[0001] Die Erfindung betrifft eine Trocknereinrichtung innerhalb einer Bogendruckmaschine
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[Stand der Technik]
[0002] Innerhalb von Bogenoffsetdruckmaschinen werden die bedruckten Bogen über Zylinder
und Trommeln durch die einzelnen Druckwerke und nach dem letzten Druckwerk durch ein
oder mehrere Lackier- und sonstige Veredelungseinrichtungen gefördert. Über Kettensysteme
erfolgt der Transport der Bogen von einer letzten Trommel zum Auslegerstapel.
[0003] Um ein Abschmieren der frisch bedruckten Bogen beim Transport zwischen den Druckwerken,
zwischen dem letzten Druckwerk und dem Ausleger bzw. den Lackiereinrichtungen zu vermeiden,
sind an einer Vielzahl von Stellen Trocknereinrichtungen vorgesehen. Durch die Trocknereinrichtungen
soll ein möglichst schnelles Abtrocknen / Wegschlagen der Farbe / des Lackes erzielt
werden, so dass Berührungen der bedruckten Bogenseite mit Bogenführungsblechen oder
sonstigen stehenden Teilen keine Beschädigungen an der Druckseite und somit Makulatur
verursachen.
[0004] Auf Lösungsmitteln basierende Druckfarben bzw. Lacke geben beim Trocknen Lösemitteldämpfe
ab. Ein derartiger Trocknungsprozess kann durch IR-Strahler beschleunigt werden, da
durch die eingetragene Wärme das Ausdünsten des Lösemittels - beschleunigt wird. Eine
weitere Beschleunigung erfährt ein derartiger Trocknungsprozess, wenn zusätzlich eine
Warmluftbeaufschlagung des Druckproduktes erfolgt, da so der durch den Wärmeeintrag
aus dem Bedruckstoff heraustretende Lösemitteldampf abtransportiert wird. Letztlich
wird bei derartigen Trocknungsprozessen auch die mit Lösungsmittel und Wasserdampf
gesättigte Luft abgesaugt, was durch eine spezielle Absaugvorrichtung erfolgt.
[0005] Aus der
DE 195 25 453 A1 ist ein Trocknungsverfahren für schnelllaufende Materialbahnen bekannt, bei welchen
neben den Trocknungseinrichtungen zusätzlich eine an eine Hochspannungsquelle geschaltete
Elektrode vorgesehen ist. Durch den von der Elektrode in Richtung Bedruckstoff (schnelllaufende
Materialbahn) bewegten Strom an elektrischen Ladungsträgern erfolgt eine Zerstörung
der durch die bewegte Bahn mitgenommenen laminaren Grenzschicht. Diese vom Bedruckstoff
(Materialbahn) mitgenommene laminare Grenzschicht hemmt den Stoffaustausch von Lösungsmittel
bzw. Wasserdampf aus dem Bedruckstoff, d.h. der Stoffübergangskoeffizient wird verringert.
Dieses Trocknungsprinzip mittels Hochspannungselektrode ist jedoch nur bei schnelllaufenden
Materialbahnen anwendbar und in der bekannten Form bei Bogendruckmaschinen nicht anwendbar.
[0006] Aus der
WO 91/12095 ist eine Vorrichtung zur Reinigung von Bahnen bekannt. Die Vorrichtung weist eine
Einrichtung zur Erzeugung einer Korona-Entladung auf. Diese Einrichtung enthält eine
Elektrode, die einem Zylinder zugeordnet und mit diesem einen Spalt bildend angeordnet
ist. Durch die in dem Spalt gebildete Korona-Entladung wird die zu reinigende Bahn
beführt. Der Einrichtung sind Absaugmittel zugeordnet. Die an die Einrichtung zugeführte
Spannung wechselt sinusförmig und regelmäßig das Vorzeichen.
[0007] Aus der
US 5,152,838 A ist eine Einrichtung zum Trocknen eines Beschichtungsmediums bekannt. Darin ist ein
Korona-Entladungskopf vorgesehen, der in geringem Abstand zur Bahnoberfläche einer
beschichteten Bahn aus isolierendem oder dielektrischem Material in deren Bahnweg
und einer Beschichtungsanordnung nachgeordnet angebracht ist. Die Korona-Entladung
wird zwischen der noch feuchten und damit elektrisch leitenden Beschichtung gegenüber
der Beschichtungsanordnung erzeugt. Daher wird eine die Bahn in diesem Bereich führende
Walze nicht als Gegenelektrode zu dem Korona-Entladungskopf benötigt und muss nicht
geerdet zu werden.
[Aufgabe der Erfindung]
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Trocknereinrichtung gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1 derartig zu erweitern, so dass unter Vermeidung der zuvorstehend
genannten Nachteile eine Verbesserung der Trocknungswirkung erzielt wird.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale von Anspruch 1.
[Beispiele]
[0010] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass der Trocknereinrichtung eine mit einer Hochspannungsquelle
(HV) verbundene und diese in Abhängigkeit des Betriebes der Bogendruckmaschine und/oder
der Länge der Bogen (B) mit Hochspannung beaufschlagende Elektrode (E) nebst Gegenelektrode
zugeordnet ist. Bevorzugt ist dieser Einrichtung noch eine Absaugeinrichtung zugeordnet,
vermittels der die durch Wärme und Luft aus dem Bedruckstoff nebst Farbe herausgelösten
Dämpfe absaugbar sind.
[0011] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der Trocknungseinrichtung bevorzugt
eine als IR-Strahler ausgebildete Einrichtung zugeordnet, so dass der Bedruckstoff
nebst Farb- und/oder Lackschicht gezielt in einer das Lösungsmittel anregenden Wellenlänge
beaufschlagbar ist.
[0012] Gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die bewegten Bogen
mit IR-Strahlern auf einer Wellenlänge bestrahlt werden, auf der nur das Lösemittel
erwärmt wird. Durch die in einem geringen Abstand zur Bogenoberfläche positionierten
Elektrode, welche dem IR-Strahler in Bewegungsrichtung des Bogens nachgeordnet ist,
wird durch Zerstörung laminarer Luftschichten oberhalb der Bogenoberfläche der Stoffübergangskoeffizient
erhöht, was eine Verbesserung der Stoffabfuhr (Ausgasen) von Lösemittel bewirkt. Durch
einen zusätzlich aufgebrachten vorgewärmten Luftstrom wird das Ausgasen von Lösemittel
aus dem Bedruckstoff zusätzlich erleichtert und gleichzeitig die mit dem Lösemittel
/ Wasser angereicherte Luft abtransportiert. Letztlich erfolgt durch eine entsprechende
Einrichtung eine Absaugung der mit Lösemittel / Wasser angereichten Luft aus dem Bereich
der Trocknungseinrichtung und letztlich auch der Druckmaschine.
[0013] Die erfindungsgemäß mit einer Elektrode nebst Gegenelektrode erweiterte Trocknungseinrichtung
kann an einer Vielzahl von Stellen innerhalb der Bogenoffsetdruckmaschine eingesetzt
werden. Vorgesehen ist, dass die Beaufschlagung der Elektrode mittels Hochspannung
in Abhängigkeit der Druckgeschwindigkeit und/oder der Länge der Druckbogen (Format)
erfolgt. Weiterhin ist zu gewährleisten, dass der Abstand der Elektrode zur Oberfläche
des Bogens stets den erforderlichen Wert einnimmt. Dabei ist zu beachten, dass den
Bogen haltende Einrichtungen, wie z.B. die Greiferfinger der den Bogen führenden Zylinder
bzw. der Greifersysteme des Auslegers, nicht mit der Elektrode bzw. der Gegenelektrode
in Kollision kommen. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Elektrode bzw. der Träger
der Elektrode bzw. die der Elektrode zugeordnete Gegenelektrode beweglich aufgehängt
ist und während des Passierens der Greifer bzw. der den Bogen haltenden Einrichtungen
Ausweichbewegungen ausführen. Eine derartige bewegliche und in Abhängigkeit der Bogenbewegung
gesteuerte Aufhängung der Elektrode bzw. der gesamten Trocknereinrichtung ist insbesondere
dann vorzusehen, wenn die erfindungsgemäße Trocknereinrichtung im Ausleger der Druckmaschine
(Bogenaufgang) der Schöndruckseite der Bogen zugeordnet sein soll. Die die Bogen haltenden
Greifersysteme können die entsprechend nötigen Ausweichbewegungen der Elektrode über
an vorgesehenen Orten angebrachte Sensoren steuern. Die Ausweichbewegung der Elektrode
u./o. Gegenelektrode gegenüber den Greifersystemen ist nötig, da diese den Greifersystemen
im Weg stehen.
[0014] Durch eine bewegliche und in Abhängigkeit der Bogenbewegung gesteuerte Aufhängung
des Trockners bzw. der Elektrode oder der zugeordneten Gegenelektrode gegenüber dem
Bogenaufgang im Ausleger können im Aufgang des Auslegers ein oder mehrere erfindungsgemäße
Trocknervorrichtungen vorgesehen sein. Dadurch ergibt sich eine Intensivierung der
Trocknungswirkung im Auslegerbereich, so dass hohen Bauaufwand verursachende Verlängerungen
innerhalb des Auslegers entbehrlich scheinen.
[0015] Die erfindungsgemäße Elektrode zur Unterstützung des Trocknungsvorganges ist mit
wenigstens einer den Bogen vorzugsweise mit warmer Luft beaufschlagenden Einrichtung
versehen. Die durch diese Einrichtung bewirkte Luftströmung ist vorzugsweise dergestalt,
dass ein Berühren des Bogens und insbesondere des Bogenendes mit der Elektrode bzw.
der Elektrode zugeordneten Teilen nicht möglich ist.
[0016] Die erfindungsgemäße Elektrode nebst Trocknereinrichtung kann an einer Vielzahl von
Stellen innerhalb einer Bogenoffsetdruckmaschine angeordnet sein. So ist es möglich,
diese vor dem ersten Offsetdruckwerk in der Bogenführung vorzusehen. Eine derartige
Installation ist insbesondere dann bevorzugt, wenn den Druckwerken eine Grundierung
in Form eines Flexodruckwerkes vorgeschaltet ist.
[0017] Die erfindungsgemäße Trocknereinrichtung kann auch zwischen den Druckwerken innerhalb
der Bogenführung, der Schöndruckseite der Bogen zugeordnet sein. Die Installation
erfolgt hier direkt in den Bogenführungsblechen gegenüber dem Gegendruckzylinder.
Die Elektroden können durch eine Unterbrechung der Blech-Bogenführung und Einsatz
eines nichtleitenden Materials aus beispielsweise Kunststoff oder Keramik, in das
die Elektrode eingebettet wird, installiert werden. Der Gegendruckzylinder dient als
Gegenelektrode und muss dementsprechend elektrisch geschaltet werden (Erdung).
[0018] Weiterhin ist die erfindungsgemäße Trocknereinrichtung einsetzbar zwischen den Druckwerken
in der Bogenführung auf der Widerdruckseite. Bei Wende- und Widerdruckbetrieb können
in den Gegendruckzylinder 180° versetzt zwei Kanäle eingefügt werden, in denen die
Elektrode, von nichtleitendem Material umgeben, eingebettet wird. Die Gegenelektrode
befindet sich dann in einer nichtleitenden Einbettung in der Bogenführung. Der Abstand
Elektrode - Bogen kann hier, je nach Anwendungsfall, genau eingestellt werden.
[0019] Weiterhin ist eine Installation zwischen den Lackwerken in der Bogenführung auf der
Schöndruckseite möglich. Die Installation erfolgt in diesem Falle wie im Falle der
Installation zwischen den Druckwerken.
[0020] Ebenfalls ist es möglich, die erfindungsgemäße Trocknereinrichtung als feststehende
Einrichtung in einer Auslegertrommel bzw. einer Bogenführungstrommel anzuordnen. Der
über die Ausleger- bzw. Bogenführungstrommel geförderte Bogen wird dann mit der Ionenstrahlung
der Elektrode beaufschlagt und, da die Elektrode feststeht und der Bogen sich bewegt,
von diesem streifenförmig überstrichen.
[0021] Wie bei einer Installation zwischen den Druckwerken, wobei die Bogen auf der Widerdruckseite
zu trocknen sind, kann die erfindungsgemäße Trocknungseinrichtung auch zwischen zwei
oder mehreren Lackwerken entsprechend erfolgen.
[0022] Letztlich sind auch Installationen zwischen dem letzten Druckwerk und dem Ausleger
sowie innerhalb des Auslegers bis zum Auslegerstapel möglich. Durch entsprechende
Aufhängung der erfindungsgemäßen Trocknereinrichtung statisch bzw. entsprechend der
Bogenbewegung beweglich können die Bogen sowohl auf der Schön- als auch auf der Widerdruckseite
getrocknet werden.
[0023] In einem Verlängerungsmodul, in welchem die Bogen über einen mit Greifern versehene
Zylinder transportiert werden, kann der Schöndruckseite der Bogen eine oder mehrere
erfindungsgemäß ausgebildete Trocknereinrichtungen zugeordnet sein. Diese sind bevorzugt
in der Höhe zum Bedruckstoff (Abstand) einstellbar ausgebildet. In der Abnahmetrommel
sowie dem danach folgenden Förderweg des Kettensystems können ebenfalls ein oder mehrere
erfindungsgemäß ausgebildete Trocknereinrichtungen angeordnet sein. Wie bereits zuvorstehend
erwähnt, muss eine auf die Schöndruckseite des Bogen einwirkende Trocknereinrichtung
(Elektrode) wegen des Passierens der Greifersysteme entsprechend der Bogenbewegung
gesteuert beweglich aufgehängt sein.
[0024] Die der Elektrode zugeordnete Gegenelektrode kann der Druck- bzw. Gegendruckzylinder
(deren metallische Oberfläche), ein Bogenführungsblech oder eine an einem Bogen führenden
Zylinder angebrachte Metallfläche sein. Weiterhin ist es möglich, die Trocknereinrichtung
einer Wendetrommel zuzuordnen. Die der stationären Elektrode zugeordnete Gegenelektrode
ist dann bevorzugt durch die Oberfläche der Trommel gebildet.
[0025] Des weiteren erfolgt die Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand
der Zeichnungen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Bogenoffsetdruckmaschine mit einem letzten Druckwerk, einem Verlängerungsmodul
einem Lackwerk sowie einem Ausleger,
- Fig. 2
- die Komponenten einer erfindungsgemäßen Trocknungseinrichtung, wie diese an verschiedenen
Stellen der Druckmaschine nach Fig. 1 angeordnet ist, und
- Fig. 3
- die Ansteuerung einer erfindungsgemäßen Trocknungseinrichtung.
[0026] Fig. 1 zeigt das letzte Druckwerk einer Bogenoffsetdruckmaschine mit einem Gegendruckzylinder
2, einem Gummituchzylinder 3 sowie einem Plattenzylinder 4. Dem Gegendruckzylinder
2 ist eine die Bogen vom vorhergehenden Druckwerk transportierende Transfertrommel
1 vorgeordnet. Die über die Transfertrommel 1 geförderten Bogen werden über eine Bogenführung
11 von der Widerdruckseite her gestützt. Dem Gegendruckzylinder 2 des letzten Druckwerkes
nachgeordnet ist ein Lackierwerk mit einem Gegendruckzylinder 2, einem Formzylinder
5, einer Auftragwalze 6 sowie ein mit der gerasterten Auftragwalze 6 zusammenwirkendes
Kammerrakel 7. Die Bogen werden vom Gegendruckzylinder 2 des letzten Druckwerkes über
eine Transfertrommel 1 mit zugeordneter Bogenführung 11 dem Gegendruckzylinder des
Lackierwerkes zugeführt. Die im Lackierwerk am Gegendruckzylinder 2 befindlichen Bogen
werden über eine weitere Transfertrommel 1 und eine Bogenführungstrommel 8 eines Verlängerungsmoduls
der Abnahmetrommel 9 eines Auslegers zugeführt. Über Greifersysteme 10 werden die
Bogen von der Abnahmetrommel 9 dem Auslegerstapel zugeführt.
[0027] Den Transfertrommeln 1 sind die Bogen über die Widerdruckseite stützende Bogenführungen
11 zugeordnet. Weiterhin ist der Abnahmetrommel 9 eine Bogenführung 12 zugeordnet.
Bei den Bogenführungen 11, 12 kann es sich um mit Saug- und/oder Blasluft beaufschlagbaren
Bogenführungsblechen, Bogenführungsstäbe oder dergleichen handeln.
[0028] Figur 2 zeigt die vorzugsweise bei der Erfindung vorzusehenden Komponenten der Trocknereinrichtung.
Ein Bogen B bewegt sich in Richtung des Pfeiles. Die Trocknereinrichtung T besteht
aus einem vorzugsweise als IR-Strahler ausgebildeten Strahler SL, in Bogenlaufrichtung
diesem nachgeordnet einer den Bogen B mit diffuser Warmluft beaufschlagenden Blaseinrichtung
TL, einer in Figur 2 nur prinzipiell dargestellten Elektrode E sowie einer dem vorgenannten
Einrichtungen in Bogenlaufrichtung nachgeordneten Absaugeinrichtung S.
[0029] Gemäß Figur 3 ist die Elektrode E mit einer Hochspannungsquelle HV verbunden. Diese
ist ihrerseits mit einer Steuerung SHV verbunden, so dass die Zeitpunkte und die Höhe
der Spannungsbeaufschlagung der Elektrode E gezielt durch die Steuerung SHV auslösbar
sind. Die Steuerung SHV für die Elektrode E steht mit der Maschinensteuerung SM in
Signalverbindung, was durch die Leitungen angedeutet ist. Die Maschinensteuerung SM
weist ihrerseits einen Winkelgeber WG auf, der insbesondere an einer eintourig laufenden
Welle befestigt ist. Durch die Signale des Winkelgebers sind über die Maschinensteuerung
SM und die Steuerung der Hochspannungsquelle SHV die Zeitpunkte für die Spannungsbeaufschlagung
der Elektrode E an einem vorgegebenen Einbauort ermittelbar. Insbesondere ist durch
die Signale des Winkelgebers WG ermittelbar, wann ein Greifersystem im Förderweg 10
des Auslegers die Elektrode E passiert, demzufolge ein der Elektrode E zugeordnetes
Stellglied die Elektrode E abzuheben hat. Weiterhin ist durch die Signale des Winkelgebers
WG die Hochspannungsquelle HV so steuerbar, dass der Bogen B in Abhängigkeit der Druckgeschwindigkeit
und seiner Länge mit dem geforderten und das Trocknungsverhalten positiv beeinflussenden
Ionenstrom beaufschlagt wird. Auch der Abstand der Elektrode E zum Bogen bzw. der
in Fig. 3 nicht dargestellten Gegenelektrode kann entsprechend vorgegebener Werte
durch die Steuerung SHV erfolgen.
[0030] Figur 1 zeigt bevorzugte Einbauorte der in Figur 2 prinzipiell dargestellten Trocknungseinrichtung.
Nach Figur 1 können der Bogenführung 11 des letzten Druckwerkes, des Lackierwerkes
sowie des Verlängerungsmoduls ein oder mehrere Trocknereinrichtungen T zugeordnet
sein. Weiterhin ist es möglich, auch der Oberfläche des Gegendruckzylinders 2 des
letzten Druckwerkes, dem Gummituchzylinder 3 nachgeordnet, eine Trocknungseinrichtung
T zuzuordnen. Weiterhin kann der Oberfläche des bogenführenden Zylinders 8 im Lackmodul
ebenfalls ein oder mehrere Trocknungseinrichtungen T zugeordnet sein. Wie dem Gegendruckzylinder
2 des letzten Druckwerkes können auch dem Gegendruckzylinder 2 des Lackierwerkes,
dem Formzylinder 5 nachgeordnet, ein oder mehrere Trocknungseinrichtungen zugeordnet
sein. Die den Gegendruckzylindern 2 bzw. Bogenführungszylindern 8 zugeordneten Trocknereinrichtungen
T sind bevorzugt im Abstand zur Zylinderoberfläche einstellbar aufgehängt.
[0031] Wie die in den Bogenführungen 11 angeordneten Trocknereinrichtungen T sind auch der
Bogenführung 12 in der Abnahmetrommel 9 ein oder mehrere, auf die Widerdruckseite
des Bogens einwirkende Trocknereinrichtungen T nach der Erfindung anordenbar. Letztlich
können im Aufgang des Auslegersystems 10 auch ein oder mehrere Trocknungsvorrichtungen
T angeordnet sein, wobei diese auf die Schöndruckseite des Bogens einwirken und dabei,
um ein Passieren der die Bögen haltenden Greifersysteme zu ermöglichen, gesteuert
aufgehängt sind. Bei den Transfertrommeln 1 kann es sich bei einer Bogenoffsetdruckmaschine
für Schön- und Widerdruck auch um Wendetrommeln handeln.
[Bezugszeichenliste]
[0032]
- 1
- Transfertrommel
- 2
- Gegendruckzylinder
- 3
- Gummituchzylinder
- 4
- Plattenzylinder
- 5
- Formzylinder
- 6
- Auftragwalze
- 7
- Kammerrakel
- 8
- Zylinder
- 9
- Abnahmetrommel
- 10
- Auslegersystem
- 11
- Bogenführung (Transfertrommel 1)
- 12
- Bogenführung (Abnahmetrommel 9)
- T
- Trocknereinrichtung
- S
- Absaugung
- E
- Elektrode
- TL
- Blasluft / Warmluft
- SL
- Strahler
- B
- Bogen
- HV
- Hochspannungsquelle
- SHV
- Steuerung Hochspannungsquelle
- MS
- Steuerung Druckmaschine
- WG
- Winkelgeber
1. Trocknereinrichtung (T) innerhalb einer Druckmaschine, insbesondere Offsetdruckmaschine,
mit Einrichtungen (TL, SL) zur Beaufschlagung eines bewegten Bedruckstoffes mittels
Luft und/oder Wärme, der eine mit einer Hochspannungsquelle (HV) verbundene mit Hochspannung
beaufschlagende Elektrode (E) nebst Gegenelektrode zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtungen (TL, SL) in einer Druckmaschine zum Bedrucken von Bogen (B) angeordnet
sind, dass die Einrichtungen (TL, SL) und die Elektrode (E) nebst Gegenelektrode die
Bogen (B) in Abhängigkeit des Betriebes der Druckmaschine und/oder der Länge der Bogen
(B) mit Hochspannung beaufschlagend einem Bogen führenden Zylinder (8) oder einem
Auslegersystem (10) gegenüber einem Bewegungsweg von die Bogen haltenden Greifereinrichtungen
fest oder gesteuert bewegbar angeordnet sind, wobei die Elektrode (E) über eine der
Hochspannungsquelle (HV) vorgeordnete Steuerung (SHV) durch die Signale eines Winkelgebers
(WG) einer Maschinensteuerung (SM) der Bogendruckmaschine steuerbar ist.
2. Trocknereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinrichtung (T) eine die Bogen mit warmer Luft beaufschlagende Blasdüse
(TL) aufweist.
3. Trocknereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinrichtung (T) eine den Bogen mit IR-Strahlung beaufschlagenden Strahler
(SL) aufweist.
4. Trocknereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinrichtung (T) eine Absaugeinrichtung (S) aufweist.
5. Trocknereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinrichtung (T) im Bogenweg der Schöndruckseite der Bogen (B) zugeordnet
ist.
6. Trocknereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinrichtung (T) im Bogenweg der Widerdruckseite der Bogen (B) zugeordnet
ist.
7. Trocknereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektrode (E) und/oder die Gegenelektrode im wesentlichen Senkrecht zur Bewegungsrichtung
der Bogen (B) beweglich aufgehängt ist.
8. Trocknereinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektrode (E) und/oder die Gegenelektrode über den Winkelgeber (WG) gesteuert
bewegbar ist.
1. A dryer device (T) within a printing machine, more preferably offset printing machine,
with facilities (TL, SL) for supplying a moving print material with air and/or heat
which is associated with an electrode (E) plus opposite electrode connected with a
high voltage source (HV) and supplying high voltage,
characterized in that
the facilities (TL, SL) are arranged in a printing machine for the printing of sheets
(B), that the facilities (TL, SL) and the electrode (E) plus opposite electrode supplying
the sheets (B) with high voltage as a function of the operation of the printing machine
and/or the length of the sheets (B) are arranged in a fixed manner or moveable subject
to control opposite a cylinder (8) carrying sheets or a delivery system (10) opposite
a movement path of gripper facilities holding the sheets, wherein the electrode (E)
via a control (SHV) arranged upstream of the high voltage source (HV) is controllable
through the signals of an angle sensor (WG) of a machine control (SM) of the sheet-fed
printing machine.
2. The dryer device according to Claim 1,
characterized in that
the dryer device (T) comprises a blowing nozzle (TL) supplying the sheets with warm
air.
3. The dryer device according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the dryer device (T) comprises a radiator (SL) supplying the sheet with IR radiation.
4. The dryer device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the dryer device (T) comprises an extraction device (S).
5. The dryer device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the dryer device (T) in the sheet path is associated with the first printing side
of the sheets (B).
6. The dryer device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the dryer device (T) in the sheet path is associated with the backup side of the sheets
(B).
7. The dryer device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the electrode (E) and/or the opposite electrode is substantially moveably suspended
vertically to the movement direction of the sheets (B).
8. The dryer device according to Claim 7,
characterized in that
the electrode (E) and/or the opposite electrode can be moved in a controlled manner
via the angle sensor (WG).
1. Dispositif séchoir (T) au sein d'une machine à imprimer, notamment d'une machine à
imprimer offset, avec des dispositifs (TL, SL) pour soumettre un support à imprimer
en mouvement à de l'air et/ou à de la chaleur, auquel est associée une électrode (E)
reliée à une source haute tension (HV), soumettant à une haute tension, ainsi qu'une
contre-électrode
caractérisé en ce que,
les dispositifs (TL, SL) sont disposés dans une machine d'impression pour imprimer
des feuilles (B), en ce qu'en appliquant une haute tension sur les feuilles en fonction du fonctionnement de
la machine à imprimer et/ou de la longueur de la feuille (B), les dispositifs (TL,
SL) et l'électrode (E) ainsi que la contre-électrode (B) sont disposés de façon fixe
ou mobile commandée par rapport à une trajectoire de déplacement de dispositifs preneurs
maintenant les feuilles sur un cylindre (8) guidant les feuilles ou sur un système
de cantilever (10), l'électrode (E) étant susceptible d'être commandée par l'intermédiaire
d'une commande (SHV) située en amont d'une source haute tension (HV) par les signaux
d'un capteur angulaire (WG) d'une commande de machine (SM) de la machine d'impression
de feuilles.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
le dispositif séchoir (T) comporte une buse soufflante (TL) soumettant les feuilles
à de l'air chaud.
3. Dispositif séchoir selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que,
le dispositif séchoir (T) comporte un émetteur (SL) soumettant la feuille à des rayons
IR.
4. Dispositif séchoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que,
le dispositif séchoir (T) comporte un dispositif d'aspiration (S).
5. Dispositif séchoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que,
le dispositif séchoir (T) est associé aux feuilles (B) dans la trajectoire des feuilles
sur le côté d'impression recto.
6. Dispositif séchoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que,
le dispositif séchoir (T) est associé aux feuilles (B) dans la trajectoire des feuilles
sur le côté d'impression verso.
7. Dispositif séchoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que,
l'électrode (E) et/ou la contre-électrode sont accrochées en étant mobiles sensiblement
à la perpendiculaire du sens de déplacement des feuilles (B).
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que,
l'électrode (E) et/ou la contre-électrode est mobile de façon commandée par l'intermédiaire
du capteur angulaire (WG).