[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Leistungsschalter mit einer lösbaren Verbindung
zwischen einer Schaltkontaktanordnung und einer diese betätigenden Schaltwelle, wobei
die Schaltkontaktanordnung zwischen zwei voneinander trennbaren Gehäusekörpern des
Leistungsschalters aufgenommen ist und wobei ferner ein in einem Kontaktträger der
Schaltkontaktanordnung aufgenommener Koppelbolzen in eine mit der Schaltwelle verbundene
Hebelanordnung eingreift.
[0002] Leistungsschalter dieser Bauart sind beispielsweise in
DE 196 37 678 A1,
DE 296 08 061 U1 oder
EP 0 225 207 B1 beschrieben. Wegen ihres Einsatzes in Anlagen der Energieversorgung und der hier
bestehenden Anforderungen an große Zuverlässigkeit sind Leistungsschalter für eine
hohe Lebensdauer bemessen. Daher führt beispielsweise eine Beanspruchung mit hohen
Schaltleistungen, beispielsweise bei der Unterbrechung von Kurzschluss-Strömen, nicht
zu einem völligen Verschleiß oder Unbrauchbarwerden des gesamten Leistungsschalters,
sondern nur bestimmter Komponenten. Zu diesen gehören insbesondere alle Bestandteile
der Schaltkontaktanordnungen, da diese unmittelbar der hohen Energie von Schaltlichtbögen
ausgesetzt sind, unter deren Einfluss es zu einem Abbrand bzw. Verlust von Kontaktmaterial
kommt. Die lösbare Verbindung zwischen den Schaltkontaktanordnungen und der diese
betätigenden Antriebsvorrichtung ermöglicht es, nur die abgenutzte Schaltkontaktanordnung
zu ersetzen, während alle übrigen Komponenten des Leistungsschalters weiterhin verwendbar
sind.
[0003] Die erwähnte lösbare Verbindung der Schaltkontaktanordnung mit einer zugehörigen
Antriebsvorrichtung ist in der Regel so gestaltet, dass in einem bewegbaren Kontaktträger
der Schaltkontaktanordnung ein Koppelbolzen angeordnet ist, der den Kontaktträger
gelenkig mit der erwähnten Hebelanordnung verbindet. Eine geeignete Gestaltung der
Kontaktträgers und/oder des Koppelbolzens ermöglichen es, den Koppelbolzen unter Verwendung
handelsüblicher Werkzeuge zu verschieben oder zu entfernen, nachdem dieser beispielsweise
nach Abnahme von Lichtbogenkammern oder anderen die Schaltkontaktanordnung abdeckenden
Teilen des Leistungsschalters zugänglich gemacht wurde. Nach Trennung der Gehäusekörper
lässt sich dann die Schaltkontaktanordnung vollständig entfernen, wodurch alle stromführenden
Teile der Hauptstrombahn des Leistungsschalters zugänglich sind. Hierbei handelt es
sich zunächst um eine untere Stromschiene, die in der Regel über biegsame Leiter untrennbar
mit einem oder mehreren bewegbaren Kontakthebeln verbunden ist und die mit ihrem aus
dem Gehäusekörper hinten herausragenden Ende einen äußeren Anschluss des Leistungsschalters
bildet. Ferner ist eine mit den Kontakthebeln zusammenwirkende obere Stromschiene
vorhanden, die sinngemäß einen Anschluss des Leistungsschalters bildet. Werden diese
Teile ersetzt, so ist anschließend die Verbindung zu der Hebelanordnung wieder herzustellen.
Dies erfordert eine bestimmte Position der Hebelanordnung, was wiederum von der Stellung
der Schaltwelle abhängt. Diese ist jedoch ihrerseits nicht beliebig drehbar, da sie
mit Verklinkungsteilen der Antriebsvorrichtung in Verbindung steht. Dies führt zu
der Schwierigkeit, dass sich die Schaltwelle nach dem Wechsel der Schaltkontaktanordnung
in der EIN-Stellung befinden kann und somit der rückwärtige Gehäusekörper des Leistungsschalters,
durch den sich die Stromschienen erstrecken, nicht kräftefrei mit dem zugehörigen
vorderen Gehäusekörper verbinden lässt. Dies würde nämlich das Spannen sämtlicher
Kontaktkraftfedern der Schaltkontaktanordnungen (je nach Ausführung des Leistungsschalters
3 oder 4) erfordern. Da dies nicht praktikabel ist, verbleibt nur die Möglichkeit,
die Schaltwelle in ihre Ausschaltstellung zu bringen, wozu es erforderlich ist, in
der Antriebsvorrichtung befindliche Verklinkungsteile von Hand zu betätigen und weitere
mechanische Glieder vorübergehend in eine bestimmte Stellung zu überführen. Hierfür
ist Voraussetzung, dass durch Demontage mehrerer Baugruppen des Leistungsschalters
zunächst Zugang zu den betreffenden Baugruppen der Antriebsvorrichtung geschaffen
wird. Diese Arbeiten sind zeitraubend und erfordern eingehende Kenntnisse über den
Aufbau des betreffenden Leistungsschalters. In der Regel kann daher der Austausch
von Schaltkontaktanordnungen nur von speziell unterwiesenen Fachkräften in einer Spezialwerkstatt
erfolgen.
[0004] Der Erfindung liegt hiervon ausgehend die Aufgabe zugrunde, den Austausch einer Schaltkontaktanordnung
wesentlich zu vereinfachen und insbesondere auf Schritte zu beschränken, die auch
vom Benutzer des Leistungsschalters durchführbar sind.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass ein Haltestück zum Fixieren
und Drehen der Schaltwelle in einer zum Trennen und erneuten Verbinden der mit dem
Kontaktträger geeigneten Stellung vorgesehen ist. Bei geeigneter Wahl der Winkelstellung
der Schaltwelle wird dabei ohne Manipulationen oder Eingriffen an den Verklinkungseinrichtungen
der Antriebsvorrichtung ein kräftefreies Arbeiten ermöglicht. Da somit auch kein Zugang
zu der Antriebsvorrichtung erforderlich ist, entfallen bisher erforderliche Schritte
zur Demontage und erneuten Montage von Baugruppen, die der Antriebsvorrichtung benachbart
sind.
[0006] Es erweist sich im Rahmen der Erfindung als vorteilhaft, wenn das Haltestück als
Griffhebel ausgebildet ist und ein Kupplungsorgan zur drehschlüssigen Kupplung mit
der Schaltwelle aufweist. In dieser Ausführung ist das Haltestück vom Benutzer leicht
anwendbar, wenn die Schaltwelle des Leistungsschalters in bekannter Weise ihrerseits
kuppelbar ausgebildet ist. Ein Beispiel hierfür ist in der
EP 0 789 925 B1, Figur 5, gezeigt.
[0007] Wenngleich davon auszugehen ist, dass die Überführung der Schaltwelle in die zum
Auswechseln der Schaltkontaktanordnung geeignete Stellung keinen hohen Kraftaufwand
erfordern wird, empfiehlt es sich, das Haltestück mit einen zur Ausübung eines Drehmomentes
auf die Schaltwelle dienenden Griffteil zu versehen sowie eine den Griffteil durchsetzende
Durchgangsöffnung zur Aufnahme eines das Haltestück in einer Endstellung festlegendes
Befestigungsmittel anzuordnen. Der Griffteil mit der Durchgangsöffnung sind insbesondere
bei einem Leistungsschalter vorteilhaft anwendbar, der ein die Antriebsvorrichtung
frontseitig abdeckendes und lösbar an einem vorderen Gehäusekörper zu befestigendes
Bedienpult besitzt. Bei der Abnahme des Bedienpultes vom Leistungsschalter werden
nämlich Auflagefläche und Aufnahmeöffnungen für Befestigungsmittel des Bedienpultes
zugänglich. Wird nun das Haltestück derart bemessen, dass es in seiner Endstellung
mit dem Griffteil an einer für das Bedienpult vorgesehenen Auflagefläche am vorderen
Gehäusekörper anliegt und die Durchgangsöffnung mit einer in der Auflagefläche befindlichen
Aufnahmeöffnung für ein Befestigungsmittel des Bedienpultes korrespondiert, so kann
der Benutzer das Haltestück auf einfache Weise fixieren. Werden die vorstehend beschriebenen
Gestaltungen ganz oder teilweise verwirklicht, so ermöglichen diese einen im Vergleich
zu den bisherigen Verfahren vorteilhaft abgekürzten Verfahrensablauf zum Austausch
einer Schaltkontaktanordnung:
a) Entfernen des Bedienpultes des Leistungsschalters,
b) Ansetzen des Haltestückes an die Schaltwelle und Drehen der Schaltwelle bis in
eine vorgesehene Endstellung,
c) Befestigung des Haltestückes zur Aufrechterhaltung der Endstellung,
d) Lösen von Befestigungsmitteln zur Trennung der die Schaltkontaktanordnung aufnehmenden
Gehäusekörper,
e) Lösen der Verbindung zwischen dem Kontaktträger und der Hebelanordnung (,
f) Entnahme der Schaltkontaktvorrichtung und Einsetzen einer anderen Schaltkontaktanordnung,
g) Herstellen der Verbindung zwischen der Hebelanordnung und dem Kontaktträger,
h) Zusammenfügen der Gehäusekörper und Einsetzen der zugehörigen Befestigungsmittel,
i) Entfernen des Haltestückes,
k) Montage des Bedienpultes.
[0008] Die Erfindung wird im Folgenden anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0009] Die Figur 1 zeigt in einer Seitenansicht vereinfacht einen Niederspannungs-Leistungsschalter.
[0010] Die Figur 2 zeigt eine Schaltkontaktanordnung des Leistungsschalters gemäß der Figur
1.
[0011] Die Figur 3 zeigt zwei voneinander getrennte Gehäusekörper des Leistungsschalters
gemäß der Figur 1 und teilweise eine von den Gehäusekörpern umschlossene Schaltkontaktanordnung.
[0012] In der Figur 4 ist als Einzelheit eine Anordnung zur lösbaren Kopplung eines Haltestückes
mit einer Schaltwelle des Leistungsschalters gemäß der Figur 1 dargestellt.
[0013] Die Figur 5 zeigt einen vorderen Gehäusekörper des Leistungsschalters gemäß der Figur
1 mit entfernten Baugruppen und mit einem seitlich angesetzten Haltestück für eine
Schaltwelle.
[0014] Die Figur 6 zeigt als vergrößerte Einzelheit die Anbringung des Haltestückes.
[0015] Die Figur 7 zeigt das Haltestück als Einzelteil in einer perspektivischen Darstellung.
[0016] Die Figur 8 veranschaulicht in mehreren Teilfiguren ein Verfahren zum Austausch einer
Schaltkontaktanordnung bei einem Leistungsschalter gemäß den vorangehenden Figuren.
[0017] Zunächst werden anhand der Figur 1 die allgemeinen Merkmale eines im Rahmen der Erfindung
betrachteten Niederspannungs-Leistungsschalters erläutert. Der Leistungsschalter 1
weist einen hinteren, als Rückwand ausgebildeten Gehäusekörper 2 sowie einen vorderen
Gehäusekörper 3 auf, der mit dem Gehäusekörper 2 verbunden ist. Zwischen den Gehäusekörpern
2 und 3 ist eine in der Figur 1 nicht sichtbare Schaltkontaktanordnung 4 aufgenommen,
zu der eine obere Stromschiene 5 und eine untere Stromschiene 6 gehören, die zur Verbindung
der Hauptstrombahn des Leistungsschalters 1 mit einem äußeren Stromkreis dient. In
bekannter Weise kann der Leistungsschalter 1 mehrpolig ausgebildet sein und dementsprechend
mehrere Schaltkontaktanordnungen 4 enthalten. Der Gehäusekörper 3 ist als Träger mechanischer
und elektronischer Baugruppen ausgebildet. Hierzu gehört insbesondere eine Antriebsvorrichtung,
die mit der Schaltkontaktanordnung 4 bzw. mehreren solcher Schaltkontaktanordnungen
durch eine Schaltwelle 8 zusammenwirkt, die an wenigstens einer Seitenwand des Gehäusekörpers
3 zugänglich ist. Nach vorn ist der Gehäusekörper 3 durch ein Bedienpult 9 abgedeckt,
an dem alle für den Benutzer wesentlichen Betätigungs-, Bedien- und Einstellorgane
angeordnet sind.
[0018] Den prinzipiellen Aufbau der Schaltkontaktanordnung 4 zeigt die Figur 2. Wie man
erkennt, steht mit der unteren Anschluss-Schiene 6 durch biegsame Leiter 10 ein Kontakthebel
11 in Verbindung, der in der geschlossenen Stellung der Schaltkontaktanordnung mit
der oberen Stromschiene 5 in Berührung steht. Dabei sorgen Kontaktkraftfedern 12,
die in einer Ausnehmung eines den Kontakthebel 11 aufnehmenden Kontaktträgers 13 für
eine Kontaktkraft, die einen sicheren Stromübergang gewährleistet. Der Kontakthebel
11 ist an dem Kontaktträger 13 mittels eines Lagerbolzens 14 schwenkbar gelagert.
Der Kontaktträger 13 ist seinerseits um einen Lagerzapfen 15 schwenkbar, wobei sich
das hierdurch gebildete Schwenklager nahe dem inneren stirnseitigen Ende der unteren
Stromschiene 6 befindet. Wie dies an sich bekannt ist, können in einem Kontaktträger
13 eine Vielzahl von Kontakthebeln 11 parallel zueinander auf einem gemeinsamen Lagerbolzen
14 angeordnet sein. Die Stromschienen 5 und 6 sind in ihrer Breite entsprechend bemessen
und besitzen Kontaktflächen bzw. Schaltstücke für alle Kontakthebel.
[0019] Der Kontaktträger 13 ist mittels der erwähnten Schaltwelle 8 durch eine Hebelanordnung
betätigbar, damit die Kontakthebel 11 aus der gezeigten Einschaltstellung in eine
Ausschaltstellung überführt werden können. Die Hebelanordnung umfasst einen oder mehrere
auf der Schaltwelle 8 sitzende Treibhebel 16 sowie Koppellaschen 17. Diese sind einerseits
mittels eines Gelenkbolzens 18 mit dem Treibhebel 16 und andererseits mittels eines
Koppelbolzens 19 mit dem Kontaktträger 13 verbunden. Auch die Koppellaschen 17 können
mehrfach in paralleler Anordnung vorgesehen sein, um eine symmetrische Kraftübertragung
sicherzustellen. Zur Überführung der Schaltkontaktanordnung in ihre Ausschaltstellung
wird die Schaltwelle 8 im Uhrzeigersinn gedreht, wodurch die Treibhebel 16 die Koppellaschen
17 nach links zieht und hierdurch den Kontaktträger 13 um seinen Lagerzapfen 15 entgegen
dem Uhrzeigersinn verschwenkt.
[0020] Die Gehäusekörper 2 und 3 sind miteinander verbunden und lassen sich nach der Entfernung
von Befestigungsmitteln voneinander trennen, wie dies in der Figur 3 veranschaulicht
ist. Teile der Schaltkontaktanordnung 4, nämlich der Kontaktträger 13 und Kontakthebel
11, sind in der Figur 3 gleichfalls erkennbar. Durch seitliche Vorsprünge 20 am hinteren
Gehäusekörper 2 und entsprechende Ausnehmungen 21 am vorderen Gehäusekörper 3 wird
dafür gesorgt, dass bei der Trennung der genannten Gehäusekörper der Koppelbolzen
14 am Kontaktträger 13 zugänglich ist. Zur Erleichterung der nachfolgenden erneuten
Verbindung der Gehäusekörper 2 und 3 sind am Gehäusekörper 2 Laschen oder Zungen 22
angebracht.
[0021] Gleichfalls ist aus der Figur 3 die Position eines stirnseitigen Zuganges zur Schaltwelle
8 zu erkennen. Entsprechend der in der Figur 4 gezeigten Einzelheit, die etwa der
Anordnung nach der
EP 0 789 925 B1, Figur 5, entspricht (dort jedoch für andere Zwecke benutzt wird) befindet sich an
dem einen Ende der Schaltwelle 8 nahe einem Lager 26 ein durch Abflachungen gebildeter
Kupplungssteg 23, auf den drehschlüssig ein isolierender Adapter 25 aufgesetzt ist.
Dieser ragt durch eine Seitenwand 24 und besitzt außen einen Kupplungssteg 27 für
ein Haltestück 28. Dieses weist ein Nabenteil 29 mit einem als Kupplungsorgan dienenden
Kupplungsschlitz 30 auf. Von dem Nabenteil 29 geht ein Griffteil 31 aus, in dem eine
Durchgangsöffnung 34 angeordnet ist. Beschaffenheit und Anwendung des Haltestückes
28 gehen näher aus den Figuren 5, 6 und 7 hervor, auf die im Folgenden Bezug genommen
wird.
[0022] Die Anwendung des Adapters 25 ist für die Verbindung des Haltestückes 28 mit der
Schaltwelle 8 zweckmäßig, jedoch nicht erforderlich, denn offensichtlich lassen sich
die beiden Teile mittels des Kupplungssteges 23 und des Kupplungsschlitzes 30 unmittelbar
in Eingriff bringen. Der Adapter bietet jedoch die Möglichkeit, beispielweise an der
Schaltwelle 8 und dem Haltestück unterschiedliche geformte Kupplungselemente anzubringen
und weitere Bedingungen zu verwirklichen.
[0023] Die Figur 5 zeigt den Gehäusekörper 3, wie er sich dem Betrachter nach Abnahme des
Bedienpultes 9 (Figur 1) und Entfernung aller Baugruppen einschließlich der Schaltwelle
14 darbietet. Das Haltestück 28 ist zur Anbringung an der rechten Seitenwand 24 des
Gehäusekörpers 3 bestimmt. Ein Nabenteil 29 mit einem erwähnten Kupplungsschlitz 30
gelangt in der Stellung gemäß der Figur 5 in Eingriff mit dem Kupplungssteg 23 der
Schaltwelle 8 oder, wenn der Adapter 25 vorgesehen ist, mit dem entsprechenden Kupplungssteg
27 des Adapters 25. Der Griffteil 31 des Haltestückes 28 ermöglicht es dem Benutzer,
das Haltestück 28 zunächst in der Ausgangsstellung mit der Schaltwelle 8 zu verbinden
und diese , diese dann in die vorgesehene Endstellung zu verdrehen. In dieser gelangt
der Griffteil 31 zur Anlage an einer Auflagefläche 32 an der Seitenwand 24 des Gehäusekörpers
3, die zur Auflage und Befestigung des Bedienpultes 9 (Figur 1) vorgesehen ist. Hierzu
befindet sich in der Auflagefläche 32 eine Aufnahmeöffnung 33 für ein Befestigungsmittel
(Schraube oder dgl.). Der Griffteil 31 des Haltestückes 28 ist mit einer Durchgangsöffnung
34 versehen, die mit der Aufnahmeöffnung 33 in der Auflagefläche 32 korrespondiert,
wenn das Haltestück 28 in seine Endstellung gebracht worden ist. Entsprechend der
Figur 6 kann dann ein Befestigungsmittel 35, z. B. in der Gestalt der gezeigten Sechskantschraube,
eingesetzt werden.
[0024] Die Vorgehensweise beim Austausch einer Schaltkontaktanordnung 4 bei einem Leistungsschalter
1 gemäß der Figur 1 wird nun im Zusammenhang anhand der Figur 8 erläutert. Die einzelnen
Schritte sind dabei, soweit bildlich darstellbar, mit den gleichen Bezeichnungen (a
bis k) versehen, wie sie der Patentanspruch 5 enthält. Im Schritt a wird zunächst
das Bedienpult 9 vom Leistungsschalter 1 abgenommen, wodurch insbesondere die an der
rechten Seitenwand 24 des Gehäusekörpers 3 befindlichen Auflageflächen 32 für das
Bedienpult freigelegt werden. Im nachfolgenden Schritt b wird das Haltestück 28 in
der beschriebenen Weise auf die Schaltwelle 8 aufgesetzt, um diese durch Betätigung
des Griffteiles 31 in eine vorgesehene Endstellung zu bringen, die sich für den Austausch
der Schaltkontaktanordnung am besten eignet. In Betracht kommt hier insbesondere eine
Zwischenstellung der Schaltwelle zwischen AUS und EIN, und zwar kurz vor dem Beginn
des Spannens der Kontaktkraftfedern. In dieser Endstellung liegt der Griffteil 31
an der Auflagefläche 32 an und das Befestigungsmittel sichert die Schaltwelle 8 mittels
des Haltestückes 28 in der betreffenden Stellung. Im anschließenden Schritt d werden
Befestigungsmittel gelöst, welche die Gehäusekörper 2 und 3 miteinander verbinden.
In bekannter Weise kann es sich hierbei um Zuganker handeln sowie um Fußteile, die
sich über beide Gehäuseteile erstrecken. Die Entnahme der Schaltkontaktanordnung 4
(Figur 2) mit ihren wesentlichen Bestandteilen Kontaktträger 13 mit Kontakthebeln
11 sowie obere Stromschiene 5 und untere Stromschiene 6 ist nach Durchführung des
Schrittes e möglich, der im wesentlichen in einer Entfernung des Koppelbolzens 19
besteht. Auf die hierzu bekannten unterschiedlichen Anordnungen, etwa nach der
EP 0 225 207, der
DE 196 37 678 A1 oder
DE 269 08 061 U1 wird nochmals verwiesen. Im Schritt f wird die Schaltkontaktanordnung entnommen und
durch eine neue gleiche Schaltkontaktanordnung 36 ersetzt.
[0025] Die nachfolgend erforderlichen Schritte g, h, i und k dienen der Wiederherstellung
des Ausgangszustandes und stellen somit die Umkehr der bereits erläuterten Schritte
a bis e dar. Um dies in der Figur 8 zu veranschaulichen, sind jeweils in Klammern
den Schritten a bis e die entsprechenden Schritte g bis k nachgestellt.
[0026] Nicht näher eingegangen wurde vorstehend auf die Behandlung der Löschkammer 7, deren
Entfernung gleichfalls zweckmäßig ist. Dies kann bereits zu Beginn der Arbeiten erfolgen,
z. B. nach der Abnahme des Bedienpultes 9 im Schritt a. Es reicht jedoch aus, die
Löschkammer 7 vor der Trennung der Gehäusekörper 2 und 3 vorzunehmen, was in der Figur
8 als Schritt d1 und als entsprechender, beim Zusammenbau vorzunehmender Schritt h1
dargestellt ist.
1. Elektrischer Leistungsschalter (1) mit einer lösbaren Verbindung zwischen einer Schaltkontaktanordnung
(4) und einer diese betätigenden Schaltwelle (8), wobei die Schaltkontaktanordnung
(4) zwischen zwei voneinander trennbaren Gehäusekörpern (2, 3) des Leistungsschalters
(1) aufgenommen ist und wobei ferner ein in einem Kontaktträger (13) der Schaltkontaktanordnung
(4) aufgenommener Koppelbolzen in eine mit der Schaltwelle (8) verbundene Hebelanordnung
(16, 17, 18) eingreift,
gekennzeichnet durch ein Haltestück (28) zum Fixieren und Drehen der Schaltwelle (8) in einer zum Trennen
und erneuten Verbinden der Hebelanordnung (16, 17, 18) mit dem Kontaktträger (13)
geeigneten Stellung.
2. Leistungsschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennnzeichnet, dass
das Haltestück (28) als Griffhebel ausgebildet ist und ein Kupplungsorgan zur drehschlüssigen
Kupplung mit der Schaltwelle (8) aufweist.
3. Leistungsschalter nach Anspruch 2,
dadurch gekennnzeichnet, dass
das Haltestück (28) einen zur Ausübung eines Drehmomentes auf die Schaltwelle dienenden
Griffteil (31) sowie eine den Griffteil (31) durchsetzende Durchgangsöffnung (34)
zur Aufnahme eines das Haltestück (28) in einer Endstellung festlegendes Befestigungsmittel
(35) besitzt.
4. Leistungsschalter nach Anspruch 3 mit einem den vorderen Gehäusekörper (3) frontseitig
abdeckenden und lösbar an diesem zu befestigenden Bedienpult (9),
gekennzeichnet durch eine Bemessung des Haltestückes (28) derart, dass dieses in seiner Endstellung mit
dem Griffteil (31) an einer für das Bedienpult (9) vorgesehenen Auflagefläche (329
am vorderen Gehäusekörper (3) anliegt und dass die Durchgangsöffnung (34) mit einer
Aufnahmeöffnung (33) für ein Befestigungsmittel des Bedienpultes (9) korrespondiert.
5. Verfahren zum Aus- und Einbau der Schaltkontaktanordnung (4) eines Leistungsschalters
(1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) Entfernen des Bedienpultes (9) des Leistungsschalters (1),
b) Ansetzen des Haltestückes (28) an die Schaltwelle (8) und Drehen der Schaltwelle
(8) bis in eine vorgesehene Endstellung,
c) Befestigung des Haltestückes zur Aufrechterhaltung der Endstellung,
d) Lösen von Befestigungsmitteln zur Trennung der die Schaltkontaktanordnung (4) aufnehmenden
Gehäusekörper (2, 3),
e) Lösen der Verbindung zwischen dem Kontaktträger (13) und der Hebelanordnung (16,
17, 18),
f) Entnahme der Schaltkontaktvorrichtung (4) und Einsetzen einer anderen Schaltkontaktanordnung
(36),
g) Herstellen der Verbindung zwischen der Hebelanordnung (16, 17, 18) und dem Kontaktträger
(13),
h) Zusammenfügen der Gehäusekörper (2, 3) und Einsetzen der zugehörigen Befestigungsmittel,
i) Entfernen des Haltestückes (28),
k) Montage des Bedienpultes (9).
1. Electrical circuit breaker (1) having a detachable connection between a switching
contact arrangement (4) and a switching shaft (8) which operates it, with the switching
contact arrangement (4) being held between two housing bodies (2, 3), which can be
separated from one another, of the circuit breaker (1), and with, furthermore, a coupling
bolt, which is held in a contact support (13) of the switching contact arrangement
(4), engaging in a lever arrangement (16, 17, 18), which is connected to the switching
shaft (8),
characterized by a holding piece (28) for fixing and rotating the switching shaft (8) in a position
which is suitable for disconnection and for renewed connection of the lever arrangement
(16, 17, 18) to the contact support (13).
2. Circuit breaker according to Claim 1,
characterized in that
the holding piece (28) is in the form of a handle lever and has a coupling member
for rotationally locked coupling to the switching shaft (8).
3. Circuit breaker according to Claim 2,
characterized in that
the holding piece (28) has a handle part (31), which is used to exert a torque on
the switching shaft, as well as an aperture opening (34), which passes through the
handle part (31), for holding an attachment means (35), which fixes the holding piece
(28) in one end position.
4. Circuit breaker according to Claim 3, having a control panel (9) which covers the
front of the front housing body (3) and can be detachably attached to it,
characterized by the holding piece (28) being designed such that, in its end position, its handle
part (31) rests on a contact surface (32) on the front housing body (3) and provided
for the control panel (9), and such that the aperture opening (34) corresponds to
a holding opening (33) for an attachment means for the control panel (9).
5. Method for removing and installing the switching contact arrangement (4) of the circuit
breaker (1) according to one of the preceding claims,
characterized by the following steps:
a) removal of the control panel (9) of the circuit breaker (1),
b) fitting of the holding piece (28) to the switching shaft (8) and rotation of the
switching shaft (8) to a predetermined end position,
c) attachment of the holding piece for maintaining the end position,
d) releasing the attachment means in order to disconnect the housing bodies (2, 3)
which hold the switching contact arrangement (4),
e) releasing the connection between the contact support (13) and the lever arrangement
(16, 17, 18),
f) removal of the switching contact arrangement (4) and insertion of another switching
contact arrangement (36),
g) making the connection between the lever arrangement (16, 17, 18) and the contact
support (13),
h) joining the housing bodies (2, 3) and insertion of the associated attachment means,
i) removal of the holding piece (28),
k) fitting of the control panel (9).
1. Disjoncteur (1) électrique ayant une liaison détachable entre un dispositif (4) de
contact de commutation et un arbre (8) de commande l'actionnant, le dispositif (4)
de contact de commutation étant reçu entre deux pièces (2, 3) séparables l'une de
l'autre du boîtier du disjoncteur (1) et, en outre, un axe de couplage reçu dans un
porte-contact (13) du dispositif (4) de contact de commutation pénétrant dans un dispositif
(16, 17, 18) à levier relié à l'arbre (8) de commande,
caractérisé par une pièce (2B) de maintien pour immobiliser et amener par rotation l'arbre (8) de
commande dans une position appropriée à la séparation et à la liaison renouvelée du
dispositif (16, 17, 18) à levier avec le porte-contact (13).
2. Disjoncteur suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que la pièce (28) de maintien est sous la forme d'un levier de préhension et a un organe
de couplage pour le rendre solidaire en rotation de l'arbre (8) de commande.
3. Disjoncteur suivant la revendication 2,
caractérisé en ce que la pièce (28) de maintien a une partie (31) de préhension servant à appliquer un
couple de rotation à l'arbre de commande, ainsi qu'une ouverture (34) de passage traversant
la partie (31) de préhension et recevant un moyen (35) de fixation fixant la pièce
(28) de maintien en une position d'extrémité.
4. Disjoncteur suivant la revendication 3, comprenant un pupitre (9) de commande recouvrant
du côté frontal la pièce (3) avant du boîtier et pouvant y être fixé de manière détachable,
caractérisé par un dimensionnement de la pièce (28) de maintien de façon à ce que celle-ci s'applique
dans sa position d'extrémité par la partie (31) de préhension à une surface (29) de
la pièce (3) avant du boîtier prévu pour l'appui du pupitre (9) de commande, et en
ce que l'ouverture (34) de passage correspond à une ouverture (33) de réception d'un
moyen de fixation du pupitre (9) de commande.
5. Procédé de démontage et de montage du dispositif (4) de contact de commutation d'un
disjoncteur (1) suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé par des stades suivants :
a) on enlève le pupitre (9) de commande du disjoncteur (1),
b) on met la pièce (28) de maintien sur l'arbre (8) de commande et on fait tourner
l'arbre (8) de commande jusqu'à une position d'extrémité prévue,
c) on fixe la pièce de maintien pour maintenir la position d'extrémité,
d) on desserre des moyens de fixation pour séparer la pièce (2, 3) du boîtier recevant
le dispositif (4) de contact de commutation,
e) on met fin à la liaison entre le porte-contact (13) et le dispositif (16, 17, 18)
à levier,
f) on retire le dispositif (4) de contact de commutation et on insère un autre dispositif
(36) de contact de commutation,
g) on ménage la liaison entre le dispositif (16, 17, 18) à levier et le porte-contact
(13),
h) on assemble les pièces (2, 3) du boîtier et on insère les moyens de fixation associés,
i) on enlève la pièce (28) de maintien,
k) on monte le pupitre (9) de commande.