Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine
insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem Kraftstoff in einer mageren Betriebsart
und in einer fetten Betriebsart in einen Brennraum eingespritzt wird, und bei dem
zwischen den beiden Betriebsarten umgeschaltet wird. Die Erfindung betrifft ebenfalls
eine entsprechende Brennkraftmaschine sowie ein Steuergerät für eine derartige Brennkraftmaschine.
[0002] Bei Diesel-, wie auch bei Benzin-Brennkraftmaschinen ist es bekannt, einen NOx-Speicherkatalysator
zur Reduktion der Schadstoffemissionen einzusetzen. Für den Betrieb des NOx-Speicherkatalysators
ist es erforderlich, die Brennkraftmaschine von der mageren Betriebsart in die fette
Betriebsart umzuschalten. In dieser fetten Betriebsart wird der NOx-Speicherkatalysator
regeneriert. Nach der Durchführung der Regeneration wird die Brennkraftmaschine wieder
in die magere Betriebsart zurückgeschaltet.
[0003] Bei der Umschaltung zwischen der mageren und der fetten Betriebsart muss gewährleistet
werden, dass insbesondere kein Umschaltruck o.dgl. entsteht. Die der Brennkraftmaschine
zugeführte Luftmasse, wie auch die der Brennkraftmaschine eingespritzte Kraftstoffmenge
muss also beim Umschalten zwischen den beiden Betriebsarten so beeinflusst werden,
dass insbesondere das von der Brennkraftmaschine erzeugte Drehmoment keine Spitzen
oder Sprünge o.dgl. aufweist.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine
insbesondere eines Kraftfahrzeugs zu schaffen, bei dem ein Umschalten zwischen der
fetten Betriebsart und der mageren Betriebsart ohne jeglichen Umschaltdruck o.dgl.
möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass eine Luftmasse und eine Einspritzmenge für den Magerbetrieb andauernd
ermittelt werden, dass aus der Luftmasse und aus der Einspritzmenge ein Lambda für
den Magerbetrieb andauernd ermittelt wird, dass ein von dem Lambda für den Magerbetrieb
abweichendes Lambda für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin vorgegeben
wird, und dass eine Soll-Luftmasse für die fette Betriebsart und für die Übergänge
dorthin aus dem Lambda für den Magerbetrieb und aus dem Lambda für die fette Betriebsart
und für die Übergänge dorthin ermittelt wird.
[0006] Die Steuerung und/oder Regelung der Brennkraftmaschine beim Übergang von der mageren
in die fette Betriebsart, wie auch in der fetten Betriebsart selbst, wird somit auf
der Grundlage der Einspritzmenge und der Luftmasse durchgeführt, die ansich für die
magere Betriebsart vorgesehen sind. Aus dieser Luftmasse und Einspritzmenge für den
Magerbetrieb wird ein Lambda für die magere Betriebsart berechnet. Dieses Lambda wird
mit einem Lambda verknüpft, das dem erwünschten Lambda für den Übergang in die fette
Betriebsart oder für die fette Betriebsart als solche darstellt. Aus dieser Verknüpfung
des berechneten Lambdas für die magere Betriebsart sowie des gewünschten Lambdas für
die fette Betriebsart oder für den Übergang dorthin wird dann die Soll-Luftmasse ermittelt,
in der die Brennkraftmaschine beim Übergang in die fette Betriebsart oder in der fetten
Betriebsart selbst versorgt wird. Es versteht sich, dass bei der Ermittlung der Soll-Luftmasse
auch noch weitere Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine eine Rolle spielen können.
[0007] Insgesamt stellt die erfindungsgemäße Steuerung und/oder Regelung ein luftgeführtes
System dar. Es wird auf der Grundlage des Lambdas für den Magerbetrieb in Abhängigkeit
von dem erwünschten Lambda für die fette Betriebsart oder für den Übergang dorthin
die Soll-Luftmasse berechnet, die der Brennkraftmaschine zugeführt werden soll. Die
Brennkraftmaschine wird also im ersten Schritt mit Hilfe einer Veränderung der Luftmasse
in Richtung zu der fetten Betriebsart hin beeinflusst.
[0008] Es versteht sich, dass entsprechendes auch für eine Umschaltung der Brennkraftmaschine
von der fetten Betriebsart in die magere Betriebsart gilt.
[0009] Wesentlich ist, dass bei der erfindungsgemäßen Steuerung und/oder Regelung ein Sprung
der Soll-Luftmasse unschädlich bleibt. Die Ist-Luftmasse und damit auch die Soll-Einspritzmenge
und das von der Brennkraftmaschine erzeugte Drehmoment verlaufen sprungfrei. Irgendwelche
Spitzen oder Sprünge des von der Brennkraftmaschine erzeugten Drehmoments werden auf
diese Weise sicher vermieden.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Lambda für den Magerbetrieb in einen Wirkungsgrad
für den Magerbetrieb und das Lambda für die fette Betriebsart in einen Wirkungsgrad
für die fette Betriebsart umgewandelt werden, wenn der Wirkungsgrad für den Magerbetrieb
mit der Luftmasse für den Magerbetrieb multipliziert wird, und wenn das Multiplikationsergebnis
durch den Wirkungsgrad für die fette Betriebsart dividiert wird.
[0011] Dies stellt eine besonders einfache und effektive Art und Weise dar, mit der das
Lambda für den Magerbetrieb mit dem vorgegebenen Lambda für die fette Betriebsart
und für die Übergänge dorthin verknüpft werden kann. Wesentlich ist dabei, dass die
beiden Lambdas jeweils in einen Wirkungsgrad umgewandelt werden. Diese Umwandlung
ermöglicht die einfache Verknüpfung der jeweiligen Größen und die Berechnung der erfindungsgemäßen
Soll-Luftmasse daraus.
[0012] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, bei der eine Ist-Luftmasse gemessen
oder simuliert oder modelliert wird, wird ein Sollwert für das Lambda in der fetten
Betriebsart und für die Übergänge dorthin in Abhängigkeit von der Luftmasse und der
Einspritzmenge für den Magerbetrieb ermittelt, und es wird eine Soll-Einspritzmenge
für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin aus der Ist-Luftmasse und
dem Sollwert für das Lambda ermittelt.
[0013] Wie bereits erwähnt wurde, stellt die erfindungsgemäße Steuerung und/oder Regelung
ein luftgeführtes System dar. Die Soll-Luftmasse wird erfindungsgemäß in Abhängigkeit
von dem jeweils erwünschten Lambda ermittelt. Bei der vorstehenden Weiterbildung der
Erfindung wird die Ist-Luftmasse, also die tatsächlich der Brennkraftmaschine zugeführte
Luftmasse gemessen. Es ist ebenfalls möglich, die Ist-Luftmasse aus anderen Betriebsgrößen
der Brennkraftmaschine zu simulieren oder zu modellieren. Diese Ist-Luftmasse verändert
sich entsprechend den Veränderungen der Soll-Luftmasse..Eine Veränderung der Ist-Luftmasse
hat erfindungsgemäß eine Veränderung der Soll-Einspritzmenge zur Folge. Dies bedeutet,
dass die Soll-Einspritzmenge letztlich an die Soll-Luftmasse angepasst wird. Insgesamt
wird damit immer eine Soll-Luftmasse und eine Soll-Einspritzmenge erzeugt, die einerseits
von dem erwünschten Lambda abhängen, und die andererseits immer aufeinander abgestimmt
sind.
[0014] Durch die Veränderung der Soll-Einspritzmenge in Abhängigkeit von der Ist-Luftmasse
und damit in Abhängigkeit von der Soll-Luftmasse wird somit das erfindungsgemäße luftgeführte
System vervollständigt. Da die Soll-Einspritzmenge und die Ist-Luftmasse stets aufeinander
abgestimmt sind, wird gewährleistet, dass keine Sprünge oder Spitzen o.dgl. des von
der Brennkraftmaschine erzeugten Drehmoments entstehen können.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Sollwert für das Lambda in der fetten Betriebsart
und für die Übergänge dorthin aus einem Soll-Wirkungsgrad für die fette Betriebsart
und für die Übergänge dorthin ermittelt wird, und wenn der Soll-Wirkungsgrad durch
Division aus der Ist-Luftmasse durch das genannte Multiplikationsergebnis ermittelt
wird.
[0016] Dies stellt eine besonders einfache und effektive Art und Weise dar, mit der die
Soll-Einspritzmenge berechnet werden kann. Wesentlich ist dabei wiederum, dass eine
Umwandlung von einem Wirkungsgrad in ein Lambda durchgeführt wird. Weiterhin ist es
dabei von Bedeutung, dass das aus der Luftmasse und der Einspritzmenge für den Magerbetrieb
resultierende Multiplikationsergebnis ebenfalls bei der Ermittlung der Soll-Einspritzmenge
erfindungsgemäß verwendet wird. Auf diese Weise wird auch bei der Soll-Einspritzmenge
gewährleistet, dass beim Umschalten zwischen den Betriebsarten kein Sprung der Soll-Einspritzmenge
entsteht.
[0017] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Umwandlung eines Lambda
in einen zugehörigen Wirkungsgrad oder umgekehrt mittels einer Referenz-Kennlinie
und mittels additiver und/oder multiplikativer Korrekturen durchgeführt. Auf diese
Weise wird einerseits erreicht, dass die Umwandlung zwischen einem Lambda und einem
Wirkungsgrad oder umgekehrt mit einem möglichst geringen Rechenaufwand vorgenommen
werden kann. Andererseits wird auf diese Weise gewährleistet, dass Veränderungen der
Brennkraftmaschine mit Hilfe der additiven und/oder multiplikativen Adaption korrigiert
werden können.
[0018] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, bei der der mit einer
Einspritzung in den Brennraum einzuspritzende Kraftstoff in zwei oder mehreren Teileinspritzungen
eingespritzt wird, wird der Einspritzbeginn bzw. der Ansteuerbeginn und/oder die Einspritzdauer
bzw. die Ansteuerdauer der Teileinspritzungen in Abhängigkeit von der Betriebsart
und/oder in Abhängigkeit von Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine unterschiedlich
ermittelt. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn für den Einspritzbeginn und/oder
die Einspritzdauer beim Umschalten zwischen den Betriebsarten eine Hysterese berücksichtigt
wird.
[0019] Durch diese Maßnahmen ist es in besonders einfacher Weise möglich, das erfindungsgemäße
Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine auf Motoren anzuwenden, die zwei
oder mehr Teileinspritzungen pro Kraftstoffeinspritzung durchführen. Dies ist insbesondere
bei DieselBrennkraftmaschinen der Fall. Ebenfalls kann dies insbesondere bei Brennkraftmaschinen
mit Direkteinspritzung zur Anwendung kommen.
[0020] Von besonderer Bedeutung ist die Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens in
der Form eines Computerprogramms, das für ein Steuergerät der Brennkraftmaschine vorgesehen
ist. Das Computerprogramm ist auf einem Computer des Steuergeräts ablauffähig und
zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet. In diesem Fall wird also
die Erfindung durch das Computerprogramm realisiert, so dass dieses Computerprogramm
in gleicher Weise die Erfindung darstellt wie das Verfahren, zu dessen Ausführung
das Computerprogramm geeignet ist. Das Computerprogramm kann vorzugsweise auf einem
Flash-Memory abgespeichert werden. Als Computer kann ein Mikroprozessor vorgesehen
sein. Das Steuergerät, in dem das Computerprogramm enthalten ist, ist insbesondere
zur Steuerung und/oder zur Regelung einer Mehrzahl von Betriebsgrößen.der Brennkraftmaschine
vorgesehen.
[0021] Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in
den Figuren der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig
von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw, in der Zeichnung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung
[0022]
- Figur 1
- zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Betreiben einer Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
- Figuren 2a und 2b
- zeigen schematische Blockschaltbilder von Ausführungsbeispielen zur Umrechnung eines
Wirkungsgrades nach Lambda und umgekehrt,
- Figur 3
- zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels für die Verwendung
verschiedener Kennfelder für die Ansteuerdauer einer Haupteinspritzung,
- Figur 4
- zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels für die Einbeziehung
einer Hysterese bei der Einspritzung des Kraftstoffs in die Brennkraftmaschine, und
- Figur 5
- zeigt ein schematisches Diagramm für den Zusammenhang zwischen einem Wirkungsgrad
und Lambda bei Verwendung einer Hysterese.
[0023] Das nachfolgende Verfahren zur Steuerung und/oder Regelung einer Brennkraftmaschine
ist anhand einer DieselBrennkraftmaschine beschrieben. Es wird jedoch darauf hingewiesen,
dass das beschriebene Verfahren in entsprechend angepasster Weise auch bei einer Benzin-Brennkraftmaschine
zur Anwendung kommen kann. Insbesondere ist es möglich, das beschriebene Verfahren
bei einer Brennkraftmaschine mit Direkteinspritzung einzusetzen.
[0024] Zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes einer DieselBrennkraftmaschine ist ein NOx-Speicherkatalysator
vorgesehen. Bei diesem NOx-Speicherkatalysator ist es vorgesehen, die Brennkraftmaschine
abwechselnd in einer mageren und einer fetten Betriebsart zu betreiben. Die in der
mageren Betriebsart entstehenden Stickstoffoxide werden von dem NOx-Speicherkatalysator
aufgenommen und zwischengespeichert. Der NOx-Speicherkatalysator wird mit den Stickstoffoxiden
beladen. Bevor der NOx-Speicherkatalysator vollständig mit den Stickstoffoxiden beladen
ist, wird die Brennkraftmaschine in eine fette Betriebsart umgeschaltet. In dieser
fetten Betriebsart gelangen unverbrannte Kohlenwasserstoffe sowie Kohlenmonoxid und
Wasserstoff zu dem NOx-Speicherkatalysator. Die in dem NOx-Speicherkatalysator abgespeicherten
Stickstoffoxide reagieren dann mit den Kohlenwasserstoffen, dem Kohlenmonoxid und
dem Wasserstoff und können dann u.a. als Kohlendioxyd und Wasser an die Atmosphäre
abgegeben werden. Die fette Betriebsart der Brennkraftmaschine wird so lange beibehalten,
bis der NOx-Speicherkatalysator wieder möglichst vollständig von Stickstoffoxiden
entladen ist. Dieses Entladen von Stickstoffoxiden wird auch als Regenerieren des
NOx-Speicherkatalysators bezeichnet.
[0025] Für den vorstehend beschriebenen Betrieb der Brennkraftmaschine ist es somit erforderlich,
zwischen einer mageren Betriebsart und einer fetten Betriebsart hin und her zu schalten.
Bei diesen Umschaltvorgängen darf insbesondere kein Momentensprung entstehen.
[0026] In der Figur 1 ist eine Steuerung dargestellt, mit der zwischen einer mageren und
einer fetten Betriebsart umgeschaltet werden kann, ohne dass hierbei ein Momentensprung
entsteht. Ausgangspunkt der Steuerung der Figur 1 ist eine vorgegebene Einspritzmenge
M
E,mager für den Magerbetrieb sowie eine vorgegebene Luftmasse M
L,mager ebenfalls für den Magerbetrieb. Diese beiden Größen M
E,mager und M
L,mager werden von einer allgemeinen Steuerung und/oder Regelung der Brennkraftmaschine bereitgestellt.
Weist die Brennkraftmaschine bspw. eine Abgasrückführung auf, so wird die genannte
Größe M
L,mager üblicherweise von einer Regelung für diese Abgasrückführung erzeugt. Die Größe M
E,mager entspricht üblicherweise dem Vortriebswunsch des Fahrers bzw. dem zu erzeugenden
Drehmoment.
[0027] Als weitere Eingangsgröße ist in der Figur 1 eine Ist-Luftmasse M
L,ist vorhanden, die mit Hilfe eines Luftmassensensors gemessen wird. Es ist dabei möglich,
dass das Signal des Luftmassensensors mittels weiterer Messgrößen korrigiert wird.
Die Umschaltung zwischen der mageren und der fetten Betriebsart erfolgt mit Hilfe
eines vorgebbaren Lambdawertes λ
zwischen, der - wie ausgeführt wurde - insbesondere in Abhängigkeit von der Beladung des NOx-Speicherkatalysators
auf einen fetten Lambdawert oder einen mageren Lambdawert verändert werden kann.
[0028] Die Einspritzmenge M
E,mager wird bei Diesel-Kraftstoff mit einem festen Faktor 14,5 multipliziert, um danach
durch die Luftmasse M
L,mager dividiert zu werden. Das Ergebnis dieser Division ist dann ein Lambdawert λ
mager für den Magerbetrieb. Dieser Lambdawert λ
mager wird permanent aus den beiden Größen M
E,mager und M
L,mager erzeugt, unabhängig davon, ob sich die Brennkraftmaschine in einer mageren oder einer
fetten Betriebsart befindet.
[0029] Wie anhand der Figuren 2a und 2b ausgeführt werden wird, wird der Lambdawert λ
mager in einem Block 10 in einen Wirkungsgrad η
mager für den Magerbetrieb umgewandelt. Dieser Wirkungsgrad η
mager wird dann mit der Luftmasse M
L,mager multiplikativ verknüpft. Das Ergebnis dieser Multiplikation ist in der Figur 1 mit
der Bezugsziffer A gekennzeichnet.
[0030] Der vorgebbare Lambdawert λ
zwischen wird von einem Block 11 in einen Wirkungsgrad η
zwischen umgewandelt. Diese Umwandlung wird im Zusammenhang mit den Figuren 2a und 2b noch
erläutert werden.
[0031] Das vorstehende Multiplikationsergebnis A wird durch den Wirkungsgrad η
zwischen dividiert. Das Ergebnis dieser Division stellt eine Soll-Luftmasse M
L,soll dar. Diese Soll-Luftmasse M
L,soll ist ein Ausgangssignal der Steuerung der Figur 1. Die Soll-Luftmasse M
L,soll kann bspw. dazu verwendet werden, den Öffnungswinkel einer Drosselklappe zu beeinflussen,
mit der die Luft, die der Brennkraftmaschine bspw. über ein Ansaugrohr zugeführt wird,
verändert werden kann.
[0032] Die Soll-Luftmasse M
L,soll stellt den Sollwert, also die erwünschte, der Brennkraftmaschine zuzuführende Luftmasse
dar. Wie bereits erwähnt wurde, wird die tatsächlich der Brennkraftmaschine zugeführte
Luftmasse mit Hilfe eines Luftmassensensors gemessen. Das Messsignal ist dann - wie
bereits erläutert wurde - die Ist-Luftmasse M
L,ist.
[0033] Das vorstehend genannte Multiplikationsergebnis A wird gemäß der Figur 1 durch die
Ist-Luftmasse M
L,ist dividiert. Das Divisionsergebnis stellt einen Soll-Wirkungsgrad η
soll dar. Dieser Soll-Wirkungsgrad η
soll wird von einem Block 12 in einem Lambda-Sollwert λ
soll umgewandelt. Diese Umwandlung wird anhand der Figuren 2a und 2b noch erläutert werden.
[0034] Der Lambda-Sollwert λ
soll wird bei Diesel-Kraftstoff mit einem festen Faktor 14,5 multipliziert. Danach wird
die Ist-Luftmasse M
L,ist durch den mit 14,5 multiplizierten Lambda-Sollwert λ
soll dividiert. Das Divisionsergebnis ist eine Soll-Einspritzmenge- M
E,soll.
[0035] Die Soll-Einspritzmenge M
E,soll stellt ein Ausgangssignal der Steuerung der Figur 1 dar. Mit der Soll-Einspritzmenge
M
E,soll kann bspw. ein Einspritzventil der Brennkraftmaschine angesteuert werden, mit dem
die Soll-Einspritzmenge M
E,soll in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt wird.
[0036] Die in der Figur 1 dargestellte und vorstehend erläuterte Steuerung ist luftgeführt.
Dies bedeutet, dass zuerst die Soll-Luftmasse M
L,soll aus den Eingangsgrößen der Steuerung berechnet wird. Diese Soll-Luftmasse M
L,soll hat, wie erläutert wurde, die Ist-Luftmasse M
L,ist zur Folge. Aus dieser gemessenen Ist-Luftmasse M
L,ist wird dann die Soll-Einspritzmenge M
E,soll berechnet.
[0037] Befindet sich die Brennkraftmaschine in der mageren Betriebsart, so entspricht der
Lambdawert λ
zwischen dem Lambdawert λ
mager für den Magerbetrieb. Dies hat zur Folge, dass die Soll-Luftmasse M
L,soll gleich der Luftmasse M
L,mager für den Magerbetrieb ist. Ebenfalls ist die Soll-Einspritzmenge M
E,soll gleich der Einspritzmenge M
E,mager für den Magerbetrieb. Bei dieser mageren Betriebsart hat also die Steuerung der Figur
1 keine Veränderung der beiden Eingangsgrößen M
E,mager und M
L,mager zur Folge.
[0038] Soll nun zum Regenerieren des NOx-Speicherkatalysators in eine fette Betriebsart
umgeschaltet werden, so wird der Lambdawert λ
zwischen in Richtung zu einem fetten Lambdawert verändert. Der Lambdawert λ
zwischen wird also bspw. in Richtung zu dem Wert 0,95 vermindert.
[0039] Dies hat zur Folge, dass über den Eingriff des Wirkungsgrades η
zwischen die Soll-Luftmasse M
L,soll sich verändert. Aufgrund der erwünschten fetten Betriebsart wird die Soll-Luftmasse
M
L,soll vermindert.
[0040] Dies hat zur Folge, dass die Ist-Luftmasse M
L,ist ebenfalls kleiner wird. Entsprechend der Steuerung der Figur 1 hat dies dann weiterhin
zur Folge, dass die Soll-Einspritzmenge M
E,soll vergrößert wird.
[0041] Insgesamt wird dadurch erreicht, dass sich das Luft/Kraftstoff-Verhältnis in Richtung
zu einer fetten Betriebsart, also zu einem Kraftstoffüberschuss hin verändert.
[0042] Ist die Regenerierung des NOx-Speicherkatalysators abgeschlossen, so kann wieder
in die magere Betriebsart der Brennkraftmaschine übergegangen werden. Dies wird dadurch
erreicht, dass der Lambdawert λ
zwischen wieder in Richtung zu dem Lambdawert λ
mager für den Magerbetrieb erhöht wird. Dies hat dann zur Folge, dass die Soll-Luftmasse
M
L,soll größer wird und die Soll-Einspritzmenge M
E,soll gleichzeitig kleiner wird. Das Luft/Kraftstoffverhältnis der Brennkraftmaschine wird
also in Richtung zu einer mageren Betriebsart hin verändert.
[0043] Sobald der Lambdawert λ
zwischen wieder den Lambdawert λ
mager für den Magerbetrieb erreicht hat, stellt sich das bereits erläuterte Gleichgewicht
wieder ein, bei dem die Soll-Luftmasse M
L,soll der Luftmasse M
L,mager für den Magerbetrieb und die Soll-Einspritzmenge M
E,soll der Einspritzmenge M
E,mager für den Magerbetrieb entspricht.
[0044] Bei der Steuerung der Figur 1 wird in den Blöcken 10 und 11 ein Lambdawert in einen
Wirkungsgrad umgewandelt. In dem Block 12 wird umgekehrt ein Wirkungsgrad in einen
Lambdawert umgewandelt. In den Figuren 2a und 2b ist dargestellt, wie diese Umwandlungen
durchgeführt werden können.
[0045] In der Figur 2a ist ein Wirkungsgrad η als Eingangsgröße und ein Lambdawert λ als
Ausgangsgröße vorhanden. Weiterhin ist die Drehzahl n der Brennkraftmaschine sowie
die Einspritzmenge M
E,mager für den Magerbetrieb der Brennkraftmaschine vorgegeben. Diese beiden letztgenannten
Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine werden insgesamt vier Kennfeldern zugeführt.
In Abhängigkeit von diesen Betriebsgrößen werden von den vier Kennfeldern die Werte
y
off, y
mul, x
off und x
mul erzeugt . Der Wert y
off wird von dem Wirkungsgrad η subtrahiert. Die entstehende Differenz wird durch den
Wert y
mul dividiert. Das Divisionsergebnis wird einer Referenz-Kennlinie 24 für die Umrechnung
des Wirkungsgrades in den Lambdawert zugeführt. Von dem Ausgangssignal der Referenz-Kennlinie
24 wird der Wert x
off subtrahiert. Das Subtraktionsergebnis wird durch den Wert x
mul dividiert. Als Divisionsergebnis steht dann der Lambdawert λ zur Verfügung.
[0046] Mit Hilfe der Kennfelder 20, 21, 22, 23 ist es somit möglich, eine Korrektur der
Referenz-Kennlinie 24 vorzunehmen. Dabei dienen die Kennfelder 20, 22 jeweils einer
additiven Korrektur, während die Kennfelder 21, 23 eine multiplikative Korrektur bewirken.
[0047] Bei der Figur 2b wird eine Umwandlung eines Lambdawerts λ in einen Wirkungsgrad η
in entsprechend umgekehrter Weise durchgeführt. Es sind wiederum vier Kennfelder 25,
26, 27, 28 vorhanden, mit denen eine Referenz-Kennlinie 29 für die Umwandlung eines
Lambdawerts in einen Wirkungsgrad korrigiert werden kann. Wiederum ist dabei eine
Korrektur der Referenz-Kennlinie 29 in additiver und multiplikativer Weise möglich.
[0048] Das Kennfeld 25 ist identisch mit dem Kennfeld 23. Entsprechendes gilt für die übrigen
Kennfelder 26, 27, 28 bzw. 22, 21, 20. Die Kennlinie 29 ist die Umkehrfunktion der
Kennlinie 24.
[0049] Wie bereits erläutert wurde, kann die Soll-Einspritzmenge M
E,soll der Figur 1 dazu verwendet werden, ein Einspritzventil der Brennkraftmaschine anzusteuern.
Mit diesem Einspritzventil wird dann die genannte Soll-Einspritzmenge M
E,soll in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt. Bei DieselBrennkraftmaschinen
ist es dabei vorteilhaft, die Einspritzung des Kraftstoffs in den Brennraum der Brennkraftmaschine
in zwei Teileinspritzungen aufzuteilen. So wird eine Voreinspritzmenge M
E,VE im Rahmen einer Voreinspritzung und eine Haupteinspritzmenge M
E,HE im Rahmen einer Haupteinspritzung in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt.
Die Voreinspritzmenge M
E,VE und die Haupteinspritzmenge M
E,HE ergeben dann zusammen die Soll-Einspritzmenge M
E,soll.
[0050] Für die Definition der vorstehend genannten Voreinspritzung und Haupteinspritzung
ist der jeweilige Ansteuerbeginn bzw. Einspritzbeginn und die jeweilige Ansteuerdauer
bzw. Einspritzdauer ausschlaggebend. Die Aufteilung der Soll-Einspritzmenge M
E,soll auf die Voreinspritzung und die Haupteinspritzung, wie auch die Festlegung des jeweiligen
Ansteuerbeginns und der jeweiligen Ansteuerdauer der Voreinspritzung und der Haupteinspritzung
sind dabei abhängig von einer Mehrzahl von Betriebsgrößen der Brennkraftmaschinen.
Dabei ist es möglich, dass unter bestimmten Bedingungen, bspw. bei einer mageren Betriebsart
der Brennkraftmaschine, gar keine Voreinspritzung mehr vorhanden ist. Ebenfalls ist
es möglich, dass bspw. bei einer fetten Betriebsart der Brennkraftmaschine der zeitliche
Abstand zwischen der Voreinspritzung und der Haupteinspritzung wesentlich vergrößert
wird.
[0051] Ein Grund für diese Maßnahmen ist die Tatsache, dass bei Brennkraftmaschinen mit
einem Druckspeicher der sogenannte Raildruck p
Rail, mit dem der Kraftstoff den Einspritzventilen zugeführt wird, durch die aufeinanderfolgende
Voreinspritzung und Haupteinspritzung beeinflusst wird. Insbesondere ist es möglich,
dass durch die voreinspritzung eine Schwingung in der Druckkammer entsteht, in der
der Kraftstoff zur Einspritzung über die Einspritzventile zur Verfügung gestellt wird.
Die Haupteinspritzung hängt dann insoweit von dieser Schwingung des Raildrucks p
Rail ab, als eine zeitliche Verschiebung der Haupteinspritzung in Bezug auf die Voreinspritzung
unmittelbar zu einer Veränderung des während der Haupteinspritzung vorhandenen Raildrucks
p
Rail führt.
[0052] In der Figur 3 ist beispielhaft eine Möglichkeit dargestellt, mit der die Ansteuerdauer
AD
HE für die Haupteinspritzung in Abhängigkeit von dem Betriebszustand der Brennkraftmaschine
ermittelt werden kann. Für diese Ermittlung der Ansteuerdauer AD
HE für die Haupteinspritzung sind die Einspritzmenge M
E,HE für die Haupteinspritzung sowie der Raildruck p
Rail als Eingangsgrößen vorgegeben. Diese Eingangsgrößen sind drei Kennfeldern 30, 31,
32 zugeführt.
[0053] Mit dem Kennfeld 30 wird eine Ansteuerdauer AD
HE für die Haupteinspritzung ausgegeben, bei der keine Voreinspritzung vorhanden ist.
Mit dem Kennfeld 31 wird eine Ansteuerdauer AD
HE für die Haupteinspritzung ausgegeben, bei der eine voreinspritzung vorhanden ist.
Und schließlich wird mit dem Kennfeld 32 ein Ansteuerdauer AD
HE für die Haupteinspritzung ausgegeben, die für die fette Betriebsart der Brennkraftmaschine
vorgesehen ist.
[0054] Mit Hilfe einer Umschaltung 33 wird eines der drei Kennfelder 30, 31, 32 in Abhängigkeit
von einem Signal B ausgewählt. Über die Umschaltung 33 wird dann das jeweilige Ausgangssignal
des ausgewählten Kennfelds 30, 31, 32 als Ansteuerdauer AD
HE weitergegeben. Bei dem Signal B handelt es sich um ein Zustandssignal, das bspw.
in Abhängigkeit von der Betriebsart der Brennkraftmaschine vorgegeben wird. Ebenfalls
kann das Signal B in Abhängigkeit von weiteren Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine
vorgegeben werden.
[0055] Die in der Figur 3 beispielhaft anhand der Ansteuerdauer AD
HE für die Haupteinspritzung beschriebene Möglichkeit der Umschaltung zwischen unterschiedlichen
Kennfeldern kann in entsprechender Weise auch auf den Ansteuerbeginn für die Haupteinspritzung,
die Ansteuerdauer für die Voreinspritzung sowie auf den Ansteuerbeginn für die Voreinspritzung
angewendet werden.
[0056] Als weitere Maßnahme ist es möglich, den Übergang zwischen der mageren Betriebsart
und der fetten Betriebsart sowie umgekehrt den Übergang zwischen der fetten Betriebsart
und der mageren Betriebsart mit Hilfe einer Hysterese vorzunehmen.
[0057] In der Figur 4 ist beispielhaft anhand des Ansteuerbeginns AB
VE der Voreinspritzung eine Möglichkeit dargestellt, mit der eine derartige Hysterese
realisiert werden kann. So ist ein Kennfeld 40 vorgesehen, dem als Eingangssignale
die Drehzahl n der Brennkraftmaschine sowie die Einspritzmenge M
E,mager für den Magerbetrieb der Brennkraftmaschine zugeführt sind. Als Ausgangssignal erzeugt
das Kennfeld 40 einen Deltawert ΔAB
VE für den Ansteuerbeginn der Voreinspritzung.
[0058] Weiterhin ist einer Hysteresekennlinie 41 der Lambda-Sollwert λ
soll zugeführt. Befindet sich der Lambda-Sollwert in einem fetten Bereich, so erzeugt
die Hysteresekennlinie 41 als Ausgangssignal den Wert 1. Befindet sich der Lambda-Sollwert
λ
soll hingegen in einem mageren Bereich, so ist der Ausgangswert der Hysteresekennlinie
41 gleich 0.
[0059] Dieser Ausgangswert der Hysterekennlinie 41 wird multiplikativ mit dem Deltawert
ΔAB
VE für den Ansteuerbeginn der Voreinspritzung verknüpft. Dies bedeutet, dass dieser
Deltawert ΔAB
VE in einem fetten Bereich der Brennkraftmaschine vollständig weitergegeben wird, in
einem mageren Bereich der Brennkraftmaschine jedoch vollständig unterdrückt wird.
[0060] Danach wird das auf die beschriebene Weise erzeugte Multiplikationsergebnis additiv
mit dem Ansteuerbeginn AB
VE,mager für die Voreinspritzung in einer mageren Betriebsart verknüpft. Das Ergebnis dieser
Addition ist dann der Ansteuerbeginn AB
VE für die Voreinspritzung, der letztlich den Zeitpunkt festlegt, in dem das Einspritzventil
zum Zwecke der Voreinspritzung geöffnet wird.
[0061] Insgesamt wird also bei der Figur 4 in einer mageren Betriebsart der vorgegebene
Ansteuerbeginn AB
VE,mager nicht verändert, da das Ausgangssignal der Hysteresekennlinie 41 gleich 0 ist. In
einer fetten Betriebsart der Brennkraftmaschine hingegen wird der Ansteuerbeginn AB
VE,mager um den Deltawert ΔAB
VE verändert. Dies bedeutet, dass der Ansteuerbeginn der Voreinspritzung in der genannten
fetten Betriebsart der Brennkraftmaschine auf einen früheren Zeitpunkt verändert wird.
[0062] Die vorstehend beschriebene Beeinflussung des Ansteuerbeginns AB
VE der Voreinspritzung kann in entsprechender Weise auch auf den Ansteuerbeginn der
Haupteinspritzung sowie auf die Ansteuerdauer der Vor- und/oder der Haupteirispritzung
angewendet werden.
[0063] Kommt eine Hysterese zur Anwendung, wie dies beispielhaft im Zusammenhang mit der
Figur 4 erläutert ist, so kann es vorteilhaft oder gar erforderlich sein, dass auch
bei den Umwandlungen der Blöcke 10, 11, 12 der Figur 1 eine Hysterese angewendet wird.
Eine derartige Hysterese ist beispielhaft in der Figur 5 dargestellt. Wenn die Hysterese
der Figur 5 in den Blöcken 10, 11, 12 der Figur 1 zur Anwendung kommt, dann ist es
zweckmäßig oder gar erforderlich, wenn die additiven und multiplikativen Korrekturen
der Referenz-Kennlinien 24 und 29 der Figuren 2a und 2b abschnittsweise durchgeführt
werden, und zwar jeweils getrennt für die beiden Äste der in der Figur 5 dargestellten
Hysterese.
1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
bei dem Kraftstoff in einer mageren Betriebsart und in einer fetten Betriebsart in
einen Brennraum eingespritzt wird, und bei dem zwischen den beiden Betriebsarten umgeschaltet
wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Luftmasse (ML,mager) und eine Einspritzmenge (ME,mager) für den Magerbetrieb andauernd ermittelt werden, dass aus der Luftmasse und aus
der Einspritzmenge ein Lambda (λmager) für den Magerbetrieb andauernd ermittelt wird, dass ein von dem Lambda für den Magerbetrieb
abweichendes Lambda (λzwischen) für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin vorgegeben wird, und dass
eine Soll-Luftmasse (ML,Soll) für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin aus dem Lambda für den Magerbetrieb
und aus dem Lambda für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin ermittelt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lambda für den Magerbetrieb in einen Wirkungsgrad für den Magerbetrieb und das
Lambda für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin in einen Wirkungsgrad
für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin umgewandelt werden, dass der
Wirkungsgrad für den Magerbetrieb mit der Luftmasse für den Magerbetrieb multipliziert
wird, und dass das Multiplikationsergebnis durch den Wirkungsgrad für die fette Betriebsart
und für die Übergänge dorthin dividiert wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem eine Ist-Luftmasse gemessen oder
simuliert oder modelliert wird, der dadurch gekennzeichnet, dass ein Sollwert für das Lambda in der fetten Betriebsart und für die Übergänge dorthin
in Abhängigkeit von der Ist-Luftmasse und der Einspritzmenge für den Magerbetrieb
ermittelt wird, und dass eine Soll-Einspritzmenge für die fette Betriebsart und für
die Übergänge dorthin aus der Ist-Luftmasse und dem Sollwert für das Lambda ermittelt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert für das Lambda in der fetten Betriebsart und für die Übergänge dorthin
aus einem Soll-Wirkungsgrad für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin
ermittelt wird, und dass der Soll-Wirkungsgrad durch Division aus der Ist-Luftmasse
durch das genannte Multiplikationsergebnis ermittelt wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwandlung eines Lambda in einen zugehörigen Wirkungsgrad oder umgekehrt mittels
einer Referenz-Kennlinie und mittels additiver und/oder multiplikativer Korrekturen
durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der mit einer Einspritzung
in den Brennraum einzuspritzende Kraftstoff in zwei oder mehreren Teileinspritzungen
eingespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansteuerbeginn und/oder die Ansteuerdauer der Teileinspritzungen in Abhängigkeit
von der Betriebsart und/oder in Abhängigkeit von Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine
unterschiedlich ermittelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass für den Ansteuerbeginn und/oder die Ansteuerdauer beim Umschalten zwischen den Betriebsarten
eine Hysterese berücksichtigt wird.
8. Computerprogramm, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 durchführt wenn es auf einem Steuergerät
ausgeführt wird.
9. Computerprogramm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es auf einem Speicher abgespeichert ist, insbesondere auf einem Flash-Memory.
10. Steuergerät für eine Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs, wobei bei
der Brennkraftmaschine der Kraftstoff in einer mageren Betriebsart und in einer fetten
Betriebsart in einen Brennraum einspritzbar ist, und wobei zwischen den beiden Betriebsarten
umgeschaltet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Steuergerät eine Luftmasse (ML,mager) und eine Einspritzmenge (ME,mager) für den Magerbetrieb andauernd ermittelt werden können, dass aus der Luftmasse und
aus der Einspritzmenge ein Lambda (λmager) für den Magerbetrieb andauernd ermittelt werden kann, dass ein von dem Lambda für
den Magerbetrieb abweichendes Lambda (λzwischen) für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin vorgebbar ist, und dass
eine Soll-Luftmasse (ML,soll) für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin aus dem Lambda für den Magerbetrieb
und aus dem Lambda für die fette Betriebsart und für die Übergänge dorthin ermittelt
werden kann.
1. Method for operating an internal combustion engine, in particular of a motor vehicle,
in which fuel is injected into a combustion chamber in a lean operating mode and in
a rich operating mode, and in which the engine is switched between the two operating
modes, characterized in that an air mass (ML,lean) and an injection quantity (ME,lean) for the lean-burn mode are continually determined, in that a lambda (λlean) for the lean-burn mode is continually determined from the air mass and the injection
quantity, in that a lambda (λinter) for the rich operating mode and for the transitions to it, the said lambda differing
from the lambda for the lean-burn mode, is predetermined, and in that a desired air mass (ML,des) for the rich operating mode and for the transitions to it is determined from the
lambda for the lean-burn mode and from the lambda for the rich operating mode and
for the transitions to it.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the lambda for the lean-burn mode is converted into an efficiency for the lean-burn
mode, and the lambda for the rich operating mode and for the transitions to it is
converted into an efficiency for the rich operating mode and the transitions to it,
in that the efficiency for the lean-burn mode is multiplied by the air mass for the lean-burn
mode, and in that the multiplication result is divided by the efficiency for the rich operating mode
and for the transitions to it.
3. Method according to Claim 1 or 2, in which an actual air mass is measured or simulated
or modelled, which is characterized in that a desired value for the lambda in the rich operating mode and for the transitions
to it is determined as a function of the actual air mass and the injection quantity
for the lean-burn mode, and in that a desired injection quantity for the rich operating mode and for the transitions
to it is determined from the actual air mass and the desired value for the lambda.
4. Method according to Claims 2 and 3, characterized in that the desired value for the lambda in the rich operating mode and for the transitions
to it is determined from a desired efficiency for the rich operating mode and for
the transitions to it, and in that the desired efficiency is determined by dividing the actual air mass by the said
multiplication result.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the conversion of a lambda into an associated efficiency or vice versa is carried
out by means of a reference characteristic curve and by means of additive and/or multiplicative
corrections.
6. Method according to one of the preceding claims, in which the fuel which is to be
injected into the combustion chamber by an injection is injected in two or more sub-injections,
characterized in that the start of actuation and/or the duration of actuation of the sub-injections is
determined differently as a function of the operating mode and/or as a function of
operating variables of the internal combustion engine.
7. Method according to Claim 6, characterized in that a hysteresis is taken into account for the start of actuation and/or the duration
of actuation when switching between the operating modes.
8. Computer program characterized in that it carries out a method according to one of Claims 1 to 7 when it is implemented
on a control unit.
9. Computer program according to Claim 8, characterized in that it is stored on a memory, in particular on a flash memory.
10. Control unit for an internal combustion engine, in particular of a motor vehicle,
in which, in the internal combustion engine, the fuel can be injected into a combustion
chamber in a lean operating mode and in a rich operating mode, and in which the engine
can be switched between the two operating modes, characterized in that an air mass (ML,lean) and an injection quantity (ME,lean) for the lean-burn mode can be continually determined by the control unit, in that a lambda (λlean) for the lean-burn mode can be continually determined from the air mass and the injection
quantity, in that a lambda (λinter) for the rich operating mode and for the transitions to it, which deviates from the
lambda for the lean-burn mode, can be predetermined, and in that a desired air mass (ML,des) for the rich operating mode and for the transitions to it can be determined from
the lambda for the lean-burn mode and from the lambda for the rich operating mode
and for the transitions to it.
1. Procédé de gestion d'un moteur à combustion interne notamment d'un véhicule automobile
selon lequel on injecte le carburant en un mode de fonctionnement pauvre ou en un
mode de fonctionnement riche dans une chambre de combustion et on commute entre les
deux modes de fonctionnement,
caractérisé en ce qu'
on détermine en permanence une masse d'air (ML, pauv) et une dose d'injection (ME, pauv) pour le mode pauvre,
à partir de la masse d'air et de la dose injectée on détermine en permanence un coefficient
Lambda (λpauv) pour le mode pauvre,
on prédéfinit un coefficient Lambda (λinter) différent de celui du mode pauvre pour le mode riche et pour les transitions, et
on détermine une masse d'air de consigne (ML, cons) pour le mode riche et pour les transitions à partir du coefficient Lambda du mode
pauvre et du coefficient Lambda du mode riche et pour les transitions.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le coefficient Lambda du mode pauvre est converti en un rendement pour le mode pauvre
et le coefficient Lambda du mode riche et des transitions est converti en un rendement
pour le mode riche et pour les transitions,
on multiplie le rendement du mode pauvre avec la masse d'air du mode pauvre, et
on divise le produit de la multiplication par le rendement du mode riche et celui
des transitions.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
selon lequel on mesure une masse d'air réelle ou on la simule ou on la modélise,
caractérisé en ce qu'
on détermine une valeur de consigne du coefficient Lambda en mode riche et pour les
transitions en fonction de la masse d'air réelle et de la dose injectée pour le mode
pauvre, et
on détermine une dose d'injection de consigne pour le mode riche et pour les transitions
à partir de la masse d'air réelle et de la valeur de consigne du coefficient Lambda.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 et 3,
caractérisé en ce qu'
on détermine la valeur de consigne du coefficient Lambda en mode riche et pour les
transitions à partir d'un rendement de consigne du mode riche et des transitions,
et
on détermine le rendement de consigne par division à partir de la masse d'air réelle
par le produit de la multiplication.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on effectue la conversion d'un coefficient Lambda en un rendement correspondant
ou inversement à l'aide d'une caractéristique de référence et avec des corrections
additives et/ou multiplicatives.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, selon lequel on injecte
le carburant destiné à l'injection dans la chambre de combustion par deux ou plusieurs
injections partielles,
caractérisé en ce qu'
on détermine différemment le début de la commande et/ou la durée de la commande des
injections partielles selon le mode de fonctionnement et/ou selon les paramètres de
fonctionnement du moteur à combustion interne.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
pour le début de la commande et/ou la durée de la commande pour la commutation entre
les modes de fonctionnement, on applique une hystérésis.
8. Programme d'ordinateur,
caractérisé en ce qu'
il effectue un procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7 sur un appareil
de commande.
9. Programme d'ordinateur selon la revendication 8,
caractérisé en ce qu'
il est enregistré dans une mémoire notamment une mémoire flash.
10. Appareil de commande d'un moteur à combustion interne notamment d'un véhicule automobile,
selon lequel le carburant est injecté dans le moteur à combustion interne en mode
pauvre et en mode riche dans une chambre de combustion, et on commute entre les deux
modes de fonctionnement,
caractérisé en ce que
l'appareil de commande détermine en permanence une masse d'air (ML, pauv) et une dose d'injection ME, pauv) pour le mode pauvre,
à partir de la masse d'air et de la dose injectée, on détermine un coefficient Lambda
(λpauv) pour le mode pauvre,
à partir du coefficient Lambda du mode pauvre on prédéfinit un coefficient Lambda
différent (λinter) pour le mode riche et pour les transitions, et
on détermine une masse d'air de consigne (ML, cons) pour le mode riche et pour les transitions à partir du coefficient Lambda du mode
pauvre et du coefficient Lambda du mode riche ainsi que pour les transitions.