Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem hydraulischen Aggregat nach der Gattung des Anspruchs
1.
[0002] Solch ein hydraulisches Aggregat ist aus der Druckschrift DE 19 906 800 bekannt.
[0003] Durch die Druckschrift DE 3048651 A1 ist ein Hydraulikenergiespeicher bekannt mit
einem Gehäuse, das innen zylindrisch ausgebildet ist und einen axial verschiebbaren
Kolben aufweist, der mittels eines Dichtringes relativ zum Gehäuse abgedichtet ist
und einen Hydraulikraum von einem Gasraum trennt. In dem Gasraum befindet sich Gas
unter Druck, so dass das Gas ein Polster bildet, das beim Einfüllen von hydraulischen
Druckmittel in den Hydraulikraum elastisch zusammendrückbar ist. Der Kolben bildet
also eine Art von beweglicher Wand. Der Hydraulikraum ist begrenzt durch eine Wand,
durch die hindurch sich ein Stößel erstreckt, der in der Längsachse des Kolbens ausgerichtet
ist, innerhalb der Wand abdichtend geführt ist und einerseits in den Hydraulikraum
hineinragt und andererseits aus dem Gehäuse herausragt. In Ausrichtung zu dem Stößel
ist ein Schalter unter Zuhilfenahme eines Haltebügels an der Wand des Hydraulikenergiespeichers
ortsfest angeordnet. Der Stößel dient dazu, den Schalter zu betätigen kurz bevor der
Kolben den Hydraulikraum entleert hat und dabei an der Wand, durch die der Stößel
hindurch geführt ist, anzuschlagen vermag. Anders ausgedrückt: Der Schalter ist eine
Art von Sensorik, über die eine Beinahentleerung des Hydraulikraumes feststellbar
ist. Die Beschreibung der Druckschrift DE 3048651 A1 weist auch darauf hin, dass die
bewegbare Wand elastisch sein kann und beispielsweise eine Blase sein kann.
[0004] Durch die Druckschrift DE 1525776 A1 ist ein weiterer Hydraulikenergiespeicher bekannt
mit einer beweglichen Wand, einem von der beweglichen Wand betätigbaren Stößel und
einem Schalter und zwischen dem Stößel und dem Schalter einer Anordnung eines Schwenkhebelgetriebes,
das über einen von ihm schwenkbaren Steuernocken den Schalter dann betätigt, wenn
die bewegliche Wand annähernd ihre konstruktiv bestimmte Endlage, die der Entleerungsstellung
entspricht, erreicht hat. Der Schalter gibt dann ein Signal für eine Anzeigelampe
oder/und das Einschalten eines Pumpenantriebsmotors. Die bewegliche Wand wird von
einem ist Teil einer elastischen Blase oder einem verschiebbaren Kolben gebildet.
Die Druckschrift DE 1525776 A1 weist auch darauf hin, dass wahlweise ein Potentiometer
oder eine Fotozelle mit einem Relais vorgesehen sein kann.
[0005] Durch die Druckschrift EP 0980981 A1 ist ein weiterer Hydraulikenergiespeicher bekannt,
der wahlweise als ein sogenannter Hochdruckspeicher oder ein sogenannter Mitteldruckspeicher
ausgebildet wird und innerhalb eines von einem Gehäuse umgebenen Einbauraumes einen
aus Metall hergestellten Faltenbalg besitzt zur variablen Begrenzung eines Hydraulikraumes.
In der Ausführung als sogenannter Mitteldruckspeicher dient allein die Elastizität
des Faltenbalges dem Speichern von Energie. Durch Einschließen eines Gaspolsters in
den metallischen Faltenbalg entsteht das Ausführungsbeispiel in Form des sogenannten
Hochdruckspeichers. Der Hydraulikenergiespeicher ist beispielsweise zur Verwendung
in einer schlupfgeregelten hydraulischen Kraftfahrzeugbremsanlage vorgesehen, wobei
die Gasdichtheit des Metalls, aus dem der Faltenbalg hergestellt ist, über Jahre hinweg
von Vorteil ist für das Fernhalten von Polstergas aus derjenigen Druckflüssigkeit,
mittels der die hydraulische Fahrzeugbremsanlage betrieben wird.
[0006] Durch die Druckschrift DE 19833410 A1 sind zwei weitere Hydraulikenergiespeicher
bekannt mit Faltenbälgen, die bewegliche Stirnwände aufweisen und mit auf die Stirnwände
wirkenden Schraubenfedern ausgerüstet sind, die beim Zusammendrücken mittels hydraulischer
Energie spannbar sind und dieserart Energiespeicher bilden. Die Faltenbälge bestehen
aus Stahl. Deshalb weisen diese Hydraulikenergiespeicher ebenfalls den Vorteil auf,
dass sie im Prinzip auf Dauer gasdicht sind. Diese Hydraulikenergiespeicher sind zum
Einbauen in hydraulische Fahrzeugbremsanlagen vorgesehen.
[0007] Bei einem weiteren durch die Druckschrift DE 19847325 A1 bekannten Hydraulikenergiespeicher
mit einem aus Metall bestehenden Faltenbalg, der ein Gaspolster umschließt, ist eine
Stirnwand eines beweglichen Endes dieses Faltenbalges zu einer Ventilplatte weitergebildet,
die gegen einen Dichtring anlegbar ist, der um eine Speicheranschlußöffnung herum
abdichtend in eine Stirnwand eines Gehäuses des Hydraulikenergiespeichers eingelassen
ist. Auch dieser Hydraulikenergiespeicher ist vorgesehen insbesondere zum Einbauen
in eine schlupfgeregelte hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage
[0008] Es ist nicht mit Sicherheit ausschließbar, dass durch ständig wiederkehrende elastische
Verformungen während des Betriebs beispielsweise von hydraulischen Fahrzeugbremsanlagen
Materialermüdung auftritt mit der Folge des Undichtwerdens des Faltenbalges. Auch
ist nicht ausschließbar, dass eine Schweißnaht an einem Faltenbalg ermüdet und undicht
wird. Jedenfalls hat Undichtheit zur Folge, dass der Energiespeicherung dienendes
Gas in das hydraulische Druckmittel der jeweiligen Fahrzeugbremsanlage gelangt und
zumindest dann die Betriebssicherheit eines Fahrzeugs gefährdet, wenn die Fahrzeugbremsanlage
derart ausgebildet ist, dass bei Ausfall des Hydraulikenergiespeichers oder einer
ihn versorgenden Pumpe rein unter Zuhilfenahme von Muskelkraft und dabei unter Verwendung
eines Hauptbremszyliners gebremst werden muß. Ein solcher Hauptbremszylinder hat nur
eine begrenzte Pumpkapazität, so dass bei Gasblasen innerhalb der hydraulischen Fahrzeugbremsanlage
durch deren Elastizität eine ausreichende Bremsdruckerzeugung nicht zustande kommmt.
Vorteile der Erfindung
[0009] Das hydraulische Aggregat gemäβ Anspruch 1 hat den Vorteil, dass die Sensorik, die
zum Erfassen der Ausrichtung der Stirnwand des Faltenbalgs innerhalb des Gehäuses
bestimmt ist, mit ihren elektrischen Anschlüssen direkt in eine elektronische Auswerte-
und Steuerschaltung eingesetzt ist und dieserart das Verlegen von besonderen Sensoranschlußkabeln,
die Kosten verursachen und gegebenenfalls durch Kabelbrüche unbrauchbar werden, vermieden
ist.
[0010] Das erfindungsgemäße hydraulische Aggregat mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 2 hat den Vorteil, dass ein gewollter Druckunterschied zwischen dem Hydraulikraum
und dem Gasraum zustande kommt unter Verwendung eines dünnwandiger ausgebildeten Faltenbalges,
bei dem die gleiche Längszusammendrückung weniger mechanische Spannung im Metall erzeugt,
womit sich eine vergrößerte Sicherheit gegen Bruch und Undichtwerden ergibt.
[0011] Die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 3 bis 6 geben praktische Auswahlmöglichkeiten
an für unterschiedliche Ausführungsbeispiele der Sensorik.
Zeichnung
[0012] Vier Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen hydraulischen Aggregats sind in den
Zeichnungen dargestellt. Es zeigt die Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel im Längsschnitt
in einem gefüllten Zustand, Figur 2 ein Einzelteil des Ausführungsbeispiels nach der
Figur 1, Figur 3 das Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 1 in einem anderen Betriebszustand,
ebenfalls im Längsschnitt, Figur 4 eine Abwandlung vom ersten Ausführungsbeispiel
bezüglich der Sensorik, Figur 5 eine zweite Abwandlung mit einer weiteren Sensorik
und Figur 6 ein viertes Ausführungsbeispiel für die Sensorik.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0013] Das erste Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen hydraulischen Aggregats gemäß
den Figuren 1 bis 3 hat ein Gehäuse 3, das einen Einbauraum 4 für einen metalischen
Faltenbalg 5 umgibt, sowie eine Sensorik 6.
[0014] Das Gehäuse 3 ist vereinfacht und dabei hohlzylindrisch dargestellt und weist eine
Umfangswand 7, eine erste Stirnwand 8 und eine zweite Stirnwand 9 auf. Hierbei ist
es dem Konstrukteur freigestellt, wo er das Gehäuse 3 teilbar macht, damit man den
Einbauraum 4 zugänglich hat zum Einbauen des metallischen Faltenbalgs 5.
[0015] Der metallische Faltenbalg 5 hat ein erstes ortsfestes Ende 10 und ein zweites bewegliches
Ende 11 und mit diesem Ende 11 gasdicht verbunden eine Stirnwand 12. Zwischen dem
ersten ortsfesten Ende 10 und dem zweiten beweglichen Ende 11 befinden sich die dem
Faltenbalg 5 typischen Falten 13. Die Falten 13 sind herstellbar beispielsweise gemäß
dem Stand der Technik durch partielles Aufweiten eines dünnwandigen Rohres innerhalb
einer teilbaren Form. Die Stirnwand 12 ist beispielsweise mittels einer Schweißnaht
14 am zweiten beweglichen Ende 11 des Faltenbalgs 5 gasdicht befestigt. Das erste
ortsfeste Ende 10 des Faltenbalgs 5 ist beispielsweise mittels einer Schweißnaht 15
innerhalb des Einbauraums 4 an die erste Stirnwand 8 gasdicht angeschweißt. Ein von
dem Faltenbalg 5 zwischen der ersten Stirnwand 8 des Gehäuses 3 und der Stirnwand
12 des Faltenbalgs 5 umgrenzter Hohlraum 16 ist dazu bestimmt, mit einem zum Zweck
der Energiespeicherung zusammendrückbaren Gas gefüllt zu werden. Weil das Füllen von
solchen Faltenbälgen mit der Energiespeicherung dienendem Gas zum Stand der Technik
gehört, ist hier auf eine beispielsweise Ausführung eines Gaseinfüllstützens verzichtet
worden.
[0016] Zwischen der ersten Stirnwand 8 und der zweiten Stirnwand 9 hat der Einbauraum 4
ein Längenmaß A. In erfindungsgemäßer Weise hat der metallische Faltenbalg 5 mitsamt
seiner Stirnwand 12, solange er sich außerhalb des Einbauraums 4 befindet, eine Länge,
die beispielsweise um 10% länger ist als ein Längemaß A. Dies hat dann in gewollter
Weise beim Einbauen in den Einbauraum 4 die Wirkung, dass dann, wenn im Einbauraum
4 und auch im Hohlraum 16 des Faltenbalges Atmosphärendruck herrscht, die Stirnwand
12 des Faltenbalgs 5 entweder innen an der zweiten Stirnwand 9 oder aber dann, wenn
in der Stirnwand 9 ein elastischer Dichtring 17 eingebaut ist, mit einer Mindestkraft
auf diesem elastischen Dichtring 17 aufliegt. Weil dieser elastische Dichtring 17
die gleiche.Aufgabe hat wie der in der eingangs genannten Druckschrift DE 19847325
A1 vorgesehene Dichtring, gegen den eine Ventilplatte, die sich an einer Faltenbalgstirnseite
befindet, anlegbar ist, kann hier auf eine weitere Beschreibung verzichtet werden.
Weil, wie bereits erwähnt, der Faltenbalg 5 aus einem metallischen Werkstoff besteht,
üblicherweise aus federndem Werkstoff wie Stahl oder federhartes Messing, hat eine
Zusammendrückung des Faltenbalgs 5 in Längsrichtung beim Einbau eine anschließende
Andrückung der Stirnwand 12 an dem elastischen Dichtring 17 oder bei weggelassenem
Dichtring an der Oberfläche der zweiten Stirnwand 9 zur Folge.
[0017] Eine hydraulische Anschlußöffnung 18 des Hydraulikenergiespeichers 2 ist im Ausführungsbeispiel
gemäß der Figur 1 in einer gedachten Längsachse des metallischen Faltenbalgs 5 angeordnet.
Damit dann, wie dies in der Figur 3 dargestellt ist, wenn die Stirnwand 12 des Faltenbalgs
sich nah genug bei der zweiten Stirnwand 9 des Gehäuses 3 befindet, die Sensorik 6
betätigbar ist, ist zwischen die Stirnwand 12 des Faltenbalgs 5 und die Sensorik 6
ein längsverschiebbar gelagerter Stößel 19 eingebaut, der sich durch die hydraulische
Anschlußöffnung 18 erstreckt.
[0018] Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 und 3 ist die Sensorik 6 in Form eines
aus dem Stand der Technik entnehmbaren Schalters ausgebildet mit einem beweglichen
Kontakt 20 und einem ortsfesten Kontakt 21. Die Kontakte 20 und 21 können in einem
Mikroschaltergehäuse 22 angeordnet sein, das in bekannter Weise befestigt sein kann
an einer Platine 23. Die Platine 23 ist der Träger einer im einzelnen nicht dargestellten
Auswerte- und Steuerschaltung einer hydraulischen Fahrzeugbremsanlage, die beispielsweise
auch zur Bremsschlupfregelung dient. Solche hydraulische Fahrzeugbremsanlagen mit
elektrisch steuerbaren Ventilen und mit Bremsschlupfregeleinrichtungen sind bekannt
und deshalb nicht weiter erläutert. Eine solche hydraulische Fahrzeugbremsanlage hat
einen Hydraulikblock 24, in den in nicht dargestellter Weise elektrisch steuerbare
Ventile und beispielsweise auch eine nicht dargestellte Kolbenpumpe eingebaut sind.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Gehäuse 3 des Hydraulikenergiespeichers
2 von der zweiten Stirnwand 9 abstehend in Richtung zu dem Hydraulikblock 24 einen
Einschraubstutzen 25 auf, mittels dem der Hydraulikenergiespeicher 2 am Hydraulikblock
24 befestigt ist. Damit der Stößel 19 dann, wenn er von der Stirnwand 12 des Faltenbalgs
5 getroffen wird, verschoben werden kann zur Betätigung der Sensorik 6, weist der
Hydraulikblock 24 eine Führungsbohrung 26 auf, relativ zu der der Stößel 19 längsverschieblich
ist. Damit durch diese Führungsbohrung 26 kein Druckmittel entweicht, ist ein elastischer
Dichtring 27 eingebaut, der den Stößel 19 abdichtend umschließt.
[0019] Beispielsweise kann der Stößel 19 einen Bund 28 aufweisen, der in Richtung hin zur
Stirnwand 12 des Faltenbalgs 5 mittels einer Schraubenfeder 29 belastet ist. Damit
diese Schraubenfeder 29 diese Belastung ausüben kann, ist der Schraubenfeder 29 zugeordnet
eine Abstützscheibe 30 fest in den Hydraulikblock 24 eingebaut. Damit sich der Stößel
19 bis zur Sensorik 6 erstrecken kann, ist die Abstützscheibe 30 als eine Ringscheibe
ausgebildet.
[0020] In der Figur 1 ist der Hydraulikenergiespeicher 2 so dargestellt, wie ein eingefülltes
und unter Druck stehendes Gaspolster im Hohlraum 16 zusammen gedrückt ist durch Einfüllen
von nicht dargestelltem hydraulischen Druckmittel in den Einbauhohlraum 4. Hierbei
ist, in Folge der voranstehend beschriebenen Ausbildung des metallischen Faltenbalgs
5 und durch die elastische Zusammendrückung der Falten 13 ein Druck in dem hydraulischen
Druckmittel ein höherer Druck als der Gasdruck innerhalb des Hohlraums 16 des Faltenbalges
5. Sobald aus irgend einem Grund, beispielsweise Materialermüdung oder infolge eines
Materialfehlers, der Faltenbalg 5 oder eine der Schweißnähte 14, 15 undicht wird,
also irgend ein Leck entsteht, so besteht in dem Leck ein Druckunterschied im Sinne
eines Druckgefälles vom hydraulischen Druckmittel hin zu dem Gaspolster. Die Folge
davon ist, dass von dem in dem Einbauraum 4 vorhandenen hydraulischen Druckmittel
eine Teilmenge einfließt in den Hohlraum 16 des Faltenbalgs 5 mit der weiteren Folge,
dass sich der Faltenbalg 5 in Richtung zur zweiten Stirnwand 9 ausdehnt. In Folge
der Ausbildung des metallischen Faltenbalges 5 derart, dass er aufgrund seiner entspannten
Länge größer ist als die Abmessung A, wandert die Stirnwand 12 stetig in Richtung
der Stirnwand 9 weiter und trifft dabei schließlich gegen den Stößel 19 und verschiebt
diesen in Richtung der Sensorik 6. Dieser Fall ist in der Figur 3 dargestellt. Dort
liegt die Stirnwand 12 des Faltenbalgs 5 bereits an dem Stößel 19 an, so dass durch
einen verbleibenden Restweg zu der Stirnwand 12 gegen den Dichtring 17 oder bei Fehlen
des Dichtrings 17 gegen die Stirnwand 9 der bewegliche Kontakt 20 den unbeweglichen
Kontakt 21 trifft. Die erwähnte Auswerte- und Steuerschaltung ist dann so ausgebildet,
dass sie den Betätigungszustand der Sensorik 6 erkennt und eine nicht dargestellte
Alarmeinrichtung aktiviert. Erkennbar ist, dass bei einem innerhalb des Einbauraums
4 vorhandenen hydraulischen Druck eine Undichtheit des Faltenbalgs 5 angezeigt wird,
gleichgültig, ob dabei durch irgend einen Zufall noch alles Polstergas sich im Faltenbalg
5 befindet oder eine Teilmenge davon beispielsweise dann, wenn das Leck an einer höchsten
Stelle des Faltenbalges 5 sich befinden sollte, in den Einbauraum 4 ausgetreten ist.
[0021] Gemäß den Figuren 1 und 3 ist innerhalb des Faltenbalgs 5 eine Feder 35 dargestellt.
Sie ist beispielsweise eingebaut, um bei aufgetretenem Leck im Faltenbalg 5 das Wandern
von dessen Stirnwand 12 in Richtung der zweiten Stirnwand 9 des Gehäuses 3 zu unterstützen.
Zu diesem Zweck wird die Feder 35 so hergestellt, dass sie im nicht eingebauten Zustand
eine vorbestimmte Länge aufweist, wodurch die Feder 35 im eingebauten Zustand eine
Vorspannung aufweist. Das in dieser Art erfolgende Vorspannen der Feder 35 gibt die
Möglichkeit, den Faltenbalg 5 dünnwandiger auszubilden, wodurch bekanntlich bei gleicher
Längszusammendrückung die Beanspruchung des Werkstoffs des Faltenbalgs 5 kleiner wird.
Dies wirkt einem ungewollten Versagen des Faltenbalgs 5 in Folge von Werkstoffermüdung
entgegen.
[0022] In den Figuren 1 und 3 ist die an sich billigste Sensorik 6, die man in Form eines
Mikroschalters auf dem Markt günstig einkaufen kann, dargestellt. Erkennbar ist bei
der Verwendung von nur einem beweglichen Kontakt 20 und einem ortsfesten Kontakt 21,
dass nur eine bereits sehr dichte Annäherung der Stirnwand 12 des Faltenbalgs 5 an
die zweite Stirnwand 9 oder aber an die elastische Dichtung 17 sensierbar ist. Wenn
man aber aus irgend welchen Gründen schon einen größeren Abstand der Stirnwand 12
des Faltenbalgs 5 von der elastischen Dichtung 17 bzw. der zweiten Stirnwand 9 des
Gehäuses 3 angezeigt erhalten will, so kann man einen Stößel 19a mit einem weichmagnetischen
Spulenkern 37 verbinden und am Bewegungsweg des Spulenkerns 37 beispielsweise zwei
Spulen 38, 39 eines sogenannten Differenzialtransformators 40 vorsehen. Für den Fall,
dass die Stirnwand 12 des Faltenbalgs 5 den Stößel 19a erreicht hat, ist es möglich,
mittels des Differenzialtransformators 40 bereits sehr kleine Bewegungen der Stirnswand
12 in Richtung der zweiten Gehäusewand 9 zu erfassen auch in einer rauhen Betriebsumgebung,
weil Differenzialtransformatoren keine Kontaktoberflächen haben wie diejenigen, die
für Mikroschalter typisch sind und in aggressiver Atmosphäre zu unzuverlässiger Kontaktgabe
neigen.
[0023] Wenn ein Zutritt von aggressiver Atmosphäre vermieden werden kann, so kann an Stelle
des teueren Differenzialtransformators 40 ein billigeres Ohm`sches Potenziometer 41
verwendet werden.
[0024] Der Vollständigkeit halber wird noch gemäß der Figur 6 als Sensorik 6c die Kombination
von wenigstens einem Permanentmagnet 43 und einem Hall-Effekt-Sensor 44 zur Auswahl
gestellt. Dabei ist der wenigstens eine Permanentmagnet 43 wiederum an einem Stößel
19a befestigt, damit er mittels des Stößels 19a relativ zum ortsfest angeordneten
Hall-Effekt-Sensor 44 bewegbar ist damit anläßlich einer Bewegung relativ zu dem Hall-Effekt-Sensor
44 dieser ein Sensorsignal abgibt. "Wenigstens ein Permanentmagnet" wird als Mindestlösung
angegeben, weil man mittels einer solchen relativ einfach ausgebildeten Sensorik beispielsweise
einen Mikroschalter mit nur einem einzigen beweglichen Kontakt 20 und einem einzigen
unbeweglichen Kontakt 21 ersetzen kann. Wenn eine Abfolge von Permanentmagneten in
Bewegungsrichtung des Stößels 19a vorgesehen wird, so kann man, wenn man eine Zählschaltung
verwendet, Wegmessungen durchführen ähnlich denen, die mittels des Differenzialtransformators
40 oder des Ohm`schen Potenziometers 41 möglich sind. Man kann also schrittweise eine
Annäherung der Stirnwand 12 des Faltenbalgs 5 zur zweiten Stirnwand 9 des Gehäuses
3 angezeigt bekommen. Die Verwendung der Sensorik 6c hat den Vorteil, dass eine Umsetzung
von analogen Sensoriksignalen in digitale Werte nicht mehr notwendig ist.
[0025] Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass das Prinzip der Lekkerkennung für einen Faltenbalg
nicht davon abhängig ist, ob gemäß den gezeichneten Ausführungsbeispielen ein Gaspolster
innerhalb eines Faltenbalges 5 angeordnet ist. Vielmehr kann, wie dies aus der Figur
2 der in der Beschreibungsanleitung erwähnten Druckschrift DE 19833410 A1 entnehmbar
ist, der von dem Faltenbalg 5 umschlossene Hohlraum 16 derjenige Hohlraum sein, in
dem hydraulisches Druckmittel unter Druck zu speichern ist.
1. Hydraulisches Aggregat für eine Fahrzeugbremsanlage, mit einem Hydraulikenergiespeicher
mit einem Gehäuse, das einen Einbauraum aufweist für einen metallischen Faltenbalg,
der ein unbewegliches Ende und ein bewegliches Ende mit einer abgedichtet angeordneten
Stirnwand aufweist, wobei der metallische Faltenbalg hydraulisches Druckmittel von
einem unter Druck eingeschlossenen Gas trennt, wobei der metallische Faltenbalg (5)
derart beschaffen ist, dass er in nicht mit Gas gefülltem Zustand vor dem Einbau in
den Einbauraum (4)eine Länge aufweist, die länger ist als ein Längenmaß (A) des Einbauraums
(4) und dass beim Einsetzen des Faltenbalgs (5) dieser elastisch verkürzt wird, wobei
dem Gehäuse (3) eine Sensorik (6, 6a, 6b, 6c) zugeordnet ist zum Sensieren der Ausrichtung
der Stirnwand (12) anläßlich von deren Bewegung in Richtung einer Entleerungsstellung
des Hydraulikenergiespeichers,
wobei das Gehäuse (3) des Hydraulikenergiespeichers (21 in einer den Einbauraum (4)
begrenzenden Stirnwand (9) eine in einer Verlängerung der Längsachse des Faltenbalgs
liegende hydraulische Anschlußöffnung (18) hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlußöffnung (18) mit einem Hydraulikblock (24) kommuniziert. und dass dem
Hydraulikblock (24) eine Platine (23) einer Auswerte- und Steuerschaltung der hydraulischen
Fahrzeugbremsanlage zugeordnet ist, dass wenigstens ein ortsfester Teil der Sensorik
(6, 6a, 6b, 6c) im wesentlichen zur Längsachse des Faltenbalgs (5) fluchtend an der
Platine (23) der Auswerteund Steuerschaltung befestigt ist und dass ein die Sensorik
(6,6a,6b,6c) betätigender längsverschieblich gelagerter Stößel (19) zwischen der Sensorik
(6,6a,6b,6c) und der Stirnwand (12) des Faltenbalgs (5) eingefügt ist, sich durch
die hydraulische Anschlußöffnung (18) des Hydroenergiespeichers (2) erstreckt und
relativ zur Sensorik (6, 6a, 6b, 6c) innerhalb des Hydraulikblocks (24) hydraulisch
abgedichtet ist.
2. Hydraulisches Aggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Hydraulikenergiespeicher (2) eine Feder (35) derart eingebaut ist, dass sie
innerhalb des Hydraulikenergiespeichers (2) eine Vorspannung aufweist, die die Stirnwand
(12) des Faltenbalgs (5) in Richtung einer Entleerungsstellung des Hydraulikspeichers
(2) belastet.
3. Hydraulisches Aggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik (6) als ein einen beweglichen Kontakt (20) aufweisender Schalter ausgebildet
ist.
4. Hydraulisches Aggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik (6a) in Form eines Differenzialtransformators (40) mit einem bewegbaren
Spulenkern (37) ausgebildet ist.
5. Hydraulisches Aggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik (6b) als ein Ohm' sches Potenziometer (41) ausgebildet ist.
6. Hydraulisches Aggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik (6c) aus einem ortsfest angeordneten Hall-Effekt-Sensor (44) und wenigstens
einem von dem Stößel (19a) bewegbaren Permanentmagnet (43) besteht.
1. Hydraulic unit for a vehicle braking system, with a hydraulic energy accumulator with
a housing, which has an installation space for a metal bellows, which has an immovable
end and a movable end with an end wall arranged in a sealed manner, the metal bellows
separating hydraulic pressure medium from a gas enclosed under pressure, the metal
bellows (5) being of such a kind that, in the state in which it is not filled with
gas before installation into the installation space (4), it has a length which is
longer than a linear dimension (A) of the installation space (4) and that, when the
bellows (5) is fitted, it is flexibly shortened, the housing (3) being assigned a
sensor system (6, 6a, 6b, 6c) for sensing the alignment of the end wall (12) when
the latter moves in the direction of an emptying position of the hydraulic energy
accumulator, the housing (3) of the hydraulic energy accumulator (2) having in an
end wall (9) bounding the installation space (4) a hydraulic connection opening (18)
lying in an extension of the longitudinal axis of the bellows, characterized in that the connection opening (18) communicates with a hydraulic block (24) and in that the hydraulic block (24) is assigned a printed circuit board (23) of an evaluation
and control circuit of the hydraulic vehicle braking system, in that at least one fixed part of the sensor system (6, 6a, 6b, 6c) is fastened on the printed
circuit board (23) of the evaluation and control circuit substantially in line with
the longitudinal axis of the bellows (5) and in that a longitudinally displaceably mounted push rod (19), actuating the sensor system
(6, 6a, 6b, 6c), is inserted between the sensor system (6, 6a, 6b, 6c) and the end
wall (12) of the bellows (5), extends through the hydraulic connection opening (18)
of the hydraulic energy accumulator (2) and is hydraulically sealed in relation to
the sensor system (6, 6a, 6b, 6c) within the hydraulic block (24).
2. Hydraulic unit according to Claim 1, characterized in that a spring (35) is installed in the hydraulic energy accumulator (2) in such a way
that it has within the hydraulic energy accumulator (2) a prestress which biases the
end wall (12) of the bellows (5) in the direction of an emptying position of the hydraulic
accumulator (2).
3. Hydraulic unit according to Claim 1 or 2, characterized in that the sensor system (6) is formed as a switch having a movable contact (20).
4. Hydraulic unit according to Claim 1 or 2, characterized in that the sensor system (6a) is formed as a differential transformer (40) with a movable
coil core (37).
5. Hydraulic unit according to Claim 1 or 2, characterized in that the sensor system (6b) is formed as a resistive potentiometer (41).
6. Hydraulic unit according to Claim 1 or 2, characterized in that the sensor system (6c) comprises a fixedly arranged Hall-effect sensor (44) and at
least one permanent magnet (43) which can be moved by the push rod (19a).
1. Ensemble hydraulique pour une installation de freinage d'un véhicule, comportant un
accumulateur d'énergie hydraulique qui comprend un boîtier contenant un logement pour
un soufflet en métal, lequel présente une extrémité immobile et une extrémité mobile
munie d'une paroi frontale disposée de manière étanche, le soufflet en métal séparant
un agent de pression hydraulique d'un gaz enfermé sous pression,
dans lequel le soufflet en métal (5) est constitué de telle manière qu'à l'état non
rempli de gaz, avant son installation dans le logement (4), il présente une longueur
supérieure à une mesure de longueur (A) du logement (4), et que lors de son insertion,
il se trouve raccourci élastiquement, un système de détection (6, 6a, 6b, 6c) est
associé au boîtier (3) afin de détecter l'orientation de la paroi frontale (12) lors
de son déplacement en direction d'une position de vidange de l'accumulateur d'énergie
hydraulique, et le boîtier (3) de l'accumulateur d'énergie hydraulique (2) possède,
dans une paroi frontale (9) limitant le logement (4), une ouverture de raccordement
hydraulique (18) située dans un prolongement de l'axe longitudinal du soufflet,
caractérisé en ce que
l'ouverture de raccordement (18) communique avec un bloc hydraulique (24) auquel est
associée une platine (23) d'un circuit d'analyse et de commande de l'installation
de freinage hydraulique du véhicule,
au moins une partie fixe du système de détection (6, 6a, 6b, 6c) est fixée en étant
essentiellement alignée sur l'axe longitudinal du soufflet (5), sur la platine (23)
du circuit d'analyse et de commande,
et un coulisseau (19), logé de manière à coulisser longitudinalement et actionnant
le système de détection (6, 6a, 6b, 6c), est inséré entre le système de détection
(6, 6a, 6b, 6c) et la paroi frontale (12) du soufflet (5), il s'étend à travers l'ouverture
de raccordement hydraulique (18) de l'accumulateur d'énergie hydraulique (2), et il
est hydrauliquement étanche à l'intérieur du bloc hydraulique (24) par rapport au
système de détection (6, 6a, 6b, 6c).
2. Ensemble hydraulique selon la revendication 1.
caractérisé en ce que
dans l'accumulateur d'énergie hydraulique (2), un ressort (35) est incorporé de telle
manière qu'il présente, à l'intérieur dudit accumulateur (2), une précontrainte qui
vient solliciter la paroi frontale (12) du soufflet (5) en direction d'une position
de vidange de l'accumulateur (2).
3. Ensemble hydraulique selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le système de détection (6) à la forme d'un interrupteur comportant un contact mobile
(20).
4. Ensemble hydraulique selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le système de détection (6a) a la forme d'un transformateur différentiel (40) comportant
un noyau de bobine mobile (37).
5. Ensemble hydraulique selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le système de détection (6b) a la forme d'un potentiomètre d'Ohm (41).
6. Ensemble hydraulique selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le système de détection (6c) se compose d'un détecteur d'effet Hall (44) disposé de
manière fixe et d'au moins un aimant permanent (43) pouvant être mis en mouvement
par le coulisseau (19a).