[0001] Die Erfindung betrifft eine Richtmaschine zum Richten von Profilen, wie gewalzte
Träger, die ober- und unterhalb der Passlinie in Transportrichtung des Richtgutes
mehrere auf zueinander parallelen, angetriebenen Richtwellen angeordnete Werkzeuge
aufweist, von denen vorzugsweise die oberen Richtwellen zur Einstellung des Richtspaltes
anstellbar sind, wobei die
[0002] Die Notwendigkeit zur Beseitigung mehrachsiger Abweichungen vom geforderten Profil
ergibt sich daraus, daß die Profile, z.B. H-, U- oder T-Träger, nach dem Walzen auf
ein Kühlbett gelangen. Hier verbleiben sie zur Abkühlung bis im allgemeinen auf eine
Temperatur von ca. 60° C. Durch den vorgeschalteten Walzprozeß sowie insbesondere
aber auch durch die Abkühlung, verwerfen sich die Profile sowohl vertikal als auch
horizontal und können sich zusätzlich noch um ihre Längsachse verdrehen. Die Folgen
sind neben der geometrischen Ungleichförmigkeit des Walzgutes Eigenspannungen im Material,
die sich bei Zerteilung des Profils noch deutlicher zeigen.
[0003] Durch den Einsatz von Profilrichtmaschinen, insbesondere solchen, die für dickwandigere
Profile üblich sind, wurde eine zweiachsige Planlage erzeugt, indem das Profil an
einigen Flächen mit Hilfe von ober- und unterhalb des Richtgutes in der Passlinie
der Transportrichtung angeordneten Richtwalzen oder Werkzeugen einer Wechselbiegung
unterworfen sind. Die Werkzeuge bestehen in der Regel aus auf Buchsen befestigten
Richtscheiben, die auf jeweils in derselben Achse angeordneten Richtwellen mit voreingestellter
Teilung bzw. in einem bestimmten Abstand voneinander gelagert sind. Die Wechselbiegungen
führen dann idealerweise zu einer Verbesserung der Geradheit in vertikaler und auch
in horizontaler Richtung. Hierbei ist es zum Richten von beispielsweise H-Trägem bekannt
(vgl. EP-B 1 0 472 765), mindestens eine der beiden den Trägerflanschen von innen
her anliegenden, von der Richtwelle getragenen Richtscheiben axial zu verstellen und
auf diese Weise das Außen- bzw. Kammermaß der Richtscheiben zu verändem.
[0004] Da das Richtergebnis bei Stabmaterial, Profilen oder dergleichen gewalzten Trägem
wesentlich von der Steifigkeit der gesamten Richtmaschine abhängt, bestehen die bekannten
Profilrichtmaschinen aus einem mehrteiligen Ständer in Schweißkonstruktion oder aus
einem Ständer aus einer kombinierten Guß- und Schweißkonstruktion. Die in reiner Schweißkonstruktion
ausgeführten Richtmaschinen sind meistens so gestaltet, daß zwei Seitenständer mittels
einer unteren und einer oberen Traverse miteinander verbunden sind. In Ausführung
als Guß-/Schweißkonstruktion sind zwei massive, gegossene Brammen durch Schweißen
miteinander verbunden.
[0005] Bei einer durch die DE 28 23 526 C2 bekanntgewordenen Profilrichtmaschine sind die
beiden in Durchlaufrichtung des Stabmaterials im Abstand hintereinander angeordneten
Seitenständer durch einen an den Enden der waagerechten Ständerholme ansetzenden weiteren
aufrechten Ständerholm portalartig ausgebildet, während C-Schenkel von dort außerdem
vorhandenen Zwischenstützen an ihren Enden durch eine Zuglasche miteinander verbunden
sind. Der Grund für diese massive Ständerbauweise liegt darin, die Aufnahme der Richtkräfte
in einem geschlossenen System zu ermöglichen. Die aufgrund der gestiegenen Anforderungen
an die Richtgenauigkeit erforderlichen steifen, massiven Ständerbauweisen setzen somit
allerdings materialintensive und damit kostenaufwendige Bauteile voraus. Die mechanische
Bearbeitung dieser Bauteile muß bedingt durch deren Größe zudem auf großen, nicht
überall verfügbaren, teueren Bearbeitungsmaschinen durchgeführt werden.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Profilrichtmaschine der eingangs
genannten Art zu schaffen, die trotz einer einfachen, leichten Bauweise in der Lage
ist, unabhängig von den für die verschiedenen Profile unterschiedlichsten Richtkräften
Auffederungen und/oder Richtspaltaufweitungen zu reduzieren und insgesamt die in die
Maschine eingeleiteten Belastungen, insbesondere die Lagerbelastungen, zu verringem.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Richtbetrieb zumindest
das von der Antriebsseite entfernte, bedienungsseitige Anstellmittel mit einer zur
Richtkraft gegenläufigen Kraft beaufschlagt ist. Die Anstellmittel greifen vorzugsweise
von unten an die einzeln anstellbaren oberen Richtwellen an. Die Richtkräfte können
auf kurzem Wege zwischen den Lager-Einbaustücken bzw. -Einheiten der oberen und der
unteren Richtwellen aufgenommen werden, weil sich Kraftübertragungsmittel vorsehen
lassen, die die Kräfte von Lagereinbaustück zu Lagereinbaustück bzw. von Lagereinheit
zu Lagereinheit leiten. Es kann daher auf einen geschlossenen Rahmen komplett verzichtet
und damit das Maschinengewicht erheblich verringert werden. Da die Richtkräfte nicht
mehr von einer geschlossenen Rahmenkonstruktion, die zudem eine genügend hohe Steifigkeit
aufweisen muß, aufgenommen werden müssen, können aufgrund der erfindungsgemäßen Maßnahme
einer sozusagen rahmenlosen Profilrichtmaschine auch keine Rahmenaufweitungen mehr
auftreten. Denn trotz hoher Steifigkeit der in einer geschlossenen Rahmenkonstruktion
ausgeführten bekannten Profilrichtmaschinen hat jeder Ständer eine Federkonstante,
die für den Richtprozeß nachteilig ist, da der Ständer unter Last ausweicht.
[0008] Bei einer Bauweise einer Profilrichtmaschine mit üblicher Weise fliegend gelagerten
Richtwellen ist zur Aufnahme der auftretenden Richtkräfte erfindungsgemäß das antriebsseitige
Anstellmittel druck- und das werkzeug- bzw. bedienungsseitige Anstellmittel zugbelastet.
Im Falle von Anstellspindeln werden die Zahnflanken entsprechend gegenläufig belastet.
Bei vorteilhaft eingesetzten Hydraulikzylindern wird vorgeschlagen, daß der werkzeugseitige
Hydraulikzylinder größer als der antriebsseitige Hydraulikzylinder ist. Hiermit lassen
sich die aufgrund der unterschiedlichen Hebelverhälnisse einstellenden größeren bzw.
kleineren Kräfte berücksichtigen.
[0009] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
der Erfindung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Profilrichtmaschine - im Beispiel ausgeführt als Neun-Rollen-Richtmaschine -
in der Vorderansicht, von der Bedienungs- bzw. Werkzeugseite her gesehen;
- Figur 2
- eine zwei untere und eine obere Richtwelle mit Werkzeug darstellende Teilansicht der
Figur 1;
- Figur 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III von Figur 2;
- Figur 4
- einen Schnitt entlang der Linie 1 V-IV von Figur 2;
- Figur 5
- eine andere Ausführung einer Profilrichtmaschine, die eine Lagerung der Richtwellen
beidseitig des Werkzeugs besitzt, als geschnittene Teilansicht durch eine obere Richtwellen-Einheit,
vergleichbar mit dem Schnittverlauf nach Figur 3;
- Figur 6
- bei einer Profilrichtmaschine mit beidseitiger Lagerung des Werkzeugs eine geschnittene
Teilansicht durch eine untere Richtwellen-Einheit, vergleichbar mit dem Schnittverlauf
nach Figur 4;
- Figur 7
- im Teil-Längsschnitt als Einzelheit der Richtmaschinen-Bauweise nach den Figuren 5
und 6 eine Ausführung der antriebsseitigen Richtwelle mit einer hydraulischen Axialverstellung;
- Figur 8
- in der Draufsicht eine Ausführung einer Manipulator-Einrichtung zum gleichzeitigen
Wechsel aller Werkzeuge einer im Ausführungsbeispiel Neun-Rollen-Profilrichtmaschine;
- Figur 9
- die Manipulator-Einrichtung nach Figur 8 von vorne gesehen; und
- Figur 10
- als Einzelheit im Längsschnitt ein mehrteiliges Werkzeug.
[0010] Eine Profilrichtmaschine 1 weist nach Figur 1 vier obere Richtwellen 2a und fünf
untere Richtwellen 2b auf. Die unteren Richtwellen 2b sind in Lager-Einbaustücken
3 aufgenommen, die sich auf einem Bodenträger 4 abstützen, während die oberen Richtwellen
2a in Lager-Einbaustücken 3 angeordnet sind, die von Zylinderaugen 5 (vgl. die Figuren
2 und 3) von sich an dem Bodenträger 4 abstützenden Hydraulikzylindern 6 bzw. 7 getragen
werden.
[0011] Wie näher den Figuren 3 und 4 zu entnehmen ist, lagern jeweils das der Antriebsseite
I und das der Bedienungs- bzw. Werkzeugseite II zugewandte Richtwellenende 8 bzw.
9 sowohl der oberen als auch der unteren Richtwellen 2a bzw. 2b in den Lager-Einbaustücken
3, und die Richtwellen 2a bzw. 2b nehmen die hier mit oberen und unteren Richtscheiben
10a bzw. 10b zum Richten beispielsweise eines warmgewalzten H-Trägers ausgerüsteten
Werkzeuge 11 mit fliegender Lagerung auf. Zur Kompensierung von Höhenunterschieden
aufgrund verschiedener Profile, anderer Richtscheibendurchmesser und Verschleiß an
den Werkzeugen 11 bzw. der oberen und unteren Richtscheiben 10a, 10b ist im Ausführungsbeispiel
- vgl. Figur 1 - die gesamte Profilrichtmaschine 1 über eine mit dem Fundament 12
verankerte elektromechanische Verstell- bzw. Hubeinrichtung 13 über an den Bodenträger
4 angreifende Spindeln 14 heb- und senkbar ausgebildet.
[0012] Jede obere und untere Richtwelle 2a bzw. 2b ist einzeln über an der Antriebsseite
I vorgesehene Motoren 15 und zwischengeschaltete Getriebe 16 antreibbar. Außerdem
sind dort Antriebe 17 zur Axialverstellung der Richtwellen 2a bzw. 2b angeordnet.
Die eine einzelne Anstellung der oberen Richtwellen 2a ermöglichenden und somit als
Anstellmittel dienenden Hydraulikzylinder 6 bzw. 7 sind bei der in den Figuren 1 bis
4 gezeigten Bauweise der Profilrichtmaschine 1 mit fliegender Lagerung der Werkzeuge
11 zur Aufnahme der in Pfeilrichtung 18 wirkenden Richtkraft F
R (vgl. Figur 3) unterschiedlich belastet, und zwar ist der bedienungs- bzw. werkzeugseitige
Hydraulikzylinder 6 auf Zug gemäß Pfeilrichtung 19 und der antriebsseitige Hydraulikzylinder
7 auf Druck gemäß Pfeilrichtung 20 beaufschlagt. In den werkzeugseitigen Hydraulikzylindern
6 herrscht Pmax somit in den jeweils oberen Zylinderräumen und in den antriebsseitigen
Hydraulikzylindern 7 Pmax jeweils in den unteren Zylinderräumen (vgl. Figur 3). Wenn
statt der Hydraulikzylinder 6, 7 als Anstellmittel Anstellspindeln eingesetzt würden,
würden deren Zahnflanken entsprechend gegenläufig belastet.
[0013] Aufgrund der von unten an die Richtwellenenden 8 und 9 der jeweils oberen Richtwellen
2a angreifenden Hydraulikzylinder 6, 7 werden die Richtkräfte (Pfeil 18) auf kurzem
Wege zwischen den Lagereinheiten aufgenommen, wozu als Verbindung zwischen jeweils
den Lager-Einbaustücken 3 und den benachbarten Hydraulikzylindern 6 ein Kraftübertragungsmittel
40 (im Beispiel ein Bolzen) vorgesehen ist (vgl. auch Fig. 2). Eine bei den bisherigen
Profilrichtmaschinen erforderliche, geschlossene Rahmenkonstruktion bzw. ein geschlossenes
Ständersystem kann damit entfallen. Es reicht vielmehr aus, die Richtwellen 2a bzw.
2b in lediglich Einbaustücken 3 anzuordnen. Die Hydraulikzylinder 6, 7 sind unterschiedlich
groß dimensioniert, womit den aufgrund der unterschiedlichen Hebelverhältnisse sich
einstellenden größeren bzw. kleineren Kräften Rechnung getragen wird, so daß die werkzeugseitigen
Hydraulikzylinder 6 größer als die antreibsseitigen Hydraulikzylinder 7 sind.
[0014] Von einer in einer anderen Bauweise ausgeführten Profilrichtmaschine, nämlich nicht
mehr mit fliegender Lagerung, sondern beidseitiger Lagerung der Werkzeuge 11 sind
in den Figuren 5 und 6 als Einzelheit jeweils nur eine obere und eine untere Richtwelle
dargestellt. Diese bestehen hier aus zwei Richtwellenteilen 21a , 21b bzw. 22a , 22b
(vgl. die untere Richtwelle nach Figur 6). Sowohl die oberen Richtwellenteile 21a,
21b als auch die unteren Richtwellenteile 22a, 22b sind - und insofern in völliger
Übereinstimmung mit dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel - in Lager-Einbaustücken
3 und - die jeweils unteren Richtwellenteile 22b - in Lagereinheiten 103 angeordnet,
so daß es auch in diesem Fall keiner geschlossenen Rahmenkonstruktion bzw. geschlossenen
Ständerbauweise bedarf. Die beidseitig des Werkzeugs angeordneten Einbaustükke 3 der
oberen Richtwellenteile 21a, 21b sind sowohl auf der Antriebsseite I als auch auf
der Bedienungsseite II über als Anstellmittel dienende Hydraulikzylinder 23a, 23b
getragen, die sich über Grundrahmen 24 bzw. 25 auf dem Fundament 12 abstützen. Auch
hier wird - die in diesem Fall mittig angreifende - Richtkraft 18 auf kürzestem Wege
aufgenommen, und über wiederum verbindende Kraftübertragungsmittel im Kurzschluß zwischen
den Lagerungen weitergeleitet; der Bodenträger bzw. das Fundament bleibt von den Kräften
verschont. Die Anstell- bzw. Hydraulikzylinder 23a, 23b sind hierbei beide gemäß Pfeil
19 mit Zug F
A beaufschlagt sind. Der mit Lagereinheiten 103 für die unteren Richtwellenteile 22a,
22b ausgebildete und für die oberen Richtwellenteile 21a, 21b bzw. 22a, 22b Lager-Einbaustücke
3 aufweisende, bedienungsseitige Grundrahmen 25 ist verfahrbar auf dem Fundament 12
angeordnet, d.h. die Bedienungsseite II dieser Bauweise einer Profilrichtmaschine
läßt sich öffnen, so daß die Werkzeuge 11 frei zugänglich sind.
[0015] Die beidseitige Lagerung der Werkzeuge 11 mittels oberen und unteren, aus den beiden
Richtwellenteilen 21a, 21b und 22a, 22b bestehenden Richtwellen eröffnet im Zusammenspiel
mit dem bedienungsseitig verfahrbaren Grundrahmen 25 eine Sandwich-Bauweise der Werkzeuge
11, die folglich ebenfalls mehrteilig sind und sich aus einer Montagebuchse 26 und
den von diesen oben bzw. unten getragenen Richtscheiben 10a und 10b zusammensetzt.
Als sichere Verbindung der im oberen und unteren Richtwellenbereich sich aus den Komponenten
der beiden Richtwellenteile 21a, 21b bzw. 22a, 22b und den Buchsen 26 mit den darauf
angeordneten Richtscheiben 10a bzw. 10b (vgl. auch Figur 10) zusammensetzenden Richtwelleneinheiten
samt Werkzeug dient unter Einbeziehung eines Zugankers 27 eine erprobte, hochvorgespannte
Sandwich-Verbindung.
[0016] Die beidseitige Lagerung der Werkzeuge 11 bei einer Ausführung einer Profilrichtmaschine
nach den Figuren 5 und 6 mit mittigem Kraftangriff der Richtkraft und damit gleichmäßiger
Spannungsverteilung auf beide Lager-Einbaustücke 3 bietet im Zusammenspiel mit den
bedienungsseitig verfahrbaren Grundrahmen 25 und der Sandwich-Bauweise der Werkzeuge
11 weiterhin eine einfache Art des Wechsels bei entweder verschlissenen Werkzeugen
11 oder beim Umbau auf ein anderes zu richtendes Profil. Hierzu kann - wie schematisch
in den Figuren 8 und 9 gezeigt - ein mit Zangen 28 für alle an der Profilrichtmaschine
100 vorhandenen Werkzeuge 11 ausgerüsteter Manipulator bzw. Zangenmanipulator 29 -
im Ausführungsbeispiel ausgebildet als Traverse 30, die nach Art eines Kranfahrzeuges
auf einer hochgelegten Kranbahn 31 verfahren wird - vorgesehen werden. Zum gleichzeitigen
und damit schnellen Wechsel aller Werkzeuge 11 bzw. Buchsen 26 brauchen lediglich
die hochvorgespannten Sandwich-Verbindungen gelöst zu werden, so daß danach der Manipulator
29 mit seinen Zangen 28 gleichzeitig alle Buchsen 26 bzw. Werkzeuge 11 übemehmen kann.
Danach wird der bewegliche Grundrahmen 25 hydraulisch in Wechselposition gefahren,
d.h. die Bedienungsseite II der Profilrichtmaschine 100 wird geöffnet, wobei der Manipulator
29 dann zeitversetzt folgt und den automatischen Wechsel einleitet. Es werden die
Buchsen 26 mit den verbrauchten Richtscheiben 10a bzw. 10b in Position 32 von Figur
8 abgelegt und die in Position 33 bereitgestellten neuen Werkzeuge übemommen und durch
Verfahren des Manipulators 29 bzw. der Traverse 30 in ihre Lage in der Profilrichtmaschine
100 gebracht. Sobald dann der bewegliche Grundrahmen 25 wieder verfahren und die Profilrichtmaschine
100 geschlossen sowie die Sandwich-Verbindungen verspannt wurden, ist die Profilrichtmaschine
100 in kurzer Zeit wieder betriebsbereit. Das Vorbereiten der auszutauschenden neuen
Werkzeuge kann hierbei in einem im Einzugsbereich der Kranbahn 31 angeordneten Bauplatz
34 erfolgen.
[0017] Die Figur 7 zeigt am Beispiel von zweiteiligen Richtwellen eine alternative Ausbildung
der axialen Richtwellen-Verstellung in Form einer hydraulischen Einheit. Am Richtwellenteil
21 a ist an dessen an der Antriebsseite 1 außenliegenden Ende ein Zylindergehäuse
35 ausgebildet, das einen aus zwei Teilen bestehenden Kolben 36a, 36b aufnimmt, wobei
die beiden Kolbenteile 36a, 36b gleichzeitig die Wälzlager 37, 38 des Richtwellenteils
21 a einschließen. Durch Druckbeaufschlagung entweder des einen oder des anderen Zylinderraums
39a bzw. 39b über nicht dargestellte, steuerbare Hydraulikanschlüsse kann das Richtwellenteil
21a horizontal axial verschoben und damit eine spielfreie Feststellung der axialen
Position der Richtwellen erreicht werden.
[0018] Ganz gleich jedoch, in welcher Bauweise die Profilrichtmaschine ausgeführt ist, d.h.
mit fliegender Lagerung oder beidseitiger Lagerung der Werkzeuge, so ermöglichen doch
die vorzugsweise an die oberen Richtwellen von unten angreifenden Anstellmittel (Hydraulikzylinder
oder Anstellspindeln) eine an zumindest dem bedienungsseitigen Anstellmittel zur Richtkraft
gegenläufige Kraftbeaufschlagung, was es ermöglicht, die Richtkräfte auf kürzestem
Wege aufzunehmen, somit auf eine geschlossene Rahmen- bzw. Ständerbauweise der Richtmaschine
zu verzichten und die beschriebenen erheblichen Vorteile auszuschöpfen.
1. Verfahren zum Betreiben einer Richtmaschine (1) zum Richten von Profilen, wie gewalzte
Träger, die ober- und unterhalb der Passlinie in Transportrichtung des Richtgutes
mehrere auf zueinander parallelen, angetriebenen Richtwellen (2a, 2b; 21a, 21b; 22a,
22b) angeordnete Werkzeuge (11) aufweist, von denen vorzugsweise die oberen Richtwellen
(2a; 21a; 21b) zur Einstellung des Richtspaltes einstellbar sind, wobei die Richtwellen
(2a; 21a, b) einzeln anstellbar sind und ihnen jeweils an beiden Seiten ein an die
Richtwellenenden (8,9; 21a,b) angreifendes Anstellmittel (6, 7; 23a, 23b) zugeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Richtbetrieb zumindest das von der Antriebsseite (I) entfernte, bedienungsseitige
Anstellmittel (6; 23a) mit einer zur Richtkraft (FR) gegenläufigen Kraft (FA) beaufschlagt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei der das das Werkzeug (11) tragende Richtwellenende
(8, 9) fliegend gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das antriebsseitige Anstellmittel (7) druck- und das werkzeugseitige Anstellmittel
(6) zugbelastet wird.
1. A method for operating a straightening machine (1) for straightening profiles such
as rolled beams, which is equipped with several tools (11) arranged above and below
the pass line in the direction of travel of the material to be straightened on driven
straightening shafts (2a, 2b; 21a, 21b; 22a, 22b) that are parallel to each other,
and of which preferably the upper straightening shafts (2a; 21a; 21b) are adjustable
for adjusting the straightening gap, wherein the straightening shafts (2a; 21a, b)
are adjustable individually and an engaging element (6, 7; 23a, 23b) that engages
each of the straightening shaft ends (8, 9; 21a, b) on both sides is allocated thereto,
characterized in that
in straightening operation at least the engaging element (6; 23a) on the operating
side, farthest from the driving side (I), is loaded with a force (FA) in the opposite direction to the straightening force (FR).
2. The method as cited in claim 1, in which the straightening shaft end (8, 9) supporting
the tool (11) is cantilevered,
characterized in that
the engaging element (7) on the drive side is subjected to compressive loading and
the engaging element on the tool side (6) is subjected to tensile loading.
1. Procédé d'exploitation d'une machine à dresser (1) servant au dressage de profilés,
comme des supports laminés, qui présente, au dessus et en dessous de la ligne de passe,
dans le sens du transport du produit à dresser, plusieurs outils (11) disposés sur
des arbres de dressage motorisés parallèles entre eux (2a, 2b ; 21a, 21b ; 22a, 22b),
dont de préférence les arbres de dressage supérieurs (2a ; 21a; 21b) sont réglables
pour permettre le réglage de l'intervalle de dressage, les arbres de dressage (2a
; 21a, b) étant réglables individuellement et un moyen d'avancement (6, 7 ; 23a, 23b)
en prise avec les extrémités des arbres de dressage (8, 9 ; 21a, b) leur étant associé
respectivement des deux côtés,
caractérisé en ce que,
en cours de dressage, au moins le moyen d'avancement (6 ; 23a) se trouvant du côté
utilisation et éloigné du côté moteur (I) est sollicité au moyen d'une force (FA) dont le sens est opposé à celui de la force de dressage(FR).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'extrémité de l'arbre de dressage (8,
9) supportant l'outil (11) s'appuie de manière volante,
caractérisé en ce que
le moyen d'avancement (7) situé du côté moteur est chargé par pression et le moyen
d'avancement situé du côté outil (6) est chargé par traction.