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(11) |
EP 1 287 810 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Ansprüche |
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Corrigendum ausgegeben am: |
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07.03.2007 Patentblatt 2007/10 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.2005 Patentblatt 2005/44 |
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Anmeldetag: 12.06.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Itaconsäuremonoester/Acrylat Copolymer enthaltendes, gelförmiges Haarbehandlungsmittel
Hair gel comprising itaconic acid monoester acrylates copolymer
Gel pour traitement des cheveux comprenant copolymère acide itaconique monoester/acrylat
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
31.08.2001 DE 10142476
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.03.2003 Patentblatt 2003/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Wella Aktiengesellschaft |
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64274 Darmstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Birkel, Susanne, Dr.
64285 Darmstadt (DE)
- Wendel, Harald
64372 Ober-Ramstadt (DE)
- Franzke, Michael, Dr.
64380 Rossdorf (DE)
- Niesig, Silke
64401 Gross-Bieberau (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-02/00177 WO-A-99/39688 US-A- 5 972 356
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WO-A-99/37278 DE-A- 19 816 662 US-A1- 2002 042 448
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- NATIONAL STARCH & CHEMICAL * PERSONAL CARE: "Modify rheology: STRUCTURE 2001/STRUCTURE
3001" [Online] XP002209084 Gefunden im Internet: <URL: http://www.personalcarepolymers.com/Site/L
ist.asp?ID=Enhance.7> [gefunden am 2002-08-08] * technical bulletin * * formulations
*
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1998, no. 11, 30. September 1998 (1998-09-30) & JP
10 158129 A (KANEBO LTD), 16. Juni 1998 (1998-06-16)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Haarbehandlungsmittel in Gelform mit einem Gehalt
an mindestens einem Itaconsäuremonoester/Acrylat Copolymer, haarfestigenden, filmbildenden
Polymeren und mit bestimmten rheologischen Eigenschaften.
[0002] Haargele werden eingesetzt, um dem menschlichen Haar Festigung und Halt zu geben.
Übliche Haargele enthalten in der Regel eine Kombination aus Gelbildnern und haarfestigenden
Polymeren. Die für diese Zwecke üblicherweise verwendeten kosmetischen, haarfestigenden
Polymere zeigen in wässrigen, alkoholischen oder wässrig-alkoholischen Medien gute
Festigungseigenschaften, die nach der Anwendung mehr oder weniger gut die Haare in
Form halten und festigen. Häufig ist damit aber ein unbefriedigender Glanz des Haares
verbunden. Es sind zwar eine Reihe von Additiven bekannt, welche in der Lage sind,
den Haarglanz zu verbessern, z.B. hydrophobe Stoffe wie flüssige Paraffine, Isoparaffine,
Silikonöle oder hydrophile Stoffe wie mehrwertige Alkohole, insbesondere Glycerin
oder Propylenglykol. Die bekannten Glanzgeber wirken sich aber häufig nachteilig auf
andere, erwünschte Eigenschaften eines Haargels aus. Sie können als Weichmacher für
das verwendete festigende Polymer wirken und so die Festigungsleistung herabsetzen,
sie können inkompatibel mit der wässrigen Gelbasis sein, sie können die Klarheit und
Transparenz des Gels, das rheologische Verhalten und damit die Anwendungseigenschaften
beeinträchtigen oder sie sind in ihrer Haarglanz erzeugenden Wirkung noch nicht ausreichend.
[0003] Eine weitere wichtige Eigenschaft von Haargelen ist ihr rheologisches Verhalten.
Gele sind einerseits durch eine hohe Viskosität charakterisiert, andererseits durch
die Eigenschaften von nicht-newtonschen Flüssigkeiten, insbesondere die Eigenschaften
von pseudoplastischen Flüssigkeiten mit oder ohne Fließgrenze. Hierbei nimmt die Viskosität
mit steigender Schergeschwindigkeit ab (shear thinning) und die Fließkurve ist nicht
linear, d.h. das Verhältnis von Scherspannung und Schergeschwindigkeit ist nicht konstant.
Dies macht sich praktisch dadurch bemerkbar, dass ein Gel in der Ruhephase eine relativ
hohe Viskosität aufweist bzw. plastisches Verhalten zeigt, durch die Anwendung von
relativ geringen Kräften aber fließfähig wird und damit beispielsweise leicht aus
der Verpackung entnommen werden sowie leicht mit den Händen verrieben und leicht im
Haar verteilt werden kann. Typische und häufig verwendete Gelbildner, welche Gele
mit unter Druck abnehmender Viskosität bilden, sind neutralisierte Carbomere (Polyacrylsäure).
[0004] Der Nachteil von herkömmlichen Haargelen besteht darin, dass aufgrund der durch das
Eigengewicht des Mittels hervorgerufenen Scherbeanspruchung die Viskosität abnimmt
und das Gel fließfähig werden kann, wobei das Mittel aus einer nach unten gehaltenen,
offenen Tube auch ohne externen Druck heraustropfen kann oder nach manuellem Auftragen
auf senkrechte oder schräge Haut- oder Haaroberflächen unerwünschterweise herablaufen
kann, im Falle von thixotropem Verhalten sogar mit zunehmender Geschwindigkeit. Unerwünschtes
Abtropfen und Herablaufen kann natürlich durch Erhöhung der Basisviskosität vermieden
werden, dadurch werden aber gleichzeitig die Anwendungseigenschaften wie z.B. die
Verreibbarkeit und die Einarbeitbarkeit ins Haar beeinrächtigt und es ist eine höhere
Einsatzmenge an Gelbildner erforderlich, was zur Verteuerung des Produkts und zu einer
erhöhten Belastung des Haares führen kann.
[0005] In der Produktinformation "Structure® 2001/Structure® 3001" .., von National Starch
& Chemical (www.personalcarepolymers.com/Site/List.asp?ID=Enhance.7) werden kosmetische
Produkte beschrieben mit einem Gehalt an den Verdickern Acrylates/Steareth-20 Itaconate
Copolymer und Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer. In der US 5,972,356 wird in
Beispiel XI eine Gelzusammensetzung beschrieben mit einem Gehalt an einem Acrylate
Dimethicone Copolymer in Kombination mit einem Acrylates Steareth Itaconate Copolymer.
In der WO 99/37278 werden in den Beispielen 1 und 2 oxidative Haarfärbemittel beschrieben,
welche aus zwei Komponenten bestehen, wobei eine der Komponenten ein kationisches
Polymer enthält und die zweite Komponente ein Acrylates/Steareth-20 Itaconate Copolymer
und ein Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer enthält. In der WO 99/39688 wird in
Tabelle 1 ein Haargel beschrieben, welches ein amphoteres Urethanharz und Acrylates/Steareth-20
Itaconate Copolymer (Structure® 2001) enthält. Die WO 02/00177 beschreibt Mittel zur
oxidativen Färbung keratinischer Fasern mit einem Gehalt an Acrylates/Steareth-20
Itaconate Copolymer (Structure® 2001).
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand darin, die oben genannten Nachteile
herkömmlicher Haargele zu vermeiden, insbesondere ein Haargel zur Verfügung zu stellen,
welches einerseits eine gute Haarfestigung bei gleichzeitig optimiertem Haarglanz
bewirkt, andererseits die rheologischen Nachteile bekannter Haargele vermeidet sowie
attraktivere, angenehmere haptische Eigenschaften aufweist.
[0007] Es wurde nun gefunden, dass die Aufgabe gelöst wird durch ein Haarbehandlungsmittel
in Gelform auf wässriger Basis mit einer Viskosität von mindestens 1000 mPa s bei
25°C, einem pH-Wert größer als 7 und mit einem Gehalt an einer Kombination von
- (A) mindestens 0,5 Gew.% eines Copolymeren aus einer ersten Monomerart, ausgewählt
aus Itaconsäuremonoestern der allgemeinen Formel CH2=C(COOR1)CH2COOR2 wobei einer der Substituenten R1 und R2 für Wasserstoff und der andere für die Gruppe -(CH2CH2O)x-R3 steht, x eine Zahl zwischen 1 und 100 bedeutet und R3 eine Cetylgruppe bedeutet und einer zweiten Monomerart, ausgewählt aus Acrylat-Monomeren
und
- (B) einem Gehalt an mindestens 0,1 Gew.% mindestens eines haarfestigenden nichtionischen,
anionischen, zwitterionischen oder amphoteren Polymeren,
ausgenommen sein kann ein Gel mit einem Gehalt an einer Kombination von (a) Acrylates/Ceteth-20-itaconat
Copolymer,
(b) Celluloseacetatphtalat und
(c) HO- (CH2CH2O)75-(CH(CH3)CH2O)30-(CH2CH2O)75-H.
[0008] Das Copolymer (A) wird vorzugsweise in einer Menge von 0,5 bis 20, besonders bevorzugt
von 1,5 bis 10 Gew.% und das haarfestigende Polymer (B) in einer Menge von vorzugsweise
0,1 bis 15, besonders bevorzugt von 0,5 bis 10 Gew.% eingesetzt. Das erfindungsgemäße
Haargel ist vorzugsweise im wesentlichen frei von kationischen Polymeren, d.h. es
enthält entweder keine oder weniger als 0,02 Gew.% an kationischen Polymeren. Das
erfindungsgemäße Haargel bewirkt eine gute Haarfestigung und einen verbesserten Haarglanz
bei gleichzeitig verbessertem Fließverhalten und einer besonders angenehmen, einzigartigen
Haptik.
Copolymer (A)
[0009] Das Copolymer (A) ist aufgebaut aus Itaconsäuremonoestern der allgemeinen Formel
CH
2=C(COOR
1)CH
2COOR
2 wobei einer der Substituenten R
1 und R
2 für Wasserstoff und der andere für die Gruppe - -(CH
2CH
2O)
x-R
3 steht. X ist eine Zahl zwischen 1 und 100 vorzugsweise zwischen 10 und 40, besonders
bevorzugt 20. R
3 ist eine Cetylgruppe.
[0010] Die Acrylat-Monomeren des Copolymers (A) sind vorzugsweise ausgewählt aus Acrylsäure,
Methacrylsäure und deren einfachen Estern, insbesondere den Acrylsäurealkylestern
und Methacrylsäurealkylestern mit 1 bis 10, vorzugsweise 1 bis 4 C-Atomen in der Alkylgruppe.
Geeignete Copolymere sind beispielsweise Acryl- oder Methacrylsäure/Itaconsäurepolyethoxycetylester
Copolymere (INCI-Bezeichnungen: Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer), wie sie
von der Firma National Starch/ USA unter der Bezeichnung Structure® 3001 vertrieben
werden. Die Säuregruppen sind in den eingesetzten Polymeren vorzugsweise durch organische
oder anorganische Basen zu 50 bis 100% neutralisiert. Geeignete Neutralisationsmittel
sind primäre oder sekundäre Amine, insbesondere Aminoalkanole mit vorzugsweise 1 bis
10 C-Atomen und 1 bis 3 Hydroxygruppen wie z.B. Aminomethylpropanol (AMP), Triethanolamin,
Tetrahydroxypropylethylendiamin oder Monoethanolamin, aber auch Ammoniak, NaOH, KOH
u.a..
Haarfestigendes Polymer (B)
[0011] Das haarfestigende Polymer (B) kann nichtionisch, anionisch, zwitterionisch oder
amphoter sein ist aber vorzugsweise nichtionisch oder anionisch. Es kann ein synthetisches
oder ein natürliches Polymer sein. Unter natürlichen Polymeren werden auch chemisch
modifizierte Polymere natürlichen Ursprungs verstanden. Bevorzugt sind insbesondere
solche Polymere, die eine ausreichende Löslichkeit in Wasser, Alkohol oder Wasser/Alkohol-Gemischen
besitzen, um in dem erfindungsgemäßen Mittel in vollständig gelöster Form vorzuliegen.
Unter haarfestigenden Polymeren werden erfindungsgemäß solche Polymere verstanden,
die bei Anwendung in 0,01 bis 5%iger wässriger, alkoholischer oder wässrig-alkoholischer
Lösung oder Dispersion in der Lage sind, auf dem Haar eine haarfestigende Wirkung
zu erzielen.
[0012] Geeignete synthetische, nichtionische haarfestigende Polymere sind Homo- oder Copolymere,
die aus mindestens einem der folgenden Monomere aufgebaut sind: Vinylpyrrolidon, Vinylcaprolactam,
Vinylester wie z.B. Vinylacetat, Vinylalkohol, Acrylamid, Methacrylamid, Alkyl- und
Dialkylacrylamid, Alkyl- und Dialkylmethacrylamid, Dialkylaminoalkylmethacrylamid,
Dialkylaminoalkylacrylamid, Alkylacrylat, Alkylmethacrylat, Propylenglykol oder Ethylenglykol,
wobei die Alkylgruppen dieser Monomere vorzugsweise C1- bis C7-Alkylgruppen, besonders
bevorzugt C1- bis C3-Alkylgruppen sind. Geeignet sind z.B. Homopolymere des Vinylcaprolactams,
des Vinylpyrrolidons oder des N-Vinylformamids. Weitere geeignete haarfestigende Polymere
sind z.B. Copolymerisate aus Vinylpyrrolidon und Vinylacetat, Terpolymere aus Vinylpyrrolidon,
Vinylacetat und Vinylpropionat, Terpolymere aus Vinylpyrrolidon, Vinylcaprolactam
und Dialkylaminoalkyl(meth)acrylat, Terpolymere aus Vinylpyrrolidon, Vinylcaprolactam
und Dialkylaminoalkyl(meth)-acrylamid, Polyacrylamide, Polyvinylalkohole, sowie haarfestigende
Polyethylenglykol/Polypropylenglykol Copolymere. Besonders bevorzugte nichtionische
Polymere sind Polyvinylpyrrolidon und Polyvinylpyrrolidon/Vinylacetat Copolymere.
[0013] Geeignete anionische haarfestigende Polymere können natürliche oder synthetische
Homo- oder Copolymere mit Säuregruppen enthaltenden Monomereinheiten sein, welche
gegebenenfalls mit Comonomeren, die keine Säuregruppen enthalten, copolymerisiert
sind. Die Säuregruppen sind vorzugsweise ausgewählt aus -COOH, -SO
3H, -OSO
3H, -OPO
2H und -OPO
3H
2, von denen die Carbonsäuregruppen bevorzugt sind. Die Säuregruppen können unneutralisiert,
teilweise oder vollständig neutralisiert vorliegen. Sie liegen vorzugsweise zu 50
bis 100% in anionischer bzw. neutralisierter Form vor. Als Neutralisationsmittel können
die oben genannten Neutralisationsmittel verwendet werden. Geeignete Monomere sind
ungesättigte, radikalisch polymerisierbare Verbindungen, welche mindestens eine Säuregruppe
tragen, insbesondere Carboxyvinylmonomere. Geeignete Säuregruppen enthaltende Monomere
sind beispielsweise Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäure bzw. Maleinsäureanhydrid
oder deren Monoester, Aldehydocarbonsäuren oder Ketocarbonsäuren.
[0014] Nicht mit Säuregruppen substituierte Comonomere sind beispielsweise Acrylamid, Methacrylamid,
Alkyl- und Dialkylacrylamid, Alkyl- und Dialkylmethacrylamid, Alkylacrylat, Alkylmethacrylat,
Vinylcaprolacton, Vinylpyrrolidon, Vinylester, Vinylalkohol, Propylenglykol oder Ethylenglykol,
aminsubstituierte Vinylmonomere wie z.B. Dialkylaminoalkylacrylat, Dialkylaminoalkylmethacrylat,
Monoalkylaminoalkylacrylat und Monoalkylaminoalkylmethacrylat, wobei die Alkylgruppen
dieser Monomere vorzugsweise C1- bis C7-Alkylgruppen, besonders bevorzugt C1- bis
C3-Alkylgruppen sind.
[0015] Geeignete anionische Polymere sind insbesondere Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure
mit Monomeren ausgewählt aus Acrylsäure- oder Methacrylsäureestern, Acrylamiden, Methacrylamiden
und Vinylpyrrolidon, Homopolymere der Crotonsäure sowie Copolymere der Crotonsäure
mit Monomeren ausgewählt aus Vinylestern, Acrylsäure- oder Methacrylsäureestern, Acrylamiden
und Methacrylamiden. Ein geeignetes natürliches Polymer ist beispielsweise Schellack.
[0016] Bevorzugte anionische Polymere sind vernetzte oder unvernetzte Vinylacetat/Crotonsäure
Copolymere. Ebenso bevorzugt sind partialveresterte Copolymere zwischen Vinylmethylether
und Maleinsäureanhydrid. Weitere geeignete anionische Polymere sind z.B. Terpolymere
aus Acrylsäure, Alkylacrylat und N-Alkylacrylamid, insbesondere Acrylsäure/Ethylacrylat/N-t-Butylacrylamid
Terpolymere oder Terpolymere aus Vinylacetat, Crotonat und Vinylalkanoat, insbesondere
Vinylacetat/Crotonat/Vinylneodecanoat Copolymere.
[0017] Geeignete filmbildende amphotere Polymere, sind Polymere, welche neben sauren oder
anionischen Gruppen als weitere funktionelle Gruppen basische oder kationische Gruppen,
insbesondere primäre, sekundäre, tertiäre oder quaternäre Amingruppen enthalten. Beispiele
hierfür sind Copolymere gebildet aus Alkylacrylamid (insbesondere Octylacrylamid),
Alkylaminoalkylmethacrylat (insbesondere t-Butylaminoethylmethacrylat) und zwei oder
mehr Monomeren ausgewählt aus Acrylsäure, Methacrylsäure oder deren Ester, wobei die
Alkylgruppen 1 bis 4 C-Atome enthalten, mindestens eines der Monomere eine Säuregruppe
aufweist und wie sie z.B. unter dem Handelsnamen Amphomer® oder Amphomer® LV-71 der
Firma NATIONAL STARCH, USA erhältlich sind.
[0018] Weitere Beispiele für geeignete haarfestigende Polymere sind Copolymere von Acrylsäure,
Methylacrylat und Methacrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid (INCI-Bezeichnung:
Polyquaternium-47), Copolymere aus Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid und Acrylaten,
oder Copolymere aus Acrylamid, Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid, 2-Amidopropylacrylamidsulfonat
und Dimethylaminopropylamin (INCI-Bezeichnung: Polyquaternium-43). Geeignet sind auch
Polymere mit Betaingruppen tragenden Monomeren wie z.B. Copolymere aus Methacryloylethylbetain
und zwei oder mehr Monomeren von Acrylsäure oder deren einfachen Estern, bekannt unter
der INCI-Bezeichnung Methacryloyl Ethyl Betaine/Acrylates Copolymer.
[0019] Das erfindungsgemäße Mittel wird bevorzugt in einem wässrigen, einem alkoholischen
oder in einem wässrig-alkoholischen Medium mit vorzugsweise mindestens 10 Gew.% Wasser
und vorzugsweise maximal 40 Gew.% Alkohol konfektioniert. Als Alkohole können insbesondere
die für kosmetische Zwecke üblicherweise verwendeten niederen Monoalkohole mit 1 bis
4 Kohlenstoffatomen wie z.B. Ethanol und Isopropanol enthalten sein. Das erfindungsgemäße
Mittel weist einen pH-Wert von größer als 7, vorzugsweise von mindestens 7,3 auf.
Bei geringeren pH-Werten ist die Neutralisierung der Säuregruppen des Itaconsäuremonoester
Copolymers (A) nicht ausreichend und die Konsistenz ist zu dünn. Besonders bevorzugt
ist der pH-Bereich zwischen 7,5 und 8,5. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält
das Gel zur weiteren Glanzverbesserung mehrwertige Alkohole, vorzugsweise solche mit
2 bis 5 C-Atomen und mit 2 bis 5 Hydroxygruppen in einer Menge von 0,1 bis 15, bevorzugt
von 1 bis 10 Gew.%. Besonders bevorzugt sind Glycerin, Ethylenglykol und Propylenglykol,
insbesondere 1,2-Propylenglykol.
Rheologisches Verhalten
[0020] Das erfindungsgemäße Mittel zeichnet sich durch ein besonders vorteilhaftes, spezielles
rheologisches Verhalten aus, wodurch sowohl die Anwendungseigenschaften als auch die
Haptik verbessert werden. Ein Gelstrang reißt bei der Entnahme aus der Verpackung
"trocken" ab, ohne ein Nachlaufen oder Fädenziehen. Unbeabsichtigtes Herauslaufen
aus einer Tube und Herablaufen an schrägen Oberflächen, wie z.B. von der Hand und
vom Haar ist minimiert. Physikalisch ist das erfindungsgemäße Gel gekennzeichnet durch
das Auftreten eines Maximums in der Viskositätskurve bei ansteigender Schergeschwindigkeit.
Das Maximum liegt typischerweise bei Schergeschwindigkeiten im Bereich von 0,1 bis
5,0, vorzugsweise von 0,15 bis 2,0 s
-1 bei einer Temperatur von 25°C. Die Fließkurve weist bei der Scherung, bei der die
Viskosität ein Maximum erreicht, einen Wendepunkt auf. Eine weitere Besonderheit ist,
dass sich die Viskositätskurve für ansteigende Schergeschwindigkeit mit derjenigen
für fallende Schergeschwindigkeiten kreuzt. Der Kreuzungspunkt liegt typischerweise
bei Schergeschwindigkeiten im Bereich von 0,05 bis 3, vorzugsweise 0,1 bis 2 s
-1. Bei hohen Schergeschwindigkeiten liegt die Hinkurve oberhalb der Rückkurve und das
Gel ist thixotrop. Bei niedrigen Schergeschwindigkeiten liegt die Hinkurve unterhalb
der Rückkurve und das Gel ist anti-thixotrop. Gemessen werden können die Viskositäts-
und Fließkurven beispielsweise mit einem Rheometer Bohlin CS System, wobei unter isothermen
Bedingungen (25°C) die Schergeschwindigkeit mit linearer Geschwindigkeit von 0 bis
auf einen Maximalwert z.B. ca. 100 s
-1 gesteigert und anschließend in gleicher Weise wieder auf den Nullpunkt gesenkt wird.
[0021] Figur 1 zeigt ein typisches Beispiel eines Messdiagramms, aufgenommen mit einem Bohlin
CS System Rheometer bei einer Temperatur von 25°C für das Gel gemäß Beispiel 2. Aufgetragen
sind die Viskosität (viscosity, linke Achse, Messwerte dargestellt als Quadrate) und
die Scherspannung (shear stress, rechte Achse, Messwerte dargestellt als Rauten) gegen
die Schergeschwindigkeit (shear rate). Die Pfeile an den Kurven geben die Richtung
der Änderung der Schergeschwindigkeit an. Bei einer Schergeschwindigkeit von ca. 0,6
s
-1 hat die Viskositätskurve ein Maximum und die Fließkurve (shear stress) einen Wendepunkt.
Bei einer Schergeschwindigkeit von ca. 0,7 s
-1 schneiden sich die Hin- und die Rückkurven.
[0022] Die Viskosität des Gels beträgt vorzugsweise von 1000 bis 100.000, besonders bevorzugt
von 2000 bis 50.000 mPa s, ganz besonders bevorzugt von 2.500 bis 15.000 mPa s, gemessen
als dynamische Viskositätsmessung mit einem HAAKE VT-550 Rheometer, Messkörper SV-DIN
bei einer Temperatur von 25°C und einer Schergeschwindigkeit von 50 s
-1.
[0023] Das erfindungsgemäße Mittel kann darüber hinaus die für Haarbehandlungsmittel üblichen
Zusatzbestandteile enthalten, z.B. Netzmittel oder Emulgatoren aus den Klassen der
nichtionischen, anionischen, kationischen oder amphoteren oberflächenaktiven Tenside,
wie Fettalkoholsulfate, Alkylbenzolsulfonate, Alkyltrimethylammoniumsalze, Alkylbetaine,
in einer Menge von 0,1 bis 15 Gew.%; Feuchthaltemittel; Parfümöle in einer Menge von
0,1 bis 1 Gew.%; Trübungsmittel, wie z.B. Ethylenglykoldistearat, in einer Menge von
etwa 0,2 bis 5,0 Gew.%; Perlglanzmittel, wie z.B. ein Gemisch aus Fettsäuremonoalkylolamid
und Ethylenglykoldistearat, in einer Menge von etwa 1,0 bis 10 Gew.%; bakterizide
und fungizide Wirkstoffe wie z.B. 2,4,4-Trichlor-2-hydroxydiphenylether oder Methylchlorisothiazolion,
in einer Menge von 0,01 bis 1,0 Gew.%; Verdickungsmittel, wie beispielsweise Kokosfettsäurediethanolamid,
in einer Menge von etwa 0,2 bis 3,0 Gew.%, Puffersubstanzen, wie beispielsweise Natriumcitrat
oder Natriumphosphat, in einer Menge von 0,1 bis 1,0 Gew.%; Anfärbestoffe, wie z.B.
Fluorescein Natriumsalz, in einer Menge von etwa 0,1 bis 1,0 Gew.%; Pflegestoffe,
wie z.B. Pflanzen- und Kräuterextrakte, Protein- und Seidenhydrolysate, Lanolinderivate,
in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.%; physiologisch verträgliche Silikonderivate, wie
z.B. flüchtige oder nicht-flüchtige Silikonöle oder hochmolekulare Siloxanpolymere
in einer Menge von 0,05 bis 20 Gew.%; Lichtschutzmittel, Antioxidantien, Radikalfänger,
Antischuppenwirkstoffe, in einer Menge von etwa 0,01 bis 4 Gew.%; Fettalkohole, Glanzgeber,
Vitamine, Weichmacher, Kämmbarkeitsverbesserer, rückfettende Agenzien und Entschäumer.
[0024] Das erfindungsgemäße Mittel wird vorzugsweise in Form eines klaren, transparenten
oder zumindest durchscheinenden Gels eingesetzt, wobei das Gel farblos oder eingefärbt
sein kann.
[0025] Das erfindungsgemäße Mittel zeichnet sich durch seine besonderen rheologischen Eigenschaften
aus, die sich insbesondere auch in einer attraktiven, besonders ansprechenden Haptik
manifestieren. Das Mittel läßt sich aus einer Verpackung in Form einer Tube, eines
Tiegels oder einer Dose im Unterschied zu herkömmlichen, in Tuben verpackten Gelen
einfacher und rückstandsfreier entnehmen. Die Gele lassen sich regelrecht abreissen,
ohne dass etwas herunter- oder nachläuft. Das Mittel ist gut auf Haaren verteilbar.
Als Haarbehandlungsmittel wirkt es nicht belastend auf das Haar und ist daher insbesondere
auch für feines Haar geeignet. Als haarfestigendes Mittel bewirkt es eine gute Haltbarkeit
der Frisur, ohne dass das Haar verklebt oder belastet wird. Feines Haar bekommt Fülle
und Volumen. Als haarfestigendes Gel zeigt das Haarbehandlungsmittel bessere festigende
Eigenschaften und insbesondere einen deutlich stärkeren Glanz als herkömmliche Gele
auf Carbomer-Basis.
[0026] In einer besonderen Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Gel zur gleichzeitigen
Festigung und temporären Haarfärbung geeignet und enthält zusätzlich mindestens ein
temporär haarfärbendes Pigment. Unter temporärer Haarfärbung wird eine Farbänderung
von menschlichen Haaren verstanden, die bis zur nächsten Haarwäsche hält und durch
Waschen der Haare mit üblichen Shampoos wieder entfernt werden kann. Die Pigmente
sind vorzugsweise in einer Menge von 0,01 bis 25 Gew.%, besonders bevorzugt in einer
Menge von 5 bis 15 Gew.% enthalten. Bei den Pigmenten handelt es sich vorzugsweise
nicht um Nano- sonder um Mikropigmente. Die bevorzugte Teilchengröße beträgt 1 bis
200 µm, insbesondere 3 bis 150 µm, besonders bevorzugt 10 bis 100 µm.
[0027] Die Pigmente sind im Anwendungsmedium praktisch unlösliche Farbmittel und können
anorganisch oder organisch sein. Auch anorganisch-organische Mischpigmente sind möglich.
Bevorzugt sind anorganische Pigmente. Der Vorteil der anorganischen Pigmente ist deren
ausgezeichnete Licht-, Wetter- und Temperaturbeständigkeit. Die anorganischen Pigmente
können natürlichen Ursprungs sein, beispielsweise hergestellt aus Kreide, Ocker, Umbra,
Grünerde, gebranntem Terra di Siena oder Graphit. Bei den Pigmenten kann es sich um
Weißpigmente wie z.B. Titandioxid oder Zinkoxid, um Schwarzpigmente wie z.B. Eisenoxidschwarz,
Buntpigmente wie z.B. Ultramarin oder Eisenoxidrot, um Glanzpigmente, Metalleffekt-Pigmente,
Perlglanzpigmente sowie um Fluoreszenz- oder Phosphoreszenzpigmente handeln, wobei
vorzugsweise mindestens ein Pigment ein farbiges, nicht-weißes Pigment ist. Geeignet
sind Metalloxide, -hydroxide und -oxidhydrate, Mischphasenpigmente, schwefelhaltige
Silicate, Metallsulfide, komplexe Metallcyanide, Metallsulfate, -chromate und -molybdate
sowie die Metalle selbst (Bronzepigmente). Geeignet sind insbesondere Titandioxid
(CI 77891), schwarzes Eisenoxid (CI 77499), gelbes Eisenoxid (CI 77492), rotes und
braunes Eisenoxid (CI 77491), Manganviolett (CI 77742), Ultramarine (Natrium-Aluminiumsulfosilikate,
CI 77007, Pigment Blue 29), Chromoxidhydrat (CI77289), Eisenblau (Ferric Ferrocyanide,
CI77510), Carmine (Cochineal).
[0028] Besonders bevorzugt sind Pigmente auf Mica- bzw. Glimmerbasis welche mit einem Metalloxid
oder einem Metalloxychlorid wie Titandioxid oder Wismutoxychlorid sowie gegebenenfalls
weiteren farbgebenden Stoffen wie Eisenoxiden, Eisenblau, Ultramarine, Carmine etc.
beschichtet sind und wobei die Farbe durch Variation der Schichtdicke bestimmt sein
kann. Derartige Pigmente werden beispielsweise unter den Handelsbezeichnung Rona®
, Colorona®, Dichrona® und Timiron® von der Firma Merck, Deutschland vertrieben.
[0029] Organische Pigmente sind beispielsweise die natürlichen Pigmente Sepia, Gummigutt,
Knochenkohle, Kasseler Braun, Indigo, Chlorophyll und andere Pflanzenpigmente. Synthetische
organische Pigmente sind beispielsweise Azo-Pigmente, Anthrachinoide, Indigoide, Dioxazin-,
Chinacridon-, Phtalocyanin-, Isoindolinon-, Perylen- und Perinon-, Metallkomplex-,
Alkaliblau- und Diketopyrrolopyrrol-Pigmente.
[0030] Die nachfolgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung näher erläutern.
Die in den Beispielen angegebenen Polymergehalte beziehen sich jeweils auf den Feststoffgehalt.
Beispiele
Beispiel 1: Haargel
[0031]
| |
A |
B |
| PVP/VA Copolymer |
8,0 g |
8,0 g |
| Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer |
3,0 g |
- |
| Carbomer |
- |
0,5 g |
| Propylenglykol |
2,7 g |
2,7 g |
| Aminomethylpropanol |
1,425 g |
0,5 g |
| Wasser |
Ad 100 g |
Ad 100 g |
[0032] Es wurden zwei Haargele vergleichbarer Viskosität hergestellt und hinsichtlich des
Haarglanzes und der Haarfestigung verglichen. Gel A ist erfindungsgemäß, Gel B ist
ein herkömmliches Gel auf Carbomer-Basis. Zur Glanzmessung wurden auf Haarsträhnen
ä jeweils 2 g Haar jeweils 0,5 g Gel aufgetragen. Die Strähnen wurden über Nacht bei
20°C und 65% relativer Luftfeuchtigkeit getrocknet. Die Glanzmessung erfolgte, indem
ein paralleles Lichtbündel auf die Probenoberfläche gerichtet und die Winkelverteilung
des reflektierten und des an oder unter der Oberfläche gestreuten Lichts gemessen
wurde. Je höher der Anteil des direkt reflektierten und je niedriger der Anteil des
gestreuten Lichts ist, desto höher ist der Glanz. Eine Glanzklassifikation kann durch
Messung und Bewertung der Winkelverteilung des von der Oberfläche zurückgeworfenen
Lichtes erfolgen. Dabei bedeutet eine schmale Winkelverteilung (geringe Halbwertsbreite
HWB) stärkeren Glanz und eine breite Winkelverteilung (größere HWB) geringeren Glanz.
Die Messung der Winkelverteilung erfolgt mit einer Digitalkamera, die Daten werden
in einen Computer eingelesen und mit einer Bildverarbeitungssoftware (Optimate 5.2)
ausgewertet. Pro Muster wurden 6 Messungen durchgeführt und der Mittelwert gebildet.
| Unbehandelte Strähnen |
HWB = 40° |
| Muster A |
HWB = 35° |
| Muster B |
HWB = 37° |
[0033] Der Austausch des Verdickers führt überraschenderweise zu einer Erhöhung des Haarglanzes.
Die Messergebnisse korrelieren mit einer visuellen Glanzbeurteilung der Strähnen durch
ein in der Beurteilung von Haarqualitäten erfahrenes Expertenpanel.
[0034] Der Vergleich der Festigungsleistung erfolgte durch Messung der Lockenstabilität
(Curl Retention CR). Hierfür wurden die Gele auf Haarsträhnen aufgetragen. Die Strähnen
wurden nach einer Einwirkzeit von 10 Minuten auf Spiralwickler gewickelt, 30 min bei
70°C und mindestens eine Stunde bei 20°C und 85% relativer Luftfeuchte gelagert. Anschließend
wurden die Strähnen von den Wicklern abgewickelt, mit 50 mg Gewichten beschwert und
ausgehängt. Nach 5 Stunden und nach 24 Stunden wurde die Länge der Strähnen gemessen
und die Lockenstabilität berechnet:
L0 : Länge der gestreckten Strähne
Lt : Länge der ausgehängten Locke
L1 : Länge der aufgewickelten Strähne
[0035] Pro Muster wurde eine 3fach-Messung durchgeführt und der Mittelwert gebildet.
| Unbehandelte Strähnen |
CR (5h) = 42% |
CR (24h) = 21% |
| Muster A |
CR (5h) = 75% |
CR (24h) = 60% |
| Muster B |
CR (5h) = 47% |
CR (24h) = 29% |
[0036] Der Austausch des Verdickers führt zu einer überraschend hohen Lockenstabilität.
Beispiel 2: Haargel
[0037]
| PVP/VA Copolymer |
1,0 g |
| Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer |
3,0 g |
| Aminomethylpropanol |
1,6 g |
| Wasser |
ad 100 g |
| Viskosität ca. 6550 mPa s (25°C) |
[0038] In Abbildung 1 sind die Fließ- und Viskositätskurven bei im Bereich von 0 bis 20
s
-1 zu- und abnehmender Schergeschwindigkeit dargestellt.
Beispiel 3: Haargel
[0039]
| PVP/VA Copolymer |
2,0 g |
| Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer |
1,5 g |
| Aminomethylpropanol |
0,8 g |
| PEG-40 Hydrogenated Castor Oil |
0,3 g |
| Parfüm |
0,2 g |
| Wasser |
ad 100 g |
| Viskosität ca. 2600 mPa s (25°C) |
Beispiel 4: Haargel
[0040]
| VA/Crotonates Copolymer (Luviset® 66) |
1,0 g |
| Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer |
2,25 g |
| Aminomethylpropanol |
1,4 g |
| PEG-40 Hydrogenated Castor Oil |
0,3 g |
| Parfüm |
0,2 g |
| Wasser |
ad 100 g |
| Viskosität ca. 5800 mPa s (25°C) |
Beispiel 5: Haargel mit Farbpigment
[0041]
| VA/Crotonates Copolymer (Luviset® 66) |
1,0 g |
| Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer |
2,25 g |
| Aminomethylpropanol |
1,4 g |
| Polysorbate 40 |
0,8 g |
| Timiron® Gold Plus MP-25 |
0,2 g |
| Wasser |
ad 100 g |
| Viskosität ca. 5600 mPa s (25°C) |
Beispiel 6: Haargel
[0042]
| Octylacrylamide/Acrylates/Butylaminoethyl Methacrylate Copolymer (Amphomer®) |
2,5 g |
| Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer |
1,5 g |
| Aminomethylpropanol |
1,23 g |
| FD&C Green No. 3 (CI 42053) |
0,1 g |
| Wasser |
ad 100 g |
| Viskosität ca. 3.600 mPa s (25°C) |
Beispiel 7: Haargel
[0043]
| |
| Polyvinylpyrrolidon K80 |
2,0 g |
| Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer |
3,75 g |
| Aminomethylpropanol |
2,0 g |
| Polysorbate 40 |
0,8 g |
| Parfüm |
0,1 g |
| Wasser |
ad 100 g |
| Viskosität ca. 14200 mPa s (25°C) |
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en): AT, BE, CH, CY, DK, ES, GB, GR,
IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
1. Haarbehandlungsmittel in Gelform auf wässriger Basis mit einer Viskosität von mindestens
1000 mPa s (gemessen bei 25°C und einer Schergeschwindigkeit von 50 s
-1), einem pH-Wert größer als 7 und mit einem Gehalt an
(A) mindestens 0,5 Gew.% eines Copolymeren aus einer ersten Monomerart, ausgewählt
aus Itaconsäuremonoestern der allgemeinen Formel CH2=C(COOR1)CH2COOR2 wobei einer der Substituenten R1 und R2 für Wasserstoff und der andere für die Gruppe -(CH2CH2O)x-R3 steht, x eine Zahl zwischen 1 und 100 bedeutet und R3 eine Cetylgruppe bedeutet und einer zweiten Monomerart, ausgewählt aus Acrylat-Monomeren
und
(B) einem Gehalt an mindestens 0,1 Gew.% mindestens eines haarfestigenden nichtionischen,
anionischen, zwitterionischen oder amphoteren Polymers.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymer (A) in einer Menge von 1,5 bis 10 Gew.% vorliegt.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer (B) in einer Menge von 0,1 bis 15 Gew.% vorliegt.
4. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass x für eine Zahl von 10 bis 40 steht.
5. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Monomerart des Copolymers (A) ausgewählt ist aus Acrylsäure, Methacrylsäure,
Acrylsäurealkylestern und Methacrylsäurealkylestern, wobei die Alkylgruppen 1 bis
10 C-Atome aufweisen.
6. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das haarfestigende Polymer (B) ausgewählt ist aus Polyvinylpyrrolidon, Vinylpyrrolidon/Vinylacetat
Copolymer, Vinylacetat/Crotonsäure Copolymeren, Terpolymeren aus Vinylacetat, Crotonat
und Vinylalkanoat, partialveresterten Copolymeren zwischen Vinylmethylether und Maleinsäureanhydrid,
Copolymeren aus Acryl- oder Methacrylsäure mit Alkylacrylaten und/oder N-Alkylacrylamiden
und Polystyrolsulfonaten, Copolymeren aus Alkylacrylamid, Alkylaminoalkylmethacrylat
und zwei oder mehr Monomeren ausgewählt aus Acrylsäure, Methacrylsäure oder deren
C1- bis C4-Alkylestern, wobei mindestens eines der Monomere eine Säuregruppe aufweist.
7. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es im wesentlichen frei ist von kationischen Polymeren.
8. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich mindestens einen Alkohol enthält ausgewählt aus einwertigen Alkoholen
mit 1 bis 4 C-Atomen und mehrwertigen Alkoholen mit 2 bis 5 C-Atomen.
9. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich mindestens ein haarfärbendens Pigment enthält.
10. Mittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente zu 0,01 bis 25 Gew.% enthalten sind und ausgewählt sind aus Metalloxiden,
Ultramarin, Glanzpigmenten, Metalleffekt-Pigmenten, Perlglanzpigmenten, Fluoreszenzpigmenten,
Phosphoreszenzpigmenten, Metallhydroxiden, Metalloxidhydraten, Mischphasenpigmenten,
schwefelhaltigen Silicaten, Metallsulfiden, komplexen Metallcyaniden, Metallsulfaten,
Metallchromaten, Metallmolybdaten, Bronzepigmenten, Carmine, Pigmenten auf Mica- oder
Glimmerbasis, welche mit einem Metalloxid oder einem Metalloxychlorid sowie gegebenenfalls
weiteren farbgebenden Stoffen wie Eisenoxiden, Eisenblau, Ultramarine, Carmine etc.
beschichtet sind und/oder wobei die Farbe durch Variation der Schichtdicke bestimmt
ist.
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en): DE
1. Haarbehandlungsmittel in Gelform auf wässriger Basis mit einer Viskosität von mindestens
1000 mPa s (gemessen bei 25°C und einer Schergeschwindigkeit von 50 s
-1), einem pH-Wert größer als 7 und mit einem Gehalt an
(A) mindestens 0,5 Gew.% eines Copolymeren aus einer ersten Monomerart, ausgewählt
aus Itaconsäuremonoestern der allgemeinen Formel CH2=C(COOR1)CH2COOR2 wobei einer der Substituenten R1 und R2 für Wasserstoff und der andere für die Gruppe -(CH2CH2O)x-R3 steht, x eine Zahl zwischen 1 und 100 bedeutet und R3 eine Cetylgruppe bedeutet und einer zweiten Monomerart, ausgewählt aus Acrylat-Monomeren
und
(B) einem Gehalt an mindestens 0,1 Gew.% mindestens eines haarfestigenden nichtionischen,
anionischen, zwitterionischen oder amphoteren Polymers.
ausgenommen ein Gel mit einem Gehalt an einer Kombination von (a) Acrylates/Ceteth-20-itaconat
Copolymer, (b) Celluloseacetatphtalat und (c) HO-(CH
2CH
2O)
75-(CH(CH
3)CH
2O)
30-(CH
2CH
2O)
75-H.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymer (A) in einer Menge von 1,5 bis 10 Gew.% vorliegt.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer (B) in einer Menge von 0,1 bis 15 Gew.% vorliegt.
4. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass x für eine Zahl von 10 bis 40 steht.
5. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Monomerart des Copolymers (A) ausgewählt ist aus Acrylsäure, Methacrylsäure,
Acrylsäurealkylestern und Methacrylsäurealkylestern, wobei die Alkylgruppen 1 bis
10 C-Atome aufweisen.
6. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das haarfestigende Polymer (B) ausgewählt ist aus Polyvinylpyrrolidon, Vinylpyrrolidon/Vinylacetat
Copolymer, Vinylacetat/Crotonsäure Copolymeren, Terpolymeren aus Vinylacetat, Crotonat
und Vinylalkanoat, partialveresterten Copolymeren zwischen Vinylmethylether und Maleinsäureanhydrid,
Copolymeren aus Acryl- oder Methacrylsäure mit Alkylacrylaten und/oder N-Alkylacrylamiden
und Polystyrolsulfonaten, Copolymeren aus Alkylacrylamid, Alkylaminoalkylmethacrylat
und zwei oder mehr Monomeren ausgewählt aus Acrylsäure, Methacrylsäure oder deren
C1- bis C4-Alkylestern, wobei mindestens eines der Monomere eine Säuregruppe aufweist.
7. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es im wesentlichen frei ist von kationischen Polymeren.
8. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich mindestens einen Alkohol enthält ausgewählt aus einwertigen Alkoholen
mit 1 bis 4 C-Atomen und mehrwertigen Alkoholen mit 2 bis 5 C-Atomen.
9. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich mindestens ein haarfärbendens Pigment enthält.
10. Mittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente zu 0,01 bis 25 Gew.% enthalten sind und ausgewählt sind aus Metalloxiden,
Ultramarin, Glanzpigmenten, Metalleffekt-Pigmenten, Perlglanzpigmenten, Fluoreszenzpigmenten,
Phosphoreszenzpigmenten, Metallhydroxiden, Metalloxidhydraten, Mischphasenpigmenten,
schwefelhaltigen Silicaten, Metallsulfiden, komplexen Metallcyaniden, Metallsulfaten,
Metallchromaten, Metallmolybdaten, Bronzepigmenten, Carmine, Pigmenten auf Mica- oder
Glimmerbasis, welche mit einem Metalloxid oder einem Metalloxychlorid sowie gegebenenfalls
weiteren farbgebenden Stoffen wie Eisenoxiden, Eisenblau, Ultramarine, Carmine etc.
beschichtet sind und/oder wobei die Farbe durch Variation der Schichtdicke bestimmt
ist.
Claims for the following Contracting State(s): AT, BE, CH, CY, DK, ES, GB, GR, IE,
IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
1. Aqueous-based hair-treatment agent in gel form with a viscosity of at least 1000 mPa
s (measured at 25°C and a shear velocity of 50 s
-1), a pH greater than 7 and with a content of
(A) at least 0.5% by weight of a copolymer of a first type of monomer chosen from
itaconic acid monoesters of the general formula CH2=C(COOR1)CH2COOR2, where one of the substituents R1 and R2 is hydrogen and the other is the group -(CH2CH2O)x-R3, x is a number between 1 and 100, and R3 is a cetyl group, and a second type of monomer chosen from acrylate monomers and
(B) a content of at least 0.1% by weight of at least one hair-setting nonionic, anionic,
zwitterionic or amphoteric polymer.
2. Agent according to Claim 1, characterized in that the copolymer (A) is present in an amount of from 1.5 to 10% by weight.
3. Agent according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the polymer (B) is present in an amount of from 0.1 to 15% by weight.
4. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that x is a number from 10 to 40.
5. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that the second type of monomer of the copolymer (A) is chosen from acrylic acid, methacrylic
acid, acrylic acid alkyl esters and methacrylic acid alkyl esters, where the alkyl
groups have 1 to 10 carbon atoms.
6. Agent according to one of the preceding claims,
characterized in that the hair-setting polymer (B) is chosen from polyvinylpyrrolidone, vinylpyrrolidone/vinyl
acetate copolymer, vinyl acetate/crotonic acid copolymers, terpolymers of vinyl acetate,
crotonate and vinyl alkanoate, partially esterified copolymers between vinyl methyl
ether and maleic anhydride, copolymers of acrylic or methacrylic acid with alkyl acrylates
and/or N-alkylacrylamides and polystyrenesulphonates, copolymers of alkylacrylamide,
alkylaminoalkyl methacrylate and two or more monomers chosen from acrylic acid, methacrylic
acid or C1-C4-alkyl esters thereof, where at least one of the monomers has an acid group.
7. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that it is essentially free from cationic polymers.
8. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that it additionally comprises at least one alcohol chosen from monohydric alcohols having
1 to 4 carbon atoms and polyhydric alcohols having 2 to 5 carbon atoms.
9. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that it additionally comprises at least one hair-colouring pigment.
10. Agent according to Claim 9, characterized in that the pigments are present in amounts of from 0.01 to 25% by weight and are chosen
from metal oxides, ultramarine, lustre pigments, metal effect pigments, pearlescent
pigments, fluorescent pigments, phosphorescent pigments, metal hydroxides, metal oxide
hydrates, mixed phase pigments, sulphur-containing silicates, metal sulphides, complex
metal cyanides, metal sulphates, metal chromates, metal molybdates, bronze pigments,
carmine, pigments based on mica which are coated with a metal oxide or a metal oxychloride
and optionally further colour-imparting substances such as iron oxides, Prussian blue,
ultramarine, carmine etc. and/or where the colour is determined by varying the layer
thickness.
Claims for the following Contracting State(s): DE
1. Aqueous-based hair-treatment agent in gel form with a viscosity of at least 1000 mPa
s (measured at 25°C and a shear velocity of 50 s
-1), a pH greater than 7 and with a content of
(A) at least 0.5% by weight of a copolymer of a first type of monomer chosen from
itaconic acid monoesters of the general formula CH2=C(COOR1)CH2COOR2, where one of the substituents R1 and R2 is hydrogen and the other is the group -(CH2CH2O)x-R3, x is a number between 1 and 100, and R3 is a cetyl group, and a second type of monomer chosen from acrylate monomers and
-
(B) a content of at least 0.1% by weight of at least one hair-setting nonionic, anionic,
zwitterionic or amphoteric polymer
excluding a gel with a content of a combination of
(a) acrylates/ceteth-20 itaconate copolymer, (b) cellulose acetate phthalate and
(c) HO-(CH
2CH
2O)
75-(CH(CH
3)CH
2O)
30-(CH
2CH
2O)
75-H.
2. Agent according to Claim 1, characterized in that the copolymer (A) is present in an amount of from 1.5 to 10% by weight.
3. Agent according to Claim 1 or Claim 2,
characterized in that the polymer (B) is present in an amount of from 0.1 to 15% by weight.
4. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that x is a number from 10 to 40.
5. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that the second type of monomer of the copolymer (A) is chosen from acrylic acid, methacrylic
acid, acrylic acid alkyl esters and methacrylic acid alkyl esters, where the alkyl
groups have 1 to 10 carbon atoms.
6. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that the hair-setting polymer (B) is chosen from polyvinylpyrrolidone, vinylpyrrolidone/vinyl
acetate copolymer, vinyl acetate/crotonic acid copolymers, terpolymers of vinyl acetate,
crotonate and vinyl alkanoate, partially esterified copolymers between vinyl methyl
ether and maleic anhydride, copolymers of acrylic or methacrylic acid with alkyl acrylates
and/or N-alkylacrylamides and polystyrenesulphonates, copolymers of alkylacrylamide,
alkylaminoalkyl methacrylate and two or more monomers chosen from acrylic acid, methacrylic
acid or C1-C4-alkyl esters thereof, where at least one of the monomers has an acid group.
7. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that it is essentially free from cationic polymers.
8. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that it additionally comprises at least one alcohol chosen from monohydric alcohols having
1 to 4 carbon atoms and polyhydric alcohols having 2 to 5 carbon atoms.
9. Agent according to one of the preceding claims, characterized in that it additionally comprises at least one hair-colouring pigment.
10. Agent according to Claim 9, characterized in that the pigments are present in amounts of from 0.01 to 25% by weight and are chosen
from metal oxides, ultramarine, lustre pigments, metal effect pigments, pearlescent
pigments, fluorescent pigments, phosphorescent pigments, metal hydroxides, metal oxide
hydrates, mixed phase pigments, sulphur-containing silicates, metal sulphides, complex
metal cyanides, metal sulphates, metal chromates, metal molybdates, bronze pigments,
carmine, pigments based on mica which are coated with a metal oxide or a metal oxychloride
and optionally further colour-imparting substances such as iron oxides, Prussian blue,
ultramarine, carmine etc. and/or where the colour is determined by varying the layer
thickness.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s): AT, BE, CH, CY, DK,
ES, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
1. Composition de traitement capillaire sous forme de gel à base aqueuse ayant une viscosité
d'au moins 1 000 mPa.s (mesurée à 25°C et à une vitesse de cisaillement de 50 s
-1), un pH supérieur à 7 et ayant une teneur
(A) d'au moins 0,5 % en poids en un polymère à base d'un premier type de monomère,
choisi parmi les monoesters d'acide itaconique de formule générale CH2=C(COOR1)CH2COOR2, dans laquelle l'un des substituants R1 et R2 représente un atome d'hydrogène et l'autre représente le groupe - (CH2CH2O)x-R3, x représente un nombre compris entre 1 et 100, et R3 représente un groupe cétyle, et d'un second type de monomère choisi parmi les monomères
acrylate et
(B) une teneur d'au moins 0,1 % en poids en au moins un polymère non ionique, anionique,
zwitterionique ou amphotère, fixant les cheveux.
2. Composition selon la revendication 1, caractérisée en ce que le copolymère (A) est présent en une quantité de 1,5 à 10 % en poids.
3. Composition selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le copolymère (B) est présent en une quantité de 0,1 à 15 % en poids.
4. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que x représente un nombre allant de 10 à 40.
5. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le second type de monomère du copolymère (A) est choisi parmi l'acide acrylique,
l'acide méthacrylique, des esters alkyliques d'acide acrylique et des esters alkyliques
d'acide méthacrylique, les groupes alkyle ayant de 1 à 10 atomes de carbone.
6. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le polymère (B) fixant les cheveux est choisi parmi la polyvinylpyrrolidone, un copolymère
vinylpyrrolidone/acétate de vinyle, des copolymères acétate de vinyle/acide crotonique,
des terpolymères d'acétate de vinyle, crotonate et alcanoate de vinyle, des copolymères
entre l'éther vinylméthylique et l'anhydride maléique, partiellement estérifiés, des
copolymères d'acide acrylique ou méthacrylique avec des acrylates d'alkyle et/ou des
N-alkylacrylamides et des polystyrènesulfonates, des copolymères d'alkylacrylamide,
méthacrylate d'alkylaminoalkyle et de deux ou plus de deux monomères choisis parmi
l'acide acrylique, l'acide méthacrylique ou leurs esters alkyliques en C1-C4, au moins l'un des monomères comportant un groupe acide.
7. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle est pratiquement exempte de polymères cationiques.
8. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'additionnellement elle contient au moins un alcool choisi parmi les alcools monohydriques
ayant de 1 à 4 atomes de carbone et les alcools polyhydriques ayant de 2 à 5 atomes
de carbone.
9. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'additionnellement elle contient au moins un pigment colorant les cheveux.
10. Composition selon la revendication 9, caractérisée en ce que les pigments sont contenus à raison de 0,01 à 25 % en poids et sont choisis parmi
des oxydes métalliques, l'outremer, des pigments brillants, des pigments à effet métallique,
des pigments nacrés, des pigments fluorescents, des pigments phosphorescents, des
hydroxydes de métaux, des hydrates de métaux, des pigments en phases mixtes, des silicates
soufrés, des sulfures métalliques, des cyanures métalliques complexes, des sulfates
métalliques, des chromates métalliques, des molybdates métalliques, des pigments bronze,
des carmins, des pigments à base de mica qui sont enrobés d'un oxyde métallique ou
d'un oxychlorure métallique ainsi qu'éventuellement d'autres substances colorantes
telles que des oxydes de fer, le bleu de Prusse, des outremers, des carmins, etc.,
la couleur étant déterminée par une variation de l'épaisseur de couche.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s): DE
1. Composition de traitement capillaire sous forme de gel à base aqueuse ayant une viscosité
d'au moins 1 000 mPa.s (mesurée à 25°C et à une vitesse de cisaillement de 50 s
-1), un pH supérieur à 7 et ayant une teneur
(A) d'au moins 0,5 % en poids en un polymère à base d'un premier type de monomère,
choisi parmi les monoesters d'acide itaconique de formule générale CH2=C(COOR1)CH2COOR2, dans laquelle l'un des substituants R1 et R2 représente un atome d'hydrogène et l'autre représente le groupe - (CH2CH2O)x-R3, x représente un nombre compris entre 1 et 100, et R3 représente un groupe cétyle, et d'un second type de monomère choisi parmi les monomères
acrylate et
(B) une teneur d'au moins 0,1 % en poids en au moins un polymère non ionique, anionique,
zwitterionique ou amphotère, fixant les cheveux, à l'exception d'un gel ayant une
teneur d'une combinaison de (a) copolymère acrylates/itaconate de Ceteth-20, (b) phtalate
d'acétate cellulose et (c) HO-(CH2CH2O)75-(CH(CH3)CH2O)30-(CH2CH2O)75-H.
2. Composition selon la revendication 1, caractérisée en ce que le copolymère (A) est présent en une quantité de 1,5 à 10 % en poids.
3. Composition selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le copolymère (B) est présent en une quantité de 0,1 à 15 % en poids.
4. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que x représente un nombre allant de 10 à 40.
5. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le second type de monomère du copolymère (A) est choisi parmi l'acide acrylique,
l'acide méthacrylique, des esters alkyliques d'acide acrylique et des esters alkyliques
d'acide méthacrylique, les groupes alkyle ayant de 1 à 10 atomes de carbone.
6. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le polymère (B) fixant les cheveux est choisi parmi la polyvinylpyrrolidone, un copolymère
vinylpyrrolidone/acétate de vinyle, des copolymères acétate de vinyle/acide crotonique,
des terpolymères d'acétate de vinyle, crotonate et alcanoate de vinyle, des copolymères
entre l'éther vinylméthylique et l'anhydride maléique, partiellement estérifiés, des
copolymères d'acide acrylique ou méthacrylique avec des acrylates d'alkyle et/ou des
N-alkylacrylamides et des polystyrènesulfonates, des copolymères d'alkylacrylamide,
méthacrylate d'alkylaminoalkyle et de deux ou plus de deux monomères choisis parmi
l'acide acrylique, l'acide méthacrylique ou leurs esters alkyliques en C1-C4, au moins l'un des monomères comportant un groupe acide.
7. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle est pratiquement exempte de polymères cationiques.
8. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'additionnellement elle contient au moins un alcool choisi parmi les alcools monohydriques
ayant de 1 à 4 atomes de carbone et les alcools polyhydriques ayant de 2 à 5 atomes
de carbone.
9. Composition selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'additionnellement elle contient au moins un pigment colorant les cheveux.
10. Composition selon la revendication 9, caractérisée en ce que les pigments sont contenus à raison de 0,01 à 25 % en poids et sont choisis parmi
des oxydes métalliques, l'outremer, des pigments brillants, des pigments à effet métallique,
des pigments nacrés, des pigments fluorescents, des pigments phosphorescents, des
hydroxydes de métaux, des hydrates de métaux, des pigments en phases mixtes, des silicates
soufrés, des sulfures métalliques, des cyanures métalliques complexes, des sulfates
métalliques, des chromates métalliques, des molybdates métalliques, des pigments bronze,
des carmins, des pigments à base de mica qui sont enrobés d'un oxyde métallique ou
d'un oxychlorure métallique ainsi qu'éventuellement d'autres substances colorantes
telles que des oxydes de fer, le bleu de Prusse, des outremers, des carmins, etc.,
la couleur étant déterminée par une variation de l'épaisseur de couche.
