[0001] Die Erfindung betrifft ein elastomeres, strangförmiges Dichtungsprofil für ein eine
umlaufende Aufnahmenut aufweisendes Tunnelsegment mit einer Basisseite, einer Rückenseite,
deren Breite geringer als die Breite der Basisseite ist, und Flankenseiten, die die
Basisseite mit der Rückenseite verbinden.
[0002] Dichtungsprofile zur Abdichtung der Spalten zwischen Tunnelsegmenten sind beispielsweise
aus der DE 35 26 063 A1, DE 37 20 919 A1, DE 40 26 076 A1, DE 41 03 089 A1, DE 196
03 188 A1, CH 679 510 A5, EP 306 581 A1 und EP 522 912 A1 bekannt. Zur Abdichtung
von Tunnelsegmenten mit umlaufenden Aufnahmenuten werden üblicherweise vier Dichtungsprofile
mittels zugehörigen Rahmenecken zu einem in der umlaufenden Aufnahmenut des Tunnelsegments
angeordneten Dichtungsrahmen ausgebildet. Solche mit Dichtungsprofilen in ihren umlaufenden
Aufnahmenuten versehenen Tunnelsegmente bzw. Tübbinge werden zu Ringen zusammengesetzt,
welche wiederum zur kompletten Tunnelröhre zusammengesetzt werden, wie dies beispielsweise
in der DE 196 03 188 A1 beschrieben ist. Die in gegenüberliegenden Aufnahmenuten in
den aneinandergrenzenden Seitenflächen von zwei Tunnelsegmenten angeordneten Dichtungsprofile
liegen somit mit ihren Rückenseiten aneinander an und werden mehr oder weniger vollständig
komprimiert. Durch entsprechende elastische Rückstellkräfte werden Spannungen erzeugt,
die die Segmente gegeneinander abdichten, wodurch eine Abdichtung gegen den anstehenden
Wasserdruck im Erdreich oder aus Felsklüften langfristig erreicht werden soll.
[0003] In der Regel liegt der Wasserdruck, gegenüber dem eine Abdichtung zuverlässig zu
gewährleisten ist im Bereich von 1 bis 4bar, beim Ärmelkanaltunnel liegt dieser Druck
im Bereich von 10bar, es sind weiters Tunnelprojekte denkbar und geplant, bei denen
dieser Dichtungsdruck nochmals wesentlich höher liegt, beispielsweise bei 30bar. Weiters
soll eine zuverlässige Abdichtung auch bei relativ großen Spaltbreiten zwischen den
Tunnelsegmenten erreicht werden. Auch kann es zu einer nachträglichen Spaltöffnung
in Folge einer Verformung der ursprünglich kreisrunden Tunnelröhre durch Ovalisierung
kommen.
[0004] Aus der DE 35 26 063 A1 ist ein Dichtungsprofil mit zweireihig versetzt angeordneten
Kanälen bekannt, welches für hohe Wasserdrücke zu weich ist. Das aus der DE 37 20
919 A1 bekannte Dichtungsprofil ist in seiner Bauhöhe relativ flach, weshalb es nicht
in der Lage ist bei größeren Spalten hohe Wasserdrücke abzudichten. Dichtungen gemäß
der DE 40 26 076 A1 verschieben sich bei seitlich angreifendem Wasserdruck, wodurch
die ursprünglich vorgesehene Dichtwirkung des Spreizfußes aufgehoben wird. Aus der
DE 41 03 089 ist ein Dichtungsprofil mit zweireihig übereinander angeordneten Kanälen
bekannt, wobei vertikal und schräg durchgehende Stege ausgebildet sind. Bei einem
Zusammenpressen ohne einen seitlichen Versatz der gegenüberliegenden Aufnahmenuten
verformen sich diese Dichtungsprofile derartig, daß sie sich innerlich verdrehen und
ein seitliches Verschieben der Tunnelsegmente zueinander verursachen. Aus der CH 679
510 A5 ist weiters ein Dichtungsprofil mit einreihiger Kanalanordnung bekannt, welches
aufgrund seiner relativ flachen Bauweise bei größeren Spaltbreiten keine Abdichtung
gegenüber hohen Wasserdrücken erlaubt. Allen diesen Dichtungen ist gemeinsam, daß
sie bei einer nachträglichen Spaltöffnung zwischen den Tunnelsegmenten, auch wenn
diese nur im Millimeterbereich liegt, einen erheblichen Verlust an Dichtleistung erfahren,
weil in Folge des Hystereseverhaltens des elastomeren Kompressionsprofiles die innere
Rückstellkraft bei Entlastung deutlich geringer ist als bei der Belastung.
[0005] Aus der DE 196 03 188 A1 ist weiters ein Dichtungsprofil bekannt, welches im Bereich
seines Rückens eine nutförmige Vertiefung aufweist, in die ein streifenförmiges Einsatzteil
einklipsbar ist, das aus einem wasserquellenden Material besteht. Falls aufgrund einer
nachlassenden Dichtfähigkeit Wasser zu diesem Einsatz eindringt, vergrößert das wasserquellende
Material sein Volumen, wodurch zusätzliche Dichtspannungen aufgebaut werden.
[0006] Dichtungen aus wasserquellenden Dichtungsmaterialien für den Hoch-, Tief- und Ingenieurbau,
insbesondere zur Fugenabdichtung und zum Ausgleich von Dimensionsänderungen von Bauteilen,
sind bekannt. Beschrieben sind solche wasserquellenden Dichtungsmaterialien unter
anderem beispielsweise in der WO 99/35208, den darin genannten Schriften, der EP 0
692 584 B1 und den in dieser Schrift in diesem Zusammenhang genannten Schriften.
[0007] Weiters ist durch Vorbenutzung eine koextrudierte Dichtung bekannt, die im Bereich
ihres Rückens eine koextrudierte wasserquellende Schicht aufweist. Diese Dichtung
weist eine einreihige Kanalanordnung auf und besitzt eine ähnliche Struktur wie die
aus der CH 679 510 A5 bekannte Dichtung.
[0008] Auch diese herkömmlichen Dichtungsprofile, die ein wasserquellendes Material umfassen,
sind nicht in der Lage die Anforderungen an sehr hohe Wasserdrücke zu erfüllen. Zudem
erweist sich das Einklipsen der Einlage aus dem wasserquellenden Material des Dichtungsprofils
der DE 196 03 188 A1 in der Baustellenpraxis als zu aufwendig.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, ein elastomeres strangförmiges Dichtungsprofil der
eingangs genannten Art bereitzustellen, durch das eine sichere und dauerhafte Abdichtung
gegen sehr hohe Wasserdrücke ermöglicht wird. Erfindungsgemäß gelingt dies durch ein
Dichtungsprofil mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0010] Durch den durchgehenden Querbalken mit den seitlich abstehenden Kragarmen kann sich
das Dichtungsprofil bei seitlich angreifendem Wasserdruck an der gegenüberliegenden
Nutflanke abstützen und wird nur minimal seitlich verschoben. Günstigerweise sind
die Kragarme an einem im wesentlichen trapezförmigen Grundkörper des Dichtungsprofils
angeordnet. Bei einer solchen zur Aufnahmenut umgekehrten Trapezform kann das Dichtungsprofil
so ausgebildet werden, daß das Profil vollständig in der Nut verschwinden kann und
die Rückstellkräfte innerhalb von akzeptablen Grenzen bleiben. Die maximalen Größen
der Rückstellkräfte sollen nicht zu hoch sein, um beispielsweise die Nuteinfassungen
der Tunnelsegmente nicht abplatzen zu lassen. Die gesamte Querschnittsfläche des Dichtungsprofils
kann hierbei beispielsweise im Bereich von etwa 90% (+/- 5%) der Querschnittsfläche
der Aufnahmenut liegen.
[0011] Der Ausdruck "im wesentlichen trapezförmig" soll sich im Rahmen dieser Schrift auch
auf solche Körper (im Querschnitt gesehen) beziehen, bei denen die die beiden parallelen
Seiten verbindenden Schenkel Abschnitte mit unterschiedlichen Neigungswinkeln aufweisen,
beispielsweise oberhalb und unterhalb der seitlich abstehenden Kragarme.
[0012] Die wasserseitige Dichtlippe der im Bereich der Ecken zwischen der Basisseite und
der jeweiligen Flankenseite des Dichtungsprofils ausgehenden Dichtlippen wird durch
den anstehenden Wasserdruck gegen die Nutflanke gepreßt und dichtet selbsttätig. Bei
Vorhandensein von Wasser wird aufgrund der Ausbildung aus einem wasserquellfähigen
Material ein zusätzlicher Dichtungsdruck aufgebaut, indem das Volumen der Dichtlippe
vergrößert wird. Dadurch wird die Dichtlippe gegen die Nut-Wandung einerseits und
die Flankenseite des Dichtungsprofils andererseits gepreßt und dichtet wirksam ab.
Günstigerweise können diese Dichtungslippen aus einem weicheren Material als der Grundkörper
des Dichtungsprofils bestehen, so daß sich diese Dichtungslippen sehr gut an die Unebenheiten
der Betonfläche anpassen können.
[0013] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung, die eine Y-förmige Struktur von internen Stegen
umfaßt, können hohe Rückstellkräfte in die Nutmitte abgeleitet werden. In einer vorteilhaften
Ausführungsform der Erfindung ist hierbei vorgesehen, daß mindestens zwei Reihen von
über die Breite des Dichtungsprofils verteilten Kanälen vorgesehen sind.
[0014] Vorteilhaft ist es weiters, wenn die Basisseite des Dichtungsprofil als geschlossene
Standfläche ausgebildet ist, das heißt ohne von der Standfläche ausgehende, ins Innere
des Basisteils reichende Rillennuten. Die Standfläche ist somit im wesentlichen eben
ausgebildet. Eine solche vollflächige Standfläche des Dichtungsprofiles erlaubt eine
hervorragende Verklebung des Profiles in der Nut, was wiederum zur Stabilität der
ausgebildeten Dichtung beiträgt.
[0015] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung kann weiters vorgesehen sein, daß
in dem die Rückenseite des Profils ausbildenden Steg eine koextrudierte Einlage aus
einem wasserquellenden Material angeordnet ist. Bei Vorhandensein von Wasser, insbesondere
in Folge eines Kraftverlustes der Kompressionsdichtung bei Spaltöffnung, vergrößert
sich das Volumen dieser Einlage, wodurch eine zusätzliche Druckspannung erzeugt wird,
die den Kraftverlust der Kompressionsdichtung ausgleicht oder überkompensiert.
[0016] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand der beiliegenden
Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittdarstellung von zwei gegenüberliegenden in Seitenflächen
von Tunnelsegmenten angebrachten Aufnahmenuten und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dichtungsprofils.
[0017] In Fig. 1 sind schematisch zwei gegenüberliegende Aufnahmenuten 1 in benachbarten
Tunnelsegmenten 2 dargestellt. Jedes Tunnelsegment 2 besitzt an seinen Seitenflächen
eine umlaufende Aufnahmenut 1, in die Dichtungsprofile einzusetzen sind. Die Nuten
besitzen einen Nutgrund 3 und Nutflanken 4. Zwischen den Tunnelsegmenten 2 liegt ein
Spalt mit der Breite a vor, der durch die in die Nuten eingesetzten Dichtungsprofile
abzudichten ist. Die Nutenmitten der gegenüberliegenden Aufnahmenuten können eine
gewissen seitlichen Versatz d aufweisen.
[0018] Das in Fig. 2 im Querschnitt dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Dichtungsprofils ist in seinem entspannten Zustand dargestellt und die Aufnahmenut,
in welche es einzusetzen ist, ist strichliert angedeutet. Das elastomere, strangförmige
Dichtungsprofil umfaßt eine Basisseite 6, eine Rückenseite 7, deren Breite b geringer
ist als die Breite B der Basisseite 6. Die Basisseite und die Rückenseite werden von
Flankenseiten 8 verbunden.
[0019] Das Dichtungsprofil weist einen im Querschnitt gesehen gleichschenklig trapezförmigen
Grundkörper 5 auf, dessen parallele Seiten von der Basisseite und von der Rückenseite
des Dichtungsprofils gebildet werden. Der Grundkörper 5 wird von einem Querbalken
10 durchsetzt, der an den gegenüberliegenden Flankenseiten 8 des Dichtungsprofils
über den Grundkörper 5 vorsteht. Es werden daher an den Schenkeln des trapezförmigen
Grundkörpers seitlich abstehende Kragarme 9 gebildet, die in Längsrichtung des Profils
durchgehend verlaufen (ein unterbrochener Verlauf in Längsrichtung des Profils wäre
denkbar und möglich). Die gedachten Schenkel des trapezförmigen Grundkörpers sind
im Bereich der Kragarme 9 strichliert angedeutet. Diese Kragarme 9 sind einteilig
mit dem Grundkörper 5 ausgebildet und bestehend aus dem gleichen Material wie der
Grundkörper. Die Kragarme 9 liegen in einem Bereich der Flankenseiten, der sowohl
von der Basisseite, als auch von der Rückenseite beabstandet ist. Eine koextrudierte
Ausbildung dieser Kragarme 9, wobei die Kragarme 9 aus einem Material anderer Härte
wie der Grundkörper bestehen können, wäre denkbar und möglich.
[0020] Die Kragarme 9 schließen im Querschnitt gesehen jeweils einen Winkel von weniger
als 30° mit der Basisseite 6 des Dichtungsprofils ein und sind vorzugsweise leicht
abwärts geneigt, so daß sie etwa rechtwinklig zur benachbarten Nutenflanke 4 stehen.
Der innerhalb des Grundkörpers 5 liegende Abschnitt des Querbalkens 10 verläuft etwa
parallel zur Basisseite 6 des Dichtungsprofils. Die über den Grundkörper 5 seitlich
vorstehenden Kragarme 9 liegen mit ihren freien Enden an den Nutflanken 4 an.
[0021] Im Dichtungsprofil sind oberhalb und unterhalb des Querbalkens 10 jeweils über die
Breite des Dichtungsprofils verteilte Kanäle vorgesehen. Oberhalb des Querbalkens
10 ist eine Reihe von drei im Querschnitt dreieckigen Kanälen 11, 12, 13 angeordnet.
Unterhalb des Querbalkens ist eine Reihe von der Basisseite benachbarten Kanälen 14
- 17 in Form von jeweils durch eine Wand 18 geschlossenen Rillennuten angeordnet.
Die Hochpunkte dieser geschlossenen Rillennuten bilden einen parabelförmigen gedachten
Bogen, dessen Maximum in der Profilmitte liegt und der die Ecken 19, 20 zwischen der
Basisseite 6 und den benachbarten Flankenseiten 8 schneidet. Zwischen den beiden seitlichen
Kanälen 14 und 17 und dem Querbalkens 10 sind weiters im Querschnitt kreisförmige
Kanäle 28, 29 angeordnet.
[0022] Ausgehend von den Bereichen der Ecken 22, 23 zwischen der Rückenseite 7 und den Flankenseiten
8 sind zwei aufeinanderzulaufende Stege 24, 25 vorgesehen, die zusammen mit dem die
Rückenseite bildenden Steg 26 eine dreieckförmige Struktur ausbilden. Ausgehend von
der durch die beiden aufeinanderzulaufende Stege gebildeten Spitze dieser dreieckförmigen
Struktur ist ein zur Basisseite 6 des Dichtprofils und senkrecht zu dieser verlaufender
Steg 27 vorgesehen, wodurch insgesamt eine Y-förmige Struktur gebildet wird. Der Knoten
dieser Y-förmigen Struktur liegt im Bereich des Querbalkens 10. Im Bereich des Knotens
dieser Y-förmigen Struktur liegt weiters der höchste Punkt des parabelförmigen Bogens,
der die Hochpunkte der rillennutenförmigen Kanäle 14-17 verbindet.
[0023] Durch die trapezförmige Struktur des Grundkörpers 5 in Verbindung mit der durch die
Stege 24, 25, 27 gebildeten Y-förmigen Struktur erfolgt eine Konzentration der Rückstellkräfte
in die Nutmitte und in die im Bereich der Ecken 19, 20 liegenden Nutecken.
[0024] In dem die Rückenseite des Dichtungsprofiles ausbildenden Steg 26 ist eine koextrudierte
Einlage 21 aus einem wasserquellenden Material vorgesehen. Günstigerweise besteht
diese Einlage aus einer Elastomermischung mit 30 bis 65 Shore A. Der Grundkörper 5
und die Kragarme 9 bestehen bevorzugterweise aus EPDM mit 65 bis 95 Shore A.
[0025] An den Flankenseiten 8 des Grundkörpers 5 sind weiters seitlich abstehende, in Längsrichtung
des Dichtungsprofils durchgehende Dichtlippen 30, 31 angeordnet, die den Bereichen
der Ecken 19, 20 zwischen der Basisseite 6 und der jeweiligen Flankenseite 8 benachbart
sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel gehen diese Dichtlippen 30, 31 unmittelbar
bei diesen Ecken 19, 20 von den Flankenseiten 8 des Dichtungsprofils aus. Im entspannten
Zustand stehen die Dichtlippen 30, 31 über die Nutflanken 4 seitlich hinaus. Die Dichtlippen
30, 31 bestehen bevorzugterweise aus einem wasserquellenden Material und werden durch
Koextrusion ausgebildet. Günstigerweise ist hierbei eine Elastomermischung mit einer
Härte im Bereich zwischen 30 und 50 Shore A vorgesehen.
[0026] Die in Shore A angegebenen Werte stimmen praktisch mit den gemäß IRHD nach ISO-Norm
48 gemessenen Werten überein.
[0027] Ein solches Dichtungsprofil erlaubt eine Abdichtung gegen sehr hohe Wasserdrücke.
Durch die koextrudierte Ausbildung mit jeweils einem wasserquellfähigen Material für
die Einlage 21 und die Dichtlippen 30, 31 wird eine zusätzliche Sicherheit, insbesondere
bei einer Vergrößerung der Spaltbreite a zwischen den benachbarten Tunnelsegmenten
geschaffen.
Legende
[0028] zu den Hinweisziffern:
- 1
- Aufnahmenut
- 2
- Tunnelsegment
- 3
- Nutgrund
- 4
- Nutflanke
- 5
- Grundkörper
- 6
- Basisseite
- 7
- Rückenseite
- 8
- Flankenseite
- 9
- Kragarm
- 10
- Querbalken
- 11
- Kanal
- 12
- Kanal
- 13
- Kanal
- 14
- Kanal
- 15
- Kanal
- 16
- Kanal
- 17
- Kanal
- 18
- Wand
- 19
- Ecke
- 20
- Ecke
- 21
- Einlage
- 22
- Ecke
- 23
- Ecke
- 24
- Steg
- 25
- Steg
- 26
- Steg
- 27
- Steg
- 28
- Kanal
- 29
- Kanal
- 30
- Dichtlippe
- 31
- Dichtlippe
1. Elastomeres, strangförmiges Dichtungsprofil für ein eine umlaufende Aufnahmenut aufweisendes
Tunnelsegment mit einer Basisseite (6), einer Rückenseite (7), deren Breite b geringer
als die Breite B der Basisseite (6) ist, und Flankenseiten (8), die die Basisseite
(6) mit der Rückenseite (7) verbinden, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zwischen der Basisseite (6) und der Rückenseite (7) liegenden Bereich zumindest
ein durchgehender Querbalken (10) ausgebildet ist, der an den gegenüberliegenden Flankenseiten
(8) über den Grundkörper (5) des Dichtungsprofils vorsteht und beidseitig abstehende
Kragarme (9) zur Anlage an der jeweils benachbarten Nutflanke (4) der Aufnahmenut
(1) bildet, und an den Flankenseiten (8) des Dichtungsprofils seitlich abstehende,
in Längsrichtung des Profils durchgehende Dichtlippen (30, 31) am Grundkörper (5)
des Dichtungsprofils angeordnet sind, die jeweils dem Bereich der Ecke (19, 20) zwischen
der Basisseite (6) und der jeweiligen Flankenseite (8) des Dichtungsprofils benachbart
sind, vorzugsweise unmittelbar bei dieser Ecke (19, 20) von der Flankenseite (8) des
Dichtungsprofils ausgehen, und aus einem wasserquellenden Material bestehen und daß
ausgehend von den Bereichen der Ecken (22, 23) zwischen der Rückenseite (7) und den
Flankenseiten (8) zwei aufeinanderzulaufende Stege (24, 25) vorgesehen sind, die zusammen
mit einem die Rückenseite bildenden Steg (26) eine dreieckförmige Struktur ausbilden,
und ausgehend von der durch die beiden aufeinanderzulaufenden Stege (24, 25) gebildeten
Spitze dieser dreieckförmigen Struktur ein zur Basisseite (6) des Dichtungsprofils
verlaufender Steg (27) vorgesehen ist, wodurch insgesamt eine Y-förmige Struktur gebildet
wird.
2. Dichtungsprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kragarme (9) im Querschnitt gesehen jeweils einen Winkel von weniger als 30°
mit der Basisseite (6) des Dichtungsprofils einschließen und vorzugsweise etwa rechtwinklig
zur benachbarten Nutflanke (4) stehen.
3. Dichtungsprofil nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der innerhalb des Grundkörpers (5) des Dichtungsprofils liegende Abschnitt des Querbalkens
(10) in Längsrichtung des Dichtungsprofils durchgehend ausgebildet ist und vorzugsweise
im Querschnitt gesehen parallel zur Basisseite (6) des Dichtungsprofils liegt.
4. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kragarme (9) in Längsrichtung des Dichtungsprofils durchgehend verlaufen.
5. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (5) des Dichtungsprofils im wesentlichen trapezförmig, vorzugsweise
im wesentlichen gleichschenkelig trapezförmig ausgebildet ist und die Kragarme (9)
vorzugsweise aus dem gleichen Material wie dieser Grundkörper (5) bestehen.
6. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Basisseite (6) als geschlossene Standfläche ausgebildet ist.
7. Dichtungsprofil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am an die Basisseite (6) angrenzenden Bereich des Dichtungsprofils mehrere voneinander
beabstandete Kanäle (14, 15, 16, 17) angeordnet sind, die als durch eine Wand (18)
zur Basisseite (6) abgeschlossene Rillennuten ausgebildet sind, deren Hochpunkte auf
einem gedachten parabelförmigen Bogen liegen, dessen Maximum im Bereich der Profilmitte
liegt und der durch den Bereich der Ecken (19, 20) zwischen der Basisseite (6) und
den Flankenseiten (8) verläuft.
8. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Reihen von über die Breite des Dichtungsprofils verteilten Kanälen
(11 - 17, 28, 29) vorgesehen sind, wobei im Bereich oberhalb und unterhalb des Querbalkens
(10) jeweils mindestens eine Reihe von Kanälen vorgesehen ist.
9. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem die Rückenseite (7) des Dichtungsprofils ausbildenden Steg (26) eine koextrudierte
Einlage (21) aus einem wasserquellenden Material vorgesehen ist.
10. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtlippen (30, 31) aus einem weicheren Material als der Grundkörper (5) des
Dichtungsprofils bestehen und mit diesem koextrudiert sind, wobei sie vorzugsweise
eine Härte im Bereich zwischen 30 und 50 Shore A aufweisen.
11. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (5) eine Härte im Bereich zwischen 65 und 95 Shore A aufweist und
vorzugsweise aus EPDM besteht.
12. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Einlage (21) aus einer Elastomermischung mit einer Härte im Bereich zwischen 30 und
65 Shore A besteht.
13. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Querschnittsfläche des Dichtungsprofils 85 bis 95%, vorzugsweise etwa
90%, der Querschnittsfläche der Aufnahmenut (1) beträgt.