| (19) |
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(11) |
EP 1 287 254 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.05.2006 Patentblatt 2006/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.03.2001 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2001/001159 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/088366 (22.11.2001 Gazette 2001/47) |
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| (54) |
EINSPRITZANORDNUNG FÜR EIN KRAFTSTOFF-SPEICHEREINSPRITZSYSTEM EINER VERBRENNUNGSMASCHINE
ACCUMULATOR FUEL-INJECTION SYSTEM FOR AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
DISPOSITION D'INJECTION POUR UN SYSTEME D'INJECTION DE CARBURANT A ACCUMULATEUR DANS
UN MOTEUR A COMBUSTION INTERNE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
18.05.2000 DE 10024702
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.03.2003 Patentblatt 2003/10 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- STOECKLEIN, Wolfgang
70176 Stuttgart (DE)
- SCHMIEDER, Dietmar
71706 Markgroeningen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-01/73287 DE-A- 19 837 890 GB-A- 2 340 610
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WO-A-01/88635 GB-A- 2 336 627
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einspritzanordnung für ein Kraftstoff-Speichereinspritzsystem
einer Verbrennungsmaschine nach der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 näher definierten
Art.
[0002] Derartige Einspritzanordnungen sind aus der Praxis hinlänglich bekannt. Kraftstoff-Speichereinspritzsysteme,
Common-Rail-Einspritzsysteme, für eine mehrzylindrige Verbrennungsmaschine weisen
einen Hochdruck-Kraftstoffverteiler bzw. Rail auf, von dem mehrere Hochdruck-Kraftstoffversor-gungswege
zu je einer in einen der Zylinderbrennräume der Verbrennungsmaschine ragenden Einspritzdüse
führen.
[0003] Die Kraftstoffeinspritzung in den jeweiligen Brennraum wird mittels einer Düsennadel
gesteuert, die die jeweilige Einspritzdüse abhängig vom Druck in einer Steuerkammer
öffnet und schließt. Zum Druckaufbau in der Steuerkammer ist ein stets offener Zulaufkanal
vorgesehen, durch den unter dem Rail-Druck stehender Kraftstoff vom jeweiligen Kraftstoffversorgungsweg
in die Steuerkammer strömen kann. Über einen gesonderten Ablaufweg kann Kraftstoff
aus der Steuerkammer abgelassen und so eine Druckentspannung in der Steuerkammer herbeigeführt
werden. Durch wahlweises Öffnen und Schließen eines in dem Ablaufweg angeordneten
Absperrventils kann das Druckniveau in der Steuerkammer und damit die Position der
Düsennadel beeinflußt werden.
[0004] Wird das Ventil geöffnet, fließt Kraftstoff aus der Steuerkammer ab. Der damit einhergehende
Druckabfall in der Steuerkammer führt dazu, daß die Düsennadel von einem Sitz an der
Einspritzdüse abhebt und es tritt Kraftstoff aus der Einspritzdüse aus. Wird das Ventil
wieder geschlossen, erhöht sich durch den über den Zulaufkanal nachströmenden Kraftstoff
der Druck in der Steuerkammer wieder. Durch diesen Druckanstieg wird die Düsennadel
wieder gegen ihren Sitz gedrückt und verschließt die Einspritzdüse. Der Ablaufweg
und der Zulaufkanal sind dabei so gestaltet, daß bei offenem Ablaufweg die Durchflußrate
des über den Ablaufweg abfließenden Kraftstoffs größer als die Durchflußrate des durch
den Zulaufkanal nachfließenden Kraftstoffs ist, so daß effektiv das Kraftstoffvolumen
in der Steuerkammer kleiner wird.
[0005] Die Dosiergenauigkeit der eingespritzten Kraftstoffmenge wird wesentlich durch die
Geschwindigkeit bestimmt, mit der die Einspritzdüse geöffnet und geschlossen werden
kann. Beim Schließen der Düse kann es aufgrund des vergleichsweise kleinen Durchlaßquerschnitts
des Zulaufkanals sein, daß Kraftstoff nur in ungenügender Menge nachfließt, um ausreichend
schnelle Schließzeiten zu erreichen.
[0006] Um dennoch die erlittenen Kraftstoffverluste in der Steuerkammer hinreichend schnell
ausgleichen zu können, ist es bekannt, von dem Kraftstoffversorgungsweg einen Bypasskanal
abzuzweigen, der in den Ablaufweg mündet. Sofern das Absperrventil geschlossen ist,
kann durch diesen Bypasskanal ein zusätzlicher Kraftstoffstrom aus dem Kraftstoffversorgungsweg
über einen steuerkammernahen Teil des Ablaufwegs in die Steuerkammer fließen. Es hat
sich gezeigt, daß hierdurch höhere Schließgeschwindigkeiten der Düsennadel erzielbar
sind.
[0007] Es hat sich allerdings auch gezeigt, daß das Einmünden des Bypasskanals in den Ablaufweg
Störungen des Strömungsverhaltens des Kraftstoffs beim Abfließen aus der Steuerkammer
hervorrufen kann. Beispielsweise können unvermeidbare Strömungskanten an der Einmündungsstelle
zu Verwirbelungen führen, die letztlich verhindern, daß die zum öffnen der Einspritzdüse
erforderliche Kraftstoffmenge mit der gewünschten Schnelligkeit aus der Steuerkammer
abfließt. Das verzögerte Öffnen der Einspritzdüse kann sich dann nachteilig auf die
Dosiergenauigkeit auswirken.
[0008] Aus der WO 01/73287 A1 ist bereits ein Einspritzventil bekannt, bei dem eine Kraftstoffleitung
zu einer im Ablaufweg ausgebildeten ventilkammer vorgesehen ist. Auf diese Weise kann
ein schnelleres Schließen der
[0009] Düsennadel bewirkt werden. Dieses Dokument stellt jedoch lediglich einen Stand der
Technik nach Art. 54 (3) EPU i.V. mit Art. 54 (4) EPÜ dar.
Vorteile der Erfindung
[0010] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, daß die Einmündungsstelle des Bypasskanals in
den Ablaufweg im Bereich der Ventilkammer liegt. Es hat sich gezeigt, daß durch diese
Lokalisierung der Einmündungsstelle unerwünschte Störungen des Strömungsverhaltens
des aus der Steuerkammer abfließenden Kraftstoffs sehr gering gehalten werden können.
Da im Bereich der Ventilkammer in der Regel ohnehin mit verstärkten Turbulenzen des
Kraftstoffstroms gerechnet werden muß, kann der zusätzliche Verwirbelungseffekt der
Strömungskanten der Einmündungsstelle gegenüber diesen Turbulenzen in den Hintergrund
treten.
[0011] Ist der Bypasskanal offen, fließt Kraftstoff - sofern ein Druckgefälle besteht -
aus dem Kraftstoffversorgungsweg über den Bypasskanal in den Ablaufweg und erhöht
dort den Druck. Während dieser Effekt beim Schließen der Einspritzdüse erwünscht ist,
um die Steuerkammer rascher zu befüllen, kann beim Öffnen der Einspritzdüse der über
den Bypasskanal in den Ablaufweg einbiegende Kraftstoffstrom das Abfließen des Kraftstoffs
aus der Steuerkammer zum Teil erheblich behindern und so zu einem verzögerten Öffnen
der Einspritzdüse führen. Die erfindungsgemäße Lokalisierung der Einmündungsstelle
des Bypasskanals hat sich auch diesbezüglich als vorteilhaft erwiesen.
[0012] Im Bereich der Ventilkammer besteht ausreichende konstruktive Gestaltungsfreiheit,
um den Bypasskanal so in den Ablaufweg münden zu lassen, daß derartige Behinderungen
des Kraftstoffablaufs möglichst gering gehalten werden können. Der Bypasskanal kann
deswegen ohne weiteres stets offen sein.
[0013] Im Ablaufweg wird stromaufwärts der Ventilkammer in der Regel eine Ablaufdrossel
angeordnet sein, mittels der ein gewünschter Durchfluß des ablaufenden Kraftstoffs
eingestellt werden kann. Diese Ablaufdrossel weist längs des Ablaufwegs bevorzugt
Abstand von der Ventilkammer auf.
[0014] Es hat sich gezeigt, daß die Gestaltung des zwischen der Ablaufdrossel und der Ventilkammer
liegenden Bereichs des Ablaufwegs von wesentlicher Bedeutung für das Strömungsverhalten
des abfließenden Kraftstoffs sein kann. Insbesondere kann durch geeignete Gestaltung
dieses Bereichs des Ablaufwegs Kavitation in der Ablaufdrossel bei Kraftstoffablauf
aus der Steuerkammer herbeigeführt werden. Kavitation in der Ablaufdrossel hat den
Vorteil, daß der Durchfluß durch die Ablaufdrossel unabhängig vom Druck in der Ventilkammer
und damit unabhängig von einem etwaigen Kraftstoffzufluß über den Bypasskanal ist.
[0015] Indem erfindungsgemäß der Bypasskanal in die Ventilkammer mündet und der zwischen
der Ablaufdrossel und der Ventilkammer liegende Bereich des Ablaufwegs somit frei
von Strömungskanten ist, die durch das Einmünden des Bypasskanals entstehen, kann
dieser Bereich des Ablaufwegs gestalterisch leichter im Hinblick auf ein gewünschtes
Strömungsverhalten beim Kraftstoffablauf optimiert werden, als es der Fall wäre, wenn
der Bypasskanal zwischen der Ablaufdrossel und der Ventilkammer in den Ablaufweg münden
würde.
[0016] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Absperrelement als
zwischen zwei gegenüberliegenden Ventilsitzen in der Ventilkammer verstellbares Sitzelement
ausgebildet ist, daß an den beiden Ventilsitzen der strom-aufwärtige und der stromabwärtige
Abschnitt des Ablaufwegs in die Ventilkammer münden und daß die Einmündungsstelle
des Bypasskanals in die Ventilkammer - bezogen auf die Ablaufrichtung des Kraftstoffs
- zwischen den beiden Ventilsitzen liegt.
[0017] Es versteht sich jedoch, daß eine Ausführung des Absperrventils als Kolbenschieberventil
oder als Einsitz-Ventil im Rahmen der Erfindung keineswegs ausgeschlossen ist.
[0018] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung
näher erläutert. Es stellen dar
Figur 1 eine schematische, ausschnittsweise Darstellung einer Injektorbaugruppe eines
Speichereinspritzsystems im Längsschnitt, und
Figur 2 schematisch ein Mengenkennfeld der Injektorbaugruppe nach Figur 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0020] In Figur 1 ist eine Druckquelle 10 eines ein Common-Rail-Einspritzsystem darstellenden
Speichereinspritzsystems angedeutet, die Diesel-Kraftstoff unter einem hohen Druck
von beispielsweise mehr als 1500 bar in ein Verteilerrohr bzw. Rail 12 einspeist.
Von dem Verteilerrohr 12 gehen mehrere Kraftstoffzufuhrleitungen 14 ab, die zur Kraftstoffversorgung
je einer Einspritzdüse 16 dienen. Die Einspritzdüse 16 ragt in nicht näher dargestellter
Weise in einen Zylinderbrennraum einer mehrzylindrigen Verbrennungsmaschine, beispielsweise
eines Kraftfahrzeug-Verbrennungsmotors. Sie ist Teil einer allgemein mit 18 bezeichneten
Injektorbaugruppe, welche als vormontierbare Baueinheit in einen Zylinderblock der
Verbrennungsmaschine einsetzbar ist.
[0021] Die Injektorbaugruppe 18 weist eine Gehäusebaugruppe 20 mit einem Düsengehäuse 22
und einem Ventilgehäuse 24 auf. In dem Düsengehäuse 22 ist eine längs einer Gehäuseachse
26 verlaufende Führungsbohrung 28 ausgebildet, in der eine längliche Düsennadel 30
axial beweglich geführt ist. An einer Nadelspitze 32 weist die Düsennadel 30 eine
Schließfläche 34 auf, mit welcher sie in dichte Anlage an einen am Düsengehäuse 22
ausgebildeten Nadelsitz 36 bringbar ist.
[0022] Wenn die Düsennadel 30 am Nadelsitz 36 anliegt, d.h. sich in Nadelschließstellung
befindet, ist der Kraftstoffaustritt aus einer Düsenlochanordnung 38 an dem in den
Brennraum ragenden Ende des Düsengehäuses 22 gesperrt. Ist sie dagegen vom Nadelsitz
36 abgehoben, d.h. in Nadelöffnungsstellung, kann Kraftstoff aus einem zwischen der
Düsennadel 30 und dem Umfangsmantel der Führungsbohrung 28 gebildeten Ringraum 40
an dem Nadelsitz 36 vorbei zu der Düsenlochanordnung 38 strömen und dort im wesentlichen
unter dem Hochdruck bzw. Rail-Druck stehend in den Brennraum gespritzt werden.
[0023] Die Düsennadel 30 ist durch eine Vorspannfeder 42 in Richtung auf ihre Schließstellung
vorgespannt. Die Vorspannfeder 42 ist in einem im Düsengehäuse 22 ausgebildeten Federraum
44 untergebracht. Sie stützt sich einerseits über eine das brennraumferne Ende der
Düsennadel 30 dichtend, jedoch axial beweglich aufnehmende, mit einer Beißkante in
das Ventilgehäuse 24 beißende Hülse 46 an der Gehäusebaugruppe 20 und andererseits
über einen auf die Düsennadel 30 aufgesteckten Federteller 48 an der Düsennadel 30
ab. Der Federteller 48 stützt sich dabei an einem in eine Umfangsnut der Düsennadel
30 eingesetzten Haltering 50 ab.
[0024] In den Federraum 44 mündet eine in der Gehäusebaugruppe 20 ausgebildete Bohrung 52,
in die über die betreffende Kraftstoffzufuhrleitung 14 im wesentlichen unter dem Rail-Druck
stehender Kraftstoff eingeleitet wird. Aus dem Federraum 44 gelangt der Kraftstoff
über den Ringraum 40 in den Bereich des Nadelsitzes 36. In Axialbereichen, in denen
die Düsennadel 30 am Umfangsmantel der Führungsbohrung 28 zu Führungszwecken anliegt,
strömt der Kraftstoff dabei an einer oder mehreren Abflachungen 54 des Düsennadelumfangs
vorbei.
[0025] Zwischen einer brennraumfernen Stirnfläche 56 der Düsennadel 30, der Hülse 46 und
dem Ventilgehäuse 24 ist eine Steuerkammer 58 begrenzt, in die ein mit einer Zulaufdrossel
60 ausgeführter Zulaufkanal 62 mündet. Durch den Zulaufkanal 62 kann Kraftstoff aus
dem Federraum 44 in die Steuerkammer 58 einströmen. Über einen mit einer Ablaufdrossel
64 ausgeführten Ablaufkanal 66 kann Kraftstoff aus der Steuerkammer 58 zu einem nicht
näher dargestellten Entlastungsraum abfließen.
[0026] Ein mittels eines nur schematisch angedeuteten elektromagnetischen oder vorzugsweise
piezoelektrischen Stellers 68 betätigbares Absperrventil 70 erlaubt es, den Kraftstoffabfluß
zu dem Entlastungsraum zu sperren.
[0027] Durch die Vorspannfeder 42 und die Einwirkung des in der Steuerkammer 58 herrschenden
Drucks auf die Nadelstirnfläche 56 wird eine axial zum Brennraum hin gerichtete Schließkraft
auf die Düsennadel 30 ausgeübt. Dieser Schließkraft wirkt axial eine Öffnungskraft
entgegen, die infolge der Einwirkung des in dem Federraum 44 bzw. dem Ringraum 40
herrschenden Drucks auf eine an der Düsennadel 30 ausgebildete Stufenfläche 72 auf
die Düsennadel 30 ausgeübt wird. Befindet sich das Absperrventil 70 in einer geschlossenen
Stellung und ist der Kraftstoffabfluß durch den Ablaufkanal 66 somit gesperrt, ist
im stationären Zustand die Schließkraft größer als die Öffnungskraft, weshalb die
Düsennadel 30 dann ihre Schließstellung einnimmt. Wird das Absperrventil 70 daraufhin
geöffnet, fließt Kraftstoff aus der Steuerkammer 58 ab.
[0028] Die Durchflußquerschnitte der Zulaufdrossel 60 und der Ablaufdrossel 64 sind dabei
so aufeinander abgestimmt, daß der Zufluß durch den Zulaufkanal 62 schwächer als der
Abfluß durch den Ablaufkanal 66 ist und demnach ein Nettoabfluß von Kraftstoff resultiert.
Der folgende Druckabfall in der Steuerkammer 58 bewirkt, daß die Schließkraft unter
die Öffnungskraft sinkt und die Düsennadel 30 vom Nadelsitz 36 abhebt.
[0029] Soll die Einspritzung beendet werden, wird das Absperrventil 70 wieder in eine geschlossene
Stellung gebracht. Dies sperrt den Kraftstoffabfluß durch den Ablaufkanal 64. Durch
den Zulaufkanal 62 fließt weiterhin Kraftstoff aus dem Federraum 44 in die Steuerkammer
58, wobei der Druck in der Steuerkammer 58 wieder ansteigt. Sobald der Druck in der
Steuerkammer 58 ein Niveau erreicht, bei dem die Schließkraft größer als die Öffnungskraft
ist, geht die Düsennadel 30 in ihre Schließstellung, was den Kraftstoffaustritt aus
der Düsenlochanordnung 38 stoppt.
[0030] Um schnelle Nadelschließgeschwindigkeiten zu erreichen, muß für einen raschen Druckanstieg
in der Steuerkammer 58 nach Schließen des Absperrventils 70 gesorgt werden. Der Durchfluß
durch den Zulaufkanal 62 ist vergleichsweise gering. Eine Vergrößerung des Durchflußquerschnitts
der Zulaufdrossel 60 kommt aber nur in sehr engen Grenzen in Betracht, weil ansonsten
die Gefahr besteht, daß bei geöffnetem Absperrventil 70 der Nettoabfluß an Kraftstoff
nicht mehr ausreicht, um die Düsennadel 30 zu öffnen.
[0031] Es ist deshalb ein Bypasskanal 74 vorgesehen, mittels dessen ein zusätzlicher Kraftstoffzufluß
in die Steuerkammer 58 erzielbar ist. Der Bypasskanal 74 zweigt von der Bohrung 52
oder vom Federraum 44 ab und wird - genauso wie der Zulaufkanal 62 - mit Kraftstoff
gespeist, der im wesentlichen unter dem Rail-Druck steht.
[0032] Der zusätzliche Kraftstoffzufluß durch den Bypasskanal 74 läßt den Druck in der Steuerkammer
58 schneller als bei alleiniger Befüllung durch den Zulaufkanal 62 wieder auf das
Niveau ansteigen, das nötig ist, um die Düsennadel 30 aus ihrer Öffnungs- in ihre
Schließstellung zu überführen. Letztlich kann so die in den Brennraum eingespritzte
Kraftstoffmenge feiner dosiert werden. Dies läßt sich anhand des schematischen Mengenkennfelds
der Figur 2 gut erkennen.
[0033] In Figur 2 ist an der Abszisse die Zeitdauer t aufgetragen, während der eine elektrische
Ansteuerung des Stellers 68 im Sinne eines Offenhaltens des Ventils 70 erfolgt. Die
Ordinate gibt die eingespritzte Kraftstoffmenge M wieder. Mit durchgezogener Linie
L1 ist der Zusammenhang zwischen Ansteuerzeit und Einspritzmenge bei Vorhandensein
des Bypasskanals 74 dargestellt, während die gestrichelte Linie L2 diesen Zusammenhang
bei fehlendem Bypasskanal veranschaulicht.
[0034] Man erkennt, daß die Kennlinie L1 flacher als die Kennlinie L2 ist. Dies bedeutet,
daß bei gleicher Ansteuerzeit weniger Kraftstoff aus der Einspritzdüse 16 austritt,
wenn der Bypasskanal 74 vorhanden ist. Der Grund hierfür ist, daß nach Wegnahme der
Bestromung des Stellers 68 bzw. nach Schließen des Ventils 70 die Düsennadel 30 bei
fehlendem Bypasskanal 74 länger braucht, um aus ihrer Öffnungsstellung in ihre Schließstellung
zurückzukehren, als es der Fall ist, wenn ein zusätzlicher Kraftstoffstrom durch den
Bypasskanal 74 das Nadelschließen beschleunigt.
[0035] Nach Schließen des Ventils 70 ist die Einspritzdüse 16 bei fehlendem Bypasskanal
74 somit noch für eine längere Zeit offen als bei vorhandenem Bypasskanal 74. Dementsprechend
ist auch der Gesamtausstoß an Kraftstoff bei fehlendem Bypasskanal 74 größer. Die
flachere Kennlinie L1 bei vorhandenem Bypasskanal 74 erlaubt es, die eingespritzte
Kraftstoffmenge feiner zu dosieren, und führt so zu einem insgesamt toleranzunkritischeren
Injektor.
[0036] Das Absperrventil 70 ist bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel als sogenanntes
doppeltschaltendes Wegeventil ausgeführt, dessen Absperrelement 76 - hier ein kugelförmiges
Sitzelement - mittels des Stellers 68 in einer Ventilkammer 78 zwischen zwei Endstellungen
und mindestens einer Zwischenstellung verstellbar ist.
[0037] In den beiden Endstellungen bzw. Ventilschließstellungen ist der Ablaufkanal 66 gegen
Kraftstoffabfluß aus der Steuerkammer 58 gesperrt. In der mindestens einen Zwischenstellung
bzw. Ventilöffnungsstellung ist er dagegen für Kraftstoffabfluß aus der Steuerkammer
58 freigegeben.
[0038] Diese Ausbildung des Ventils 70 macht es leicht, eine Voreinspritzungs- und eine
Haupteinspritzungsphase zu realisieren. Zur Voreinspritzung wird das Absperrelement
76 aus einer ersten der Endstellungen in die zweite bewegt, zur Haupteinspritzung
wird es aus der zweiten Endstellung in die erste zurückbewegt. Die Zeit, während der
sich das Absperrelement 76 dabei jeweils zwischen den beiden Endstellungen aufhält,
bestimmt die zur Vor- bzw. Haupteinspritzung eingespritzte Kraftstoffmenge. Insbesondere
kann das Absperrelement 76 zur Voreinspritzung zügig, also ohne längeren Zwischenaufenthalt
aus der ersten in die zweite Endstellung bewegt werden, so daß nur wenig Kraftstoff
ausgespritzt wird. Zur Haupteinspritzung kann das Absperrelement 76 eine gewisse Zeit
in der Zwischenstellung gehalten werden, um den Austritt einer entsprechend größeren
Kraftstoffmenge zu ermöglichen.
[0039] Es versteht sich, daß der Steller 68 hierzu als Positioniersteller ausgelegt sein
muß, der eine Positionierung des Absperrelements 76 auch in die mindestens eine Zwischenstellung
ermöglicht.
[0040] Die Ventilkammer 78 bildet eine Strömungsverbindung zwischen einem - bezogen auf
die Ablaufrichtung des Kraftstoffs - stromaufwärtigen Teil 66' und einem stromabwärtigen
Teil 66" des Ablaufkanals 66. An der Einmündungsstelle des stromabwärtigen Teils 66"
in die Ventilkammer 78 ist ein erster Ventilsitz 80 für das als Kugel- oder Flachsitzelement
ausgebildete Absperrelement 76 gebildet, an der Einmündungsstelle des stromaufwärtigen
Teils 66' ein zweiter Ventilsitz 82. Die Anlage des Absperrelements 76 am ersten Ventilsitz
80 definiert die erste der beiden oben angesprochenen Endstellungen, die Anlage am
zweiten Ventilsitz 82 die zweite Endstellung. Das Absperrelement 76 kann in nicht
näher dargestellter Weise in die erste Endstellung federvorgespannt sein.
[0041] Der Bypasskanal 74 mündet ebenfalls in die Ventilkammer 78. Die Ausbildung des Ventils
70 mit zwei gegenüberliegenden Ventilsitzen 80, 82 hat dann zur Folge, daß in der
ersten Endstellung des Absperrelements 76, d.h. in Anlage am ersten Ventilsitz 80,
ein die Befüllung der Steuerkammer 58 beschleunigender Kraftstoffstrom durch den Bypasskanal
74 in den stromaufwärtigen Teil 66' des Ablaufkanals 66 fließen kann.
[0042] In der zweiten Endstellung kann ein solcher Kraftstoffstrom jedoch nicht fließen.
Der Zugang zum stromaufwärtigen Teil 66' des Ablaufkanals 66 wird durch die Anlage
des Absperrelements 76 am zweiten Ventilsitz 82 versperrt. Dies muß allerdings nicht
problematisch sein, denn wenn das Absperrelement 76 die zweite Endstellung nur nach
Voreinspritzungen einnimmt, kann der Kraftstoffzufluß allein durch den Zulaufkanal
62 genügen, um die Kraftstoffverluste der Steuerkammer 58 hinreichend rasch auszugleichen.
Während einer Voreinspritzung werden nämlich in der Regel nur geringe Kraftstoffmengen
aus der Steuerkammer abfließen. Diese können auch ohne Unterstützung durch den Bypasskanal
74 rasch ersetzt werden.
[0043] Der Ablaufkanal 66 ist so gestaltet, daß der aus der Steuerkammer 58 abfließende
Kraftstoff in der Ablaufdrossel 64 kavitiert. Dies hat den Vorteil, daß der Kraftstoffabfluß
unabhängig von dem in der Ventilkammer 78 herrschenden Druck ist und deshalb auch
durch eine Druckerhöhung in der Ventilkammer 78 nicht beeinträchtigt wird, die sich
bei offenem Ventil 70 bedingt durch Kraftstoffzufluß über den Bypasskanal 74 einstellen
kann.
[0044] Für das Auftreten von Kavitation ist nicht nur die Gestaltung der Ablaufdrossel 64
selbst verantwortlich. Wesentlichen Einfluß hat auch der stromabwärts an die Ablaufdrossel
64 unmittelbar anschließende Kanalabschnitt. Deshalb ist die Ablaufdrossel 64 hier
nicht unmittelbar vor der Ventilkammer 78 angeordnet, sondern im Abstand von dieser.
Zwischen der Ablaufdrossel 64 und der Ventilkammer 78 ist ein sogenannter Diffusor
84 ausgebildet, der die Kavitationsentstehung in der Ablaufdrossel 64 fördert. Würde
der Bypasskanal 74 in den Diffusor 84 münden, würden Strömungskanten an der Einmündungsstelle
die Kavitationsentstehung stören, wenn nicht sogar verhindern. Weil aber der Bypasskanal
74 im Abstand von dem Diffusor 84 in die Ventilkammer 78 mündet, können solche Störungen
des Kavitationsverhaltens vermieden werden.
[0045] Auch der Einmündungswinkel, unter dem der Bypasskanal 74 in die Ventilkammer 78 einmündet,
kann das Abflußverhalten des Kraftstoffs beeinflussen. Insbesondere ein spitzer Einmündungswinkel
des Bypasskanals 74 bezüglich der Ablaufrichtung des Kraftstoffs kann zu guten Ergebnissen
führen.
[0046] Der Bypasskanal 74 enthält ferner eine Bypassdrossel 86, deren Gestaltung einerseits
im Hinblick auf einen möglichst großen Kraftstoffzufluß zur Steuerkammer 58, andererseits
im Hinblick auf möglichst geringe Leckströme ausgelegt ist, die über den stromabwärtigen
Teil 66'' des Ablaufkanals 66 ungenutzt abfließen, wenn das Ventil 70 offen ist oder
das Absperrelement 76 am Ventilsitz 82 anliegt.
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en): CH, ES, GB, LI
1. Einspritzanordnung für ein Kraftstoff-Speichereinspritz-system einer Verbrennungsmaschine,
mit einer in einen Brennraum der Verbrennungsmaschine ragenden, aus einem Hochdruck-Kraftstoffverteiler
(10) des Speichereinspritzsystems über einen Hochdruck-Kraftstoffversorgungsweg (14,
52, 44, 40) mit Kraftstoff versorgbaren Einspritzdüse (16) und einer die Einspritzdüse
(16) abhängig vom Druck in einer Steuerkammer (58) öffnenden und schließenden Düsennadel
(30), wobei zur Kraftstoffeinleitung in die Steuerkammer (58) ein von dem Kraftstoffversorgungsweg
(14, 52, 44, 40) abzweigender Zulaufkanal (62) in die Steuerkammer (58) mündet und
ein von der Steuerkammer (58) ausgehender Ablaufweg (66, 78) den Ablauf des Kraftstoffs
aus der Steuerkammer (58) ermöglicht, wobei weiter ein Absperrventil (70) vorgesehen
ist, mittels welchem ein - bezogen auf die Ablaufrichtung des Kraftstoffs - stromabwärtiger
Abschnitt (66") des Ablaufwegs (66, 78) gegenüber einem stromaufwärtigen Abschnitt
(66') des Ablaufwegs (66, 78) sperrbar ist, wobei weiter der stromabwärtige und der
stromaufwärtige Abschnitt (66`, 66") des Ablaufwegs (66, 78) in eine Ventilkammer
münden (78), in der ein Absperrelement (76) des Absperrventils (70) verstellbar angeordnet
ist, und wobei von dem Kraftstoffversorgungsweg (14, 52, 44, 40) ein in den Ablaufweg
(66, 78) mündender Bypasskanal (74) zur Einleitung eines zusätzlichen Kraftstoffstroms
in die Steuerkammer (58) abgezweigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einmündungsstelle des Bypasskanals (74) in den Ablaufweg (66, 78) im Bereich
der Ventilkammer (78) liegt.
2. Einspritzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Ablaufweg (66, 78) stromaufwärts der Ventilkammer (78) angeordnete Ablaufdrossel
(64) längs des Ablaufwegs (66, 78) im Abstand von der Ventilkammer (78) angeordnet
ist.
3. Einspritzanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablaufweg (66, 78), insbesondere in seinem zwischen der Ablaufdrossel (64) und
der Ventilkammer (78) liegenden Bereich (84), derart ausgebildet ist, daß bei Kraftstoffablauf
aus der Steuerkammer (58) Kavitation in der Ablaufdrossel (64) auftritt.
4. Einspritzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bypasskanal (74) stets offen ist.
5. Einspritzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrelement (76) als zwischen zwei gegenüberliegenden Ventilsitzen (80, 82)
in der Ventilkammer (78) verstellbares Sitzelement ausgebildet ist, daß an den beiden
Ventilsitzen (80, 82) der stromaufwärtige und der stromabwärtige Abschnitt (66', 66")
des Ablaufwegs (66, 78) in die Ventilkammer (78) münden und daß die Einmündungsstelle
des Bypasskanals (74) in die Ventilkammer (78) - bezogen auf die Ablaufrichtung des
Kraftstoffs - zwischen den beiden Ventilsitzen (80, 82) liegt.
6. Einspritzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (70) piezoelektrisch betätigt ist.
7. Einspritzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch seine Verwendung als Bestandteil eines Common-Rail-Injektors.
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en): DE, FR, IT
1. Einspritzanordnung für ein Kraftstoff-Speichereinspritz-system einer verbrennungsmaschine,
mit einer in einen Brennraum der Verbrennungsmaschine ragenden, aus einem Hochdruck-Kraftstoffverteiler
(10) des Speichereinspritzsystems über einen Hochdruck-Kraftstoffversorgungsweg (14,
52, 44, 40) mit Kraftstoff versorgbaren Einspritzdüse (16) und einer die Einspritzdüse
(16) abhängig vom Druck in einer Steuerkammer (58) öffnenden und schließenden Düsennadel
(30), wobei zur Kraftstoffeinleitung in die Steuerkammer (58) ein von dem Kraftstoffversorgungsweg
(14, 52, 44, 40) abzweigender Zulaufkanal (62) in die Steuerkananer (58) mündet und
ein von der Steuerkammer (58) ausgehender Ablaufweg (66, 78) den Ablauf des Kraftstoffs
aus der Steuerkammer (58) ermöglicht, wobei weiter ein Absperrventil (70) vorgesehen
ist, mittels welchem ein - bezogen auf die Ablaufrichtung des Kraftstoffs - stromabwärtiger
Abschnitt (66") des Ablaufwegs (66, 78) gegenüber einem stromaufwärtigen Abschnitt
(66') des Ablaufwegs (66, 78) sperrbar ist, wobei weiter der stromabwärtige und der
stromaufwärtige Abschnitt (66', 66") des Ablaufwegs (66, 78) in eine ventilkammer
münden (78), in der ein Absperrelement (76) des Absperrventils (70) verstellbar angeordnet
ist, und wobei von dem Kraftstoffversorgungsweg (14, 52, 44, 40) ein in den Ablaufweg
(66, 78) mündender Bypasskanal (74) zur Einleitung eines zusätzlichen Kraftstoffstroms
in die Steuerkammer (58) abgezweigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einmündungsstelle des Bypasskanals (74) in den Ablaufweg (66, 78) im Bereich
der Ventilkammer (78) liegt, wobei das Absperrelement (76) als zwischen zwei gegenüberliegenden
Ventilsitzen (80, 82) in der Ventilkammer (78) verstellbares Sitzelement ausgebildet
ist, daß an den beiden Ventilsitzen (80, 82) der stromaufwärtige und der stromabwärtige
Abschnitt (66', 66") des Ablaufwegs (66, 78) in die Ventilkammer (78) münden und daß
die Einmündungsstelle des Bypasskanals (74) in die Ventilkammer (78)- bezogen auf
die Ablaufrichtung des Kraftstoffs - zwischen den beiden Ventilsitzen (80, 82) liegt.
2. Einspritzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Ablaufweg (66, 78) stromaufwärts der Ventilkammer (78) angeordnete Ablaufdrossel
(64) längs des Ablaufwegs (66, 78) im Abstand von der Ventilkammer (78) angeordnet
ist.
3. Einspritzanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablaufweg (66, 78), insbesondere in seinem zwischen der Ablaufdrossel (64) und
der Ventilkammer (78) liegenden Bereich (84), derart ausgebildet ist, daß bei Kraftstoffablauf
aus der Steuerkammer (58) Kavitation in der Ablaufdrossel (64) auftritt.
4. Einspritzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bypasskanal (74) stets offen ist.
5. Einspritzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (70) piezoelektrisch betätigt ist.
6. Einspritzanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch seine Verwendung als Bestandteil eines Common-Rail-Injektors.
Claims for the following Contracting State(s): CH, ES, GB, LI
1. Injection arrangement for a fuel-accumulator injection system of an internal combustion
engine, with an injection nozzle (16) which projects into a combustion space of the
internal combustion engine and can be supplied with fuel from a high-pressure fuel
distributor (10) of the accumulator injection system via a high-pressure fuel supply
path (14, 52, 44, 40), and with a nozzle needle (30) opening and closing the injection
nozzle (16) as a function of the pressure in a control chamber (58), an inflow duct
(62), which branches off from the fuel supply path (14, 52, 44, 40), issuing into
the control chamber (58) for the introduction of fuel into the control chamber (58),
and an outflow path (66, 78), which emanates from the control chamber (58), allowing
the fuel to flow out of the control chamber (58), a shut-off valve (70) further being
provided, by means of which a portion (66' ') of the outflow path (66, 78) which is
downstream in relation to the outflow direction of the fuel can be shut-off with respect
to an upstream portion (66') of the outflow path (66, 78), further the downstream
and the upstream portion (66', 66") of the outflow path (66, 78) issuing into a valve
chamber (78), in which a shut-off element (76) of the shut-off valve (70) is arranged
adjustably, and a bypass duct (74), which issues into the outflow path (66, 78), being
branched off from the fuel supply path (14, 52, 44, 40) for the introduction of an
additional fuel stream into the control chamber (58), characterized in that the point of issue of the bypass duct (74) into the outflow path (66, 78) lies in
the region of the valve chamber (78).
2. Injection arrangement according to Claim 1, characterized in that an outflow throttle (64), arranged upstream of the valve chamber (78) in the outflow
path (66, 78), is arranged at a distance from the valve chamber (78) along the outflow
path (66, 78).
3. Injection arrangement according to Claim 2, characterized in that the outflow path (66, 78) is designed, particularly in its region (84) lying between
the outflow throttle (64) and the valve chamber (78), in such a way that cavitation
occurs in the outflow throttle (64) when fuel flows out of the control chamber (58).
4. Injection arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the bypass duct (74) is constantly open.
5. Injection arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the shut-off element (76) is designed as a seat element adjustable between two opposite
valve seats (80, 82) in the valve chamber (78), in that the upstream and the downstream portion (66', 66") of the outflow path (66, 78) issue
into the valve chamber (78) at the two valve seats (80, 82), and in that the point of issue of the bypass duct (74) into the valve chamber (78) lies between
the two valve seats (80, 82) in relation to the outflow direction of the fuel.
6. Injection arrangement according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the shut-off valve (70) is actuated piezoelectrically.
7. Injection arrangement according to one of Claims 1 to 6, characterized by its use as a component of a common-rail injector.
Claims for the following Contracting State(s): DE, FR, IT
1. Injection arrangement for a fuel-accumulator injection system of an internal combustion
engine, with an injection nozzle (16) which projects into a combustion space of the
internal combustion engine and can be supplied with fuel from a high-pressure fuel
distributor (10) of the accumulator injection system via a high-pressure fuel supply
path (14, 52, 44, 40), and with a nozzle needle (30) opening and closing the injection
nozzle (16) as a function of the pressure in a control chamber (58), an inflow duct
(62), which branches off from the fuel supply path (14, 52, 44, 40), issuing into
the control chamber (58) for the introduction of fuel into the control chamber (58),
and an outflow path (66, 78), which emanates from the control chamber (58), allowing
the fuel to flow out of the control chamber (58), a shut-off valve (70) further being
provided, by means of which a portion (66") of the outflow path (66, 78) which is
downstream in relation to the outflow direction of the fuel can be shut-off with respect
to an upstream portion (66') of the outflow path (66, 78), further the downstream
and the upstream portion (66', 66") of the outflow path (66, 78) issuing into a valve
chamber (78), in which a shut-off element (76) of the shut-off valve (70) is arranged
adjustably, and a bypass duct (74), which issues into the outflow path (66, 78), being
branched off from the fuel supply path (14, 52, 44, 40) for the introduction of an
additional fuel stream into the control chamber (58), characterized in that the point of issue of the bypass duct (74) into the outflow path (66, 78) lies in
the region of the valve chamber (78), the shut-off element (76) being designed as
a seat element adjustable between two opposite valve seats (80, 82) in the valve chamber
(78), in that the upstream and the downstream portion (66', 66' ') of the outflow path (66, 78)
issue into the valve chamber (78) at the two valve seats (80, 82), and in that the point of issue of the bypass duct (74) into the valve chamber (78) lies between
the two valve seats (80, 82) in relation to the outflow direction of the fuel.
2. Injection arrangement according to Claim 1, characterized in that an outflow throttle (64), arranged upstream of the valve chamber (78) in the outflow
path (66, 78), is arranged at a distance from the valve chamber (78) along the outflow
path (66, 78).
3. Injection arrangement according to Claim 2, characterized in that the outflow path (66, 78) is designed, particularly in its region (84) lying between
the outflow throttle (64) and the valve chamber (78), in such a way that cavitation
occurs in the outflow throttle (64) when fuel flows out of the control chamber (58).
4. Injection arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the bypass duct (74) is constantly open.
5. Injection arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the shut-off valve (70) is actuated piezoelectrically.
6. Injection arrangement according to one of Claims 1 to 5, characterized by its use as a component of a common-rail injector.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s): CH, ES, GB, LI
1. Dispositif d'injection pour un système d'injection de carburant à accumulateur d'un
moteur à combustion interne, comprenant une buse d'injection (16) pénétrant dans une
chambre de combustion du moteur à combustion interne et pouvant être alimentée en
carburant à partir d'un distributeur de carburant haute pression (10) du système d'injection
à accumulateur via un chemin d'alimentation en carburant haute pression (14, 52, 44,
40), et une aiguille de buse (30) ouvrant et fermant la buse d'injection (16) en fonction
de la pression régnant dans une chambre de commande (58), un canal d'arrivée (62),
qui part du chemin d'alimentation en carburant (14, 52, 44, 40), débouchant dans la
chambre de commande (58) pour l'introduction du carburant dans la chambre de commande
(58), et un chemin d'évacuation (66, 78), qui part de la chambre de commande (58),
permettant l'évacuation du carburant hors de la chambre de commande (58), avec en
outre une vanne d'arrêt (70) prévue pour fermer une section (66") aval par rapport
à la direction d'évacuation du carburant du chemin d'évacuation (66, 78) par rapport
à une section amont (66') du chemin d'évacuation (66, 78), les sections aval et amont
(66', 66") du chemin d'évacuation (66, 78) débouchant en outre dans une chambre de
soupape (78) dans laquelle est logé de façon réglable un élément d'arrêt (76) de la
vanne d'arrêt (70), et un canal de dérivation (74), qui débouche dans le chemin d'évacuation
(66, 78), partant du chemin d'alimentation en carburant (14, 52, 44, 40) pour introduire
un flux de carburant supplémentaire dans la chambre de commande (58),
caractérisé en ce que
le point au niveau duquel débouche le canal de dérivation (74) dans le chemin d'évacuation
(66, 78) se trouve dans la zone de la chambre de soupape (78).
2. Dispositif d'injection selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
un étranglement d'évacuation (64) disposé dans le chemin d'évacuation (66, 78) en
amont de la chambre de soupape (78) est disposé le long du chemin d'évacuation (66,
78) à une certaine distance de la chambre de soupape (78).
3. Dispositif d'injection selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le chemin d'évacuation (66, 78), en particulier dans sa zone (84) située entre l'étranglement
d'évacuation (64) et la chambre de soupape (78), est configuré de telle sorte que
lors de l'évacuation du carburant hors de la chambre de commande (58), une cavitation
apparaît dans l'étranglement d'évacuation (64).
4. Dispositif d'injection selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le canal de dérivation (74) est ouvert en permanence.
5. Dispositif d'injection selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
l'élément d'arrêt (76) est en forme d'élément de siège réglable entre deux sièges
de soupape opposés (80, 82) dans la chambre de soupape (78), et au niveau des deux
sièges de soupape (80, 82) la section amont et la section aval (66', 66") du chemin
d'évacuation (66, 78) débouchent dans la chambre de soupape (78) et le point au niveau
duquel débouche le canal de dérivation (74) dans la chambre de soupape (78) (par rapport
à la direction d'évacuation du carburant) se trouve entre les deux sièges de soupape
(80, 82).
6. Dispositif d'injection selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
la vanne d'arrêt (70) est actionnée de manière piézoélectrique.
7. Dispositif d'injection selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé par
son utilisation en tant que composant d'un système Common-Rail.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s): DE, FR, IT
1. Dispositif d'injection pour un système d'injection de carburant à accumulateur d'un
moteur à combustion interne, comprenant une buse d'injection (16) pénétrant dans une
chambre de combustion du moteur à combustion interne et pouvant être alimentée en
carburant à partir d'un distributeur de carburant haute pression (10) du système d'injection
à accumulateur via un chemin d'alimentation en carburant haute pression (14, 52, 44,
40), et une aiguille de buse (30) ouvrant et fermant la buse d'injection (16) en fonction
de la pression régnant dans une chambre de commande (58), un canal d'arrivée (62),
qui part du chemin d'alimentation en carburant (14, 52, 44, 40), débouchant dans la
chambre de commande (58) pour l'introduction du carburant dans la chambre de commande
(58), et un chemin d'évacuation (66, 78), qui part de la chambre de commande (58),
permettant l'évacuation du carburant hors de la chambre de commande (58), avec en
outre une vanne d'arrêt (70) prévue pour fermer une section (66") aval par rapport
à la direction d'évacuation du carburant du chemin d'évacuation (66, 78) par rapport
à une section amont (66') du chemin d'évacuation (66, 78), les sections aval et amont
(66', 66") du chemin d'évacuation (66, 78) débouchant en outre dans une chambre de
soupape (78) dans laquelle est logé de façon réglable un élément d'arrêt (76) de la
vanne d'arrêt (70), et un canal de dérivation (74), qui débouche dans le chemin d'évacuation
(66, 78), partant du chemin d'alimentation en carburant (14, 52, 44, 40) pour introduire
un flux de carburant supplémentaire dans la chambre de commande (58),
caractérisé en ce que
le point au niveau duquel débouche le canal de dérivation (74) dans le chemin d'évacuation
(66, 78) se trouve dans la zone de la chambre de soupape (78), l'élément d'arrêt (76)
étant en forme d'élément de siège réglable entre deux sièges de soupape opposés (80,
82) dans la chambre de soupape (78), au niveau des deux sièges de soupape (80, 82),
la section amont et la section aval (66', 66") du chemin d'évacuation (66, 78) débouchent
dans la chambre de soupape (78) et le point au niveau duquel débouche le canal de
dérivation (74) dans la chambre de soupape (78) (par rapport à la direction d'évacuation
du carburant) se trouve entre les deux sièges de soupape (80, 82)
2. Dispositif d'injection selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
un étranglement d'évacuation (64) disposé dans le chemin d'évacuation (66, 78) en
amont de la chambre de soupape (78) est disposé le long du chemin d'évacuation (66,
78) à une certaine distance de la chambre de soupape (78).
3. Dispositif d'injection selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le chemin d'évacuation (66, 78), en particulier dans sa zone (84) située entre l'étranglement
d'évacuation (64) et la chambre de soupape (78), est configuré de telle sorte que
lors de l'évacuation du carburant hors de la chambre de commande (58), une cavitation
apparaît dans l'étranglement d'évacuation (64).
4. Dispositif d'injection selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le canal de dérivation (74) est ouvert en permanence.
5. Dispositif d'injection selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la vanne d'arrêt (70) est actionnée de manière piézoélectrique.
6. Dispositif d'injection selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé par
son utilisation en tant que composant d'un système Common-Rail.
