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(11) |
EP 1 301 427 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.12.2003 Patentblatt 2003/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.07.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65H 35/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0107/868 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0200/8102 (31.01.2002 Gazette 2002/05) |
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ABKLEBEWERKZEUG UND VERFAHREN ZUM AUTOMATISIERTEN, SERIENMÄSSIGEN APPLIZIEREN VON
KLEBEBAND
ADHESIVE APPLICATION TOOL AND METHOD FOR THE AUTOMATED AND SERIAL APPLICATION OF ADHESIVE
TAPE
OUTIL DE DEVIDAGE ET D'APPLICATION D'ADHESIFS ET PROCEDE D'APPLICATION AUTOMATISEE
EN SERIE DE BANDES ADHESIVES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
20.07.2000 DE 10035236
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.04.2003 Patentblatt 2003/16 |
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Patentinhaber: DaimlerChrysler AG |
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70567 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- HABISREITINGER, Uwe
72290 Lo burg (DE)
- NORDMANN, Bernhard
71034 Böblingen (DE)
- WALTER, Wolfram
73765 Neuhausen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 193 626 GB-A- 2 325 453
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DE-A- 19 809 515 US-A- 5 615 531
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 018, no. 576 (M-1697), 4. November 1994 (1994-11-04)
-& JP 06 211410 A (LINTEC CORP), 2. August 1994 (1994-08-02)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abklebewerkzeug zum automatisierten, serienmäßigen
Applizieren von Klebeband, insbesondere auf Oberflächenpartien von Fahrzeugkarosserien,
sowie ein Verfahren zum automatisierten, serienmäßigen Applizieren von Klebeband mittels
eines robotergesteuerten gattungsgemäßen Abklebewerkzeugs gemäß den Oberbegriffen
der Ansprüche 1 bzw. 8, wie beides aus der gattungsbildend zugrundegelegten JP 06211410
A als bekannt hervorgeht.
[0002] Aus der JP 06211410 A ist ein Abklebewerkzeug bekannt, das zum automatisierten, serienmäßigen
Applizieren von Klebeband, insbesondere auf Oberflächenpartien von Fahrzeug-Karosserien
vorgesehen ist. Das Abklebewerkzeug weist eine Halterung für eine Klebebandrolle mit
zu applizierendem Klebeband, eine Applizierwalze zum Anbringen von von der Klebebandrolle
abgezogenem Klebeband und eine der Applizierwalze vorgeordneten Halteeinrichtung zum
Bereithalten von von der Klebebandrolle abgezogenem Klebeband zwischen zwei Appliziervorgängen
auf, wobei die Halteeinrichtung darüber hinaus zum Andrücken von bereitgehaltenem
Klebeband auf der zu beklebenden Oberfläche zum Einleiten eines Appliziervorganges
dient. Des weiteren ist eine Übernahme vorgesehen, mittels der von von der Halteeinrichtung
angedrücktem Klebeband nach Vorwärtsbewegen des Abklebewerkzeuges durch die Applizierwalze,
die im wesentlichen senkrecht zu der Ebene des angedrückten Klebebands in Richtung
(y) des Klebebandes ausfahrbar ist. Mit dem Klebewerkzeug wird von der Klebebandrolle
abgezogenes Klebeband mittels der Halteeinrichtung des Abklebewerkzeuges auf eine
zu beklebende Oberfläche aufgedrückt und das Halten an der Halteeinrichtung aufgehoben.
Das Abklebewerkzeug wird einige Zentimeter in Beklebungsrichtung (x) bewegt, die der
Halteeinrichtung nachgeordnete Applizierwalze des Abklebewerkzeuges in Richtung (y)
des Klebebandes ausgefahren, bis die Applizierwalze das Klebeband beaufschlägt und
an die zu beklebende Oberfläche drückt. Ferner wird das Abklebewerkzeug um die gewünschte
Länge der Beklebung bewegt, wobei die Halteeinrichtung einen im Bereich der Halteeinrichtung
liegenden Klebebandabschnitt hält. Das Klebeband wird dann zwischen Halteeinrichtung
und Applizierwalze durchtrennt und die Applizierwalze (28) wieder eingefahren.
[0003] In der Serienfertigung vieler Fahrzeughersteller müssen die Fahrzeuge für den Versand
derart präpariert werden, daß sie keinen Schaden nehmen, insbesondere daß die Lackierung
durch Transport- und Witterungseinflüsse nicht beeinträchtigt wird. Hierzu werden
die Karosserien in ihren witterungs- und ablagerungsgefährdeten, im wesentlichen horizontal
liegenden Oberflächenpartien mit selbsthaftenden Folien geschützt. Aus der DE 198
09 515 A1 ist ein automatisiertes, robotergesteuertes Applizieren von selbsthaftender
Schutzfolie auf Karosserien für den Schutz von Fahrzeugen bekannt. Im Rahmen des Applizierens
der Schutzfolien auf Teile der Fahrzeugkarosserie werden Windangriffskanten der aufgebrachten
Folien mit einem schmaleren Sicherungsklebeband abgeklebt. Hierzu ist aus der DE 198
09 515 A1 bekannt, ein (ebenfalls robotergesteuertes) Abklebewerkzeug zu verwenden,
das über zwei Halterungen für jeweils eine Rolle mit Folienmaterial und eine Rolle
mit Sicherungsklebeband verfügt. Zum definierten Abziehen ist jeder Rolle eine Tänzerwalze
zugeordnet. Für jedes Band sind Bandhalter vorgesehen sowie den Bandhaltern nachgeordnete
Abschneideeinheiten. Unterhalb der Abschneideeinheiten sind ein Bandgreifer sowie
eine Andrückrolle vorgesehen. Zum Applizieren von Klebeband (oder Folienstreifen)
wird das jeweils gewünschte Band mit dem Bandgreifer am Bandanfang gegriffen und dann
derart um die Andrückrolle geführt, daß die klebende Seite des gegriffenen Bandes
nach außen zeigt. Nun kann das Abklebewerkzeug mit der Andrückrolle auf den zu beklebenden
Karosserieabschnitt abgesenkt werden, so daß der um die Andrückrolle anliegende Bandanfang
mit seiner klebenden Seite an der Karosserie anliegt und anhaftet. Daraufhin läßt
der Bandgreifer das Band los und fährt in seine Ruhestellung zurück. Durch leichtes
Rückwärtsfahren des Abklebewerkzeugs bzw. der Andrückrolle wird der Bandanfang paßgerecht
angedrückt. Anschließend fährt das Abklebewerkzeug vorwärts über die Karosserie und
drückt über die Andrückrolle das Band auf die Karosserie auf. Die Andrückrolle ist
vorteilhafterweise tänzelnd aufgehängt, um den notwendigen Anpreßdruck zu erzielen,
der Karosseriekontur optimal folgen zu können und Karosserietoleranzen auszugleichen.
Nach Aufbringen der gewünschten Bandlänge abzüglich eines zu berücksichtigenden Abschneidenachlaufs
wird das Band mit der Abschneideeinheit paßgenau abgeschnitten und der Abschneidenachlauf
wird durch weiteres Vorwärtsfahren der Andrückrolle angedrückt. Anschließend greift
der Bandgreifer den Bandanfang des nächsten erforderlichen Bandes und der Applizierzyklus
beginnt von neuem.
[0004] Demgegenüber wird erfindungsgemäß ein Abklebewerkzeug zum automatisierten, serienmäßigen
Applizieren von Klebeband mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum
automatisierten, serienmäßigen Applizieren von Klebeband mit den Merkmalen des Anspruchs
8 vorgeschlagen.
[0005] Demnach wird erfindungsgemäß ein Abklebewerkzeug mit einer Halterung für eine Klebebandrolle
mit zu applizierendem Klebeband, einer Applizierwalze zum Anbringen von von der Klebebandrolle
abgezogenem Klebeband sowie einer der Applizierwalze vorgeordneten Halteeinrichtung
zum Bereithalten von von der Klebebandrolle abgezogenen Klebeband zwischen zwei Appliziervorgängen
vorgeschlagen, bei dem die Halteeinrichtung darüber hinaus zum Andrücken von bereitgehaltenem
Klebeband auf der zu beklebenden Fläche zum Einleiten eines Appliziervorganges dient,
wobei eine Übernahme von von der Halteeinrichtung angedrücktem Klebeband nach Vorwärtsbewegen
des Abklebewerkzeuges durch die Applizierwalze erfolgt, die im wesentlichen senkrecht
zu der Ebene des angedrückten Klebebands in Richtung des Klebebands ausfahrbar ist,
wobei die Halteeinrichtung Klebeband mittels Unterdruckbeaufschlagung hält.
[0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Halteeinrichtung eine Anlage- und
Andrückfläche auf, an der von der Klebebandrolle abgezogenes Klebeband anliegt und
mittels der ein Andrücken des Klebebands auf der zu beklebenden Fläche zum Einleiten
eines Appliziervorganges erfolgt.
[0007] In besonders vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weist die Anlage- und Andrückfläche
der Halteeinrichtung mehrere Öffnungen zur Unterdruckbeaufschlagung sowie eine Beschichtung
aus nachgiebigem, flexiblem Material wie Weichgummi auf.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen Halteeinrichtung und Applizierwalze
eine Schneideinrichtung vorgesehen, die im wesentlichen senkrecht zur Ebene des Klebebands
in eine das Klebeband beaufschlagende und durchtrennende Position verstellbar ist.
Vorzugsweise umfaßt die Schneideinrichtung einen aufheizbaren Draht.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich durch die folgenden Schritte aus:
- Aufdrücken von von einer Klebebandrolle abgezogenem Klebeband auf eine zu beklebende
Oberfläche mittels einer Halteeinrichtung des Abklebewerkzeugs,
- Beenden des Haltens des Klebebands an der Halteeinrichtung,
- Bewegen des Abklebewerkzeugs um einige Zentimeter in Beklebungsrichtung,
- Ausfahren einer der Halteeinrichtung nachgeordneten Applizierwalze des Abklebewerkzeugs
in Richtung des Klebebands bis die Applizierwalze das Klebeband beaufschlägt und an
die zu beklebende Oberfläche drückt,
- Bewegen des Abklebewerkzeugs um die gewünschte Länge der Beklebung,
- Neigen des Abklebewerkzeugs,
- Wiederaufnehmen des Haltens durch die Halteeinrichtung von im Bereich der Halteeinrichtung
liegendem Klebeband,
- Durchtrennen des Klebebands zwischen Halteeinrichtung und Applizierwalze,
- Einfahren der Applizierwalze,
wobei die Halteeinrichtung Klebeband mittels Unterdruckbeaufschlagung hält.
[0010] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird nach dem Durchtrennen des Klebebands
und vor dem Einfahren der Applizierwalze das Ende des applizierten Klebebandabschnitts
mit der Applizierwalze festgewalzt.
[0011] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die Anpreßkraft, mit der das Klebeband
auf den zu beklebenden Karosserieabschnitt angedrückt wird, in ihrer Größe variier-
bzw. steuerbar. Die Steuerung der Anpreßkraft erfolgt vorteilhafterweise in Abhängigkeit
der jeweiligen Anforderung an die Klebverbindung, d.h. Klebkraft des zu applizierenden
Klebebands, Oberflächenbeschaffenheit des zu beklebenden Karosserieabschnitts u. dgl.
Die Steuerung der Anpreßkraft erfolgt vorzugsweise über ein Proportionalventil, das
über die Robotersteuerung gesteuert wird. Das kraftgesteuerte Andrücken des Klebebands
erfolgt erfindungsgemäß mittels der Applizierwalze und/oder der Anlage- und Andrückfläche.
[0012] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und der beiliegenden Zeichnung.
[0013] Die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale sind nicht
nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung verwendbar.
[0014] Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung schematisch
dargestellt und wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine stark schematisierte Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Abklebewerkzeugs
in Draufsicht.
- Fig. 2
- zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Abklebewerkzeugs ohne
eingelegte Klebebandrolle.
[0015] Fig. 1 zeigt eine stark schematisierte Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen
Abklebewerkzeugs zur Veranschaulichung dessen Funktionsweise, während Fig. 2 eine
perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Abklebewerkzeugs (ohne eingelegte
Klebebandrolle) zeigt.
[0016] Das erfindungsgemäße Abklebewerkzeug 10 umfaßt eine Halterung 12 für eine Klebebandrolle
14 sowie eine Anpreßrolle 16, die bei eingelegter Klebebandrolle 14 diese an deren
Mantelfläche (bei parallelen Mittelachsen) beaufschlägt und zum definierten Abziehen
von Klebeband von der Klebebandrolle 14 dient. Von der Klebebandrolle 14 abgezogenes
Klebeband 15 wird derart um die Anpreßrolle 16 und um eine stromabwärts angeordnete
Führungs- und Umlenkrolle 18 gelenkt, daß die klebende Seite des Klebebands 15 nach
außen, d.h. vom Abklebewerkzeug 10 weg weist.
[0017] Mit der Führungs- und Umlenkrolle 18 wird das Klebeband 15 umgelenkt und vor eine
Halteeinrichtung 20 geführt, bei der es sich um eine Unterdruck- bzw. Vakuumeinheit
handelt. Die zum Klebeband 15 weisende Seite der Halteeinrichtung 20 ist als Anlage-
und Andrückfläche 22 ausgebildet, die eine Beschichtung aus nachgiebigem, flexiblem
Material (wie beispielsweise Weichgummi) aufweist und in der mehrere Öffnungen vorgesehen
sind, durch welche eine Unterdruckbeaufschlagung des vor der Anlage- und Andrückfläche
22 geführten Klebebands 15 erfolgt.
[0018] Des weiteren ist eine der Halteeinrichtung 20 (in Abziehrichtung des Klebebands)
nachgeordnete Applizierwalze 28 vorgesehen. Die Applizierwalze 28 dient zum Aufwalzen
des Klebebands auf eine zu beklebende Oberfläche, insbesondere eine Oberflächenpartie
einer Kraftfahrzeugkarosserie.
[0019] Zwischen der Halteeinrichtung 20 und der Applizierwalze 28 ist weiterhin eine Schneideinrichtung
24 vorgesehen, die an ihrem zum Klebeband 15 weisenden Ende einen aufheizbaren Draht
26 umfaßt.
[0020] Sowohl die Applizierwalze 28 als auch die Schneideinrichtung 24 sind in der y-Richtung
des Roboterkoordinatensystems (vgl. Fig. 1), d.h. in der Richtung senkrecht zur Ebene
des an der Halteeinrichtung 20 bereitgehaltenen Klebebands, frei beweglich verstellbar.
Vorzugsweise ist auch die Halteeinrichtung 20 in dieser Richtung verstellbar ausgeführt.
[0021] Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Abklebewerkzeugs ist wie folgt:
[0022] Vor einem Appliziervorgang ist von der Klebebandrolle 14 abgezogenes Klebeband 15
um die Anpreßrolle 16 und die Führungsund Umlenkrolle 18 vor der Halteeinrichtung
20 vorbei bis zu der in der Fig. 1 mit dem Pfeil P gekennzeichneten Stelle unterhalb
der Schneideinrichtung 24 geführt und wird von der Halteeinrichtung 20 mittels Unterdruck-
bzw. Vakuumbeaufschlagung an der Anlage- und Andrückfläche 22 gehalten.
[0023] Zum Einleiten des Appliziervorgangs setzt der Roboterarm das Abklebewerkzeug 10 in
y-Richtung derart auf der zu beklebenden Oberfläche auf, daß das Klebeband 15 unterhalb
der Anlage- und Andrückfläche 22 auf die zu beklebende Oberfläche aufgesetzt wird
und dort anklebt. Aufgrund der Beschichtung der Anlageund Andrückfläche mit einem
nachgiebigem, flexiblem Material kann seitens des Roboters ein leichter Druck ausgeübt
werden, ohne daß eine Beschädigung der zu beklebenden Oberfläche erfolgt. Außerdem
können auf diese Weise Oberflächentoleranzen in der zu beklebenden Oberfläche ausgeglichen
werden.
[0024] Als nächstes wird die Unterdruck- bzw. Vakuumbeaufschlagung der Halteeinrichtung
20 ausgeschaltet, so daß das Klebeband 15 an der Anlage- und Andrückfläche nicht mehr
gehalten wird. Zur Verbesserung des "Loslaß-Effekts" kann eine Druckumkehr beispielsweise
in Form von leichter Überdruckbeaufschlagung oder eines Abblasens erfolgen.
[0025] Dann bewegt der Roboter das Abklebewerkzeug 10 in Beklebungsrichtung, d.h. im wesentlichen
in x-Richtung, entlang der zu beklebenden Oberfläche. Diese Bewegung erfolgt lediglich
um einige Zentimeter, und zwar so lange, bis sich die Applizierwalze 28 oberhalb des
aufgeklebten Klebebands befindet. Dann wird die der Halteeinrichtung 20 nachgeordnete
Applizierwalze 28 in Richtung des Klebebandes ausgefahren, bis sie das Klebeband 15
beaufschlägt und an die zu beklebende Oberfläche drückt. Die Bewegbarkeit der Applizierwalze
28 ist in der Fig. 1 durch den eingezeichneten Doppelpfeil veranschaulicht. Das Ausfahren
der Applizierwalze 28 ist derart eingestellt, daß die Applizierwalze 28 in ihrer Endstellung
weiter herausragt als die Anlage- und Andrückfläche 22 der Halteeinrichtung 20. Dies
wird entweder dadurch erzielt, daß die Applizierwalze 28 um eine entsprechende Strecke
ausgefahren wird, oder dadurch, daß die Halteeinrichtung 20 etwas zurückgefahren wird,
falls sie - wie vorstehend beschrieben - verstellbar ausgeführt ist.
[0026] Als nächstes wird das Abklebewerkzeug 10 um die gewünschte Länge der Beklebung in
Beklebungsrichtung bewegt, wobei die Applizierwalze 28, die vorteilhafterweise eine
weiche Beschichtung aufweist, das Klebeband 15 auf die zu beklebende Oberfläche aufdrückt.
[0027] Sobald die gewünschte Klebelänge erreicht ist (abzüglich einer Überfahrt), neigt
der Roboter das Abklebewerkzeug vorzugsweise derart, daß die Führungs- und Umlenkrolle
18 gegenüber der Applizierwalze 28 angehoben wird, und die Haltefunktion der Halteeinrichtung
20 wird durch Einschalten der Unterdruckbeaufschlagung wieder aktiviert. Dann verfährt
die Schneideinrichtung 24 in y-Richtung (vgl. eingezeichneten Doppelpfeil), d.h. im
wesentlichen senkrecht zur Ebene des Klebebands, in eine das Klebeband 15 beaufschlagende
und durchtrennende Position, wobei das Durchtrennen durch ein Aufheizen des Drahtes
26 erzielt wird, und fährt dann wieder zurück.
[0028] Als letzter Schritt des Appliziervorgangs wird das Ende des applizierten Klebebandabschnitts
mit der Applizierwalze 28 festgewalzt und die Applizierwalze 28 wird wieder eingefahren.
[0029] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Abklebewerkzeugs gestattet einen vereinfachten
Aufbau, da das Halten und Andrücken des Klebebands mit einer einzigen Halteeinrichtung
mit Kombinationsfunktion erfolgt. Insbesondere sind keine separaten Mittel zum Halten,
Greifen und Zuführen des freien Klebebandendes an eine Applizierwalze notwendig. Der
vereinfachte Aufbau des erfindungsgemäßen Abklebewerkzeugs führt auch zu einer Vereinfachung
des Appliziervorgangs, bei dem insbesondere die Zeiten zwischen zwei Appliziervorgängen
verkürzt werden können, da das freie Klebebandende sich bereits an der Andrückfläche
befindet, mit der es auf die zu beklebende Oberfläche aufgedrückt wird. Das erfindungsgemäße
Abklebewerkzeug ermöglicht somit ein zeitoptimiertes, prozeßsicheres automatisiertes
Applizieren von Bändern, insbesondere Klebebändern, auch auf empfindlichen Flächen.
1. Abklebewerkzeug (10) zum automatisierten, serienmäßigen Applizieren von Klebeband,
insbesondere auf Oberflächenpartien von Fahrzeug-Karosserien, mit einer Halterung
(12) für eine Klebebandrolle (14) mit zu applizierendem Klebeband (15), einer Applizierwalze
(28) zum Anbringen von von der Klebebandrolle (14), abgezogenem Klebeband (15) und
einer der Applizierwalze (28) vorgeordneten Halteeinrichtung (20) zum Bereithalten
von von der Klebebandrolle (14) abgezogenem Klebeband (15) zwischen zwei Appliziervorgängen,
wobei die Halteeinrichtung (20) darüber hinaus zum Andrücken von bereitgehaltenem
Klebeband (15) auf der zu beklebenden Oberfläche zum Einleiten eines Appliziervorganges
dient und eine Übernahme von von der Halteeinrichtung (20) angedrücktem Klebeband
nach Vorwärtsbewegen des Abklebewerkzeuges (10) durch die Applizierwalze (28) erfolgt,
die im wesentlichen senkrecht zu der Ebene des angedrückten Klebebands (15) in Richtung
(y) des Klebebandes ausfahrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halteeinrichtung (20) das Klebeband (15) mittels Unterdruckbeaufschlagung hält.
2. Abklebewerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halteeinrichtung (20) eine Anlage- und Andrückfläche (22) aufweist, an der von
der Klebebandrolle (14) abgezogenes Klebeband (15) anliegt und mittels der ein Andrücken
des Klebebands (15) auf der zu beklebenden Oberfläche zum Einleiten eines Appliziervorganges
erfolgt.
3. Abklebewerkzeug nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel zur Steuerung der Anpreßkraft des Klebebands (15) vorgesehen sind.
4. Abklebewerkzeug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerung der Anpreßkraft über ein Proportionalventil erfolgt.
5. Abklebewerkzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlage- und Andrückfläche (22) mehrere Öffnungen zur Unterdruckbeaufschlagung
sowie eine Beschichtung aus nachgiebigem, flexiblem Material wie Weichgummi aufweist.
6. Abklebewerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine zwischen Halteeinrichtung (20) und Applizierwalze (28) angeordnete Schneideinrichtung
(24) vorgesehen ist, die im wesentlichen senkrecht zur Ebene des Klebebandes in eine
das Klebeband (15) beaufschlagende und durchtrennende Position verstellbar ist.
7. Abklebewerkzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneideinrichtung (24) einen aufheizbaren Draht (26) umfaßt.
8. Verfahren zum automatisierten, serienmäßigen Applizieren von Klebeband, insbesondere
auf Oberflächenpartien von Fahrzeug-Karosserien, mittels eines robotergesteuerten
Abklebewerkzeuges (10) insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem von
einer Klebebandrolle (14) abgezogenes Klebeband (15) mittels einer Halteeinrichtung
(20) des Abklebewerkzeuges (10) auf eine zu beklebende Oberfläche aufgedrückt und
das Halten an der Halteeinrichtung (20) aufgehoben wird, das Abklebewerkzeug einige
Zentimeter in Beklebungsrichtung (x) bewegt wird, eine der Halteeinrichtung (20) nachgeordnete
Applizierwalze (28) des Abklebewerkzeuges (10) in Richtung (y) des Klebebandes (15)
ausgefahren wird, bis die Applizierwalze (28) das Klebeband beaufschlägt und an die
zu beklebende Oberfläche drückt, das Abklebewerkzeug (10) um die gewünschte Länge
der Beklebung bewegt wird und die Halteeinrichtung (20) einen im Bereich der Halteeinrichtung
(20) liegenden Klebebandabschnitt hält, das Klebeband (15) zwischen Halteeinrichtung
(20) und Applizierwalze (28) durchtrennt und die Applizierwalze (28) wieder eingefahren
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Klebeband (15) von der Halteeinrichtung (20) mittels Unterdruckbeaufschlagung
gehalten wird und dass das Abklebewerkzeug (10) vor dem Durchtrennen des Klebebandes
(15) geneigt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Durchtrennen des Klebebandes und vor dem Einfahren der Applizierwalze (28)
das Ende des applizierten Klebebandabschnittes mit der Applizierwalze (28) festgewalzt
wird.
1. A masking tool (10) for the automated series application of adhesive tape, in particular
to parts of the surface of the body shells of vehicles, having a holder (12) for a
roll (14) of adhesive tape with adhesive tape (15) to be applied, an applicator roller
(28) for the application of adhesive tape (15) pulled off the roll (14) of adhesive
tape and a holding device (20) positioned before the applicator roller (28) to hold
ready adhesive tape (15) pulled off the roll (14) of adhesive tape between two application
process, the holding device (20) also serving to press adhesive tape (15) held ready
onto the surface to be taped in order to initiate an application process and, after
the masking tool (10) has moved forward, the applicator roller (28) taking over adhesive
tape pressed into place by the holding device (20), it being possible to extend the
applicator roller (28) essentially vertically to the plane of the pressed adhesive
tape (15) in the direction (y) of the adhesive tape,
characterised in that
the holding device (20) holds the adhesive tape (15) by means of the application of
underpressure.
2. A masking tool in accordance with claim 1,
characterised in that
the holding device (20) has a bearing and pressure surface (22) adjacent to which
lies adhesive tape (15) pulled off the roll (14) of adhesive tape and by means of
which the adhesive tape (15) is pressed onto the surface to be taped in order to initiate
an application process.
3. A masking tool in accordance with claim 2,
characterised in that
means are provided for controlling the force with which the adhesive tape (15) is
applied.
4. A masking tool in accordance with claim 3,
characterised in that
the application force is controlled by means of a proportional valve.
5. A masking tool in accordance with one of claims 2 to 4,
characterised in that
the bearing and pressure surface (22) has several openings for the application of
underpressure and a coating made of an elastic, flexible material such as soft rubber.
6. A masking tool in accordance with one of claims 1 to 5,
characterised in that
provided between the holding device (20) and the applicator roller (28) is a cutting
device (24) which can be adjusted essentially vertically in relation to the plane
of the adhesive tape into a position in which it hits and separates the adhesives
tape (15).
7. A masking tool in accordance with claim 6,
characterised in that
the cutting device (24) comprises a heatable wire (26).
8. A process for the automated series application of adhesive tape, in particular to
parts of the surface of the body shells of vehicles, by means of a robot-controlled
masking tool (10) in particular in accordance with one of claims 1 to 7 in which adhesive
tape (15) pulled off a roll (14) of adhesive tape is pressed onto a surface to be
taped by means of a holding device (20) on the masking tool (10) and released from
the holding device (20), the masking tool is moved a few centimetres in the direction
of taping (x), an applicator roller (28) on the masking tool (10) positioned after
the holding device (20) is extended in the direction (y) of the adhesive tape (15)
until the applicator roller (28) hits the adhesive tape (15) and presses it against
the surface to be taped, the masking tool (10) is moved by the desired length of taping
and the holding device (20) holds a section of adhesive tape located in the area of
the holding device (20), the adhesive tape (15) is separated between the holding device
(20) and the applicator roller (28) and the applicator roller (28) is retracted again,
characterised in that
the adhesive tape (15) is held by the holding device (20) by means of the application
of underpressure and the masking tool (10) is angled prior to the separation of the
adhesive tape (15).
9. A process in accordance with claim 8,
characterised in that
following the separation of the adhesive tape and prior to the retraction of the applicator
roller (28) the end of the applied section of adhesive tape is rolled securely into
place by the applicator roller (28).
1. Outil d'encollage (10) pour l'application automatisée en série de ruban adhésif, en
particulier sur des parties de surfaces de carrosseries de véhicule, avec une fixation
(12) pour une bobine de ruban adhésif (14) avec le ruban adhésif (15) à appliquer,
un rouleau d'application (28) pour appliquer le ruban adhésif (15) débobiné de la
bobine de ruban adhésif (14) et un dispositif de maintien (20) en amont du rouleau
d'application (28) pour préparer le ruban adhésif (15) débobiné de la bobine de ruban
adhésif (14) entre deux processus d'application, moyennant quoi le dispositif de maintien
(20) sert en outre pour la pression du ruban adhésif (15) préparé sur la surface à
encoller pour engager un processus d'application, et une prise en charge par le rouleau
d'application (28) du ruban adhésif pressé par le dispositif de maintien (20) s'effectue
après le mouvement vers l'avant de l'outil d'encollage (10), qui est essentiellement
déployable dans la direction (y) vers le ruban adhésif, perpendiculairement au plan
du ruban adhésif (15) pressé,
caractérisé en ce que
le dispositif de maintien (20) maintient le ruban adhésif (15) en le soumettant
à un vide.
2. Outil d'encollage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de maintien (20) comprend une surface d'appui et de pression (22),
sur laquelle s'appuie le ruban adhésif (15) débobiné de la bobine de ruban adhésif
(14) et au moyen de laquelle s'effectue une pression du ruban adhésif (15) sur la
surface à encoller pour engager un processus d'application.
3. Outil d'encollage selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
des moyens sont prévus pour la commande de la force de pression du ruban adhésif
(15).
4. Outil d'encollage selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la commande de la force de pression s'effectue par l'intermédiaire d'une valve
à effet proportionnel.
5. Outil d'encollage selon l'une quelconque des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce que
la surface d'application et de pression (22) comporte plusieurs orifices pour la
mise sous vide ainsi qu'un revêtement en matériau déformable flexible comme du caoutchouc
tendre.
6. Outil d'encollage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
un dispositif de coupe (24) disposé entre le dispositif de maintien (20) et le
rouleau d'application (28) est prévu, qui est réglable essentiellement perpendiculairement
au plan du ruban adhésif dans une position agissant sur le ruban adhésif (15) et le
sectionnant.
7. Outil d'encollage selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le dispositif de coupe (24) comprend un fil métallique chauffant (26) .
8. Procédé pour l'application automatisée, en série de ruban adhésif, en particulier
sur des parties de surface de carrosseries d'automobile, au moyen d'un outil d'encollage
(10) commandé par robot, en particulier selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, pour lequel du ruban adhésif (15) tiré d'une bobine de ruban adhésif (14) est
pressé au moyen d'un dispositif de maintien (20) de l'outil d'encollage (10) sur une
surface à encoller, et pour lequel le maintien sur le dispositif de maintien (20)
est annulé, l'outil d'encollage est déplacé de quelques centimètres dans la direction
de l'encollage (x), un rouleau d'application (28) de l'outil d'encollage (10) disposé
en aval du dispositif de maintien (20) est déployé dans la direction (y) du ruban
adhésif (15), jusqu'à ce que le rouleau d'application (28) agisse sur le ruban adhésif
et le presse sur la surface à encoller, que l'outil d'encollage (10) soit déplacé
de la longueur désirée de l'encollage et que le dispositif de maintien (20) maintienne
un tronçon de ruban adhésif se trouvant dans la zone du dispositif de maintien (20),
sectionne le ruban adhésif (15) entre le dispositif de maintien (20) et le rouleau
d'application (28), et que le rouleau d'application (28) soit de nouveau rétracté,
caractérisé en ce que
le ruban adhésif (15) est maintenu par le dispositif de maintien (20) au moyen
d'une mise sous vide, et en ce que l'outil d'encollage (10) est incliné avant le sectionnement du ruban adhésif (15).
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
après le sectionnement du ruban adhésif, et avant la rétraction du rouleau d'application
(28), l'extrémité du tronçon de ruban adhésif appliqué est pressée par le rouleau
d'application (28).

