Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Radialkolbenpumpe zur Kraftstoffhochdruckerzeugung bei
Kraftstoffeinspritzsystemen von Brennkraftmaschinen, insbesondere bei einem Common-Rail-Einspritzsystem,
mit einer in einem Gehäuse gelagerten Antriebswelle, die einen exzentrisch ausgebildeten
Wellenabschnitt aufweist, der mit vorzugsweise mehreren bezüglich der Antriebswelle
radial in einer jeweiligen Elementbohrung hin- und herbewegbaren Kolben zusammenwirkt,
um Kraftstoff anzusaugen und in einem Hochdruckbereich mit Hochdruck zu beaufschlagen.
[0002] Aus der
DE 198 47 044 A1 ist eine gattungsmäßge Radialkolbenpumpe bekannt. Bei der bekannten Radialkolbenpumpe
ist in der äußeren Mantelfläche der Kolben in Umfangsrichtung eine Ringnut angebracht,
die mit mehreren axial angeordneten Kanälen in Verbindung steht. Die makroskopischen
Kanäle dienen dazu, die Kolben jeweils in der zugehörigen Elementbohrung "hydraulisch"
auszurichten. Diese makroskopischen Kanäle stehen im Betrieb mit einem drucklosen
Leckagerückführkanal in Verbindung.
[0003] In der
EP 0 967 384 A2 wird ein Pumpenkolben beschrieben, dessen Oberfläche parallele in Umfangsrichtung
des Kolbens oder kreuzweise zueinenander verlaufende Nuten aufweist.
[0004] Die Laufbahnen der Kolben und der Elementbohrungen müssen einerseits sehr glatt sein
und eine gleichmäßige Oberfläche aufweisen. Andererseits soll auch eine gewisse Menge
des zu verdichtenden Mediums als Schmierstoff an den Oberflächen haften, was eine
gewisse Oberflächenrauigkeit voraussetzt. Diese Rauigkeit geht zu Ungunsten des Traganteils
der Oberfläche, d.h. nicht die gesamte Mantelfläche der Kolben und Elementbohrungen
kann als Laufbahn effektiv genutzt werden. Durch die Oberflächenrauigkeit wird auch
die zu erreichende Form- und Maßgenauigkeit begrenzt. Diese Begrenzung führt dazu,
dass bestimmte Mindestspiele nicht unterschritten werden können, was wiederum den
Wirkungsgrad der Radialkolbenpumpe herabsetzt. Dieser Effekt wirkt sich umso stärker
aus, je höher der Druck in der Radialkolbenpumpe wird.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, den Wirkungsgrad und die Lebensdauer der bekannten
Radialkolbenpumpe zu erhöhen.
[0006] Die Aufgabe ist bei einer gattungsgemäßen Radialkolbenpumpe durch die kennzeichnenden
Merkmale der Ansprüche 1 und 2 gelöst.
Vorteile der Erfindung
[0007] Die an der Kolbenmantelfläche und in der Elementbohrung gebildeten Laufbahnen können
bei der erfindungsgemäßen Radialkolbenpumpe sehr glatt und formgenau ausgeführt werden.
Dadurch können sehr kleine Spiele realisiert werden, was speziell bei hohen Drücken
wegen der geringen
[0008] Spaltverluste zu einem guten Wirkungsgrad der Radialkolbenpumpe führt. Die glatten
Oberflächen würden jedoch im Betrieb der Radialkolbenpumpe eine ausreichende Schmierung
verhindern und zu Kolbenfressern führen. Die gezielte Strukturierung der Oberfläche
der Kolben und/oder der Elementbohrungen hat die Funktion von Schmiertaschen und Schmierkanälen.
Die Strukturierung kann z.B. mit Hilfe eines Lasers gezielt eingebracht werden. Über
die in die Oberfläche eingebrachte Struktur wird das Schmiermedium im Betrieb auf
die zu versorgenden Schmierstellen an den Laufbahnen verteilt. Gleichzeitig dient
die Strukturierung als Reservoir für das Schmiermedium.
[0009] Wenn die Struktur von paarweisen angeordneten Schmierkanälen unterschiedlicher Länge
gebildet wird, die jeweils zwei rechtwinklig zueinander angeordnete Arme aufweisen,
wobei der eine Arm in axialer Richtung und der andere Arm in Umfangsrichtung der jeweiligen
Mantelfläche angeordnet ist, wird eine besonders gute Verteilung des Schmiermittels
über die zu schmierende Fläche erreicht.
[0010] Alternativ kann die Struktur von einer Vielzahl in axialer Richtung verlaufender
Kanäle gebildet werden, die gruppenweise angeordnet sind und durch in Umfangsrichtung
verlaufende Kanäle miteinander in Verbindung stehen. Bei dieser Art Hintereinanderschaltung
kann der Strömungswiderstand in axialer. Richtung über die Anzahl der in axialer Richtung
verlaufenden Kanäle variiert werden. Durch zusätzliche Verbindungskanäle in Umfangsrichtung
kann die Schmierung in bestimmten Bereichen gezielt verbessert werden. Der Strömungswiderstand
ist außerdem u.a. abhängig von den Parametern Kanalform, Kanalquerschnitt und Kanallänge.
Durch eine geeignete Wahl dieser Parameter kann die Schmierstoffzufuhr bedarfsgerecht
ausgelegt werden.
Zeichnung
[0011] In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine nicht beanspruchte Abwicklung einer Mantelfläche eines Kolbens;
- Figur 2
- eine perspektivische Schnittdarstellung einer nicht beanspruchte Elementbohrung;
- Figur 3
- einen Abschnitt der Abwicklung einer Kolbenmantelfläche gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung; und
- Figur 4
- einen Abschnitt der Abwicklung einer Kolbenmantelfläche gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0012] Die erfindungsgemäße Radialkolbenpumpe wird insbesondere in Common-Rail-Einspritzsystemen
zur Kraftstoffversorgung von Dieselmotoren eingesetzt. Dabei bedeutet Common-Rail
soviel wie gemeinsame Leitung oder gemeinsame Schiene. Im Gegensatz zu herkömmlichen
Hochdruckeinspritzsystemen, in denen der Kraftstoff über getrennte Leitungen zu den
einzelnen Brennräumen gefördert wird, werden die Einspritzdüsen in Common-Rail-Einspritzsystemen
aus einer gemeinsamen Leitung gespeist.
[0013] Eine solche Radialkolbenpumpe ist z.B. in den Figuren 4 bis 6 der
DE 198 47 044 A1 dargestellt. Die dort gezeigte Radialkolbenpumpe umfasst eine in einem Pumpengehäuse
gelagerte Antriebswelle mit einem exzentrisch ausgebildeten Wellenabschnitt. Auf dem
exzentrischen Wellenabschnitt ist ein Ring vorgesehen, gegenüber dem der exzentrische
Wellenabschnitt drehbar ist. Der Ring umfasst drei jeweils um 120° zueiander versetzte
Abflachungen, gegen die sich jeweils ein Kolben abstützt. Die Kolben sind jeweils
in einer Elementbohrung zur Antriebswelle in radialer Richtung hin- und herbewegbar
aufgenommen und begrenzen jeweils einen Zylinderraum.
[0014] Am Fuß eines jeden Kolbens ist durch einen Plattenhalter eine Platte angebracht,
die an der zugehörigen Abflachung des Rings anliegt. Dabei ist der Plattenhalter durch
einen Sprengring an dem Kolben befestigt. Die Radialkolbenpumpe dient dazu, Kraftstoff,
der von einer Vorförderpumpe aus einem Tank geliefert wird, mit Hochdruck zu beaufschlagen.
[0015] Bei dem Kraftstoff handelt es sich vorzugsweise um Dieselkraftstoff. Der mit Hochdruck
beaufschlagte Dieselkraftstoff wird dann in die oben angesprochene gemeinsame Leitung
gefördert.
[0016] Im Förderhub werden die Kolben in Folge der Exzenterbewegung des Rings von der Achse
der Antriebswelle weg bewegt. Im Saughub bewegen sich die Kolben radial auf die Achse
der Antriebswelle zu, um Kraftstoff in die Zylinderräume zu saugen. Die Saughubbewegung
der Kolben wird durch eine Feder erreicht, die gegen den Plattenhalter bzw. die Platte
vorgespannt ist.
[0017] In Figur 1 sieht man eine nicht beanspruchte Abwicklung der Mantelfläche eines Kolbens.
Mit 1 ist die Hochdruckseite und mit 2 die Niederdruckseite der Radialkolbenpumpe
bezeichnet. Die Abwicklung der Kolbenmantelfläche ist insgesamt mit 3 bezeichnet.
In der Kolbenmantelfläche sind mehrere in Umfangsrichtung verlaufende Schmierkanäle
4, 5, 6, 7 und 8 parallel zueiander angeordnet. Zur Hochdruckseite 1 hin sind die
Schmierkanäle dichter zueinander beabstandet als zur Niederdruckseite 2 hin. Die einzelnen
Schmierkanäle stehen untereinander nicht in Verbindung und sind praktisch parallel
geschaltet.
[0018] In Figur 2 ist eine Elementbohrung 20 im Schnitt perspektivisch dargestellt. An der
inneren Umfangsfläche der Elementbohrung 20 sind mehrere in Umfangsrichtung verlaufende
Schmierkanäle 4, 5, 6, 7 und 8 ausgebildet.
[0019] In Figur 3 ist eine Abwicklung der Kolbenmantelfläche eines Kolbens gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform
sind jeweils zehn Schmierkanäle 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 und 18 in einer
Gruppe zusammengefasst. Die Schmierkanäle 9 bis 18 sind L-förmig ausgebildet. Dabei
ist jeweils der eine Schenkel eines L-förmigen Schmierkanals in Umfangsrichtung und
der andere Schenkel in axialer Richtung angeordnet. Jeweils zwei Schmierkanäle mit
gleich langen Schenkeln in axialer Richtung sind paarweise so zueinander angeordnet,
dass die Schenkel in Umfangsrichtung einander zugewandt sind.
[0020] Bei der in Figur 4 dargestellten Ausführungsform ist jeweils ein T-förmig ausgebildeter
Schmierkanal 24 in der Nähe der Hochdruckseite 1 angeordnet. Dabei ist die Mittelachse
des T-förmigen Schmierkanals zur Hochdruckseite 1 hin gewandt. Der T-förmige Schmierkanal
24 wird von zwei L-förmigen Schmierkanälen 25 und 26 eingefasst. Von den in Umfangsrichtung
angeordneten Schenkel der L-förmigen Schmierkanäle 25 und 26 gehen in axialer Richtung
mehrere Schmierkanäle 27 aus. Die in axialer Richtung verlaufende Schmierkanäle 27
werden von mehreren in Umfangsrichtung verlaufenden Schmierkanälen geschnitten. In
Figur 4 ist einer dieser in Umfangsrichtung verlaufenden Schmierkanäle beispielhaft
mit 28 bezeichnet. Von den in Umfangsrichtung verlaufenden Schmierkanälen gehen wiederum
mehrere in axialer Richtung verlaufende Schmierkanäle aus, von denen in Figur 4 einer
beispielhaft mit 29 bezeichnet ist. Im Anschluss an diese in axialer Richtung verlaufenden
Schmierkanäle sind wiederum in Umfangsrichtung verlaufende Schmierkanäle 30 angeordnet.
Darauf folgen in axialer Richtung ausgerichtete Schmierkanäle 31 und in Umfangsrichtung
ausgerichtete Schmierkanäle 32.
[0021] Die mittels Laser eingebrachten Schmierkanäle sind in axialer Richtung nicht durchgehend.
Die Schmierkanäle sind unterbrochen, um die Spaltverluste und Leckströmungen so gering
wie möglich zu halten. Die Schmierkanäle können, wie in den Figuren 3 und 4 dargestellt
ist, regelmäßige Muster bilden, können aber auch unregelmäßig angeordnet sein.
1. Radialkolbenpumpe zur Kraftstoffhochdruckerzeugung bei Kraftstoffeinspritzsystemen
von Brennkraftmaschinen, insbesondere bei einem Common-Rail-Einspritzsystem, mit einer
in einem Gehäuse gelagerten Antriebswelle, die einen exzentrisch ausgebildeten Wellenabschnitt
aufweist, der mit vorzugsweise mehreren bezüglich der Antriebswelle radial in einer
jeweiligen Elementbohrung hin- und herbewegbaren Kolben zusammenwirkt, um Kraftstoff
anzusaugen und in einem Hochdruckbereich mit Hochdruck zu beaufschlagen, dadurch gekennzeichnet, dass in der äußeren Mantelfläche (3) der Kolben und/oder der inneren Mantelfläche (20)
der Elementbohrung eine Struktur im µm-Bereich ausgebildet ist, dass die Struktur
von paarweise angeordneten Schmierkanälen (9 bis 18) unterschiedlicher Länge gebildet
wird, die jeweils zwei rechtwinklig zueinander angeordnete Arme aufweisen, wobei der
eine Arm in axialer Richtung und der andere Arm in Umfangsrichtung der jeweiligen
Mantelfläche angeordnet ist.
2. Radialkolbenpumpe zur Kraftstoffhochdruckerzeugung bei Kraftstoffeinspritzsystemen
von Brennkraftmaschinen, insbesondere bei einem Common-Rail-Einspritzsystem, mit einer
in einem Gehäuse gelagerten Antriebswelle, die einen exzentrisch ausgebildeten Wellenabschnitt
aufweist, der mit vorzugsweise mehreren bezüglich der Antriebswelle radial in einer
jeweiligen Elementbohrung hin- und herbewegbaren Kolben zusammenwirkt, um Kraftstoff
anzusaugen und in einem Hochdruckbereich mit Hochdruck zu beaufschlagen, dadurch gekennzeichnet, dass in der äußeren Mantelfläche (3) der Kolben und/oder der inneren Mantelfläche (20)
der Elementbohrung eine Struktur im µm-Bereich ausgebildet ist, und dass die Struktur
von einer Vielzahl in axialer Richtung verlaufender Kanäle (27, 29, 31) gebildet wird,
die gruppenweise angeordnet sind und durch in Umfangsrichtung verlaufende Kanäle (28,
30, 32) miteinander in Verbindung stehen.
1. Radial piston pump for fuel high pressure generation in fuel injection systems of
internal combustion engines, particularly in a common-rail injection system, with
a drive shaft which is mounted in a housing and which has an eccentrically designed
shaft portion which cooperates with preferably a plurality of pistons movable to and
fro radially in a respective element bore with respect to the drive shaft, in order
to suck in fuel and act upon the latter with high pressure in a high-pressure region,
characterized in that a structure in the µm range is formed in the outer surface area (3) of the pistons
and/or the inner surface area (20) of the element bore, and in that the structure is formed by lubricating ducts (9 to 18) of different length which
are arranged in pairs and which have in each case two arms arranged at right angles
to one another, one arm being arranged in the axial direction and the other arm in
the circumferential direction of the respective surface area.
2. Radial piston pump for fuel high pressure generation in fuel injection systems of
internal combustion engines, particularly in a common-rail injection system, with
a drive shaft which is mounted in a housing and which has an eccentrically designed
shaft portion which cooperates with preferably a plurality of pistons movable to and
fro radially in a respective element bore with respect to the drive shaft, in order
to suck in fuel and to act upon the latter with high pressure in a high-pressure region,
characterized in that a structure in the µm range is formed in the outer surface area (3) of the pistons
and/or the inner surface area (20) of the element bore, and in that the structure is formed by a multiplicity of ducts (27, 29, 31) which run in the
axial direction and which are arranged in groups and are connected to one another
by means of ducts (28, 30, 32) running in the circumferential direction.
1. Pompe à pistons radiaux pour produire une haute pression de carburant dans des systèmes
d'injection de carburant de moteurs à combustion interne, notamment à rampe commune
(common-rail), comportant un arbre d'entraînement monté dans un boîtier et présentant
un segment excentré qui coopère avec de préférence plusieurs pistons mobiles radialement
par rapport à l'arbre d'entraînement en va-et-vient dans des alésages élémentaires
correspondants, pour aspirer du carburant et le soumettre à une haute pression dans
une zone à haute pression,
caractérisé en ce que
dans la surface externe (3) des pistons et/ou dans la surface interne (20) de l'alésage
élémentaire est réalisée une structure dans la plage des microns, cette structure
étant constituée de canaux de lubrification de longueurs différentes, disposés par
paires (9 à 18) et qui présentent chacun deux bras perpendiculaires dont l'un est
dirigé axialement, tandis que l'autre est dirigé périphériquement par rapport à la
surface correspondante.
2. Pompe à pistons radiaux pour produire une haute pression de carburant dans des systèmes
d'injection de carburant de moteurs à combustion interne, notamment à rampe commune
(common-rail), comportant un arbre d'entraînement monté dans un boîtier et présentant
un segment excentré qui coopère avec de préférence plusieurs pistons mobiles radialement
par rapport à l'arbre d'entraînement en va-et-vient dans des alésages élémentaires
correspondants, pour aspirer du carburant et le soumettre à une haute pression dans
une zone à haute pression,
caractérisé en ce que
dans la surface externe (3) des pistons et/ou dans la surface interne (20) de l'alésage
élémentaire est réalisée une structure dans la plage des microns, cette structure
étant constituée d'une pluralité de canaux (27, 29, 31) dirigés axialement et disposés
par groupes en étant reliés entre eux par des canaux (28, 30, 32) dirigés périphériquement.