| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 301 706 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
08.03.2006 Patentblatt 2006/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.02.2001 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2001/000461 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2001/081760 (01.11.2001 Gazette 2001/44) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUM STARTEN EINER MEHRZYLINDRIGEN BRENNKRAFTMASCHINE
METHOD FOR STARTING A MULTI-CYLINDER INTERNAL COMBUSTION ENGINE
PROCEDE POUR DEMARRER UN MOTEUR A COMBUSTION INTERNE A PLUSIEURS CYLINDRES
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR IT |
| (30) |
Priorität: |
22.04.2000 DE 10020104
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
16.04.2003 Patentblatt 2003/16 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- BRUEGGEN, Gerhard
72181 Starzach (DE)
- BENNINGER, Nikolaus
71665 Vaihingen (DE)
- SIEBER, Udo
74321 Bietigheim (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-99/20882 US-A- 6 050 232
|
US-A- 5 219 397
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 012, no. 478 (M-775), 14. Dezember 1988 (1988-12-14)
& JP 63 198779 A (SHIGERU TAKEUCHI), 17. August 1988 (1988-08-17)
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Starten einer mehrzylindrigen
Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs, wobei die Stellung eines Kolbens
in einem Zylinder der Brennkraftmaschine ermittelt wird. Es wird Kraftstoff in einen
Brennraum desjenigen Zylinders eingespritzt, dessen Kolben sich in einer Arbeitsphase
befindet.
[0002] Die Erfindung betrifft außerdem eine mehrzylindrige Brennkraftmaschine insbesondere
eines Kraftfahrzeugs. Die Brennkraftmaschine umfasst eine Detektorvorrichtung zur
Ermittlung der Stellung eines Kolbens in einem Zylinder der Brennkraftmaschine und
ein Kraftstoffzumesssystem zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum desjenigen
Zylinders, dessen Kolben sich in einer Arbeitsphase befindet. Schließlich betrifft
die vorliegende Erfindung auch ein Steuergerät für eine derartige mehrzylindrige Brennkraftmaschine
insbesondere eines Kraftfahrzeugs.
[0003] Ein Verfahren zum Starten einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine der eingangs genannten
Art ist beispielsweise aus der DE 31 17 144 A1 bekannt. Das dort beschriebene Verfahren
arbeitet ohne einen elektromotorischen Anlasser. Bei stillstehender Brennkraftmaschine
wird dabei in den Brennraum eines oder mehrerer Zylinder, deren Kolben sich in der
Arbeitsphase befinden, eine für eine Verbrennung notwendige Menge an Kraftstoff eingespritzt
und gezündet. Danach wird jeweils in den Brennraum des oder der Zylinder, deren Kolben
den nächsten Arbeitstakt ausführen, Kraftstoff eingespritzt und gezündet, sobald die
betreffenden Kolben die Arbeitsstellung erreicht haben. Auf diese Weise kann die Brennkraftmaschine
ohne einen elektrischen Anlasser und die damit notwendigerweise verbundenen Bauteile
ausgebildet werden. Zudem kann ein Akkumulator der Brennkraftmaschine kleiner dimensioniert
werden, da dieser keine elektrische Energie mehr für den Anlasser und die übrigen
elektrischen Bauteile liefern muss.
[0004] Bei dem bekannten Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine muss der Takt (Verdichtungstakt,
Arbeitstakt, Ausstoßtakt, Ansaugtakt), in dem sich die einzelnen Kolben der Brennkraftmaschine
und die Einlass-und Auslassventile der Brennräume befinden, genau beachtet werden.
Das hat zur Folge, dass bei einer 4- oder 6-Zylinder-Brennkraftmaschine zu jedem Takt
der Brennkraftmaschine jeweils nur der Brennraum eines einzigen Zylinders - nämlich
des Zylinders, dessen Kolben in Arbeitsstellung steht - mit Kraftstoff gefüllt und
der Kraftstoff gezündet werden kann. Das bekannte Verfahren beschränkt sich auf Brennkraftmaschinen,
bei denen zum einen der Verdichtungstakt, Arbeitstakt, Ausstoßtakt und Ansaugtakt
in einer festen Reihenfolge je Zylinder durchlaufen werden, und bei denen zum anderen
die Verteilung der Takte auf die einzelnen Zylinder fest vorgegeben ist.
[0005] Als weiterer Stand der Technik wird noch auf die DE 197 43 492 A1 verwiesen, aus
der ebenfalls ein Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine ohne einen elektrischen
Anlasser bekannt ist.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mehrzylindrige Brennkraftmaschine
ohne elektrischen Anlasser auf möglichst einfache Weise, schnell und doch zuverlässig
zu starten.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von dem Verfahren der eingangs
genannten Art vor, dass die Einlass- und/oder Auslassventile mindestens eines Zylinders,
dessen Kolben sich nach einem oberen Totpunkt befindet, vor dem Startvorgang in eine
einer Arbeitsphase entsprechende Stellung gebracht werden.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren verfügt bspw. über eine nockenwellenfreie Steuerung
der Einlass- und/oder Auslassventile. Damit kann jedes Einlass- und Auslassventil
getrennt von den anderen Ventilen und unabhängig von der Stellung der Nockenwelle
angesteuert werden. Zur nockenwellenfreien Steuerung sind die Einlass- und/oder Auslassventile
entweder einzeln oder mehrere gemeinsam mit einem Stellorgan ausgerüstet. Das Stellorgan
kann hydraulisch, piezoelektrisch, elektromagnetisch oder auf andere Weise arbeiten.
Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von nockenwellenfreien Steuerungen für
Einlass-und Auslassventile bekannt, die in Verbindung mit dem vorliegenden erfindungsgemäßen
Verfahren eingesetzt werden können.
[0009] Alternativ verfügt das erfindungsgemäße Verfahren bspw. über einen variablen Nockenwellensteller
auf der Einlassseite, um einen frühen Einlassschluss der Einlassventile einzustellen.
Die Einlassnockenwelle kann derart verstellt werden, dass die Einlassventile in der
Ansaugphase nur zu Beginn kurzzeitig geöffnet sind und somit in eine der Arbeitsphase
entsprechende Stellung gebracht werden. Dadurch kann auf der Einlassseite ein frühere
Einlassschluss eingestellt werden.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die Ventile unabhängig und - soweit es
der Ventilfreigang zulässt - frei geöffnet bzw. geschlossen werden. Auf diese Weise
gelingt es, vor bzw. während des Startvorgangs von einer Ansaugphase in eine Arbeitsphase
und umgekehrt zu wechseln. In entsprechender Weise ist auch der Wechsel von einer
Verdichtungsphase zu einer Ausstoßphase und umgekehrt möglich.
[0011] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es erstmals möglich, bei einer 4- oder 6-Zylinder-Brennkraftmaschine
zu Beginn des Startvorgangs zwei Zylinder in eine der Arbeitsphase entsprechende Stellung
zu bringen. In den Brennraum dieser beiden Zylinder wird gleichzeitig Kraftstoff eingespritzt
und das Kraftstoff-Luft-Gemisch gleichzeitig gezündet. Die doppelte Verbrennung führt
zu einer besonders starken Anfangsbeschleunigung der Kurbelwelle und damit zu einem
besonders kurzen Startvorgang. Die doppelte Verbrennung bietet ausreichend Reserve,
um eventuelle Reib- und Kompressionswiderstände zu Beginn des Startvorgangs sicher
zu überwinden.
[0012] Dann wird in den Brennraum eines sich in der Verdichtungsphase befindlichen weiteren
Zylinders Kraftstoff eingespritzt und das verdichtete Kraftstoff-Luft-Gemisch gezündet.
Der Einspritzbeginn in dem Brennraum des weiteren Zylinders kann - sofern der Einspritzdruck
hoch genug ist - in die fortschreitende Verdichtungsphase bis kurz vor Erreichen des
oberen Totpunktes verlagert werden. Durch die zweite Verbrennung wird die Drehbewegung
der Kurbelwelle weiter beschleunigt. Während des weiteren Verlaufs des Startvorgangs
wird Kraftstoff in die Brennräume von sich in der Ansaugphase befindlichen Zylindern
eingespritzt und das in den Brennräumen befindliche verdichtete Kraftstoff-Luft-Gemisch
gezündet. Auch hier können die Einspritzungen alternativ auch während der Verdichtungsphase
erfolgen, sofern der Einspritzdruck hoch genug ist.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
dass
- die Einlass- und/oder Auslassventile eines weiteren Zylinders, dessen Kolben sich
vor einem oberen Totpunkt befindet, in eine einer Verdichtungsphase entsprechende
Stellung gebracht werden;
- in den Brennraum des sich in der Arbeitsphase befindlichen mindestens einen Zylinders
Kraftstoff eingespritzt wird;
- der in den mindestens einen Zylinder eingespritzte Kraftstoff in der Arbeitsphase
gezündet wird;
- in den Brennraum des sich in der Verdichtungsphase befindlichen weiteren Zylinders
Kraftstoff eingespritzt wird;
- der in dem Brennraum des weiteren Zylinders verdichtete Kraftstoff gezündet wird;
und
- im weiteren Verlauf des Startvorgangs in die Brennräume von sich entweder in einer
Ansaugphase oder in einer Verdichtungsphase befindlichen Zylindern Kraftstoff eingespritzt
und der in den Brennräumen verdichtete Kraftstoff gezündet wird.
[0014] Durch Zünden des in den mindestens einen Zylinder eingespritzten Kraftstoffs in der
Arbeitsphase wird eine Verbrennung bewirkt, durch die die Kurbelwelle der Brennkraftmaschine
in eine vorwärts gerichtete Drehbewegung versetzt wird. Diese Drehbewegung wird durch
Zünden des in dem Brennraum des weiteren Zylinders verdichteten Kraftstoffs fortgeführt
bzw. sogar beschleunigt. Schließlich wird im weiteren Verlauf des Startvorgangs in
die Brennräume Kraftstoff eingespritzt und der in den Brennräumen verdichtete Kraftstoff
- also am Ende der Verdichtungsphase oder am Anfang der Arbeitsphase - gezündet. Im
weiteren Verlauf des Startvorgangs wird der Kraftstoff in der Ansaugphase oder - falls
der Einspritzdruck hoch genug ist - in der Verdichtungsphase in die Brennräume eingespritzt.
Der Startvorgang wird vorzugsweise so lange fortgesetzt, bis die Brennkraftmaschine
gestartet ist und im normalen Betrieb selbsttätig läuft.
[0015] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
vorgeschlagen, dass
- die Einlass- und/oder Auslassventile von zwei Zylindern, deren Kolben sich nach einem
oberen Totpunkt befinden, in eine einer Arbeitsphase entsprechende Stellung gebracht
werden;
- in den Brennraum der zwei sich in der Arbeitsphase befindlichen Zylinder Kraftstoff
eingespritzt wird; und
- der in die zwei Zylinder eingespritzte Kraftstoff in der Arbeitsphase gezündet wird.
[0016] Diese Ausführungsform erlaubt eine doppelte Verbrennung, die zu einer besonders starken
Anfangsbeschleunigung der Kurbelwelle und damit zu einem besonders kurzen Startvorgang
führt.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
dass die Einlass- und/oder Auslassventile der Brennräume mittels einer nockenwellenfreien
Steuerung in die der Arbeitsphase entsprechende Stellung gebracht werden.
[0018] Alternativ wird vorgeschlagen, dass die Einlass- und/oder Auslassventile der Brennräume
durch ein derartiges Verstellen einer Einlassnockenwelle eines variablen Nockenwellenstellers
in die der Arbeitsphase entsprechende Stellung gebracht werden, dass die Einlassventile
in einer Ansaugphase nur zu Beginn kurzzeitig geöffnet sind. Dadurch kann auf der
Einlassseite ein frühere Einlassschluss eingestellt werden. Bei einer 4-Zylinder-Brennkraftmaschine
befinden sich somit zu Beginn des Startvorgangs zwei Zylinder in einer der Arbeitsphase
entsprechenden Stellung. In den Brennraum dieser beiden Zylinder wird gleichzeitig
Kraftstoff eingespritzt und das Kraftstoff-Luft-Gemisch gleichzeitig gezündet. Die
doppelte Verbrennung führt zu einer besonders starken Anfangsbeschleunigung der Kurbelwelle
und damit zu einem besonders kurzen Startvorgang.
[0019] Aus dem erfindungsgemäßen Verfahren ergeben sich zusätzliche Freiheitsgrade bei dem
Startvorgang, die erfindungsgemäß u.a. dazu genutzt werden können, nach einer erfolglosen
ersten Zündung einen zweiten Startversuch einzuleiten. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, dass nach einer erfolglosen ersten
Zündung des in den mindestens einen Zylinder eingespritzten Kraftstoffs in der Arbeitsphase
das Verfahren noch einmal mit invertierten Phasen der einzelnen Zylinder durchgeführt
wird. Die erste Zündung ist bspw. erfolglos, wenn sich die Brennkraftmaschine nicht
bewegt oder ein erster Kompressionswiderstand der Zylinder nicht überwunden werden
konnte. In einem solchen Fall wird das erfindungsgemäße Verfahren noch einmal - und
zwar mit invertierten Phasen der einzelnen Zylinder - durchgeführt. Das bedeutet,
dass die Einlass- und Auslassventile, die bei dem ersten Startversuch in eine der
Arbeitsphase entsprechende Stellung gebracht wurden, nunmehr in eine der Ansaugphase
entsprechende Stellung gebracht werden. Ebenso werden die Einlass- und Auslassventile,
die bei dem ersten Startversuch in eine einer Verdichtungsphase entsprechende Stellung
gebracht wurden, nunmehr in eine der Ausstoßphase entsprechende Stellung gebracht.
Bei dem zweiten Startversuch erfolgt die Einspritzung von Kraftstoff in die Brennräume
und die Zündung des in den Brennräumen verdichteten Kraftstoffs in der oben beschriebenen
Weise.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
dass die Kolben der Zylinder zu Beginn des Startvorgangs in eine vorgebbare Ausgangsstellung
gebracht werden. Auf diese Weise kann auch bei Brennkraftmaschinen mit weniger als
vier Zylindern sichergestellt werden, dass sich der Kolben zumindest eines Zylinders
der Brennkraftmaschine in einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Startvorgangs
optimalen Stellung befindet. Dadurch kann während des Startvorgangs mit der ersten
Verbrennung eine maximale Anfangsbeschleunigung der Kurbelwelle erzeugt werden. Zum
Bewegen der Kolben in den Zylindern kann ein elektromotorischer Anlasser eingesetzt
werden, der auf die Kurbelwelle der Brennkraftmaschine wirkt und diese dreht.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
dass der in einem Brennraum eines Zylinders verdichtete Kraftstoff kurz vor Erreichen
des oberen Totpunktes des Kolbens des jeweiligen Zylinders gegen Ende der Verdichtungsphase
gezündet wird. Alternativ kann der verdichtete Kraftstoff auch kurz nach oder bei
dem oberen Totpunkt des Kolbens des jeweiligen Zylinders gezündet werden.
[0022] Vorteilhafterweise wird der Kraftstoff während des Startvorgangs durch eine.Vorförderpumpe
des Kraftstoffzumesssystems in die Brennräume eingespritzt. Die Vorförderpumpe ist
bspw. als eine unabhängig von der Brennkraftmaschine angetriebene Elektrokraftstoffpumpe
ausgebildet. Eine Vorförderpumpe dient bspw. bei einem Common-Rail-Kraftstoffzumesssystem
zum Fördern von Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter in einen Niederdruckbereich
des Kraftstoffzumesssystems.
[0023] Alternativ wird vorgeschlagen, dass der Kraftstoff während des Startvorgangs durch
eine unabhängig von der Brennkraftmaschine angetriebene Hochdruckpumpe des Kraftstoffzumesssystems
in die Brennräume eingespritzt wird. Bei einem Common-Rail-Kraftstoffzumesssystem
bspw. fördert die Hochdruckpumpe Kraftstoff aus dem Niederdruckbereich des Kraftstoffzumesssystems
mit Hochdruck in einen Hochdruckspeicher. Von dem Hochdruckspeicher zweigen Einspritzventile
ab, über die Kraftstoff aus dem Hochdruckspeicher in die Brennräume der Zylinder eingespritzt
wird. Die Hochdruckpumpe kann bspw. elektrisch angetrieben werden. Mit Hilfe einer
Hochdruckpumpe lassen sich während des Startvorgangs besonders hohe Einspritzdrücke
erzielen, so dass der Einspritzzeitpunkt während des Startvorgangs ohne weiteres in
die fortschreitende Verdichtungsphase bis kurz vor Erreichen des oberen Totpunktes
verlagert werden kann.
[0024] Um den Kompressionswiderstand während des erfindungsgemäßen Startvorgangs zu verringern,
wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen,
dass während des Startvorgangs in einer Verdichtungsphase eines Zylinders der Brennkraftmaschine
das entsprechende Einlassventil des Zylinders verspätet oder verfrüht geschlossen
wird. Dadurch kann jede durchlaufene Verdichtungsphase durch verspätetes Schließen
der entsprechenden Einlassventile - diese sind während der vor der Verdichtungsphase
stattfindenden Ansaugphase geöffnet - in vorteilhafter Weise verkürzt werden. Auf
diese Weise kann die Kurbelwelle der Brennkraftmaschine durch die erste Verbrennung
zu Beginn des erfindungsgemäßen Startvorgangs wesentlich leichter in eine Drehbewegung
versetzt und die Brennkraftmaschine gestartet werden. Zu demselben Zweck kann alternativ
während des Startvorgangs in einer Ansaugphase eines Zylinders der Brennkraftmaschine
das entsprechende Einlassventil des Zylinders verspätet oder verfrüht geschlossen
werden.
[0025] Von besonderer Bedeutung ist die Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens in
Form eines Steuerelements, das für ein Steuergerät einer Brennkraftmaschine insbesondere
eines Kraftfahrzeugs vorgesehen ist. Dabei ist auf dem Steuerelement ein Programm
abgespeichert, das auf einem Rechengerät, insbesondere auf einem Mikroprozessor, ablauffähig
und zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist. In diesem Fall wird
also die Erfindung durch ein auf dem Steuerelement abgespeichertes Programm realisiert,
so dass dieses mit dem Programm versehenen Steuerelement in gleicher Weise die Erfindung
darstellt wie das Verfahren, zu dessen Ausführung das Programm geeignet ist. Als Steuerelement
kann insbesondere ein elektrisches Speichermedium zur Anwendung kommen, beispielsweise
ein Read-Only-Memory oder ein Flash-Memory.
[0026] Als eine weitere Lösung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird ausgehend von
der mehrzylindrigen Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass
die Brennkraftmaschine Mittel zum Verstellen von Eihlass- und/oder Auslassventilen
mindestens eines Zylinders, dessen Kolben sich nach einem oberen Totpunkt befindet,
vor dem Startvorgang in eine einer Arbeitsphase entsprechende Stellung aufweist.
[0027] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
dass die Brennkraftmaschine eine nockenwellenfreie Steuerung von Einlass- und/oder
Auslassventilen der Brennräume aufweist. Alternativ wird vorgeschlagen, dass die Brennkraftmaschine
auf der Einlassseite einen variablen Nockenwellensteller zum Einstellen eines frühen
Einlassschlusses der Einlassventile aufweist.
[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
dass die Brennkraftmaschine Mittel zum Bewegen der Kolben der Zylinder in eine vorgebbare
Ausgangsstellung zu Beginn des Startvorgangs aufweist.
[0029] Schließlich wird vorgeschlagen, dass das Kraftstoffzumesssystem eine unabhängig von
der Brennkraftmaschine angetriebene Hochdruckpumpe zum Aufbau eines Kraftstoffeinspritzdrucks
aufweist.
[0030] Als noch eine weitere Lösung der vorliegenden Erfindung wird ausgehend von dem Steuergerät
der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass das Steuergerät Mittel zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens aufweist. Das Steuergerät führt also zum Starten
einer Brennkraftmaschine eine Ansteuerung von an dem erfindungsgemäßen Startvorgang
beteiligten Komponenten der Brennkraftmaschine aus, insbesondere des Kraftstoffzumesssystems
und der Zündung. Das Steuergerät erhält den Befehl zum Starten der Brennkraftmaschine
bspw. durch die Betätigung eines Zündschlüssels oder eines Anlasserknopfes.
[0031] Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in
der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig
von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw. in der Zeichnung.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine eines
Kraftfahrzeugs gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 2
- ein schematisches Diagramm eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Starten der Brennkraftmaschine aus Fig. 1;
- Fig. 3
- ein schematisches Diagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Starten der Brennkraftmaschine aus Fig. 1; und
- Fig. 4
- ein schematisches Diagramm eines dritten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Starten der Brennkraftmaschine aus Fig. 1.
[0032] In Fig. 1 ist eine Brennkraftmaschine in ihrer Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 1
bezeichnet. Die Brennkraftmaschine 1 weist einen Kolben 2 auf, der in einem Zylinder
3 hin-und herbewegbar ist. Der Zylinder 3 ist mit einem Brennraum 4 versehen, an den
über Ventile 5 ein Ansaugrohr 6 und ein Abgasrohr 7 angeschlossen sind. Des Weiteren
sind dem Brennraum 4 ein mit einem Signal TI ansteuerbares Einspritzventil 8 und eine
mit einem Signal ZW ansteuerbare Zündkerze 9 zugeordnet.
[0033] In einer ersten Betriebsart, dem Schichtbetrieb der Brennkraftmaschine 1, wird der
Kraftstoff von dem Einspritzventil 8 während einer durch den Kolben 2 hervorgerufenen
Verdichtungsphase in den Brennraum 4 eingespritzt, und zwar örtlich in die unmittelbare
Umgebung der Zündkerze 9 sowie zeitlich unmittelbar vor dem oberen Totpunkt OT des
Kolbens 2 bzw. vor dem Zündzeitpunkt. Dann wird mit Hilfe der Zündkerze 9 der Kraftstoff
entzündet, so dass der Kolben 2 in der nunmehr folgenden Arbeitsphase durch die Ausdehnung
des entzündeten Kraftstoffs angetrieben wird.
[0034] In einer zweiten Betriebsart, dem Homogenbetrieb der Brennkraftmaschine 1, wird der
Kraftstoff von dem Einspritzventil 8 während einer durch den Kolben 2 hervorgerufenen
Ansaugphase in den Brennraum 4 eingespritzt. Durch die gleichzeitig angesaugte Luft
wird der eingespritzte Kraftstoff verwirbelt und damit in dem Brennraum 4 im Wesentlichen
gleichmäßig (homogen) verteilt. Danach wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch während der
Verdichtungsphase verdichtet, um dann von der Zündkerze 9 entzündet zu werden. Durch
die Ausdehnung des entzündeten Kraftstoffs wird der Kolben 2 angetrieben.
[0035] Im Schichtbetrieb wie auch im Homogenbetrieb wird durch den angetriebenen Kolben
2 eine Kurbelwelle 10 in eine Drehbewegung versetzt, über die letztendlich die Räder
des Kraftfahrzeugs angetrieben werden. Der Kurbelwelle 10 ist ein Drehzahlsensor 11
zugeordnet, der in Abhängigkeit von der Drehbewegung der Kurbelwelle 10 ein Signal
N erzeugt.
[0036] Der Kraftstoff wird im Schichtbetrieb und im Homogenbetrieb unter einem hohen Druck
über das Einspritzventil 8 in den Brennraum 4 eingespritzt. Zu diesem Zweck ist eine
elektrische Kraftstoffpumpe als Vorförderpumpe und eine Hochdruckpumpe vorgesehen,
wobei letztere von der Brennkraftmaschine 1 oder elektromotorisch angetrieben sein
kann. Die elektrische Kraftstoffpumpe wird unabhängig von der Brennkraftmaschine 1
angetrieben und erzeugt einen sogenannten Rail-Druck EKP von mindestens 3 bar, und
die Hochdruckpumpe erzeugt einen Rail-Druck HD bis zu etwa 200 bar.
[0037] Die im Schichtbetrieb und im Homogenbetrieb von dem Einspritzventil 8 in den Brennraum
4 eingespritzte Kraftstoffmasse wird von einem Steuergerät 12, insbesondere im Hinblick
auf einen geringen Kraftstoffverbrauch und/oder eine geringe Schadstoffemission, gesteuert
und/oder geregelt. Zu diesem Zweck ist das Steuergerät 12 mit einem Mikroprozessor
versehen, der in einem Steuerelement, insbesondere in einem Read-Only-Memory, ein
Programm abgespeichert hat, das dazu geeignet ist, die genannte Steuerung und/oder
Regelung durchzuführen.
[0038] Das Steuergerät 12 ist von Eingangssignalen beaufschlagt, die mittels Sensoren gemessene
Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine 1 darstellen. Beispielsweise ist das Steuergerät
12 mit einem in dem Ansaugrohr 6 angeordneten Luftmassensensor, einem in dem Abgasrohr
7 angeordneten Lambda-Sensor und/oder mit dem Drehzahlsensor 11 verbunden. Des Weiteren
ist das Steuergerät 12 mit einem Fahrpedalsensor 13 verbunden, der ein Signal FP erzeugt,
das die Stellung eines von einem Fahrer betätigbaren Fahrpedals angibt.
[0039] Das Steuergerät 12 erzeugt Ausgangssignale, mit denen über Aktoren das Verhalten
der Brennkraftmaschine 1 entsprechend der erwünschten Steuerung und/oder Regelung
beeinflusst werden kann. Beispielsweise ist das Steuergerät 12 mit dem Einspritzventil
8 und der Zündkerze 9 verbunden und erzeugt die zu deren Ansteuerung erforderlichen
Signale TI, ZW.
[0040] In den Fig. 2 bis 4 sind drei verschiedene erfindungsgemäße Verfahren zum Starten
einer 4-Zylinder-Brennkraftmaschine 1 in der Form von Diagrammen schematisch dargestellt.
Die einzelnen Zeilen der Diagramme beziehen sich auf den jeweils angegebenen Zylinder
3 der Brennkraftmaschine 1. Die verschiedenen Zylinder 3 sind dabei mit Nummern gekennzeichnet.
Die einzelnen Spalten der Diagramme beziehen sich auf die Phasen bzw. Takte, in denen
sich der Kolben 2 des zugehörigen Zylinders 3 befindet. Jeder der Kolben 2 kann sich
dabei in einer Ansaugphase, einer Verdichtungsphase, einer Arbeitsphase oder einer
Ausstoßphase befinden. Die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen sind durch den
oberen Totpunkt OT der Kolben 2 gekennzeichnet. Insoweit stellt die horizontale Achse
entlang der Phasen der Kolben 2 einen Drehwinkel °KW der Kurbelwelle 10 dar. Gestrichelt
ist die Stellung der Brennkraftmaschine 1 vor dem Start dargestellt, also die Stellung
im Stillstand der Brennkraftmaschine 1.
[0041] Bei den in den Figuren dargestellten und nachfolgend beschriebenen Verfahren ist
der Drehzahlsensor 11 als Absolutwinkelgeber ausgebildet. Dies bedeutet, dass der
Drehzahlsensor 11 jederzeit, insbesondere auch nach einem Stillstand der Brennkraftmaschine
1, den Drehwinkel °KW erzeugt und an das Steuergerät 12 weitergibt. Auf diese Weise
kann vor dem Beginn des Startvorgangs die Stellung der Kolben 2 in den Zylindern 3
ermittelt werden. Alternativ kann die Kurbelwelle 10 auch durch einen elektromotorischen
Anlasser in eine notwendige Umdrehung versetzt werden, damit der Drehzahlsensor 11
die Stellung des Kolbens 2 signalisieren kann.
[0042] Bei dem Verfahren nach Fig. 2 befindet sich bei stillstehender Brennkraftmaschine
1 der Zylinder Nr. 1 in seiner Arbeitsphase (Brennraum 4 geschlossen, Stellung des
Kolbens 2 nach OT). Zu Beginn des Startvorgangs wird in den Brennraum 4 des Zylinders
Nr. 1 Kraftstoff eingespritzt. Falls die Hochdruckpumpe von der Brennkraftmaschine
1 angetrieben wird, erfolgt die Einspritzung nur unter Rail-Druck EKP der elektrischen
Kraftstoffpumpe. Andernfalls - die Hochdruckpumpe wird unabhängig von der Brennkraftmaschine
1 angetrieben - wird der Kraftstoff zwecks Gemischaufbereitung unter Hochdruck in
den Brennraum 4 eingespritzt. Dann wird der eingespritzte Kraftstoff gezündet. Dies
hat eine erste Verbrennung zur Folge, durch die die Kurbelwelle 10 in eine vorwärts
gerichtete Drehbewegung versetzt wird.
[0043] Unmittelbar darauf wird Kraftstoff in den Zylinder Nr. 3 eingespritzt. Dieser befindet
sich aufgrund der geschlossenen Ventile 5 und des aufwärts gehenden Kolbens 2 in seiner
Verdichtungsphase. Der Einspritzzeitpunkt kann - sofern der Einspritzdruck hoch genug
ist - in die fortschreitende Verdichtungsphase bis kurz vor Erreichen des oberen Totpunktes
OT verlagert werden. Ein ausreichend hoher Einspritzdruck kann bspw. mittels einer
unabhängig von der Brennkraftmaschine 1 angetriebenen Hochdruckpumpe erzeugt werden.
Kurz vor oder nach Erreichen des oberen Totpunktes OT wird das verdichtete Kraftstoff-Luft-Gemisch
gezündet, und es erfolgt eine zweite Verbrennung, durch die die Drehbewegung der Kurbelwelle
10 weiter beschleunigt wird.
[0044] Die weiteren Einspritzungen, Zündungen und Stellungen der Ventile 5 sind in dem Diagramm
am Beispiel des Zylinders Nr. 4 und des Zylinders Nr. 2 dargestellt. Demnach erfolgen
die weiteren Einspritzungen während der Ansaugphase des jeweiligen Zylinders Nr. 3.
Alternativ können die weiteren Einspritzungen auch während der Verdichtungsphase erfolgen,
wenn der Einspritzdruck ausreichend groß ist. Die weiteren Zündungen erfolgen gegen
Ende der Verdichtungsphase kurz vor oder kurz nach Erreichen des oberen Totpunktes
OT.
[0045] Die Einlass- und Auslassventile 5 des Brennraums 4 werden mittels einer nockenwellenfreien
Steuerung verstellt. Dazu ist jedes Einlass- und Auslassventil 5 mit einem eigenen
Stellorgan ausgerüstet. Dadurch können die Ventile 5 unabhängig und frei - soweit
es der Ventilfreigang zulässt - geöffnet bzw. geschlossen werden. Auf diese Weise
gelingt es, von einer Ansaugphase in eine Arbeitsphase und umgekehrt zu wechseln.
In entsprechender Weise ist der Wechsel von einer Verdichtungsphase in eine Ausstoßphase
und umgekehrt möglich. Aufgrund der nockenwellenfreien Steuerung der Ventile 5 können
die Einlass- und/oder Auslassventile 5 zu Beginn des Startvorgangs in eine vorgegebene
Stellung gebracht werden, um optimale Bedingungen zum Starten der Brennkraftmaschine
1 ohne elektromotorischen Anlasser zu schaffen.
[0046] Außerdem können nach einem erfolglosen ersten Startversuch für einen zweiten Startversuch
die Phasen aller Zylinder 3 auf einfache Weise invertiert werden, d.h. es wird zwischen
Verdichtungsphase und Ausstoßphase und zwischen Arbeitsphase und Ansaugphase umgeschaltet.
Eine erfolgloser erster Startversuch liegt bspw. vor, wenn die Brennkraftmaschine
1 sich nicht bewegt oder der erste Kompressionswiderstand nicht überwunden werden
konnte. Bei dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 2 liegt bei dem zweiten Startversuch
somit für den Zylinder Nr. 4 zu Beginn des Startvorgangs die Arbeitsphase vor. Dann
wird Kraftstoff in den Zylinder Nr. 2 eingespritzt, der sich dann in der Verdichtungsphase
befindet. Im weiteren Verlauf des Startvorgangs wird dann Kraftstoff in die Zylinder
Nr. 1 und Nr. 2 gespritzt und gezündet.
[0047] Um den Kompressionswiderstand während des erfindungsgemäßen Startvorgangs zu verringern,
kann jede durchlaufene Verdichtungsphase durch verspätetes oder verfrühtes Schließen
der entsprechenden Einlassventile 5 - diese sind während der vor der Verdichtungsphase
stattfindenden Ansaugphase geöffnet - geeignet verkürzt werden. Das beschriebene Verfahren
ist mit entsprechenden Modifikationen auch bei Brennkraftmaschinen 1 mit mehr als
vier Zylindern anwendbar.
[0048] Bei dem Verfahren gemäß Fig. 3 befindet sich der Zylinder Nr. 1 und der Zylinder
Nr. 4 durch Schließen der Ventile 5 in der Arbeitsphase. In beide Zylinder 3 wird
gleichzeitig Kraftstoff eingespritzt und gezündet. Die doppelte Verbrennung führt
zu einer starken Anfangsbeschleunigung der Kurbelwelle 10 und damit zu einem besonders
kurzen Startvorgang. Durch die doppelte Verbrennung sind zu Beginn des Startvorgangs
ausreichend Reserven vorhanden, um eventuelle Reib- und Kompressionswiderstände der
Brennkraftmaschine 1 sicher zu überwinden.
[0049] Alle weiteren Einspritzungen, Zündungen und Ventilstellungen entsprechen denen des
Verfahrens aus Fig. 1 und können dem Diagramm in Fig. 3 unmittelbar entnommen werden.
Selbstverständlich können auch bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
die Kompressionswiderstände verringert werden, indem jede durchlaufene Verdichtungsphase
durch verspätetes oder verfrühtes Schließen der entsprechenden Einlassventile 5 geeignet
verkürzt wird. Mit entsprechenden Modifikationen ist diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens auch bei Brennkraftmaschinen 1 mit mehr als vier Zylindern anwendbar.
[0050] Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann
bei einer Brennkraftmaschine 1 ausgeführt werden, die auf der Einlassseite einen variablen
Nockenwellensteller zum Einstellen eines frühen Einlassschlusses der Einlassventile
5 aufweist. Der Zylinder Nr. 1 befindet sich zu Beginn des Startvorgangs in seiner
Arbeitsphase. Für den in der Kolbenbewegung zu Zylinder Nr. 1 parallelen Zylinder
Nr. 4 liegt ebenfalls ein geschlossener Brennraum 4 vor. Dazu wird zu Beginn des Startvorgangs
oder bei auslaufender Brennkraftmaschine 1 die Einlassnockenwelle so verstellt, dass
die Einlassventile 5 in der Ansaugphase nur zu Beginn kurzzeitig geöffnet sind (früher
Einlassschluss). Somit befindet sich zu Beginn des Startvorgangs neben dem Zylinder
Nr. 1 auch der Zylinder Nr. 4 quasi in seiner Arbeitsphase. In einem ersten Takt wird
in beide Zylinder 3 gleichzeitig Kraftstoff eingespritzt und gezündet. Die doppelte
Verbrennung bewirkt wieder eine starke Anfangsbeschleunigung der Kurbelwelle 10 und
somit einen kurzen Startvorgang.
[0051] Danach wird Kraftstoff in den Zylinder Nr. 3 eingespritzt. Dieser befindet sich aufgrund
der geschlossenen Ventile 5 und des aufwärts gehenden Kolbens 2 in seiner Verdichtungsphase.
Der Einspritzzeitpunkt in den Zylinder Nr. 3 kann alternativ - sofern der Einspritzdruck
hoch genug ist - fortschreitende Verdichtungsphase des kurz vor Erreichen des oberen
Totpunkts verlagert werden. Kurz vor oder kurz nach Erreichen des oberen Totpunktes
wird das verdichtete Kraftstoff-Luft-Gemisch gezündet, und es erfolgt eine zweite
Verbrennung, die zu einer Beschleunigung der Drehbewegung der Kurbelwelle 10 führt.
[0052] Die weiteren Einspritzungen, Zündungen und Ventilstellungen können unmittelbar dem
Diagramm entnommen werden. Demnach erfolgen die Einspritzungen während der Ansaugphase
des jeweiligen Zylinders 3. Alternativ können die Einspritzungen auch während der
Verdichtungsphase erfolgen, sofern der Einspritzdruck ausreichend groß ist.
[0053] Nach Drehbeginn der Kurbelwelle 10 wird die Einlassnockenwelle in eine dem Betriebspunkt
der Brennkraftmaschine 1 entsprechende Relativposition zurückgebracht. Das Diagramm
in Fig. 4 stellt hierzu den Fall einer relativ kleinen Stellgeschwindigkeit dar. Demnach
liegt in der zweiten und dritten Ansaugphase noch ein früher Einlassschluss vor. Dies
ist aber für die in der Startphase benötigten Füllmengen unerheblich.
[0054] Die beschriebene Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist mit entsprechenden
Modifikationen auch bei Brennkraftmaschinen 1 mit mehr als vier Zylindern anwendbar.
Bei Brennkraftmaschinen 1 mit weniger als vier Zylindern kann der Fall eintreten,
dass zu Beginn des Startvorgangs keiner der Kolben 2 in seiner Arbeitsphase angeordnet
ist. In diesem Fall steht jedoch ein Kolben 2 in seiner Ansaugphase. Dann kann die
Einlassnockenwelle derart verstellt werden, dass der Zylinder 2 von der Ansaugphase
quasi in die Arbeitsphase übergeht. Auch in diesem Fall lässt sich die Brennkraftmaschine
1 somit ohne einen elektromotorischen Anlasser starten.
[0055] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung (nicht dargestellt)
ist die Einlassnockenwelle zu Beginn des Startvorgangs nicht verstellt, d.h. der Zylinder
Nr. 4 in Fig. 4 bleibt in seiner Ansaugphase. Folglich wird nur in den Zylinder.Nr.
1 Kraftstoff eingespritzt und gezündet. Bei einer erfolglosen Zündung - die Brennkraftmaschine
1 bewegt sich nicht oder ein Kompressionswiderstand konnte nicht überwunden werden
- wird ein zweiter Startversuch durchgeführt. Hierzu wird die Einlassnockenwelle in
der in der Figurenbeschreibung zu Fig. 4 angegebenen Weise verstellt. Somit liegt
nun für den Zylinder Nr. 4 zu Beginn des Startvorgangs die Arbeitsphase vor. Einspritzungen
und Zündungen erfolgen nun - unter Ausklammerung des Zylinders Nr. 1 zu Beginn des
Startvorgangs - entsprechend der in dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 4 angegebenen
Vorgehensweise.
1. Verfahren zum Starten einer mehrzylindrigen direkteinspritzenden Brennkraftmaschine
(1) insbesondere eines Kraftfahrzeugs, wobei die Stellung eines Kolbens (2) in einem
Zylinder (3) der Brennkraftmaschine (1) ermittelt wird und Kraftstoff in einen Brennraum
(4) mindestens eines Zylinders (3) eingespritzt und gezündet wird, dessen Kolben (2)
sich in einer Arbeitsphase befindet, und dadurch der Startvorgang ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass Einlass- und/oder Auslassventile (5) von mindestens zwei Zylindern (3), deren Kolben
(2) sich nach einem oberen Totpunkt befinden, vor dem Startvorgang in eine der Arbeitsphase
entsprechende Stellung gebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlass- und/oder Auslassventile (5) der Brennräume (4) mittels einer nockenwellenfreien
Steuerung in die der Arbeitsphase entsprechende Stellung gebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlass- und/oder Auslassventile (5) der Brennräume (4) durch ein derartiges
Verstellen einer Einlassnockenwelle eines variablen Nockenwellenstellers in die der
Arbeitsphase entsprechende Stellung gebracht werden, dass die Einlassventile (5) in
einer Ansaugphase nur zu Beginn kurzzeitig geöffnet sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer erfolglosen ersten Zündung des in den mindestens einen Zylinder (3) eingespritzten
Kraftstoffs in der Arbeitsphase das Verfahren noch einmal mit invertierten Phasen
der einzelnen Zylinder (3) durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben (2) der Zylinder (3) zu Beginn des Startvorgangs in eine vorgebbare Ausgangsstellung
gebracht werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der in einem Brennraum (4) eines Zylinders (3) verdichtete Kraftstoff kurz vor Erreichen
des oberen Totpunktes des Kolbens (2) des jeweiligen Zylinders (3) gegen Ende der
Verdichtungsphase gezündet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftstoff während des Startvorgangs durch eine Vorförderpumpe des Kraftstoffzumesssystems
in die Brennräume (4) eingespritzt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftstoff während des Startvorgangs durch eine unabhängig von der Brennkraftmaschine
(1) angetriebene Hochdruckpumpe des Kraftstoffzumesssystems in die Brennräume (4)
eingespritzt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass während des Startvorgangs in einer Verdichtungsphase eines Zylinders (3) der Brennkraftmaschine
(1) das entsprechende Einlassventil (5) des Zylinders (3) verspätet oder verfrüht
geschlossen wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass während des Startvorgangs in einer Ansaugphase eines Zylinders (3) der Brennkraftmaschine
(1) das entsprechende Einlassventil (5) des Zylinders (3) verspätet oder verfrüht
geschlossen wird.
11. Steuerelement, insbesondere Read-Only-Memory oder Flash-Memory, für ein Steuergerät
(12) einer Brennkraftmaschine (1) insbesondere eines Kraftfahrzeugs, auf dem ein Programm
abgespeichert ist, das auf einem Rechengerät, insbesondere auf einem Mikroprozessor,
ablauffähig ist und bei Ausführung ein Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche
durchführt.
12. Mehrzylindrige direkteinspritzende Brennkraftmaschine (1) insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
mit einer Detektorvorrichtung zur Ermittlung der Stellung eines Kolbens (2) in einem
Zylinder (3) der Brennkraftmaschine (1), mit einem Kraftstoffzumesssystem zum Einspritzen
von Kraftstoff in einen Brennraum (4) mindestens eines Zylinders (3), dessen Kolben
(2) sich in einer Arbeitsphase befindet, und mit Mitteln (9) zum Zünden eines in dem
Brennraum (4) des mindestens einen Zylinders (3) befindlichen Kraft-/Luftgemisches,
um dadurch einen Startvorgang der Brennkraftmaschine (1) auszulösen, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkraftmaschine (1) Mittel aufweist, die Einlass- und/oder Auslassventile
(5) von mindestens zwei Zylindern (3), deren Kolben (2) sich nach einem oberen Totpunkt
befinden, vor dem Startvorgang in eine der Arbeitsphase entsprechende Stellung bringt.
13. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel als eine nockenwellenfreie Steuerung von Einlass- und/oder Auslassventilen
(5) der Brennräume (4) ausgebildet sind.
14. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel als ein der Einlassseite zugeordneter variabler Nockenwellensteller zum
Einstellen eines frühen Einlassschlusses der Einlassventile (5) ausgebildet sind.
15. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkraftmaschine (1) Mittel zum Bewegen der Kolben (2) der Zylinder (3) in
eine vorgebbare Ausgangsstellung zu Beginn des Startvorgangs aufweist.
16. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftstoffzumesssystem eine unabhängig von der Brennkraftmaschine (1) angetriebene
Hochdruckpumpe zum Aufbau eines Kraftstoffeinspritzdrucks aufweist.
17. Steuergerät (12) einer mehrzylindrigen direkteinspritzenden Brennkraftmaschine (1)
nach Anspruch 12 dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (12) die Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 10 aufweist.
1. Method for starting a multi-cylinder direct-injection internal combustion engine (1),
particularly of a motor vehicle, the position of a piston (2) in a cylinder (3) of
the internal combustion engine (1) being determined, and fuel being injected into
and ignited in a combustion space (4) of at least one cylinder (3), the piston (2)
of which is in a working phase, and the starting operation thereby being triggered,
characterized in that inlet and/or outlet valves (5) of at least two cylinders (3), the pistons (2) of
which are after a top dead centre, are brought, before the starting operation, into
a position corresponding to the working phase.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the inlet and/or outlet valves (5) of the combustion spaces (4) are brought into
the position corresponding to the working phase by means of a camshaft-free control.
3. Method according to Claim 1, characterized in that the inlet and/or outlet valves (5) of the combustion spaces (4) are brought into
the position corresponding to the working phase by an inlet camshaft with a variable
camshaft adjuster being adjusted in such a way that the inlet valves (5) are briefly
opened only at commencement in an intake phase.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that, after an unsuccessful first ignition of the fuel injected into the at least one
cylinder (3) in the working phase, the method is carried out once more with inverted
phases of the individual cylinders (3).
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the pistons (2) of the cylinders (3) are brought into a predeterminable initial position
at the commencement of the starting operation.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the fuel compressed in a combustion space (4) of a cylinder (3) is ignited towards
the end of the compression phase shortly before the top dead centre of the piston
(2) of the respective cylinder (3) is reached.
7. Method according to one of Claims 1 to 6, characterized in that, during the starting operation, the fuel is injected into the combustion spaces (4)
by means of a prefeed pump of the fuel metering system.
8. Method according to one of Claims 1 to 6, characterized in that, during the starting operation, the fuel is injected into the combustion spaces (4)
by means of a high-pressure pump of the fuel metering system, the said high-pressure
pump being driven independently of the internal combustion engine (1).
9. Method according to one of Claims 1 to 8, characterized in that, during the starting operation, in a compression phase of a cylinder (3) of the internal
combustion engine (1), the corresponding inlet valve (5) of the cylinder (3) is closed
in a retarded or advanced manner.
10. Method according to one of Claims 1 to 8, characterized in that, during the starting operation, in an intake phase of a cylinder (3) of the internal
combustion engine (1), the corresponding inlet valve (5) of the cylinder (3) is closed
in a retarded or advanced manner.
11. Control element, in particular read-only memory or flash memory, for a control apparatus
(12) of an internal combustion engine (1), particularly of a motor vehicle, which
stores a program which is executable on a computer, in particular on a microprocessor,
and, when implemented, carries out a method according to one of the preceding claims.
12. Multi-cylinder direct-injection internal combustion engine (1), particularly of a
motor vehicle, with a detector device for determining the position of a piston (2)
in a cylinder (3) of the internal combustion engine (1), with a fuel metering system
for the injection of fuel into a combustion space (4) of at least one cylinder (3),
the piston (2) of which is in a working phase, and with means (9) for igniting a fuel/air
mixture located in the combustion space (4) of the at least one cylinder (3), in order
thereby to trigger a starting operation of the internal combustion engine (1), characterized in that the internal combustion engine (1) has a means which, before the starting operation,
brings the inlet and/or outlet valves (5) of at least two cylinders (3), the pistons
(2) of which are located after a top dead centre, into a position corresponding to
the working phase.
13. Internal combustion engine (1) according to Claim 12, characterized in that the means are designed as a camshaft-free control of inlet and/or outlet valves (5)
of the combustion spaces (4).
14. Internal combustion engine (1) according to Claim 12, characterized in that the means are designed as a variable camshaft adjuster, assigned to the inlet side,
for setting an advance inlet closure of the inlet valves (5).
15. Internal combustion engine (1) according to one of Claims 12 to 14, characterized in that the internal combustion engine (1) has means for moving the pistons (2) of the cylinders
(3) into a predeterminable initial position at the commencement of the starting operation.
16. Internal combustion engine (1) according to one of Claims 12 to 15, characterized in that the fuel metering system has a high-pressure pump for building up a fuel injection
pressure, the said high-pressure pump being driven independently of the internal combustion
engine (1).
17. Control apparatus (12) of a multi-cylinder direct-injection internal combustion engine
(1) according to Claim 12, characterized in that the control apparatus (12) has the means for carrying out the method according to
one of Claims 1 to 10.
1. Procédé pour démarrer un moteur à combustion interne à injection directe à plusieurs
cylindres (1) notamment d'un véhicule automobile, la position d'un piston (2) dans
un cylindre (3) du moteur à combustion interne (1) étant calculée et du carburant
étant injecté et allumé dans une chambre de combustion (4) au moyen d'un cylindre
(3), dont le piston (2) se trouve dans une phase de travail, ce qui déclenche le processus
de démarrage,
caractérisé en ce que
les soupapes d'admission et/ou d'échappement (5) d'au moins deux cylindres (3), dont
les pistons (2) se trouvent après un point mort haut, sont amenées avant le processus
de démarrage dans une position correspondant à la phase de travail.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les soupapes d'admission et/ou d'échappement (5) des chambres de combustion (4) sont
amenées dans la position correspondant à la phase de travail à l'aide d'une commande
sans arbre à cames.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les soupapes d'admission et/ou d'échappement (5) des chambres de combustion (4) sont
amenées dans la position correspondant à la phase de travail par un réglage de ce
type d'un arbre à cames d'admission d'un actionneur variable d'arbre à cames, de sorte
que les soupapes d'admission (5) ne sont ouvertes que brièvement au début d'une phase
d'aspiration.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
après un premier allumage infructueux du carburant injecté dans au moins un cylindre
(3) lors de la phase de travail, le procédé est à nouveau réalisé avec des phases
inversées des différents cylindres (3).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
les pistons (2) des cylindres (3) sont amenés dans une position initiale prédéfinie
au début du processus de démarrage.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le carburant comprimé dans une chambre de combustion (4) d'un cylindre (3) est allumé
brièvement avant d'atteindre le point mort haut du piston (2) du cylindre respectif
(3) vers la fin de la phase de compression.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le carburant est injecté pendant le processus de démarrage par une pompe de préalimentation
du système de dosage de carburant dans les chambres de combustion (4).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le carburant est injecté dans les chambres de combustion (4) pendant le processus
de démarrage par une pompe à haute pression du système de dosage de carburant entraînée
indépendamment du moteur à combustion interne (1).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
pendant le processus de démarrage lors d'une phase de compression d'un cylindre (3)
du moteur à combustion interne (1), la soupape d'admission (5) correspondante du cylindre
(3) est fermée plus tôt ou plus tard.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
pendant le processus de démarrage lors d'une phase d'aspiration d'un cylindre (3)
du moteur à combustion interne (1), la soupape d'admission correspondante (5) du cylindre
(3) est fermée plus tôt ou plus tard.
11. Elément de commande, notamment mémoire morte ou mémoire flash pour un appareil de
commande (12) d'un moteur à combustion interne (1), notamment d'un véhicule automobile,
sur lequel est enregistré un programme pouvant fonctionner sur un ordinateur, notamment
sur un microprocesseur, et exécutant dans cette réalisation un procédé selon l'une
quelconque des revendications précédentes.
12. Moteur à combustion interne à injection directe à plusieurs cylindres (1) notamment
d'un véhicule automobile, doté d'un dispositif de détecteur pour déterminer la position
d'un piston (2) dans un cylindre (3) du moteur à combustion interne (1), avec un système
de dosage de carburant pour injecter du carburant dans une chambre de combustion (4)
d'au moins un cylindre (3), dont le piston (2) se trouve dans une phase de travail,
et avec des moyens (9) pour allumer un mélange air/carburant se trouvant dans la chambre
de combustion (4) de l'au moins un cylindre (3) afin de déclencher ainsi un processus
de démarrage du moteur à combustion interne (1),
caractérisé en ce que
le moteur à combustion interne (1) présente des moyens qui amènent les soupapes d'admission
et/ou d'échappement (5) d'au moins deux cylindres (3), dont les pistons (2) se trouvent
après un point mort haut, avant le processus de démarrage dans une position correspondant
à la phase de travail.
13. Moteur à combustion interne (1) selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
les moyens sont conçus en tant que commande, sans arbre à cames, des soupapes d'admission
et/ou d'échappement (5) des chambres de combustion (4).
14. Moteur à combustion interne (1) selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
les moyens sont conçus en tant qu'actionneur variable d'arbre à cames associé au côté
admission pour régler une fin d'admission prématurée des soupapes d'admission (5).
15. Moteur à combustion interne (1) selon l'une quelconque des revendications 12 à 14,
caractérisé en ce que
le moteur à combustion interne (1) présente des moyens pour déplacer le piston (2)
des cylindres (3) dans une position initiale prédéfinie au début du processus de démarrage.
16. Moteur à combustion interne (1) selon l'une quelconque des revendications 12 à 15,
caractérisé en ce que
le système de dosage de carburant présente une pompe à haute pression entraînée indépendamment
du moteur à combustion interne (1) pour former une pression d'injection du carburant.
17. Appareil de commande (12) d'un moteur à combustion interne à injection directe à plusieurs
cylindres (1) selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
l'appareil de commande (12) présente les moyens pour exécuter le procédé selon l'une
quelconque des revendications 1 à 10.