt an Einstellmöglichkeiten eine gezielte Einstellung
einer für den praktischen Betrieb optimalen Walzspaltgeometrie. Es zeigt sich, daß
die durch die Erfindung gewährte Einstellbarkeit der Walzspaltgeometrie für die weitaus
überwiegende Anzahl der sich in der Praxis stellenden Anforderungen ausreichend ist.
[0011] Da die im praktischen Betrieb geforderte Walzspaltgeometrie üblicherweise einen in
der Längserstreckung symmetrischen Verlauf hat, ist es günstig, wenn die Tragachse
in ausgehend von der Mitte der Längserstreckung der Tragachse symmetrisch angeordnete
Längsabschnitte unterteilt ist. Vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, wenn ein
mittig zur Mitte der Längserstreckung der Tragachse angeordneter Längenabschnitt vorhanden
ist und der diesem Längenabschnitt zugeordnete Stellantrieb das Koppelglied der diesem
Längenabschnitt zugeordneten Gruppe von Stellgliedern an einer fluchtend zur Mitte
der Längserstreckung positionierten Stelle mit der von dem Stellantrieb erzeugten
Kraft beaufschlagt.
[0012] Eine weitere, für bestimmte Anwendungsfälle ebenfalls vorteilhafte Ausgestaltung
der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß bei mindestens einer Gruppe von miteinander
verkoppelten Stellgliedern der zugeordnete Stellantrieb das Koppelglied an einer gegenüber
der Mitte der Längserstreckung des der Gruppe zugeordneten Längenabschnitts versetzten
Stelle mit der von dem Stellantrieb erzeugten Kraft beaufschlagt. Diese Einleitung
der Stellkräfte in das jeweilige Koppelglied erweist sich insbesondere bei denjenigen
Koppelgliedern als zweckmäßig, über welche die jeweiligen Stellglieder der Gruppen,
die den beiden an den äußeren Enden der Tragachse angeordneten Längsabschnitten zugeordnet
sind, miteinander verbunden sind, wenn diese Koppelglieder jeweils gelenkig am Gerüst
des Walzwerks gelagert sind. Durch die Lagerung des jeweiligen Koppelgliedes der an
beiden Enden der Tragachse angeordneten Gruppen von Stellgliedern stellt sich aufgrund
der Hebelgesetze selbsttätig ein Verlauf der Durchbiegung in dem betreffenden Längenabschnitt
der Tragachse ein, der von einer stets gleichen Ausgangsposition am Ende der Tragachse
ausgeht. Ausgehend von dieser Ausgangsposition nimmt der Grad der bei einer Verstellung
der Stellglieder erreichten Lageänderung der Tragachse in Richtung der Achsenmitte
zu, so daß in den Randbereichen ein der Verformung der Arbeitswalze während des Walzbetriebes
entgegenwirkender Biegeverlauf der Tragwalze erzeugt wird.
[0013] Wie beim Stand der Technik wird es auch im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
günstig sein, wenn die Stützglieder in regelmäßigen Abständen längs der Tragachse
angeordnet sind. Auf diese Weise wird eine ebenso gleichförmige Abstützung der Arbeitswalze
erreicht.
[0014] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Walzenstützvorrichtung in einer frontalen Ansicht;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt eines mit der Walzenstützvorrichtung gemäß Fig. 1 ausgestatteten
Vielwalzen-Walzwerks im Schnitt entlang der Linie X-X der Fig. 1;
- Fig. 3
- das Vielwalzen-Walzwerk in einem Schnitt entlang der Linie Y-Y der Fig. 2.
[0015] Das Vielwalzen-Walzwerk W weist Arbeitswalzen 1,2 auf. Zwischen den Arbeitswalzen
1,2 ist ein Walzspalt 3 ausgebildet, in welchem beispielsweise ein Stahlband S kaltgewalzt
wird.
[0016] Die Arbeitswalzen 1,2 sind jeweils über Zwischenwalzen 4,5 an Stützrollen 6,7,8,9,10,11,12,13,14,15,16a,16b
abgestützt, von denen jeweils neun in regelmäßigen Abständen a auf jeweils einer Tragachse
17,18,19,20 drehbar gelagert sind. In Fig. 2 sind von den jeweils neun auf den Tragachsen
17,18,19,20 gelagerten Stützrollen lediglich diejenigen Stützrollen 6,7,8,13 dargestellt,
die entsprechend dem in Fig. 1 angedeuteten Schnittverlauf X-X sichtbar sind, während
in Fig. 3 für die Tragachse 18 alle neun auf dieser Tragachse 18 gelagerten Stützrollen
9 bis 16b gezeigt sind. Selbstverständlich können weitere Stützrollen vorhanden sind,
die in gleicher Weise auf den Tragachsen 17 bis 20 gelagert sind.
[0017] Wie aus den Figuren 2 und 3 hervorgeht, greift in den zwischen den Stützrollen 9
bis 16b vorhandenen Räumen jeweils ein Schubglied 21 an die Tragachse 18. Die Schubglieder
21 sind an dem Gerüst 22 des Walzwerks W in horizontaler Richtung verschiebbar gelagert
und über ein Keilgetriebe 23 mit vertikal bewegbaren, in dem Gerüst 22 geführten stangenförmigen
Stellgliedern 24,25,26,27,28,29,30,31 verkoppelt. Über die Keilgetriebe 23 wird eine
Bewegung der Stellglieder 24 bis 31 in vertikaler Richtung in eine horizontale Bewegung
des dem jeweiligen Stellglied 24 bis 31 jeweils zugeordneten Schubglieds 21 umgesetzt.
[0018] Die Stellglieder 24 bis 31 sind in Gruppen G1,G2,G3 zusammengefaßt, wobei beginnend
mit dem einen Ende der Tragachse 18 der ersten Gruppe G1 die ersten drei Stellglieder
24,25,26, der zweiten Gruppe G2 die Stellglieder 27,28 und der dritten Gruppe G3 die
Stellglieder 29,30,31 zugeordnet sind. Jeder Gruppe G1,G2,G3 ist wiederum ein Längenabschnitt
L1,L2,L3 der Tragachse 18 zugeordnet. Die Längenabschnitte L1,L2,L3 grenzen unmittelbar
aneinander und sind bezogen auf Längserstreckung der Tragachse 18 symmetrisch zur
Mitte M der Tragachse 18 ausgerichtet, wobei die Länge der äußeren Längenabschnitte
L1,L3 größer ist als die Länge des zwischen diesen Längenabschnitten L1,L3 angeordneten
Längenabschnitts L2.
[0019] Die der Gruppe G1 angehörenden Stellglieder 24,25,26 sind mit ihrem den jeweiligen
Keilgetrieben 23 abgewandten Ende mit einem Koppelglied 32 gelenkig verkoppelt, welches
sich im wesentlichen achsparallel zur Tragachse 18 erstreckt und mit einem dem Ende
der Tragachse 18 zugeordneten Ende gelenkig am Gerüst 22 des Walzwerks gelagert ist.
In gleicher Weise sind die Stellglieder 29,30,31 der dem anderen Ende der Tragachse
18 zugeordneten Gruppe G3 gemeinsam mit einem Koppelglied 33 verkoppelt, welches mit
seinem dem betreffenden Ende der Tragachse 18 zugeordneten Ende ebenfalls gelenkig
am Gerüst 22 des Walzwerks W gelagert ist. Die Stellglieder 27,28 der mittleren Gruppe
G2 sind dagegen gemeinsam mit einem Koppelglied 34 verkoppelt, welches nicht an dem
Gerüst 22 abgestützt ist.
[0020] Am jeweils der gelenkigen Abstützung am Gerüst 22 gegenüberliegenden Ende der Koppelglieder
32,34 ist jedes dieser Koppelglieder 32,34 gelenkig mit einer Kolbenstange eines hydraulisch
arbeitenden Stellantriebs 35,37 verbunden. Das Koppelglied 33 der mittleren Gruppe
G2 der beiden Stellglieder 27,28 ist dagegen an die Kolbenstange eines hydraulischen
Stellantriebs 36 angeschlossen. Die Kolbenstange des Stellantriebs 36 ist mittig zur
Längserstreckung der Tragachse 18 angeordnet, so daß die vom Stellantrieb 36 erzeugte
Kraft im wesentlichen gleichmäßig auf die Stellglieder 27,28 aufgeteilt wird. Die
von den Stellantrieben 35,37 erzeugte Kraft wird demgegenüber entsprechend dem Hebelgesetz
ungleichförmig auf die Stellglieder 24 bis 26 bzw. 29 bis 31 der jeweiligen Gruppe
G1 bzw. G3 übertragen.
[0021] Die Schubglieder 21, die Keilgetriebe 23, die Stellglieder 24 bis 31, die Koppelglieder
32,33,34 und die Stellantriebe 35,36,37 sind Teil der Stelleinrichtung zum Verstellen
der von den Stützrollen 9 bis 16b aufgebrachten Stützkräften. Zum Verstellen der auf
den Tragachsen 17,19,20 angeordneten Stützrollen 6,7,8 können eigene, hier im einzelnen
nicht erläuterte Stelleinrichtungen gleicher Art vorgesehen sein.
[0022] Beim Einstellen der Geometrie des Walzspalts 3 üben die Stellantriebe 35,36,37 getrennt
voneinander auf die ihnen jeweils zugeordneten Gruppen G1,G2,G3 von Stellgliedern
24 bis 31 Stellkräfte aus. Diese Stellkräfte werden über die Keilgetriebe 23 in Biegekräfte
umgesetzt, die im wesentlichen quer zur Tragachse 18 ausgerichtet auf diese wirken.
Entsprechend der unterschiedlichen Verteilung der aufgebrachten Kräfte verformt sich
die Tragachse 18. Über die Zwischenwalzen 4,5 wird diese Verformung auf die obere
Arbeitswalze 1 übertragen, so daß im Ergebnis durch die Verstellung der Stellantriebe
35,36,37 die Walzspaltgeometrie direkt beeinflußt wird.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1,2
- Arbeitswalzen
- 3
- Walzspalt
- 4,5
- Zwischenwalzen
- 6 bis 16b
- Stützrollen
- 17,18,19,20
- Tragachsen
- 21
- Schubglied
- 22
- Gerüst des Walzwerks W
- 23
- Keilgetriebe
- 24 bis 31
- Stellglieder
- 32,33,34
- Koppelglieder
- 35,36,37
- Stellantriebe
- a
- achsialer Abstand zwischen jeweils zwei Stützrollen
- G1,G2,G3
- Gruppen von Stellgliedern 24 bis 30
- L1,L2,L3
- Längenabschnitte der Tragachse 18
- M
- Mitte der Tragachse 18
- S
- Stahlband
- W
- Vielwalzen-Walzwerk
1. Vielwalzen-Walzwerk für Bandmaterial mit Arbeitswalzen (1,2), die über gegebenenfalls
vorhandene Zwischenwalzen (4,5) an Stützrollen (6,7,8,9 - 16b) abgestützt sind, welche
jeweils gemeinsam auf einer in mindestens drei Längsabschnitte (L1,L2,L3) unterteilten
Tragachse (17,18,19,20) drehbar gelagert sind, und mit mindestens einer Stelleinrichtung,
die mindestens einer der Tragachsen (18) zugeordnet ist und Stellantriebe (35,36,37)
umfaßt, von denen jeweils einer einem der Längsabschnitte (L1,L2,L3) der Tragachse
(18) zugeordnet ist und über eine Gruppe (G1,G2,G3) von über ein Koppelglied (32,33,34)
hinsichtlich ihrer Bewegung relativ zur Tragachse (18) miteinander verkoppelten Stellgliedern
(24,25,26;27,28;29,30,31) den jeweiligen Längsabschnitt (L1,L2,L3) mit einer quer
zur Längsrichtung der Tragachse (18) gerichteten Kraft zum Korrigieren des Walzspaltes
(3) zwischen den Arbeitswalzen (1,2) beaufschlagt.
2. Vielwalzenwalzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragachse (18) in ausgehend von der Mitte der Längserstreckung der Tragachse
(18) symmetrisch angeordnete Längsabschnitte (L1,L2,L3) unterteilt ist.
3. Vielwalzen-Walzwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein fluchtend zur Mitte (M) der Längserstreckung der Tragachse (18) angeordneter
Längenabschnitt (L2) vorhanden ist und daß der diesem Längenabschnitt (L2) zugeordnete Stellantrieb (36) das Koppelglied (33)
der diesem Längenabschnitt (L2) zugeordneten Gruppe (G2) von Stellgliedern (27,28)
an einer fluchtend zur Mitte der Längserstreckung positionierten Stelle mit der von
dem Stellantrieb (36) erzeugten Kraft beaufschlagt.
4. Vielwalzen-Walzwerk nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei mindestens einer Gruppe (G1,G3) von miteinander verkoppelten Stellgliedern (24,25,27;29,30,31)
der zugeordnete Stellantrieb (35,37) das Koppelglied (32,34) an einer gegenüber der
Mitte der Längserstreckung des der Gruppe (G1,G3) zugeordneten Längenabschnitts (L1,L3)
versetzten Stelle mit der von dem Stellantrieb (35,37) erzeugten Kraft beaufschlagt.
5. Vielwalzenwalzgerüst nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Koppelglieder (32,34), über welche die jeweiligen Stellglieder der
Gruppen (G1,G3), die den beiden an den äußeren Enden der Tragachse (18) angeordneten
Längsabschnitten (L1,L3) zugeordnet sind, miteinander verbunden sind, gelenkig am
Gerüst (22) des Walzwerks (W) gelagert sind.
6. Vielwalzen-Walzwerk nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrollen (6,7,8,9 - 16b) in regelmäßigen Abständen (a) längs der Tragachse
(18) angeordnet sind.
7. Vielwalzen-Walzwerk nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellantriebe (33,34,35) hydraulisch arbeiten.
1. A multiple-roll rolling mill for strip material having work rolls (1, 2), which are
supported, via possibly existing intermediate rolls (4, 5), on backup rolls (6, 7,
8, 9 - 16b), which are each rotatably mounted jointly on a support axle (17, 18, 19,
20), divided into at least three longitudinal sections (L1, L2, L3), and having at
least one actuating device, which is assigned to at least one of the support axles
(18) and includes actuator drives (35, 36, 37), each one of which is assigned to one
of the longitudinal sections (L1, L2, L3) of the support axle (18) and has a force
directed transversely to the longitudinal direction of the support axle (18) applied
to the respective longitudinal section (L1, L2, L3) via a group (G1, G2, G3) of actuators
(24, 25, 26; 27, 28; 29, 30, 31), which are coupled to one another via a coupling
element (32, 33, 34) in regard to their movement in relation to the support axle (18)
to correct the roll gap (3) between the working rolls (1, 2).
2. The multiple-roll rolling mill according to Claim 1, characterized in that the support axle (18) is divided into longitudinal sections (L1, L2, L3), which are
symmetrically arranged starting from the middle of the longitudinal extension of the
support axle (18).
3. The multiple-roll rolling mill according to Claim 2, characterized in that there is a longitudinal section (L2), which is positioned in alignment to the middle
(M) of the longitudinal extension of the support axle (18), and the actuator drive
(36) assigned to this longitudinal section (L2) applies the force, generated by the
actuator drive (36), to the coupling element (33) of the group (G2) of actuators (27,
28) assigned to this longitudinal section (L2) at a location positioned in alignment
to the middle of the longitudinal extension.
4. The multiple-roll rolling mill according to one of the preceding claims, characterized in that, in at least one group (G1, G3) of actuators (24, 25, 27; 29, 30, 31), which are
coupled to one another, the assigned actuator drive (35, 37) applies the force, generated
by the actuator drive (35, 37), to the coupling element (32, 34) at a location offset
in relation to the middle of the longitudinal extension of the longitudinal section
(L1, L3) assigned to the group (G1, G3).
5. The multiple-roll rolling mill according to one of the preceding claims, characterized in that at least the coupling elements (32, 34), via which the respective actuators of the
groups (G1, G3) which are assigned to the longitudinal sections (L1, L3) positioned
at the outer ends of the support axle (18) are connected to one another, are mounted
on the stand (22) of the rolling mill (W) in an articulated way.
6. The multiple-roll rolling mill according to one of the preceding claims, characterized in that the backup rolls (6, 7, 8, 9 - 16b) are positioned at regular intervals (a) along
the support axle (18).
7. The multiple-roll rolling mill according to one of the preceding claims, characterized in that the actuator drives (33, 34, 35) operate hydraulically.
1. Laminoir à cylindres multiples pour matériau en bande, avec des cylindres de travail
(1, 2) qui, à l'aide de cylindres intermédiaires (4, 5), éventuellement prévus, prennent
appui sur des rculeaux d'appui" (6, 7, 8, 9 - 16b) qui sont chaque fois montés à rotation,
en commun sur un axe de support (17, 18, 19, 20) subdivisé en au moins trois sections
longitudinales (L1, L2, L3), et avec au moins un dispositif de réglage qui est associé
à au moins l'un des axes de support (18) et comprend des mécanismes de commande (35,
36, 37) dont l'un est chaque fois associé à l'une des sections longitudinales (L1,
L2, L3) de l'axe de support (18) et, par l'intermédiaire d'un groupe (G1, G2, G3)
d'actionneurs (24, 25, 26; 27, 28; 29, 30, 31), qui sont couplés les uns avec les
autres par un organe de couplage (32, 33, 34) quant à leur mouvement par rapport à
l'axe de support (18), soumet la section longitudinale respective (L1, L2, L3) à une
force perpendiculaire à la direction longitudinale de l'axe de support (18) pour corriger
l'emprise (3) entre les cylindres de travail (1, 2).
2. Laminoir à cylindres multiples selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'axe de support (18) est subdivisé en sections longitudinales disposées symétriquement,
à partir du centre de l'axe de support (18).
3. Laminoir à cylindres multiples selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'est prévu une partie longitudinale (12) disposée en alignement par rapport au centre
(M) de l'étendue longitudinale de l'axe de support (18) et en ce que le mécanisme de commande (36) agit sur l'organe de couplage (33) du groupe (G2) d'actionneurs
(27, 28) associé à cette section longitudinale (L2), à un endroit positionné en alignement
par rapport au milieu de l'étendue longitudinale, avec la force générée par le mécanisme
de commande (36).
4. Laminoir à cylindres multiples selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour au moins un groupe (G1, G3) d'actionneurs (24, 25, 27; 29, 30, 31) couplés
les uns avec les autres, le mécanisme de commande associé (35, 37) agit sur l'organe
de couplage (32, 34) à un endroit décalé par rapport au centre de l'étendue longitudinale
de la section longitudinale (L1, L3), associée audit groupe (G1, G3), avec la force
générée par le mécanisme de commande (35, 37).
5. Laminoir à cylindres multiples selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins les organes de couplage (32, 34), par l'intermédiaire desquels les actionneurs
respectifs des groupes (G1, G3) qui sont associés aux deux sections longitudinales
(L1, L2) disposées aux extrémités extérieures de l'axe de support (18), sont reliés
les uns aux autres et montés articulés sur la cage du laminoir (W).
6. Laminoir à cylindres multiples selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les rouleaux d'appui (6, 7, 8, 9- 16b) sont disposés à intervalles réguliers (a),
le long de l'axe de support (18).
7. Laminoir à cylindres multiples selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les mécanismes de commande (33, 34, 35) fonctionnent hydrauliquement.