[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bildung eines Eckbereiches aus einer ebenflächigen
Platte, insbesondere Blechplatte, wie es im Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben
ist, sowie eine Anlage zum Bilden eines dreiseitig begrenzten Eckbereiches an einem
Bauteil, wie im Oberbegriff des Anspruches 7 beschrieben (Siehe z.B. DE-A 40 09 466).
[0002] Bevorzugt bezieht sie sich auf eine Anlage mit einer Verstellvorrichtung, angepaßt
an einen schachtelartigen Bauteil, die eine Verstellvorrichtung zur Einstellung einer
vorgeschobenen oder zurückgezogenen Stellung von zumindest einem Werkzeug oder einer
Rollenanordnung für eine exakte Einstellung des Werkzeuges oder der Rollenanordnung
in Übereinstimmung mit der Dicke des schachtelartigen Bauteils aufweist. Damit wird
eine hohe Genauigkeit der Abmessungen im Eckbereich des fertiggestellten schachtelartigen
Bauteils erreicht.
[0003] Bei Gehäusen zur Aufnahme von elektronischen Instrumenten, Kommunikationsvorrichtungen,
Schalttafeln und ähnlichem wird das Gehäuse aus einem ebenflächigen Plattenteil bzw.
einer Platte hergestellt. Dieser Typ von Gehäusen weist eine Öffnung im Hauptkörper
und einen auf der Öffnung positionierbaren Deckel auf. Der Deckel ist zum Öffnen und
Schließen ausgebildet. Der Deckel ist als schachtelartiger Bauteil aus einer Platte,
die einer Plattenbearbeitung unterworfen wird, hergestellt.
[0004] Wenn so ein Deckel oder dgl. auf dem Metallgehäuse vorzusehen ist, ist er ausgehend
von einer Platte in einen schachtelförmigen Bauteil umzuformen. Dazu werden viereckig
ausgebildete Ausnehmungen aus einer rechteckigen, plattenartigen normalen Metallplatte
in den vier Ecken hergestellt. Danach wird die Platte entlang der vier Seitenkanten
gefaltet, um die vier Seitenwände zu bilden. Weiters werden die entsprechenden Endteile
der gegenüberliegenden Seitenwände zusammengeschweißt, um einen Eckenbereich zu bilden.
Diese Eckenbereiche werden mittels einer Schleifmaschine etc. endbearbeitet.
[0005] Bekannte Herstellungsarten für schachtelartige Bauteile erfordern folgende Arbeitsschritte:
Wegschneiden der Materialteile der Platte in den vier Ecken derselben; Falten der
Platte entlang der vier Seitenkanten, um die Seitenwände zu bilden; Zusammenschweißen
der entsprechenden Endteile der einander benachbarten Seitenwände, um einen Eckbereich
zu formen und Endbearbeitung des Eckbereiches mit einer Schleifmaschine oder ähnlichem.
[0006] Daher werden die schachtelartigen Bauteile durch eine Kette derartiger Verformungsprozesse
mit diesen Eckbereichen versehen. Dies verursacht Unannehmlichkeiten, da so eine hohe
Anzahl von Arbeitsschritten die Herstellung der Eckbereiche bei einen solchen schachtelförmigen
Bauteil erschwert und dadurch die Kosten erhöht.
[0007] Aus den Dokumenten - DE-A 40 09 466 und DE 196 14 517 A - ist eine Eckenformmaschine
und ein Verfahren für die Herstellung schachtelförmiger Bauteile bekannt. Bei dieser
Vorrichtung zum Biegen und Profilieren von Ecken wird ein plattenförmiges Werkstück
mittels einer Rolle als Biegewerkzeug so verformt, daß eine dreiseitig begrenzte Ecke
einer Fläche gebildet wird. Zum Niederhalten des Werkstückes auf dem Werkzeug wird
ein in seiner Grundform rechteckig ausgebildeter Niederhalter verwendet. Das derart
fixierte plattenförmige Werkstück wird dann mit einer sanduhrförmig ausgebildeten
Rolle, die als Walzwerkzeug dient, verformt. Der Niederhalter und das Werkzeug sind
in der das umzuformende Blech aufnehmenden Ebene gegeneinander versetzt. Dies bedeutet,
daß die Vertikalseitenflächen der Formplatte auch in ihrer zu verformenden blechfestklemmenden
Position des Niederhalters über die parallel dazu verlaufenden Seitenflächen derselben
vorragt. Mit dem Niederhalter wurde die vollständige Abdeckung des Eckbereiches durch
den Niederhalter, wird jedoch das Material in diesem Bereich daran gehindert, gestreckt
zu werden, so daß Risse in dem Eckbereich entstehen können, die sowohl von ästhetischen
als auch aus sicherheitstechnischen Gründen nicht akzeptabel sind.
[0008] Dem gemäß war nach der weiteren DE 196 14 517 A vorgesehen, daß die gegenüberliegenden
vertikalen Seitenflächen des Werkzeuges und des Niederhalters um ein horizontales
Maß zueinander versetzt sind und darüber hinaus die des Niederhalters abgeschrägt
ist. Nachteilig ist hierbei, daß zwischen der die Verformung des Bauteils bewirkenden
Walze und dem Niederhalter der Bauteil nicht festgehalten ist und beim Walzvorgang
in diese Richtung ausweichen kann, so daß es zu Verwerfungen im Bereich des ebenflächigen
Plattenteils eines schachtelartigen Bauteils kommen kann.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung
von Ecken in schachtelförmigen Bauteilen, die aus ebenflächigen Platten hergestellt
werden, zu schaffen, welches mit möglichst geringem Aufwand für die Nachbearbeitung
ein exaktes Herstellen von Eckbereichen für schachtelartige Bauteile mit unterschiedlichsten
Außenabmessungen und Dicken ermöglicht sowie eine Anlage zur Herstellung solcher schachtelförmiger
Bauteile zu schaffen, mit der an ebenflächigen Platten oder an im Randbereich vorgeformten
Plattenteilen unterschiedlich ausgebildete Eckbereiche hergestellt werden können.
[0010] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 und die Anlage
gemäß Anspruch 7 jeweils eigenständig gelöst.
[0011] Das Verfahren nach Anspruch 1 erlaubt mit Vorteil eine gratlose Beschneidung des
Überstandes zwischen den den Eckbereich ausbildenden Stirnkanten der Seitenwände des
Bauteils. Dadurch, daß die zueinander beweglichen Schneideelemente in der gleichen
Ebene wie die Richtfläche angeordnet sind, ist auch bei Toleranzen beim Herstellen
der Seitenwände durch Abkanten ein Versatz in den beiden den Eckbereich bildenden
Seitenwänden in Höhenrichtung beim Beschneiden des Überstandes ausgleichbar.
[0012] Vorteilhafte Maßnahmen beschreiben auch die Ansprüche 2 bis 6 zur Erzielung qualitativ
hochwertiger Bauteile.
[0013] Vorteilhaft ist dabei eine Ausgestaltung einer Anlage nach Anspruch 7, da dadurch
die Schneideelemente exakt an den tatsächlichen Verlauf der Seitenkanten anschließen
und an den Übergangsbereich der Überstände angepaßt werden können, ohne daß eine manuelle
Nachpositionierung erforderlich ist.
[0014] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Rollenanordnung und ein Werkzeug entsprechend einer möglichen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung in Draufsicht, vereinfacht und vergrößert;
- Fig. 2
- einen wesentlichen Teil der Eckenformeinrichtung in Seitenansicht;
- Fig. 3
- einen wesentlichen Teil der Eckenformeinrichtung und einen schachtelförmigen Bauteil
in Draufsicht;
- Fig. 4
- ein feststehendes und eine bewegliches Schneideelement in schaubildlicher Darstellung,
schematisch und vergrößert;
- Fig. 5
- eine Abkantmaschine in Stirnansicht;
- Fig. 6
- die Abkantmaschine nach Fig. 5 in Seitenansicht, geschnitten;
- Fig. 7
- eine Vorbereitung der Eckbereiche einer Platte in schematischer Darstellung;
- Fig. 8
- die relative Lage zwischen der Rollenanordnung und dem Werkzeug vor der Herstellung
der Eckbereiche in Seitenansicht;
- Fig. 9
- die relative Lage zwischen der Rollenanordnung und dem Werkzeug während der Herstellung
des Eckbereiches in Seitenansicht;
- Fig. 10
- die relative Lage zwischen der Rollenanordnung und dem Werkzeug nach der Herstellung
des Eckbereiches;
- Fig. 11
- die relative Lage zwischen der Schneidplatte und dem Werkzeug während der Entfernung
der Ausschweifung (des Überstandes) im Eckbereich;
- Fig. 12
- einen wesentlichen Bereich des schachtelartigen Bauteiles, bevor die Eckbereiche des
schachtelartigen Bauteils hergestellt sind, in einer vergrößerten, schaubildlichen
Darstellung;
- Fig. 13
- zeigt einen wesentlichen Teil des schachtelartigen Bauteils, nachdem die Eckbereiche
des schachtelartigen Bauteiles hergestellt sind, in einer vergrößerten schaubildlichen
Darstellung;
- Fig. 14
- zeigt einen wesentlichen Teil des schachtelartigen Bauteiles, nachdem die Ausschweifungen
(Überstände) im Eckbereich weggeschnitten sind, in einer vergrößerten schaubildlichen
Darstellung;
- Fig. 15
- den schachtelförmigen Bauteil mit einem fertiggestellten Eckbereich in perspektivischer
Darstellung;
- Fig. 16
- eine Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung der Rollenanordnung und ein Werkzeug
in Draufsicht, in schematischer und vergrößerter Darstellung;
- Fig. 17
- eine weitere Ausführungsvariante der Rollenanordnung in Stirnansicht und schematischer
Darstellung;
- Fig. 18
- die Rollenanordnung nach Fig. 17 im Schnitt gemäß den Linien 18 - 18 in Fig. 17;
- Fig. 19
- eine weitere Ausführungsvariante des Werkzeuges in schaubildlicher Darstellung;
- Fig. 20
- einen wesentlichen Teil einer weiteren Ausführungsform des Werkzeuges in schaubildlicher,
vergrößerter Darstellung,
- Fig. 21a
- einen Nutbereich des Werkzeuges im Schnitt, schematisch;
- Fig. 21b
- einen Nutbereich des Werkzeuges im Schnitt, schematisch;
- Fig. 22
- eine weitere Ausbildung einer Eckenformeinrichtung in Ansicht;
- Fig. 23
- die Eckenformeinrichtung nach Fig. 22 in Draufsicht, teilweise geschnitten;
- Fig. 24
- eine Detaildarstellung der Eckenformeinrichtung in Draufsicht;
- Fig. 25
- die Eckenformeinrichtung, geschnitten gemäß den Linien XXV-XXV in Fig. 24;
- Fig. 26
- eine weitere Ausbildung einer erfindungsgemäßen Schneidevorrichtung, geschnitten gemäß
den Linien XXVI-XXVI in Fig. 27;
- Fig. 27
- die Schneidevorrichtung nach Fig. 26 in Draufsicht, in schematischer Darstellung;
- Fig. 28
- eine andere Ausführung einer erfindungsgemäßen Schneidevorrichtung in schematischer
Darstellung;
- Fig. 29
- eine weitere Ausführung einer Rollenanordnung mit der Niederhaltevorrichtung die erfindungsgemäße
Eckenformeinrichtung, geschnitten.
[0016] Einführend sei festgehalten, daß in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0017] Es zeigen Figur 1 bis 15 eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0018] In den Figuren 2 und 3 zeigt das Bezugszeichen 2 einen schachtelartigen Bauteil;
und 4 eine Eckenformeinrichtung.
[0019] Wie in Fig. 7 gezeigt, wird der schachtelartige Bauteil 2 aus einer Platte S hergestellt,
die durch Walzen verformbar ist, wie eine Stahlplatte, eine Aluminiumplatte, eine
rostfreie Stahlplatte, eine Kupferplatte oder dgl. Wie aus Fig. 15 ersichtlich, ist
ein ebener Plattenteil 6 der Platte S entlang der vier Seitenkanten gekantet, um vier
Seitenwände 8 zu bilden. Dadurch wird die Platte S in den schachtelförmigen Bauteil
2 umgeformt.
[0020] Betrachtet man nun Fig. 2, so ist die Eckenformeinrichtung 4 mit einer Arbeitsplatte
14 ausgestattet. Die Arbeitsplatte 14 wird in horizontaler Richtung von einem Rahmen
12 getragen. Die Eckenformeinrichtung 4 ist ferner mit einem im wesentlichen mehreckigen
plattenartigen Werkzeug 16 ausgestattet. Das Werkzeug 16 ist auf der Arbeitsplatte
14 fixiert. Das Werkzeug 16 entsprechend dem vorliegenden Ausführungsbeispiel und
ist mit einer quadratischen Plattenform ausgestattet. Das Werkzeug 16 ist mit einem
Zentrierbolzen 24 auf einem Lagerblock 18 der Arbeitsplatte 14 befestigt, wobei Stifte
20 in den Lagerblock 18 eingefügt werden und zusätzlich Zwischenlager 22 dazwischen
angeordnet sind.
[0021] Des weiteren ist eine Verstellvorrichtung 26 auf der Arbeitsplatte 14 angeordnet.
Die Verstellvorrichtung 26 legte eine Position fest, wo eines der beiden, nämlich
das Werkzeug 16 oder die nachstehend beschriebene Rollenanordnung 42 montiert ist.
Wie in Fig. 1 dargestellt, umfaßt die Verstellvorrichtung 26 die Zwischenlager 22
und manuell verstellbare Gewindespindeln 28. Die Gewindespindeln 28 sind zwischen
der Arbeitsplatte 14 und den Zwischenlagen 22 angeordnet. Die Gewindespindeln 28 können
manuell verdreht werden, wodurch ein vorgeschobener oder zurückgezogener Abstand des
Werkzeuges 16 eingestellt werden kann (siehe Pfeil in Fig. 1).
[0022] Das Werkzeug 16 weist im wesentlichen eine quadratische Form mit horizontalen Ober-
und Unterseiten 30, 32 und vier Seitenflächen 34 auf. Diese vier Seitenflächen 34
stehen in Verbindung mit der Ober- und Unterseite 30, 32.
[0023] Das Werkzeug 16 ist mit einer Formfläche 36 für die Herstellung des Eckbereiches
10 einer Ecke des schachtelförmigen Bauteiles 2 ausgebildet. Die Formfläche wird durch
die Oberseite 30 in einer Ecke des Werkzeuges 16 und zwei Seitenflächen 34, die mit
dieser Oberseite 30 kommunizieren, gebildet. Das Werkzeug ist weiters mit einem Schneideelement
38 zum wegschneiden der Ausschweifung 66 bzw. eines Überstandes (siehe Fig. 13) von
dem endgültig geformten Endbereich des schachtelförmigen Bauteils 2 versehen. Das
Schneidelement 38 ist in einem Bereich einer Ecke an einer Unterseite 32 des Werkzeuges
16 angeordnet, in dem die beiden Seitenflächen 34 die mit der zuvor genannten Unterseite
32 verbunden sind. Eine Antriebsanordnung 40 für das Schneideelement 38 bewegt das
Schneideelement 38 im Bereich der Unterseite 22 zur Seitenwand 8 des schachtelartigen
Bauteiles 2 oder von dieser weg.
[0024] Die Eckenformeinrichtung 4 ist weiters mit einer im wesentlichen gegenüberliegenden
kreiskonusartigen Rollenanordnung 42 versehen. Die Rollenanordnung 42 wird entlang
der zwei Seitenflächen 34, die die Formfläche 36 an einer Ecke des Werkzeuges 16 bilden,
entlangbewegt. Die Rollenanordnung 42 bildet im wesentlichen eine Doppelkreiskonusfunktion,
in welcher ein Paar Kreiskonusteile 44 an Ihren Spitzen (Scheitelpunkten) miteinander
verbunden sind. Eine Antriebseinrichtung 46 für die Rollenanordnung 42 bewegt diese
entlang der beiden Seitenflächen 34, die die Formfläche 36 bilden.
[0025] Die Rollenanordnung 42 dazu ist mit zwei Druckflächen 48 versehen. Wenn die Rollenanordnung
42 entlang der beiden Seitenflächen 34, die die Formfläche 36 bilden, bewegt wird,
dann verformen die Druckflächen 48 die Ausschweifungen 66 bzw. Überstände des schachtelförmigen
Bauteils 2 in einer Ecke davon derartig, daß die Ausschweifungen bzw. der Überstand
66 in einem unmittelbar anliegenden Kontakt mit den beiden Seitenflächen 34 und der
Bildung eines Eckbereiches 10 treten. Die Druckflächen 48 sind mit einer Kreiskonusfläche
gebildet, die in gegengleichen Richtungen geneigt sind, aber sich kontinuierlich zueinander
auf die Spitze zu erstrecken. Die Rollenanordnung 42 entsprechend dem vorliegenden
Ausführungbeispiel ist so angeordnet und ausgebildet, daß sie sich im Bezug zu den
beiden Seitenflächen 34 nicht verdrehen kann.
[0026] Die Eckenformeinrichtung 4 ist weiters mit einer Abstützplatte 50 versehen. Die Abstützplatte
50 kann der Höhe nach bis zur Unterseite 32 in einem Eck des Werkzeuges 16 nach unten
verstellt werden. Wie in den Fig. 2 bis 4 dargestellt, ist die Abstützplatte 50 mit
einer Oberund Unterseite 52, 54 und zwei Innenflächen 56 versehen, die sich gegenüberliegend
zu den vorgenannten Seitenflächen 34 befinden. Ein Verstellantrieb 58 für die Abstützplatte
50 bewegt die Abstützplatte 50 auf die Seitenflächen 34 des Werkzeuges 16 zu und von
dieser weg.
[0027] Die Abstützplatte 50 hat eine Schnittkante 60, die in einem Bereich, in dem die Unterseite
54 in die Innenfläche 56 ineinander übergeht, angeordnet ist. Wenn die Schnittkante
60 in Richtung der Seitenflächen 34 des Werkzeuges 16 bewegt wird, halten das Werkzeug
16 und die Abstützplatte 50 die Seitenwand 8 des schachtelartigen Bauteils 2. Demzufolge
schneidet die Schnittkante 60 die Ausschweifung 66 bzw. den Überstand des fertiggeformten
Eckbereichs 10 des schachtelartigen Bauteils 2 in Verbindung mit dem Schneideelement
38 weg, wenn die Antriebsanordnung 40 für das Schneideelement 38 das Schneidelement
38 entlang der Unterseite 32 des Werkzeuges 16 bewegt.
[0028] Das Bezugszeichen 62 bezeichnet eine Niederhaltevorrichtung, die den ebenen Plattenteil
6 des schachtelartigen Bauteils 2 von einer Oberseite her hält. Das Bezugszeichen
64 bezeichnet eine Antriebsmechanik für die Niederhaltevorrichtung 62.
[0029] Nachfolgend wird nun der Verfahrensablauf der vorstehend erläuterten Einrichtung
beschrieben.
[0030] Wenn der schachtelförmige Bauteil 2 mit einem Eckbereich 10 unter Verwendung der
Eckenformeinrichtung 4 hergestellt wird, ist die Vorbearbeitung vorher bereits, wie
in Fig. 7 dargestellt, abgeschlossen. Im Detail wird der ebene Plattenteil 6 der quadratischen
plattenförmigen Platte S mit guten Walzverformungseigenschaften entlang der vier Seitenkanten
gekantet, so daß vier Seitenwände 8 gebildet werden. Der schachtelartige Bauteil 2
hat die Ausschweifungen (Überstand) 66, der in jeder Ecke hergestellt ist.
[0031] Wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt, kann die vorstehend genannte Vorbehandlung mit einer
Abkantpresse 68 ausgeführt werden. Die Abkantpresse 68 ist mit einem Gesenk 72 und
einem Prägestempel 74 versehen. Das Gesenk 72 ist auf einem Hauptkörper 70 fixiert.
Der Prägestempel 74 wird in Richtung des Gesenkes 72 bewegt.
[0032] Das Gesenk 72 ist mit einem V-förmig gestalteten Nutbereich 76 hergestellt, bei welchem
die Höhe "H" mit der Höhe der Seitenwand 8 des schachtelartigen Bauteils 2 übereinstimmt.
Der Nutbereich 76 hat einen Formbereich 78, der im Bereich beider Enden vorgesehen
ist, somit in Bereichen, die den Eckbereichen 10 des schachtelartigen Bauteils 2 entsprechen.
Der Formbereich 78 hat eine Höhe "h1", die größer ist als die Höhe "h". Der Prägestempel
74 ist mit einem Vorsprung 80 mit V-förmigem Querschnitt versehen, der mit dem Nutbereich
76 übereinstimmt. Eine Antriebsvorrichtung 82 treibt den Prägestempel zur Verstellung
in Richtung des Gesenkes 72 an. Wie in Fig. 7 dargestellt, ermöglicht die Abkantpresse
78, daß der ebene Plattenteil 6 der Platte S entlang seiner vier Seitenkanten abgekantet
werden kann, um dabei vier Seitenwände unter Verwendung der nachfolgenden zwei Komponenten
herzustellen:
das Gesenk 72, welches den Nutbereich 76 mit den V-förmigen Querschnitt und den Formbereich
78 im Bereich der beiden Enden aufweist und den Prägestempel 74, der den Vorsprung
80 mit den V-förmigen Querschnitt aufweist. Wie in Fig. 12 dargestellt, formen die
Formbereiche 78 des Gesenkes 72 die Ausschweifungen 66 bzw. die Überstände in jedem
Eck des schachtelförmigen Bauteils 2, wo die entsprechenden Enden zweier benachbarter
Seitenwände aneinanderstoßen.
[0033] Wenn der Vorformvorgang unter Verwendung der Abkantpresse 68 beendet ist, dann werden
die Gewindespindeln 28 der Verstellvorrichtung 26 manuell verschwenkt, wobei ein vorragender
oder zurückgezogener Abstand des Werkzeuges 16 - wie durch den Pfeil in Fig. 1 gezeigt
- eingestellt wird.
[0034] Wie in Fig. 8 gezeigt, werden die Seitenwände 8 der Platte 1 in einem Eck davon gegen
die Seitenflächen 34 des Werkzeuges 16 der Eckenformeinrichtung 4 in deren Eck positioniert,
wobei die Seitenflächen 34 die Formfläche 36 bilden. Dabei können die Ausschweifungen
66 nach außen über das Werkzeug 16 vorstehen, während mit der Antriebsmechanik 64
die Niederhaltevorrichtung 62 verstellt wird. Als Ergebnis dieser Verstellung wird
der ebene Plattenteil 6 der Platte S auf die Oberseite 30 des Werkzeuges 16 gepreßt
und die Platte S ist dabei auf der Oberseite 30 fixiert.
[0035] Nachdem die Eckenformeinrichtung 4 die Platte S am Werkzeug 16 hält, bewegt, wie
in Fig. 9 dargestellt, die Antriebseinrichtung 46 die Rollenanordnung 42 in Richtung
des Pfeils (abwärts in Fig. 9) entlang der beiden Seitenflächen 34, die die Formflächen
36 bilden, während die Druckflächen 48 der Rollenanordnung 42 in Kontakt mit den Seitenwänden
8 der Platte 1 gehalten werden. Dies führt dazu, daß die Ausschweifung 66 (Überstand),
die über das Werkzeug 16 vorsteht, soweit nach unten gebogen wird und soweit verformt
wird, daß sie in eng anliegenden Kontakt mit den beiden Seitenflächen 34 steht.
[0036] In der Eckenformeinrichtung 4 wird durch das Bewegen der Rollenanordnung 42 in die
in Fig. 10 gezeigte Position der Eckbereich 10 an dem schachtelartigen Bauteil 2 hergestellt.
[0037] Wie in Fig. 11 gezeigt, bewegt der Verstellantrieb 58 die Abstützplatte 50 in Richtung
der Seitenflächen 34 des Werkzeuges 16, während das Werkzeug 16 und die Druckflächen
48 der Rollenanordnung 42 die Seitenwände 8 des schachtelartigen Bauteils 2 in Position
halten. Dann bewegt die Antriebsanordnung 40 das Schneideelement 38 entlang der Unterseite
32 des Werkzeuges 16. Dann schneidet die Schnittkante 60 der Abstützplatte 50 die
Ausschweifung 66 bzw. den Überstand vom fertiggeformten Eckbereich 10 im Zusammenwirken
mit dem Schneideelement 38 weg.
[0038] Wie aus den Fig. 14 und 15 zu ersehen ist, ist der schachtelförmige Bauteil 2, der
die genannten Eckbereiche aufweist, nach dem Entfernen der Ausschweifung 66 bzw. des
Überstandes fertiggestellt.
[0039] Die Verstellvorrichtung 26 ermöglicht eine Einstellung einer vorgeschobenen oder
zurückgezogenen Distanz des Werkzeuges 16 und ermöglicht derart eine entsprechende
Positionierung des Werkzeuges 16 in Abhängigkeit der Dicke des schachtelartigen Bauteils
2 für eine hohe Genauigkeit der Dimensionen des Eckbereiches 10 des fertiggestellten
schachtelartigen Bauteils 2 und eine hohe Wirtschaftlichkeit der Eckenformeinrichtung
4.
[0040] Zusätzlich bringt der Verstellantrieb 58 die Abstützplatte 50 dann, wenn die Ausschweifung
66 oder der Überstand vom hergestellten Eckbereich 10 entfernt ist, in Richtung der
Seitenfläche 34 des Werkzeuges 16. Dann hält das Werkzeug 16 und die Druckfläche 48
der Rollenanordnung 42 die Seitenwand 8 des schachtelartigen Bauteils 2. Weiters bewegt
die Antriebsanordnung 40 das Schneideelement 38 entlang der Unterseite 32 des Werkzeuges
16. Dabei schneidet die Schnittkante 60 die Abstützplatte 50 in Verbindung mit dem
Schneideelement 38 die Ausschweifung 66 bzw. den Überstand.
[0041] Beim Vergleich mit bekannten Vorrichtungen ermöglicht die Eckenformeinrichtung 4
für den schachtelartigen Bauteil 2 einen einfachen Umformprozeß und ermöglicht, den
schachtelartigen Bauteil 2 mit den Eckbereichen 10 auszustatten. Des weiteren ermöglicht
die Eckenformeinrichtung 4 die Herstellung der Eckbereiche 10 des schachtelartigen
Bauteils 2 mit einer erheblichen Reduktion an Kosten.
[0042] Die Eckenformeinrichtung 4 für den schachtelartigen Bauteil 2 entsprechend der vorliegenden
Erfindung ist nicht an die vorstehende Beschreibung gebunden, sondern sind beliebige
Anpassungen oder Veränderungen möglich, z.B. die Verstellvorrichtung 26 entsprechend
zu dieser Ausführungsform mit den manuell verstellbaren Gewindespindeln 28 zum Einstellen
einer vorgeschobenen oder zurückgezogenen Distanz des Werkzeuges 16. Alternativ kann
hier eine motorisch angetriebene Positioniervorrichtung 92 vorgesehen sein.
[0043] Im Detail, wie dargestellt in Fig. 16, weist der Verstellantrieb 58 eine nichtgezeigte
Motoranordnung auf. Ein konischer Wellenabschnitt 92-1, der mit dem Motorantrieb hin
und her verstellt werden kann und ein Übertragungsglied 92-2 zur Verbindung des konischen
Wellenabschnitt 92-1 mit dem Werkzeug 16. Die Motoranordnung bringt den konischen
Wellenabschnitt 92-1 in hin- und hergehende Bewegung, wobei diese Bewegung dann auf
dieses Werkzeug 16 dann mit den Übertragungsgliedern 92-2 auf das Werkzeug übertragen
wird, wobei die Einstellung eines zurückgezogenen oder vorgeschobenen Abstandes des
Werkzeuges 16 erzielt wird. Derart ermöglicht der Motorantrieb eine Einstellung des
vorgeschobenen oder zurückgezogenen Abstandes des Werkzeuges 16 und eine entsprechende
Positionierung des Werkzeuges 16 in Abhängigkeit von der Dicke des schachtelartigen
Bauteils 2 und eine exakte Abmessung des Eckbereiches 10 des fertiggestellten schachtelartigen
Bauteils 2 und hohe Wirtschaftlichkeit der Eckenformeinrichtung 4.
[0044] Anstelle dessen kann auch ein Paar von Positioniermitteln 94 im Bereich der Rollenanordnung
42 vorgesehen sein. Speziell, wie in Fig. 17 und 18 gezeigt, kann das Positioniermittel
94 ein Paar von keilartigen Mitteln 94-1, ein Paar Verstellmittel 94-3, welche auf
entsprechend geneigten Oberflächen 94-2 der keilförmigen Mittel 94-1 gleiten und ein
Paar von Bewegungskontrollteilen 94-4 zur Bewegung der entsprechenden Verstellmittel
94-3 aufweisen.
[0045] Wenn der Positioniermechanismus 94 aktiviert wird, werden die Bewegungskontrollteile
94-4 in eine vorbestimmte Richtung verdreht, wobei sie die beweglichen Verstellmittel
94-3 derart bewegen, daß die beweglichen Verstellmittel 94-3 auf der geneigten Oberfläche
94-2 gleiten. In diesem Fall kann die Rollenanordnung 42, die mit den beweglichen
Verstellmitteln 94-3 verbunden ist, in Relation zum Werkzeug positioniert werden.
[0046] Als eine weitere Variante kann das Positioniermittel 94 benachbart zu beiden, nämlich
Werkzeug 16 und Rollenanordnung 42 vorgesehen sein, um eine höhere Genauigkeit in
Abhängigkeit vom Formatierungsprozeß und dem schachtelartigen Bauteil 2 mit Ecken
zu erzielen. Dieses System erlaubt eine weitere Verbesserung der Verarbeitbarkeit
bzw. des Bearbeitungsgrades.
[0047] Des weiteren ist entsprechend zu der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bei
der Ausformung des Werkzeuges 16 nur eine Art der Formfläche 36 ausgeformt, durch
die Oberseite in einer Ecke des Werkzeuges 16 und zwei Seitenflächen 34, die mit dieser
vorherigen Oberseite kommunizieren. Alternativ ist es z.B. - wie in Fig. 19 dargestellt
- möglich, das quadratisch ausgebildete Werkzeug 16 mit einer bis vier Formflächen
96-1, 96-2, 96-3 und 96-4 in den Ecken davon, z.B. den vier Ecken derselben, auszuformen.
Diese Formflächen unterscheiden sich in den Dimensionen voneinander.
[0048] In dem obgenannten Werkzeug 16 wird ein Zentrierbolzen 24 aus einem zentralen Bereich
desselben herausgezogen und dann wird das Werkzeug 16 zu einer vorbestimmten Position
des Werkzeuges 16 verschwenkt, bevor das Werkzeug 16 unter Verwendung der Stifte 20
und des Zentrierbolzens 24 wieder fixiert wird. Mit dieser Vorgangsweise ist es möglich,
die Dimensionen in den Eckbereichen 10 des schachtelartigen Bauteils 2 einfach zu
verändern, mit einer damit verbundenen Erhöhung des Komforts bei der Verwendung.
[0049] Wird ein biegsames Metallmaterial, wie z.B. Aluminium, für den schachtelartigen Bauteil
2 verwendet, entsteht bei der Abwärtsbewegung des verformbaren Metallmaterials, z.B.
die schwerkraftbezogene Materialverlagerung, wenn das schachtelartige Bauteil 2 mit
den Eckbereichen 10 ausgeformt wird. Wie in Fig. 20 gezeigt, kann das Werkzeug 16
mit einer Vielzahl von horizontalen nutförmigen Bereichen 98 in jeder der Ecken versehen
sein.
[0050] Diese nutförmigen Bereiche 98 können zu Nutbereichen 98-1 mit einem dreieckigen Querschnitt,
wie in Fig. 21a gezeigt, oder Nutbereichen 98-2 mit einem bogenförmigen Querschnitt,
wie in Fig. 21b gezeigt, hergestellt werden. Dann, wenn der schachtelförmige Bauteil
2 mit den Eckbereichen 10 durch die Rollenanordnung 42 hergestellt wird, wird jedes
Eck des schachtelartigen Bauteils 2 in die nutförmigen Bereiche 98 gepreßt, wodurch
die schwerkraftbezogene Materialverlagerung entsprechend verhindert wird. Diese Ausführungsvariante
verhindert alle Nachteile hinsichtlich der Genauigkeit des Öffnungswinkels in den
Eckbereichen 10 des schachtelförmigen Bauteils 2 und schafft des weiteren vorteilhafte
Möglichkeiten, einen schachtelartigen Bauteil 2 mit Eckbereichen 10 auszubilden.
[0051] Wie in der vorstehenden Beschreibung der vorliegenden Erfindung dargelegt, umfaßt
die vorliegende Erfindung eine Eckenformeinrichtung 4 mit einer Verstellvorrichtung
26 zur Anpassung an einen schachtelförmigen Bauteil 2 und ein Verfahren zu Bildung
einer dreiseitig begrenzten Ecke aus einem ebenflächigen, plattenförmigen Material,
insbesondere Blech, bei dem die der Ecke benachbarten Seitenränder über einen Großteil
Ihrer Längserstreckung parallel zum ebenflächigen Plattenteil 6 abgekantet werden
und im Bereich auf die zu bildende Ecke von dem abgekanteten Seitenrand bis zur Ebene
des ebenflächigen Plattenteiles 6 in einen geschwungenen Verlauf umgeformt werden,
worauf der vorgeformte Zuschnitt in dem geschwungen verlaufenden Übergangsbereich
mit zumindest einer den Eckbereich 10 zwischen den Seitenrändern überdeckenden Rollenanordnung
42 gegen eine Matrizenplatte gepreßt und die Ecke durch Materialumformung ausgeformt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenränder im Bereich der Ecke über Ihre gesamte
Höhe an die umlaufenden Stirnseitenflächen der Matrizenplatten angepreßt werden. Daher
ermöglicht die Verstellvorrichtung 26 eine Verstellung in vorspringende oder rückspringende
Abstände von zumindest einem Werkzeug 16 und einer Rollenanordnung 42 eine entsprechende
Positionierung des Werkzeuges 16 in Abhängigkeit der Dicke des schachtelförmigen Bauteils
2 und eine hohe Dimensionsgenauigkeit der Eckbereiche 10 des fertiggestellten schachtelförmigen
Bauteils 2 und eine hohe Wirtschaftlichkeit der Eckenformeinrichtung 4. Zusätzlich
ermöglicht die Eckenformeinrichtung 4 im Vergleich zu den bisher bekannten Vorrichtungen
abgestimmt auf den schachtelartigen Bauteil 2 entsprechend der vorliegenden Erfindungen
einen sehr einfachen Formprozeß und ermöglicht, den schachtelförmigen Bauteil 2 mit
Winkelteilen zu versehen. Darüber hinaus ermöglicht eine solche Vorrichtung die Herstellung
der Eckbereiche 10 in dem schachtelförmigen Bauteil 2 mit einer erheblichen Reduzierung
der Kosten.
[0052] In den gemeinsam beschriebenen Fig. 22 und 23 ist eine weitere Ausbildung einer Anlage
101 mit der Eckenformeinrichtung 4 für das Umformen von ebenflächigen, plattenförmigen
Materialien, insbesondere des Bauteils 2, gezeigt, wobei für bereits vorhergehend
beschriebene Elemente dieselben Bezugszeichen verwendet werden. Derartige Anlagen
101 werden im speziellen für die Herstellung von dreiseitig begrenzten Ecken am Bauteil
2, z.B. für die Herstellung von Kästen, Deckeln, Türen etc., z.B. Installationsschränken
etc., aus plattenförmigen Zuschnitten verwendet. Ein auf einer Aufstandsfläche 103
abgestütztes Maschinengestell 104 der Anlage 101 besteht im wesentlichen aus einem
senkrecht auf der Aufstandsfläche 103 ausgerichteten Tragrahmen 105, der plattenförmigen
und parallel zur Aufstandsfläche 103 verlaufenden Arbeitsplatte 14, einer Führungsvorrichtung
107 mit einer dieser zugeordneten Arretiervorrichtung 108 und eine bedarfsweise öffenbare
und/oder schließbare, eine Sicherheitseinrichtung bildende Sicherheitstür 109 mit
der zweckmäßig dieser zugeordneten Niederhaltevorrichtung 62. Die mit dem Tragrahmen
105 lösbar oder z.B. durch Schweißung unlösbar verbundene zweckmäßig plattenförmige
Arbeitsplatte 14 wird bevorzugt an einer der Aufstandsfläche 103 abgewandten Oberseite
111 mit einer Verstellvorrichtung 112 und einer Schneidevorrichtung 113 ausgestattet.
Die zweckmäßig aus Stahl gefertigte Arbeitsplatte 14 besitzt einen etwa rechteckigen
Grundriß mit einer Breite 114 und einer zu dieser im rechten Winkel gemessene Länge
115. Das der Verstellvorrichtung 112 zugeordnete Werkzeug 16 ist relativ zu der Rollenanordnung
42 verstellbar. Die etwa im Bereich der halben Breite 114 senkrecht auf die Arbeitsplatte
14 ausgerichtete Führungsvorrichtung 107 wird durch zumindest zwei voneinander beabstandete
Führungselemente 118 gebildet. Die von der Führungsvorrichtung 107 über eine Verbindungsvorrichtung
119 adaptierte Arretiervorrichtung 108, wird durch zwei zueinander in Richtung der
Länge 115 beabstandete plattenförmige Trägerelemente 120 mit der zwischen diesen angeordneten
Rollenanordnung 42 gebildet. Zweckmäßig wird die Rollenanordnung 42 von den in den
Trägerelementen 120 eingepreßten Lagerungselementen drehbeweglich gelagert. Durch
die Verbindung der beiden Trägerelemente 120 mit einem weiteren Verbindungselement
wird eine kompakte, die Arretiervorrichtung 108 bildende Baueinheit geschaffen, die
von der Verbindungsvorrichtung 119 gehalten wird. Die Verbindungsvorrichtung 119 ist
über eine manuell und/oder automatisch und/oder halbautomatisch betätigbaren Wechselvorrichtung
121 wirkungsverbunden. Durch die Betätigung eines von der Wechselvorrichtung 121 ausgebildeten
Schnellschlußelementes 122, insbesondere eines Hebels 123 etc., wird die zwischen
der Arretiervorrichtung 108 und der Führungsvorrichtung 107 angeordnete Verbindungsvorrichtung
119 von einer Haltestellung in eine Freigabestellung gebracht. Natürlich kann die
Wechselvorrichtung 121 auch durch pneumatische und/oder hydraulische und/oder elektrische
und/oder elektropneumatische und/oder elektrohydraulische Elemente 122 gebildet sein.
[0053] Eine weitgehend aus dem Stand der Technik bekannte, um eine Mittelachse 124 drehbewegliche
Walze 125 wird im wesentlichen durch zwei gegengleich zueinander angeordnete und aufeinander
konisch verjüngend zulaufende Kegelstumpfkörper mit einem gerundeten und ineinander
übergehenden Übergangsbereich gebildet. Dementsprechend bildet die horizontal ausgerichtete
Walze 125 eine etwa sanduhrförmige Umrißform aus. Durch die Steigung der Kegelstumpfkörper
wird der Winkel der zu formenden Ecke bestimmt. Die von der Führungsvorrichtung 107
ausgebildeten senkrecht zur Aufstandsfläche 103 ausgerichteten Führungselemente 118
werden mit dem Maschinengestell 104 lösbar und/oder unlösbar verbunden. Die mit einer
und/oder mehreren Antriebseinrichtung 126 wirkungsverbundene Führungsvorrichtung 107
ermöglicht in Richtung der Führungselemente 118 eine Relativbewegung der Rollenanordnung
42 zu zumindest einem Werkzeug 116, wodurch die Herstellung des abgekanteten Bauteiles
102 ermöglicht wird. Zweckmäßig wird die Antriebseinrichtung 126 durch einen Hydraulikzylinder
aufgrund dessen wirtschaftlichen Einsatzes und dessen großen Kräfte verwendet. Selbstverständlich
können alle anderen aus dem Stand der Technik bekannten Antriebseinrichtungen 126,
wie beispielsweise elektrische Antriebe, z.B. Spindeltriebe etc., eingesetzt werden.
[0054] Die über eine Antriebseinrichtung 126 relativ zur Walze 125 verstellbare und/oder
positionierbare und/oder fixierbare Verstellvorrichtung 112 der Eckenformeinrichtung
4 bildet zumindest ein zweckmäßig einteilig gefertigtes plattenförmiges, mehreckiges,
insbesondere ein polygonförmiges Kulissenelement 127 aus, das durch fünf einander
abgewandte und gleich bemessene Längsstirnflächen 128 und eine rechtwinkelig zu diesen
verlaufende Oberseite 129 und Unterseite 130 gebildet ist. Wie aus der Fig. 23 weiters
ersichtlich, wird zumindest eine, zweckmäßig die der Walze 125 zugewandte Längsstirnfläche
128 von dem auf der Oberseite 129 lösbar und/oder unlösbar angebrachten Werkzeug 16
überragt. Bevorzugt werden die von der Walze 125 abgewandten Längsstirnflächen 128
im Bereich der Unterseite 130 von einem rechtwinkelig zu diesen ausgebildeten Fortsatz
131 zumindest teilweise überragt, auf dessen Funktion im folgenden noch näher eingegangen
wird.
[0055] Die von der Umrißform der Walze 125 gebildeten und in Richtung der Mittelachse 124
aufeinander zulaufenden Mantellinien 132 schließen einen Öffnungswinkel 133 zwischen
den beiden Mantellinien 132 ein und bilden zwischen der Umrißform der Walze 125 und
dem Werkzeug 16 einen über die Verstellvorrichtung 112 verstellbaren Abstand 134 aus,
der in Abhängigkeit des zu verformenden Bauteiles, insbesondere dessen Wandstärke
einzustellen ist. Zweckmäßig verläuft eine an der imaginären Teilungsebene der beiden
Kegelstumpfkörper der Walze 125 ausgebildete Symmetrieachse 135 deckungsgleich mit
einer von der Verstellvorrichtung 112 ausgebildeten Symmetrieachse 136. Bevorzugt
verlaufen die beiden den Mantellinien 132 zugewandten Längsstirnflächen 128 des Kulissenelementes
127 annähernd parallel zu diesen. Die beiden gegenüberliegenden als Kulissenbahn 137
fungierende Längsstirnflächen 128 verlaufen zumindest schräg zu den beiden gegenüberliegenden
Mantellinien 132, wobei der durch die Kulissenbahn 137 und der Symmetrieachse 136
gebildete Winkel 138 kleiner und/oder gleich und/oder größer bemessen ist, als der
halbe Öffnungswinkel 133 der Walze 125. Eine an die Fortsätze 131 angrenzende, etwa
V-förmige Gegenplatte 139 weist zwei zueinander etwa um den halben Öffnungswinkel
133 aufweitende Schenkel 140 auf, zwischen denen sich eine die Schenkel 140 verbindende
Basis 141 erstreckt. Die Schenkel 140 bilden an einer der Mantellinie 132 zugewandten
und parallel zu dieser verlaufenden Längsstirnflächen 142 eine weitere Kulissenbahn
143 aus. Die senkrecht zur Arbeitsplatte 14 bemessene Stärke der Schenkel 140 ist
größer bemessen als eine Stärke der Basis 141, so daß durch die Anordnung einer etwa
trapezförmigen Platte 144 ein ebenflächiger Verlauf des Kulissenelementes 127, der
Schenkel 140 und der Platte 144 gebildet wird. Bevorzugt wird die Platte 144 durch
ein aus dem Stand der Technik bekanntes Verbindungselement an die Basis 141 und zwischen
den beiden Schenkeln 140 arretiert.
[0056] Eine vom Fortsatz 131 ausgebildete Führungsbahn 145 und die beiden gegenüberliegenden
Kulissenbahnen 137 und 143 umgrenzen einen von diesen geführten längsverschiebbaren
Kulissenstein 146. Der gleitbewegliche plattenförmige Kulissenstein 146 weist an einer
der Kulissenbahn 137 zugewandten Längsseitenfläche eine geneigt und parallel zur Kulissenbahn
137 verlaufende Stellfläche 147 auf, wobei der Kulissenstein 146 über eine diesem
zugeordnete Antriebsanordnung 148 eine Relativverstellung des auf dem Kulissenelement
127 befindlichen Werkzeuges 16 gemäß den Doppelpfeilen 149 und 150 zuläßt. Den Kulissensteinen
146 ist zumindest ein Längenmaßstab 151 zugeordnet, der bevorzugt an der Deckfläche
der Schenkel 140 angebracht ist und als Anzeige für den Verstellweg gemäß den Doppelpfeilen
149 und 150 dient.
[0057] Die an der Basis 141 und/oder an der Arbeitsplatte 14 lösbar und/oder unlösbar angebrachte
Platte 144 mit einer in Richtung der Symmetrieachse 136 vertieft angeordneten Kammer
152 weist im Bereich der Grundfläche der Kammer 152 in Richtung der Kulissensteine
146 eine von einer Gewindespindel 153 durchragende Gewindeanordnung 154 auf. Dabei
handelt es sich beispielsweise um eine Präzisionsgewindespindel oder eine vorgespannte
Gewindespindel 153 etc., die durch ihre hohe Fertigungsgenauigkeit eine präzise Verstellung
bzw. Positionierung des Werkzeuges 16 relativ zur Walze 125 ermöglicht. Natürlich
können beispielsweise auch billigere Gewindespindeln 153 verwendet werden, deren Spielausgleich
durch eine zwischen dem Kulissenstein 146 und der Platte 144 angeordnete, nicht weiters
dargestellte Federanordnung erfolgen. Durch die Zugänglichkeit über die Kammer 152
kann das für die Verstellung der Kulissensteine 146 erforderliche Drehmoment aufgebracht
werden. Durch die Möglichkeit der getrennten Zustellung der beiden Kulissensteine
146 ist eine asynchrone, senkrecht zur Symmetrieachse 135 ausgerichtete Verstellung
des Werkzeuges 16 möglich.
[0058] Von besonderem Vorteil erweist sich dabei, daß ein von dem Kulissenstein 146 ausgebildeter
Neigungswinkel 155 ein von der Steigung abhängiges Übersetzungsverhältnis ergibt,
so daß selbst bei geringem Verstellweg der Kulissensteine 146 ein um das Übersetzungsverhältnis
proportionaler Verstellweg des Werkzeuges 16 einstellen läßt. Durch diese derartige
Ausbildung wird die gesamte Baugröße der Antriebsanordnung 148, des Kulissenelementes
127 und der Gegenplatte 139 erheblich minimiert.
[0059] Natürlich ist es möglich, daß nur ein Kulissenstein 146 ausgebildet ist, der ebenfalls
mechanisch betätigt wird. Eine andere, nicht weiters dargestellte Antriebsanordnung
148 kann beispielsweise durch eine gegenläufige Gewindespindel 153 mit an diesen arretierten
und gegenläufig verstellbaren Kulissensteine 146, die sich entsprechend der Antriebsrichtung
aufeinander zu- oder wegbewegen, gebildet sein. Vorteilhaft bei dieser Ausbildung
ist der synchrone Antrieb der beiden Kulissensteine 146 und somit die gleichmäßige
Zustellung in beide Richtungen gemäß den Doppelpfeilen 149 und 150. Prinzipiell kann
eine Verstellung des Abstandes 134 manuell und/oder automatisch und/oder halbautomatisch
durch alle aus dem Stand der Technik bekannten Antriebsanordnungen 148, wie beispielsweise
Kurbeln, Hebel etc., oder elektrische, hydraulische, pneumatische Antriebe getätigt
werden.
[0060] Selbstverständlich ist es auch möglich, eine numerische Steuerung aufzubauen, die
bei einer Verstellung des Werkzeuges 117 den steuerungstechnischen Zusammenhang der
einzelnen Achsen miterfaßt und die Signale entsprechend in einer Steuerung verarbeitet
und eine exakte Positionierung, Wiederholgenauigkeit und die Einstellung des Abstandes
134 ermöglicht.
[0061] Wie ebenfalls der Fig. 23 zu entnehmen, ist der Arbeitsplatte 14, die Schneidevorrichtung
113 mit zwei mit einer Halterung 156 und/oder der Arbeitsplatte 14 lösbar und/oder
unlösbar verbundenen plattenförmigen Schneideelementen 157, 158 ausgestattet. Bevorzugt
wird die Schneidevorrichtung 113 entlang der Symmetrieachse 136 und der Verstellvorrichtung
106 nachgeordnet positioniert. Natürlich kann die Positionierung der Schneidevorrichtung
113 an jeder beliebigen Stelle der Arbeitsplatte 14 und/oder auch an einer externen,
nicht dargestellten Vorrichtung erfolgen. Zweckmäßig verläuft ein mit der Halterung
156 und/oder der Arbeitsplatte 14 verbundenes Schneideelement 157 ebenflächig mit
der Oberseite 111 der Arbeitsplatte 14 und das weitere Schneideelement 158 wird in
senkrechter Richtung zur Symmetrieachse 136 vertieft angeordnet. Die bevorzugt fernbetätigbare
Schneidevorrichtung 113 kann an die Arbeitsplatte 14 aufgebaut und/oder integriert
werden.
[0062] Die Halterung 156 wird beispielsweise durch einen in einer Rücksetzung der Arbeitsplatte
14 längsgerichteten Querträger 159 gebildet, der an der Oberseite 111 das Schneideelement
154 haltert. Wie dieser Ausbildungsvariante ebenfalls zu entnehmen, ist der Halterung
156 eine mit dem Schneideelement 158 wirkungsverbundene Antriebsanordnung 160 zugeordnet,
die eine Relativverstellung des Schneideelementes 158 in Richtung des Schneideelementes
157 ermöglicht. Dabei wird die Antriebsanordnung 160 beispielsweise durch ein Hydraulikaggregat
gebildet, wobei ein das Schneideelement 158 aufnehmender Querträger 161 entlang zweier
distanzierter Spurstangen 162 geführt ist. Eine vom Schneideelement 157 ausgebildete
Schnittkante 163 überragt zumindest teilweise im betätigten Zustand eine von dem Schneideelement
158 ausgebildete Schnittkante 164. Das plattenförmige Schneideelement 157 weist an
einer dem Schneideelement 158 zugewandten Stirnseitenfläche 165 eine durch die beiden
aufeinander geneigt zulaufenden Schnittkanten 163 gebildete dreieckförmige Rücksetzung
166 auf, dessen Öffnungswinkel 167 zweckmäßig dem Öffnungswinkel 133 entspricht. Das
dem Schneideelement 157 gegenüberliegende, vertieft positionierte, plattenförmige,
mit einer Stirnseitenfläche 168 ausgestattetes Schneideelement 158 weist einen durch
zwei aufeinander geneigt zulaufende Schnittkanten 164 gebildeten Scheitel 169 auf,
wobei deren Schnittkanten 164 parallel zu den Schnittkanten 163 verlaufen. An der
Basis des Scheitels 169 wird an den beiden gegenüberliegenden Endbereichen der Schnittkanten
164 eine schräg, bevorzugt senkrecht zur Symmetrieachse 136 verlaufende Grenzkante
170 ausgebildet. An einer senkrecht zu der Grenzkante 170 ausgerichteten und dem Schneideelement
157 zugewandten Auflagefläche 171 kann der weiterzuverarbeitende Bauteil 2 aufgesetzt
werden. Natürlich kann die Schneidevorrichtung 113 durch ein Schneideelement 157 und
einem Richtelement gebildet werden, wobei das Schneideelement 157 mit den Schnittkanten
163 versehen ist und das Richtelement lediglich als Anschlagelement während des Schnittvorganges
dient. Die von den Schneideelementen 157 und 158 gebildeten Schnittkanten 163 und
164 können zumindest durch einen Teil der Stirnseitenfläche 165 und 168 des Schneideelementes
157 und 158 und/oder durch arretierte Einsatzelemente gebildet werden. Die arretierten
Einsatzelemente haben den großen Vorteil, daß verschließende Einsatzelemente einfach
und rasch bei geringen Werkzeugkosten gewechselt werden können.
[0063] Zweckmäßig wird nur ein Schneideelement 158 beweglich ausgeführt, das über die Antriebsanordnung
160 relativ zu dem bevorzugt ortsfest angeordneten Schneideelement 157 verstellbar
ist. Die Antriebsanordnung 160 kann natürlich durch alle aus dem Stand der Technik
bekannten Antriebsanordnungen, wie beispielsweise hydraulische, pneumatische, elektrohydraulische
Zylinderkolbenanordnungen, elektrische Stellantriebe, etc., gebildet sein. Selbstverständlich
ist es auch möglich, daß beide Schneideelemente 157 und 158 zueinander relatiwerstellbar
angeordnet sind und/oder daß ein bewegliches Schneideelement 157 oder 158 einem feststehenden
Schneideelement 158 oder 157 zugeordnet ist.
[0064] In den Fig. 24 und 25 ist im Detail die Eckenformeinrichtung 4 gezeigt. Auf dem gegenüber
der Arbeitsplatte 14 verstellbar angeordneten Kulissenelement 127 ist das plattenförmige
Werkzeug 16 über den Zentrierbolzen 24 positioniert und mittels zumindest einer Befestigungsschraube
172 befestigt. Das Werkzeug 16 bildet dabei die Formflächen 36 aus. Das Werkzeug 16
weist im wesentlichen einen quadratischen Grundriß auf, wobei der Zentrierbolzen 24
zentrisch zu den rechtwinkelig zueinander angeordneten Formflächen 36 angeordnet ist,
wodurch das Werkzeug 16 um den Zentrierbolzen 24 bzw. um eine senkrecht verlaufende
Schwenkachse 173, ohne Veränderung der Relativeinstellung gegenüber dem Kulissenelement
127 um jeweils 90 Grad verschwenkten Positionen eingesetzt werden kann. Dazu weist
das Werkzeug 16 zumindest vier den Eckbereichen zugeordnete Aufnahmen 174 für die
Befestigungsschrauben 172 auf. Dies ermöglicht eine unterschiedliche Ausbildung hinsichtlich
der Abrundung bzw. Gestaltung der Formflächen 36 für unterschiedlich zu formende Eckbereiche
10 des schachtelartigen Bauteils 2.
[0065] Der vorgeformte Bauteil 2 wird zur Ausformung des Eckbereiches 10 mit den Seitenwänden
8 an den Formflächen 36 des Werkzeuges 16 angelegt und mit der Niederbaltevortichtung
62 am Werkzeug 16 fixiert. Die Niederhaltevorrichtung 62 besteht aus einer Spannplatte
175, die beispielsweise mit der Sicherheitstür 109 bewegungsfest verbunden ist und
gemeinsam mit dieser verstellt wird. Zur Erzielung ausreichender Spannkräfte ist beispielsweise
ein weiteres Spannelement 176, z.B. ein druckbeaufschlagter Spannzylinder 177 vorgesehen,
der auf die Spannplatte 175 eine Spannkraft in Richtung des Werkzeuges 16 bzw. des
am Werkzeug 16 aufgelegten Bauteils 2 ausübt.
[0066] Ist nun der Bauteil 2 dermaßen am Werkzeug 16 gespannt, erfolgt die Ausformung des
Eckbereiches 10 durch Verstellung der Rollenanordnung 42 in den Führungselementen
118 in Richtung eines Pfeiles 178 in die in Fig. 25 gezeigte Endstellung der Rollenanordnung
42, bei der der Eckbereich 10 ausgeformt ist und mit einem sich bildenden Überstand
an der Formfläche 36 des Werkzeuges 16 anliegt. Entscheidend für die exakte Umformung
des Eckbereiches 10 ist eine genau Justierung des Abstandes 134 zwischen der Formfläche
36 und der Kontur der Mantellinie 132. Der Abstand 134 ist zur Erzielung einer exakten
Eckenumformung auf das untere Nennmaß einer Dicke 179 des Bauteils 2 einzustellen.
[0067] Ebenfalls von entscheidender Bedeutung ist, daß ein Abstand 180 zwischen einer der
Rollenanordnung 42 zugewandten Stirnkante 181 der Spannplatte 175 und der Mantellinie
132 der Rollenanordnung 42 in einer Größenordnung von einigen zehntel Millimetern
liegt. Damit wird eine Gegenaufformung des Eckbereiches 10 des schachtelartigen Bauteils
2 vermieden. Durch die Einstellung des Abstandes 134 auf das untere Nennmaß der Ecke
179 des Bauteils 2 werden vorhandene Toleranzgrenzen ausgeglichen und eine exakte
rechtwinkelige Abwinkelung im Eckbereich 10 des Bauteils 2 erreicht. Eine positive
Toleranz der Dicke 179 bewirkt eine Walzumformung des Bauteils 2 im Eckbereich 10
zwischen der Formfläche 36 des Werkzeuges 16 und der Rollenanordnung 42.
[0068] Die Einstellung des Abstandes 134 der Formfläche 36 von der Rollenanordnung 42 wird
über die Verstellvorrichtung 112 bewirkt, mit der das Kulissenelement 127 relativ
zur Arbeitsplatte 14 bzw. zur Rollenanordnung 42 verstellt werden kann. Ein Referenzmaß
bildet eine senkrecht auf die Arbeitsplatte 14 verlaufende Mittelebene, längs der
die Rollenanordnung 42 verstellt wird und ein im Eckbereich 10 wirkender minimaler
Durchmesser 182 der doppelkonischen Rollenanordnung 42.
[0069] Zur Erzielung einer einwandfreien Eckenumformung ist, wie beispielhaft in Fig. 25
gezeigt, weiters eine der Spannplatte 175 zugeordnete Sprühdüse 183 vorgesehen, die
über eine Leitung 184 mit einer Schmier- und Kühlflüssigkeit beaufschlagt wird und
damit Schmier- und Kühlflüssigkeit vor dem Umformvorgang insbesondere auf eine Schrägfläche
der Spannplatte 175 aufgesprüht von wo diese Schmier- und Kühlflüssigkeit schwerkraftbedingt
auf den Umformbereich übertragen wird. Da bereits geringste Mengen ausreichen bzw.
zu große Mengen überhaupt zu vermeiden sind wird die Sprühdüse 183, wie nicht weiters
dargestellt, über eine Dosiervorrichtung mit der Schmier- und Kühlflüssigkeit beaufschlagt.
[0070] In den Fig. 26 und 27 ist im Detail die Schneidevorrichtung 113 der Eckenformeinrichtung
4 gezeigt. Auf der Arbeitsplatte 14 ist z.B. über eine Distanzleiste 185 das feststehende
Schneideelement 157 mit einer zur Arbeitsplatte 14 parallel verlaufenden Unterseite
186 in einem Abstand 187 zur Arbeitsplatte 14 lösbar befestigt. Das Schneideelement
157 bildet dabei eine die Distanzleiste 185 in Richtung des verstellbaren Schneideelementes
158 überragende Schnittkante 163 aus, die durch die Unterseite 186 und eine zur Arbeitsplatte
14 senkrecht verlaufende Stirnfläche 188 gebildet wird. Der Abstand 187 entspricht
etwa einer Dicke 189 des verstellbaren Schneideelementes 158, das auf der Arbeitsplatte
14 linear verstellbar geführt und mittels der Antriebsanordnung 160, z.B. einem druckbeaufschlagten
Zylinder, angetrieben wird und die Schnittkante 164 mit der Stirnseitenfläche 168
und einer Oberseite 190 ausbildet.
[0071] Das Schneideelement 157 ist an seiner Stirnfläche 188 mit einem dem Schneideelement
158 zugewandten V-förmigen, dem Eckbereich 10 des zu beschneidenden Bauteils 2 angepaßten
Ausschnitt 191 versehen. Das verstellbare Schneideelement 158 weist hingegen dem feststehenden
Schneideelement 157 und mit dem Ausschnitt 191 formgleich und die Stirnseitenfläche
168 bildend einen nasenförmigen Vorsprung 192 auf. Selbstverständlich ist der Ausschnitt
191 mit einer dem Bauteil 2 im Eckbereich 10 angepaßten Innenrundung und der Vorsprung
192 mit einer dementsprechenden Außenrundung versehen.
[0072] Um nun bei der Eckenumformung den im Eckbereich 10 entstehenden Stirnflächen 193
der Seitenwände 8 überragenden Überstand 194 durch Beschneiden zu entfernen, wird
der Bauteil mit seiner Öffnung dem verstellbaren Schneideelement 158 zugewandt, auf
diesem mit den Stirnflächen 193 eben aufgelegt und der Eckbereich 10 in dem Ausschnitt
191 manuell positioniert. Wird nun das Schneideelement 158 mit der Antriebsanordnung
160 in Richtung des feststehenden Schneideelementes 158 verstellt, kommt es zu einem
exakt fluchtenden Beschneiden längs den Stirnflächen 193 des Bauteils 2 im Eckbereich
10, also zu einem Entfernen des Überstandes 194.
[0073] Selbstverständlich ist eine derartige Schneidevorrichtung 113 nicht gezwungenermaßen
unmittelbar auf der Anlage 101 aufbaubar, sondern kann eine von der Anlage 101 losgelöste,
eigenständige Schneidevorrichtung 113 bilden.
[0074] In der Fig. 28 ist eine weitere Ausführung der Schneidevorrichtung 113 schematisch
gezeigt. Bei dieser dargestellten Ausführung wird der zu beschneidende Bauteil 2 auf
einer Grundplatte 195 mit seiner Öffnung und den Seitenwänden 8 nach oben ragend aufgelegt.
Gegenüber der Grundplatte 195 ist eine auf diese rechtwinkelig mittels Antrieb 196
verstellbare Schlittenanordnung 197 gelagert. Diese Schlittenanordnung 197 weist einen
Werkzeugträger 198 auf, der das feststehende Schneideelement 157 und das über die
Antriebsanordnung 160 verstellbare Schneideelement 158 lagert, wobei letzteres am
Werkzeugschlitten 198 in einer Führungsanordnung 199 geführt ist.
[0075] Ist nun der Bauteil 2 für den Beschneidevorgang auf der Grundplatte 195 aufgelegt,
erfolgt eine Zustellung mit dem Antrieb 196 des Werkzeugträgers 198 in Richtung eines
Pfeiles 200, bis das verstellbare Schneideelement 158 mit einer Unterseite 201 auf
den Stirnflächen 193 der Seitenwände 8 zur Auflage kommt. Die Unterseite 201 des verstellbaren
Schneideelementes 158 ist fluchtend zu einer Oberseite 202 des feststehenden Schneideelementes
157 ausgerichtet. Ist damit die Schneideposition erreicht, wird das verstellbare Schneideelement
158 über die Antriebsanordnung 160 in Richtung eines Pfeiles 203 und damit in Richtung
des feststehenden Schneideelementes 157 bewegt, bis die Seitenwand 8 des Bauteils
2 an der Stirnfläche 188 des feststehenden Schneideelementes 157 zur Anlage kommt.
Beim Weiterbewegen in Richtung des Pfeiles 203 kommt es dabei zum Abscheren des bei
der Eckenumformung entstandenen Überstandes 194 exakt fluchtend mit den Stirnflächen
193 durch Zusammenwirken der Schnittkanten 163, 164 mit den Schneideelementen 157,
158. Nach dem Beschneidevorgang wird der Werkzeugträger 198 mittels des Antriebes
196 entgegen der Richtung des Pfeiles 200 in eine von der Grundplatte 195 distanzierte
Öffnungsstellung verstellt, womit der Bauteil 2 der Schneidevorrichtung 113 entnommen
werden kann.
[0076] Wie weiters den zuvor beschriebenen Figuren 26 und 27 die Schneidevorrichtung 113
betreffend, zu entnehmen, wird ein zu den Stirnflächen 193 der Seitenwände 8 exakt
fluchtender Verlauf beim Abtrennen des Überstandes 194 dadurch erreicht, daß Richtflächen
204 ausbildende Auflageelemente 205 entweder auf der Arbeitsplatte 14 oder unabhängig
von dieser oder der Anlage 101 vorgesehen sind, auf die der Bauteil mit seinen Stirnflächen
193 der Seitenwände 8 aufgelegt und in seinem Eckbereich 10 mit dem Überstand 194
zwischen die Schneideelemente 157, 158 ragt. Die Anordnung der Schneideelemente 157,
158 ist so gestaltet, daß die Schnittkante 163 des Schneideelementes 157 und die Schnittkante
164 des Schneideelementes 158 in der durch die Auflageelemente 205 gebildeten Richtfläche
204 verlaufend angeordnet sind. Der eine Höhe 206 der Seitenwände 8 überragende Überstand
194 wird damit bei Durchführung des Beschneidevorganges, d.h. durch Verstellung des
verstellbaren Schneideelementes 158, relativ zum feststehenden Schneideelementes 157
exakt fluchtend zur Erzielung der versetzungsfreien Höhe 206 der Seitenwände 8 auch
im Eckbereich 10 abgetrennt.
[0077] Wie weiters in strichlierten Linien in der Fig. 27 dargestellt, besteht auch die
Möglichkeit, das bewegliche Schneideelement 158 mit an dieses angeformten Auflageelementen
205 in Form von Vorsprüngen zu versehen, wodurch eine Abstützung des Bauteils 2 an
seinen Seitenwänden 8 in unmittelbarer Nähe des zu beschneidenden Eckbereiches 10
gegeben ist.
[0078] Wie nun auch noch der Fig. 23 zu entnehmen, ist die die Rollenanordnung 42 ausbildende
Walze 125 in Lagern 207 eines Montagerahmens 208 drehbar gelagert. Damit wird ein
Tragrahmen 209 ausgebildet, der in den Führungselementen 118 mit der Antriebseinrichtung
126 in zur Arbeitsplatte 14 senkrechter Richtung verstellbar ist und ein Führungsgehäuse
210 ausbildet. Die Führungselemente 118 bilden somit eine Führungsvorrichtung 211
für das Führungsgehäuse 210. Damit wird eine rasche Umrüstbarkeit der Eckenformeinrichtung
4 für unterschiedlich ausgebildete Walzen 125 erreicht, deren Mantellinie 132 dem
zu formenden Eckbereich 10 des Bauteils 2 angepaßt ist. Die Wechselvorrichtung 121
weist Schnellschlußelemente 122, z.B. Hebel 123 auf, um den Austausch rasch und ohne
Verwendung aufwendiger Werkzeuge vornehmen zu können.
[0079] Wie weiters auch noch der Fig. 25 zu entnehmen, ist eine Höhe 212 des Werkzeuges
16 bzw. der umlaufenden Formflächen 36 größer als die Höhe 206 der Seitenwände 8 des
Bauteils 2. Jedenfalls beträgt die Höhe 212 der Formflächen 36 ein Maß, welches der
Höhe 206 der Seitenwände 8 zuzüglich einer zu erwartenden Höhe 213 des Überstandes
194 entspricht. Damit ist bei der Umformung des Eckbereiches 10 sichergestellt, daß
der Überstand 194 nach dem Ausformen durch das Walzen jedenfalls im Bereich der Formflächen
36 eben anliegt und keinesfalls an der Unterseite des Werkzeuges 16 eingezogen wird,
was zu einem Verklemmen führen würde und das Entfernen des Bauteils 2 nach dem Umformen
des Eckbereiches 10 erschweren würde.
[0080] In der Fig. 29 ist eine weitere Ausführung der Rollenanordnung 42 mit der Niederhaltevorrichtung
62 dargestellt, wobei für bereits in den vorhergehenden Figuren enthaltenen Bauteilen
gleiche Begriffe und Bezugszahlen verwendet werden. In der am Maschinengestell 104
angeordneten Führungsvorrichtung 107, z.B. zwei zueinander beabstandete und zur Arbeitsplatte
14 senkrecht verlaufende Führungsstangen 220 ist ein Führungsschlitten 221 in zur
Arbeitsplatte 14 senkrechter Richtung verstellbar gelagert. Ein Antrieb des Führungsschlittens
221 erfolgt z.B. durch einen im Maschinengestell 104 bzw. an einem der Arbeitsplatte
14 gegenüberliegenden Kragarm 222 angeordneten und mit dem Führungsschlitten 221 über
eine Kolbenstange 223 antriebsverbundenen, mit einem Druckmedium, z.B. Hydrauliköl,
beaufschlagbaren Stellzylinder 224. Selbstverständlich sind für den Antrieb des Führungsschlittens
221 auch andere Antriebe denkbar, wie z.B. elektrisch betriebene Spindeltriebe etc.
[0081] Im Führungsschlitten 221 ist über die Wechselvorrichtung 121 austauschbar gehaltert
ein durch ein im wesentlichen U-förmiges Profil 225 gebildete Kassette 226. Diese
Kassette 226 lagert in Seitenschenkeln 227, 228 drehbar die Walze 125 um die parallel
zur Arbeitsplatte 14 verlaufende Mittelachse 124. Die Seitenschenkeln 227, 228 sind
von der Arbeitsplatte 14 beabstandet mit einem zu dieser parallel verlaufenden Basisschenkel
229 verbunden, der an einer parallel dazu ausgerichteten Kopfplatte 230 des Führungsschlittens
221 anliegt, zur Übertragung der vom Stellzylinder 224 in Richtung der Arbeitsplatte
14 gemäß einem Pfeil 231 aufgebrachten Druckkraft auf die Kassette 226 bzw. Walze
124 und einer ebenfalls in der Kassette 226 verstellbar angeordneten Niederhalteplatte
232 der Niederhaltevorrichtung 62.
[0082] Die Niederhalteplatte 232 ist über Führungssäulen 233 in im Basisschenkel 229 angeordnete
Führungselemente 234, z.B. Führungsbüchsen 235, in zur Arbeitsplatte 14 senkrechter
Richtung verstellbar geführt. Die Führungssäulen 233 umfassend sind zwischen der Niederhalteplatte
232 und dem Basisschenkel 229 Spiraldruckfedern 236 einer Federanordnung 237 angeordnet,
wobei ein maximaler Abstand 238 von einander zugewandten Oberflächen des Basisschenkels
229 und der Niederhalteplatte 232 durch eine entsprechende Anschlaganordnung zwischen
den Führungssäulen 233 und dem Basisschenkel 229 erreicht wird.
[0083] Die Niederhaltevorrichtung 62 mit der Niederhalteplatte 232 ist in der Kassette 226
in bezug auf die Walze 125 dermaßen angeordnet, daß die der V-förmigen Kontur der
Walze 125 zugewandten Stirnkanten 181 der Niederhalteplatte 232 um den Abstand 180,
der sich in der Größenordnung von ca. 1/10 mm bewegt, rückversetzt ist.
[0084] Einer der Arbeitsplatte 14 zugewandten Niederhaltefläche 239 der Niederhalteplatte
232 ist am Maschinengestell 104 bzw. der Arbeitsplatte 14 das den zur Umformung im
Eckbereich 10 vorgesehenen Plattenteil 6 aufnehmende Werkzeug 16, insbesondere ein
Formblock 240 angeordnet, der weiters mit seiner der Walze 125 zugewandten Formfläche
96 in bezug auf die ihm zugewandte Innenkontur der Walze 125 verstellbar und fixierbar
ist, wie dies bereits in den vorhergehenden Fig. im Detail beschrieben. Weiters wird
noch erwähnt, daß der Formblock 240 in bezug auf einen im geometrischen Mittelpunkt
des Formblockes 240 angeordneten Positionierstift 241 und entsprechender Ausbildung
der Befestigungsanordnung jeweils um 90° in einer zur Arbeitsplatte 14 parallel verlaufenden
Ebene schwenkbar ist.
[0085] Soll nun ein vorgeformter Plattenteil 6, bei dem die Seitenwände 8 z.B. durch einen
Abkantvorgang vorgeformt sind, im Eckbereich 10 ausgeformt werden, so wird dieser
auf den Formblock 240 aufgelegt, wobei die Seitenwände 8 und der Eckbereich 10 die
Formflächen 96 des Formblockes 240 überlappen. Zur Ausführung des Ausformvorganges
des Eckbereiches 10 wird nun der Antrieb bzw. beispielhaft der Stellzylinder 224 beaufschlagt
und die Kassette 226 mit der Walze 125 und der Niederhaltevorrichtung 62 in Richtung
des Formblockes bewegt wodurch der Plattenteil 6 am Formblock 240 mittels der Niederhalteplatte
232 festgespannt wird. Im weiteren Bewegungsablauf der Kassette 226 in Richtung des
Pfeiles 231 wird die Federanordnung 237 der Niederhaltevorrichtung 62 zusammengedrückt
und der Anpreßdruck kontinuierlich erhöht, bis die in bezug auf die Niederhaltefläche
239 in ihrer Ausgangslage höhergestellte Walze 125 den Umformvorgang im Eckbereich
10 des Plattenteils 6 ausführt, bei dem der unregelmäßig vorgeformte Eckbereich 10
an die Formflächen 96 des Formblockes 240 angepreßt wird und so die rechtwinkelige
Lage der aneinander angrenzenden Seitenflächen 8 im Eckbereich 10 erreicht wird.
[0086] Abschließend sei darauf hingewiesen, daß in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
die einzelnen Teile bzw. Bauelemente oder Baugruppen schematisch bzw. vereinfacht
dargestellt sind.
Bezugszeichenaufstellung
[0087]
- S
- Platte
- 2
- Bauteil
- 4
- Eckenformeinrichtung
- 6
- Plattenteil
- 8
- Seitenwand
- 10
- Eckbereich
- 12
- Rahmen
- 14
- Arbeitsplatte
- 16
- Werkzeug
- 18
- Lagerblock
- 20
- Stift
- 22
- Zwischenlage
- 24
- Zentrierbolzen
- 26
- Verstellvorrichtung
- 28
- Gewindespindel
- 30
- Oberseite
- 32
- Unterseite
- 34
- Seitenfläche
- 36
- Formfläche
- 38
- Schneideelement
- 40
- Antriebsanordnung
- 42
- Rollenanordnung
- 44
- Konusteil
- 46
- Antriebseinrichtung
- 48
- Druckfläche
- 50
- Abstützplatte
- 52
- Oberseite
- 54
- Unterseite
- 56
- Innenfläche
- 58
- Verstellantrieb
- 60
- Schnittkante
- 62
- Niederhaltevorrichtung
- 64
- Antriebsmechanik
- 66
- Ausschweifung
- 68
- Abkantpresse
- 70
- Hauptkörper
- 72
- Gesenk
- 74
- Prägestempel
- 76
- Nutbereich
- 78
- Formbereich
- 80
- Vorsprung
- 82
- Antriebsvorrichtung
- 92
- Positioniervorrichtung
- 92-1
- Wellenabschnitt
- 92-2
- Übertragungsglied
- 94
- Positioniermittel
- 94-1
- Mittel
- 94-2
- Oberfläche
- 94-3
- Verstellmittel
- 94-4
- Bewegungskontrollteil
- 96
- Formfläche
- 96-1
- Formfläche
- 96-2
- Formfläche
- 96-3
- Formfläche
- 96-4
- Formfläche
- 98
- Bereich
- 98-1
- Nutbereich
- 98-2
- Nutbereich
- 101
- Anlage
- 103
- Aufstandsfläche
- 104
- Maschinengestell
- 105
- Tragrahmen
- 107
- Führungsvorrichtung
- 108
- Arretiervorrichtung
- 109
- Sicherheitstür
- 111
- Oberseite
- 112
- Verstellvorrichtung
- 113
- Schneidevorrichtung
- 114
- Breite
- 115
- Länge
- 118
- Führungselemente
- 119
- Verbindungsvorrichtung
- 120
- Trägerelement
- 121
- Wechselvorrichtung
- 122
- Schnellschlußelement
- 123
- Hebel
- 124
- Mittelachse
- 125
- Walze
- 126
- Antriebseinrichtung
- 127
- Kulissenelement
- 128
- Längsstirnflächen
- 129
- Oberseite
- 130
- Unterseite
- 131
- Fortsatz
- 132
- Mantellinie
- 133
- Öffnungswinkel
- 134
- Abstand
- 135
- Symmetrieachse
- 136
- Symmetrieachse
- 137
- Kulissenbahn
- 138
- Winkel
- 139
- Gegenplatte
- 140
- Schenkel
- 141
- Basis
- 142
- Längsstirnfläche
- 143
- Kulissenbahn
- 144
- Platte
- 145
- Führungsbahn
- 146
- Kulissenstein
- 147
- Stellfläche
- 148
- Antriebsanordnung
- 149
- Doppelpfeil
- 150
- Doppelpfeil
- 151
- Längenmeßstab
- 152
- Kammer
- 153
- Gewindespindel
- 154
- Gewindeanordnung
- 155
- Neigungswinkel
- 156
- Halterung
- 157
- Schneideelement
- 158
- Schneideelement
- 159
- Querträger
- 160
- Antriebsanordnung
- 161
- Querträger
- 162
- Spurstange
- 163
- Schnittkante
- 164
- Schnittkante
- 165
- Stirnseitenfläche
- 166
- Rücksetzung
- 167
- Öffnungswinkel
- 168
- Stirnseitenfläche
- 169
- Scheitel
- 170
- Grenzkante
- 171
- Auflagefläche
- 172
- Befestigungsschraube
- 173
- Schwenkachse
- 174
- Aufnahme
- 175
- Spannplatte
- 176
- Spannelement
- 177
- Spannzylinder
- 178
- Pfeil
- 179
- Dicke
- 180
- Abstand
- 181
- Stirnkante
- 182
- Durchmesser
- 183
- Sprühdüse
- 184
- Leitung
- 185
- Distanzleiste
- 186
- Unterseite
- 187
- Abstand
- 188
- Stirnfläche
- 189
- Dicke
- 190
- Oberseite
- 191
- Ausschnitt
- 192
- Vorsprung
- 193
- Stirnfläche
- 194
- Überstand
- 195
- Grundplatte
- 196
- Antrieb
- 197
- Schlittenanordnung
- 198
- Werkzeugträger
- 199
- Führungsanordnung
- 200
- Pfeil
- 201
- Unterseite
- 202
- Oberseite
- 203
- Pfeil
- 204
- Richtfläche
- 205
- Auflageelement
- 206
- Höhe
- 207
- Lager
- 208
- Montagerahmen
- 209
- Tragrahmen
- 210
- Führungsgehäuse
- 211
- Führungsvorrichtung
- 212
- Höhe
- 213
- Höhe
- 220
- Führungsstangen
- 221
- Führungsschlitten
- 222
- Kragarm
- 223
- Kolbenstange
- 224
- Stellzylinder
- 225
- Profil
- 226
- Kassette
- 227
- Seitenschenkel
- 228
- Seitenschenkel
- 229
- Basisschenkel
- 230
- Kopfplatte
- 231
- Pfeil
- 232
- Niederhalteplatte
- 233
- Führungssäule
- 234
- Führungselement
- 235
- Führungsbüchse
- 236
- Spiraldruckfeder
- 237
- Federanordnung
- 238
- Stirnkante
- 239
- Niederhaltefläche
- 240
- Formblock
- 241
- Positionierstift