[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hydroformylierung von Olefinen
mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen.
[0002] Die Hydroformylierung oder Oxo-Synthese ist ein wichtiges großtechnisches Verfahren
zur Herstellung von Aldehyden aus Olefinen, Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Diese Aldehyde
können gegebenenfalls im gleichen Arbeitsgang oder nachfolgend in einem getrennten
Hydrierschritt mit Wasserstoff zu den entsprechenden Alkoholen hydriert werden. Die
Hydroformylierung erfolgt in Anwesenheit von homogen im Reaktionsmedium gelösten Katalysatoren.
Als Katalysatoren werden dabei im Allgemeinen Verbindungen oder Komplexe von Metallen
der VIII. Nebengruppe, speziell Co-, Rh-, Ir-, Pd-, Pt- oder Ru-Verbindungen bzw.
-komplexe eingesetzt, die unmodifiziert oder z. B. mit amin- oder phosphinhaltigen
Verbindungen modifiziert sein können.
[0003] Da ein quantitativer Umsatz des Olefins bei der Hydroformylierung einen hohen apparativen
Aufwand erfordert, wird insbesondere die Hydroformylierung niederer Olefine häufig
nur bis zu einem Teilumsatz durchgeführt. Aus dem Reaktionsaustrag wird das Hydroformylierungsprodukt
abgetrennt und das nicht umgesetzte Olefin wird dann zusammen mit frischem Kohlenmonoxid
und Wasserstoff wieder dem Hydroformylierungsreaktor zugeführt. Mit dem zurückgeführten
Olefin werden allerdings auch die mit dem Olefin eingeführten oder durch Nebenreaktionen
gebildeten Inertkomponenten, z. B. gesättigte Kohlenwasserstoffe, die der Hydroformylierung
nicht zugänglich sind, in den Reaktor zurückgeführt. Um zu verhindern, dass die Konzentration
der Inertkomponenten im Hydroformylierungsreaktor kontinuierlich ansteigt und Werte
erreicht, bei denen die Hydroformylierungsreaktion zum Erliegen kommt, muss kontinuierlich
ein Teilstrom des rückgeführten Stroms aus dem Verfahren ausgeleitet werden, um die
Inertkomponenten aus dem System zu entfernen.
[0004] Der Ausleitstrom besteht jedoch nur zu einem Teil aus Inertkomponenten. Den größten
Teil bilden nicht umgesetztes Olefin sowie nicht umgesetztes Kohlenmonoxid und Wasserstoff,
die somit für die Umsetzung verloren gehen. Um den Ausleitstrom klein und die damit
verbundenen Verluste gering zu halten, wird im Allgemeinen ein Olefinzulauf hoher
Reinheit eingesetzt. So wird bei der Hydroformylierung von Propylen im Allgemeinen
ein Propylenzulauf mit einer Reinheit von etwa 99,5 % eingesetzt, das bisweilen als
"Polymer Grade Propylen" bezeichnet wird, wobei der Rest im Wesentlichen aus Propan
besteht. Derartige Olefinzuläufe hoher Reinheit sind allerdings nur aufwendig zu erhalten
und werden demzufolge zu deutlich höheren Preisen auf dem Markt angeboten als Olefine
niedrigerer Reinheit. So ist beispielsweise das sogenannte "Chemical Grade Propylen",
das etwa 3 bis 7 Gew.-% Propan enthält, deutlich billiger als das angesprochene Polymer
Grade Propylen.
[0005] Olefinzuläufe niedriger Reinheit, die z. B. mehr als 0,5 Gew.-% gesättigte Kohlenwasserstoffe
enthalten, können in industriellen Hydroformylierungsverfahren aus den genannten Gründen
nicht ohne weiteres eingesetzt werden. Um zu verhindern, dass die Konzentration gesättigter
Kohlenwasserstoffe im Hydroformylierungsreaktor derart hohe Werte erreicht, dass die
Hydroformylierung zum Erliegen kommt, müsste der Ausleitstrom unter gleichzeitigem
Verlust von unumgesetztem Olefin derart hoch gewählt werden, dass die Ersparnis des
billigeren Einsatzstoffs zunichte gemacht würde.
[0006] Die EP-A 0 648 730 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines aus Propylen gewonnenen
Oxoprodukts, bei dem aus dem Produktstrom einer Propylen-Hydroformylierung ein Gasstrom
abgetrennt wird, der nicht umgesetztes Propylen und Propan enthält. Durch selektive
Adsorption von Propylen an ein Adsorptionsmittel und anschließende Desorption wird
ein Propylen-angereicherter Gasstrom erhalten, der zumindest teilweise in die Reaktionszone
zurückgeführt wird. Die alternierenden Adsorptions- und Desorptionscyclen erfordern
periodische Druck- und/oder Temperaturwechsel. Die dazu benötigten Apparaturen sind
aufwendig und störanfällig.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ein alternatives Verfahren
zur Hydroformylierung von Olefinen anzugeben, das den Einsatz von olefinhaltigen Zuläufen
mit einer Beimischung von gesättigten Kohlenwasserstoffen erlaubt.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Hydroformylierung von
Olefinen mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen gelöst, bei dem man
(i) in eine Reaktionszone einen olefinhaltigen Zulauf, der eine Beimischung eines
gesättigten Kohlenwasserstoffs mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen enthält, Kohlenmonoxid
und Wasserstoff einspeist und in Gegenwart eines Hydroformylierungskatalysators, umsetzt,
(ii) vom Austrag aus der Reaktionszone einen im Wesentlichen aus nicht umgesetztem
Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff bestehenden Strom abtrennt,
(iii) den Strom durch Rektifikation in eine Olefin-angereicherte Fraktion und eine
Olefin-abgereicherte Fraktion trennt, und
(iv) die Olefin-angereicherte Fraktion zumindest teilweise in die Reaktionszone zurückführt.
[0009] Olefine, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hydroformyliert werden können,
enthalten 2 bis 8, vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatöme. Es kann sich um geradkettige,
verzweigte oder cyclische Olefine handeln. Bevorzugte Beispiele geeigneter Olefine
sind Ethen, Propen, 1-Buten und/oder 2-Buten. Der olefinhaltige Zulauf kann ein einzelnes
Olefin oder ein Gemisch von Olefinen enthalten. Das Olefin wird in Form eines olefinhaltigen
Zulaufs in die Reaktionszone eingespeist, der eine Beimischung, z. B. 0,5 bis 40 Gew.-%,
vorzugsweise 2 bis 30 Gew.-%, insbesondere 3 bis 10 Gew.-%, wenigstens eines gesättigten
Kohlenwasserstoffs, d. h. eines Alkans und/oder Cycloalkans, mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen
enthält. In der Regel weisen das Olefin und der gesättigte Kohlenwasserstoff die gleiche
Anzahl an Kohlenstoffatomen auf. Üblicherweise besteht der olefinhaltige Zulauf im
Wesentlichen nur aus Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff, d. h. er enthält vorzugsweise
weniger als 0,5 Gew.-% an von Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff verschiedenen
Komponenten.
[0010] Geeignete olefinhaltige Zuläufe sind großtechnisch zugänglich. Ein bevorzugtes Beispiel
ist ein Gemisch von Propan und Propen, vorzugsweise mit einem Gehalt von 2 bis 10
Gew.-%, insbesondere 3 bis 7 Gew.-%, Propan. Derartige Gemische sind als "Chemical
Grade Propylen" käuflich. Sie werden z. B. erhalten durch Umsetzung von Naptha oder
Erdgas in Steamcrackern und anschließende destillative Aufarbeitung. Ein weiteres
Beispiel eines geeigneten olefinhaltigen Zulaufs ist auch das sogenannte "Refinery
Grade Propylen", das Propangehalte von 20 bis 40 Gew.-% aufweist.
[0011] Kohlenmonoxid und Wasserstoff werden üblicherweise in Form eines Gemisches, dem sogenannten
Synthesegas, eingesetzt. Die Zusammensetzung des im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten
Synthesegases kann in weiten Bereichen variieren. Das molare Verhältnis von Kohlenmonoxid
und Wasserstoff beträgt in der Regel 2:1 bis 1:2, insbesondere etwa 45:55 bis 50:50.
[0012] Die Temperatur bei der Hydroformylierungsreaktion liegt im Allgemeinen in einem Bereich
von etwa 50 bis 200 °C, vorzugsweise etwa 60 bis 190 °C, insbesondere etwa 90 bis
190 °C. Die Umsetzung wird vorzugsweise bei einem Druck im Bereich von etwa 10 bis
700 bar, vorzugsweise 15 bis 200 bar, insbesondere 15 bis 60 bar durchgeführt. Der
Reaktionsdruck kann in Abhängigkeit von der Aktivität des eingesetzten Hydroformylierungskatalysators
variiert werden.
[0013] Geeignete druckfeste Reaktionsapparaturen für die Hydroformylierung sind dem Fachmann
bekannt. Dazu zählen die allgemein üblichen Reaktoren für Gas-flüssig-Reaktionen,
wie z. B. Gasumlaufreaktoren, Blasensäulen etc., die gegebenenfalls durch Einbauten
unterteilt sein können.
[0014] Geeignete Hydroformylierungskatalysatoren sind die üblichen, dem Fachmann bekannten
Übergangsmetallverbindungen und -komplexe, die sowohl mit als auch ohne Cokatalysatoren
eingesetzt werden können. Bevorzugt handelt es sich bei dem Übergangsmetall um ein
Metall der VIII. Nebengruppe des Periodensystems und insbesondere um Co, Ru, Rh, Pd,
Pt, Os oder Ir, speziell um Rh, Co, Ir oder Ru.
[0015] Geeignete Komplexverbindungen sind beispielsweise die Carbonylverbindungen der genannten
Metalle sowie Komplexe, deren Liganden ausgewählt sind unter Aminen, Arylphosphinen,
Alkylphosphinen, Arylalkylphosphinen, Olefinen, Dienen etc. und Mischungen davon.
[0016] Es eignen sich z. B. Rhodiumkomplexe der allgemeinen Formel RhX
mL
1L
2 (L
3)
n, worin
- X
- für Halogenid, vorzugsweise Chlorid oder Bromid, Alkyl- oder Arylcarboxylat, Acetylacetonat,
Aryl- oder Alkylsulfonat, insbesondere Phenylsulfonat und Toluolsulfonat, Hydrid oder
das Diphenyltriazin-Anion,
- L1, L2, L3
- unabhängig voneinander für CO, Olefine, Cycloolefine, vorzugsweise Cyclooctadien (COD),
Dibenzophosphol, Benzonitril, PR3 oder R2P-A-PR2, m für 1 oder 3 und n für 0, 1 oder 2 stehen. Unter R (die Reste R können gleich
oder verschieden sein) sind Alkyl-, Cycloalkyl- und Arylreste zu verstehen, vorzugsweise
Phenyl, p-Tolyl, m-Tolyl, p-Ethylphenyl, p-Cumyl, p-t-Butylphenyl, p-C1-C4-Alkoxyphenyl, vorzugsweise p-Anisyl, Xylyl, Mesityl, p-Hydroxyphenyl, das gegebenenfalls
auch ethoxyliert vorliegen kann, Sulfophenyl, Isopropyl, C1-C4-Alkoxy, Cyclopentyl oder Cyclohexyl. A steht für 1,2-Ethylen oder 1,3-Propylen. Bevorzugt
stehen L1, L2 oder L3 unabhängig voneinander für CO, COD, P(Phenyl)3, P(i-Propyl)3, P(Anisyl)3, P(OC2H5)3, P(Cyclohexyl)3, Dibenzophosphol oder Benzonitril.
- X
- steht bevorzugt für Hydrid, Chlorid, Bromid, Acetat, Tosylat, Acetylacetonat oder
das Diphenyltriazin-Anion, insbesondere für Hydrid, Chlorid oder Acetat.
[0017] Bevorzugte Hydroformylierungskatalysatoren sind phosphorhaltige Rhodiumkatalysatoren,
wie sie z. B. unter Hydroformylierungsbedingungen in situ aus einer Rhodiumquelle
und einem Triarylphosphin, z. B. Triphenylphosphin, gebildet werden, wie RhH(CO)
2(PPh
3)
2 oder RhH(CO)(PPh
3)
3.
[0018] Geeignete Hydroformylierungskatalysatoren werden z. B. in Beller et al., Journal
of Molecular Catalysis A, 104 (1995), S. 17-85, beschrieben, worauf hier in vollem
Umfang Bezug genommen wird.
[0019] In der Reaktionszone findet, bezogen auf das eingespeiste Olefin, pro Durchgang ein
Teilumsatz statt. Der Umsatz beträgt im Allgemeinen 10 bis 90 % bezogen auf das eingespeiste
Olefin.
[0020] Der Austrag aus der Reaktionszone wird einer ein- oder mehrstufigen Trennoperation
unterzogen, wobei zumindest ein die Hauptmenge des Hydroformylierungsproduktes enthaltender
Strom und ein im Wesentlichen aus nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff
bestehender Strom erhalten werden. Je nach Austragsverfahren werden gegebenenfalls
weitere Ströme erhalten, wie synthesegashaltige Abgase, hochsiedende Nebenprodukte
der Hydroformylierung und/oder Hydroformylierungskatalysator enthaltende Ströme, die
- gegebenenfalls nach Aufarbeitung - ganz oder teilweise in die Reaktionszone zurückgeführt
oder aus dem Verfahren ausgeschleust werden. Vom Austrag aus der Reaktionszone können
beispielsweise zuerst das Hydroformylierungsprodukt und gegebenenfalls höher als das
Hydroformylierungsprodukt siedende Anteile abgetrennt werden. Anschließend kann ein
Gemisch von nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff auskondensiert
werden.
[0021] Zweckmäßigerweise erhält man den im Wesentlichen aus nicht umgesetztem Olefin und
gesättigtem Kohlenwasserstoff bestehenden Strom jedoch dadurch, dass man vom Austrag
aus der Reaktionszone zuerst ein rohes Hydroformylierungsprodukt abtrennt, welches
nicht umgesetztes Olefin und gesättigten Kohlenwasserstoff gelöst enthält, und das
flüssige rohe Hydroformylierungsprodukt dann einem Entgasungsschritt unterzieht, bei
dem ein Strom anfällt, der im Wesentlichen aus nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem
Kohlenwasserstoff besteht. Der vom rohen Hydroformylierungsprodukt befreite Reaktionsaustrag
wird in der Regel ganz oder teilweise in die Reaktionszone zurückgeführt. Zur Entgasung
kann das rohe Hydroformylierungsprodukt entspannt, erwärmt und/oder mit einem Strippgas,
wie Synthesegas oder Stickstoff, behandelt werden. Zweckmäßigerweise führt man die
Entgasung in einer Kolonne durch, wobei das rohe Hydroformylierungsprodukt im Bereich
der Kolonnenmitte eingespeist wird, am Kolonnensumpf das entgaste Hydroformylierungsprodukt
abgezogen wird, das der weiteren Aufarbeitung zugeführt wird, und am Kolonnenkopf
ein flüssiger oder gasförmiger Strom abgezogen wird, der im Wesentlichen aus nicht
umgesetztem Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff besteht.
[0022] Die Abtrennung des rohen Hydroformylierungsproduktes vom Austrag aus der Reaktionszone
kann auf verschiedene Weise erfolgen. Es kann zum einen das sogenannte Flüssigaustragsverfahren
zum Einsatz kommen, bei dem der im Wesentlichen, bis auf das im Überschuss zur Hydroformylierung
eingesetzte Synthesegas, flüssige Austrag aus der Reaktionszone entspannt wird, wobei
in Folge der Druckerniedrigung der Austrag in eine Flüssigphase, die im Wesentlichen
aus hochsiedenden Nebenprodukten, dem homogen gelösten Hydroformylierungskatalysator
und geringen Mengen an Hydroformylierungsprodukt, an nicht umgesetztem Olefin und
an gesättigtem Kohlenwasserstoff besteht, und eine Gasphase, die im Wesentlichen aus
Hydroformylierungsprodukt, nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff
sowie nicht umgesetztem Synthesegas besteht, aufgetrennt wird. Die Flüssigphase kann
als Rückführstrom wieder in den Reaktor geleitet werden. Durch zumindest partielle
Kondensation der Gasphase wird das rohe Bydroformylierungsprodukt erhalten. Die bei
der Kondensation zurückbleibende Gasphase wird ganz oder teilweise in die Reaktionszone
zurückgeführt.
[0023] Mit Vorteil kann die in der Entspannungsstufe primär anfallende Gas- und Flüssigphase
nach dem in der WO 97/07086 beschriebenen Verfahren aufgearbeitet werden. Zu diesem
Zweck wird die Flüssigphase erwärmt und in den oberen Bereich einer Kolonne eingeleitet,
während die Gasphase in den Sumpf der Kolonne eingeleitet wird. Flüssigphase und Gasphase
werden dadurch im Gegenstrom geführt. Um den gegenseitigen Kontakt der Phasen zu erhöhen,
ist die Kolonne vorzugsweise mit Füllkörpern gefüllt. Durch den innigen Kontakt der
Gasphase mit der Flüssigphase werden die in der Flüssigphase vorhandenen Restmengen
an Hydroformylierungsprodukt, nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff
in die Gasphase transferiert, so dass der die Kolonne am Kopf verlassende Gasstrom
im Vergleich zu dem am unteren Ende der Kolonne eingeführten Gasstrom an Hydroformylierungsprodukt,
nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff angereichert ist. Die weitere
Aufarbeitung des die Kolonne verlassenden Gasstroms und der die Kolonne verlassenden
Flüssigphase erfolgt in üblicher Weise, beispielsweise wie oben beschrieben.
[0024] Alternativ kann man insbesondere bei Einsatz von C
2-C
4-Olefinen nach dem sogenannten Kreisgasverfahren (gas recycle) arbeiten, bei dem aus
dem Gasraum des Hydroformylierungsreaktors ein Gasstrom abgezogen wird. Dieser Gasstrom
besteht im Wesentlichen aus Synthesegas, nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem
Kohlenwasserstoff, wobei nach Maßgabe des Dampfdrucks im Hydroformylierungsreaktor
das bei der Hydroformylierungsreaktion gebildete Hydroformylierungsprodukt mitgeführt
wird. Aus dem Gasstrom wird das mitgeführte Hydroformylierungsprodukt z. B. durch
Abkühlen auskondensiert, und der vom Flüssiganteil befreite Gasstrom wird zurück in
den Hydroformylierungsreaktor geführt.
[0025] Der im Wesentlichen aus nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff
bestehende Strom enthält z. B. 50 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 60 bis 80 Gew.-%, Olefin
und 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 40 Gew.-% gesättigten Kohlenwasserstoff.
[0026] Der im wesentlichen aus nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff
bestehende Strom wird durch Rektifikation (Destillation) in eine olefin-angereicherte
Fraktion und eine Olefin-abgereicherte Fraktion getrennt. Die Rektifikation erfolgt
üblicherweise bei tiefer Temperatur und/oder erhöhtem Druck, wobei die genauen Temperatur-
und/oder Druckbedingungen von Faktoren, wie der Kohlenstoffanzahl des zu trennenden
Olefins/gesättigten Kohlenwasserstoffs, usw. abhängen. Die Rektifikation erfolgt im
Allgemeinen in einer Kolonne, die mit einer ausreichend großen Zahl von Rektifikationsböden
versehen ist. Kolonnen für derartige Trennaufgaben sind an sich bekannt und werden
z. B. zur Trennung von Olefinen und gesättigten Kohlenwasserstoffen eingesetzt, die
im Spaltgas eines Steamcrackers enthalten sind. Der aufzutrennende Strom kann wahlweise
gasförmig oder flüssig in die Kolonne eingeführt werden, vorzugsweise im Bereich der
Kolonnenmitte. Am Kopf oder oberen Bereich der Kolonne kann zweckmäßigerweise die
Olefin-angereicherte Fraktion, am Sumpf oder unteren Bereich der Kolonne die Olefin-abgereicherte
Fraktion abgenommen werden.
[0027] In der Regel strebt man an, als Olefin-abgereicherte Fraktion möglichst reinen gesättigten
Kohlenwasserstoff zu gewinnen, der ohne größeren Verlust an Olefin aus dem Verfahren
ausgeleitet werden kann. Demgegenüber strebt man bei der Olefin-angereicherten Fraktion
im Allgemeinen nicht reines Olefin an, sondern lässt darin einen gewissen Gehalt an
gesättigten Kohlenwasserstoffen zu, um den Aufwand der Trennung geringer zu halten.
Es ist für die Zwecke der vorliegenden Erfindung ausreichend, dass die Olefin-angereicherte
Fraktion gegenüber dem Austrag aus der Reaktionszone Olefin-angereichert ist, d. h.
dass das Verhältnis von Olefin zu gesättigtem Kohlenwasserstoff in ihr größer ist
als im Austrag aus der Reaktionszone.
[0028] Die Olefin-abgereicherte Fraktion enthält vorzugsweise mehr als 95 Gew.-%, insbesondere
mehr als 99 Gew.-% gesättigten Kohlenwasserstoff. Üblicherweise enthält die Olefin-angereicherte
Fraktion mehr als 80 Gew.-%, z. B. 85 bis 95 Gew.-% Olefin, wobei der Rest gesättigter
Kohlenwasserstoff ist.
[0029] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird im erfindungsgemäßen Verfahren
ein propylenhaltiger Zulauf eingesetzt, der eine Beimischung von Propan enthält. Als
zu trennender Strom fällt daher ein Gemisch von Propylen und Propan an. Die Auftrennung
dieses Stroms in eine Propylen-angereicherte Fraktion und eine propylen-abgereicherte
Fraktion gelingt in einer geeigneten Destillationskolonne unter Druck, einem sogenannten
C
3-Splitter. Die Kolonne wird vorzugsweise so gefahren, dass am Kopf eine Propylen-angereicherte
Fraktion anfällt, die direkt in die Reaktionszone zurückgeführt werden kann, und am
Sumpf weitgehend reines Propan abgezogen werden kann, das ohne Verlust an Propylen
aus dem System entfernt werden kann. Typische Betriebsbedingungen des C
3-Splitters sind: 20 bis 25 bar Kopfdruck, 60 bis 70°C Sumpftemperatur, 100 bis 150
theoretische Böden.
[0030] Die Olefin-abgereicherte Fraktion wird aus dem System ausgeleitet. Sie kann z. B.
verbrannt werden. Sie kann ferner als Einsatzstoff für chemische Umsetzungen, z. B.
im Steamcracker, dienen. In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform wird die
olefin-abgereicherte Fraktion einem Steamcracker zugeführt, aus dessen Spaltgas der
olefinhaltige Zulauf für das erfindungsgemäße Verfahren gewonnen wird. Zur Erreichung
eines stationären Betriebszustandes des erfindungsgemäßen Verfahrens wird mit der
Olefin-abgereicherten Fraktion eine Menge an gesättigtem Kohlenwasserstoff ausgeleitet,
die im Wesentlichen der Summe der mit dem olefinhaltigen Zulauf eingeführten Menge
und der bei der Hydroformylierung gebildeten Menge an gesättigtem Kohlenwasserstoff
entspricht.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren geht von olefinhaltigen Zuläufen aus, die eine Beimischung
eines gesättigten Kohlenwasserstoffs enthalten. Derartige Gemische fallen großtechnisch
an und ihre Gewinnung ist erheblich weniger aufwendig als die der entsprechenden hochgereinigten
Olefinzuläufe. Im Rahmen der Erfindung ist zwar an einer der Hydroformylierung nachgeschalteten
Stelle eine Auftrennung von Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff erforderlich.
Die Auftrennung eines vom Hydroformylierungsaustrag abgetrennten Stroms von Olefin/gesättigtem
Kohlenwasserstoff ist jedoch deutlich weniger aufwendig ist als die Auftrennung des
gesamten olefinhaltigen Zulaufs, da der nach der Hydroformylierung anfallende Strom
um den Olefinanteil verringert ist, der in der Hydroformylierungsreaktion zum Aldehyd
und/oder Alkohol umgesetzt worden ist. Die anfallenden Mengen an aufzutrennendem Gemisch
sind in der der Reaktionszone nachgeschalteten Stufe erheblich geringer als der vollständige
Zulauf. Somit kann die Trennungsanlage kleiner ausgelegt werden, was mit geringeren
Investitionskosten verbunden ist. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass der
Olefin-Gehalt der Olefin-angereicherten Fraktion lediglich soweit erhöht werden muss,
dass das Gewichtsverhältnis von Olefin zu gesättigtem Kohlenwasserstoff in der Olefin-angereicherten
Fraktion größer ist als im Austrag aus der Reaktionszone. Ein olefinhaltiger Zulauf
in herkömmlichen Hydroformylierungsverfahren weist in der Regel deutlich höhere Olefingehalte,
z. B. etwa 99,5 %, auf.
[0032] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in Fig. 1 dargestellt
und wird im Folgenden erläutert.
[0033] Fig.1 zeigt eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach dem
Kreisgasverfahren. An sich selbstverständliche Anlagendetails, die zur Veranschaulichung
des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht erforderlich sind, wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit
weggelassen.
[0034] Gemäß Fig. 1 wird in den Reaktor (1) ein olefinhaltiger Zulauf (9), der das zu hydroformylierende
Olefin und einen gesättigten Kohlenwasserstoff enthält, und ein durch die Rohrleitung
(8) zurückgeführter olefinhaltiger Strom sowie Synthesegas (10), d. h. ein Gemisch
von Kohlenmonoxid und Wasserstoff, eingespeist und dort bis zu einem Teilumsatz hydroformyliert.
Aus dem Gasraum des Reaktors wird ein gasförmiger Strom entnommen, der nicht umgesetztes
Olefin, gesättigten Kohlenwasserstoff, nicht umgesetztes Synthesegas und ein Hydroformylierungsprodukt
enthält. Der Strom wird im Wärmetauscher (2) gekühlt und einem Phasentrenngefäß (3)
zugeführt. Der gasförmige Anteil wird über den Kompressor (4) wieder dem Reaktor (1)
zugeführt. Der im Trenngefäß (3) anfallende flüssige Anteil, der im Wesentlichen aus
rohem Hydroformylierungsprodukt mit darin gelöstem Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff
besteht, wird der Entgasungskolonne (5) zugeführt, an deren Kopf ein Gemisch von Olefin
und gesättigtem Kohlenwasserstoff anfällt. Im Sumpf der Entgasungskolonne (5) wird
das rohe Hydroformylierungsprodukt (7) entnommen, das anschließend weiter aufgearbeitet
wird. Das Gemisch von Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff wird in die Rektifikationskolonne
(6) geleitet. Dort fällt am Kopf ein Olefinstrom mit vermindertem Anteil an gesättigtem
Kohlenwasserstoff an, der über die Rohrleitung (8) in den Hydroformylierungsreaktor
(1) zurückgeführt wird. Am Sumpf der Rektifikationskolonne (6) erhält man im Wesentlichen
reinen gesättigten Kohlenwasserstoff, der aus dem System entfernt wird.
[0035] Die Erfindung wird durch das folgende Beispiel näher veranschaulicht.
Beispiel
[0036] Es wurde eine Anlage verwendet, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist.
[0037] Dem Reaktor (1) wurden ein Zulauf von 10 t/h Chemical Grade Propylen (95 % Propylen,
5 % Propan), ein Rückführstrom (8) von 3,2 t/h aus der propylen-propan-Trennkolonne
(6) sowie Synthesegas zugeführt. Im Reaktor befand sich eine Flüssigphase aus Hochsiedern
und einem darin homogen gelösten Katalysator in Form von Rh/Triphenylphosphin. Die
Hydroformylierung erfolgte bei 105 °C und 20 bar. Das gebildete Produkt, ein Gemisch
aus n- und iso-Butyraldehyd, wurde zusammen mit nicht umgesetztem Propylen sowie dem
zugeführten und dem gebildeten Propan mit Hilfe eines Kreisgasstroms aus dem Reaktor
ausgetragen. Die kondensierbaren Anteile wurden in dem nachgeschalteten Kühler (2)
niedergeschlagen und dem darauffolgenden Abscheider (3) gesammelt. Das Kondensat enthielt
78,3 % Butyraldehyd, 14,3 % Propylen und 7,4 % Propan. Es wurde der Entgasungskolonne
(5) zugeführt (20,3 t/h), wo im Sumpf ein C
3-freies Hydroformylierungsprodukt (15,9 t/h) und am Kopf ein Gemisch aus 66 % Propylen
und 34 % Propan (4,4 t/h) anfiel. Dieses Gemisch wurde in der nachfolgenden Kolonne
(6) aufgetrennt in einen praktisch propylenfreien Propanstrom am Sumpf (1,2 t/h) und
ein Gemisch aus 90 % Propylen und 10 % Propan am Kopf (3,2 t/h). Dieser Strom wurde
wieder dem Propylenzulauf des Synthesereaktors (1) zugeführt. Die Kolonne (6) wurde
bei einem Kopfdruck von 20 bis 21 bar und einer Sumpftemperatur von 60 bis 70 °C betrieben
und wies 130 praktische Böden auf.
1. Verfahren zur Hydroformylierung von Olefinen mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen, bei dem
man
(i) in eine Reaktionszone einen olefinhaltigen Zulauf, der eine Beimischung eines
gesättigten Kohlenwasserstoffs mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen enthält, sowie Kohlenmonoxid
und Wasserstoff einspeist und in Gegenwart eines Hydroformylierungskatalysators umsetzt,
(ii) vom Austrag aus der Reaktionszone einen im Wesentlichen aus nicht umgesetztem
Olefin und gesättigtem Kohlenwasserstoff bestehenden Strom abtrennt,
(iii) den Strom durch Rektifikation in eine Olefin-angereicherte Fraktion und eine
Olefin-abgereicherte Fraktion trennt, und
(iv) die Olefin-angereicherte Fraktion zumindest teilweise in die Reaktionszone zurückführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem man den im Wesentlichen aus nicht umgesetztem Olefin
und gesättigtem Kohlenwasserstoff bestehenden Strom dadurch erhält, dass man vom Austrag aus der Reaktionszone zuerst ein rohes Hydroformylierungsprodukt
abtrennt, welches nicht umgesetztes Olefin und gesättigten Kohlenwasserstoff gelöst
enthält, und das rohe Hydroformylierungsprodukt einem Entgasungsschritt unterzieht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem der Austrag aus der Reaktionszone im Wesentlichen
gasförmig ist, und das rohe Hydroformylierungsprodukt durch Kondensation aus dem gasförmigen
Austrag abgetrennt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem der Austrag aus der Reaktionszone im Wesentlichen
flüssig ist, der flüssige Austrag entspannt wird, wobei eine Auftrennung in eine Flüssigphase,
die im Wesentlichen aus hochsiedenden Nebenprodukten, dem homogen gelösten Hydroformylierungskatalysator
und geringen Mengen an Hydroformylierungsprodukt, geringen Mengen an nicht umgesetztem
Olefin und geringen Mengen an gesättigtem Kohlenwasserstoff besteht, und eine Gasphase,
die im Wesentlichen aus Hydroformylierungsprodukt, nicht umgesetztem Olefin und gesättigtem
Kohlenwasserstoff sowie nicht umgesetztem Kohlenmonoxid und Wasserstoff besteht, erfolgt,
und das rohe Hydroformylierungsprodukt durch zumindest partielle Kondensation der
Gasphase erhalten wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem man als Hydroformylierungskatalysator
einen phosphorhaltigen Rhodiumkatalysator verwendet.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Olefin und der gesättigte
Kohlenwasserstoff die gleiche Anzahl an Kohlenstoffatomen aufweisen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem es sich bei dem olefinhaltigen Zulauf um ein Gemisch
von Propan und Propylen handelt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem das Gemisch 2 bis 10 Gew.-% Propan enthält.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Olefin-abgereicherte
Fraktion einem Steamcracker zugeführt wird.
1. A process for the hydroformylation of olefins having from 2 to 8 carbon atoms, in
which
(i) an olefin-comprising feed comprising a proportion of a saturated hydrocarbon having
from 2 to 8 carbon atoms and also carbon monoxide and hydrogen are fed into a reaction
zone and reacted in the presence of a hydroformylation catalyst,
(ii) a stream consisting essentially of unreacted olefin and saturated hydrocarbon
is separated off from the output from the reaction zone,
(iii) the stream is separated into an olefin-enriched fraction and an olefin-depleted
fraction by rectification, and
(iv) at least part of the olefin-enriched fraction is recirculated to the reaction
zone.
2. The process according to claim 1, in which the stream consisting essentially of unreacted
olefin and saturated hydrocarbon is obtained by firstly separating off a crude hydroformylation
product comprising unreacted olefin and saturated hydrocarbon in dissolved form from
the output from the reaction zone and subjecting the crude hydroformylation product
to a degassing step.
3. The process according to claim 2, in which the output from the reaction zone is essentially
gaseous and the crude hydroformylation product is separated off by condensation from
the gaseous output.
4. The process according to claim 2, in which the output from the reaction zone is essentially
liquid, the liquid output is depressurized so that it is separated into a liquid phase
which consists essentially of high-boiling by-products, the homogeneously dissolved
hydroformylation catalyst and small amounts of hydroformylation product, small amounts
of unreacted olefin and small amounts of saturated hydrocarbon, and a gas phase which
consists essentially of hydroformylation product, unreacted olefin and saturated hydrocarbon
and also unreacted carbon monoxide and hydrogen, and the crude hydroformylation product
is obtained by at least partial condensation of the gas phase.
5. The process according to any of the preceding claims, in which the hydroformylation
catalyst used is a phosphorus-comprising rhodium catalyst.
6. The process according to any of the preceding claims, in which the olefin and the
saturated hydrocarbon have the same number of carbon atoms.
7. The process according to claim 6, in which the olefin-comprising feed is a mixture
of propane and propylene.
8. The process according to claim 7, in which the mixture comprises from 2 to 10% by
weight of propane.
9. The process according to any of the preceding claims, in which the olefin-depleted
fraction is fed to a steam cracker.
1. Procédé d'hydroformylation d'oléfines ayant 2 à 8 atomes de carbone, dans lequel :
(i) on introduit, dans une zone réactionnelle, une charge oléfinique qui contient
un mélange d'un hydrocarbure saturé ayant 2 à 8 atomes de carbone, ainsi que du monoxyde
de carbone et de l'hydrogène et qu'on fait réagir en présence d'un catalyseur d'hydroformylation;
(ii) on sépare de la décharge de la zone réactionnelle un flux constitué essentiellement
d'oléfine non transformée et d'hydrocarbure saturé;
(iii) on sépare le flux par rectification dans une fraction enrichie en oléfine et
une fraction appauvrie en oléfine, et
(iv) on refoule la fraction enrichie en oléfine au moins en partie dans la zone réactionnelle.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel on obtient le flux constitué essentiellement
d'oléfine non transformée et d'hydrocarbure saturé en séparant de la décharge de la
zone réactionnelle, d'abord un produit d'hydroformylation brut, lequel contient, sous
forme dissoute, une oléfine non transformée et un hydrocarbure saturé, et en soumettant
le produit d'hydroformylation à une étape de dégazage.
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel la décharge de la zone réactionnelle
est essentiellement sous forme gazeuse et le produit brut d'hydroformylation est séparé
de la décharge sous forme gazeuse par condensation.
4. Procédé selon la revendication 2, dans lequel la décharge de la zone réactionnelle
est essentiellement liquide, la sortie liquide est détendue, et il s'effectue à cette
occasion une séparation en une phase liquide, laquelle est constituée essentiellement
de produits secondaires à point d'ébullition élevé, du catalyseur d'hydroformylation
dissous de manière homogène et de petites quantités de produit d'hydroformylation,
de petites quantités d'oléfine non transformée et de petites quantités d'hydrocarbure
saturé, et une phase gazeuse constituée essentiellement du produit d'hydroformylation,
d'oléfine non transformée et d'hydrocarbure saturé ainsi que de monoxyde de carbone
non transformé et d'hydrogène, et on obtient le produit brut d'hydroformylation par
condensation au moins partielle de la phase gazeuse.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel on utilise
comme catalyseur d'hydroformylation un catalyseur phosphoreux au rhodium.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'oléfine
et l'hydrocarbure saturé présentent le même nombre d'atomes de carbone.
7. Procédé selon la revendication 6, dans lequel il s'agit, pour la charge contenant
une oléfine, d'un mélange de propane et de propylène.
8. Procédé selon la revendication 7, dans lequel le mélange contient de 2 à 10% en poids
de propane.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel la fraction
appauvrie en oléfine est amenée à un vapocraqueur.