(19)
(11) EP 1 293 142 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.03.2003  Patentblatt  2003/12

(21) Anmeldenummer: 02020617.3

(22) Anmeldetag:  13.09.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A43B 13/42, A43B 13/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 15.09.2001 DE 10145685

(71) Anmelder: Hepp, Marcel
3012 Bern (CH)

(72) Erfinder:
  • Hepp, Marcel
    3012 Bern (CH)

   


(54) Kern einer Schuhsohle


(57) Kern einer Schuhsohle, insbesondere für Bergschuhe.
Das Problem besteht darin, daß die harten Schuhsohlen steigeisenfester Bergschuhe den Abrollkomfort erheblich einschränken. Biegsame Schuhsohlen haben dagegen Nachteile bei der Befestigung von Steigeisen sowie beim Stehen auf der Fußspitze (respektive im Steigeisen).
Die Lösung besteht darin, daß in der Schuhsohle hintereinander Elemente angeordnet werden, die durch spannbare Seilzüge gegeneinandergepresst werden können, wodurch die gewünschte Steifigkeit der Schuhsohle erreicht werden kann.




Beschreibung


[0001] Beschreibung des Kerns einer Schuhsohle, insbesondere für Bergschuhe:

[0002] Soweit dem Anmelder bekannt, gibt es nach dem Stand der Technik keine Schuhsohlen variabler Biegsamkeit. Eine biegsame Schuhsohle ist aber für den Abrollkomfort (und langfristig auch für die Fußgesundheit) von wesentlicher Bedeutung. Dagegen wird bei Bergschuhen eine feste Schuhsohle benötigt. Einerseits um Steigeisen fixieren zu können, andererseits um die Wadenmuskulatur beim Stehen auf der Fußspitze zu entlasten.

[0003] Das Technische Problem besteht darin, eine Konstruktion zu finden, die je nach Bedarf hinreichend biegsam beziehungsweise hinreichend steif ist.

[0004] Dieses Problem wird hier folgendermaßen gelöst:

[0005] Mehrere, beispielsweise würfelförmige Elemente im Kern der Schuhsohle werden hintereinander so angeordnet, daß sie sich durch Seilzüge, die durch sie hindurchlaufen, so zusammengepresst werden können, daß sie sich praktisch nicht mehr durchbiegen. Je nachdem, wieviel man die Spannung der Seilzüge reduziert, erhöht man die Biegsamkeit der Sohle.

[0006] Von der Vielzahl praktischer Detaillösungen seien folgende erwähnt:

[0007] Die Elemente könnten zur Erhöhung der Biegesteifigkeit unterhalb einer dünnen, biegsamen Platte, beispielsweise aus Metall fixiert sein.

[0008] Die Elemente müssen nicht würfelförmig sein. Sie können beispielsweise dort, wo die Sohle besonders biegsam sein soll, in der Seitenansicht schmaler sein. Sie können (wie in der Darstellung gewählt) aus Quadern bestehen. Sie können so ausgeformt werden, dass sie der Form des Fussbetts folgen.

[0009] Der Seilzug, der innerhalb von Bohrungen innerhalb der Würfel verläuft, könnte an den Stellen, wo er aus dem einen Würfel austritt und in den nächsten Würfel eintritt, durchscheuen, weil er bei Biegung der Sohle an den Kanten der Bohrungen reibt. Die Austrittsstellen können entsprechend abgerundet werden.

[0010] Die Würfelelemente werden auf der Sohle arbeiten. Sie können an ihren Unterkanten abgerundet werden. Die darunterliegende Sohle kann etwa durch eine Kevlar-Schicht geschützt werden.

[0011] Das vorderste und hinterste Element der Konstruktion müssen mit der davor- und dahinterliegenden biegesteifen Sohle fest verbunden sein.

[0012] Der oder die Seflzüge können beispielsweise mit einer Schraubenkonstuktion gespannt werden. Es bietet sich eine Schnalle ähnlich einer Skischuhschnalle an.


Ansprüche

1. Kern einer Schuhsohle, insbesondere für Bergschuhe
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Elemente hintereinander so angeordnet werden,
daß sie durch einen oder mehrere Seilzüge zusammengepresst werden können,
so daß sich die Sohle je nach Spannung der Seilzüge mehr oder weniger biegsam verhält.
 




Zeichnung







Recherchenbericht