| (19) |
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(11) |
EP 1 294 981 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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03.09.2014 Patentblatt 2014/36 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.09.2004 Patentblatt 2004/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.03.2001 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/003574 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/000996 (03.01.2002 Gazette 2002/01) |
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| (54) |
PAPIERMASCHINENSIEB
PAPER MAKING WIRE CLOTH
TOILE DE MACHINE A PAPIER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
29.06.2000 DE 10030650
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.03.2003 Patentblatt 2003/13 |
| (73) |
Patentinhaber: Andritz Technology and Asset Management GmbH |
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8045 Graz (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HEGER, Wolfgang
52382 Nideggen (DE)
- FICHTER, Klaus
41363 Jüchen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Viering, Jentschura & Partner
Patent- und Rechtsanwälte |
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Grillparzerstrasse 14 81675 München 81675 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 287 836 EP-B- 0 432 413 WO-A1-99/06632 US-A- 4 605 585 US-A- 5 826 627 US-A- 5 865 219
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EP-A2- 0 245 851 EP-B1- 0 432 413 US-A- 4 605 585 US-A- 5 564 475 US-A- 5 826 627 US-A- 5 881 764
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- SABIT ADANUR: 'Paper machine Clothing', 1997, TECHNOMIC PUBLISHING COMPANY INC.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Papiermaschinensieb, insbesondere für die Blattbildungszone,
mit einer Papier- und einer Laufseite, gebildet aus mindestens einer Art an Querfäden
und mindestens einer Art mit diesen verwobenen Längsfäden, die miteinander unter Bildung
von Rapporten mindestens zwei verschiedene Arten an Kreuzungsstellen ausbilden, wobei
das Bindungsmuster gebildet aus den Längs- und Querfäden der Papierseite sich zwischen
Kreuzungsstellen gleicher Art wiederholt und wobei zwischen den beiden Kreuzungsstellen
gleicher Art und unter Bildung der jeweils weiteren Art an Kreuzungsstellen die Längsfäden
von der Laufseite auf die Papierseite und umgekehrt wechseln.
[0002] In der Papier erzeugenden Industrie werden heute immer mehr Hochleistungs-Papiermaschinen
mit Geschwindigkeiten bis zu 2000 m/min und Arbeitsbreiten über 10 m eingesetzt. Die
Blattbildungseinheit ist dabei in aller Regel als Doppelsiebform ausgeführt, in vielen
Fällen auch als Spaltformer. Charakteristisch für die Maschinen ist, daß der Blattbildungsvorgang
sofort zwischen zwei Papiermaschinensieben in einer relativ kurzen Entwässerungszone
stattfindet. Durch diese kurze Strecke und die hohe Produktionsgeschwindigkeit reduziert
sich die Zeit für die Blattbildung auf einige Millisekunden. In diesem Zeitraum muß
der Feststoffanteil bzw. Trokkengehalt der Faserstoffsuspension von ca. 1 % auf etwa
20 % angehoben werden. Das bedeutet für die Papiermaschinensiebe, daß sie eine sehr
hohe Entwässerungsleistung besitzen müssen aber trotzdem keine Markierungen im Papier
hinterlassen dürfen und eine hohe Faserunterstützung bieten.
[0003] Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Querstabilität der Siebbespannung, die maßgebend
ist für die Gleichmäßigkeit des Dicken- und Feuchtigkeitsprofils der Papierbahn. Gerade
bei den modernen Maschinen mit großen Arbeitsbreiten sind die diesbezüglichen Anforderungen
sehr hoch angesetzt. Zur Verbesserung der Formation werden in der Blattbildungszone
mithin immer häufiger Formierleisten eingesetzt, die wechselseitig auf den Laufseiten
der Siebe angeordnet sind und gegen diese gedrückt werden. Dadurch kommt es zu einer
schnell wechselnden, in Längsrichtung verlaufenden Durchbiegung der Bespannung der
Siebe.
[0004] Üblicherweise versucht man heutzutage, diesen Anforderungen durch den Einsatz von
Verbundgeweben gerecht zu werden. Ein dahingehendes Verbundgewebe ist beispielsweise
in der
DE 42 29 828 C2 beschrieben. Das dahingehend bekannte Papiermaschinensieb besteht aus zwei übereinanderliegenden
Siebgeweben, die mindestens einlagig ausgebildet und durch in Quer- und/oder Längsrichtung
verlaufende Bindefäden miteinander verbunden sind, wobei eines der Siebgewebe als
Definitionsgewebe mit den mechanischen Eigenschaften des Verbundgewebes hinsichtlich
Dehnung und Steifigkeit bestimmter Ausbildung und das andere Siebgewebe als Reaktionsgewebe
mit einer höheren Dehnung und geringeren Steifigkeit als das Definitionsgewebe ausgeführt
ist. Die angesprochenen Siebgewebe bestehen also aus Kett- und Schußfäden, wobei diese
durch zusätzliche Bindefäden miteinander verbunden sind. Durch die Ausbildung der
Siebgewebelagen als Reaktions- oder Definitionsgewebe wird dem inneren Verschleiß
und insbesondere dem Verschleiß der Bindefäden entgegengetreten und derart die Lebensdauer
des Verbundgewebes erhöht sowie eine ungewollte Trennung der Siebgewebelagen auch
längerfristig vermieden. Der angesprochene innere Verschleiß eines Verbundgewebes
ist insbesondere dadurch bedingt, daß bei den Siebumlenkungen, wie sie im Bereich
von Leitwalzen der Siebpartie auftreten, über welche das Verbundgewebe geführt wird,
die einzelnen Siebgewebelagen in unterschiedlichem Maße gedehnt oder gestaucht werden.
[0005] Da die angesprochenen Bindefäden nicht zur Gewebestruktur gehören, sondern eigenständig
Bauteile sind, werden diese möglichst im Durchmesser dünn gehalten, um die Entwässerung
nur geringfügig zu stören. Bei entsprechend hohen Beanspruchungen besteht dann aber
die Möglichkeit, daß die dünnen Bindefäden aufreißen und der Verbund zwischen den
Siebgeweben sich löst. Bei einem Papiermaschinensieb nach der
EP 0 432 413 B1, das gleichfalls als Verbundgewebe aufgebaut ist und die in Absatz [0001] genannten
Merkmale aufweist, ist zwar bereits vorgeschlagen worden, Bindefäden als zwei gewebeeigene
Fäden zu verwenden und diese unter Bildung von X-förmigen Kreuzungsstellen in die
jeweils andere Gewebelage einzuweben, um die beschriebenen Nachteile im Stand der
Technik zu vermeiden; allein durch die Anhäufung der bekannten Wechselstellen in Querrichtung
entsteht ungewollt auch eine Versteifung des bekannten Gewebes. Insbesondere über
größere Weblängen kann es dann zu erheblichen Längendifferenzen kommen, die sich wiederum
in Spannungsunterschieden bemerkbar machen mit der Folge, daß die die Verbindung herstellenden
gewebeeigenen Bindefäden gleichfalls aufreißen und zu einem Versagen des bekannten
Papiermaschinensiebes führen können. Auch ist es im Hinblick auf diese bekannte spezielle
Webart im wesentlichen nur möglich, Querfäden einer Art, also Querfäden mit im wesentlichen
gleichen Durchmessermaßen, sowohl für das Ober- als auch das Untergewebe zu verarbeiten,
was die Möglichkeiten eines wirksamen Abstützens auf der Laufseite reduziert. Im übrigen
ist die Herstellung der beschriebenen bekannten Verbundgewebe aufwendig und teuer.
US-A-5 865 219 offenbart ein doppellagiges Papiermaschinensieb mit einer ersten Lage aus Querfäden,
einer zweiten Lage aus Querfäden sowie Längsfäden, die mit den beiden Querfaden-Lagen
verwebt sind, wobei sich das Gewebe nach 8 Querfäden wiederholt.
EP-A-0 224 276 offenbart eine Bespannung für den Blattbildungsteil einer Papiermaschine, die aus
einem doppellagigen Gewebe mit einer oberen und unteren Lage von Querfäden gebildet
ist, die mit Längsfäden verwebt sind. Die Querfäden der oberen Lage und die Längsfäden
bilden dabei zur Papierseite hin gerichtete Abkröpfungen, deren höchste Punkte in
einer Ebene, der Papierebene, liegen.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
Papiermaschinensiebe der vorgenannten Art derart weiter zu verbessern, daß sie über
höhere Standzeiten bei der Papierherstellung verfügen und zum anderen sich kostengünstig
realisieren lassen. Eine dahingehende Aufgabe löst ein Papiermaschinensieb mit den
Merkmalen des Anspruches 1.
[0007] Dadurch, daß gemäß Patentanspruch 1 das Wechseln der Längsfäden unter Bildung der
weiteren Art an Kreuzungsstellen innerhalb des jeweiligen Rapportes der Laufseite
erfolgt und daß innerhalb dieses Rapportes der Laufseite auf ihrer der Papierseite
abgewandten Außenseite die Querfäden der Laufseite von mindestens zwei Längsfäden
gehalten sind, wird ein Maximum an papierseitiger Faserunterstützung erreicht bei
geringer Markierung der Oberseite, da eine gleichmäßige Verteilung der Wechsel- oder
Kreuzungsstellen erreicht ist. Da eine Lagenbindung in Längsrichtung mit allen Fäden
vorhanden ist, ist darüber hinaus eine unbeabsichtigte Lagentrennung mit hoher Sicherheit
vermieden.
[0008] Durch die Abstützung auf der Außenseite über mindestens zwei Längsfäden innerhalb
eines Rapportes ist es darüber hinaus möglich, die Querfäden der Laufseite im Querschnitt
dicker zu wählen als die Querfäden der Papierseite und dennoch deren sicheren Halt
im Papiermaschinensieb zu gewährleisten. Hierdurch lassen sich jedoch sinnfällig die
Abstützkräfte erhöhen und durch die derart gebildete relativ "offene" Laufseite ist
die Entwässerungsleistung entsprechend erhöht. Vorzugsweise wählt man dabei ein Schußverhältnis
von 2 : 1. Durch die langflottierende Laufseite mit ihren im Querschnitt verbreiterten
Schußfäden ist darüber hinaus das Laufzeitpotential für das Papiermaschinensieb maximiert
und dennoch aufgrund der beiden getrennten Schußlagen eine hohe Querstabilität erreicht.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Im folgenden wird das erfindungsgemäße Papiermaschinensieb anhand einer Ausführungsform
näher erläutert. Es zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die
- Fig. 1
- einen Ausschnitt auf eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebes;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Laufseite des Siebes nach der Fig.1 längs der Linie I - I;
- Fig. 3
- eine Unteransicht auf die Laufseite des Maschinensiebes nach der Fig.1.
[0011] Die Figuren zeigen teilweise ein als Ganzes mit 10 bezeichnetes Siebgewebe für ein
als Ganzes nicht dargestelltes Papiermaschinensieb, das insbesondere einsetzbar ist
für die sog. Blattbildungszone bei üblichen Papierherstellmaschinen. Das Siebgewebe
10 weist eine Papierseite 12 und eine Laufseite 14 auf. Die dahingehende Papierseite
12 und die Laufseite 14 sind gebildet aus zwei voneinander verschiedenen Arten an
Querfäden 16,18 und mindestens einer Art mit diesen verwobenen Längsfäden 20. Die
Querfäden 16,18 bilden mit den mit ihnen verwobenen Längsfäden 20 sowohl in Längsrichtung
als auch in Querrichtung auf das Siebgewebe 10 gesehen 8-schäftige Rapporte A bis
H aus, die sich in diesem Rapportmuster in Längs- und Querrichtung entsprechend wiederholen.
Bei der Bildung der dahingehenden Rapporte A bis H werden innerhalb des Siebgewebes
10 zwei verschiedene Arten an X-förmigen Kreuzungsstellen 22,24 ausgebildet (vgl.
Fig.1). Dabei verläuft ein Längsfaden 20, wie dies die Fig.1 zeigt, an einer Kreuzungsstelle
22 der gleichen Art in der einen Richtung, also beispielsweise mit positiver Steigung,
und betreffend die Kreuzungsstelle der anderen Art, hier 24, mit negativer Steigung.
[0012] Wie des weiteren die Figuren zeigen, wiederholt sich das Bindungsmuster, gebildet
aus den Längsfäden 20 und Querfäden 16 der Papierseite 12, zwischen Kreuzungsstellen
22 gleicher Art, wobei zwischen den beiden Kreuzungsstellen 22 gleicher Art und unter
Bildung der jeweils weiteren oder anderen Art an Kreuzungsstellen 24 die Längsfäden
20 von der Laufseite 14 auf die Papierseite 12 und umgekehrt wechseln. Bei der erfindungsgemäßen
Lösung erfolgt also das Wechseln der Längsfäden 20 im Unterschied zum Stand der Technik
unter Bildung der weiteren Art an Kreuzungsstellen 24 innerhalb des jeweiligen Rapportes
A bis H der Laufseite 14 des Siebgewebes 10. Ferner sind, wie dies insbesondere die
Fig.3 zeigt, innerhalb dieses Rapportes A bis H der Laufseite 14 auf ihrer der Papierseite
12 abgewandten Außenseite 26 die Querfäden 18 der Laufseite 14 von mindestens zwei
Längsfäden 20 gehalten. Mit der dahingehenden erfindungsgemäßen Bindung wird es möglich,
die Schußzahl auf der Papierseite 12 gegenüber der gezeigten Laufseite 14 zu verdoppeln.
Demgemäß ergibt sich ein Schußverhältnis 2 : 1 zwischen Papierseite 12 und Laufseite
14, während bei den bekannten Lösungen in der Regel ein Schußverhältnis nur von 1
: 1 erreicht wird.
[0013] Die Fadendurchmesser, die sich damit auf der Laufseite 14 einbauen lassen, können
derart im Querschnitt gegenüber der Papierseite 16 verdoppelt werden. Das bedeutet
wiederum, daß das Volumen des verschleißenden Materials (Unterschuß) und damit die
Laufzeit des erfindungsgemäßen Siebes einmal durch die erreichte langflottierende
Bindung und zum anderen durch die größeren Durchmesser auf der Laufseite 14 erheblich
gesteigert werden kann. Durch die erreichte "offene" Laufseite 14 wird darüber hinaus
die Durchlässigkeit des Siebgewebes 10 gesteigert und derart die Entwässerungseigenschaften
deutlich verbessert. Da bei dem beanspruchten Papiermaschinensieb nach der Erfindung
alle verbindenden Längsfäden 20 unmittelbar aufeinanderfolgend angeordnet sind, gibt
es im Gegensatz zu den bekannten Gewebelösungen keinen dazwischenliegenden Oberschuß
oder Oberkette, so daß das erfindungsgemäße Siebgewebe 10 ein weitgehend homogen ausgebildetes
Bindemuster aufweist und ein sicherer, gleichwirkender Verbund in jeder Richtung des
Gewebes erreicht ist. Das Bindungsmuster der Papierseite 12 besteht dabei aus einer
üblichen Leinwandbindung, wobei die Leinwandbindung, die zwischen Kreuzungsstellen
der einen Art 22 und der unmittelbar nachfolgenden anderen Art 24 verläuft, 8-schäftig
ausgebildet ist. Des weiteren ist vorgesehen, daß auch die Laufseite 14 innerhalb
eines jeden Rapportes A bis H 8-schäftig in beiden Richtungen betrachtet ausgebildet
ist.
[0014] Die jeweiligen Längsfäden 20, die die Querfäden 18 der Laufseite 14 auf ihrer der
Papierseite 12 abgewandten Außenseite 26 abstützen, sind zumindest einmal paarweise
benachbart (vgl. Fig.3) nebeneinanderliegend angeordnet. Fertigungstechnisch hat es
sich als besonders günstig erwiesen, die Querfäden 16,18 als Schußfäden und die Längsfäden
20 als Kettfäden auszubilden. Wie insbesondere die Fig.1 zeigt, sind die Kreuzungsstellen
der einen Art 22 auf der Laufseite 14 von zwei Querfäden 18 und die Kreuzungsstelle
der anderen Art 24 von vier Querfäden 18 zur Laufseite 14 hin betrachtet abgestützt,
wobei diese abstützenden Querfäden 18 im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene auf
der Außenseite 26 der Laufseite 14 liegend angeordnet sind.
[0015] Des weiteren sind die jeweiligen Längsfäden 20, die die Querfäden 18 der Laufseite
14 auf ihrer der Papierseite 12 zugewandten Seite 28 (vgl. Fig.2) begrenzen, paarweise
gruppiert nebeneinanderliegend, wobei bis zu drei Gruppen in unmittelbarer benachbarter
Anlage innerhalb eines Rapportes A bis H vorliegen können (vgl. Querfaden 18D in Fig.2).
Durch die gleichwirkende Verbindung von Papierseite 12 und Laufseite 14 ist ein vereinheitlichtes
Gewebes gegeben und nicht mehr, wie im Stand der Technik, ein Verbundgewebe aus voneinander
separierbaren Einzelgeweben. Das Papiermaschinensieb ist dennoch mehrlagig aufgebaut
und könnte im Sinne eines Verbundgewebes auch mit Gewebelagen entsprechend erweitert
werden.
1. Papiermaschinensieb, insbesondere für die Blattbildungszone, mit einer Papier (12)-
und einer Laufseite (14), gebildet aus mindestens einer Art an Querfäden (16) der
Papierseite und Querfäden (18) der Laufseite und mindestens einer Art mit diesen verwobenen
Längsfäden (20), die miteinander unter Bildung von Rapporten (A-H) mindestens zwei
verschiedene Arten an Kreuzungsstellen (22, 24) ausbilden, wobei alle verbindenden
Längsfäden (20) unmittelbar aufeinanderfolgend angeordnet sind, wobei das Bindungsmuster
gebildet aus den Längs (20)- und Querfäden (16) der Papierseite (12) sich zwischen
Kreuzungsstellen (22) gleicher Art wiederholt, wobei zwischen den beiden Kreuzungsstellen
(22) gleicher Art und unter Bildung der jeweils weiteren Art an Kreuzungsstellen (24)
die Längsfäden (20) von der Laufseite (14) auf die Papierseite (12) und umgekehrt
wechseln, und wobei das Wechseln der Längsfäden (20) unter Bildung der weiteren Art
an Kreuzungsstellen (24) innerhalb des jeweiligen Rapportes (A-H) der Laufseite (14)
erfolgt, wobei innerhalb dieses Rapportes (A-H) der Laufseite (14) die Querfäden (18)
der Laufseite (14) auf ihrer der Papierseite (12) abgewandten Außenseite (26) von
mindestens zwei Längsfäden (20) gehalten sind, und wobei das Bindungsmuster der Papierseite
(12) aus einer Leinwandbindung besteht, und wobei die Leinwandbindung, die zwischen
Kreuzungsstellen der einen Art (22) und der unmittelbar nachfolgenden anderen Art
(24) verläuft, 8-schäftig ausgebildet ist, und wobei die Laufseite (14) innerhalb
eines jeden Rapportes (A-H) 8-schäftig ausgebildet ist.
2. Papiermaschinensieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Längsfäden (20), die die Querfäden (18) der Laufseite (14) auf ihrer
der Papierseite (12) abgewandten Außenseite (26) abstützen, zumindest einmal paarweise
benachbart nebeneinander liegend angeordnet sind.
3. Papiermaschinensieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Querfäden (18) der Laufseite (14) im Querschnitt größer sind als der Querschnitt
der Querfäden (16) der Papierseite (12).
4. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Querfäden (16,18) als Schußfäden und die Längsfäden (20) als Kettfäden ausgebildet
sind.
5. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Kreuzungsstelle (22, 24) X-förmig ausgebildet ist.
6. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreuzungsstellen der einen Art (22) auf der Laufseite (14) von zwei Querfäden
(18) und die Kreuzungsstelle der anderen Art (24) von vier Querfäden (18) abgestützt
sind und dass diese abstützenden Querfäden (18) in einer gemeinsamen Ebene auf der
Außenseite (26) der Laufseite (14) liegend angeordnet sind.
7. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Längsfäden (20), die die Querfäden (18) der Laufseite (14) auf ihrer
der Papierseite (12) zugewandten Seite (28) begrenzen, paarweise gruppiert nebeneinander
liegend in bis zu drei Gruppen vorhanden sind.
1. Paper machine sieve, in particular for the sheet forming zone, with a paper (12) and
a transport side (14), formed from at least one type of cross threads (16) of the
paper side and cross threads (18) of the transport side and at least one type of longitudinal
threads (20) interwoven with the same, which form at least two different types of
intersections (22, 24) with one another under formation of repeats (A-H), wherein
all connecting longitudinal threads (20) are arranged immediately following each other,
wherein the weave pattern which is formed by the longitudinal (20) and the cross threads
(16) of the paper side (12) is repeated between intersections (22) of the same type,
and wherein the longitudinal threads (20) alternate from the transport side (14) to
the paper side (12) and vice versa between two intersections (22) of the same type
and under formation of a respective other type of intersection (24), and wherein the
alternation of the longitudinal threads (20) takes place under formation of the other
type of intersection (24) within a respective repeat (A-H) of the transport side (14),
and wherein the cross threads (18) of the transport side (14) are held within this
repeat (A-H) of the transport side (14) on their external side (26) that faces away
from the paper side (12) by at least two longitudinal threads (20), and wherein the
weave pattern of the paper side (12) consists of a plain weave, and wherein the plain
weave that extends between intersections of one type (22) and the immediately adjacent
other type (24) is formed with 8 shafts, and wherein the transport side (14) is formed
with 8 shafts within each repeat (A-H).
2. Paper machine sieve according to Claim 1, characterised in that the relevant longitudinal threads (20) that support the cross threads (18) of the
transport side (14) on the external side (26) that faces away from the paper side
(12) are arranged in pairs at least once, positioned adjacent to one another.
3. Paper machine sieve according to Claim 1 or 2, characterised in that the cross-section of the cross threads (18) of the transport side (14) is greater
than the cross-section of the cross threads (16) of the paper side (12).
4. Paper machine sieve according to one of the preceding Claims 1 to 3, characterised in that the cross threads (16, 18) form weft threads, and in that the longitudinal threads (20) form warp threads.
5. Paper machine sieve according to one of the preceding Claims 1 to 4, characterised in that the respective intersection (22, 24) is formed with an X-shape.
6. Paper machine sieve according to one of the preceding Claims 1 to 5, characterised in that the intersections of one type (22) are supported by two cross threads (18) on the
transport side (14), and in that the intersection of the other type (24) is supported by four cross threads (18),
and in that these supporting cross threads (18) are arranged so as to be located on a common
level on the external side (26) of the transport side (14).
7. Paper machine sieve according to one of the preceding Claims 2 to 6, characterised in that the relevant longitudinal threads (20) that border the cross threads (18) of the
transport side (14) on the side (28) that faces towards the paper side (12) are grouped
in pairs, adjacent to one another in up to three groups.
1. Toile de machine à papier, en particulier pour la zone de formation des feuilles,
ayant un côté de contact papier (12) et un côté de défilement (14), formée par au
moins un type de fils transversaux (16) du côté de contact papier et de fils transversaux
(18) du côté de défilement et par au moins un type de fils longitudinaux (20) entrelacés
avec ceux-ci, qui constituent ensemble, en formant des rapports d'armure (A-H), au
moins deux types différents d'endroits d'intersection (22, 24), dans laquelle tous
les fils longitudinaux (20) de connexion sont agencés de manière immédiatement consécutive,
dans laquelle le modèle d'armure formé par les fils longitudinaux (20) et les fils
transversaux (16) du côté de contact papier (12) se répète entre des endroits d'intersection
(22) de même type, dans laquelle, entre les deux endroits d'intersection (22) de même
type et en formant respectivement l'autre type d'endroits d'intersection (24), les
fils longitudinaux (20) alternent du côté de défilement (14) vers le côté de contact
papier (12) et inversement, et dans laquelle l'alternance des fils longitudinaux (20)
se produit en formant l'autre type d'endroits d'intersection (24) à l'intérieur du
rapport d'armure (A-H) respectif du côté de défilement (14), dans laquelle, à l'intérieur
de ce rapport d'armure (A-H) du côté de défilement (14), les fils transversaux (18)
du côté de défilement (14) sont maintenus par au moins deux fils longitudinaux (20)
sur leur face extérieure (26) détournée du côté de contact papier (12), et dans laquelle
le modèle d'armure du côté de contact papier (12) est formé par une armure toile,
et dans laquelle l'armure toile qui s'étend entre les endroits d'intersection de l'un
des types (22) et de l'autre type (24) immédiatement consécutif, est réalisée à 8
lames, et dans laquelle le côté de défilement (14) est réalisé à 8 lames à l'intérieur
de chaque rapport d'armure (A-H).
2. Toile de machine à papier selon la revendication 1, caractérisée en ce que les fils longitudinaux (20) respectifs, dont la face extérieure (26) détournée du
côté de contact papier (12) forme un appui pour les fils transversaux (18) du côté
de défilement (14), sont agencés au moins une fois par paire juxtaposée.
3. Toile de machine à papier selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les fils transversaux (18) du côté de défilement (14) ont une section transversale
supérieure à la section transversale des fils transversaux (16) du côté de contact
papier (12).
4. Toile de machine à papier selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les fils transversaux (16, 18) sont réalisés sous forme de fils de trame et les fils
longitudinaux (20) sous forme de fils de chaîne.
5. Toile de machine à papier selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'endroit d'intersection (22, 24) respectif est réalisé en forme de X.
6. Toile de machine à papier selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisés en ce que les endroits d'intersection de l'un des types (22) sur le côté de défilement (14)
sont supportés par deux fils transversaux (18) et l'endroit d'intersection de l'autre
type (24) est supporté par quatre fils transversaux (18) et en ce que ces fils transversaux (18) formant support sont agencés dans un plan commun sur la
face extérieure (26) du côté de défilement (14).
7. Toile de machine à papier selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que les fils longitudinaux (20) respectifs qui, sur leur face (28) orientée vers le côté
de contact papier (12), délimitent les fils transversaux (18) du côté de défilement
(14) sont groupés par paires juxtaposées jusqu'à former trois groupes.


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