[0001] Die Erfindung betrifft einen Fächer mit einem faltbaren elastischen Rahmen, durch
den eine Bespannung aufgespannt ist.
[0002] Es sind Fächer bekannt, die ein starres Fächerblatt aufweisen, was eine unhandliche
Größe bedingt, oder andererseits Fächer, die aufklappbar sind, was jedoch eine wenig
robuste Form ergibt. Ein solcher starrer Fächer ist beispielsweise in der US 543.252
A beschrieben.
[0003] Weiters sind aus der US 5,975.849 A oder der US 4,911.611 A Fächer mit einem elastischen
Rahmen bekannt, durch den eine Bespannung aufgespannt ist. Diese Fächer können durch
entsprechendes Einklappen des elastischen Rahmens in einen kompakten Zustand gebracht
werden, der einen leichten Transport ermöglicht. An dem elastischen Rahmen sind ausklappbare
Handgriffe befestigt, die eine zweckentsprechende Verwendung des Fächers ermöglichen.
Es hat sich herausgestellt, dass solche Fächer in der Praxis wenig brauchbar sind,
da diese Fächer an der Verbindungsstelle zwischen den Handgriffen und dem elastischen
Rahmen sehr biegeweich sind, und es daher nicht möglich ist, nennenswerte Luftbewegungen
hervorzurufen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Fächer zu schaffen, der sowohl robust
ist, als auch leicht zusammengelegt werden kann und dennoch eine für den Gebrauch
ausreichende Stabilität und Steifigkeit aufweist.
[0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Enden des elastischen Rahmens in einer Klemmhülse
miteinander verbunden sind.
[0006] Der erfindungsgemäße Fächer weist eine stabile und robuste Form auf, lässt sich einfach
zusammenklappen und dadurch verkleinern und ist einfach und kostengünstig herstellbar.
Der Fächer entfaltet sich aus dem zusammengeklappten Zustand selbsttätig.
[0007] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass durch die
Verbindung der Enden des elastischen Rahmens in einer Klemmhülse die Möglichkeit geschaffen
wird, eine ausreichende Stabilität und Steifigkeit zu erreichen, die zur Erzielung
einer entsprechenden Luftbewegung erforderlich ist.
[0008] Eine festigkeitstechnisch besonders günstige Ausbildung ist gegeben, wenn sich die
Enden des elastischen Rahmens in der Klemmhülse tangential annähern. Auf diese Weise
ist sichergestellt, dass der Rahmen von der Klemmhülse ausgehend zunächst konkav gekrümmt
ist und in einem vorbestimmten Abstand von der Klemmhülse in eine konvexe Krümmung
übergeht.
[0009] Die Funktionalität des Fächers wird insbesondere dadurch erhöht, dass die Enden des
elastischen Rahmens einen Griffabschnitt bilden.
[0010] Die Herstellung des erfindungsgemäßen Fächers wird insbesondere dadurch wesentlich
erleichtert, dass die Bespannung im Bereich des Rahmens durch eine Naht tunnelförmig
ausgebildet ist und den Rahmen umgibt.
Eine besonders begünstigte Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass der Rahmen
in unbelastetem, entfalteten Zustand dreidimensional gekrümmt ist. Die dreidimensionale
Krümmung wird dadurch erreicht, dass die Länge der Bespannung in Längsrichtung des
Fächers, d.h. von der Klemmhülse zu dem von der Klemmhülse am weitesten entfernten
Punkt, dem Scheitelpunkt, etwas geringer ist als die geometrische Länge des Rahmens,
die sich im unbelasteten Zustand ohne diese Bespannung einstellen würde. Auf diese
Weise ergibt sich bei dem unbelasteten, bespannten Fächer eine dreidimensionale Krümmung
des Rahmens und demzufolge eine dreidimensionale Krümmung der Bespannung. Durch diese
räumliche Form wird eine besondere Stabilität bewirkt, die es ermöglicht, in der Praxis
große Luftmengen zu bewegen.
[0011] Der Fächer kann auf einfache Weise in eingefaltetem Zustand gehalten werden, wenn
im Bereich des Rahmens eine Fixierungsschlinge angebracht ist.
[0012] In der Folge wird die Erfindung anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsvariante der Erfindung in einer Draufsicht;
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung in einer Darstellung entsprechend Fig.
1;
- Fig. 3
- eine Darstellung der Ausführungsvariante von Fig. 1 in halb zusammengeklapptem Zustand;
- Fig. 4
- die Ausführungsvariante von Fig. 1 in völlig zusammengeklapptem Zustand; und
- Fig. 5
- die Ausführungsvariante von Fig. 2 in völlig zusammengeklapptem Zustand.
[0013] Der erfindungsgemäße Fächer besteht aus einem elastischen Rahmen 1 aus einem Glasfibermaterial
oder aus Federstahldraht, durch den eine Bespannung 2, beispielsweise aus textilem
Material, aufgespannt ist. Die Bespannung 2 ist im Bereich des Rahmens 1 um diesen
herum geführt und durch eine Naht 3 in der Form eines Tunnels 6 ausgebildet, der den
Rahmen 1 aufnimmt. Die beiden Enden des Rahmens 1 nähern sich im Bereich eines Griffabschnitts
7 tangential aneinander an und sind durch eine Klemmhülse 4 fest miteinander verbunden.
Bei der Ausführungsvariante von Fig. 2 ist zusätzlich eine Fixierungsschlinge 5 vorgesehen,
um den Fächer im zusammengeklappten Zustand zu halten.
[0014] Die Mittellinie 8 des Fächers, die sich von der Klemmhülse 4 zum Scheitel 9 erstreckt,
ist in unbelastetem Zustand gekrümmt, so dass sich eine dreidimensionale Krümmung
des Rahmens 1 und damit eine entsprechende Krümmung der Bespannung 2 ergibt. Dies
wird im Wesentlichen dadurch erreicht, dass die Bespannung 2 in Längsrichtung kleiner
ausgeführt wird als der Rahmen 1 in unbelastetem Zustand ohne Bespannung 2. Die Fig.
3 bis 5 zeigen den Vorgang des Zusammenklappens, wobei in Fig. 3 zunächst der Griffabschnitt
7 in Richtung des Scheitels 9 gebogen und geschoben wird und schließlich durch weitere
Bewegung in dieser Richtung die in den Fig. 4 und 5 dargestellten Stellungen erreicht
werden. Wie aus Fig. 5 ersichtlich kann dabei durch eine Fixierungsschlinge 5 der
zusammengeklappte Zustand gesichert werden.
[0015] Die vorliegende Erfindung ermöglicht es einen Fächer mit hohem Gebrauchswert einfach
und kostengünstig herzustellen. Ein solcher Fächer kann beispielsweise als Werbeartikel
bei großen Sport- und Kulturveranstaltungen ausgegeben werden und mit einer entsprechenden
Werbeaufschrift versehen sein.
1. Fächer mit einem faltbaren elastischen Rahmen (1), durch den eine Bespannung (2) aufgespannt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden des elastischen Rahmens (1) in einer Klemmhülse (4) miteinander verbunden
sind.
2. Fächer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Enden des elastischen Rahmens (1) in der Klemmhülse (4) tangential annähern.
3. Fächer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden des elastischen Rahmens (1) einen Griffabschnitt (7) bilden.
4. Fächer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Rahmen (1) aus Federstahldraht besteht.
5. Fächer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Rahmen (1) aus Fiberglas besteht.
6. Fächer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bespannung (2) im Bereich des Rahmens (1) durch eine Naht (3) tunnelförmig ausgebildet
ist und den Rahmen (1) umgibt.
7. Fächer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (1) in unbelastetem, entfalteten Zustand dreidimensional gekrümmt ist.
8. Fächer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Rahmens (1) eine Fixierungsschlinge (5) angebracht ist.
9. Fächer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bespannung (2) aus textilem Material, Papier, tierischer Haut oder einem Gewebe
besteht.