[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein automatisch arbeitendes Gerät, Kabelband und Vemegelungsschloss
zum Bündeln von Kabelsträngen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Arbeits
verfahren für dieses Gerät gemäß dem Anspruch 11.
[0002] Ein solches Gerät ist durch die EP-A-0297 337 bekannt. Das Gerät hat jedoch verschiedene
Nachteile. Der durch einen Betätigungshebel auslösbare, automatisch ablaufende Bündelungsvorgang
erfolgt über eine komplizierte Mechanik mit vielen für die unterschiedlichen Arbeitsschritte
aufeinander abgestimmten Einzelteilen und ist deshalb sehr störanfällig. Wegen der
komplizierten Mechanik läuft der einzelne Vorgang verhältnismäßig langsam ab. Die
taktweise Zufuhr der durch Stege kettenförmig miteinander verbundenen Verriegelungsschlösser
erfolgt über einen mit dem Betätigungshebel verbundenen, mechanischen Antrieb von
unten, also entgegen der Schwerkraft, in eine vorläufige Position, in der er von einem
horizontal bewegbaren Schlitten, der auch einen Führungskanal für die Zufuhr des fortlaufenden
Kabelbandes aufweist, ergriffen und endgültig in einer Austrittsöffnung des Gerätes
und vor dem Führungskanal für das Kabelband positioniert werden soll. Da die erste
Positionierung des einzelnen Verriegelungsschlosses vor dem Schlitten entgegen der
Schwerkraft unsicher ist, zumal es an einem definierten Anschlag fehlt, ist auch ein
störungsfreier Ablauf der nachfolgenden Schritte nicht gewährleistet.
[0003] Mit dem Gerät kommt eine bestimmte Ausbildung des Verriegelungsschlosses für das
Spannen des Kabelbandes und eine daran angepaßte Ausbildung des Kabelbandes zum Einsatz.
Das Kabelband weist auf seiner einen Oberfläche zwei parallel verlaufende, aber einander
entgegengerichtete Verzahnungen auf. Die im wesentlichen würfelförmigen Verriegelungsschlösser
haben eine durchgehende Öffnung, von deren sich gegenüberliegenden Flächen gleichgerichtete
Verriegelungszungen abragen, die über ihrer jeweils halben Breite und seitlich versetzt,
gleichgerichtete Verriegelungszähne aufweisen, die mit den Verzahnungen des Kabelbandes
in Eingriff kommen können. Wenn nach Betätigung des Geräts ein Verriegelungsschloß
richtig in der Mündungsöffnung und ausgerichtet auf den Führungskanal für das Kabelband
im Schlitten positioniert ist, wird das Kabelband motorisch vor und durch die Öffnung
im Verriegelungsschloß hindurch geschoben; sein Ende gleitet an den um ein Kabelbündel
geschlossenen Führungsbakken entlang, bis es das Kabelbündel ganz umschlingt und wieder
das Verriegelungsschloß erreicht und nun in entgegengesetzter Richtung durch die Öffnung
des Verriegelungsschlosses geführt werden muß, wobei die Verriegelungszungen mit den
ihnen gegenüberliegenden Verzahnungen des Kabelbandes in Eingriff kommen sollen. Danach
wird durch Umsteuern des Antriebs das Kabelband angezogen, bis das umschlungene Kabelbündel
fest umfaßt ist und die nach hinten aus dem Verriegelungsschloß herausragenden Enden
werden abgeschnitten.
[0004] Insbesondere wenn das vordere Ende des Kabelbandes, nachdem es an den Führungsbacken
entlanggeglitten ist, sich wieder in die Öffnung des Verriegelungsschlosses einschieben
soll, können Störungen des Betriebs auftreten. Das Kabelband muß das Kabelbündel um
360° umschlingen und sein Ende muß dann scharf abgewinkelt in die Öffnung des Verriegelungsschlosses
zurückgeführt werden. Diese Abwinklung muß sich allein dadurch vollziehen, daß das
Kabelband mit seinem vorderen Ende nach dem Umschlingungsvorgang im stumpfen oder
rechten Winkel vor der Öffnung des Verriegelungsschlosses auf sich selbst trifft und
dabei das Ende so abgelenkt wird, daß es sich in diese Öffnung schiebt. Da ein definierter
Anschlag für das Ende des Kabelbandes fehlt, kann nicht kontrolliert werden, ob das
Ende tatsächlich den Weg zurück in die Öffnung gefunden hat und ob es darin weit genug
vorgeschoben ist, um einen sicheren Eingriff der Verriegelungszungen in der Verzahnung
des Kabelbandes zu gewährleisten, oder ob es schon wieder bis in den Führungskanal
für das Kabelband hineinragt und nach dem Abschneiden als nicht entsorgtes Abfallstück
Störungen im Gerät verursacht.
[0005] Das Abschneiden des Kabelbandes hinter dem Verriegelungsschloß geschieht, während
das Kabelband noch für den Spannvorgang unter Zug steht. Die Praxis hat gezeigt, dass
dann die Gefahr besteht, dass das hinter dem Verriegelungsschloß kurz abgeschnittene
Ende des Kabelbandes wieder aus dem Verriegelungsschloß springen kann, der gesamte
Bündelungsvorgang so mißlingt und wiederholt werden muß.
[0006] Des weiteren besteht der Bedarf, die gebündelten Kabelstränge in Abständen mit besonderen
Befestigungsmitteln z.B. an einem Trägerteil oder einer Gehäusewand zu befestigen.
Die Möglichkeit, solche Befestigungsmittel an den Kabelbündeln anzubringen, ist bei
dem bekannten Gerät nicht gegeben.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss der eingangs
genannten Art zu schaffen, das absolut störungsfrei, sicher und zeitsparend arbeitet;
nach dem Umschlingen eines Kabelbündels mit dem Kabelband und dem Festziehen dieses
Bandes muß ein sicherer Eingriff der Verriegelungszungen im Verriegelungsschloß mit
dem Kabelband gewährleistet sein, der sich nach dem Abschneiden des Kabelbandes hinter
dem Verriegelungschloß nicht lockern oder gar lösen darf. Abfall an Kabelband soll
vermieden werden. Außerdem soll die Möglichkeit vorgesehen sein, bei Bedarf in einem
Arbeitsgang mit der Bündelung der Kabelstränge Befestigungsmittel an dem Kabelbündel
anzubringen, mit denen sich das Kabelbündel an einem Trägerteil verankern läßt.
[0008] Dies wird bei einem Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss der eingangs genannten
Art dadurch erreicht, dass an dem den Führungsbacken zugewandten Ende des Schlittens
seitliche Haltebacken vorgesehen sind, zwischen die jeweils ein Verriegelungsschloß
von oben zuführbar ist, welches außer dem Durchsteckkanal, zu diesem um 90° versetzt,
einen nach unten offenen Einsteckkanal mit darin befindlichen Verriegelungszungen
für den Eingriff an der Zahnung oder Riffelung des Kabelbandes aufweist, wobei der
Einsteckkanal durch eine Trennwand gegenüber dem Durchsteckkanal begrenzt ist. In
der Position des Verriegelungsschlosses zwischen den Haltebacken fluchtet dessen Durchsteckkanal
mit der Einführzunge. Am Ende der Vorwärtsbewegung des Schlittens ist das zwischen
den Haltebacken gehaltene Verriegelungsschloß in der Austrittsöffnung des Gehäuses
derart plazierbar, daß im geschlossenen Zustand der Führungsbacken die darin vorgesehene
Führungsrinne an ihrem Eintrittsende mit dem Durchsteckkanal und an ihrem Austrittsende
mit dem Einsteckkanal des Verriegelungsschlosses fluchtet und die Einführzunge zur
Anhebung der Verriegelungszunge in den Durchsteckkanal einführbar ist, so daß das
Kabelband unterhalb der Einführzunge durch den Durchsteckkanal und entlang der Führungsrinne
bis in den Einsteckkanal zum Eingriff mit dessen Verriegelungszunge motorisch angetrieben
vorschiebbar ist.
[0009] Durch die seitlichen Haltebacken wird das Verriegelungsschloß sofort in einer sicheren
und für den weiteren Fortgang präzisen Stellung gehalten, ohne erst eine Zwischenstellung
einnehmen zu müssen. Die Verriegelungsschlösser können einem lose geschütteten Vorrat
entnommen werden, ihre Plazierung erfolgt sicher in Richtung der Schwerkraft von oben.
Das Einführen und Verriegeln des Kabelbandes im Verriegelungschloß wird sicherer und
zuverlässiger, indem das Vorschubende des Kabelbandes am Ende der Umschlingung nicht
durch denselben Durchsteckkanal in entgegengesetzter Richtung zurückgeführt werden
muss, sondern in einen vom Durchsteckkanal getrennten und zu diesem senkrecht stehenden
Einsteckkanal eingeschoben wird.
[0010] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind im Gehäuse beidseitig der
Austrittsöffnung Halterungen vorgesehen, auf denen von oben zugeführte Befestigungsmittel
zur Auflage kommen können, die der Befestigung der Kabelbündel an einem Trägerteil
dienen. Dazu weist ein durch die Halterungen nach unten in den Bewegungspfad des Schlittens
ragendes Kopfteil dieses Befestigungsmittels eine mit dem Durchsteckkanal des Verriegelungsschlosses
fluchtende Öse auf und das Befestigungsmittel kann so von dem Schlitten bei seiner
Vorwärtsbewegung erfaßt und in die Position in der Austrittsöffnung mitgenommen werden.
So kann in einem Arbeitsgang einerseits die Bündelung der Kabel durchgeführt werden
und andererseits bei Bedarf an der Bündelungsstelle ein Befestigungsmittel für das
Kabelbündel selbst vorgesehen werden.
[0011] Um das Befestigugnsmittel sicher in der Bewegung mitnehmen und anschließend plazieren
zu können, ist an dem Schlitten vorteilhaft ein Mitnehmer vorgesehen, der bei der
Vorwärtsbewegung des Schlittens an einem abragenden Kragen des Befestigungsmittels
in Eingriff kommt.
[0012] Im Gerät können beidseitig der Austrittsöffnung ein erstes Paar Halteklammern für
das Verriegelungsschloß und ein zweites Paar Halteklammern für das Befestigungsmittel
angeordnet sein, um deren Position in der Austrittsöffnung zu sichern.
[0013] Bevorzugt ist die Zuführvorrichtung für die Befestigungsmittel einschließlich eines
Ausstoßkanals für von den Befestigungsmitteln abgetrennte Förderstreifen in einem
dem Gerät entnehmbaren Wechselmodul angeordnet. Wenn in einem Anwendungsfall eine
Verankerung des Kabelbündels an einem Trägerteil nicht gefordert ist, kann das Wechselmodul
dem Gerät entnommen und durch eine Abdeckhaube ersetzt werden.
[0014] Vorzugsweise werden die Führungsbacken zum Umgreifen der zu bündelnden Kabel manuell
geschlossen und geöffnet, während alle weiteren Arbeitsschritte des Gerätes nach Betätigung
eines Abzugs programmgesteuert sind.
[0015] Der Umschaltpunkt des Antriebsmotors des Kabelbandes von Schub auf Zug kann auch
durch den meßbaren Vorschub des Kabelbandes definiert sein; dazu kann im Gerät im
Bereich der Start- oder Nullposition des Kabelbandes eine Lichtschranke vorgesehen
sein.
[0016] Ein Arbeitsverfahren für ein erfindungsgemäßes Gerät umfaßt folgende Verfahrensschritte:
- Freigabe der Einleitung eines Arbeitszyklus nach Sensorerkennung einer Bündelungsstelle
für ein Kabelbündel und anschließend Plazierung eines Verriegelungsschlosses zwischen
den Haltebacken des Schlittens,
- Freigabe der Zufuhr eines Befestigungsmittels nach Sensorerkennung einer Befestigungsstelle
für das Kabelbündel an einem Trägerteil,
- Vorwärtsbewegung des Schlittens bis zur Montagestellung des Verriegelungsschlosses
und gegebenenfalls des Befestigungsmittels,
- Vorwärtsbewegung des Schiebers auf dem Schlitten mit Einschieben der Einführzunge
in den Durchsteckkanal des positionierten Verriegelungsschlosses,
- Vorschub des Kabelbandes bis zum Anstoß im Einsteckkanal und Eingriff mit den darin
vorgesehenen Verriegelungsmitteln, dabei fortlaufende Messung der Leistungsaufnahme
des Antriebsmotors für das Kabelband,
- meßwertabhängige Umsteuerung des Antriebsmotors von Schub auf Zug, dabei weiter fortlaufende
Messung der Leistungsaufnahme des Antriebsmotors,
- Rückbewegung des Schiebers in seine relative Ausgangsstellung auf dem Schlitten, .
- meßwertabhängiges Stoppen des Antriebsmotors und Entlasten des Kabelbandes hinter
dem Verriegelungsschloß,
- Betätigung der Schneidevorrichtung, Abschneiden des Kabelbandes hinter dem Verriegelungschloß,
- Rückziehen des Kabelbandes in seine Ausgangsposition,
- Rückbewegung des Schlittens in seine Ausgangsposition.
[0017] Die Erfindung wird im folgenden anhand der anhängenden Zeichnungen beispielhaft genauer
beschrieben; es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch ein Verriegelungsschloß, wie es bei dem erfindungsgemäßen
Gerät vorzugsweise zur Anwendung kommen soll,
- Fig. 2
- einen Längschnitt durch das Verriegelungsschloß gemäß Fig. 1 mit eingeschobenem Kabelband,
- Fig. 3
- zu einem Strang verbundene Befestigungsmittel zur Verankerung eines Kabelbündels an
einem Trägerteil, die ebenfalls mit dem erfindungsgemäßen Gerät verarbeitet werden
können,
- Fig. 4
- die Ansicht eines Verriegelungsschlosses gemäß Fig. 1 mit erfindungsgemäß daran vorgesehenem
Befestigungsmittel gemäß Fig. 3 und in beiden Teilen eingeschobenem Kabèlband,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gerätes,
teilweise geschnitten, mit eingesetztem Wechselmodul für die Anbringung von Befestigungsmitteln
gemäß Fig. 3 an einem Kabelbündel,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht gemäß Fig. 5 bei entnommenem Wechselmodul,
- Fig. 7a bis 7f
- schematisch die Seitenansicht des vorderen Bereichs des Gerätes gemäß Fig. 5 in unterschiedlichen,
aufeinander folgenden Betätigungsstadien,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer Schneidevorrichtung des erfindungsgemäßen
Gerätes und
- Fig. 9
- eine Draufsicht auf einen Ausschnitt des Gerätes im Bereich seiner Austrittsöffnung.
[0018] Mit dem erfindungsgemäßen Gerät kommt vorzugsweise ein Verriegelungsschloß
1 für ein Kabelband
2 zur Anwendung, wie es in den Fig. 1, 2 und 4 wiedergegeben ist. Es besteht im wesentlichen
aus einem quaderförmigen Gehäuse, in dem zueinander im rechten Winkel verlaufend ein
Durchsteckkanal
3 und ein Einsteckkanal
4 vorgesehen sind, wobei der Einsteckkanal
4 durch eine Wand
5 vom Durchsteckkanal
3 getrennt ist. Diese Wand
5 bietet, wie weiter unten noch deutlich wird, einen Anschlag für das vordere Ende
eines Kabelbandes
2. Sowohl in dem Durchsteckkanal
3 als auch in dem Einsteckkanal
4 sind biegsame Verriegelungszungen
6, 7 vorgesehen, die mit Eingriffszähnen
8, 9 an der einen, mit einem Sägezahn bzw. einer Riffelung
10 versehenen Oberfläche des Kabelbandes
2 in Eingriff kommen können.
[0019] Fig. 5 zeigt eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Gerätes. Sein Gehäuse
13 hat Pistolenform mit einem Griffteil
11, an dem ein Abzug
12 vorgesehen ist, durch dessen Betätigung ein Verarbeitungszyklus des Gerätes eingeleitet
werden kann. Im hinteren Teil des Gehäuses
13 sind eine Getriebe
14 und eine Bremse
16 für den Antrieb des Kabelbandes
2 vorgesehen. Nach der dargestellten Ausführungsform erfolgt der Antrieb über eine
biegsame Welle
17 durch einen externen Elektromotor. Es ist aber auch möglich den Elektromotor in das
Gehäuse zu integrieren.
[0020] Über das Getriebe
14 ist ein seitlich daran angeordnetes Ritzel
18 antreibbar, um das ein z.B. von einer nicht dargestellten Vorratsrolle kontinuierlich
zuführbares, fortlaufendes Kabelband
2 so gelegt ist, daß die Verzahnung des Ritzels
18 mit der Verzahnung oder Riffelung
10 des Kabelbandes
2 in Eingriff steht und das Kabelband
2 so durch Antrieb des Ritzels
18 gefördert bzw. nachgeschoben werden kann. Weiter ist im Gehäuse
13 ein Schlitten
19 auf Führungsschienen
20 in Längsrichtung hin und her verschiebbar geführt. Der Antrieb des Schlittens
19 kann in beiden Richtungen z.B. mittels Bowdenzug (nicht dargestellt) oder für die
Rückbewegung in die Ausgangsstellung auch mit Federrückstellung erfolgen.
[0021] Im Schlitten
19 befindet sich ein schräg verlaufender, durchgehender Führungskanal
21, der im Verlauf der Betätigung des Gerätes (siehe unten) mit der Austrittsöffnung
eines Einführkanals
60 in Deckung gebracht wird, durch den das Kabelband
2 vom Ritzel
18 kommend zugeführt wird. Auf der Oberseite des Schlittens
19 ist ein Schieber
24 verschiebbar montiert, an dem eine Einführzunge
22 aus vorzugsweise federndem Material befestigt ist, die sich mit ihrem freien Ende
über die Austrittsöffnung des Führungskanals
21 im Schlitten
19 erstreckt, diese also abdeckt, und federnd auf der Oberseite des Schlittens
19 aufliegt. Der Schieber
24 wird zu seiner Bewegung auf dem Schlitten
19 durch einen Elektromagneten
15 angetrieben.
[0022] Am vorderen Ende des Schlittens
19 sind seitliche Haltebacken
25 vorgesehen. Über ihnen öffnet sich ein von oben in das Gehäuse
13 eintretendes Zuführrohr
23 für die Verriegelungsschlösser
1 gemäß Fig. 1. Durch das Zuführrohr
23 können die Verriegelungsschlösser
1 vorteilhaft aus einem lose geschütteten Vorrat, nachdem sie beispielsweise durch
einen Schneckenförderer (nicht dargestellt) oder durch eine andere geeignete Vorrichtung
vereinzelt worden sind, Stück für Stück, eventuell mittels Druckluft, zugeführt werden.
Das einzelne Verriegelungsschloß
1 fällt in den Raum zwischen den Haltebacken
25 und wird durch sie in vorläufiger Position gehalten. Alternativ kann die Zufuhr der
Verriegelungsschlösser
1 auch mit Hilfe eines Transportstreifens erfolgen, der zur Abfallvermeidung vorzugsweise
wiederverwendbar ist.
[0023] Am vorderen Ende des Gehäuses
13 sind Führungsbacken
26, 27 vorgesehen, von denen die eine
26 vorzugsweise feststehend und die andere
27 um eine Achse
28 am Gehäuse
13 schwenkbar ist, so daß die Führungsbacken
26, 27 zangenartig geöffnet und geschlossen werden können, wobei sie in geschlossenem Zustand
eine annähernd kreisrunde, geschlossene, innere Führungsrinne
29 bilden. In Fig. 5 sind beide Stellungen der schwenkbaren Führungsbacke
27 mit unterschiedlicher Strichstärke dargestellt.
[0024] Mit dem vorderen Ende des Schlittens
19 fluchtend befindet sich im Gehäuse
13 des Gerätes eine Austrittsöffnung
30, die in den von den Führungsbacken
26, 27 umschlossenen Raum, vorzugsweise dicht unter der schwenkbaren Führungsbacke
27 bzw. in deren Führungsrinne
29 mündet. Die Austrittsöffnung
30 ist so geformt, daß sie die Haltebacken
25 des Schlittens
19 zusammen mit einem darin gehaltenen Verriegelungsschloß
1 aufnehmen kann. Beidseitig der Austrittsöffnung
30 befindet sich innerhalb des Gehäuses
13 ein erstes Paar Federklammern
31, die in um Achsen
61 schwenkbaren Schwenkbacken
62 gehalten sind. Beim Einschieben eines Verriegelungsschlosses
1 in die Austrittsöffnung
30 durch den Schlitten
19 werden die Schwenkbacken
62 durch am vorderen Ende des Schlittens
19 ausgebildete Schrägen so verschwenkt, daß sich die Federklammern
31 an das Verriegelungsschloß
1 seitlich anlegen und es so in Position halten (siehe unten, sowie Fig. 7a bis 7f
und Fig. 9).
[0025] Bei dem Gerät ist die Möglichkeit vorgesehen, an Bündelungsstellen des Kabelbündels
in unterschiedlichem, programmierbarem Abstand Befestigungsmittel
32 anzubringen, mit denen das Kabelbündel an einem Trägerteil verankert werden kann.
Und zwar kann das Anbringen eines jeden derartigen Befestigungsmittels
32 in einem einzigen Arbeitsgang mit der Bündelung, also dem Anbringen und Festziehen
des Kabelbandes
2 geschehen. Das Gerät weist dazu ein besonderes Wechselmodul
33 auf, das im vorderen Bereich des Gerätes bei Bedarf eingesetzt werden kann. Fig.
6 zeigt das Gerät bei entnommenem Wechselmodul
33; die Ausnehmung des Gehäuses
13, die das Wechselmodul
33 aufnehmen kann, wird dann vorteilhaft durch eine entsprechend geformte Abdeckhaube
34 verschlossen, um das Innere des Gerätes und vor allem die beweglichen Teile gegen
Verschmutzung zu schützen. In Fig. 6 ist die Abdeckhaube
34 teilweise weggebrochen dargestellt, so daß das Zuführror
23 für die Verriegelungsschlösser
1 und das vordere Ende des Schlittens
19 sichtbar sind.
[0026] Bei in das Gerät eingesetztem Wechselmodul
33 gemäß Fig. 5 können Befestigungsmittel
32 von oben dem Gerät zugeführt werden; sie werden in Ausgangsstellung des Gerätes vor
dem Schlitten
19 plaziert, wozu im Wechselmodul
33 seitliche Halterungen
35 vorgesehen sind, auf denen die Befestigungsmittel
32 zur Auflage kommen können.
[0027] Eine mögliche Ausführungsform solcher Befestigungsmittel
32 ist in Fig. 3 zusammen mit einem geeigneten Transportmittel wiedergegeben. Die Befestigungsmittel
32 bestehen aus einem federnd ausgebildeten Befestigungsfuß
36 zur Verankerung des Kabelbündels auf einem Trägerteil sowie einem Kopfteil
37, das mit einer Öse
38 oder einem Schlitz zum Durchführen des Kabelbandes
2 versehen ist. Zur automatischen Zuführung der Befestigungsmittel
32 sind sie in einer Reihe hintereinander durch Angußstreifen
39 miteinander verbunden, welche während des Gießprozesses längs eines zwischen Kopfteil
37 und Befestigungsfuß
36 angeformten schirmartigen Kragens
40 verlaufen. Die zunächst fertigungsbedingt entstehenden Angußstreifen
39 werden als Transportmittel verwendet, um die Befestigungsmittel
32 von einer Vorratsrolle dem Gerät zuführen zu können. Dazu können die Angußstreifen
39 mit Zähnen
45 versehen sein, in die im Wechselmodul
33 beidseitig angeordnete Zahnräder
63 eingreifen können. In gleicher Weise lassen sich auch anders ausgebildete Befestigungsmittel
zuführen. Parallel zu den Zahnrädern
63 und auf derselben Antriebswelle
64 sind vorzugsweise Messerscheiben
66 angeordnet, die beim Vorschub der Befestigungsmittel
32 diese an Sollbruchstellen
65 (siehe Fig. 3) von den Angußstreifen
39 trennen oder die Sollbruchstellen
65 zumindest anschneiden.
[0028] Wie aus Fig. 5 zu ersehen, kommen die so zugeführten Befestigungsmittel
32 mit ihrem Kragen
40 derart auf den Halterungen
35 zur Auflage, daß sich das Kopfteil
37 mit seiner Öse
38 in der Bewegungsbahn der Haltebacken
25 des Schlittens
19 befindet. Wie unten anhand der Fig. 7a bis 7f noch genauer erläutert wird, kommt
das Kopfteil
37 mit seiner Öse
38 bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens
19 zwischen den Haltebacken
25 in Anlage an das vom Schlitten
19 transportierte Verriegelungsschloß
1. Außerdem ist am Schlitten
19 ein Mitnehmer
41 vorgesehen, der mit einer Einkerbung
42 am Kragen
40 des Befestigungsmittels
32 eingreift, es so in Position hält, so daß es in der weiteren Bewegung des Schlittens
19 mitgenommen wird. Dabei wird das betreffende Befestigungsmittel
32 von den als Transportmittel dienenden Angußstreifen
39 an den angeschnittenen Sollbruchstellen
65 abgetrennt. Am Ende der Vorwärtsbewegung des Schlittens
19, wenn das Verriegelungschloß
1 in der Austrittsöffnung
30 des Gerätes plaziert wird, schiebt sich das Befestigungsmittel
32, wie in Fig. 5 bereits angedeutet, zu einem Teil mit durch die entsprechend ausgebildete
Austrittsöffnung
30, wo es durch ein zweites Paar Federklammern
43, das neben dem ersten Paar Federklammern
31 seitlich der Austrittsöffnung
30 in den Schwenkbacken
62 angeordnet ist, zusätzlich gehalten wird (siehe auch Fig. 9). Im schwenkbar gelagerten
Ende der Führungsbacke
27 ist eine Ausnehmung
44 vorgesehen, die dem Befestigungsmittel
32 in dieser Position Platz bietet.
[0029] Innerhalb des Wechselmoduls
33 ist ein Ausstoßkanal
46 vorgesehen, durch den beim Vorschub der Befestigungsmittel
32 die von diesen schrittweise abgetrennten Angußstreifen
39 geleitet und aus dem Gerät befördert werden, wonach sie einem Recycling zugeführt
werden können.
[0030] Seitlich im Gehäuse
13 des Gerätes ist neben der Austrittsöffnung
30 eine Schneidevorrichtung
47 vorgesehen, von der in Fig. 8 eine Draufsicht wiedergegeben ist. Sie ist im Gehäuse
13 so angeordnet, daß ihr Messer
48 am Ende eines Arbeitszyklus horizontal und senkrecht zur Ebene der Fig. 5 bzw. 6
unmittelbar hinter der Austrittsöffnung
30 bzw. dem darin plazierten Verriegelungsschloß
1 bewegt werden kann, um das Kabelband
2 knapp hinter dem Verriegelungsschloß
1 abschneiden zu können. Der Verbrauch an Kabelband
2 wird so auf das wirklich notwendige beschränkt und es entstehen keine Abfälle.
[0031] Nach der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform der Schneidevorrichtung
47 ist an der seitlichen Gehäusewand
49 ein U-förmiges Bauteil
52 angeschraubt. Zwischen den beiden U-Schenkeln ist eine Führungsstab
53 angeordnet, auf dem ein abgewinkeltes Trägerteil
54 des Messers
48 verschiebbar ist. Dazu greift am Fuß des Trägerteils
54 ein durch Bowdenzug
55 betätigbarer Hebel
56 an. Die Verbindung zwischen dem Hebel
56 und dem Fuß des Trägerteils
54 ist mittels Stift
57 und Langloch
58 hergestellt. Der Bowdenzug
55 wird durch einen externen Motor programmgesteuert angetrieben.
[0032] Im folgenden wird die Arbeitsweise des Gerätes anhand der Fig. 7a bis 7f genauer
beschrieben, die eine Abfolge von Arbeitsschritten während eines Betätigungszyklus
des Gerätes wiedergeben. Es wird davon ausgegangen, daß das Kabelband
2 durch einen Gehäuseschlitz
67 eingeführt, um das Ritzel
18 gelegt und sein vorderes Ende bis in den Einführkanal
60 eingeschoben ist und die Zufuhr der Verriegelungsschlösser
1 sowie der Befestigungsmittel
32 aktivierbar ist. Der Start und der Ablauf der Arbeitsschritte des Gerätes erfolgt
weitgehendst programmgesteuert.
[0033] Zunächst wird das Gerät mit geöffneter Führungsbacke
27 in die vorgegebene Position an einem zu bündelnden und an einem Trägerteil zu befestigenden
Kabelstrang
59 gebracht. Ein Sensor am Gerät identifiziert über ein Codiersystem diese Position
und das erhaltene Signal wird mit einem vorgegebenen Signal verglichen. Stimmen die
beiden Signale überein, wird automatisch die Zufuhr der Verriegelungsschlösser
1 durch das Zuführrohr
23 und der Transport der Befestigungsmittel
32 durch die Zahnräder
63 über ihre als Transportband dienenden Angußstreifen
39 eingeleitet. Danach befindet sich ein Verriegelungsschloß
1 zwischen den Haltebacken
25 am vorderen Ende des Schlittens
19 und ein Befestigungsmittel
32 liegt mit seinem Kragen
40 auf den Halterungen
35 vor der Austrittsöffnung
30 auf (Fig. 7a). Die Zufuhr des Verriegelungsschlosses
1 erfolgt dabei so, daß sich sein Durchsteckkanal
3 in der Fluchtlinie der mit dem Schieber
24 auf dem Schlitten
19 verschiebbaren Einführzunge
22 befindet und sein Einsteckkanal
4 mit der Öffnung nach unten weist.
[0034] Stimmen dagegen die oben genannten Signale nicht überein, so erfolgt keine Positionierung
eines Verriegelungsschlosses
1 und eines Befestigungsmittels
32, und es ist auch kein Programmstart des Gerätes möglich.
[0035] Wurde die Position des Gerätes als richtig erkannt, werden die Führungsbacken
26, 27 um die zu bündelnden Kabel
59 manuell geschlossen und verriegelt; danach wird der Abzug
12 am Gerät betätigt, wodurch das elektrische Signal für den Programmstart ausgelöst
wird. Programmgemäß wird zunächst der Schlitten
19, z.B. über Bowdenzug, vorwärtsbewegt, wobei er das von seinen Haltebacken
25 gehaltene Verriegelungschloß
1 mitnimmt. Der Schlitten
19 erreicht die Zwischenstellung gemäß Fig. 7b, in der das Kopfteil
37 des Befestigungsmittels
32 zwischen den vorstehenden Haltebacken
25 des Schlittens
19 derart am Verriegelungschloß
1 zur Anlage kommt, daß sich die Öse
38 des Kopfteils
37 auf einer Höhe mit dem Durchsteckkanal
3 des Verriegelungschlosses
1 befindet. Außerdem gelangt die Einkerbung
42 am Mitnehmer
41 des Schlittens
19 in Eingriff am Umfang des Kragens
40 des Befestigungsmittels
32, so daß dieses auch nach dem nachfolgenden Trennen des Befestigungsmittels
32 von seinen Angußstreifen
39 in Position gehalten wird. Der Schlitten
19 bewegt sich weiter nach vorn, bis das Verriegelungsschloß
1 und das Befestigungsmittel
32 gemäß Fig. 7c in der Austrittsöffnung
30 des Gerätes in Montageposition plaziert sind, wo sie von den seitlichen Federklammern
31 bzw.
43 erfaßt und gehalten werden. Bei dieser Bewegung des Schlittens
19 kommt außerdem der schräg durch ihn hindurchgehende Führungskanal
21 zur Deckung mit der Austrittsöffnung des Einführkanals
60 für das Kabelband
2.
[0036] Am Ende der Vorwärtsbewegung des Schlittens
19 wird programmgemäß der Elektromagnet
15 aktiviert und dadurch der Schieber
24 auf dem Schlitten
19 vorwärtsbewegt; dabei schiebt sich die auf ihm befestigte Einführzunge
22 unter den ersten Zahn
8 der Verriegelungszunge
6 im Durchsteckkanal
3 des Verriegelungsschlosses
1. Anschließend wird durch einen externen Elektromotor über die biegdame Welle
17 Drehung das Ritzel
18 angetrieben und das Kabelband
2 vorgeschoben. Sein vorderes Ende schiebt sich aus dem Einführkanal
60 durch den Führungskanal
21 im Schlitten
19 unter die Einführzunge
22 und durch den Durchsteckkanal
3 und die Öse
38 im Kopfteil
37 des Befestigungsmittels
32; es gelangt in die Führungsrinne
29 der geschlossenen, die zu bündelnden Kabel
59 umschließenden Führungsbacken
26, 27 und schiebt sich darin weiter vor, bis sein Ende in den mit dem Austritt der Führungsrinne
29 in der Führungsbacke
26 fluchtenden Einsteckkanal
4 des Verriegelungsschlosses
1 gelangt, an der Wand
5 zwischen Einsteckkanal
4 und Durchsteckkanal
3 anstößt und mit seiner Zahnung oder Riffelung
10 an den Zähnen
9 der Verriegelungszunge
7 des Einsteckkanals
4 einrastet (Fig.7d).
[0037] Der Anschlag des Kabelbandes
2 im Einsteckkanal
4 kann ermittelt werden, indem die Leistungsaufnahme des Antriebsmotors fortlaufend
gemessen wird. Alternativ oder zusätzlich als Kontrolle kann auch eine Wegmessung
am Kabelband
2 erfolgen und festgestellt werden, um welches Maß es gefördert worden ist. Dazu kann
seitlich im Gehäuse eine Lichtschranke, vorzugsweise an der Ausgangsposition des Kabelbandendes
im Einführkanal
60 vorgesehen sein. Der Weg, den das Kabelband
2 von diesem Punkt aus durch den Führungskanal
21 des Schlittens
19 und die Führungsrinne
29 der Führungsbacken
26, 27 bis zurück ins Verriegelungsschloß
1 zurücklegen muß, ist konstant. Aus beiden Messungen kann ein Signal abgeleitet werden,
das anzeigt, wenn das Ende des Kabelbandes
2 in dem Einsteckkanal
4 des Verriegelungsschlosses
1 eingerastet ist und nicht weiter gefördert werden kann. Darauf wird der Motor in
seiner Drehrichtung und damit von Schub auf Zug umgesteuert, gleichzeitig wird der
Schieber
24 durch den Elektromagneten
15 in seine relative Ausgangsstellung auf dem Schlitten zurückgebracht und damit die
Verriegelungszunge
22 aus dem Durchsteckkanal
3 zurückgezogen, so daß nachfolgend die Verriegelungszunge
6 mit der Riffelung
10 des Kabelbandes in Eingriff kommen kann.
[0038] Das Kabelband
2 wird durch den Durchsteckkanal
3 des Verriegelungsschlosses
1 und in Richtung der Eingriffszähne
8 soweit zurückgezogen, bis es das Kabelbündel
59 fest umspannt (Fig. 7e). Auch dieser Punkt wird durch das Messen der Leistungsaufnahme
des Motors ermittelt. Die Zuordnung der gewünschten Anzugskraft zur erforderlichen
Motorleistung kann experimentell ermittelt werden und in die Programmsteuerung eingehen.
Nach Erreichen der so festgestellten Anzugskraft wird der Antrieb des Ritzels
18 gestoppt, so daß das Kabelband
2 nicht mehr unter Zug steht. Danach erst, wenn das Kabelband
2 also entlastet ist, wird der Schneidevorgang an der Schneidevorrichtung
47 (siehe Fig. 8) ausgelöst und das Kabelband
2 durch das sich senkrecht zur Ebene der Fig. 5 bzw. 7e vorschiebende Messer
48 knapp hinter dem Verriegelungsschloß
1 abgeschnitten.
[0039] Indem das Kabelband
2 vor dem Schneiden entlastet wird, wird sichergestellt, daß die Zähne
8 der Verriegelungszunge
6 im Durchsteckkanal
3 sicher in der Verzahnung oder Riffelung
10 des Kabelbandes
2 einrasten und eine sichere Verriegelung stattfindet. Es besteht somit nicht mehr
die Gefahr, daß das Kabelband
2 wegen einer noch bestehenden Spannung nach dem Abschneiden einen Zahn
8 der Verriegelungszunge
6 überspringt oder gar ganz aus dem Verriegelungsschloß
1 herausspringt. Außerdem wird damit erreicht, daß das Kabelband
2 immer an einer definierten Stelle im Abstand zur Stirnseite der Verriegelungszunge
6 abgeschnitten wird, wodurch wiederum gewährleistet ist, daß bei jedem nachfolgenden
Bündelungsvorgang das Vorschubende des Kabelbandes
2 definiert im Einsteckkanal
4 des nächsten Verriegelungschlosses
1 an der Wand
5 anstößt und mit beiden Zähnen
9 der Verriegelungszunge
7 in sicheren Eingriff kommt und somit jedesmal die optimale Wirkung des Verschlusses
erreicht wird.
[0040] Nach dem Abschneiden des Kabelbandes
2 wird es auf seine Ausgangs- bzw. Null-Position im Einführkanal
60 zurückgezogen (Fig. 7f) und der Schlitten
19 samt Schieber
24 werden in ihre Ausgangspositionen zurückbewegt. Die Führungsbacken
26, 27 werden manuell geöffnet und das Gerät zur nächsten Bündelungsstelle geführt.
[0041] Bei dem wie oben beschriebenen Vorgang wurde gleichzeitig und in einem Arbeitsgang
mit der Bündelung der Kabel an der Bündelungsstelle ein Befestigungsmittel
32 angebracht, mit dem das Kabelbündel an einem Trägerteil verankert werden kann. Normalerweise
ist es nicht erforderlich, daß an jeder Bündelungsstelle ein solches Befestigungsmittel
32 angebracht wird. Die Positionen, an denen ein Befestigungsmittel
32 angebracht werden soll, können durch einen Code gekennzeichnet werden, der vom Sensor
des Gerätes erkannt wird. In der Programmsteuerung ist dann vorgesehen, daß, wenn
ein bestimmtes Codemerkmal nicht identifiziert werden kann, die Zufuhr der Befestigungsmittel
32 unterbrochen wird und bei den weiteren Bündelungen erst wieder einsetzt, wenn der
betreffende Code gelesen wird. Es kann somit kein Befestigungsmittel
32 an falscher Stelle plaziert werden
[0042] Ist in einem speziellen Anwendungsfall eine Verankerung des Kabelbündels überhaupt
nicht vorgesehen oder erwünscht, so kann das Wechselmodul
33 dem Gerät entnommen werden und das Gerät in dem in Fig. 6 dargestellten Zustand nur
zur Bündelung von Kabeln
59 eingesetzt werden. Zweckmäßig wird dann statt des Wechselmoduls
33 eine Abdeckhaube
34 eingesetzt, um das Innere des Gerätes vor Verschmutzung und Beschädigung zu schützen.
1. Automatisch arbeitendes Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss zum Bündeln von
Kabelsträngen mittels eines fortlaufend zugeführten, auf seiner einen Oberfläche eine
Zahnung oder Riffelung (10) aufweisenden Kabelbandes (2), zum Spannen des Kabelbandes (2) nach Umschlingung der Kabelstränge in jeweils einem von in einer Reihe fortlaufend
zugeführten Verriegelungsschlössern (1), die einen Durchsteckkanal (3) für das Kabelband (2) aufweisen und die mit in die Zahnung oder Riffelung (10) des Kabelbandes (2) eingreifbaren Verriegelungsmitteln (6) versehen sind, und zum Abschneiden der einzelnen Kabelbänder (2) nach vollzogenem Umschlingungs- und Spannvorgang hinter dem jeweiligen Verriegelungsschloß
(1), wobei das Gerät das Kabelbündel (59) zangenartig umgreifende Führungsbacken (26, 27) mit einer Führungsrinne (29) für das Kabelband (2) und einen im Gerät vor- und zurückbewegbaren Schlitten (19) mit einem Führungskanal (21) für das Kabelband (2) und mit einer Einführzunge (22) zum Anheben der in den Verriegelungschlössern (1) in Einführrichtung sperrenden Verriegelungsmittel (6) aufweist und wobei bei seiner Betätigung durch den vorwärts bewegten Schlitten (19) jeweils ein Verriegelungsschloß (1) in einer in die Führungsrinne (29) der Führungsbacken (26, 27) mündende Austrittsöffnung (30) des Gerätes positionierbar ist und das motorisch vorschiebbare Kabelband (2) durch dieses Verriegelungsschloß (1) hindurch und von den Führungsbacken (26, 27) um das Kabelbündel (59) herum und zurück in das Verriegelungsschloß (1) führbar ist und nach dem Eingriff des zurückgeführten Vorschubendes des Kabelbandes
(2) in dem Verriegelungsschloß (1) das Kabelband (2) durch Umsteuern seines Antriebsmotors spannbar und nach Rückbewegung der Einführzunge
(22) an den Verriegelungsmitteln (6, 7) des Verriegelungsschlosses (1) einrastbar und danach durch eine hinter dem Verriegelungschloß (1) senkrecht zur Vorschubrichtung bewegbare Schneidevorrichtung (47) abschneidbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem den Führungsbacken (26, 27) zugewandten Ende des Schlittens (19) seitliche Haltebacken (25) vorgesehen sind, zwischen die jeweils ein Verriegelungsschloß (1) von oben zuführbar ist, welches außer dem Durchsteckkanal (3), zu diesem um 90° versetzt, einen nach unten offenen Einsteckkanal (4) mit darin befindlichen Verriegelungszungen (7) für den Eingriff an der Zahnung oder Riffelung (10) des Kabelbandes (2) aufweist, wobei der Einsteckkanal (4) durch eine Trennwand (5) gegenüber dem Durchsteckkanal (3) begrenzt ist, daß der Durchsteckkanal (3) dieses Verriegelungsschlosses (1) in dessen Position zwischen den Haltebacken (25) mit der Einführzunge (22) fluchtet, daß am Ende der Vorwärtsbewegung des Schlittens (19) das zwischen den Haltebacken (25) gehaltene Verriegelungsschloß (1) in der Austrittsöffnung (30) des Gehäuses (13) derart plazierbar ist, daß im geschlossenen Zustand der Führungsbacken (26, 27) die darin vorgesehene Führungsrinne (29) an ihrem Eintrittsende mit dem Durchsteckkanal (3) und an ihrem Austrittsende mit
dem Einsteckkanal (4) des Verriegelungsschlosses (1) fluchtet und die Einführzunge (22) zur Anhebung der Verriegelungszunge (6) in den Durchsteckkanal (3) einführbar ist, so daß das Kabelband (2) unterhalb der Einführzunge (22) durch den Durchsteckkanal (3) und entlang der Führungsrinne (29) bis in den Einsteckkanal (4) zum Eingriff mit dessen Verriegelungszunge (7) motorisch angetrieben vorschiebbar ist.
2. Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführzunge (22) mit einem Schieber (24) fest verbunden ist, der auf dem Schlitten (19) verschiebbar ist.
3. Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskanal (21) für das Kabelband (2) den Schlitten (19) schräg durchstößt, seine auf der Oberseite des Schlittens (19) mündende Austrittsöffnung durch die Einführzunge (22) abgedeckt ist und seine Eintrittsöffnung auf der Unterseite des Schlittens (19) in dessen vorgeschobener Stellung sich mit der Austrittsöffnung eines Einführkanals
(60) in einem feststehenden Gehäuseteil deckt.
4. Gerät , Kabelband und Verriegelungsschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zuführrohr (23) für die Verriegelungsschlösser (1) von oben in das Gerät führt und seine Öffnung sich unmittelbar über dem von den
Haltebacken (25) des Schlittens (19) begrenzten Raum befindet.
5. Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (13) beidseitig der Austrittsöffnung (30) Halterungen (35) vorgesehen sind, auf denen von oben zugeführte Befestigungsmittel (32), die der Befestigung der Kabelbündel an einem Trägerteil dienen, zur Auflage kommen,
wobei ein durch die Halterungen (35) nach unten in den Bewegungspfad des Schlittens (19) ragendes Kopfteil (37) dieses Befestigungsmittels (32) eine mit dem Durchsteckkanal (3) des Verriegelungsschlosses (1) fluchtende Öse (38) aufweist und daß das Befestigungsmittel (32) von dem Schlitten (19) bei seiner Vorwärtsbewegung erfaßbar und in die Position in der Austrittsöffnung
(30) mitnehmbar ist.
6. Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schlitten (19) ein Mitnehmer (41) vorgesehen ist, der bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens (19) an einem abragenden Kragen (40) des Befestigungsmittels (32) in Eingriff kommt.
7. Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Gerät beidseitig der Austrittsöffnung (30) ein erstes Paar Halteklammern (31) für das Verriegelungsschloß (1) und ein zweites Paar Halteklammem (42) für das Befestigungsmittel (32) angeordnet sind.
8. Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführvorrichtung für die Befestigungsmittel (32) einschließlich eines Ausstoßkanals (46) für von den Befestigungsmitteln (32) abgetrennte Förderstreifen (39) in einem dem Gerät entnehmbaren Wechselmodul (33) angeordnet ist.
9. Gerät, Kabelband und Verriegelungsschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbacken (26, 27) zum Umgreifen der zu bündelnden Kabel (59) manuell schließbar und öffenbar sind und daß alle weiteren Arbeitsschritte des Gerätes
nach Betätigung eines Abzugs (12) programmgesteuert sind.
10. Gerät, Kabelband und Veniegelungsschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Messung der Vorschublänge des Kabelbandes (2) im Bereich der Start- oder Null-Position des Kabelbandes (2) eine Lichtschranke vorgesehen ist.
11. Arbeitsverfahren für ein Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
gekennzeichnet durch die Abfolge folgender Arbeitsschritte.
• Freigabe der Einleitung eines Arbeitszyklus nach Sensorerkennung einer Bündelungsstelle
für ein Kabelbündel (59) und anschließend Plazierung eines Verriegelungsschlosses
(1) zwischen den Haltebacken (25) des Schlittens (19),
• Freigabe der Zufuhr eines Befestigungsmittels (32) nach Sensorerkennung einer Befestigungsstelle für das Kabelbündel (59) an einem Trägerteil,
• Vorwärtsbewegung des Schlittens (19) bis zur Montagestellung des Verriegelungsschlosses (1) und gegebenenfalls des Befestigungsmittels (32),
• Vorwärtsbewegung des Schiebers (24) auf dem Schlitten (19) mit Einschieben der Einführzunge (22) in den Durchsteckkanal (3) des positionierten Verriegelungsschlosses (1),
• Vorschub des Kabelbandes (2) bis zum Anstoß im Einsteckkanal (4) und Eingriff mit den darin vorgesehenen Verriegelungsmitteln, dabei fortlaufende
Messung der Leistungsaufnahme des Antriebsmotors für das Kabelband (2),
• meßwertabhängige Umsteuerung des Antriebsmotors von Schub auf Zug, dabei weiter
fortlaufende Messung der Leistungsaufnahme des Antriebsmotors,
• Rückbewegung des Schiebers (24) in seine relative Ausgangsstellung auf dem Schlitten (19),
• meßwertabhängiges Stoppen des Antriebsmotors und Entlasten des Kabelbandes (2) hinter dem Verriegelungsschloß (1),
• Betätigung der Schneidevorrichtung (47), Abschneiden des Kabelbandes (2) hinter dem Verriegelungschloß (1),
• Rückziehen des Kabelbandes (2) in seine Ausgangsposition,
• Rückbewegung des Schlittens (19) in seine Ausgangsposition.
1. Automatically operating device, cable strap and locking buckle for bundling runs of
cable by means of a continuously infed cable strap (2) which has teeth or serrations
(10) on one of its surfaces, for clamping the cable strap (2), after it has been looped
round the runs of cable, in a given one of locking buckles (1) which are fed in in
a line, which have a passage (3) for the cable strap (2) to be inserted through and
which are provided with locking means (6) engageable in the teeth or serrations (10)
on the cable strap (2), and for cutting off the individual cable straps (2), on completion
of the looping and tensioning operation, at the rear of the given locking buckle (1),
the device having guiding jaws (26, 27) which enclose the bundle of cables (59) after
the fashion of tongs and which have a guiding channel (29) for the cable strap (2)
and the device having a slider (19) able to be moved backwards and forwards in the
device, said slider (19) having a guiding passage (21) for the cable strap (2) and
an insertable tongue (22) for raising the locking means (6), which locking means (6)
would lock in the locking buckles in the direction of insertion, and one locking buckle
(1) at a time being positionable by the forward moving slider (19), when it is actuated,
in an exit opening (30) from the device, which exit opening (30) opens into the guide
channel (29) in the guiding jaws (26, 27), and the cable strap (2), which can be advanced
by motor means, being able to be guided through the said locking buckle (1) and, by
the guiding jaws (26, 27), around the bundle of cables (59) and back into the locking
buckle (1) and, after the leading end of the cable strap (2) which has been guided
back has engaged in the locking buckle (1), the cable strap (2) being able to be tensioned
by reversing its drive motor and, after the insertable tongue (22) has been moved
back, being able to be latched in against the locking means (6, 7) of the locking
buckle (1) and then being able to be cut off by a cutting device (47) which can be
moved, perpendicularly to the direction of advance, at the rear of the locking buckle
(1), characterised in that there are provided at the end of the slider (19) adjacent the guiding jaws (26, 27)
lateral holding jaws (25) to a position between which one locking buckle (1) at a
time can be fed in from above, which locking buckle (1) has, in addition to the passage
for through-insertion (3) and offset by 90° therefrom, a downwardly open passage for
non-through-insertion (4) having therein locking tongues (7) to engage in the teeth
or serrations (10) on the cable strap (2), the passage for non-through-insertion (4)
being defined relative to the passage for through-insertion (3) by a dividing wall
(5), in that, when the particular locking buckle (1) is in its position between the holding jaws
(25), the passage for through-insertion (3) therein aligns with the insertable tongue
(22), in that, at the end of the forward movement of the slider (19), the locking buckle (1) which
is held between the holding jaws (25) can be positioned in the exit opening (30) from
the housing (13) in such a way that, when the guiding jaws (26, 27) are in the closed
state, the guiding channel (29) provided therein aligns, at its entry end, with passage
for through-insertion (3) in the locking buckle (1) and, at its exit end, with the
passage for non-through-insertion (4) in the locking buckle (1) and the insertable
tongue (22) for raising the locking tongue (6) can be inserted in the passage for
through-insertion (3), thus enabling the cable strap (2) to be advanced below the
insertable tongue (22), by motorised drive, through the passage for through-insertion
(3), along the guiding channel (29) and into the passage for non-through-insertion
(4) to engage with the locking tongue (7) in the latter.
2. Device, cable strap and locking buckle according to claim 1, characterised in that the insertable tongue (22) is solidly connected to a pusher (24) which can be moved
on the slider (19).
3. Device, cable strap and locking buckle according to claim 1 or 2, characterised in that the guiding passage (21) for the cable strap (2) passes through the slider (19) obliquely,
its exit opening which opens onto the upper side of the slider (19) is covered by
the insertable tongue (22), and its entry opening on the lower side of the slider
(19) coincides with the exit opening of an infeed passage (60) in a fixed part of
the housing when the slider (19) is in its advanced position.
4. Device, cable strap and locking buckle according to one of claims 1 to 3, characterised in that an infeed tube (23) for the locking buckles (1) leads into the device from above
and its opening is situated immediately above the space bounded by the holding jaws
(25) of the slider (19).
5. Device, cable strap and locking buckle according to one of claims 1 to 4, characterised in that there are provided in the housing (13), on both sides of the exit opening (30), supports
(35) on which fastening means (32), which are used to fasten the bundle of cables
to a carrier member and which are fed in from above, come to rest, a head part (37)
of the said fastening means (32), which head part (37) projects downwards through
the supports (35) into the path of movement of the slider (19), having an eye (38)
which aligns with the passage for through-insertion (3) in the locking buckle (1),
and in that the fastening means (32) can be taken hold of by the slider (19) in its forward movement
and can be entrained to the position in the exit opening (30).
6. Device, cable strap and locking buckle according to claim 5, characterised in that there is provided on the slider (19) an entraining means (41) which, when the slider
(19) moves forward, comes into engagement with a projecting collar (40) on the fastening
means (32).
7. Device, cable strap and locking buckle according to one of claims 1 to 5, characterised in that arranged in the device on the two sides of the exit opening (30) are a first pair
of holding clamps (31) for the locking buckle (1) and a second pair of holding clamps
(42) for the fastening means (32).
8. Device, cable strap and locking buckle according to one of claims 5 to 7, characterised in that the arrangement for feeding in the fastening means (32), including a discharge passage
(46) for feeder strips (39) which have been severed from the fastening means (32),
is arranged in an interchangeable module (33) which can be removed from the device.
9. Device, cable strap and locking buckle according to one of claims 1 to 8, characterised in that the guiding jaws (26, 27) for enclosing the cables (59) to be bundled can be opened
and closed manually and in that all the other steps in the operation of the device are under programmed control on
the pulling of a trigger (12).
10. Device, cable strap and locking buckle according to one of claims 1 to 9, characterised in that a light barrier is provided in the region of the starting or zero position of the
cable strap (2) for the purpose of measuring the length of the cable strap (2) which
is advanced.
11. Method of operation for a device according to one of claims 1 to 10,
characterised by the sequence of the following steps of operation:
• enabling of the initiation of an operating cycle on detection by sensor means of
a bundling point for a bundle of cables (59) followed by positioning of a locking
buckle (1) between the holding jaws (25) of the slider (19),
• enabling of the infeed of a fastening means (32) on detection by sensor means of
a point for the fastening of a bundle of cables (59) to a carrier member,
• forward movement of the slider (19) to the position for the fitting of the locking
buckle (1) and, where required, of the fastening means (32),
• forward movement of the pusher (24) on the slider (19) whereby the insertable tongue
(22) is slid into the passage for through-insertion (3) in the locking buckle (1)
which has been positioned,
• advance of the cable strap (2) until it abuts in the passage for non-through-insertion
(4) and engages with the locking means provided therein, accompanied by continuous
measurement of the power drawn by the drive motor for the cable strap (2),
• reversal of the drive motor from thrust to traction as a function of the value measured,
accompanied by continuing continuous measurement of the power drawn by the drive motor,
• backward movement of the pusher (24) to its relative starting position on the slider
(19),
• stopping of the drive motor as a function of the value measured and relief of the
load on the cable strap (2) at the rear of the locking buckle (1),
• actuation of the cutting device (47) and cutting off of the cable strap (2) at the
rear of the locking buckle (1),
• withdrawal of the cable strap (2) to its starting position,
• backward movement of the slider (19) to its starting position.
1. Appareil à fonctionnement automatique, lanière attache-câbles et cliquet de blocage
pour le ligaturage de faisceaux de câbles au moyen d'une lanière attache-câbles (2)
munie sur une de ses faces d'une succession de crans ou de striures (10), acheminée
de manière continue, pour serrer la lanière attache-câbles (2), après que celle-ci
a été placée autour du faisceau de câbles, dans respectivement l'un d'une série de
cliquets de blocage (1) approvisionnés de manière continue, qui comportent un passage
de traversée (3) pour l'insertion de la lanière attache-câbles (2) et qui sont munis
d'organes de verrouillage (6) destinés à venir en prise d'encastrement avec les crans
ou les striures (10) de la lanière attache-câbles (2) et pour à chaque fois tronçonner
la lanière attache-câbles (2) derrière le cliquet de blocage (1) respectif une fois
l'opération de ligaturage et de serrage terminée, l'appareil comportant en l'occurrence
des mâchoires de guidage (26, 27), munies d'une goulotte de guidage (29) pour la lanière
attache-câbles (2), venant enserrer à la manière de pinces le faisceau de câbles (59),
et un coulisseau (19) susceptible de se déplacer vers l'avant et vers l'arrière dans
l'appareil, muni d'un passage de guidage (21) pour la lanière attache-câbles (2) et
d'une languette d'introduction (22) pour relever les organes de verrouillage (6) formant
barrage dans le sens de l'introduction à l'intérieur des cliquets de blocage (1) et
dans lequel, lorsqu'il est actionné, sous l'effet du déplacement vers l'avant du coulisseau
(19) respectivement un cliquet de blocage (1) peut être positionné dans une ouverture
de sortie (30) de l'appareil débouchant dans la goulotte de guidage (29) des mâchoires
de guidage (26, 27) et la lanière attache-câbles (2), dont l'amenée est assurée par
un moteur, peut être insérée au travers de ce cliquet de blocage (1) et par les mâchoires
de guidage (26, 27) enroulée autour du faisceau de câbles (59) et ensuite ramenée
dans le cliquet de blocage (1) et après la mise en prise d'engagement de l'extrémité
antérieure de la lanière attache-câbles (2) ainsi ramenée en arrière, dans le cliquet
de blocage (1), la lanière attache-câbles (2) peut être serrée en position par la
traction exercée par l'inversion du sens de rotation du moteur d'entraînement et après
le recul de la languette d'introduction (22) peut être amenée en prise d'encastrement
avec les organes de verrouillage (6, 7) du cliquet de blocage (1) et ensuite peut
être tronçonnée par un dispositif de tronçonnage (47) capable de se déplacer, dans
le plan vertical par rapport au sens du défilement, derrière le cliquet de blocage
(1), caractérisés en ce qu'il est prévu, au niveau de l'extrémité du coulisseau (19) orientée en direction des
mâchoires de guidage (26, 27), des mâchoires de retenue à disposition latérale (25)
entre lesquelles respectivement un cliquet de blocage (1) peut être inséré depuis
le haut, qui comporte, outre son passage de traversée (3), décalé de 90° par rapport
à celui-ci, un passage d'emmanchement (4) ouvert vers le bas, intérieurement muni
de languettes de verrouillage (7) destinées à venir en prise d'encastrement avec le
crans ou les striures (10) de la lanière attache-câbles (2), le passage d'emmanchement
(4) étant en l'occurrence limité par rapport au passage de traversée (3) par une cloison
de séparation (5), en ce que le passage de traversée (3) de ce cliquet de blocage (1) se trouve, dans sa position
de préhension entre les mâchoires de retenue (25) en affleurement de la languette
d'introduction (22), en ce qu'à la fin de la course de déplacement vers l'avant du coulisseau (19), le cliquet de
blocage (1) immobilisé en position entre les mâchoires de retenue (25) peut être présenté
devant l'ouverture de sortie (30) du boîtier (13) dans des conditions telles que lorsque
les mâchoires de guidage (26, 27) sont à l'état fermé, la goulotte de guidage (29)
prévue dans celle-ci se trouve, au niveau de son extrémité d'entrée, dans l'alignement
du passage de traversée (3) et au niveau de son extrémité de sortie dans l'alignement
du passage d'emmanchement (4) du cliquet de blocage (1) et que la languette d'introduction
(22) servant à relever la languette de verrouillage (6) peut être insérée dans le
passage de traversée (3), de telle sorte que la lanière attache-câbles (2) peut être,
par l'action d'entraînement réalisée par un moteur, acheminée au travers du passage
de traversée (3) et le long de la goulotte de guidage (29) jusque dans le passage
d'emmanchement (4) pour venir en prise d'encastrement avec la languette de verrouillage
(7) que celui-ci comporte.
2. Appareil, lanière attache-câbles et cliquet de blocage selon la revendication 1, caractérisés en ce que la languette d'introduction (22) est solidaire d'un poussoir (24), qui est susceptible
de se déplacer sur le coulisseau (19).
3. Appareil, lanière attache-câbles et cliquet de blocage selon la revendication 1 ou
2, caractérisés en ce que le passage d'introduction (21) de la lanière attache-câbles (2) traverse le coulisseau
(19) selon une disposition oblique, que son ouverture d e sortie débouchant au niveau
de la face supérieure du coulisseau (19) est recouverte par la languette d'introduction
(22) et que son ouverture d'entrée au niveau de la face inférieure du coulisseau (19),
lorsque celui-ci se trouve dans sa position avancée, coïncide avec l'ouverture de
sortie d'un passage d'introduction (60) dans un élément fixe du boîtier.
4. Appareil, lanière attache-câbles et cliquet de blocage selon l'une des revendications
1 à 3, caractérisés en ce qu'un tube d'amenée (23) pour l'approvisionnement des cliquets de blocage (1) pénètre
dans l'appareil depuis la partie supérieure de celui-ci et que son ouverture se trouve
placée directement au-dessus du gabarit d'emprise défini par les mâchoires de retenue
(25) du coulisseau (19).
5. Appareil, lanière attache-câbles et cliquet de blocage selon l'une des revendications
1 à 4, caractérisés en ce qu'il est prévu dans le boîtier (13) de part et d'autre de l'ouverture de sortie (30),
des dispositifs de retenue (35) sur lesquels viennent prendre appui des organes de
fixation (32), approvisionnés depuis la partie supérieure de l'appareil, qui servent
à assurer la fixation des faisceaux de câbles sur un élément formant support, une
portion de tête (37) de cet organe de fixation (32) faisant saillie vers le bas, au
travers des dispositifs de retenue (35), dans la trajectoire de déplacement du coulisseau
(19) comportant en l'occurrence un oeillet (38) disposé dans l'alignement du passage
de traversée (3) du cliquet de blocage (1), et en ce que l'organe de fixation (32) est destiné à être saisi au passage par le coulisseau (19)
lors de sa course de déplacement vers l'avant et entraîné jusqu'en position dans l'ouverture
de sortie (30).
6. Appareil, lanière attache-câbles et cliquet de blocage selon la revendication 5, caractérisés en ce qu'il est prévu sur le coulisseau (19) un taquet d'entraînement (41) qui, lors de la
course de déplacement vers l'avant du coulisseau (19) vient en prise d'engagement
avec une collerette en saillie (40) de l'organe de fixation (32).
7. Appareil, lanière attache-câbles et cliquet de blocage selon l'une des revendications
1 à 5, caractérisés en ce qu'une première paire d'agrafes de retenue (31) pour le cliquet de blocage (1) et une
deuxième paire d'agrafes de retenue (42) pour l'organe de fixation (32) sont disposées
dans l'appareil, de part et d'autre de son ouverture de sortie (30).
8. Appareil, lanière attache-câbles et cliquet de blocage selon l'une des revendications
1 à 7, caractérisés en ce que le dispositif d'amenée des organes de fixation (32) est disposé, conjointement à
un canal d'éjection (46) pour l'évacuation des bandelettes de transport (39) dissociées
des organes de fixation (32), dans un module à montage facultatif (33) pouvant être
retiré de l'appareil.
9. Appareil, lanière attache-câbles et cliquet de blocage selon l'une des revendications
1 à 8, caractérisés en ce que les mâchoires de guidage (26, 27) devant être disposées autour des câbles à ligaturer
(59) sont destinées à être fermées et ouvertes à la main et en ce que toutes les autres opérations effectuées par l'appareil sont commandées par programme
après l'actionnement d'une détente (12).
10. Appareil, lanière attache-câbles et cliquet de blocage selon l'une des revendications
1 à 9, caractérisés en ce qu'il est prévu, dans la zone correspondant à la position zéro ou de départ de la lanière
attache-câbles (2) une cellule photoélectrique pour mesurer la longueur d'avancée
de la lanière attache-câbles (2).
11. Processus de fonctionnement d'un appareil selon les revendications 1 à 10,
caractérisé en ce qu'il comprend successivement les différentes étapes suivantes :
• autorisation du déclenchement d'un cycle de travail en réponse à l'indentification
par un détecteur d'un point de ligaturage d'un faisceau de câbles (59) puis insertion
d'un cliquet de blocage (1) en position entre les mâchoires de retenue (25) du coulisseau
(19),
• autorisation d'amenée d'un organe de fixation (32) en réponse à l'identification
par un détecteur d'un point de fixation du faisceau de câbles (59) sur un élément
formant support,
• déplacement du coulisseau (19) vers l'avant jusqu'à ce qu'il atteigne la position
de pose du cliquet de blocage (1) et, le cas échéant, de l'organe de fixation (32),
• déplacement vers l'avant du poussoir (24) sur le coulisseau (19) avec insertion
de la languette d'introduction (22) dans le passage de traversée (3) du cliquet de
blocage (1) placé en position,
• avance de la lanière attache-câbles (2) jusqu'à sa venue en butée dans le passage
d'emmanchement (4) et mise en prise d'encastrement avec les organes de verrouillage
prévus à l'intérieur de celui-ci, la puissance consommée par le moteur d'entraînement
de la lanière attache-câbles (2) étant en l'occurrence mesurée de manière continue,
• en fonction de la valeur mesurée, inversion du sens de rotation du moteur d'entraînement
pour passer du mode entraînement au mode traction, la puissance consommée par le moteur
d'entraînement étant en l'occurrence mesurée de manière continue,
• rappel du poussoir (24) dans sa position relative d'origine sur le coulisseau (19),
• arrêt du moteur d'entraînement en fonction de la valeur mesurée et suppression de
la sollicitation exercée sur la lanière attache-câbles (2) derrière le cliquet de
blocage (1),
• actionnement du dispositif de tronçonnage (47), tronçonnage de la lanière attache-câbles
(2) derrière le cliquet de blocage (1),
• ramenée de la lanière attache-câbles (2) dans sa position initiale,
• rappel du coulisseau (19) dans sa position initiale,