| (19) |
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(11) |
EP 1 301 914 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.03.2004 Patentblatt 2004/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.05.2001 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: G08C 19/02 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/005769 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/007124 (24.01.2002 Gazette 2002/04) |
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| (54) |
MESSEINRICHTUNG ZUR MESSUNG EINER PROZESSVARIABLEN
MEASURING DEVICE FOR MEASURING A PROCESS VARIABLE
DISPOSITIF DE MESURE SERVANT A MESURER UNE VARIABLE DE PROCESSUS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
17.07.2000 DE 10034684
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.04.2003 Patentblatt 2003/16 |
| (73) |
Patentinhaber: Endress + Hauser GmbH + Co.KG. |
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79689 Maulburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ARMBRUSTER, Ralf
79183 Waldkirch (DE)
- KLÖFER, Peter
79585 Steinen (DE)
- HARDELL, Alexander
NL-2284 TA Rijswijk ZH (NL)
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| (74) |
Vertreter: Andres, Angelika |
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Endress + Hauser (Deutschland) Holding GmbH,
Colmarer Strasse 6 79576 Weil am Rhein 79576 Weil am Rhein (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 319 820 US-A- 5 416 723
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EP-A- 0 895 209 US-A- 5 650 571
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Meßeinrichtung zur Messung einer industriellen Prozeßvariablen
bei vorgegebener maximaler Leistungsaufnahme durch die Meßeinrichtung. Spezieller
betrifft die Erfindung eine Meßeinrichtung zum Anschluß an eine Stromschleife, insbesondere
eine 4 - 20 mA-Stromschleife, oder an eine digitale Kommunikation.
[0002] Einrichtungen zur Messung einer Prozeßvariablen werden verwendet, um eine Prozeßvariable
zu erfassen und die gemessenen Werte zur anschließenden Verarbeitung weiterzugeben.
Die Weitergabe der gemessenen Werte kann über eine Stromschleife geschehen oder über
eine digitale Kommunikation. In beiden Fällen ist es von Vorteil, wenn die Meßeinrichtung
ihre benötigte Leistung aus den beiden Leitungen entnimmt, über die der Meßwert weitergegeben
wird.
[0003] Bei der Weitergabe der Meßwerte über eine Stromschleife wird der Strom in der Stromschleife
so eingestellt, daß seine Größe die Größe der Prozeßvariablen widerspiegelt. Es hat
sich heutzutage ein Standard durchgesetzt, der Ströme zwischen 4 mA und 20 mA verwendet,
wobei ein Strom von 4 mA durch die Stromschleife den maximalen (oder minimalen) Meßwert
und ein Strom von 20 mA den minimalen (oder maximalen) Meßwert der Prozeßvariablen
repräsentiert.
[0004] Diese Meßtechnik erweist sich als weitgehend störunempfindlich und hat große Verbreitung
in industrieller Anwendung erfahren.
[0005] Einer Meßeinrichtung, die mittels einer Stromschleife versorgt wird, steht nur eine
begrenzte Leistung zur Verfügung. Diese Leistung hängt von der Versorgungsspannung
und dem (gemäß dem auszugebenden Meßwert) aktuell eingestellten Strom ab. Herkömmliche
Meßeinrichtungen sind so dimensioniert, daß sie mit der minimal zur Verfügung stehenden
Leistung auskommen, d.h. nur die bei minimalem Strom und minimaler Spannung anstehende
Leistung benötigen. Steht mehr Leistung zur Verfügung, wird diese zusätzliche Leistung
in einer Stromstufe in Verlustleistung umgesetzt und nicht in der Meßeinrichtung zur
Verbesserung der Messung verwendet.
[0006] Meßeinrichtungen, die über eine digitale Kommunikation angesteuert werden, haben
oft eine konstante Stromaufnahme, da dies für die Datenübertragung notwendig ist.
Hier ist die zur Verfügung stehende Leistung abhängig von der angelegten Klemmenspannung.
Herkömmliche Meßeinrichtungen sind auch hier so ausgelegt, daß die Meßschaltung eine
konstante Leistungsaufnahme hat, die der Leistung bei minimaler Versorgungsspannung
entspricht. Zusätzlich angebotene Leistung bei größerer Versorgungsspannung wird auch
hier in Verlustleistung umgesetzt.
[0007] Aus EP 0 687 375 ist ein Verbesserungsvorschlag bekannt, bei dem ein intelligenter
Meßwertgeber mit einer Fühlerschaltung ausgestattet wird. Der Meßwertgeber wird bei
einer Meßfrequenz betrieben, die einer Leistungsaufnahme entspricht, die größer ist
als die bei minimalem Strom und minimaler Spannung über die Stromschleife verfügbare
Leistung. Kommt es dadurch zu einem Defizit (d.h. die verbrauchte Leistung übersteigt
die zulässige verfügbare Leistung), dann ermittelt die Fühlerschaltung dieses Defizit
und veranlaßt, daß die Ausführung des Meßprogramms ausgesetzt wird, bis das Defizit
nicht mehr besteht.
[0008] Dies führt jedoch, neben anderen Problemen, zu wiederholter Ausgabe falscher Meßwerte,
was nicht akzeptabel ist.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist, eine Meßeinrichtung der eingangs genannten Art anzugeben,
die ohne die Gefahr von Fehlanzeigen des Meßwertes in der Lage ist, ihren Leistungsbedarf
an die zur Verfügung stehende Leistung anzupassen.
[0010] Dabei soll möglichst genau so der insgesamt aufgenommenen Leistung zur Erfüllung
der Meßaufgabe verbraucht werden, daß zum einen Geschwindigkeit und Qualität der Messung
optimiert werden. Theoretisch würde also die gesamte Leistung, die dem jeweils anzuzeigenden
Meßwert entspricht, durch die entsprechend häufige Funktion des Meßwertgebers verbraucht.
In der Praxis wird aber schon sicherheitshalber immer noch eine gewisse Differenz
zwischen zur Verfügung stehender Leistung und zur Erfüllung der Meßaufgabe verbrauchter
Leistung übrig bleiben, damit kein Leistungsdefizit und damit keine Fehlfunktion des
Sensors entstehen kann. Der Überschuß an Leistung wird in der Meßeinrichtung in Verlustleistung
(Wärme) umgesetzt. Die Summe beider aufgenommener Leistungen muß genau so groß sein,
daß der insgesamt vom Sensor aufgenommene Strom einem definierten Wert entspricht.
Dieser Wert ist beim Sensor innerhalb einer Stromschleife (4 - 20 mA) durch den aktuell
auszugebenden Meßwert vorgegeben.
[0011] Beim digital kommunizierenden Sensor entspricht beispielsweise der Wert des konstant
aufgenommenen Stroms den allgemeinen Vorgaben in Zusammenhang mit dem benutzten Kommunikationsprotokoll.
[0012] Zur Lösung der Aufgabe dienen erfindungsgemäß die in den unabhängigen Ansprüchen
definierten Merkmalskombinationen.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert. Grundsätzlich
wird in den am meisten bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung die gewünschte
Anpassung der zur Durchführung der Meßaufgabe aufgenommenen Leistung an die zur Verfügung
stehende Leistung ohne deren Überschreitung dadurch ermöglicht, daß der aktuelle Überschuß
an Leistung, der in Verlustleistung umgesetzt werden müßte, bestimmt wird. Nach Ermittlung
dieses aktuellen Überschusses ist die Kontrolleinheit des Sensors in der Lage, durch
geeignete Maßnahmen bezüglich Art und Häufigkeit der Durchführung der Meßzyklen die
Leistungsaufnahme der Meßeinrichtung an die vorgegebene maximal verfügbare Leistung
so anzunähern, daß der Überschuß minimiert wird, ohne eine bestimmte vorgegebene Grenze
für den Überschuß zu unterschreiten. (Ideal ist der Überschuß an dieser Grenze also
wenigstens annähernd gleich Null.)
[0014] Die Bestimmung des aktuellen Überschusses kann entweder durch direkte Messung des
überschüssigen Stroms oder der überschüssigen Leistung erfolgen. Es ist aber auch
auf indirektem Weg möglich, durch Messung von Strom oder aufgenommener Leistung zur
Durchführung der Meßaufgabe und Messung von zur Verfügung stehender Leistung bzw.
Kenntnis von zur Verfügung stehendem Strom über Differenzbildung den aktuellen Überschuß
zu ermitteln. Wählt man den Weg der indirekten Überschußbestimmung, kann man eine
wesentliche Vereinfachung bei geringem Nachteil dadurch erreichen, daß auf einzelne
Messungen zur Strom- bzw. Leistungsermittlung verzichtet wird und diese durch geeignete
Schätzungen sowie Einhaltung größerer Reserven ersetzt werden.
[0015] Außerdem ist es oft möglich, sich bei der Ermittlung von zur Durchführung der Meßaufgabe
aufgenommener Leistung auf die Leistungsaufnahme der Schaltungsteile zu beschränken,
die bekanntermaßen am meisten ins Gewicht fallen.
[0016] Die Erfindung eignet sich für beliebige Meßeinrichtungen für Prozeßvariable, sofern
diesen Meßeinrichtungen extern eine Leistungsaufnahme, meist eine variierende maximale
Leistungsaufnahme vorgegeben ist. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Vorgabe
der Leistungsaufnahme bei Versorgung mittels einer Stromschleife, weil hier jeweils
(mit dem anzuzeigenden Meßwert variierend) nur soviel Leistung maximal verbraucht
werden darf, wie dem Strom entspricht, der zur Anzeige des richtigen Meßwertes in
den Versorgungsleitungen fließen kann.
[0017] Es ist natürlich denkbar, daß sich die Begrenzung der Leistung, die die Meßeinrichtung
verbrauchen darf, aus anderen Gesichtspunkten ergibt, beispielsweise bei der Verbindung
mit einer digitalen Kommunikation oder aus ganz anderen Gründen.
[0018] Speziell eignet sich die Erfindung besonders für Sensoren wie beispielsweise Füllstands-Sensoren.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von zwei Ausführungsformen beschrieben, bei
denen es sich einerseits um einen Radar-Füllstandssensor, andererseits um einen Ultraschall-Füllstandssensor
handelt. Solche Sensoren werden heute regelmäßig über Stromschleifen oder digitale
Kommunikationen (Profibus PA, Fieldbus Foundation, ...) betrieben und sind daher den
erfindungsgemäß zu überwindenden Schwierigkeiten ausgesetzt.
[0019] Eine bevorzugte Realisierung der Erfindung verwendet eine Stromstufe, die generell
parallel zu den übrigen Komponenten der Meßeinrichtung eingeschaltet wird. Die Stromstufe
dient dazu, die Leistung zu verbrauchen ("Verlustleistung"), die übrig bleibt, wenn
man von der insgesamt (durch die Meßwert-Anzeigefunktion) vorgegebenen Leistung den
Leistungsbedarf der Meßeinrichtung im Meßbetrieb in Abzug bringt. Dieser nicht verbrauchte
Leistungsüberschuß ist, wie schon angegeben, ein Maß für die Reserve, die im System
für eine Steigerung der Meßleistung noch zur Verfügung steht, ohne daß es zu dem im
Stand der Technik (EP 0 687 375) angegebenen Defizit kommt.
[0020] Eine solche Stromstufe bietet verschiedene Möglichkeiten zur Messung des Leistungsüberschusses,
wie im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen noch beschrieben werden wird.
[0021] Hierzu kann der momentane Leistungsüberschuß direkt gemessen werden. Er kann alternativ
dazu auch vorausgeschätzt werden. Dazu können bekannte Daten der Meßeinrichtung, beispielsweise
der relativ große Leistungsverbrauch einzelner Komponenten, herangezogen werden.
[0022] Es ist auch nicht immer nötig, eine dauernde Messung oder Berechnung des sich stets
ändernden Leistungsbedarfes vorzunehmen. Eine einfachere Lösung besteht darin, den
insgesamt zur Verfügung stehenden Bereich, also beispielsweise 4-20 mA, in Unterbereiche
aufzuteilen, denen jeweils eine bestimmte Häufigkeit der Messung pro Zeiteinheit zugewiesen
wird. So läßt sich sehr einfach erreichen, daß in dem Unterbereich, der der höchsten
vorgegebenen Leistungsabnahme entspricht, relativ häufig gemessen wird, während in
den Unterbereichen, die geringeren verfügbaren Leistungen entsprechen, grundsätzlich
entsprechend weniger häufig gemessen wird.
[0023] Es muß dann nur noch überwacht werden, in welchem dieser Unterbereiche das System
gerade arbeitet, was beispielsweise bei Anschluß einer 4 - 20 mA Stromschleife davon
abhängt, welcher Meßwert ausgegeben werden muß und welchem Strom dies dann entspricht,
um dann die Betriebsweise entsprechend zu wählen.
[0024] Der Anschluß der Meßeinrichtung an eine digitale Kommunikation, oder eine damit verbundene
Stromschleife, ermöglicht völlig analoge Maßnahmen zur Erreichung der gleichen Vorteile.
[0025] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung am Beispiel erfindungsgemäßer
Meßeinrichtungen beschrieben. Eine Meßeinrichtung besteht dabei immer aus einem gattungsgemäßen
Teil, der den Figuren 1, 2 oder 7 entspricht, sowie einer Anbindung an die Versorgung
entsprechend den Figuren 3 bis 6 oder 8 bis 13.
[0026] Eine erste beispielhafte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Meßanordnung ist
ein Radar-Füllstandssensor. Der Sensor mißt den Füllstand in einem Behälter. Der gemessene
Wert wird entweder über eine Stromschleife mit z.B. 4 - 20 mA oder über eine digitale
Kommunikation, z.B. einen Feldbus, weitergegeben.
[0027] Figur 1 zeigt einen Teil eines solchen Radar-Sensors (101). Dargestellt ist der gattungsgemäße
Teil, der unabhängig davon ist, wie der gemessene Wert weitergegeben wird.
[0028] Zur Energieversorgung des Sensors (101) dient ein Netzteil (102), das mit Versorgungsleitungen
(14) und (15) mit einer Stromstufe verbunden ist.
[0029] Gesteuert wird der Sensor von einem Mikrocontroller (106), dessen Programm sich in
einem Programmspeicher (107) befindet. Er verwendet für seine Daten ein EEPROM (109)
und ein RAM (108). Der Mikrocontroller steuert das HF-Frontend (103), das Radar-Signale
erzeugt, an die Antenne (114) schickt und die empfangenen Signale aufbereitet. Diese
Signale werden vom Empfänger (104) aufbereitet und mittels eines A/D-Wandlers (105)
digitalisiert an den Mikrocontroller weitergeleitet. Aus den digitalen Signalen bestimmt
der Mikrocontroller einen Meßwert. Diesen gibt er nach einer eventuellen Umwandlung
über eine Steuerleitung (16) weiter an die Stromstufe (vgl. weiter unten), die davon
abhängig einen Strom einstellt, oder an die digitale Schnittstelle, die den Meßwert
über eine digitale Kommunikation weitergibt. Die Steuerleitungen (16) und (17) werden
dabei als Verbindung zur digitalen Schnittstelle benutzt. Zur Reduktion der aufgenommenen
Leistung hat der Mikrocontroller die Möglichkeit, das HF-Frontend, den Empfänger oder
andere Schaltungsteile über Stand-by-Signale in einen Ruhezustand mit verminderter
Leistungs-aufnahme zu versetzen, bzw. diese ganz auszuschalten, wie weiter unten beschrieben.
Zur Messung der aktuellen Leistungsaufnahme des Sensors dienen gegebenenfalls Meßleitungen
(18) - (20) und ein A/D-Wandler (110), der mit dem Mikrocontroller (106) verbunden
ist. Der Mikrocontroller hat einen Modus mit verminderter Stromaufnahme. Kondensatoren
(111), (112), und (113) mindern die Stromschwankungen, die beim Ein- und Ausschalten
der Komponenten entstehen.
[0030] Durch Ändern der Dauer und Häufigkeit, mit der der Mikrocontroller die einzelnen
Komponenten in den Ruhezustand versetzt, kann er den Leistungsbedarf des Sensors beeinflussen.
[0031] Figur 2 zeigt als zweite beispielhafte Ausführungsform einen ähnlich aufgebauten
Ultraschall-Sensor. Gesteuert wird der Sensor von einem Mikrocontroller (206), dessen
Programm sich in einem Programmspeicher (207) befindet. Er verwendet für seine Daten
ein EEPROM (209) und ein RAM (208).
[0032] Der Mikrocontroller steuert den Ultraschallsender (203), der Ansteuersignale für
den Schallwandler (214) liefert. Der Schallwandler (214) erzeugt dadurch Schallwellen,
die ausgesendet und von einem reflektierenden Medium zurückgeworfen werden. Die empfangenen
Signale wandelt der Schallwandler in elektrische Signale, die dem Empfänger (204)
zugeführt werden. Dieser verstärkt und filtert das Signal, bevor es mittels A/D-Wandler
(205) vom Mikrocontroller (206) erfaßt wird. Der Mikrocontroller (206) bestimmt daraus
einen Meßwert, den er nach einer eventuellen Umwandlung über die Steuerleitung (16)
an die Stromstufe, die davon abhängig einen Strom einstellt, oder an die digitale
Schnittstelle weitergibt, die diesen über eine digitale Kommunikation weiterleitet.
[0033] Eine erste bevorzugte Realisierung der erfindungsgemäßen Lösung für die Ausführungsbeispiele
gemäß Figuren 1 und 2 ist in Figur 3 dargestellt. Sie dient zur Messung des Leistungsüberschusses,
der für die Optimierung des Meßeinrichtungsbetriebs jeweils zur Verfügung steht, mittels
einer Stromstufe (302). Die Meßeinrichtung in Figur 3 wird mit einer Stromschleife
über die Anschlüsse (11) und (12) mit Strom versorgt.
[0034] Die Stromstufe (302) ist parallel zur restlichen Schaltung der Meßeinrichtung geschaltet.
Die Stromstufe überwacht den Summenstrom über den Spannungsabfall an einem Widerstand
(R301) und hält ihn konstant. Der Strom durch die Stromstufe wird so geregelt, daß
der Summenstrom durch den Widerstand (R301) konstant bleibt und dem durch die Steuerleitung
(16) vorgegebenen Wert entspricht.
[0035] Der Strom, der in die Klemmen der Meßeinrichtung fließt, teilt sich auf in einen
Anteil, der in die Versorgungsleitung (14) fließt, und einen Anteil, der in die Stromstufe
(302) fließt. Der Strom durch die Versorgungsleitung (14) wird von der Meßeinrichtung
zum Arbeiten verwendet, der Strom durch die Stromstufe wird nicht für die Versorgung
der Meßeinrichtung genutzt, er ist ein Maß für den aktuellen Leistungsüberschuß. Der
Mikrocontroller mißt diesen Überschuß, in Figur 3 dargestellt als Spannungsmessung
über einen Widerstand (R302), und stellt den Stromverbrauch des Sensors so ein, daß
immer ein ausreichender, wenn auch möglichst kleiner Überschuß vorhanden ist. Verringert
sich der Überschuß, werden Teile der Meßeinrichtung (z.B. der Sende- und Empfangsbereich,
oder auch der gesamte Signalerzeugungs- und Verarbeitungsbereich) in einen stromsparenden
Ruhezustand versetzt. Es ist möglich, bei entsprechender Verringerung des Überschusses
eine zeitweise Aussetzung des Betriebes zu realisieren, wie im Stand der Technik (EP
0 687 375) beschrieben.
[0036] Dadurch, daß man immer einen kleinen Überschuß fließen läßt, hat die Stromstufe die
Möglichkeit, kurzzeitige Schwankungen in der Leistungsbilanz auszugleichen, ohne daß
es zu einem Defizit kommt. Schwankungen können z.B. eine kurzzeitig erhöhte Leistungsaufnahme
oder eine Schwankung der Versorgungsspannung sein.
[0037] Eine exaktere Messung des Leistungsüberschusses ergibt sich, wenn man zusätzlich
die Spannung an der Versorgungsleitung + (14) mit Hilfe der Meßleitung (19) mißt.
Man erhält dann durch Multiplikation von Strom und Spannung direkt die überschüssige
Leistung.
[0038] Figur 4 zeigt alternative Möglichkeiten, die Stromstufe (402) aufzubauen. Sie befindet
sich hier in Reihe zu den Versorgungsleitungen (14, 15). Ihr ist eine Z-Diode (403)
(alternativ eine elektronische Schaltung, die eine variable Stromaufnahme abhängig
von der Spannung besitzt) nachgeschaltet. (Die elektronische Schaltung ist üblicherweise
zu bevorzugen.) Wie oben, gemäß Figur 3, wird auch hier der Summenstrom der kompletten
Meßeinrichtung über einen Widerstand (R401) gefühlt und dementsprechend geregelt.
Der Strom teilt sich nach der Stromstufe auf in einen Teil, der zur Versorgung der
Meßeinrichtung verwendet wird (Versorgungsleitung + (14)) und einen überschüssigen
Teil, der von der Z-Diode aufgenommen wird. Die Messung des Überschusses geschieht
über den Spannungsabfall über einem Widerstand (R402), da der Strom durch (R402) ein
Maß für den aktuellen Leistungsüberschuß ist.
[0039] Die Bestimmung des Leistungsüberschusses wird genauer, wenn man zusätzlich die Spannung
an der Versorgungsleitung + (14) mit der Meßleitung (18) mißt.
[0040] In Figur 13 ist eine gegenüber Figur 4 verbesserte Schaltung dargestellt. Eine Stromstufe
(1302) ist in Reihe zu den Versorgungsleitungen geschaltet. Ihr ist eine Schaltung
(1303) nachgeschaltet, die überschüssige Leistung aufnimmt. Dazu fühlt sie die Spannung
an der Versorgungsleitung + (14) und mit Hilfe eine Leitung (1304) die Spannung vor
der Stromstufe. Die Schaltung (1303) nimmt dabei genau so viel Strom auf, daß der
Spannungsabfall über der Stromstufe (1302) zur Verringerung von Verlustleistung möglichst
klein wird, aber groß genug bleibt, so daß die Stromstufe den Strom konstant halten
kann, auch wenn Schwankungen der Versorgungsspannungen oder der Stromaufnahme des
Sensors auftreten. Ein Maß für die überschüssige Leistung ergibt sich daher aus dem
Strom durch die Schaltung (1303), der z.B. über den Spannungsabfall an (R1302) mit
Hilfe der Meßleitung (20) gemessen wird.
[0041] Die Bestimmung des Leistungsüberschusses wird genauer, wenn man zusätzlich die Spannung
an der Versorgungsleitung + (14) mit der Meßleitung (18) mißt.
[0042] In Figur 5 ist eine Stromstufe (502) vergleichbar zu der in Figur 3 gezeigt. Im Unterschied
dazu wird hier der momentane Leistungsüberschuß nicht direkt gemessen. Über einen
Widerstand (R502) wird der Strombedarf der Meßeinrichtung ermittelt. Aus der Differenz
zwischen dem bekannten Strom, der in der Stromschleife fließt, und dem Strombedarf
der Meßeinrichtung durch (R502) läßt sich ein Maß für den Überschuß ableiten. Auch
hier kann die überschüssige Leistung genauer durch eine zusätzliche Messung der an
der Versorgungsleitung + (14) zur Verfügung stehenden Spannung mittels Meßleitung
(19) ermittelt werden.
[0043] Figur 6 stellt eine Stromstufe (602) dar, ähnlich Figur 4. Im Unterschied zur Meßeinrichtung
nach Figur 4 wird hier jedoch nicht direkt der Überschuß gemessen, sondern die Eingangsleistung
an den Klemmen der Meßeinrichtung und die Leistungsaufnahme, die die Meßeinrichtung
zur Versorgung benötigt, bestimmt. Die Eingangsleistung ergibt sich aus dem bekannten
Strom, der in der Stromschleife fließt, und der über Meßleitung (19) gemessenen Eingangsspannung.
Die Leistungsaufnahme, die die Meßeinrichtung zur Versorgung benötigt, wird aus dem
Strom durch (R602) und der über Meßleitung (18) gemessenen Spannung der Versorgung
+ (14) bestimmt. Die Differenz beider Leistungen ist ein Maß für den aktuell anstehenden
Überschuß an Leistung.
[0044] Häufig ist der Leistungsverbrauch der Meßeinrichtung (101, 102) im wesentlichen bestimmt
durch ein oder mehrere große Verbraucher. Erhält man eine Information über den Leistungsverbrauch
dieser Komponenten, kann man eine Aussage über den Leistungsverbrauch der Meßeinrichtung
machen, indem man z.B. für den unbekannten Leistungsverbrauch der anderen Komponenten
einen Worst-Case-Wert annimmt. Zusätzlich wird die zur Verfügung stehende Leistung
bestimmt, wie z.B. in den Figuren 3 bis 6 dargestellt und daraus der Leistungsüberschuß
bestimmt. Anhand des Leistungsüberschusses bestimmt der Mikrocontroller, ob Teile
der Meßeinrichtung in den besagten Ruhezustand versetzt werden müssen, um den Leistungsverbrauch
der Meßeinrichtung zu steuern. Figur 7 zeigt hierfür als weitere bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung einen Radar-Sensor, der mit Hilfe einer Meßleitung (715) eine Aussage
über die Leistungsaufnahme des Empfängers (704) erhält. Ob der Sensor hierbei mittels
einer Stromschleife oder einer digitalen Kommunikation versorgt wird, ist unerheblich.
Bei einem Ultraschall-Sensor oder einem Sensor mit am Seil geführtem Radar ist das
gleiche Vorgehen durchführbar. Wichtig ist hierbei nur, einen oder mehrere Hauptverbraucher
auszumachen, deren aktueller Leistungsbedarf bestimmt wird.
[0045] Es ist möglich, die oben beschriebenen Einrichtungen zu vereinfachen. Solche Ausführungsformen
der Erfindung werden nun anhand Figuren 8 und 9 erläutert.
[0046] Für eine grobe Aussage, wieviel Überschuß momentan vorhanden ist, kann es ausreichen,
nur die zur Verfügung stehende Leistung zu ermitteln. Diese läßt sich z.B. aus Eingangsstrom
und Eingangsspannung bestimmen. Der Eingangsstrom ist bekannt, da er vom Mikrocontroller
über die Steuerleitung (16) der Stromstufe vorgegeben wird, die Eingangsspannung wird,
wie in den Figuren 8 und 9 gezeigt, mittels einer Meßleitung (18) gemessen. Abhängig
von der ermittelten zur Verfügung stehenden Leistung können nun die Ruhezustände der
einzelnen Komponenten dazu verwendet werden, die aufgenommene Leistung des Sensors
der zur Verfügung stehenden Leistung so anzupassen, daß immer ein gewisser Leistungsüberschuß
bestehen bleibt.
[0047] Eine hierauf aufbauende Vereinfachung besteht darin, die Eingangsspannung nicht zu
messen, die Meßleitung (18) in den Figuren 8 und 9 ist dann nicht notwendig. Anhand
des eingestellten Stromes, der nicht gemessen werden muß, da er vom Mikrocontroller
über die Steuerleitung (16) der Stromstufe vorgegeben wird, kann man eine Aussage
über die zur Verfügung stehende Leistung treffen. Bei maximalem Strom, z.B. 20 mA,
steht selbst bei minimaler Spannung relativ viel Leistung zur Verfügung, erst bei
relativ kleinen Strömen, z.B. nahe 4 mA, kann wenig Leistung zur Verfügung stehen.
Es reicht daher aus, die Steuerung der Ruhezustände nur abhängig vom eingestellten
Strom auszurichten und die Dauer und Häufigkeit, mit der die Ruhezustände aktiviert
werden, so einzustellen, daß auch bei minimaler Eingangsspannung und maximalem Leistungsverbrauch
der einzelnen Komponenten die zur Verfügung stehende Leistung nicht überschritten
wird.
[0048] Weitere erfindungsgemäß bevorzugte Vereinfachungen zeigen die Figuren 10 und 11.
Hier wird nur der momentan benötigte Strom als Spannungsabfall über den Widerstand
(R1002) mit Hilfe der Meßleitung (18) bzw. über (R1102) mit Hilfe der Meßleitung (20)
gemessen. Der Mikrocontroller kann diesen Strom durch Steuerung der Ruhezustände so
regeln, daß er immer unter dem aktuell zur Verfügung stehenden Strom bleibt.
Ausgehend von Figur 7 ist es möglich als weitere Vereinfachung nur den Leistungsbedarf
eines oder mehrerer Hauptverbraucher zu bestimmen und davon abhängig die Ruhezustände
der Komponenten zu steuern, ohne die zur Verfügung stehende Leistung zu bestimmen.
[0049] Bei Meßeinrichtungen mit Anschluß an eine digitale Kommunikation, z.B. einem Feldbus,
stellen sich ähnliche Ansprüche an die Meßeinrichtung. Der Strom, den die Meßeinrichtung
dem digitalen Bus entnehmen darf, muß konstant sein, er ist üblicherweise fest eingestellt.
Auch hier gibt es die Notwendigkeit, die Leistungsaufnahme der Meßeinrichtung dem
Leistungsangebot anzupassen. Die Art und Weise, wie dies zu realisieren ist, entspricht
den bisherigen Ausführungen. Es ist lediglich zu beachten, daß der Strom durch die
Stromstufe nicht vom Meßwert abhängt, sondern üblicherweise fest eingestellt ist.
[0050] Beispielhaft ist in Figur 12 ein Teil einer solchen Meßeinrichtung dargestellt. Die
Stromstufe (1202) hält den Strom in Zeiten, wenn keine Kommunikation stattfindet,
konstant. Zum Senden digitaler Signale erhält die digitale Schnittstelle (1203) über
die Steuerleitung (16) vom Mikrocontroller Daten, die sie in modulierter Form an die
Stromstufe weitergibt, welche den Strom entsprechend verändert. Die Art der Modulation
hängt von den Spezifikationen der verwendeten digitalen Kommunikation ab. Daten werden
empfangen, indem die Signale an der Versorgungsleitung + (14) oder an der Stromstufe
(1202) von der digitalen Schnittstelle (1203) erkannt und demoduliert über die Steuerleitung
(17) an den Mikrocontroller weitergeleitet werden. Die Messung des Überschusses wird,
wie in Figur 3 bereits dargelegt, realisiert, indem der Spannungsabfall über (R1202)
mit der Meßleitung (18) gemessen wird oder zusätzlich die Spannung an der Versorgungsleitung
+ (14) mit der Meßleitung (19). Genauso sind die anderen bisher beschriebenen Verfahren
auf Meßeinrichtungen mit digitaler Kommunikation anwendbar.
1. Meßeinrichtung zur Messung einer Prozeßvariablen bei vorgegebener maximaler Leistungsaufnahme
durch die Meßeinrichtung, insbesondere zum Anschluß an eine Stromschleife, wie etwa
eine 4 - 20 mA Stromschleife, oder an eine digitale Kommunikation, mit einer Einrichtung
zur Regelung des Meßbetriebs der Meßeinrichtung in Anpassung an die vorgegebene Leistungsaufnahme,
bei weicher die Regelungseinrichtung (302, 402, 502, 602, 802, 902, 1002, 1102, 1202,
1302; 403, 603, 903, 1103, 1203, 1303; 106, 206, 706) den Leistungsüberschuß, um den
die vorgegebene Leistungsaufnahme der Meßeinrichtung (101, 201, 301, 401, 501, 601,
701, 801, 901, 1001, 1101, 1201, 1301) die Leistungsaufnahme für den Meßbetrieb der
Meßeinrichtung (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701, 801, 901, 1001, 1101, 1201, 1301)
übersteigt, mißt oder vorausschätzt und den Meßbetrieb so regelt, daß diese Leistungsaufnahme
der vorgegebenen Leistungsaufnahme angenähert wird, ohne daß die vorgegebene Leistungsaufnahme
überschritten wird.
2. Meßeinrichtung nach Anspruch 1, bei der die vorgegebene Leistungsaufnahme durch einen
vorgegebenen Strom und/oder eine vorgegebene Versorgungsspannung bestimmt ist.
3. Meßeinrichtung nach Anspruch 1, bei der die Regelungseinrichtung den Leistungsbedarf
für den Meßbetrieb der Meßeinrichtung abhängig vom vorgegebenen Strom, von der Versorgungsspannung
oder der aus beiden bestimmten Leistung einstellt.
4. Meßeinrichtung nach Anspruch 1, bei der die Regelungseinrichtung den Leistungsbedarf
für den Meßbetrieb der kompletten Meßeinrichtung bzw. wenigstens eines Hauptverbrauchers
(704) der Meßeinrichtung (701) mißt oder vorausschätzt und den Meßbetrieb in Anspruch
auf das Ergebnis regelt.
5. Meßeinrichtung nach Ansprüchen 1 - 4, bei der die Regelungseinrichtung den Meßbetrieb
so regelt, daß der Leistungsüberschuß minimiert wird.
6. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, zum Anschluß an eine Stromschleife
(11,12) mit einem Mikroprozessor (106, 206, 706), einem Programmspeicher (107, 207,
707), der ein Programm zur Ausführung durch den Mikroprozessor speichert, einem oder
mehreren EEPROM- und/oder RAM-Bausteinen (108, 208. 708; 109, 209, 709), Schaltungselementen
(103, 104; 203, 204; 703, 704), die einen Betriebsmodus und einen stromsparenden Ruhezustand
besitzen, und einer vom Mikroprozessor gesteuerten Stromstufe (302, 402, 502, 602,
802, 902, 1002, 1102, 1302), die die Größe eines in der Stromschleife fließenden Stromes
derart regelt, daß sie auf vorgegebene Weise mit der Größe des Meßwertes der Prozeßvariablen
korreliert, indem sie eine die Größe des Meßwertes übertreffende Überschußleistung
in der Stromstufe in Verlustleistung umsetzt, wobei abhängig vom eingestellten Strom
durch die Stromschleife und/oder abhängig von der Versorgungs-spannung die Ausführung
des Meßprogramms vom Mikroprozessor unterbrochen wird.
7. Meßeinrichtung nach Anspruch 6, bei der abhängig vom eingestellten Strom durch die
Stromschleife und/oder von der Versorgungsspannung die Anzahl der Meßzyklen pro Zeitintervall
vom Mikroprozessor eingestellt wird.
8. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, zum Anschluß an eine Stromschleife
(11,12) mit einem Mikroprozessor (106, 206, 706), einem Programmspeicher (107, 207,
707), der ein Programm zur Ausführung durch den Mikroprozessor speichert, einem oder
mehreren EEPROM- und/oder RAM-Bausteinen (108, 208, 708; 109, 209, 709), Schaltungselementen
(103, 104; 203, 204; 703, 704), die einen Betriebsmodus und einen stromsparenden Ruhezustand
besitzen, und einer vom Mikroprozessor gesteuerten Stromstufe (302, 402, 502, 1302),
die den in der Stromschleife fließenden Stromes derart regelt, daß er auf bestimmte
vorgegebene Weise mit dem Meßwert der Prozeßvariablen korreliert, indem sie eine Überschußleistung
in der Stromstufe in Verlustleistung umsetzt, wobei die in der Stromstufe (302, 402,
502, 1302) in Verlustleistung umgesetzte Überschußleistung gemessen wird und, falls
diese Überschußleistung über einem bestimmten vorgegebenen Wert liegt, die Anzahl
der Meßzyklen pro Zeitintervall vom Mikroprozessor erhöht wird, und, falls die Überschußleistung
unter einem bestimmten vorgegebenen Wert liegt, die Anzahl der Meßzyklen pro Zeitintervall
vom Mikroprozessor erniedrigt wird.
9. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, zum Anschluß an eine digitale Kommunikation
(8,9) mit einem Mikroprozessor (106, 206, 706), einem Programmspeicher (107, 207,
707), der ein Programm zur Ausführung durch den Mikroprozessor speichert, einem oder
mehreren EEPROM- und/oder RAM-Bausteinen (108, 208. 708; 109, 209, 709), Schaltungselementen
(103,104; 203, 204; 703, 704), die einen Betriebsmodus und einen stromsparenden Ruhezustand
besitzen, und einer vom Mikroprozessor gesteuerten Stromstufe (1202), wobei abhängig
von der Versorgungsspannung die Ausführung des Meßprogramms vom Mikroprozessor unterbrochen
wird.
10. Meßeinrichtung nach Anspruch 9, bei der abhängig von der Versorgungsspannung die Anzahl
der Meßzyklen pro Zeitintervall vom Mikroprozessor eingestellt. wird.
11. Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, zum Anschluß an eine digitale Kommunikation
(8,9), mit einem Mikroprozessor (106, 206, 706), einem Programmspeicher (107, 207,
707), der ein Programm zur Ausführung durch den Mikroprozessor speichert, einem oder
mehreren EEPROM- und/oder RAM-Bausteinen (108, 208, 708; 109, 209, 709), Schaltungselementen
(103, 104; 203, 204; 703, 704), die einen Betriebsmodus und einen stromsparenden Ruhezustand
besitzen, und einer vom Mikroprozessor gesteuerten Stromstufe (1202), die eine Überschußleistung
in der Stromstufe in Verlustleistung umsetzt, wobei die in der Stromstufe (1202) in
Verlustleistung umgesetzte Überschußleistung gemessen wird und, falls diese Überschußleistung
über einem bestimmten vorgegebenen Wert liegt, die Anzahl der Meßzyklen pro Zeitintervall
vom Mikroprozessor erhöht wird, und, falls die Überschußleistung unter einem bestimmten
vorgegebenen Wert liegt, die Anzahl der Meßzyklen pro Zeitintervall vom Mikroprozessor
erniedrigt wird.
1. A measuring device for measuring a process variable with a pre-set maximum power consumption
by the measuring device, in particular for connexion to a current loop, such as for
example a 4 to 20 mA current loop, or to a digital communication, with a device for
regulating the measuring operation of the measuring device in conformity with the
pre-set power consumption, in which the regulating device (302, 402, 502, 602, 802,
902, 1002, 1102, 1202, 1302; 403, 603, 903, 1103, 1203, 1303; 106, 206, 706) measures
or predicts the power excess by which the pre-set power consumption of the measuring
device (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701, 801, 901, 1001, 1101, 1201, 1301) exceeds
the power consumption for the measuring operation of the measuring device (101, 201,
301, 401, 501, 601, 701, 801, 901, 1001, 1101, 1201, 1301), and regulates the measuring
operation in such a way that the latter power consumption is approximated to the pre-set
power consumption, without the pre-set power consumption being exceeded.
2. A measuring device according to Claim 1, in which the pre-set power consumption is
determined by a pre-set current and/or by a pre-set supply voltage.
3. A measuring device according to Claim 1, in which the regulating device sets the power
requirement for the measuring operation of the measuring device in a manner dependent
upon the pre-set current, upon the supply voltage or the power determined from both.
4. A measuring device according to Claim 1, in which the regulating device measures or
predicts the power requirement for the measuring operation of the complete measuring
device or at least one main consumer device (704) of the measuring device (701) and
regulates the measuring operation with a view to the result.
5. A measuring device according to Claims 1 to 4, in which the regulating device regulates
the measuring operation in such a way that the power excess is minimized.
6. A measuring device according to one of Claims 1 to 5, for connexion to a current loop
(11, 12) with a microprocessor (106, 206, 706), a program memory (107, 207, 707) which
stores a program to be carried out by the microprocessor, one or more EEPROM and/or
RAM modules (108, 208, 708; 109, 209, 709), circuit elements (103, 104; 203, 204;
703, 704) which have an operating mode and a current-saving state of rest, and a current
step (302, 402, 502, 602, 802, 902, 1002, 1102, 1302) which is controlled by the microprocessor
and which regulates the magnitude of a current flowing in the current loop in such
a way that the said magnitude correlates in a pre-set manner with the magnitude of
the measurement figure of the process variable, in that it converts excess power exceeding
the magnitude of the measurement figure in the current step into loss power, wherein
the performance of the measurement program is interrupted by the microprocessor in
a manner dependent upon the set current through the current loop and/or in a manner
dependent upon the supply voltage.
7. A measuring device according to Claim 6, in which the number of measurement cycles
per time interval is set by the microprocessor in a manner dependent upon the set current
through the current loop and/or upon the supply voltage.
8. A measuring device according to one of Claims 1 to 5, for connexion to a current loop
(11, 12) with a microprocessor (106, 206, 706), a program memory (107, 207, 707) which
stores a program to be carried out by the microprocessor, one or more EEPROM and/or
RAM modules (108, 208, 708; 109, 209, 709), circuit elements (103, 104; 203, 204;
703, 704) which have an operating mode and a current-saving state of rest, and a current
step (302, 402, 502, 1302) which is controlled by the microprocessor and which regulates
the current flowing in the current loop in such a way that the said current correlates
in a specified pre-set manner with the measurement figure of the process variable,
in that it converts excess power in the current step into loss power, wherein the
excess power converted in the current step (302, 402, 502, 1302) into loss power is
measured and, if the said excess power is above a specified pre-set figure, the number
of measurement cycles per time interval is increased by the microprocessor and, if the excess power is below
a specified pre-set figure, the number of measurement cycles per time interval is decreased by the microprocessor.
9. A measuring device according to one of Claims 1 to 5, for connexion to a digital communication
(8, 9) with a microprocessor (106, 206, 706), a program memory (107, 207, 707) which
stores a program to be carried out by the microprocessor, one or more EEPROM and/or
RAM modules (108, 208, 708; 109, 209, 709), circuit elements (103, 104; 203, 204;
703, 704) which have an operating mode and a current-saving state of rest, and a current
step (1202) which is controlled by the microprocessor, wherein the performance of
the measurement program is interrupted by the microprocessor in a manner dependent
upon the supply voltage.
10. A measuring device according to Claim 9, in which the number of measurement cycles
per time interval is set by the microprocessor in a manner dependent upon the supply
voltage.
11. A measuring device according to one of Claims 1 to 5, for connexion to a digital communication
(8, 9) with a microprocessor (106, 206, 706), a program memory (107, 207, 707) which
stores a program to be carried out by the microprocessor, one or more EEPROM and/or
RAM modules (108, 208, 708; 109, 209, 709), circuit elements (103, 104; 203, 204;
703, 704) which have an operating mode and a current-saving state of rest, and a current
step (1202) which is controlled by the microprocessor and which converts excess power
in the current step into loss power, wherein the excess power converted in the current
step (1202) into loss power is measured and, if the said excess power is above a specified
pre-set figure, the number of measurement cycles per time interval is increased by the microprocessor and, if the excess power is below
a specified pre-set figure, the number of measurement cycles per time interval is
decreased by the microprocessor.
1. Dispositif de mesure pour mesurer une variable de procédé pour une consommation de
puissance maximale au moyen du dispositif de mesure, notamment pour une connexion
à une boucle de courant, comme par exemple, une boucle de courant 4 à 20 mA, ou à
une communication numérique , avec un dispositif pour régler le fonctionnement de
mesure du dispositif de mesure en l'adaptant à la consommation de puissance prédéterminée,
pour laquelle puissance le dispositif de réglage (302, 402, 502, 602, 802, 902, 1002,
1102, 1102, 1202, 1302 ; 403, 603, 903, 1103, 1203, 1303 ; 106, 206, 706) mesure ou
évalue préalablement le surplus en puissance à hauteur duquel la consommation de puissance
prédéterminée du dispositif de mesure (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701, 801, 901,
1001, 1101, 1201, 1301) dépasse la consommation de puissance pour le fonctionnement
de mesure du dispositif de mesure (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701, 801, 901, 1001,
1101, 1201, 1301) et règle le fonctionnement de mesure de manière à ce que cette consommation
de puissance soit rapprochée de la consommation de puissance prédéterminée sans que
la consommation de puissance prédéterminée soit dépassée.
2. Dispositif de mesure selon la revendication 1 dans lequel la consommation de puissance
est déterminée au moyen d'un courant prédéterminé et / ou une tension d'alimentation
prédéterminée.
3. Dispositif de mesure selon la revendication 1 dans lequel le dispositif de réglage
règle le besoin en puissance pour le fonctionnement de mesure du dispositif de mesure
en fonction du courant prédéterminé en fonction du courant prédéterminé, de la tension
d'alimentation ou de la puissance déterminée à partir de ces deux données.
4. Dispositif de mesure selon la revendication 1 dans lequel le dispositif de réglage
mesure ou évalue préalablement le besoin en puissance pour le fonctionnement de mesure
du dispositif de mesure complet ou au moins d'un consommateur principal (704) du dispositif
de mesure (701) et règle le fonctionnement de mesure en vue du résultat.
5. Dispositif de mesure selon les revendications 1 à 4 dans lequel le dispositif de réglage
règle le fonctionnement de mesure de manière à ce que le surplus en puissance soit
minimisé.
6. Dispositif de mesure selon une des revendications 1 à 5, pour la connexion à une boucle
de courant (11, 12) avec un microprocesseur (106, 206, 706), une mémoire de programme
(107, 207, 707) qui mémorise un programme pour le fonctionnement au moyen d'un microprocesseur,
un ou plusieurs éléments EEPROM et / ou RAM (108, 208, 708 ; 109, 209, 709), des éléments
de circuit (103, 104 ; 203, 204 ; 703, 704) qui possèdent un mode de fonctionnement
et un état de repos économisant du courant , et un étage de courant (302, 402, 502,
602, 802, 902, 1002, 1102, 1302) commandé par un microprocesseur, lequel étage règle
la grandeur d'un courant traversant la boucle de courant de manière à ce que cette
grandeur soit corrélée de façon prédéterminée avec la grandeur de la valeur de mesure
de la variable de procédé en ce que cette grandeur transforme dans l'étage de courant,
une puissance en surplus, dépassant la grandeur de la valeur de mesure en puissance
de perte ; la réalisation du programme de mesure étant interrompue par le microprocesseur
en fonction du courant réglé passant à travers la boucle de courant et / ou en fonction
de la tension d'alimentation.
7. Dispositif de mesure selon la revendication 6, dans lequel le nombre de cycles de
mesure par intervalle de temps est réglé par le microprocesseur en fonction du courant
réglé passant à travers la boucle de courant et / ou en fonction de la tension d'alimentation.
8. Dispositif de mesure selon une des revendications 1 à 5 pour la connexion à une boucle
de courant (11, 12) avec un microprocesseur (106, 206, 706), une mémoire de programme
(107, 207, 707) qui mémorise un programme pour le fonctionnement au moyen d'un microprocesseur,
une ou plusieurs éléments EEPROM et / ou RAM (108, 208, 708 ; 109, 209, 709), des
éléments de circuit (103, 104 ; 203, 204 ; 703, 704) qui possèdent un mode de fonctionnement
et un état de repos économisant du courant, et un étage de courant (302, 402, 502,
602, 802, 902, 1002, 1102, 1302) commandé par un microprocesseur, lequel étage règle
la grandeur d'un courant traversant la boucle de courant de manière à ce que cette
grandeur soit corrélée de façon prédéterminée avec la grandeur de la valeur de mesure
de la variable de procédé en ce que cette grandeur transforme dans l'étage de courant,
une puissance en surplus dépassant la grandeur de la valeur de mesure, en puissance
de perte ; la puissance en surplus transformée dans l'étage de courant (302, 402,
502, 1302) en puissance de perte étant mesurée et, si cette puissance en surplus est
au dessus d'une certaine valeur prédéterminée, le nombre de cycles de mesure par intervalle
de temps est augmenté par le microprocesseur ; si cette puissance en surplus est en
dessous d'une certaine valeur prédéterminée, le nombre de cycles de mesure par intervalle
de temps est diminué.
9. Dispositif de mesure selon une des revendications 1 à 5 pour la connexion à une boucle
de courant (11, 12) avec un microprocesseur (106, 206, 706), une mémoire de programme
(107, 207, 707) qui mémorise un programme pour le fonctionnement au moyen d'un microprocesseur,
un ou plusieurs éléments EEPROM et / ou RAM (108, 208, 708 ; 109, 209, 709), des éléments
de circuit (103, 104 ; 203, 204 ; 703, 704) qui possèdent un mode de fonctionnement
et un état de repos économisant du courant et un étage de courant (302, 402, 502,
602, 802, 902, 1002, 1102, 1302) commandé par un microprocesseur ; la réalisation
du programme de mesure étant interrompue par le microprocesseur en fonction de la
tension d'alimentation.
10. Dispositif de mesure selon la revendication 6, dans lequel le nombre de cycles de
mesure par intervalle de temps est réglé par le microprocesseur en fonction de la
tension d'alimentation.
11. Dispositif de mesure selon une des revendications 1 à 5 pour la connexion à une boucle
de courant (11, 12) avec un microprocesseur (106, 206, 706), une mémoire de programme
(107, 207, 707) qui mémorise un programme pour le fonctionnement au moyen d'un microprocesseur,
un ou plusieurs éléments EEPROM et / ou RAM (108, 208, 708 ; 109, 209, 709), des éléments
de circuit (103, 104 ; 203, 204 ; 703, 704) qui possèdent un mode de fonctionnement
et un état de repos économisant du courant ainsi qu' un étage de courant (1202) commandé
par le microprocesseur qui transforme une puissance en surplus en puissance de perte
; la puissance en surplus transformée dans l'étage de courant (1202) en puissance
de perte étant mesurée ; si cette puissance en surplus est au dessus d'une certaine
valeur prédéterminée, le nombre de cycles de mesure par intervalle de temps est augmenté
par le microprocesseur ; si cette puissance en surplus est en dessous d'une certaine
valeur prédéterminée, le nombre de cycles de mesure par intervalle de temps est diminué.