[0001] Die Erfindung betrifft eine Deckenplatte mit einer nach dem Verlegen unteren raumseitigen
Oberfläche und mit einer deckenseitigen Oberfläche für eine zugleich Tragprofile aufweisende
Zwischendecke. Die Deckenplatte nach der Erfindung besteht aus mindestens zwei miteinander
verklebten Plattenelementen aus einem schalldämmenden Werkstoff, wobei die raumseitige
Oberfläche Vertiefungen und/oder Schallabsorptionsöffnungen aufweist und die deckenseitige
Oberfläche glatt oder strukturiert ist.
[0002] Eine derartige Deckenplatte ist aus der EP 0 664 365 B1 bekannt. Die dort beschriebene
Platte besteht ebenfalls aus mindestens zwei miteinander verbundenen Plattenelementen
die mit einer Schalldämmsperrschicht aus einem Klebstoff miteinander verbunden sind.
Diese bekannte Platte ist dabei so aufgebaut, daß sie im eingebauten Zustand bei der
oben liegenden deckenseitigen Oberfläche Vertiefungen und/oder Schallabsorptionsöffnungen
aufweist, und daß die raumseitige Oberfläche glatt oder strukturiert ist.
[0003] Es hat sich nun gezeigt, daß diese Platte in bezug auf die Schalldämm- und Schallabsorptionseigenschaften
noch nicht befriedigende Eigenschaften aufweist.
[0004] Ausgehend hiervon ist es deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungsgemäße
Deckenplatte derart weiterzubilden; daß die Schalldämm- und Schallabsorptionseigenschaften
verbessert werden.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch eine Deckenplatte mit den Merkmalen
des Schutzanspruches 1 gelöst. Die Unteransprüche zeigen vorteilhafte Weiterbildungen
auf.
[0006] Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, daß die Dekkenplatte so aufgebaut ist, daß
die raumseitige Oberfläche im eingebauten Zustand Vertiefungen und/oder Schallabsorptionsöffnungen
aufweist und die deckenseitige Oberfläche glatt oder strukturiert ist. Wesentlich
ist nun, daß mindestens ein Plattenelement der Deckenplatte raumseitig, an der der
Schalldämmsperrschicht zugewandten Seite ebenfalls Schallabsorptionsöffnungen und/oder
Vertiefungen aufweist.
[0007] Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß eine derartige Platte in bezug auf die
Schallabsorption und Schalldämmung überlegene Eigenschaften aufweist. Besonders überraschend
war hierbei, daß durch die Schalldämmsperrschicht die Vertiefungen und/oder Schallabsorptionsöffnungen
in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt werden.
[0008] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung schlägt vor, daß gleichzeitig noch
das deckenseitige Plattenelement an der Stirnseite in Richtung der Decke abgefast
ist. Dadurch ist es möglich, daß die Deckenplatten in einem geringeren Abstand zum
Tragprofil befestigt werden können. Dadurch können wiederum die Schallabsorptions-
bzw. Schalldämmeigenschaften des Deckenplattenelements gezielt beeinflußt werden.
Bevorzugt wird das deckenseitige Plattenelement in einem Winkel von 20-60° abgefast.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Deckenplatte ist die raumseitige Oberfläche mit Vertiefungen
und/oder Schallabsorptionsöffnungen versehen. Die Ausbildung dieser Vertiefungen und
Schallabsorptionsöffnungen ist an und für sich aus dem Stand der Technik bekannt.
Meistens werden diese Vertiefungen durch eine Feinlochung hergestellt.
[0010] Die deckenseitige Oberfläche der erfindungsgemäßen Deckenplatte ist glatt oder strukturiert.
Eine Strukturierung kann z.B. in der Art realisiert werden, daß auf die deckenseitige
Oberfläche noch ein zusätzliches Element, z.B. ein Vlies, aufgelegt oder an der deckenseitigen
Oberfläche befestigt wird.
[0011] Bei der Deckenplatte nach der Erfindung sind mindestens zwei Plattenelemente vorgesehen.
Bevorzugt ist es hierbei, die Deckenplatte aus zwei Plattenelementen zu bilden, d.h.
aus einem raumseitigen Plattenelement und aus einem deckenseitigen Plattenelement.
Die Dicke der einzelnen Platten kann dabei entweder gleich sein oder auch variieren.
Die Dicke der Einzelplatten liegt bevorzugt im Bereich von 5-40 mm. Das Raumgewicht
der Plattenelemente im Bereich von 200-500 kg/m
3. Auch das Raumgewicht der einzelnen Platten kann unterschiedlich sein.
[0012] Die Deckenplatte der Erfindung wird aus Plattenelementen gebildet, die aus einem
schalldämmenden Werkstoff bestehen. Derartige Plattenelemente sind an und für sich
aus dem Stand der Technik bekannt und bestehen z.B. aus Mineralwolle und Bindemittel.
Bezüglich der Mineralwolle sind übliche Mineralfasern im weitesten Sinne zu verstehen.
Für die Herstellung der Plattenelemente können auch alle anderen, aus dem Stand der
Technik bisher bekannten Werkstoffe, zur Herstellung von schalldämmenden Plattenelementen
wie z.B. Perlite verwendet werden.
[0013] Der Klebstoff, der erfindungsgemäß für die Herstellung der Klebstoffsperrschicht
eingesetzt wird, ist bevorzugt ein anorganischer Klebstoff, es kann aber auch ein
organischer Klebstoff eingesetzt werden.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Fig. 1 näher beschrieben.
[0015] Fig. 1 zeigt die Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Deckenplatte 1 die aus zwei
Plattenelementen 6 und 7 gebildet ist. Die beiden Plattenelemente 6 und 7 bestehen
jeweils aus einer 15 mm starken Mineralfaserplatte so daß sich eine Gesamtdicke von
30 mm ergibt. Die erfindungsgemäße Deckenplatte gemäß der Ausführungsform nach Fig.
1 weist an der raumseitigen Oberfläche 2 eine Feinlochung auf. Diese Feinlochung bildet
nun die Vertiefungen und/oder Schallabsorptionsöffnungen, wie sie erfindungsgemäß
vorgesehen sind. Die deckenseitige Oberfläche 3 ist glatt ausgeführt. Die Schalldämmsperrschicht
5 ist in der Ausführungsform nach Fig. 1 ein anorganischer Kleber.
[0016] Das Deckenplattenelement nach der Fig. 1 weist zwei Plattenelemente 6, 7 auf, wobei
das deckenseitige Plattenelement 6 ein höheres Raumgewicht als das raumseitige Plattenelement
7 besitzt. In Versuchen konnte gezeigt werden, daß ein derartiger Aufbau, d.h. ein
Aufbau mit einzelnen Plattenelementen mit unterschiedlichen Raumgewichten sich positiv
auf die Schalldämm- und Schallabsorptionseigenschaften auswirkt. Bei der Fig. 1 weist
das Plattenelement 6 ein Raumgewicht von 280 kg/cm
3 und das Plattenelement 7 ein Raumgewicht von 230 kg/m
3 auf.
[0017] Bei der erfindungsgemäßen Deckenplatte ist besonders hervorzuheben, daß durch die
Abfasung des deckenseitigen Plattenelements in Richtung der Decke das komplette Plattenelement
näher am Tragprofil befestigt werden kann. Dadurch wird der Hohlraum zwischen Tragprofil
und Plattenelement seitlich verringert, was sich günstig auf die Längsschalldämmung
und Schallabsorption auswirkt.
1. Deckenplatte (1) mit einer nach dem Verlegen unteren, raumseitigen Oberfläche (2)
und einer deckenseitigen Oberfläche (3) für eine zugleich Tragprofile (4) aufweisende
Zwischendecke, bestehend aus mindestens zwei mit einer aus Klebstoff bestehenden Schalldämmsperrschicht
(5) miteinander verbundenen Plattenelementen (6, 7) aus einem schalldämmenden Werkstoff,
dadurch gekennzeichnet,
daß im eingebauten Zustand die deckenseitige Oberfläche. (3) glatt oder strukturiert
ist, die raumseitige Oberfläche (2) Vertiefungen und/oder Schallabsorptionsöffnungen
aufweist und
daß mindestens ein Plattenelement raumseitig an der der Schalldämmsperrschicht (5) zugewandten
Seite ebenfalls Vertiefungen und/oder Schallabsorptionsöffnungen aufweist.
2. Deckenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Plattenelement mit der deckenseitigen Oberfläche (3) an der Stirnseite in Richtung
der Decke abgefast ist.
3. Deckenplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Plattenelement in einem Winkel von 20-60° abgefast ist.
4. Deckenplatte nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenelemente (6, 7) gleich dick sind.
5. Deckenplatte nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Plattenelemente (6, 7) eine unterschiedliche Dicke im Bereich von
5-40 mm aufweisen.
6. Deckenplatte nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Raumgewicht der Plattenelemente im Bereich von 200-500 kg/m3 liegt.
7. Deckenplatte nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus zwei Plattenelementen (6, 7) besteht.
8. Deckenplatte nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff für die Schalldämmsperrschicht (5) ein anorganischer oder organischer
Klebstoff ist.