[0001] Die Erfindung betrifft eine Pulverspritzpistole für Beschichtungspulver gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Solch eine Pulver spritz pistole ist aus der FR 2 683 162 A bekannt.
[0003] Die US 5 759 271 (=EP 0 779 105 A1) zeigt eine Pulverspritzpistole dieser Art für
Beschichtungspulver. Sie hat ein Schaftgehäuse, welches einen Pulverzufuhr-Rohrkanal
eine Hochspannungskammer und weitere Kammern aufweist, die alle in einer hinteren
Stirnseite des Schaftgehäuses offen ausmünden. Das Dokument sagt nicht, ob die Kammern
in der vorderen Stirnseite des Schaftgehäuses offen oder geschlossen sind. Aus der
Praxis bekannte Schaftgehäuse dieser Art sind vorne und hinten offen. In der Verbindung
zwischen der Hochspannungsseite des Hochspannungserzeugers und dem elektrischen Kontakt
befindet sich in der praktischen Realisierung meistens ein Strombegrenzungswiderstand
zur Begrenzung des Kurzschlußstromes der Hochspannungselektrode. Die bekannte Pulverspritzpistole
kann an einem Roboterarm oder Hubständer oder einer anderen beweglichen Vorrichtung
oder einer unbeweglichen Vorrichtung befestigt sein.
[0004] Eine Spritzpistole ähnlicher Art für Beschichtungspulver ist aus der US 4 993 645
bekannt und enthält einen Handgriff zur manuellen Handhabung.
[0005] Eine als manuelle Pistole oder als maschinell getragene Pistole verwendbare Pulverspritzpistole
für Beschichtungspulver ist aus der US 4 196 465 bekannt. Diese Schrift offenbart
auch Details eines in der Pistole untergebrachten Hochspannungserzeugers. Ein solcher
kann auch extern von der Pistole angeordnet werden. Er enthält üblicherweise einen
Oszillator zur Umwandlung einer niedrigen Eingangsspannung in eine niedrige Wechselspannung,
einen an die Wechselspannungsseite angeschlossenen Transformator zur Hochtransformierung
der Wechselspannung, und eine Gleichrichter und Kondensatoren oder ähnlich wirkende
Elemente enthaltende Kaskadenschaltung zur weiteren Hochtransformierung der elektrischen
Spannung und zur Umwandlung in eine hohe Gleichspannung beispielsweise im Bereich
zwischen 2 000 V und 170 000 V für eine oder mehrere Hochspannungselektroden der Pistole
zur elektrostatischen Aufladung des Beschichtungspulvers.
[0006] Das Beschichtungspulver enthält nicht nur größere Pulverpartikel, sondern auch mikrokleine
Pulverpartikel. Diese tendieren dazu, in die Kammern auf der vorderen Stirnseite des
Schaftgehäuses einzudringen. Dies kann zu Kriechströmen, Kurzschluß und Stromüberschlägen
von dem Hochspannungsweg zu anderen Teilen führen, welche ein niedrigeres elektrisches
Potential haben, z. B. Erdpotential, insbesondere wenn das Beschichtungspulver aus
elektrisch leitendem Material besteht oder solches enthält.
[0007] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, das Eindringen von Pulverpartikel
des Beschichtungspulvers in das vordere Ende von Kammern, welche von dem Schaftgehäuse
gebildet sind, und dadurch entstehende Nachteile, zu verhindern oder zumindest weitgehend
zu reduzieren.
[0008] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch
1 gelöst.
[0009] Demgemäß betrifft die Erfindung eine Pulverspritzpistole für Beschichtungspulver,
enthaltend ein einteiliges Schaftgehäuse aus Kunststoff, welches eine hinten offene
Stirnseite hat und je von dort ausgehend in Schaftlängsrichtung sich erstreckend einen
Pulverzufuhr-Rohrkanal, welcher in einer vorderen Stirnseite des Schaftgehäuses ausmündet,
und eine Hochspannungskammer bildet, in welche durch die hintere offene Stirnseite
in Schaftlängsrichtung ein Hochspannungserzeuger einsetzbar ist zur Erzeugung einer
Hochspannung für mindestens eine Hochspannungselektrode zur elektrostatischen Aufladung
des Beschichtungspulvers, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochspannungskammer am vorderen
Ende des Schaftgehäuses durch das Schaftgehäuse verschlossen ist und mindestens ein
elektrischer Anschlußleiter sich druckgasdicht durch dieses vordere Ende des Schaftgehäuses
hindurch erstreckt, wobei der Anschlußleiter innerhalb der Hochspannungskammer mit
der Hochspannungsseite des Hochspannungserzeugers elektrisch leitend verbunden oder
verbindbar ist und außerhalb des Schaftgehäuses mit einem elektrisch leitfähigen Elektroden-Verbindungsleiter
verbunden oder verbindbar ist zur Hochspannungszufuhr zur Hochspannungselektrode.
[0010] Das vordere Ende der Hochspannungskammer ist somit durch das Material des Schaftgehäuses
selbst vollständig verschlossen. Der mindestens eine Elektroden-Verbindungsleiter
auf der Hochspannungsseite des Hochspannungserzeugers ist druckgasdicht durch das
Schaftgehäuse hindurch geführt. Dabei kann er entweder direkt am Material des Schaftgehäuses
druckluftdicht anliegen oder durch druckluftdichte Dichtungsmasse am Schaftgehäuse
abgedichtet sein. Durch die Erfindung wird die Schnittstelle zwischen der Hochspannungskammer
und weiteren Elementen im Bereich des vorderen Endabschnittes des Schaftgehäuses bis
an das vordere Ende des Schaftgehäuses vorverlegt. Dadurch werden die Gefahren, daß
Kriechströme oder elektrische Spannungsüberschläge entstehen weit besser vermieden
als beim Stand der Technik.
[0011] Weitere Merkmale und weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
enthalten.
[0012] Besonders hervorzuheben ist hiervon eine Ausführungsform, bei welcher ein Hochspannungserzeuger
und mindestens ein Hochspannungs-Strombegrenzungswiderstand in eine schiffsrumpfartige
Halbschale aus elektrisch isolierendem Material, vorzugsweise Kunststoff, eingegossen
sind, wobei auch das Vergußmaterial elektrisch isolierendes Material, je vorzugsweise
Kunststoff, ist. Die gesamte Einheit aus Halbschale und eingegossenen Teilen ist von
der hinteren Stirnseite des Schaftgehäuses in dessen Hochspannungskammer einsetzbar
und austauschbar. Das Schaftgehäuse bildet einen Gleitsitz und dabei eine Längsführung
für diese Einheit in Schaftlängsrichtung. Isolationsmaterial-Schnittstellen zwischen
dem Hochspannungserzeuger und dem mindestens einen Strombegrenzungswiderstand sind
bis zum vorderen Ende des Schaftgehäuses vollständig vermieden.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen anhand von einer bevorzugten
Ausführungsform als Beispiel beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine Pulverspritzpistole nach der Erfindung für Beschichtungspulver,
- Fig. 2
- eine hintere Stirnansicht eines Schaftgehäuses der Pulverspritzpistole von Fig. 1
in der Ebene II-II von Fig. 1 gesehen, mit je von hinten in das Schaftgehäuse eingesetztem
Hochspannungserzeuger, Pulverrohr und Hohlschraube,
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht in der Ebene III-III von Fig. 1,
- Fig. 4
- eine vordere Stirnansicht des Schaftgehäuses in der Ebene IV-IV von Fig. 1 gesehen.
[0014] Die in den Zeichnungen dargestellte Pulverspritzpistole nach der Erfindung für Beschichtungspulver
enthält ein einteiliges Schaftgehäuse 2 aus elektrisch isolierendem Kunststoff, welches
vorzugsweise im Spritzgußverfahren hergestellt ist. Das Schaftgehäuse 2 bildet in
einem ununterbrochenen Materialstück einen Pulverzufuhr-Rohrkanal 4, welcher sich
in Schaftlängsrichtung erstreckt und in einer vorderen Stirnseite 6 des Schaftgehäuses
2 ausmündet, und eine Hochspannungskammer 8, die sich in Schaftlängsrichtung durch
das Schaftgehäuse erstreckt und zum Einsetzen eines Hochspannungserzeugers 10 eine
Zugangsöffnung 12 in der hinteren Stirnseite 14 aufweist.
[0015] Die Hochspannungskammer 8 ist an ihrem gesamten Umfang und an der vorderen Stirnseite
6 des Schaftgehäuses 2 durch das Schaftgehäuse 2 selbst druckgasdicht verschlossen.
Ein elektrischer Anschlußleiter 16 erstreckt sich durch das Schaftgehäuse 2 hindurch
und ist innerhalb der Hochspannungskammer 8 mit der Hochspannungsseite 18 des Hochspannungserzeugers
10 elektrisch leitend verbunden oder verbindbar und außerhalb des Schaftgehäuses 2
mit einem elektrisch leitfähigen Elektroden-Verbindungsleiter 20 verbunden oder verbindbar,
um mindestens einer Hochspannungselektrode 22 Hochspannung zur elektrostatischen Aufladung
des Beschichtungspulvers zuzuführen.
[0016] Der elektrische Anschlußleiter 16 und der Elektroden-Verbindungsleiter 20 können
miteinander verlötet oder steckverbunden oder auf andere Art verbunden sein. Vorzugsweise
sind jedoch beides Kontakte, die miteinander kontaktierbar sind. Der Elektroden-Verbindungsleiter
20 kann beispielsweise einen Kontaktring aufweisen, so daß er unabhängig von seiner
Drehposition mit dem Änschlußleiter 16 kontaktierbar ist. Der Elektroden-Verbindungsleiter
20 und die mindestens eine Hochspannungselektrode 22 können auf verschiedene Arten
in Teilen der Pulverspritzpistole untergebracht sein.
[0017] Lediglich als Beispiel für viele verschiedene Ausführungsmöglichkeiten zeigt Fig.
1 eine Sprühdüse 24, welche den Elektroden-Verbindungsleiter 20 und die mindestens
eine Hochspannungselektrode 22 trägt. Die Sprühdüse 24 ist beispielsweise durch eine
Überwurfmutter 26, die auf den vorderen Schaftabschnitt des Schaftgehäuses 2 aufschraubbar
ist, an dem Schaftgehäuse 2 befestigt.
[0018] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform bildet das Schaftgehäuse 2 an seinem vorderen
Endabschnitt auf der vorderen Stirnseite eine mit ihm einstückig gebildete vordere
Stirnwand 28, welche die Hochspannungskammer 8 auf der vorderen Stirnseite 6 druckgasdicht
begrenzt und durch welche der elektrische Anschlußleiter 16 sich druckgasdicht hindurch
erstreckt.
[0019] Die Hochspannungsseite 18 des Hochspannungserzeugers 10 ist durch einen Hochspannungs-Leitungsweg
30, welcher nacheinander einen Strombegrenzungswiderstand 32, oder mehrere Strombegrenzungswiderstände,
und eine auf die Innenseite des elektrischen Anschlußleiters 16 drückende, elektrisch
leitende Feder 34, vorzugsweise eine Druckfeder aufweist, mit diesem Anschlußleiter
16 elektrisch leitend verbunden.
[0020] Der Hochspannungserzeuger 10 besteht beispielsweise aus einem Oszillator 36 zur Umwandlung
einer niedrigen Eingangs-Gleichspannung in eine Wechselspannung, einem Transformator
38 zur Hochtransformierung dieser Wechselspannung, und einer Kaskadenschaltung 40
oder einer anderen elektrischen Schaltung zur Erzeugung der Gleichspannungs-Hochspannung
für die mindestens eine Hochspannungselektrode 22 aus der Wechselspannung des Transformators
38. Die Kaskadenschaltung 40 kann in bekannter Weise in Kaskade geschaltete Gleichrichter
und Widerstände enthalten.
[0021] Der Strombegrenzungswiderstand 32 und Hochspannungserzeuger 10 sind in einen Block
42 aus elektrisch isolierendem Material, vorzugsweise Kunststoff eingegossen, welcher
sich bis nahe zur Feder 34 bzw. nahe zu der vorderen Stirnwand 28 erstreckt.
[0022] Der mindestens eine Strombegrenzungswiderstand 32 befindet sich in einem vorderen
Endabschnitt 2-2 des Schaftgehäuses 2, welcher einen wesentlich kleineren Querschnitt
hat als ein mittlerer Gehäuseabschnitt 2-4, in welchem die Kaskadenschaltung 40 untergebracht
ist. Der hintere Gehäuseabschnitt 2-6, in welchem der Transformator 38 und der Oszillator
36 untergebracht sind, kann erforderlichenfalls einen größeren Querschnitt als der
mittlere Gehäuseabschnitt 2-4 haben. Auf diese Weise wird die erforderliche Masse
an Kunststoff für das Schaftgehäuse 2 und für die Vergußmasse, welche den Block 42
bildet, in jedem Abschnitt auf ein Kleinstmaß reduziert. Damit wird auch das Gewicht
der gesamten Pulverspritzpistole auf ein Mindestmaß reduziert. Fig. 1 ist eine maßstäblich
vergrößerte Darstellung einer aktuellen Pulverspritzpistole nach der Erfindung.
[0023] Zwischen dem Block 42 aus Kunststoff und der vorderen Stirnwand 28 des Schaftgehäuses
befindet sich nur die so kurz wie möglich gehaltene, z. B. nur 0,5 cm lange, Druckfeder
34, die zwischen den Anschlußleiter 16 und einen elektrisch leitenden Kontaktkopf
48 in Schaftlängsrichtung eingespannt ist, mit welchem ein stromabwärtiger Anschluß
des Strombegrenzungswiderstandes 32 elektrisch verbunden ist.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine schiffsrumpfartige
Halbschale 50 aus elektrisch isolierendem Material, vorzugsweise Kunststoff vorgesehen,
in welcher der mindestens eine Strombegrenzungswiderstand 32 und vorzugsweise der
gesamte Hochspannungserzeuger 10 in den Kunststoff des Blocks 42 eingegossen sind.
Dies ist insbesondere die Kaskadenschaltung 40, vorzugsweise jedoch auch der Transformator
38 und vorzugsweise auch der Oszillator 36. Der Kunststoff-Gußblock 42 ist in die
schiffsrumpfartige Halbschale 50 eingegossen.
[0025] Ebenfalls gemäß bevorzugter Ausführungsform ist die Halbschale 50 an ihrem vorderen
Endabschnitt, vorderhalb des mindestens einen Strombegrenzungswiderstandes 32, als
Rohrkanal 52 ausgebildet, in welchen die Druckfeder 34 von vorne teilweise eingesetzt
ist und in welcher der Kontaktkopf 48 an einer nach vorne zeigenden Kanalabsatzfläche
54 anliegt zur axialen Einspannung der Druckfeder 34 zwischen den Kontaktkopf 48 und
den Anschlußleiter 16.
[0026] Die schiffsrumpfartige Halbschale bildet an ihrem hinteren Ende eine Querwand 55,
welche sich zusammen mit dem Schalenboden und den Schalenseitenwänden über den gesamten
Querschnitt der Hochspannungskammer 8 erstreckt und an deren Innenumfangsfläche über
den gesamten Umfang dichtend anliegt, und vorzugsweise über mindestens ein Dichtungselement
56 zusätzlich abgedichtet ist.
[0027] Durch die Querwand 55 der schiffsrumpfartigen Halbschale 50 sind elektrische Anschlußelemente
58, 59, 60, z. B. Anschlußstifte für den Niederspannungsanschluß eines externen Kabels
an den Oszillator 36 druckgasdicht hindurch geführt.
[0028] Das unterbrechungsfrei einstückig gebildete Schaftgehäuse 2 bildet zusätzlich zur
Hochspannungskammer 8 mindestens eine, vorzugsweise mindestens zwei oder entsprechend
den Zeichnungen drei Zusatzkammem 62, 64 und 66 und diese voneinander trennende Trennwände
68, 69, 70 und 71, die um den Pulverzufuhr-Rohrkanal 4 herum verteilt angeordnet sind
und sich je von der offenen hinteren Stirnseite 14 des Schaftgehäuses 2 bis zu einer
vorderen Querwand des Schaftgehäuses 2 erstrecken, welche vorzugsweise die Querwand
28 ist, die sich über alle Kammern erstreckt und diese dicht verschließt.
[0029] Mindestens eine der Zusatzkammern, bei der gezeigten Ausführungsform die beiden links
und rechts neben dem Pulverzufuhr-Rohrkanal 4 angeordneten Zusatzkammern 62 und 64,
sind Druckgaskanäle zur Zufuhr von Druckgas, z. B. Druckluft vom hinteren Ende des
Schaftgehäuses 2 durch Durchgangsöffnungen 72 bzw. 74 in der vorderen Stirnwand 28
zu einem sich druckluftdicht daran anschließenden Druckluftkanal 76, durch welchen
Druckluft über die mindestens eine Hochspannungselektrode 22 strömt, um diese von
Pulverpartikel freizuhalten und um deren elektrische Ladungen auf die Pulverpartikel
zu übertragen.
[0030] Bei einigen Anwendungsfällen ist es auch erwünscht, den von der Spritzpistole versprühten
Pulverstrahl oder Pulverwolke zu einem Flachstrahl oder in eine andere Form zu formen.
Zu diesem oder für einen anderen Zweck kann ein anderer Zusatzkanal 64 als Druckgaskanal
verwendet werden, dessen Druckgas, z. B. Druckluft über eine Öffnung 74 in der Stirnwand
28 zu einem oder mehreren Druckluftkanälen 78 führt, aus welchem dann Druckluft das
Druckgas auf den ersprühten Beschichtungspulverstrahl strömt.
[0031] Die Druckgaskanäle 76 und/oder 78 können entsprechend Fig. 1 in der Düse 24 gebildet
sein. Bei anderen Ausführungsformen können sie in einem anderen Element der Pulverspritzpistole
gebildet sein. Ferner kann die mindestens eine Hochspannungselektrode 22 radial anstelle
axial in der Düse 24 oder in einem anderen Teil angeordnet sein, beispielsweise auch
im vorderen Endabschnitt des Schaftgehäuses 2 im oder am Rand des Pulverzufuhr-Rohrkanals
4.
[0032] Der in den Zeichnungen untere Zusatzkanal 66 kann ebenfalls für eine Druckgaszufuhr
oder für die Zufuhr eines anderen Fluides dienen oder unbenutzt bleiben. In allen
Fällen bilden die Zusatzkammem 62, 64, 66 und die Trennwände 68, 69, 70, 71 zwischen
allen Kammern 8, 62, 64, 66 radial zur Schaftlängsrichtung eine elektrische Isolationsstrecke
zur Vermeidung von elektrischen Kriechströmen oder elektrischen Überschlägen. Ferner
haben sie den Vorteil, daß die Trennwände und auch der Außenmantel des Schaftgehäuses
2 mit wenig Material sehr dünn ausgebildet werden können und trotzdem eine hohe Festigkeit,
Steifigkeit und elektrische Isolationswirkung haben. Die Kammern 8, 62, 64 und 66
sind vorzugsweise um den gesamten Umfang des Pulverzufuhr-Rohrkanals 4 herum verteilt
angeordnet.
[0033] Der Pulverzufuhr-Rohrkanal 4 kann direkt als Pulverführungskanal verwendet werden.
Gemäß bevorzugter Ausführungsform wird jedoch in ihn ein Pulverrohr 84 austauschbar
eingesetzt. Dieses kann bei Abnutzung durch die Pulverpartikel des Beschichtungspulvers
oder zu Reinigungszwecken ausgetauscht werden. Ferner kann es aus einem abriebfesteren
Kunststoff oder abriebfesterem anderen, elektrisch isolierendem Material bestehen
als das Schaftgehäuse 2. Ferner kann das Pulverrohr 84 zur Erzeugung von Reibungselektrizität
durch die an ihm entlang reibenden Pulverpartikel des Beschichtungspulvers ausgebildet
sein. Auf diese Weise und auch durch die Austauschbarkeit des Hochspannungserzeugers
10 bzw. der ausgegossenen Halbschale 50 kann die Pulverspritzpistole unter Verwendung
des gleichen Schaftgehäuses 2 an verschiedene Bedürfnisse beim Pulverbeschichtungbetrieb
angepaßt werden.
[0034] Das Pulverrohr 84 kann auf beliebige Weise befestigt werden, beispielsweise durch
eine Hohlschraube 86, welche in ein Innengewinde 88 am hinteren Ende des Pulverzufuhr-Rohrkanals
4 des Schaftgehäuses 2 eingeschraubt ist und durch welche sich das Pulverrohr 84 mit
axialem Gleitsitz hindurch erstreckt. Das Pulverrohr 84 kann an seinem hinteren Ende
mit einem Anschlußelement 90 zur Befestigung eines Pulverschlauches versehen sein.
[0035] Ferner ist am hinteren Ende des Schaftgehäuses 2 ein Anschlußstück 92 zum Anschluß
eines nicht gezeigten Niederspannungskabels befestigbar, durch welches eine elektrische
Niederspannung über die Anschlußstifte 58, 59 und 60 dem Hochspannungserzeuger 10
zuführbar ist. Das Anschlußstück 92 kann ebenfalls durch die Hohlschraube 86, oder
durch andere Mittel, an der hinteren Stirnseite 14 des Schaftgehäuses 2 befestigt
sein, beispielsweise durch die Hohlschraube 86 gegen die Hinterstirnseite 14 gespannt
werden. Zwischen dem Anschlußstück 92 und der hinteren Stirnseite 14 des Schaftgehäuses
2 kann eine Dichtungsplatte 94 und ein Übergangsstück 96 angeordnet werden, welches
die äußere Form des Schaftgehäuses 2 der äußeren Form des Anschlußstückes 92 anpaßt.
1. Pulverspritzpistole für Beschichtungspulver, enthaltend ein einteiliges Schaftgehäuse
(2) aus Kunststoff, welches eine hintere offene Stirnseite (14) hat und je von dort
ausgehend in Schaftlängsrichtung sich erstreckend einen Pulverzufuhr-Rohrkanal (4),
welcher in einer vorderen Stirnseite (6) des Schaftgehäuses (2) ausmündet, und eine
Hochspannungskammer (8) bildet, in welche durch die hintere offene Stirnseite (14)
in Schaftlängsrichtung ein Hochspannungserzeuger (10) einsetzbar ist zur Erzeugung
einer Hochspannung für mindestens eine Hochspannungselektrode (22) zur elektrostatischen
Aufladung des Beschichtungspulvers; wobei die Hochspannungskammer (8) am vorderen
Ende des Schaftgehäuses (2) durch das Schaftgehäuse verschlossen ist und mindestens
ein elektrischer Anschlussleiter (16) sich durch dieses vordere Ende des Schaftgehäuses
(2) hindurch erstreckt, wobei der Anschlussleiter (16) innerhalb der Hochspannungskammer
(8) mit der Hochspannungsseite (18) des Hochspannungserzeugers (10) elektrisch leitend
verbunden oder verbindbar ist und außerhalb des Schaftgehäuses (2) mit einem elektrisch
leitfähigen Elektroden-Verbindungsleiter (20) verbunden oder verbindbar ist zur Hochspannungszufuhr
zur Hochspannungselektrode (22);
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schaftgehäuse (2) an seinem vorderen Ende eine mit ihm einstückig gebildete vordere
Stirnwand (28) bildet, welche die Hochspannungskammer (8) druckgasdicht verschließt
und durch welche der elektrische Anschlussleiter (16) sich druckgasdicht hindurch
erstreckt; dass mindestens ein hochspannungsseitiger Teil des elektrischen Hochspannungserzeugers
(10) und mindestens ein Strombegrenzungswiderstand (32), welcher an die Hochspannungsseite
(18) des Hochspannungserzeugers (10) angeschlossen ist, in eine sich über sie alle
ohne Unterbrechung einstückig erstreckende Masse aus elektrisch isolierendem Material
eingegossen sind, welches in eine einstückige schiffsrumpfartige Halbschale (50) aus
elektrisch isolierendem Material, vorzugsweise Kunststoff, eingegossen ist, dass sich
die Halbschale (50) bis über den mindestens einen Strombegrenzungswiderstand (32)
hinaus nach vorne bis in die Nähe des elektrischen Anschlussleiters (16) erstreckt
und in die Hochspannungskammer (8) von der hinteren Stirnseite (14) des Schaftgehäuses
(2) her einsteckbar ist; dass die Hochspannungsseite (18) des Hochspannungserzeugers
(10 ) durch einen Hochspannungsleitungsweg (30), welcher nacheinander den mindestens
einen Strombegrenzungswiderstand (32) und eine auf die Innenseite der elektrischen
Anschlussleiters (16) drückende, elektrisch leitende Feder (34) aufweist, mit dem
Anschlussleiter (16) elektrisch leitend verbunden ist.
2. Pulverspritzpistole nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mindestens eine Strombegrenzungswiderstand (32) und der gesamte Hochspannungserzeuger
(10) in die einstückige Masse (42) aus elektrisch isolierenden Material eingegossen
sind, wobei der Hochspannungserzeuger (10) mindestens eine Kaskadenschaltung (40)
aus elektrischen Elementen zur Erzeugung einer Gleichspannungs-Hochspannung aus einer
hohen Wechselpannung und einen Transformator (38) zur Erzeugung der hohen Wechselspannung
aus einer niedrigeren Wechselspannung enthält.
3. Pulverspritzpistole nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hochspannungserzeuger (10) auch einen in die Masse mit eingegossenen Oszillator
(36) zur Erzeugung der niedrigeren Wechselspannung aus einer niedrigen Gleichspannung
enthält.
4. Pulverspritzpistole nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feder (34) eine Druckfeder ist, dass die Halbschale (50) an ihrem vorderen Endabschnitt
als Aufnahmekanal (52) zur Aufnahme des hinteren Endabschnittes der elektrisch leitfähigen
Druckfeder (34) ausgebildet ist, welche in Schaftlängsrichtung zwischen den Anschlussleiter
(16) und einen stromabwärtigen elektrischen Kontakt (54) des Strombegrenzungswiderstandes
(32) eingespannt oder einspannbar ist.
5. Pulverspritzpistole nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das einteilige Schaftgehäuse (2) um den Rohrkanal (4) herum mindestens eine weitere
Kammer (62, 64, 66) bildet, die sich von der offenen hinteren Stirnseite (14) in Schaftlängsrichtung
bis zum vorderen Schaftende erstreckt und dort durch die vordere Stirnwand (28) des
Schaftgehäuses (2) verschlossen ist.
6. Pulverspritzpistole nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine der weiteren Kammern (62, 64, 66) ein Druckgaskanal ist und in der
vorderen Stirnwand (28) eine Druckgasübertragungsöffnung (72, 74) aufweist.
7. Pulverspritzpistole nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass vier von den genannten Kammern (62, 62, 66, 8), einschließlich der Hochspannungskammer
(8), um den Pulverzufuhr-Rohrkanal (4) herum verteilt angeordnet sind, wobei der Pulverzufuhr-Rohrkanal
(4) von den Kammern und deren Trennwände vollständig umringt ist.
1. Powder spray gun for coating powder, containing a single-piece stock housing (2) made
of plastic which has a rear open end (14) and, in each case starting from there, extending
in the longitudinal direction of the stock, a powder supply barrel channel (4) which
opens out in a front end (6) of the stock housing (2), and forms a high-voltage chamber
(8) in which a high-voltage generator (10) can be inserted through the rear open end
(14) in the longitudinal direction of the stock to generate a high voltage for at
least one high-voltage electrode (22) for electrostatic charging of the coating powder;
wherein the high-voltage chamber (8) is closed by the stock housing at the front end
of the stock housing (2), and at least one electrical supply conductor (16) extends
through this front end of the stock housing (2), wherein the supply conductor (16)
is or can be electroconductively connected to the high-voltage side (18) of the high-voltage
generator (10) within the high-voltage chamber (8) and is or can be connected to an
electrically conductive electrode connecting conductor (20) outside the stock housing
(2) for the delivery of high voltage to the high-voltage electrode (22); characterised in that the stock housing (2) at its front end forms a front end wall (28) which is formed
in one piece with it and which closes the high-voltage chamber (8) tightly against
compressed gas and through which the electrical supply conductor (16) extends tightly
against compressed gas; in that at least one portion of the electrical high-voltage generator (10) on the high-voltage
side and at least one current-limiting resistor (32) which is connected to the high-voltage
side (18) of the high-voltage generator (10) are cast in a compound of electrically
insulating material extending over them all in one piece without interruption, which
material is cast in a one-piece ship's hull-like half-shell (50) made of electrically
insulating material, preferably plastic, in that the half-shell (50) extends beyond the at least one current-limiting resistor (32)
forwards into the vicinity of the electrical supply conductor (16) and can be inserted
in the high-voltage chamber (8) from the rear end (14) of the stock housing (2); in that the high-voltage side (18) of the high-voltage generator (10) is electroconductively
connected to the supply conductor (16) by a high-voltage conduction path (30) which
has, one after the other, the at least one current-limiting resistor (32) and an electroconductive
spring (34) which presses on the inside of the electrical supply conductor (16).
2. Powder spray gun according to claim 1, characterised in that the at least one current-limiting resistor (32) and the whole of the high-voltage
generator (10) are cast in the one-piece compound (42) of electrically insulating
material, wherein the high-voltage generator (10) contains at least one cascade circuit
(40) of electrical components for generating a high d.c. voltage from a high a.c.
voltage and a transformer (38) for generating the high a.c. voltage from a lower a.c.
voltage.
3. Powder spray gun according to claim 2, characterised in that the high-voltage generator (10) also contains an oscillator (36) cast with it in
the compound for generating the lower a.c. voltage from a low d.c. voltage.
4. Powder spray gun according to one or more of the preceding claims, characterised in that the spring (34) is a compression spring, in that the half-shell (50) at its front end section is constructed as a receiving channel
(52) for receiving the rear end section of the electrically conductive compression
spring (34) which is or can be mounted in the longitudinal direction of the stock
between the supply conductor (16) and a downstream electrical contact (54) of the
current-limiting resistor (32).
5. Powder spray gun according to any of the preceding claims, characterised in that the one-piece stock housing (2) forms round the barrel channel (4) at least one further
chamber (62, 64, 66) which extends from the open rear end (14) in the longitudinal
direction of the stock to the front end of the stock and is closed there by the front
end wall (28) of the stock housing (2).
6. Powder spray gun according to claim 5, characterised in that at least one of the further chambers (62, 64, 66) is a compressed gas channel and
has a compressed gas transfer opening (72, 74) in the front end wall (28).
7. Powder spray gun according to claim 5 or 6, characterised in that four of the aforementioned chambers (62, 62, 66, 8), including the high-voltage chamber
(8), are distributed round the powder supply barrel channel (4), wherein the powder
supply barrel channel (4) is completely surrounded by the chambers and their dividing
walls.
1. Pistolet de pulvérisation de poudre pour poudre de revêtement, comprenant un logement
de corps (2) en matière plastique, qui présente un côté frontal arrière ouvert (14)
et forme un canal d'arrivée de poudre (4) s'étendant dans la direction de la longueur
du corps à partir de ce point, qui débouche dans un côté frontal avant (6) du logement
de corps (2), et une chambre à haute tension (8), dans laquelle un générateur de haute
tension (10) peut être monté dans la direction longitudinale à travers le côté frontal
arrière ouvert (14) afin de produire une haute tension pour au moins une électrode
à haute tension (22) destinée à la charge électrostatique de la poudre de revêtement,
où la chambre à haute tension (8) est obturée à l'extrémité avant du logement de corps
(2) par le logement de corps et au moins un conducteur de raccordement électrique
(16) s'étend en longueur à travers cette extrémité avant du logement de corps (2),
où le conducteur de raccordement (16) est ou peut être relié d'une manière conductrice
de l'électricité avec le côté à haute tension (18) du générateur de haute tension
(10) à l'intérieur de la chambre à haute tension (8) et est ou peut être relié avec
un conducteur de jonction à électrodes (20) capable de conduire l'électricité à l'extérieur
du logement de corps (2) afin d'acheminer la haute tension à l'électrode à haute tension
(22),
caractérisé en ce que le logement de corps (2) forme à son extrémité avant une paroi frontale avant (28)
réalisée d'une seule pièce avec lui, qui obture la chambre à haute tension (8) de
façon étanche au gaz comprimé et à travers laquelle le conducteur de raccordement
électrique (16) s'étend de façon étanche au gaz comprimé, en ce qu'au moins une partie du côté de la haute tension du générateur de haute tension électrique
(10) et au moins une résistance de limitation de courant (32), qui est raccordée sur
le côté de la haute tension (18) du générateur de haute tension (10), sont coulés
dans une masse d'un matériau isolant de l'électricité qui s'étend d'une seule pièce
sans interruption sur l'ensemble d'entre eux, qui est coulée dans une demi-coquille
d'une seule pièce similaire à la coque d'un navire (50) d'un matériau isolant de l'électricité,
de préférence une matière plastique, en ce que la demi-coquille (50) s'étend vers l'avant, au-delà de la résistance de limitation
de courant (32), au moins au nombre d'une, jusqu'à proximité du conducteur de raccordement
électrique (16) et peut être insérée dans la chambre à haute tension (8) depuis le
côté frontal arrière (14) du logement de corps (2), en ce que le côté de la haute tension (18) du générateur de haute tension (10) est relié avec
le conducteur de raccordement (16) d'une manière conductrice de l'électricité par
un chemin de conduction de haute tension (30), qui présente en succession la résistance
de limitation de courant (32), au moins au nombre d'une, et un ressort conducteur
de l'électricité (34), qui fait pression sur le côté intérieur du conducteur de raccordement
électrique (16).
2. Pistolet de pulvérisation de poudre selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la résistance de limitation de courant (32), au moins au nombre d'une, et le générateur
de haute tension (10) dans son ensemble sont coulés dans la masse d'une seule pièce
(42) d'un matériau isolant de l'électricité, le générateur de haute tension (10) comprenant
au moins un montage en cascade (40) constitué d'éléments électriques afin de produire
une haute tension en tension continue à partir d'une haute tension alternative et
un transformateur (38) afin de produire la haute tension alternative à partir d'une
tension alternative inférieure.
3. Pistolet de pulvérisation de poudre selon la revendication 2,
caractérisé en ce que le générateur de haute tension (10) comprend également un oscillateur (36) également
coulé dans la masse afin de produire la tension alternative inférieure à partir d'une
basse tension continue.
4. Pistolet de pulvérisation de poudre selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le ressort (34) est un ressort à pression, en ce que la demi-coquille (50) est réalisée dans sa section d'extrémité avant comme canal
de logement (52) afin de loger la section d'extrémité arrière du ressort à pression
conducteur de l'électricité (34), lequel est ou peut être tendu dans la direction
de la longueur du corps entre le conducteur de raccordement (16) et un contact électrique
en aval (54) de la résistance de limitation de courant (32).
5. Pistolet de pulvérisation de poudre selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le logement de corps d'une seule pièce (2) forme autour du canal (4) au moins une
chambre supplémentaire (62, 64, 66), qui s'étend du côté frontal arrière ouvert (14)
dans la direction de la longueur du corps jusqu'à l'extrémité avant du corps et qui
est fermée à ce point par la paroi frontale avant (28) du logement de corps (2).
6. Pistolet de pulvérisation de poudre selon la revendication 5,
caractérisé en ce qu'au moins une des chambres supplémentaires (62, 64, 66) est un canal de gaz comprimé
et
présente dans la paroi frontale avant (28) une ouverture de convection de gaz comprimé
(72, 74).
7. Pistolet de pulvérisation de poudre selon l'une quelconque des revendications 5 ou
6,
caractérisé en ce que quatre des chambres précitées (62, 64, 66, 8), en ce compris la chambre à haute tension
(8), sont agencées en répartition autour du canal d'arrivée de poudre (4), le canal
d'arrivée de poudre (4) étant entièrement entouré par les chambres et leurs parois
de séparation.