[0001] Die Erfindung betrifft eine Anschlagvorrichtung, insbesondere Verkürzungslasthaken,
für Ketten, mit einem Haken und einer an den Haken angeschlossenen Verkürzungsklaue,
welche die Kette in einen Laststrang sowie einen Leerstrang jeweils variabler Länger
unterteilt, wobei die Verkürzungsklaue einen das klauenseitige Ende des Laststranges
der Kette aufnehmenden Befestigungskopf mit wenigstens zwei Backen mit dazwischenliegendem
Längsschlitz aufweist, und wobei das vorletzte Kettenglied des Laststranges im laststrangseitig
offenen Längsschlitz aufgenommen wird, während das lastübertragende letzte Kettenglied
des Laststranges in einer von den beiden Backen gebildeten Aufnahme formschlüssig
aufgenommen wird und gegen die Backen anliegt.
[0002] Eine Anschlagvorrichtung des eingangs beschriebenen Aufbaus wird in der US 2 630
610 beschrieben, welche dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1 entspricht. Ähnlich
geht die US 1 179 951 vor. Das lastübertragende letzte Kettenglied wird in beiden
Fällen in der Aufnahme mit den beiden Backen gehalten und zusätzlich mit Hilfe eines
Stiftes an der Verkürzungsklaue festgelegt. Dieser Sicherungsstift behindert jedoch
das Einfädeln der Kette in die Verkürzungsklaue, so dass die Bedienung behindert wird.
Auch lassen sich Bewegungen des lastübertragenden letzten Kettengliedes nicht ausschließen,
weshalb die Krafteinleitung unter Last in die beiden Backen zum Teil undefiniert ist.
[0003] Darüber hinaus wird eine Anschlagvorrichtung im Rahmen der WO 97/23406 A1 bzw. der
parallelen US 5 765 891 vorgestellt. Hier formt der Leerstrang obligatorisch einen
Kettensack, dessen Ende mit Hilfe eines Querstiftes gesichert wird, der die beiden
Backen miteinander verbindet. Das ist aufwendig. Hinzu kommt, dass der Laststrang
gleichsam quer durch die Anschlagvorrichtung hindurchgeführt und an dieser festgelegt
wird. Folgerichtig besteht die Gefahr, dass die Anschlagvorrichtung eine Schrägstellung
einnimmt bzw. Kippmomenten unterworfen wird.
[0004] Sofern man in der Praxis mit Anschlagvorrichtungen ohne angeschlossene Verkürzungsklaue
arbeitete, die mit einer Kette oder einem Kettengehänge kombiniert werden, lassen
sich hieran befestigte Lasten dadurch in Waage bringen, dass beispielsweise bei einem
quaderförmigen Körper die Ketten von ihrer jeweiligen Länge her angepasst werden.
Zu diesem Zweck kennt man unabhängig von Anschlagvorrichtungen bzw. Anschlaghaken
ohne angeschlossene Verkürzungsklaue, wie sie beispielhaft in der DE 44 45 373 A1
beschrieben werden, sogenannte Verkürzungsklauen, wie sie Gegenstand der DE 195 43
855 A1 sind. Dabei erfolgt die Längeneinstellung zumeist Glied für Glied der Kette,
so dass außermittige Schwerpunktlagen beherrscht werden.
[0005] Zur Ausrichtung der jeweiligen Last muss die Längeneinstellung der sie jeweils tragenden
Ketten oft wiederholt werden, bis die Last schließlich in Waage hängt. Das setzt voraus,
dass das zugehörige Anschlagmittel, zumeist ein Aufhängekopf, immer soweit zu einem
Bediener heruntergefahren wird, bis dieser die Kette mit dem endseitigen Anschlaghaken
aushängen kann und die Verkürzungsklaue entsprechend neu einstellt. Auch das ist aufwendig.
[0006] Hinzu kommt, dass zur Befestigung der Verkürzungsklaue entweder an der Kette oder
auch direkt am Aufhängepunkt diverse Verbindungselemente wie Kuppelglieder, Kettenstücke
etc. eingesetzt werden müssen. Dieser Umstand erschwert nicht nur die Längeneinstellung
mit der jeweiligen Verkürzungsklaue, sondern macht diese darüber hinaus recht teuer.
Außerdem erhöht sich das Gewicht der Verkürzungsklaue nicht unbeträchtlich, was wiederum
die Handhabung behindert. - Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen.
[0007] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine Anschlagvorrichtung des
eingangs beschriebenen Aufbaus so weiterzuentwickeln, dass bei vereinfachtem Aufbau
und verringertem Gewicht eine problemlose Längenanpassung einer zugehörigen Kette
gelingt.
[0008] Zur Lösung dieses technischen Problems ist eine gattungsgemäße Anschlagvorrichtung
im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aufnahme aus zwei sich
gegenüberliegenden Längsnuten vorgegebener Länge mit parallelen seitenwänden in Längserstreckung
in den jeweiligen Backen zusammensetzt, wobei die beiden Längsnuten das lastübertragende
letzte Kettenglied des Laststranges formschlüssig aufnehmen. Das lastübertragende
letzte Kettenglied des Laststranges liegt dabei gegen die Backen in der Regel kippmomentfrei
an. Vorzugsweise entspricht die Länge der Längsnuten im Wesentlichen der Hälfte der
Länge des lastübertragenden letzten Kettengliedes.
[0009] Bei der Anschlagvorrichtung handelt es sich üblicherweise um einen Verkürzungslasthaken,
während als Ketten vorzugsweise Rundgliederketten zum Einsatz kommen. Der Laststrang
ist im Wesentlichen in der durch den Befestigungskopf sowie ggf. den Haken aufgespannten
Ebene angeordnet.
[0010] Die Erfindung geht also zunächst einmal von der Erkenntnis aus, dass sich vorteilhaft
ein an sich bekannter Haken mit einer ebenfalls vorbeschriebenen Verkürzungsklaue
zu einem gemeinsamen Aggregat, nämlich der Anschlagvorrichtung, kombinieren lässt.
Auf diese Weise wird bereits eine deutliche Gewichtsreduzierung und Bedienungserleichterung
erreicht. Insbesondere können nunmehr zusätzliche Verbindungselemente wie Kuppelglieder,
kurze Kettenstränge für die Verkürzungsklaue usw. entfallen. Darüber hinaus findet
sich die erfindungsgemäße Verkürzungsklaue immer im Arbeitsbereich des Bedieners,
weil sie ein kombiniertes Aggregat mit dem Haken darstellt, welcher zur Längenvariation
der Kette ohnehin in den Zugriffsbereich des Bedieners bewegt werden muss.
[0011] Von besonderer Bedeutung ist ferner, dass im Vergleich zu der WO 97/23406 A1 der
Längsschlitz zwischen den beiden Backen im Befestigungskopf laststrangseitig offen
ausgeführt ist. Dadurch kann sich der Laststrang in der Ebene des Befestigungskopfes
bzw. des Hakens erstrecken, so dass etwaige Kippmomente auf die Anschlagvorrichtung
nicht übertragen werden. Denn die vom Laststrang über das lastübertragende letzte
Kettenglied des Laststranges auf die Anschlagvorrichtung übertragenen Kräfte sind
in eben dieser Ebene und - wenn man so will - auf einer Geraden angeordnet.
[0012] Außerdem verzichtet die Erfindungslehre auf die Festlegung des Leerstranges unmittelbar
an der Anschlagvorrichtung, wenngleich diese Option natürlich grundsätzlich möglich
und denkbar ist, aber nicht im laststrangseitig offenen Längsschlitz. Vielmehr kann
das Ende des Leerstranges beispielsweise am Leerstrang selbst und/oder an der Anschlagvorrichtung
festgelegt werden, und auf diese Weise einen Kettensack formen. Zu diesem Zweck verfügt
die Kette in der Regel am Leerstrangende über ein Sicherungsglied bzw. eine Verbindungseinrichtung.
Je nach Länge des Leerstranges kann eine solche Festlegung aber auch gänzlich unterbleiben.
[0013] Nach bevorzugter Ausführungsform können Haken und Verkürzungsklaue ein einstückiges
Bauteil, insbesondere Schmiedeteil, formen. Hierdurch ist die Herstellung besonders
einfach und kostengünstig möglich.
[0014] Alternativ hierzu können Haken und Verkürzungsklaue aber auch über zumindest ein
Drehgelenk miteinander verbunden sein. Eine solche Ausgestaltung empfiehlt sich insbesondere
für den Fall, dass die beschriebene Anschlagvorrichtung mit Ketten unterschiedlicher
Gestaltung kombiniert werden soll.Dabei ist es zum einen denkbar, das Drehgelenk mit
einem feststehenden Bolzen als fixe Achse auszurüsten. Genauso gut kann der betreffende
Bolzen jedoch auch austauschbar gestaltet sein bzw. entfernt werden. Das empfiehlt
sich besonders für den Fall, dass die Anschlagvorrichtung bei bestehenden oder wechselnden
Ketten zum Einsatz kommen soll, also gleichsam eingeschleift werden muss.
[0015] Die Anschlagvorrichtung wird vorteilhaft an der Kette gesichert, wenn zusätzlich
noch eine den Laststrang an der Verkürzungsklaue festlegende Sicherungsvorrichtung
realisiert ist. Dies Sicherungsvorrichtung mag als das vorletzte und/oder das letzte
Kettenglied gegen Herausfallen aus der Verkürzungsklaue bzw. den Längsschlitz blockierender
Sicherungsstift ausgebildet sein, wobei der Sicherungsstift ergänzend über eine Einkerbung
verfügen mag. Das ist jedoch nicht zwingend. Ebenso optional kann eine Verbindungseinrichtung
bzw. das bereits angesprochene Sicherungsglied vorgesehen werden, welche(s) das freie
Ende des Kettensackes bzw. die Kette am Leerstrangende fixiert.
[0016] Dabei hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn die Verbindungseinrichtung
einen das letzte Kettenglied des freien Endes des Kettensackes durchdringenden Bolzen
aufweist, der - wie bereits beschrieben - entfernt werden kann. Dieser Bolzen wirkt
gleichzeitig als Drehachse des Drehgelenkes zwischen dem Haken und der Verkürzungsklaue.
Das heißt, der Bolzen bzw. die Verbindungseinrichtung im Ganzen übernimmt also eine
Doppelfunktion, indem hiermit nicht nur der Kettensack festgelegt, sondern gleichzeitig
das Drehgelenk dargestellt werden kann. Das führt zu einer weiteren Vereinfachung
und Gewichtseinsparung.
[0017] Im Ergebnis besticht die erfindungsgemäße Anschlagvorrichtung durch einen simplen
Aufbau mit wenigen und einfachen Mitteln. Das hält die Herstellungskosten niedrig
und erleichtert seine Bedienung. Gleichzeitig sorgt die Kombination von Haken und
Verkürzungsklaue dafür, dass beide Bestandteile zuverlässig im Griffbereich eines
Bedieners liegen und somit problemlos manipuliert werden können. Dabei sollte betont
werden, dass sich die beschriebene Anschlagvorrichtung nicht nur zum Heben von Lasten
eignet, sondern genauso gut auch für die Ladungssicherung bzw. das Festsetzen der
Ladung eingesetzt werden kann.
[0018] Dadurch, dass das vorletzte Kettenglied des Laststranges im laststrangseitig offenen
Längsschlitz aufgenommen wird, während das lastübertragende letzte Kettenglied des
Laststranges gegen die beiden Backen anliegt, kann der Leerstrang von seiner Länge
her problemlos an unterschiedliche Gegebenheiten angepasst werden. Das gilt selbst
dann, wenn das Ende des Leerstranges mit Hilfe der Verbindungseinrichtung festgelegt
ist und/oder zur Sicherung der Kette eine Sicherungsvorrichtung bzw. ein Sicherungsstift
vorgesehen sind.
[0019] Denn sowohl die Sicherungsvorrichtung bzw. der Sicherungsstift als auch die Verbindungseinrichtung
finden sich ausdrücklich nicht im laststrangseitig offenen Längsschlitz, so dass nach
Lösen der entsprechenden Vorrichtungen das vorletzte Kettenglied zusammen mit dem
lastübertragenden letzten Kettenglied problemlos aus dem betreffenden Längsschlitz
entfernt werden kann und eine andere Paarung aus zwei Kettengliedern eine Festlegung
erfährt. Dieser Vorteil macht sich besonders dann bemerkbar, wenn als Sicherungsvorrichtung
ein das vorletzte Kettenglied und/oder das letzte Kettenglied gegen Herausfallen aus
der Verkürzungsklaue blockierender Sicherungsstift vorgesehen ist.
[0020] Denn dieser Sicherungsstift lässt sich durch simples Eindrücken in eine Aufnahme
in eine die Kette freigebende Position überführen, so dass Längenanpassungen ohne
Werkzeug und gleichsam mit zwei Händen vorgenommen werden können. Dabei bewegt die
eine Hand den Sicherungsstift in die die Kette freigebende Position, während mit der
anderen Hand die gewünschte Länge des Laststranges bzw. Leerstranges durch Positionierung
des letzten und vorletzten gewünschten Kettengliedes gegenüber den beiden Backen vorgenommen
wird. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0021] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1a, 1b und 1c
- eine erste Ausgestaltung der Anschlagvorrichtung in verschiedenen Perspektiven,
- Fig. 2
- eine abgewandelte Ausführungsform nach Fig. 1 mit zusätzlicher Sicherungsvorrichtung,
- Fig. 3a, 3b und 3c
- eine weitere Variante in verschiedenen Ansichten und
- Fig. 4a, 4b und 4c
- eine zusätzliche Abwandlungsform.
[0022] In den Figuren ist eine Anschlagvorrichtung, nach dem Ausführungsbeispiel ein Verkürzungslasthaken
für Ketten 1 dargestellt. Bei der betreffenden Kette 1 handelt es sich um eine Rundgliederkette
mit Kettengliedern bzw. Längsgliedern 1a und Kettengliedern bzw. Quergliedern 1b.
Der dargestellte Verkürzungslasthaken setzt sich in seinem grundsätzlichen Aufbau
aus einem Haken 2 sowie zusätzlich einer an den Haken 2 angeschlossenen Verkürzungsklaue
3 zusammen.
[0023] Bei dem Haken 2 handelt es sich im Rahmen des Ausführungsbeispiels um einen Ösenhaken
2. Selbstverständlich kann der Haken 2 grundsätzlich auch als Gabelkopfhaken ausgeführt
sein. Jedenfalls nimmt der betreffende Haken 2 bzw. Lasthaken 2 Lasten auf, und zwar
solche, die zumeist mit der Kette 1 in Waage gebracht werden sollen.
[0024] Der Ösenhaken 2 ist mit einem federunterstützten Sicherungsblech 4 ausgerüstet, welches
nach seinem Einhängen in beispielsweise einen (ovalen) Aufhängkopf ein Herausgleiten
verhindert. Die Verkürzungsklaue 3 unterteilt die Kette 1 in einen Laststrang 5 sowie
einen Leerstrang 6. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels formt der Leerstrang 6 zumindest
teilweise einen Kettensack 6, weil sein Ende festgelegt ist und dadurch eine Schlaufe
bzw. einen Sack bildet. Laststrang 5 und Leerstrang bzw. Kettensack 6 weisen je nach
Anbringung der Verkürzungsklaue 3 bzw. der Anschlagvorrichtung im Ganzen an der Kette
1 eine variable Länge auf.
[0025] Im Rahmen der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 handelt es sich bei dem Ösenhaken
2 und der Verkürzungsklaue 3 um ein einstückiges Bauteil, nach dem Ausführungsbeispiel
ein Schmiedeteil. Es ist aber auch möglich, dass Ösenhaken 2 und Verkürzungsklaue
3 über zumindest ein Drehgelenk 7, 8, 9, 10 miteinander verbunden sind, wie dies in
den Fig. 3a bis 3c dargestellt ist. Dieses Drehgelenk 7, 8, 9, 10 wird im Rahmen des
Ausführungsbeispiels im Kern durch einen (Schrauben-)Bolzen 7 geformt, welcher zwei
unterseitig an die Verkürzungsklaue 3 anschließende Wangen 8 durchdringt. Zwischen
diesen beiden Wangen 8 wird der Ösenhaken 2 mit seinem Verlängerungssteg 9 aufgenommen,
der ebenfalls vom (Schrauben-)Bolzen 7 durchdrungen wird.
[0026] Der Verlängerungssteg 9 ist mit einem Schlitz 10 ausgerüstet, in welchen ein Längsglied
1c der Kette 1, und zwar das letzte Glied bzw. Kettenglied 1c des freien Endes des
Kettensackes 6 eintaucht. Auf diese Weise durchdringt der (Schrauben-)Bolzen 7 nicht
nur die beiden Wangen 8 und den Verlängerungssteg 9, sondern auch das betreffende
Glied bzw. Kettenglied lc.
[0027] Hierdurch fungiert der Bolzen 7 mit den übrigen Bauteilen 8, 9, 10 als Verbindungseinrichtung
7, 8, 9, 10, welche die Kette 1 an der Anschlagvorrichtung festlegt bzw. das freie
Ende des Kettensackes 6 fixiert. Gleichzeitig übernimmt die Verbindungseinrichtung
7, 8, 9, 10 bzw. ein Teil hiervon, nämlich die Wangen 8, der Verlängerungssteg 9 und
der (Schrauben-)Bolzen 7 die Funktion des Drehgelenkes 7, 8, 9, 10 zwischen Ösenhaken
2 und Verkürzungsklaue 3.
[0028] Die Verkürzungsklaue 3 verfügt zur variablen Festlegung der Kette 1 über einen Befestigungskopf
11, welcher das klauenseitige Ende des Laststranges 5 der Kette 1 aufnimmt. Dieser
Befestigungskopf 11 ist im Rahmen des Ausführungsbeispiels mit zwei Backen 12 mit
dazwischen liegendem Längsschlitz 13 ausgerüstet. Auf diese Weise wird das vorletzte
Längsglied 1a des Laststranges 5 der Kette 1 in dem betreffenden Längsschlitz 13 aufgenommen,
während das lastübertragene letzte Querglied 1b des Laststranges 5 gegen die beiden
Backen 12 anliegt.
[0029] Man erkennt, dass der Längsschlitz 13 laststrangseitig offen ausgebildet ist, d.
h. in Richtung auf den Laststrang 5 der Kette 1 keine Querstege, Bolzen etc. aufweist,
wie dies bei der WO 97/23406 A1 der Fall ist. Darüber hinaus macht das Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 4a bis 4c deutlich, dass das lastübertragende letzte Kettenglied 1b
des Laststranges 5 in einer von den beiden Backen 12 gebildeten Aufnahme 17 form schlüssig
aufgenommen wird. Tatsächlich setzt sich die Aufnahme 17 aus zwei gegenüberliegenden
Längsnuten 17a und 17b in den Backen 12 zusammen, die über eine vorgegebene Länge
1 verfügen. Diese Länge 1 entspricht im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach den Fig.
4a bis 4c im Wesentlichen der Hälfte der Länge des lastübertragenden letzten Kettengliedes
1b. Das ergibt sich insbesondere anhand der Schnittdarstellung in Fig. 4c im Bereich
des Längsschlitzes 13, während die Fig. 4a und 4b jeweils Frontansichten zum Gegenstand
haben.
[0030] Um nun die Länge des Laststranges 5 und folglich des Leerstranges 6 bzw. des daraus
gebildeten Kettensackes 6 zu verändern, muss lediglich das Längsglied 1a von den Backen
12 entfernt und die Kette 1 um eine Teilungslänge weiter oder zurück bis zur nächsten
Paarung Längsglied 1a/Querglied 1b bewegt und festgelegt werden. Das gelingt mit einer
Hand, während die andere Hand in diesem Zusammenhang eine nachfolgend noch näher zu
beschreibende Sicherungsvorrichtung 14 betätigt.
[0031] Im Rahmen der beschriebenen Konstellation legen der Längsschlitz 13 und die beiden
Backen 12 sowie die Längsglieder 1a eine Längsebene L fest, gegenüber welcher eine
durch den Ösenhaken 2 beschriebene Ebene in Querrichtung Q, d. h. im Wesentlichen
um 90° versetzt, verläuft. Das ist jedoch nicht zwingend.
[0032] Von besonderer Bedeutung ist jedoch, dass der Laststrang 5 im Wesentlichen in der
durch den Befestigungskopf 11 bzw. den Ösenhaken 2 aufgespannten Ebene Q angeordnet
ist, wie dies insbesondere die Fig. 4a bis 4c zeigen. Denn auf diese Weise pflanzen
sich an dem Laststrang 5 angreifende Kräfte in der Ebene Q fort und greifen mit Hilfe
des lastübertragenden letzten Kettengliedes 1b am Befestigungskopf 11 und folglich
der Anschlagvorrichtung im Ganzen und damit dem Haken 2 an, die alle in dieser Ebene
Q (und darüber hinaus praktisch noch auf einer Geraden) liegen. Das ist besonders
günstig für die Krafteinleitung, auch um etwaige Kippmomente zu vermeiden, die ansonsten
auf die Anschlagvorrichtung übertragen werden.
[0033] Zur Sicherung der Kette 1 an der Anschlagvorrichtung ist die bereits angesprochene
separate optionale Sicherungsvorrichtung 14 vorgesehen (vgl. Fig. 2 und 4). Hierbei
handelt es sich im Rahmen der Darstellung nach der Fig. 2 um einen in das lastübertragene
letzte Querglied 1b des Laststranges 5 eintauchenden federunterstützten Sicherungssteg
14. Dieser gewährleistet, dass sich die an den Backen 12 anlegende Kette 1 nicht unbeabsichtigt
von der Verkürzungsklaue 3 und damit der Anschlagvorrichtung insgesamt lösen kann.
[0034] In die gleiche Richtung zielt die Sicherungsvorrichtung 14 im Rahmen der Fig. 4,
bei welcher es sich um einen das vorletzte Kettenglied 1a gegen Herausfallen aus dem
Längsschlitz 13 blockierenden Sicherungsstift 14 handelt. Dieser Sicherungsstift 14
ist mit einer Einkerbung 18 ausgerüstet und nimmt federunterstützt die in der Fig.
4a gezeigte Stellung ein. Dann ist das vorletzte Kettenglied 1a des Laststranges 5
blockiert, so dass folgerichtig das letzte Kettenglied 1b die Aufnahme 17 aus den
beiden gegenüberliegenden Längsnuten bzw. Längsschlitzen 17a und 17b nicht verlassen
kann.
[0035] Wird dagegen der Sicherungsstift 14 gegen die Federkraft bewegt, und zwar in die
Position nach Fig. 4b, so wird die Einkerbung 18 mit dem Kettenglied 1a in Deckung
gebracht, so dass das letzte Kettenglied 1a nun nicht mehr im Längsschlitz 13 blockiert
wird, sondern vielmehr freikommt. Auf diese Weise kann durch simples Eindrücken des
Sicherungsstiftes 14 in eine Aufnahme 19 mit Hilfe einer Hand die gewünschte Länge
des Laststranges 5 und des Leerstranges 6 mit der anderen Hand hergestellt werden.
Das erleichtert die Bedienung enorm.
[0036] Anstelle des Sicherungssteges 14 bzw. des Sicherungsstiftes 14 ist es natürlich auch
denkbar, bei der Sicherungsvorrichtung 14 auf einen die beiden Backen 12 endseitig
mit dem Körper 15 der Verkürzungsklaue 3 verbindenden Stift oder Bolzen 16 zurückgreifen,
wie er strichpunktiert in der Fig. 3b angedeutet ist. Der Längsschlitz 13 bleibt in
diesem Fall selbstverständlich unverändert laststrangseitig offen.
1. Anschlagvorrichtung, insbesondere Verkürzungslasthaken, für Ketten (1), mit einem
Haken (2) und einer an den Haken (2) angeschlossenen Verkürzungsklaue (3), welche
die Kette (1) in einen Laststrang (5) sowie einen Leerstrang (6) jeweils variabler
Länge unterteilt, wobei
- die Verkürzungsklaue (3) einen das klauenseitige Ende des Laststranges (5) der Kette
(1) aufnehmenden Befestigungskopf (11) mit wenigstens zwei Backen (12) mit dazwischen
liegendem Längsschlitz (13) aufweist, und wobei
- das vorletzte Kettenglied (1a) des Laststranges (5) im laststrangseitig offenen
Längsschlitz (13) aufgenommen wird, während das lastübertragende letzte Kettenglied
(1b) des Laststranges (5) in einer von den beiden Backen (12) gebildeten Aufnahme
(17) formschtüssig aufgenommen wird und gegen die beiden Backen (12) anliegt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- sich die Aufnahme (17) aus zwei sich gegenüberliegenden Längsnut (17a, 17b) vorgegebener
Länge (I) mit parallelen Seitenwänden in Längserstreckung in den jeweiligen Backen
(12) zusammensetzt, wobei
- die beiden Längsnuten (17a, 17b) das lastübertragende letzte Kettenglied (1b) des
Laststranges (5) formschlüssig aufnehmen.
2. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (I) der beiden Längsnuten (17a, 17b) im Wesentlichen der Hälfte der Länge
des lastübertragenden letzten Kettengliedes (1b) entspricht.
3. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken (2) und die Verkürzungsklaue (3) ein einstückiges Bauteil, insbesondere
Schmiedeteil, formen.
4. Anschlagvorrichtung nach der Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken (2) und die Verkürzungsklaue (3) über zumindest ein Drehgelenk (7, 8, 9,
10) miteinander verbunden sind.
5. Anschlagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung der Kette (1) eine den Laststrang (5) an der Verkürzungsklaue (3) festlegende
Sicherungsvorrichtung (14) realisiert ist.
6. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtung (14) als das vorletzte Kettenglied (1a) und/oder das letzte
Kettenglied (1b) gegen Herausfallen aus der Verkürzungsklaue (3) blockierender Sicherungsstift
(14) ausgebildet ist.
7. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsstift (14) mit einer Einkerbung (18) ausgerüstet ist.
8. Anschlagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindungseinrichtung (7, 8, 9, 10) vorgesehen ist, welche das freie Ende des
Leerstranges (6) fixiert.
9. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (7, 8, 9, 10) einen das letzte Kettenglied (1c) des freien
Endes des Leerstranges (6) durchdringenden Bolzen (7) aufweist, welcher gleichzeitig
als Drehachse des Drehgelenkes (7, 8, 9, 10) zwischen Haken (2) und Verkürzungsklaue
(3) fungiert.
1. A holding device, particularly a shortening lifting hook for chains (1), including
a hook (2) and a shortening claw (3) which is attached to the hook (2) and separates
the chain (1) into a load line (5) and a free line (6) the length of each of which
is variable, wherein
- the shortening claw (3) is furnished with a securing head (11) that accommodates
the end of the load line (5) of the chain (1) on the claw side and has at least two
jaws (12) and a lengthwise slot (13) therebetween, and wherein
- the penultimate chain link (1a) of the load line (5) is accommodated in the lengthwise
slot (13) with an opening on the load line side, whereas the load-transferring last
link of the chain (1b) of the load line (5) is accommodated in positive locking manner
in a recess (17) formed by the two jaws (12) and lies flush with both jaws (12),
characterised in that
- the recess (17) is made up of two opposingly arranged longitudinal grooves (17a,
17b) with predetermined length (l) and having side walls that extend parallel in the
longitudinal direction in the respective jaws (12), wherein
- the two longitudinal grooves (17a, 17b) accommodate in positive locking manner the
load-transferring last chain link (1b) of the load line (5).
2. The holding device according to claim 1, characterised in that the length (l) of the two longitudinal grooves (17a, 17b) is essentially equal to
half that of the load-transferring last chain link (1b).
3. The holding device according to either of claims 1 or 2, characterised in that the hook (2) and the shortening claw (3) are an integral part, particularly a forged
part.
4. The holding device according to either of claims 1 or 2, characterised in that the hook (2) and the shortening claw (3) are connected with one another by at least
one swivel joint (7, 8, 9, 10).
5. The holding device according to any of claims 1 to 4, characterised in that a safety mechanism (14) securing the load line (5) to the shortening claw (3) is
provided to secure the chain (1).
6. The holding device according to claim 5, characterised in that a safety mechanism (14) conformed as the penultimate chain link (1a) and/or the last
chain link (1b) is conformed as a locking pin (14) to prevent it from falling out
of the shortening claw (3).
7. The holding device according to claim 6, characterised in that the locking pin (14) is furnished with a notch (18).
8. The holding device according to any of claims 1 to 7, characterised in that an attachment device (7, 8, 9, 10) is provided that secures the free end of the free
line (6).
9. The holding device according to claim 8, characterised in that the attachment device (7, 8, 9, 10) is furnished with a bolt (7) that passes through
the last chain link (1c) of the free end of the free line (6) and at the same time
functions as the axis of rotation for the swivel joint (7, 8, 9, 10) between hook
(2) and shortening claw (3).
1. Dispositif de butée, notamment crochet de levage de raccourcissement, pour chaînes
(1), avec un crochet (2) et une griffe de raccourcissement (3) raccordée au crochet
(2), laquelle divise la chaîne (1) en un tronçon de charge (5) ainsi qu'en un tronçon
vide (6) de longueur variable à chaque fois,
- la chaîne de raccourcissement (3) présentant une tête de fixation (11) recevant
l'extrémité du côté de la griffe du tronçon de charge (5) de la chaîne (1) avec au
moins deux mâchoires (12) avec une fente longitudinale (13) se trouvant entre elles,
et
- l'avant-dernier maillon de chaîne (la) du tronçon de charge (5) étant reçu dans
la fente longitudinale (13) ouverte du côté du tronçon de charge tandis que le dernier
maillon de chaîne (1b) transmettant une charge du tronçon de charge (5) est reçu par
conjugaison de formes dans un logement (17) formé par les deux mâchoires (12) et repose
contre les deux mâchoires (12),
caractérisé en ce que
- le logement (17) se compose de deux rainures longitudinales (17a, 17b) se faisant
face de longueur (l) prédéterminée avec des parois latérales parallèles dans le prolongement
longitudinal dans les mâchoires respectives (12),
- les deux rainures longitudinales (17a, 17b) recevant par conjugaison de formes le
dernier maillon de chaîne (1b) transmettant une charge du tronçon de charge (5).
2. Dispositif de butée selon la revendication 1, caractérisé en ce que la longueur (l) des deux rainures longitudinales (17a, 17b) correspond essentiellement
à la moitié de la longueur du dernier maillon de chaîne (1b) transmettant une charge.
3. Dispositif de butée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le crochet (2) et la griffe de raccourcissement (3) forment un composant d'une pièce,
notamment une pièce forgée.
4. Dispositif de butée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le crochet (2) et la griffe de raccourcissement (3) sont reliés ensemble par l'intermédiaire
d'au moins une articulation rotative (7, 8, 9, 10).
5. Dispositif de butée selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'en vue de sécuriser la chaîne (1), un dispositif de sécurité (14) fixant le tronçon
de charge (5) sur la griffe de raccourcissement (3) est réalisé.
6. Dispositif de butée selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de sécurité (14) est réalisé en tant que l'avant-dernier maillon de
chaîne (1a) et/ou le dernier maillon de chaîne (1b) contre une chute de la tige de
sécurité (14) bloquant la griffe de raccourcissement (3).
7. Dispositif de butée selon la revendication 6, caractérisé en ce que la tige de sécurité (14) est équipée d'une entaille (18).
8. Dispositif de butée selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un dispositif de liaison (7, 8, 9, 10) est prévu, lequel fixe l'extrémité libre du
tronçon vide (6).
9. Dispositif de butée selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif de liaison (7, 8, 9, 10) présente un boulon (7) traversant le dernier
maillon de chaîne (1c) de l'extrémité libre du tronçon vide (6), lequel fonctionne
simultanément en tant qu'axe de rotation de l'articulation rotative (7, 8, 9, 10)
entre le crochet (2) et la griffe de raccourcissement (3).