[0001] Die Erfindung betrifft einen lackbeschichteten Draht mit unrundem Querschnitt, zwei
Verfahren zur Herstellung des Drahtes, eine daraus hergestellte Spule und ein Verfahren
zu deren Herstellung in Übereinstimmung mit den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Aus der
NL 7903758 ist ein Verfahren bekannt, bei dem Draht einlagig auf einen Kern aufgewickelt wird,
wobei mehrere Windungen rund bleiben, sodann der größte Teil der Windungen platt gequetscht
und aufgewickelt werden und schließlich wiederum einige Windungen runden Drahtes aufgewickelt
werden. Für mehrlagige Spulen ist dieses Verfahren nicht geeignet, über die Befestigung
des Drahtes am Kern und den Aufbau des Drahtes wird nichts ausgesagt.
[0003] Aus der
EP 244 923 A ist eine Spule mit Windungen aus platt gequetschtem Draht für große, dynamoelektrische
Maschinen bekannt. Die Spule wird dabei in passend geformten Kanäle gebildet, der
Draht scheint, ähnlich wie bei üblichen Transformatoren, durch Lack isoliert zu sein,
über seinen Aufbau wird nichts ausgesagt.
[0004] Aus der
US 3,320,788 A ist eine mehrlagige Spule aus gequetschtem Draht unbekannten Aufbaus bekannt, wie
die Spule ihre Stabilität erhält und behält, ist nicht erläutert.
[0005] Weiters sind lackbeschichtete Drähte runden Querschnittes für die Herstellung von
elektrischen Spulen sind bekannt. Diese Drähte bestehen aus Kupfer, Aluminium oder
einem anderen Metall oder einer Metallegierung, und weisen eine innere elektrisch
isolierende Beschichtung und auf dieser angeordnet, eine äußere, Backlackschicht auf.
Die erste, innere, Lackbeschichtung, welche aus Polyurethan oder Polyesteramid besteht,
dient der elektrischen Isolierung des Drahtes. Die zweite, äußere, Lackschicht, die
von den Drahtherstellern Backlack genannt wird, dient einer mechanischen Verbindung
zwischen den Windungen und den Windungslagen. Sie wird aus Lacken hergestellt, die
eine nachträgliche Erweichung der Lackschicht ermöglichen. Die Erweichung der Lackschicht
kann entweder durch die Einwirkung von Wärme oder durch die Einwirkung eines chemischen
Lösungsmittels erfolgen. Üblicherweise werden Lacke auf Basis von Polyvinylbutyral
oder Polyamid verwendet.
[0006] Aus der
JP 1 084517 und der
JP 54 109188 sind sogenannte Flachdrähte bekannt, bei denen mehrere isolierte, einzeln hergestellte,
runde Leiter parallel zueinander angeordnet und miteinander verbunden werden. Sodann
wird dieses übliche Flachkabel unter Druck und Erwärmung so deformiert, dass die Leiter
längsrechteckigen Querschnitt erhalten. Verwendet werden derartige Flachkabel mit
reduzierter Dicke in elektronischen Geräten und in letzter Zeit bei Kabelbäumen von
Kraftfahrzeugen.
[0007] Als "rund" wird in der Beschreibung und den Ansprüchen immer "kreisrund" verstanden,
als "unrund" somit als "vom kreisrunden Querschnitt abweichend". Im wesentlichen betreffen
die unrunden Querschnitte ovale und rechteckige Querschnitte, wobei letztere abgerundete
Kanten aufweisen, somit die eingangs definierten Querschnitte, die zwei unterschiedlich
lange, normal zueinander stehende Achsen aufweisen.
[0008] Solche Drähte werden für die Herstellung von elektrischen, selbsttragenden Spulen
verwendet. Diese Spulen mit einem Draht runden Querschnittes haben aber den Nachteil,
daß zwischen den aneinandergrenzenden Drähten freie Zwischenräume verbleiben. Diese
Zwischenräume bedingen eine verminderte Packungsdichte, welche den Wirkungsgrad des
Gerätes, in dem die Spule zur Anwendung kommt, mindert. Außerdem liegen die einzelnen
Drähte solcher Spulen nur an schmalen Berührungslinien zusammen, wodurch auch, da
solche Spulen den elektromechanischen Kräften ausgesetzt sind, die Haltbarkeit solcher
Spulen beeinträchtigt wird.
[0009] Im Bestreben, dichter gepackte Spulen herzustellen, ist auch bekannt, die Spulen
aus lackbeschichteten Drähten rechteckigen Querschnittes herzustellen. Derartige Drähte
werden dadurch erhalten, dass der metallische Kern entsprechend verformt und anschließend
mit den Isolierschichten versehen wird.
[0010] Der Nachteil dieser beschichteten Drähte mit einem metallischen Kern rechteckigen
Querschnittes besteht allerdings darin, daß, bedingt durch das Herstellungsverfahren,
die Beschichtungen nicht in gleichmäßiger Stärke (Dicke) auf dem Metallkern aufgebracht
sind. Grund dafür ist die fehlende Symmetrie des eckigen Metalldrahtes in Verbindung
mit der Oberflächenspannung des Materials der Beschichtungen. Aus diesem Grund weisen
solche Drähte Beschichtungen mit konvexen Außenflächen auf. Wenn nun solche Drähte
zu Spulen verarbeitet werden, so berühren aneinandergrenzende Drähte auch nur entlang
relativ schmaler Berührungslinien, wobei wie bei den Spulen, die aus Drähten runden
Querschnittes hergestellt werden, Zwischenräume zwischen den einzelnen Drähten verbleiben.
Da die Lackbeschichtung und damit auch die äußere Backlackschicht auf dem Draht in
unterschiedlichen Stärken über die Rechteckflächen verteilt aufgebracht sind, und
die Drähte einander nur in relativ eng begrenzten Berührungsbereichen zusammenbacken,
ist auch der Packungszusammenhalt der einzelnen Drähte in der Spule nicht optimal.
Dadurch werden wiederum die Lebensdauer und die mechanische Selbsttragfähigkeit der
Spule stark beeinträchtigt.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist nun die Schaffung eines unrunden lackbeschichteten Drahtes,
der die genannten Nachteile dieser Drähte nicht aufweist.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale der unabhängigen
Ansprüche gelöst; Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen an. Als einer
Querschnittsachse zuzuordnende Seite werden die Bereiche der Oberfläche bezeichnet,
die am ehesten parallel zu einer Querschnittsachse verlaufend angesehen werden können.
[0013] In einer vorteilhaften erfindungsgemäßen Ausgestaltung weist der Draht einen Querschnitt
mit einem Achsenverhältnis von maximal 3:1 auf, wobei er rechteckigen oder vorteilhafterweise
ovalen Querschnitts ist.
[0014] Der Vorteil eines solchen erfindungsgemäßen Drahtes besteht darin, daß seine Ausbildung
die Herstellung einer elektrischen Spule ermöglicht, bei der die aneinandergrenzenden
Drähte eng aneinander liegen und über eine große Fläche zusammenbacken. Durch die
Tatsache, daß die Schichtstärke der Lackbeschichtung des Drahtes an den der kürzeren
Querschnittsachse zuzuordnenden Seiten stärker, bevorzugt wesentlich stärker, ist
als an den der längeren Querschnittsachse zuzuordnenden Seiten ist es bei der Herstellung
von Spulen aus lackbeschichteten Drähten insbesondere ovalen Querschnittes möglich,
die bei der Anordnung der Drähte nebeneinander sich ergebenden Zwickelräume mit Lackbeschichtungsmaterial
weitgehend auszufüllen. Die Spulenherstellung erfolgt nämlich unter Erwärmung, so
daß dabei Lackbeschichtungsmaterial plastisch wird und so die insbesondere im Bereich
der den kürzeren Querschrnittsachsen des Drahtes zuzuordnenden Seiten sich bildenden
Zwickelräume durch die hier in vermehrten Maße vorhandene Lackbeschichtungsmasse ausfüllen
kann. Durch die im wesentlichen gleichmäßige Schichtstärke der Lackbeschichtung auf
allen Seiten bzw. Flächen des erfindungsgemäßen Drahtes ist eine enge Anordnung und
ein Zusammenbacken der lackbeschichteten Drähte rechteckigen Querschnitts bei der
Herstellung von Spulen jedenfalls gewährleistet.
[0015] Durch den Wegfall von Zwischenräumen zwischen aneinandergrenzenden Drähten und das
allseitige feste Zusammenbacken der Drähte wird die Standfestigkeit der elektrischen
Spule und damit deren Lebensdauer gegenüber den bisher hergestellten bekannten Spulen
mit einem Draht eckigen Querschnittes um bis zu 50 %, somit ganz erheblich, erhöht.
[0016] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines Drahtes mit unrundem
Querschnitt, der zwei unterschiedlich lange, normal zueinander stehende Achsen aufweist
und aus einem Metalldraht und einer diesen umgebenden Lackbeschichtung, die Isolations-
und Backlackeigenschaften aufweist. Dieses Verfahren ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß der lackbeschichtete Draht runden Querschnitts mittels Walzverfahrens auf einen
Querschnitt mit einem Achsenverhältnis von maximal 3 : 1 gedrückt wird.. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform wird der Draht auf einen ovalen Querschnitt gedrückt.
[0017] In überraschender Weise wurde gefunden, daß ein Drücken des beschichteten Drahtes
bis zu diesem maximalen Ausmaß möglich ist, ohne Beeinträchtigung der Lackbeschichtung
und unter Erzielung einer im wesentlichen gleichmäßigen Beschichtungsstärke an den
einzelnen Flächen des Drahtes.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise derart durchgeführt, daß der lackbeschichtete
Draht runden Querschnittes zwischen zwei entsprechend beabstandeten Walzen durchgeführt
wird. Dabei ist es eben wesentlich, daß der Walzenspalt derart eingestellt ist, daß
das Verhältnis der zwei unterschiedlich langen, senkrecht aufeinanderstehenden Querschnittsachsen
3:1 des verformten Drahtes nicht überschritten wird.
[0019] In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung näher erläutert, wobei in einem
der Deutlichkeit halber ganz wesentlich überhöhtem Maßstab die
Fig. 1 einen herkömmlich beschichteten Draht runden Querschnittes,
Fig. 2 eine aus einem Draht gemäß Fig. 1 hergestellte elektrische Spule,
Fig. 3 einen bekannten lackbeschichteten Draht rechteckigen Querschnittes,
Fig. 4 eine aus dem Draht gemäß Fig. 3 hergestellte elektrische Spule,
Fig. 5 einen erfindungsgemäßen Draht ovalen Querschnittes,
Fig. 6 eine aus dem Draht gemäß Fig. 5 hergestellte elektrische Spule,
Fig. 7 eine erfindungsgemäße elektrische Spule in Draufsicht,
Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII der Fig. 7,
Fig. 9 einen Schnitt entlang der Linie IX-IX der Fig. 7 und
Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie X-X der Fig. 7 zeigen.
[0020] Die Erfindung wird beispielsweise an Hand von lackbeschichteten Drähten näher erläutert,
deren Lackbeschichtung jeweils aus einer inneren elektrisch isolierenden Isolationsschicht
und einer äußeren Backlackschicht aufgebaut ist. An Stelle der zweischichtig aufgebauten
Lackbeschichtung auf dem Metalldraht kann auch eine einschichtige Lackbeschichtung
zum Einsatz kommen, die gleichzeitig Isolations- und Backlackeigenschaften aufweist.
[0021] Fig. 1 zeigt einen herkömmlichen lackbeschichteten Draht 1' runden Querschnitts,
wobei der Metalldraht 2' mit einer inneren elektrisch isolierenden Lackschicht 3'
ummantelt ist. Über dieser Lackschicht 3' ist eine äußere, zweite Backlackschicht
4' angeordnet, die einer Verbindung zwischen den Drähten von aus diesen hergestellten
elektrische Spulen dient. Eine solche Spule 5' ist in Fig. 2 dargestellt. Die einander
berührenden lackbeschichteten Drähte 1' sind an entlang relativ schmaler Berührungslinien
miteinander jeweils über die Backlackschicht verbunden. Zwischen den Drähten 1' verbleiben
jedoch freie Zwischenräume 6', die eine verminderte Packungsdichte mit sich bringen.
[0022] Fig. 3 zeigt einen lackbeschichteten Draht 1" rechteckigen Querschnitts entsprechend
bisher bekannten Standes der Technik. Solche beschichtete Drähte werden herkömmlicher
Weise so hergestellt, daß ein Metalldraht runden Querschnitts gedrückt oder verpreßt
und zu einem Draht 2" rechteckigen Querschnitts verformt wird. Auf den verformten
Metalldraht 2" werden dann zuerst eine elektrisch isolierende Lackbeschichtung 3"
und darauf eine Backlackschicht 4" aufgebracht. Zufolge der fehlenden Symmetrie des
im Querschnitt im wesentlichen rechteckigen Drahtes 2" weisen diese Drähte herstellungsbedingt
Beschichtungen in nicht gleichmäßiger Stärke auf, wobei die Drähte insbesondere an
ihren Breitseiten, Beschichtungen 3", 4" mitunter unregelmäßig nach außen bombierte
Außenflächen aufweisen.
[0023] Dadurch entstehen bei der Verarbeitung auch von solcher Art herkömmlich hergestellten
Drähten zu elektrischen Spulen 5" zwischen den Windungen bzw. Lagen von Windungen
wiederum freie Zwischenräume 6", die eine verminderte Packungsdichte und Standfestigkeit
der elektrischen Spule bedingen.
[0024] In Fig. 5 ist ein erfindungsgemäß hergestellter Draht 1 ovalen Querschnitts dargestellt,
der aus einem Metalldraht 2, einer diesen umhüllenden elektrisch isolierenden Beschichtung
3 und einer darauf aufgebrachten äußeren Backlackschicht 4 besteht. Durch ein kontinuierliches
schonendes Drücken eines lackbeschichteten Drahtes runden Querschnitts, der zufolge
der gegebenen Symmetrie mit Lackbeschichtungen in gleichmäßiger Stärke herstellbar
ist, auf einen ovalen Querschnitt mit einem Verhältnis der zwei unterschiedlich langen,
senkrecht aufeinanderstehenden Querschnittsachscn von maximal 3 : 1 weist schließlich
der so gedrückte beschichtete Draht 1 an allen Seiten jeweils Beschichtungen in stufenlos
gleichmäßig verlaufender Stärke auf. Dabei ist die Oberfläche der Beschichtung im
wesentlichen glatt. Die elektrisch isolierende Beschichtung 3 und die äußere Backlackschicht
4 weisen durchschnittlich jeweils Stärken zwischen 5 und 10 µm auf.
[0025] Aus solchen beschichteten erfindungsgemäß hergestellten Drähten 1 ovalen Querschnitts
aufgebaute elektrische Spulen 5, wie sie z.B. in Fig. 6 gezeigt sind, haben eine äußerst
hohe Packungsdichte, da die beschichteten Drähte 1 mit ihren äußeren Backschichten
4 ohne bzw. wenigstens in hohem Maße ohne Ausbildung von freien Zwischenräumen allseitig
zusammenbacken und miteinander verbunden sind. Dadurch ergibt sich auch eine sehr
hohe Standfestigkeit und damit Lebensdauer dieser selbsttragenden Spulen 5.
[0026] Die Erfindung ermöglicht es, einen Nachteil der Drähte unrunden Querschnittes bei
der Verwendung von elektrischen Spulen auszumerzen. Solche Drähte neigen dazu, an
den Stellen, an denen sie aus dem Spulenverband austreten, zu brechen. Sie sind diesbezüglich
wesentlich anfälliger als runde Drähte. Der Grund für diese Anfälligkeit liegt vermutlich
in den erhöhten punktuellen dynamischen Beanspruchungen in diesem Bereich, denen unrunde
Drähte geringeren Widerstand entgegensetzen als runde, doch sind die Ursachen nicht
in letzter Konsequenz erforscht.
[0027] Wie in den Fig. 7 bis 10 gezeigt, ist es durch das erfindungsgemäße Verfahren möglich,
die Spulen aus einem Draht 1' herzustellen, der in dem Bereich, in dem er von der
(nicht dargestellten) Anschlußstelle frei zur Spule geführt wird (Schnitt X-X, Fig.
10), der Schlaufe 7, und in einem Anfangsbereich 8 auf der Spule 9, der eine Windung
nicht übersteigt und vorzugsweise unter einer halben Windung liegt, rund zu belassen
und nur die eigentliche Spule aus dem erfindungsgemäß ausgebildeten Draht 1 herzustellen.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt der Übergang vom runden Draht 1' zum
unrunden Draht 1 im Bereich zwischen den Schnittebenen VIII-VIII und IX-IX, wie aus
den Fig. 8 und 9 ersichtlich ist.
[0028] Dies ist deshalb möglich, weil der Draht bis zum Wickeln der Spule rund ist und erst
während der Zufuhr zum Wickeln verformt wird. Bei den unrunden Drähten gemäß dem Stand
der Technik wäre es völlig aussichtslos, den Kern über die Drahtlänge entsprechend
ungleichmäßig auszubilden und dann die jeweils passenden Stellen zu suchen und zu
verwenden. Erst durch diese Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, Spulen samt
ihren elektrischen Zuleitungen einstückig, aber mit über die Länge des Drahtes unterschiedlichem
Querschnitt herzustellen und so die für die jeweilige Stelle bestgeeignete Querschnittsform
zur Verfügung zu stellen.
[0029] In der Praxis erfolgt das so, dass bei der automatischen Spulenherstellung das runde
Drahtende vom Manipulator ergriffen wird, mit der vorgesehenen Überlänge zum Wickelpunkt
geführt wird, und dass während dieser Zufuhrbewegung die Formrollen so zugestellt
werden, dass ein Teil der ersten Windung der Spule 9 aus rundem Draht 1' besteht,
während die restliche und die weiteren Windungen aus unrundem Draht 1 bestehen. Auf
analoge Weise werden die Formrollen auseinandergeführt, wenn die Stelle des Drahtes
zu Ihnen gelangt, ab der auf der fertigen Spule wieder runder Draht vorliegen soll.
[0030] Es betrifft somit die Erfindung sowohl eine Spule aus einem erfindungsgemäßen Draht,
die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Spule im wesentlichen aus Draht unrunden
Querschnitts besteht und dass zumindest einer der Zufuhrdrähte (Schlaufe) zur Spule
runden Querschnitt aufweist und über maximal eine Windung, bevorzugt maximal eine
halbe Windung, mit rundem Querschnitt Teil der Spule ist; als auch ein Verfahren zur
Herstellung einer solchen Spule, das dadurch gekennzeichnet ist, dass zwischen einer
Vorratshaspel für den runden Draht und der Führungsvorrichtung für die Zufuhr des
Drahtes zum Auflaufpunkt auf der Spule Formrollen zur Deformation des Drahtes angeordnet
sind, die zwischen einer aktiven Position, in der sie den durchlaufenden Draht verdrücken
und einer inaktiven Position, in der der Draht durchläuft und rund bleibt, verstellbar
sind, und dass die Formrollen in der aktiven Position sind, wenn Abschnitte des Drahtes
durchlaufen, aus denen die Spule gebildet wird und dass sie in die inaktive Lage gebracht
werden, wenn Drahtabschnitte durchlaufen, aus denen eine Schlaufe bzw. der Übergang
von der Spule zur Schlaufe gebildet wird.
1. Einzelner, lackbeschichteter Draht mit einem unrunden Querschnitt, der zwei unterschiedlich
lange, normal zueinander stehende Achsen aufweist und aus einem Metalldraht (2) und
einer ihn umgebenden, gegebenenfalls mehrschichtigen Lackbeschichtung (3, 4) besteht,
zur Erzeugung elektrischer Spulen (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Drahtes oval ist, dass die Lackbeschichtung (3, 4) Isolations-
und Backlackeigenschaften aufweist und auf den der längeren Querschnittsachse zuzuordnenden
Seiten eine geringere Stärke aufweist als auf den der kürzeren Querschnittsachse zuzuordnenden
Seiten.
2. Draht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (2) einen Querschnitt mit einem Achsenverhältnis von maximal 3:1 aufweist.
3. Draht nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er an mindestens einem Ende einem Abschnitt mit rundem Querschnitt aufweist.
4. Verfahren zur Herstellung eines Drahtes nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein lackbeschichteter Draht (1') runden Querschnitts mittels Walzverfahrens auf einen
Querschnitt mit einem Achsenverhältnis von maximal 3:1 gedrückt wird.
5. Verfahren zur Herstellung eines Drahtes nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein lackbeschichteter Draht runden Querschnitts mittels Walzverfahrens in den unrunden
Abschnitten auf einen Querschnitt mit einem Achsenverhältnis von maximal 3 : 1 gedrückt
wird und in den runden Abschnitten nicht gedrückt wird.
6. Spule aus einem Draht nach Anspruch 3, wobei die Spule im Wesentlichen aus Draht unrunden
Querschnitts besteht und der Draht an den Enden der Windungen Zufuhrdrähte ausbildet,
wobei zumindest einer der Zufuhrdrähte zur Spule runden Querschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass maximal eine Windung, bevorzugt maximal eine halbe Windung, mit rundem Querschnitt
Teil der Spule ist.
7. Verfahren zur Herstellung einer Spule nach Anspruch 6, bei dem runder Draht von einer
Vorratshaspel zu einer Führungsvorrichtung für die Zufuhr des Drahtes zum Auflaufpunkt
auf der Spule läuft, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Vorratshaspel für den runden Draht und der Führungsvorrichtung Formrollen
zur Deformation des Drahtes angeordnet sind, die zwischen einer aktiven Position,
in der sie den durchlaufenden Draht verdrücken und einer inaktiven Position, in der
der Draht durchläuft und rund bleibt, verstellbar sind, und dass die Formrollen in
der aktiven Position sind, wenn Abschnitte des Drahtes durchlaufen, aus denen der
Spulenkörper gebildet wird und dass sie in die inaktive Lage gebracht werden, wenn
Drahtabschnitte durchlaufen, aus denen eine Schlaufe bzw. der Übergang von der Spule
zur Schlaufe gebildet wird.
1. Individual lacer-coated wire having a noncircular cross-section with two axes which
extend perpendicularly to each other and have different length, consisting of a metal
wire (2) and a lacquer-coating (3, 4) encasing it, consisting, where applicable, of
a plurality of layers, for manufacturing electrical coils (5), characterised in that, the cross-section of the wire is oval, the lacquer coating (3, 4) has isolation
properties and properties of a baked lacquer layer and in that, the lacquer coating has on sides to be assigned to the longer cross-sectional axis
a smaller thickness than on the sides to be assigned to the shorter cross-sectional
axis.
2. Wire according to claim 1, characterised in that, the ratio of the long cross-sectional axis to the short cross-sectional axis of
the wire (2) is at most 3:1.
3. Wire according to claim 1 or 2, characterised in that, it has, at least at one of its ends, a section with circular cross-section.
4. Method of manufacturing a wire according to one of the claims 1 or 2, characterised in that, a lacquer coated wire (1') with round cross section becomes, by using a rolling
process, pressed into a cross section having a ratio of the long cross-sectional axis
to the short cross-sectional axis of at most 3:1.
5. Method of manufacturing a wire according to claim 3, characterised in that, a lacquer coated wire with round cross-section is pressed by a rolling process along
the sections which are not round to a cross section having a ratio of the long cross-sectional
axis to the short cross-sectional axis of at most 3:1 and is not pressed along the
round sections.
6. Coil comprised of a wire according to claim 3 wherein the coil body is composed essentially
of wire having a noncircular cross-section and the wire, at the end of the coils,
forms supply wires, wherein at least one of the supply wires of the coil has a round
cross-section, characterised in that, not more than one winding, preferred not more than half a winding of the wire having
a round cross-section.
7. Method of manufacturing a coil according to claim 6, comprising to transport wire
with a round cross-section from a supply reel to a guide device for supplying the
wire to a contact point on the coil, characterised in that, between the supply reel for the round wire and the guide device shaping rolls for
deforming the wire are provided, which may either be in an active position in which
the rolls press and deform the wire travelling through a roll gap and an inactive
position in which the wire travels through the roll gap and remains round, wherein
the shaping rolls are in the active position when sections of the wire travel through
the roll gap which form the coil body and the shaping rolls are moved in the inactive
position when sections of the wire travel through the roll gap which form a loop or
form a transition from the coil to the loop.
1. Fil verni individuel, à section transversale en faux rond comportant deux axes de
longueurs différentes disposés de manière orthogonale l'un par rapport à l'autre,
et composé d'un fil métallique (2) et d'un revêtement de vernis l'entourant, le cas
échéant en plusieurs couches (3, 4), pour la réalisation de bobines électriques (5),
caractérisé en ce que la section transversale du fil est ovale, que le revêtement de vernis (3, 4) présente
des propriétés d'isolation et de vernis de cuisson, et qu'il présente une moindre
force sur les côtés associés à l'axe à section transversale plus longue que sur les
côtés associés à l'axe à section transversale plus courte.
2. Fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fil (2) comporte une section transversale avec un rapport d'axes d'au maximum
3:1.
3. Fil selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il comporte une portion à section transversale ronde à au moins une extrémité.
4. Procédé de réalisation d'un fil selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un fil verni (1') à section transversale ronde est pressé pour obtenir un rapport
d'axes d'au maximum 3:1 par l'intermédiaire d'un procédé de laminage.
5. Procédé de réalisation d'un fil la revendication 3, caractérisé en ce que, dans les portions en faux rond, un fil verni à section transversale ronde est pressé
pour obtenir une section transversale ayant un rapport d'axes d'au maximum 3:1, et
qu'il n'est pas pressé dans les portions rondes.
6. Bobine résultant d'un fil selon la revendication 3, la bobine étant constituée essentiellement
d'un fil à section transversale en faux rond, et le fil formant des fils d'amenée
aux extrémités des spires, au moins un des fils d'amenée vers la bobine présentant
une section transversale ronde, caractérisée en ce qu'au maximum une spire, de préférence au maximum une demi-spire, à section transversale
ronde fait partie de la bobine.
7. Procédé de réalisation d'une bobine selon la revendication 6, dans lequel du fil rond
passe d'un dévidoir de réserve vers un dispositif de guidage pour l'amenée du fil
vers le point de réception sur la bobine, caractérisé en ce que des rouleaux de formage pour la déformation du fil sont disposés entre le dévidoir
de réserve du le fil rond et le dispositif de guidage et sont ajustables entre une
position active, dans laquelle ils déforment le fil passant par pression, et une position
inactive, dans laquelle le fil passe et reste rond, et en ce que les rouleaux de formage sont dans la position active lors du passage de portions
fil utilisées pour former le corps de bobine, et qu'ils sont amenés dans la position
inactive lors du passage de portions de fil utilisées pour former respectivement une
boucle ou la transition de la bobine vers la boucle.