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(11) |
EP 1 303 404 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.10.2007 Patentblatt 2007/44 |
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Anmeldetag: 19.07.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2001/002718 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/007975 (31.01.2002 Gazette 2002/05) |
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VERFAHREN ZUR REGELUNG EINER BAHNSPANNUNG IN EINER ROTATIONSDRUCKMASCHINE
METHOD FOR REGULATION OF A WEB TENSION IN A ROTARY PRINT MACHINE
PROCEDE DE REGULATION DE LA TENSION D'UNE BANDE DE MATIERE DANS UNE MACHINE D'IMPRESSION
ROTATIVE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
22.07.2000 DE 10035788
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.04.2003 Patentblatt 2003/17 |
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Patentinhaber: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHAEDE, Johannes, Georg
97074 Würzburg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 951 993
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US-A- 3 025 791
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung einer Bahnspannung in einer Rotationsdruckmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Durch die
EP 09 51 993 A1 ist ein registerhaltiger Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine bekannt, wobei eine
Längsdehnung der Bedruckbahn aus Bahnspannungs- und Betriebswerten der Antriebe ermittelt,
und durch Verstellen der Umfangsregister an den Zylindern bzw. der Registerwalzen
ausgeglichen wird. Eine über einen Sensor zur Bahnbreitenerfassung ermittelte Querdehnungsänderung
wird über eine Korrekturgröße auf den Sollwert der auf Bahnspannungskonstanz geregelten
Zugwalze zurückgeführt.
[0003] In der
US 30 25 791 A wird ein Verfahren zur Regelung der Antriebe einer Druckmaschine mit der Zielrichtung
einer konstanten Dehnung offenbart. Die Messung der Dehnung erfolgt hier nahe der
ersten Druckeinheit durch Vergleich der Winkellage des Druckwerkes und nachfolgend
der Lage einer Marke auf dem Bedruckstoff. Eine Veränderung in der Relativlage bewirkt
eine Spannungsänderung für die Bedruckstoffbahn im Einzugwerk.
[0004] Die
DE 92 18 978 U1 offenbart einen ersten Regelkreis, wobei eine Spannung zwischen einem Druckwerk und
einer Zugwalze auf Konstanz geregelt wird. In einem zweiten Regelkreis wird anhand
einer Drehlage des Druckwerks und des Schneidzylinders sowie eines optischen Signals,
welches die Lage einer Marke verarbeitet, über den Antrieb des Schneidzylinders eine
Winkellage des Schneidzylinders geregelt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Regelung einer Bahnspannung
in einer Rotationsdruckmaschine zu schaffen.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass Schwankungen
oder Änderungen der Dehnung bei laufender Produktion, d. h. während des Fortdruckes
in einfacher Weise gemessen werden, und diese Messung zur Regelung des vor dem ersten
Druckwerk angeordneten Einzugwerkes herangezogen wird.
[0008] Insbesondere die Messung möglichst nach dem letzten Druckwerk, gibt größtmöglichen
Aufschluss über den Betriebszustand der Bahn vor dem Einlauf in den Oberbau, insbesondere
den Trichtereinlauf.
[0009] Mit Zuschaltung von Wasser und/oder Farbe ändert sich das Spannungs/Dehnungsverhalten
der Bahn beim Durchlauf der Bahn durch die Druckstellen und bewirkt beispielsweise
eine Vergrößerung der Dehnung nach dem letzten Druckwerk. Damit jedoch bei Mehrbahnbetrieb
ein problemloser Trichtereinlauf der Bahnen gewährleistet ist, wird, um die notwendige
Abstufung in der Bahnspannung zu erreichen, nach Zuschalten von Wasser und Farbe möglichst
nur noch über Verstellung des Einzugswerks das passende Bahnspannungsniveau der Bahnen
zueinander abgestimmt.
[0010] Die Papierbahn dehnt sich unter dem Einfluss des Feuchtmittels und/oder der Farbe
sowohl in Längs- wie auch in Querrichtung bezogen auf die Transportrichtung aus. Dies
schlägt sich, insbesondere beim Mehrfarbendruck mit freien Weglängen zwischen benachbarten
Druckstellen als Dehnung der Bahn nieder. Diese Dehnung kann, solange der Effekt an
jeder Druckstelle nahezu zeitlich konstant bleibt, zumindest zum Teil beispielsweise
durch Registerverstellung an den Zylindern, durch Positionsänderung von Registerwalzen
oder sonstige Einrichtungen ausgeglichen werden.
[0011] Das Dehnungsverhalten der Papierbahn unterliegt jedoch vielen Einflüssen wie zum
Beispiel der Spannungs-/Dehnungscharakteristik des jeweiligen Papiers und somit der
herrschenden Spannung, der momentanen Feuchte, der Feuchtigkeitsempfindlichkeit, dem
Eindringverhalten, von der Lage der Rolle bei deren Herstellung im Tambour, was sich
beispielsweise in unterschiedlicher Wicklungshärte niederschlägt, oder von einer ortsabhängigen
Schwankung im Elastizitätsmodul.
[0012] Die Dehnung, sowohl die Längs- als auch die Querdehnung, ist daher wegen nicht konstanten
Papiereigenschaften der abrollenden Papierbahn selbst und wegen wechselnder und zum
Teil schwankender Betriebsparameter an der Druckmaschine nicht stationär. Auf der
anderen Seite beeinflussen eine schwankende Bahnspannung, wechselnde Druckgeschwindigkeit,
Schwankung in der Befeuchtung oder ein Wechsel der Rolle die Dehnung der Papierbahn,
so dass die Dehnung zeitlich nicht stationär ist.
[0013] In vorteilhafter Weise können mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens Änderungen
oder Schwankungen in der Dehnung, insbesondere in der Längsdehnung in Transportrichtung,
ausgeglichen werden.
[0014] Vorteilhaft ist auch die Ermittlung der Dehnungsänderung am Ende eines Druckturms
oder dem in Transportrichtung letzten Druckwerk, da diese für die weiteren Verarbeitungsschritte
einen guten Aufschluss über die gesamte Änderung liefert und eine Gegenmaßnahme, auf
Wunsch im Sinne einer konstanten Spannung oder aber, wie hier bevorzugt, einer konstanten
Dehnung der Bahn für die nachfolgenden Wege der Bahn oder Verarbeitungsschritte ermöglicht.
In diesem Sinne ist es auch vorteilhaft, dass die Regelung nicht im Bereich der Messung,
sondern am Anfang der Bahn erfolgt, wodurch ein Niveau der Bahnspannung bzw. eine
resultierende Eingangsdehnung festgelegt und nachfolgend geregelt wird, ohne im Oberbau,
insbesondere vor der Trichtereinzugwalze wesentliche Änderungen der Bahnspannung und/oder
der Dehnung herbeizuführen.
[0015] Insbesondere kann durch Ermittlung der Dehnungsänderung hinter dem letzten Druckwerk
und entsprechender Regelung der Eingangsdehnung dafür gesorgt werden, dass die Anzahl
und die exakten Phasen der Druckbilder zwischen dem letzten Druckwerk bzw. der letzten
Druckstelle und beispielsweise einem Falzapparat konstant ist, was durch Verstellen
einzelner Register aufwendig oder nur schwer möglich ist. Das Verfahren macht somit
während laufender Produktion ein ständiges Nachregeln des Schnittregisters einer Bahn
über sämtliche Antriebe der Druckwerke oder über Registerwalzen zumindest zum Teil
überflüssig.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung für die Führung einer Bahn vom Einzugswerk über vier
Druckwerke und eine zweite Zugwalze bis hin zu einer Trichtereinlaufwalze;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der Bahnspannungsniveaus im Fortdruck.
[0018] Fig. 1 stellt schematisch den Verlauf einer Bahn B, z. B. einer Bedruckstoffbahn
B oder einer Papierbahn B, auf seinem Weg durch eine Druckmaschine, insbesondere eine
Rollenrotationsdruckmaschine dar. Die Bahn B läuft in Transportrichtung T vom Rollenwechsler
01 über ein Einzugwerk 02 mit einer Zugwalze 03 durch die beispielsweise vier Druckwerke
06 bis 09 zu einer zweiten Zugwalze 11. Nach der zweiten Zugwalze 11 folgen beispielsweise
nicht dargestellte Wendestangen, Schneidmesser, weitere Zug oder Leitwalzen und letztlich
eine Trichtereinlaufwalze 12. Die wesentlichen Zugwalzen 03; 11 sind in vorteilhafter
Ausführung mit jeweils einem eigenen Antrieb 13; 14 und einer Antriebsregelung 16;
17 ausgerüstet. Vor dem Einzugwerk 02, zwischen dem Einzugwerk 02 und dem ersten Druckwerk
06 sowie zwischen dem letzten Druckwerk 09 und der Zugwalze 11 und auf dem freien
Weg zwischen Zugwalze 11 und der Trichtereinlaufwalze 12 werden in bevorzugter Ausführung
Spannungen S1, S2, S3 und S4 der Bahn B gemessen. Dies kann beispielsweise über Messwalzen
oder die Leistungsaufnahme der Antriebsmotoren der Zugorgane erfolgen.
[0019] Ausgangspunkt für die Einstellung der Spannungen einer Bahn B sind, insbesondere
wenn im Mehrbahnbetrieb am Trichtereinlauf mittels der Trichtereinlaufwalze 12 mehrere
Bahnen B zusammengefasst werden, die absoluten und relativen Spannungen S4 der einzelnen
Bahnen B an der Trichtereinlaufwalze 12 zueinander. Demzufolge erfolgt die Einstellung
der Spannungen der Bahn B ausgehend vom gewünschten Niveau der Spannung S4 an der
Trichtereinlaufwalze 12. Vorzugsweise wird durch Verstellung am Einzugwerk 02 das
Niveau der gesamten Spannung der Bahn B festgelegt. Üblicher Weise erfolgt auch eine
Änderung der Spannung der Bahn B während des Fortdruckes in vorteilhafter Weise durch
eine Änderung der Spannung S2 am Einzugwerk 02. Eine Grundeinstellung der Spannungen
beim Fortdruck, wie in Fig. 2 schematisch dargestellt, wird beispielsweise über die
bahnspannungs-, geschwindigkeits- oder positionsgeregelte Zugwalze 03, die ebenfalls
geregelte Trichtereinzugwalze 12 und/oder nicht dargestellte Tänzerwalzen hergestellt.
[0020] Infolge der Spannungen und, insbesondere während des Fortdruckes, infolge der Feuchtigkeit
unterliegt die Bahn B auf ihrem Weg vom Einzugwerk 02 bis zur Zugwalze 11 hinter dem
letzten Druckwerk 09 Längsdehnungen der Bahn B mit einer Eingangsdehnung ε1 und einer
Dehnung ε nach dem letzten Druckwerk 09. Bei Durchlaufen der Bahn B von vier Druckwerken
06 bis 09 stellt ε2 eine Dehnung zwischen erstem Druckwerk 06 und zweitem Druckwerk
07, ε3 eine Dehnung zwischen zweitem Druckwerk 07 und dritten Druckwerk 08 und ε4
eine Dehnung zwischen Druckwerk 08 und Druckwerk 09 dar.
[0021] Dieser i.d.R. im Fortdruck, d. h. bei Druckgeschwindigkeit und unter Zugabe von Wasser
und/oder Farbe, spannungsgeregelte Zustand der Bahn B berücksichtigt mit einer Nacheilung
der Zugwalze 03 und einer Voreilung der Zugwalze 11 bezogen auf die Maschinengeschwindigkeit
bereits eine Dehnung der Bahn B, die aus dem Druckvorgang und den Feuchtigkeitseinflüssen
resultiert.
[0022] Die Ermittlung der Maschinengeschwindigkeit und/oder die Phaselage der Maschine kann
an den Druckwerken 06; 07; 08; 09 auf verschiedene Art erfolgen. So können beispielsweise,
falls jedes der Druckwerke 06; 07; 08; 09 eigens angetrieben wird, die Leistungsdaten,
die Drehwinkellagen oder andere Kennzahlen aller oder einzelner Druckwerke 06; 07;
08; 09 herangezogen werden.
[0023] Im Ausführungsbeispiel wird eine Phasenlage ϕ1 des ersten Druckwerkes 06 über einen
ersten Sensor 18 gemessen. Diese Phasenlage ϕ1 kann z. B. an einer Motorwelle eines
Antriebes 19 für einen Zylinder 21; insbesondere eines Antriebes 19 eines Formzylinders
21 des Druckwerkes 06, beispielsweise mittels eines Encoders, abgegriffen werden (in
Fig. 1 strichliert dargestellt). Wenn der Formzylinder 21 mit einem zusammen wirkenden
Zylinder 22, insbesondere einem Übertragungszylinder 22 gekoppelt ist, ist auch die
Phasenlage ϕ1 am Übertragungszylinder 22 bestimmbar. Wie in Fig. 1 dargestellt, kann
auch die Anordnung einer Marke 23 als Referenzpunkt 23 am Formzylinder 21 oder am
Übertragungszylinder 22 zusammen mit einem ersten Sensors 18 zur Bestimmung der Phasenlage
ϕ1 bzw. einer Position ϕ1 herangezogen werden. Dies kann beispielsweise durch einen
Scanner oder eine Photozelle erfolgen. Auch eine durch das Druckwerk 06 selbst aufgebrachte
Marke 23, ein Teil des Druckbildes selbst, eine Lochung oder sonstige Markierungen
auf der Bahn B können als Marke 23 zur Bestimmung der ersten Phasenlage ϕ1 dienen.
[0024] In Transportrichtung T ist nach dem letzten Druckwerk, hier dem vierten Druckwerk
09, ein weiterer Sensor 24 angeordnet. Mittels dieses zweiten Sensors 24 wird eine
zweite Phasenlage ϕ2 bzw. Position ϕ2 einer Marke 26 oder zumindest eines Teils 26
eines Druckbildes einer bedruckten Bahn B gemessen. Die Marke 26 kann auch eine Lochung
der Bahn B oder eine äquivalent wirkende Markierung auf der Bahn B sein. Unter Phasenlage
ϕ2 der Marke 26 wird hier die zeitliche Abfolge des Durchganges der Marke 26 am Detektor
verstanden. Erfolgt die Bestimmung der Phasenlage ϕ1 über eine auf der Bahn B angeordnete
Marke 23 (wie alternativ genannt), so kann zur Bestimmung der Phasenlage ϕ2 als Marke
26 die Marke 23 herangezogen werden, die in diesem Fall identisch sind.
[0025] Beim Lauf der Bahn B wird nun zunächst durch Messung des Durchganges der Marke 23
die Phasenlage ϕ1 des Druckwerks 06 festgestellt. Hinter dem letzten Druckwerk 09
wird nach Durchlaufen der Druckeinheiten 06 bis 09 die zweite Phasenlage ϕ2 der auf
die Bahn B gedruckten Marke 26 bzw. dem Teil des Druckbildes 26 ermittelt. Unter Berücksichtigung
einer festen Lage der Messstellen zueinander wäre nun bei zeitlich konstanter Dehnung
ε der Bahn B über alle Teilstrecken eine feste Phasenverschiebung Δϕ feststellbar.
Hier setzt das Verfahren zur Regelung einer Bahnspannung in einer Rotationsdruckmaschine
an, da die Dehnung ε der Bahn B aus o. g. Gründen während der Produktion nicht zeitlich
konstant ist.
[0026] Der beispielsweise zu Beginn des Fortdruckes und nach Erreichen der gewünschten Spannungen
S1 bis S4 ermittelte Wert für die Phasenverschiebung Δϕ wird als Sollwert Δϕ-Soll,
beispielsweise in einer Speichereinheit, festgehalten. Der Sollwert Δϕ-Soll kann von
Produktion zu Produktion verschieden sein, da er vom Registerstand der Druckwerke
06 bis 09 abhängt. Er sollte jedoch erst im stationären und störungsfreien Betrieb
festgelegt werden. Die Einstellung des Registerstandes sowie der Spannungen S1 bis
S4 sind wie oben bereits dargestellt in ihrer Grundeinstellung i.d.R. bereits vor
Beginn der Produktion, maßgeschneidert auf die Papiereigenschaften, den Bahnlauf und
weiterer o. g. Parameter erfolgt.
[0027] Über die während des Fortdruckes auftretenden Änderungen Δε oder Schwankungen in
der Dehnung ε liefert nun eine Abweichung Δ des Istwertes Δϕ vom Sollwert Δϕ-Soll
die Information.
[0028] Um nun während des Fortdruckes Änderungen Δε oder Schwankungen in der Dehnung ε,
insbesondere Änderungen Δε in der Abschnittslänge zwischen dem letzten Druckwerk und
der Weiterverarbeitung im Falz, infolge o. g. Gründe entgegenzuwirken, werden die
Phasenlagen ϕ1 und ϕ2 und somit die Phasenverschiebung Δϕ ermittelt und mit dem Sollwert
Δϕ-Soll verglichen. Tritt während des Fortdruckes der laufenden Produktion infolge
einer der o. g. Gründe die Abweichung Δ in der Differenz Δϕ vom Sollwert Δϕ-Soll auf,
so ist dies ein Indiz für eine Änderung Δϕ der Dehnung ε der Bahn B.
[0029] Ist die Phasenverschiebung Δϕ beispielsweise als Differenz Δϕ = ϕ2 - ϕ1 definiert,
so bewirkt eine Vergrößerung der Dehnung ε um Δε beispielsweise eine Abweichung Δ
der Phasenverschiebung Δϕ vom Sollwert Δϕ-Soll.
[0030] Diese Abweichung Δ, und damit auch die Änderung Δε in der Dehnung ε wird nun mit
dem dem ersten Druckwerk 06 vorgeschalteten Einzugwerk 02 über die Veränderung der
Eingangsdehnung ε1 kompensiert, bis der Sollwert Δϕ-Soll für die Phasenverschiebung
Δϕ wieder hergestellt ist. Damit ein Schwingen bzw. ein unruhiger Bahnlauf der Bahn
B vermindert oder vermieden wird, kann die Regelung auch gewisse Toleranzen in der
Abweichung der Phasenverschiebung Δϕ vom Sollwert Δϕ-Soll zulassen, bevor die Gegenmaßnahme
einer Änderung der Eingangsdehnung ε1 ergriffen wird.
[0031] Die Abweichung Δ vom Sollwert Δϕ-Soll kann beispielsweise als Störgröße Δ einem Sollwertgeber
der Antriebsregelung 16 überlagert werden. Die Antriebsregelung 16 der Zugwalze 03
kann beispielsweise bzgl. des Drehmomentes geregelt sein, wobei eine Rückführung der
Spannung S2 erfolgt. Einen Weg der Bahn B über eine entsprechende Messwalze 27 für
die Messung der Spannung S2 der Bahn B ist strichliert in Fig.-1 dargestellt. Dem
Sollwertgeber der Antriebsregelung 16 wird die der Abweichung Δ vom Referenzwert Δϕ-Soll
entsprechende Störgröße Δ, beispielsweise als Korrekturgröße ΔS2 überlagert. Eine
derartige Korrekturgröße ΔS2 kann beispielsweise aus einer hinterlegten Kurve für
die Abhängigkeit von ΔS2 über Δ entnommen werden oder auch iterativ durch Anhebung
bzw. Absenkung der Spannung S2 erfolgen, bis die Phasenverschiebung Δϕ wieder dem
Sollwert Δϕ-Soll entspricht.
[0032] Sollen abrupte Wechsel in der Krafteinwirkung auf die Bahn B vermieden werden, kann
für die Zugwalze 03 auch auf eine Antriebsregelung mit DROOP-Verhalten zurückgegriffen
werden. Als DROOP-Verhalten wird eine lastabhängige Änderung des Sollwertes einer
Umfangs- bzw. Winkelgeschwindigkeit oder Drehzahl bezeichnet, die sowohl eine Änderung
in der Spannung der Bahn B, z. B. S4, als auch eine Änderung in der Winkelgeschwindigkeit
berücksichtigt. Auch in diesem Fall wird beispielsweise dem Sollwert S2-Soll für die
Spannung S2 eine Korrekturgröße ΔS2 überlagert, die zusammen mit dem Istwert der Spannung
S2 anhand der DROOP-Funktion eine korrespondierende Nacheilung der Zugwalze 03, und
dadurch eine andere Spannung S2 und resultierende Eingangsdehnung ε1 ergibt, was sich
letztlich auch als Änderung der Dehnung ε niederschlägt.
[0033] Unabhängig von der Art und Weise der Regelung für die Zugwalze 03 oder des Einzugwerkes
02, ist es wesentlich, dass dem SollwertΔϕ-Soll für die Antriebsregelung 16 eine aus
der Phasenverschiebung Δϕ und dem Sollwert Δϕ-Soll ermittelte Störgröße Δ, beispielsweise
als Korrekturgröße ΔS2 der gewünschten Spannung S2, überlagert wird. Falls erforderlich
kann die Phasenlage ϕ1 anstelle des in Transportrichtung T ersten Druckwerkes 06 auch
an einem der folgenden Druckwerke 07 bis 09 ermittelt werden. Die Phasenverschiebung
Δϕ ist dann zwischen dem betreffenden Druckwerk 06 bis 09 und dem Durchgang der Marke
23 am Sensor 24 zu ermitteln. Die Abweichung Δ der Phasenverschiebung Δϕ vom Sollwert
Δϕ-Soll wird wieder als Störgröße Δ für den Antrieb der Zugwalze 03 verarbeitet.
[0034] Gleichbedeutend mit der Ermittlung der Phasenlagen ϕ1 und ϕ2 und somit der Phasenverschiebung
Δϕ vom Sollwert Δϕ-Soll für die Ermittlung der Störgröße Δ kann auch die zeitliche
Änderung der Phasenverschiebung Δ̇ϕ bzw., falls die Störgröße Δ linear aus der Differenz
der Phasenlagen ϕ1 und ϕ2 ermittelt wird, auch die Änderung der Differenz in der zeitlichen
Änderung der Phasenlagen Δϕ̇ = ϕ̇2 - ϕ̇1 herangezogen werden. Δϕ̇ ist dann im störungsfreien
Betrieb ≅ 0.
[0035] Mit der Störgröße Δ kann die Korrekturgröße ΔS2 als Spannungsänderung ΔS2 auch in
anderer Weise als an der Zugwalze 03 verändert werden. Die Änderung der Spannung S2
durch die Störgröße Δ schließt auch Änderungen der Krafteinwirkung durch eine nicht
dargestellten Tänzerwalze oder anderer vor dem ersten Druckwerk 06 angeordneten Stellvorrichtungen
für die Spannung S2 ein.
[0036] In vorteilhafter Weise erfolgt keine direkte Rückkopplung einer nach dem letzten
Druckwerk 09 festgestellten Dehnungsänderung Δε an die Antriebsregelung 17 der nach
dem letzten Druckwerk 09 angeordneten Zugwalze 11, sondern es erfolgt eine Änderung
der Eingangsdehnung ε1 durch Änderung der Spannung S2.
[0037] Bei Änderung Δε der Dehnung ε tritt somit eine Abweichung Δ der relativen Phasenlage
Δϕ vom Sollwert Δϕ-Soll zwischen einer ersten Messstelle mittels des Sensors 18, der
Phasenlage ϕ1 des Übertragungszylinders 21, und der zweiten Messstelle mittels des
Sensors 24, der Lage der Marke 23 auf der bedruckten Bahn B nach Durchlaufen der Druckwerke
06 bis 09, ein. Diese Abweichung Δ geht als Absolutwert oder als vorzeichenbehafteter
Wert als Störgröße Δ für die Regelung der Spannung S2 vor dem ersten Druckwerk 06
ein. Durch diese Verfahrensweise ist gewährleistet, dass sich für nachfolgende Arbeitsschritte,
wie beispielsweise ein Falzen oder Schneiden, eine konstante Anzahl von Druckbildern
zwischen der Zugwalze 11 und dem nachfolgenden Verarbeitungsschritt befinden, und
dass die Frequenz des Durchganges der Druckbilder an der Zugwalze 11 nahezu konstant
gehalten wird.
[0038] Zugunsten einer konstanten Abschnittslänge bzw. Dehnung ε nach dem letzten Druckwerk
09 wird so, falls erforderlich, eine Variation in der Spannung S2 vor dem ersten Druckwerk
02 in Kauf genommen. Die Spannung S2 bewegt sich hierbei jedoch in jedem Falle innerhalb
eines Fensters für die zulässige Spannung und für die resultierende Spannung S4 im
Hinblick auf die Abstufung im Mehrbahnbetrieb.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 01
- Rollenwechsler
- 02
- Einzugwerk
- 03
- Zugwalze
- 04
- -
- 05
- -
- 06
- Druckwerk, erstes
- 07
- Druckwerk, zweites
- 08
- Druckwerk, drittes
- 09
- Druckwerk; viertes
- 10
- -
- 11
- Zugwalze
- 12
- Trichtereinlaufwalze
- 13
- Antrieb
- 14
- Antrieb
- 15
- -
- 16
- Antriebsregelung
- 17
- Antriebsregelung
- 18
- Sensor, erster
- 19
- Antrieb
- 20
- -
- 21
- Zylinder; Formzylinder
- 22
- Zylinder; Übertragungszylinder
- 23
- Marke, Referenzpunkt (21)
- 24
- Sensor, zweiter
- 25
- -
- 26
- Marke, Teil des Druckbildes
- 27
- Messwalze
- ϕ1
- Phasenlage, Position
- ϕ2
- Phasenlage, Position
- Δϕ
- Phasenverschiebung
- Δϕ-Soll
- Sollwert
- Δ̇ϕ
- zeitliche Änderung der Phasenverschiebung
- Δϕ̇
- Änderung der Differenz in der zeitlichen Änderung der Phasenlagen
- ϕ̇1
- zeitlichen Änderung der Phasenlage
- ϕ̇2
- zeitlichen Änderung der Phasenlage
- Δ
- Abweichung, Störgröße
- ε1
- Eingangsdehnung
- ε2
- Dehnung (06; 07)
- ε3
- Dehnung (07; 08)
- ε4
- Dehnung (08; 09)
- ε
- Dehnung
- Δε
- Änderung der Dehnung (ε)
- S1
- Spannung
- S2
- Spannung
- S3
- Spannung
- S4
- Spannung
- ΔS2
- Korrekturgröße
- S2-Soll
- Sollwert
- B
- Bahn, Bedruckstoffbahn, Papierbahn
- T
- Transportrichtung
1. Verfahren zur Regelung einer Bahnspannung in einer Rotationsdruckmaschine wobei eine
Bahn (B) mindestens zwei Druckwerke (06; 07; 08; 09) durchläuft, und eine erste Phasenlage
(ϕ1) eines der Druckwerke (06; 07; 08; 09) und eine zweite, in Transportrichtung (T)
hinter einem der Druckwerke (06; 07; 08; 09) gemessene Phasenlage (ϕ2) ermittelt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Phasenlage (ϕ2) hinter dem in Transportrichtung (T) letzten Druckwerk
(09) ermittelt wird und in Abhängigkeit dieser Phasenlagen (ϕ1, ϕ2) eine Spannung
(S2) der Bahn (B) vor dem ersten der Druckwerke (06; 07; 08; 09) verändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Phasenlage (ϕ2) an einer auf der Bahn (B) befindlichen Marke (26) ermittelt
wird
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung (S2) zwecks Änderung der Eingangsdehnung (ε1) verändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung (S2) infolge einer Abweichung (Δ) eines Istwertes einer Phasenverschiebung
(Δϕ) von einem Sollwert (Δϕ-Soll) verändert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein erster Sensor (18) die erste Phasenlage (ϕ1) des Druckwerks (06; 07; 08; 09)
an einem Zylinder (21; 22) ermittelt,
- ein zweiter, in Transportrichtung (T) hinter dem letzten Druckwerk (09) angeordneter
Sensor (24) die zweite Phasenlage (ϕ2) der auf die Bahn (B) aufgedruckten Marke (26)
ermittelt,
- mittels der beiden Phasenlagen (ϕ1, ϕ2) der Istwert der Phasenverschiebung (Δϕ)
ermittelt wird,
- im stationären und störungsfreien Betrieb der Sollwert (Δϕ-Soll) für die Phasenverschiebung
(Δϕ) festgelegt wird,
- und bei Unter- bzw. Überschreitung einer zu bestimmenden Toleranz des Sollwertes
(Δϕ-Soll) durch die Phasenverschiebung (Δϕ) die Veränderung der Spannung (S2) der
Bahn (B) und somit einer Eingangsdehnung (ε1) der Bahn (B) vor dem ersten Druckwerk
(06) erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung der Spannung (S2) in der Weise erfolgt, dass die Phasenverschiebung
(Δϕ) auf den Sollwert (Δϕ-Soll) zurückgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung der Spannung (S2) mit der Maßgabe erfolgt, dass zwischen dem letzten
Druckwerk (09) und einer nachfolgenden Bearbeitungsstufe eine Anzahl der Druckbilder
auf der Bahn (B) konstant gehalten wird.
8. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass während des Fortdruckes der Istwert der Phasenverschiebung (Δϕ) mit dem Sollwert
(Δϕ-Soll) verglichen wird, und dass die Abweichung (Δ) der Phasenverschiebung (Δϕ)
vom Sollwert (Δϕ-Soll) als Störgröße (Δ) zur Regelung eines Einzugwerkes (02) herangezogen
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Phasenlage (ϕ1) am Zylinder (21; 22) anhand eines am Zylinder (21; 22)
angeordneten Referenzpunktes (23) durch den ersten Sensor (18) ermittelt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (21) ein Formzylinder (21) ist. Formzylinder (21) ist.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Phasenlage (ϕ1) am in Transportrichtung (T) ersten Druckwerk (06) ermittelt
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Marke (26) zur Ermittlung der zweiten Phasenlage (ϕ2) zumindest ein Teil des
Druckbildes (26) herangezogen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Störgröße (Δ) auf eine Antriebsregelung (16) einer vor dem ersten Druckwerk (06)
angeordneten Zugwalze (03) geführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Störgröße (Δ) als Korrekturgröße (ΔS2) auf einen Sollwert (S2-Soll) für die Spannung
(S2) zwischen dem Einzugwerk (02) und dem ersten Druckwerk (06) geführt wird.
1. A method of regulating the tensioning of a web in a rotary printing press, wherein
a web (B) runs through at least two printing couples (06; 07; 08; 09), and a first
phase position (φ1) of one of the printing couples (06; 07; 08; 09) and a second phase
position (φ2) measured downstream of one of the printing couples (06; 07; 08; 09)
in the conveying direction (T) is determined, characterized in that the second phase position (φ2) is determined downstream of the last printing couple
(09) in the conveying direction (T) and a tension (S2) of the web (B) upstream of
the first of the printing couples (06; 07; 08; 09) is altered in a manner dependent
upon the said phase positions (φ1, φ2).
2. A method according to Claim 1, characterized in that the second phase position (φ2) is determined at a mark (26) present on the web (B).
3. A method according to Claim 1, characterized in that the tension (S2) is altered in order to change the incoming tensioning (ε1).
4. A method according to Claim 1, characterized in that the tension (S2) is altered as a result of a deviation (Δ) of an actual value of
a phase displacement (Δφ) from a nominal value (Δφ-Soll).
5. A method according to any one of Claims 2 to 4,
characterized in that
- a first sensor (18) determines the first phase position (φ1) of the printing couple
(06; 07; 08; 09) on a cylinder (21; 22),
- a second sensor (24) arranged downstream of the last printing couple (09) in the
conveying direction (T) determines the second phase position (ϕ2) of the mark (26)
printed on the web (B).
- the actual value of the phase displacement (Δϕ) is determined by means of the two
phase positions (φ1, φ2),
- the nominal value (Δϕ-Soll) for the phase displacement (Δϕ) is set in the stationary
and interference-free operation, and
- the change in the tension (S2) of the web (B) and thus in an incoming tensioning
(ε1) of the web (B) is carried out upstream of the first printing couple (06) in the
event of a tolerance - to be determined - of the nominal value (Δϕ-Soll) being exceeded
or not being reached by the phase displacement (Δϕ).
6. A method according to Claim 1, characterized in that the change in the tension (S2) takes place in such a way that the phase displacement
(Δφ) is set back to the nominal value (Δφ-Soll).
7. A method according to Claim 1, characterized in that the regulation of the tension (S2) takes place provided that a number of the print
images on the web (B) is kept constant between the last printing couple (09) and a
following treatment stage.
8. A method according to Claim 4, characterized in that the actual value of the phase displacement (Δφ) is compared with the nominal value
(Δφ-Soll) during the production run, and the deviation (Δ) of the phase displacement
(Δφ) from the nominal value (Δφ-Soll) is used as an interference variable (Δ) in order
to regulate an infeed unit (02).
9. A method according to Claim 5, characterized in that the first phase position (φ1) on the cylinder (21; 22) is determined by the first
sensor (18) with reference to a reference point (23) situated on the cylinder (21;
22).
10. A method according to Claim 5, characterized in that the cylinder (21) is a forme cylinder (21).
11. A method according to Claim 1, characterized in that the first phase position (φ1) is determined on the first printing couple (06) in
the conveying direction (T).
12. A method according to Claim 2, characterized in that at least part of the print image (26) is used as the mark (26) for determining the
second phase position (φ2).
13. A method according to Claim 1, characterized in that the interference variable (Δ) is supplied to a drive-regulation means (16) of a draw
roller (03) arranged upstream of the first printing couple (06).
14. A method according to Claim 8, characterized in that the interference variable (Δ) is supplied as a correction variable (ΔS2) to a nominal
value (S2-Soll) for the tension (S2) between the infeed unit (02) and the first printing
couple (06).
1. Procédé de régulation de la tension mécanique d'une bande dans une machine à imprimer
rotative, une bande (B) passant par au moins deux groupes d'impression (06 ; 07 ;
08 ; 09), et une première position en phase (ϕ1) d'un des groupes d'impression (06
; 07 ; 08 ; 09) et une deuxième position en phase (ϕ2), mesurée derrière l'un des
groupes d'impression (06 ; 07 ; 08 ; 09) en observant dans la direction de transport
(T), sont déterminées, caractérisé en ce que la deuxième position en phase (ϕ2) est déterminée derrière le dernier groupe d'impression
(09), en observant dans la direction de transport (T) et, en fonction de ces positions
en phase (ϕ1, ϕ2) une tension mécanique (S2) de la bande (B), en amont du premier
des groupes d'impression (06 ; 07 ; 08 ; 09), est modifiée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la deuxième position en phase (ϕ2) est déterminée sur une marque (26) se trouvant
sur la bande (B).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tension mécanique (S2) est modifiée dans le but de modifier l'allongement à l'entrée
(ε1).
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tension (S2) est modifiée suite à un écart (Δ) entre une valeur réelle d'un déphasage
(Δϕ) et une valeur de consigne (Δϕ̇-consigne,).
5. Procédé selon l'une des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce que :
- un premier capteur (18) détermine la première position en phase (ϕ1) du groupe d'impression
(06 ; 07 ; 08 ; 09) sur un cylindre (21 ; 22),
- un deuxième capteur (24), disposé derrière le dernier groupe d'impression (09) dans
la direction de transport (T), détermine la deuxième position en phase (ϕ2) de la
marque (26) imprimée sur la bande (B),
- la valeur réelle du déphasage (Δϕ) est déterminée au moyen des deux positions en
phase (ϕ1, ϕ2),
- la valeur de consigne (Δϕ-consigne) pour le déphasage (Δϕ) est fixée en fonctionnement
stationnaire et en fonctionnement perturbé,
- et, en cas de descente au-dessous ou de dépassement d'une tolérance à déterminer
de la valeur de consigne (Δϕ-consigne), du fait du déphasage (Δϕ), la modification
de la tension mécanique (S2) de la bande (B) et, ainsi, d'un allongement à l'entrée
(ε1) de la bande (B) avant le premier groupe d'impression (06), est effectuée.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la modification de la tension mécanique (S2) est effectuée, de manière que la valeur
du déphasage (Δϕ) soit ramenée à la valeur de consigne (Δϕ-consigne).
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la régulation de la tension mécanique (S2) s'effectue avec indication selon laquelle,
entre le dernier groupe d'impression (09) et un étage de traitement suivant, un nombre
des images d'impression sur la bande (B) est maintenu constant.
8. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que, pendant l'impression continue, la valeur réelle du déphasage (Δϕ) est comparée à
la valeur de consigne (Δϕ-consigne), et en ce que l'écart (Δ) du déphasage (Δϕ) par rapport à la valeur de consigne (Δϕ-consigne) est
utilisé comme grandeur perturbatrice (Δ) pour la régulation d'un groupe d'introduction
(02).
9. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la première position en phase (ϕ1) sur le cylindre (21 ; 22) est déterminée par le
premier capteur (18), à l'aide d'un point de référence (23) disposé sur le cylindre
(21 ; 22).
10. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le cylindre (21) est un cylindre de forme (21).
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première position en phase (ϕ1) est déterminée sur le premier groupe d'impression
(06), en observant dans la direction de transport (T).
12. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que, en tant que marque (26), on utilise pour la détermination de la deuxième position
en phase (ϕ2) au moins une partie de l'image d'impression (26).
13. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la grandeur perturbatrice (Δ) est appliquée à une régulation d'entraînement (16)
d'un rouleau de traction (03) disposé en amont du premier groupe d'impression (06).
14. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que la grandeur perturbatrice (Δ) est appliquée, en tant que grandeur de correction (ΔS2),
à une valeur de consigne (S2-consigne) pour la tension mécanique (S2) entre le groupe
d'introduction (02) et le premier groupe d'impression (06).

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