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(11) |
EP 1 303 679 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.2005 Patentblatt 2005/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.06.2001 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E21B 4/14 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/007496 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/006624 (24.01.2002 Gazette 2002/04) |
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| (54) |
RAMMBOHRGERÄT
RAM DRILL
APPAREIL DE FORAGE PERCUTANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB |
| (30) |
Priorität: |
15.07.2000 DE 10034471
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.04.2003 Patentblatt 2003/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Tracto-Technik GmbH |
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57368 Lennestadt (DE) |
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Erfinder: |
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- HESSE, Alfons
57368 Lennestadt (DE)
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Vertreter: König, Gregor Sebastian et al |
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König-Szynka-von Renesse
Patentanwälte
Lohengrinstrasse 11 40549 Düsseldorf 40549 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 909 567 DE-B- 2 537 176 US-A- 4 662 457
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DE-A- 4 109 215 US-A- 4 629 008 US-A- 4 819 741
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Rammbohrgerät mit einem in einem Gehäuse axial verschiebbaren
Schlagkolben, dessen Vor- und Rückbewegung durch eine in einen Zylinderraum des Schlagkolbens
eingreifende, an einen Versorgungsschlauch mittels eines Führungsrohres angeschlossene,
axial durch eine Feder beaufschlagte Steuerhülse und eine oder mehrere, korrespondierende
Steueröffnungen im Schlagkolben gesteuert wird, wobei das Führungsrohr zur Umsteuerung
von Vorwärtslauf auf Rückwärtslauf zwischen zwei, in einer am rückwärtigen Ende des
Gehäuses angeordneten Führungshülse befindlichen Anschlägen, axial verschiebbar und
in der Stellung für den Vorwärtslauf durch Drehung verriegelbar geführt ist und nimmt
die Priorität der deutschen Patentanmeldung 100 34 471.2 in Anspruch, auf die inhaltlich
Bezug genommen wird.
[0002] Ein derartiges Rammbohrgerät ist in der deutschen Auslegeschrift 25 37 176 beschrieben.
Bei diesem Rammbohrgerät durchdringt die Steuerhülse eine gehäusefeste Führung; während
des Betriebs gewährleisten Anschläge der Führung und der Steuerhülse eine axiale Arretierung.
Durch Drehen der Steuerhülse über den Versorgungsschlauch läßt sich die Dreharretierung
lösen, so daß sich die Steuerhülse axial nach rückwärts verschieben läßt, was durch
eine Feder unterstützt wird. Zum Umsteuern ist es notwendig, die Steuerhülse mittels
des Versorgungsschlauchs gezielt gegenüber der Führung zu verdrehen, um sie zu entriegeln,
wonach die Steuerhülse mit Unterstützung des auf die Steuerhülse wirkenden Drucks
und der Druckfeder in die Stellung für den Rückwärtslauf nach rückwärts verschoben
wird. In dieser Stellung wird sie durch den Druck der Druckluft und der Feder gehalten
und ist gegen Verdrehen gesichert.
[0003] Da das Verdrehen der Steuerhülse beim Umsteuern von Vorwärtslauf auf Rückwärtslauf
unter dem vollen Druck der Druckluft geschieht, ist das Entriegeln mit erheblichen
Schwierigkeiten verbunden, und zwar besonders dann, wenn das Rammbohrgerät weit in
das Erdreich vorgedrungen ist. Noch schwieriger ist das Umsteuern von Rückwärtslauf
auf Vorwärtslauf, das nur im drucklosen Zustand möglich ist. Die Steuerhülse muß nämlich
im drucklosen Zustand über die volle Länge der Erdbohrung mittels des Versorgungsschlauchs
gegen den' Widerstand der Druckfeder in die vordere Position verschoben werden. Dies
ist schwierig, insbesondere dann, wenn die Bohrung bei rolligen, nachgiebigen Böden
zum Teil eingefallen ist. Das nur im absolut drucklosen Zustand mögliche Umschalten
von Rückwärtslauf auf Vorwärtslauf wirkt sich insbesondere in wasserhaltigen Böden
nachteilig aus, da in das zum Umsteuern abgeschaltete Gerät schnell Wasser und Schmutz
eindringen kann und das Gerät dann nicht mehr anspringt.
[0004] Ein weiteres Rammbohrgerät ist aus der US-Patentschrift 4 662 457 bekannt. Dieses
Rammbohrgerät läßt sich ebenfalls nur in drucklosem Zustand umschalten.
[0005] Aus der deutschen Patentschrift 39 09 567 ist ein Rammbohrgerät bekannt, bei dem
ein Umsteuern unter Druck ohne zusätzliches Fernbetätigen von Arretierungen möglich
ist, indem das Führungsrohr zur Umsteuerung von Vorwärtslauf und Rückwärtslauf zwischen
zwei Anschlägen axial verschiebbar und in der Stellung für den Vorwärtslauf durch
Drehung verriegelbar geführt ist, wobei die Steuerhülse durch die Feder in Richtung
der Stellung für Vorwärtslauf und durch elastische Mittel auch auf Drehung beaufschlagt
ist und das Führungsrohr zusätzliche Drehanschläge zum Ver- und Entriegeln in Axialrichtung
aufweist.
[0006] Bei diesem Rammbohrgerät muß vor dem Einsatz geprüft werden, ob das Gerät auf Vorlauf
gestellt ist, da die Steuerhülse möglicherweise in der Stellung für den Rücklauf verriegelt
sein kann.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rammbohrgerät der eingangs erwähnten
Art so zu verbessern, daß ein Umsteuern unter Druck ohne zusätzliches Fernbetätigen
von Arretierungen möglich ist, wobei sich das Rammbohrgerät automatisch nach jedem
Rücklauf wieder auf Vorlauf stellt.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Rammbohrgerät der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst,
daß die Steuerhülse durch die Feder in Richtung der Stellung für den Vorwärtslauf
und das Führungsrohr mindestens einen zusätzlichen Drehanschlag zum Ver- und Entriegeln
in Axialrichtung aufweist, wobei das Führungsrohr für den Rückwärtslauf nur durch
Druckbeaufschlagung in einer definierten Position gehalten wird. Vorzugsweise ist
die Steuerhülse durch die Feder in Richtung der Stellung für den Vorwärtslauf durch
elastische Mittel auch auf Drehung beaufschlagt.
[0009] Damit ist eine einfachere Bedienung des Rammbohrgerätes möglich, da das Rammbohrgerät
sich automatisch nach jedem Rücklauf wieder auf Vorlauf stellt. Somit ist sicher gestellt,
daß jedes Rammbohrgerät in seiner Grundstellung, d.h., wenn es zum Einsatz kommt,
in Vorlaufstellung steht. Es besteht bezüglich der Laufrichtung keinerlei Verwechslungsgefahr
mehr. Ferner ist eine kostengünstige Fertigung möglich, da eine Nut gegenüber der
deutsche Patentschrift 39 09 567 entfällt. Dabei ist durch die Druckbeaufschlagung
bei Rückwärtslauf die Lage der Steuerhülse im verriegelten und entriegelten Zustand
genau definiert.
[0010] Zum Umsteuern von Vorwärts- auf Rückwärtslauf wird die begrenzt drehbar in der Führungshülse
angeordnete Steuerhülse mittels des Versorgungsschlauchs um ein bestimmtes Bogenmaß
von einem Drehanschlag zum anderen Drehanschlag verdreht und dadurch in Axialrichtung
entriegelt. Die axiale Vorspannung durch die Feder ist so bemessen, däß die Steuerhülse
bei voller Druckbeaufschlagung die Federvorspannung überwindet und die Steuerhülse
nach rückwärts verschiebt.
[0011] Nachdem die Steuerhülse auf den ein weiteres Verschieben verhindernden Axialanschlag
getroffen ist, verbleibt sie während des Rückwärtslaufs in dieser Stellung, solange
eine Druckbeaufschlagung gegeben ist. Um von Rückwärtslauf auf Vorwärtslauf umzusteuern,
wird der wirksame Druck nur so weit vermindert, bis die axiale Federvorspannung größer
ist als der auf die Steuerhülse in entgegengesetzter Richtung wirkende Druck. Die
Steuerhülse wird in diesem Fall automatisch, z.B. auch in Ruhestellung, in die vordere
Stellung bewegt und dort durch die elastischen Mittel, die die Steuerhülse auch auf
Drehung beaufschlagen, wieder in die Verriegelungsstellung gebracht. Danach kann der
Druck wieder erhöht werden.
[0012] Vor allem genügt zum Umsteuern auf Rückwärtslauf eine Vierteldrehung am Druckluftschlauch,
ohne abzuschalten bzw. den Druck vermindern zu müssen, so daß das Rammbohrgerät beim
Rückwärtslauf unter voller Leistung umgesteuert wird. Zwar steht für das Anlaufen
beim Wiederumsteuern auf Vorwärtslauf zunächst nur ein geringerer Druck zur Verfügung,
wenn dieser reduziert wurde, jedoch tritt nicht das Problem auf, daß das Gerät nicht
mehr anspringt, wie das nach einem kompletten Stillstand der Fall sein kann. Weiterhin
ist von Vorteil, daß der Luftdruck im Rammbohrgerät beim Umsteuern von Rückwärtslauf
auf Vorwärtslauf stets so hoch ist, daß ein Eindringen von Wasser und Schmutz durch
die Abluftöffnungen in das Rammbohrgerät vermieden wird, wie das ebenfalls beim Stillstand
des Rammbohrgeräts der Fall wäre.
[0013] Es empfiehlt sich, daß eine die Steuerhülse beaufschlagende zylindrische Schraubenfeder
zwischen der Steuerhülse und der Führungshülse unter Torsionsvorspannung drehfest
angeordnet ist. Mittels der zylindrischen Schraubenfeder, die mit ihren Enden in der
Steuerhülse und in der Führungshülse unter Torsionsvorspannung festgelegt ist, läßt
sich sowohl die axiale Vorspannung als auch die Torsionsvorspannung der Steuerhülse,
gewährleisten.
[0014] Die Steuerhülse, kann vorteilhaft mit dem Versorgungsschlauch über ein zwei mit Abstand
zueinander angeordnete Axialanschläge und einen Rohrabschnitt mit unrundem Querschnitt
aufweisendes Führungsrohr verbunden sein und eine Öffnung mit einem zu dem unrunden
Querschnitt des Rohrabschnitts komplementären Querschnitt aufweisen.
[0015] Vorteilhaft ist zwischen der Steuerhülse und dem Führungsrohr eine elastische Buchse
angeordnet. Es läßt sich erreichen, daß die Steuerhülse, auch bei eventuellen Fertigungsungenauigkeiten,
zentrisch und ohne zu klemmen im Zylinderraum des Schlagkolbens gleitet.
[0016] Vorzugsweise werden die Drehanschläge oder der Drehanschlag durch in den Umfangsnuten
angeordnete, mit der unrunden Öffnung in der Führungshülse zusammenwirkende, Vorsprünge
gebildet. Hierbei kann der unrunde Querschnitt des Rohrabschnitts durch mindestens
eine Abflachung des kreisförmigen Querschnitts gebildet sein. Die Vorsprünge können
vorteilhaft durch mindestens einen kreisbogenförmigen Abschnitt mit einem bis zur
Abflachung reichenden Radius und mindestens zwei im Abstand zueinander tangential
vom kreisbogenförmigen Abschnitt zum Radius des Rohrabschnitts verlaufenden, geraden
Flächen gebildet sein.
[0017] Bevorzugt ist eine Ausführung, bei der der unrunde Querschnitt des Rohrabschnitts
durch zwei parallele Abflachungen und durch zwei Vorsprünge mit diametral gegenüberliegenden
kreisbogenförmigen Abschnitten und sich diesen unter einem Winkel von etwa 90° anschließenden
tangentialen, geraden Flächen gebildet wird. Bei dieser Ausführung genügt es, den
Versorgungsschlauch und damit die Steuerhülse um 90° zu drehen, um die Führungshülse
zu entriegeln und axial zu verschieben.
[0018] Die axiale Vorspannung sowie die Torsionsvorspannung der zwischen der Steuerhülse
und der Führungshülse angeordneten zylindrischen Schraubenfeder lassen sich besonders
einfach einstellen, wenn die Enden der zylindrischen Schraubfeder erfindungsgemäß
axial abgebogen sind und in Taschen in der Steuerhülse und in der Führungshülse eingreifen.
In der Steuerhülse und in der Führungshülse können mehrere, umfangsverteilte Taschen
angeordnet sein, so daß sich das Ende der zylindrischen Schraubenfeder in unterschiedliche
Taschen stecken und dadurch die Torsionsvorspannung verändern läßt.
[0019] Damit die zylindrische Schraubenfeder beim Verdrehen des Versorgungsschlauchs den
Schlagkolben nicht blockiert, kann die vorzugsweise als Wickelfeder ausgebildete Schraubenfeder
so gewickelt sein, daß sich ihr Durchmesser mit zunehmender Torsionsvorspannung verkleinert.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt eines teilweise dargestellten Rammbohrgeräts mit dem Vorwärtslauf eingestellter
Steuerhülse;
- Fig. 2
- einen Schnitt eines teilweise dargestellten Rammbohrgeräts mit auf Rückwärtslauf eingestellter
Steuerhülse;
- Fig. 3
- das Rammbohrgerät gemäß Fig. 1 entlang der Linie III-III geschnitten;
- Fig. 4
- das Rammbohrgerät gemäß Fig. 1 entlang der Linie IV-IV geschnitten.
[0021] Von einem Rammbohrgerät ist in Fig. 1 und 2 nur der rückwärtige Teil dargestellt.
Das Rammbohrgerät besteht aus einem Gehäuse 1, in dem sich ein Schlagkolben 8 hin-
und herbewegt. Beim Vorschnellen trifft der Kopf des Schlagkolbens 8 auf einen in
das Gehäuse 1 ragenden Zapfen einer Schlagspitze. Eine Steuerhülse 3 ist in einem
Zylinderraum 9 des Schlagkolbens 8 abgedichtet angeordnet. Die Steuerhülse 3 ist über
eine elastische Buchse 4 mit einem Führungsrohr 2 verbunden, das seinerseits in einer
Führungshülse 5 lagert. Die Führungshülse 5 ist über einen Anschluß 25 mit dem rückwärtigen
Ende des Gehäuses 1 verschraubt und von einem Entlüftungsblock 6 umgeben, über den
zur Druckbeaufschlagung verwendete Druckluft nach außen entweicht, wenn der Schlagkolben
8 so weit über die Steuerhülse 3 zurückgefahren ist und seine Steueröffnungen 11 hinter
die Steuerkanten der Steuerhülse 3 gelangt sind. Mit dem Führungsrohr 2 ist ein Versorgungsschlauch
10, über den Druckluft zugeführt wird, druckdicht und drehfest verbunden.
[0022] Zwischen der Steuerhülse 3 und der Führungshülse 5 ist eine zylindrische Schraubenfeder
7 angeordnet, die unter Axial- und Torsionsvorspannung steht. Zu diesem Zweck sind
die Enden 12 der Schraubenfeder 7 axial abgebogen und in Taschen 13 sowohl der Steuerhülse
3 als auch der Führungshülse 5 gegen Verdrehen festgelegt.
[0023] Im Bereich des rückwärtigen Endes des Führungsrohrs 2 ist eine als Anschlag 14 wirkender
Umfangsnut angeordnet. Bei dieser Umfangsnut 14 befindet sich ein Rohrabschnitt 15
des Führungsrohres 2, der zwei parallele Abflachungen 17 aufweist. In der den Rohrabschnitt
15 umschließenden Führungshülse 5 ist eine zu dem Querschnitt des Rohrabschnitts 15
komplementäre Ausnehmung 16 angeordnet. Das Führungsrohr 2 läßt sich in der Führungshülse
5 axial verschieben, wenn der Rohrabschnitt 15 mit seinen Abflachungen 17 zur Ausnehmung
16 entsprechend ausgerichtet ist. Um dies zu erreichen, läßt sich das Führungsrohr
2 zwischen zwei als Vorsprünge ausgebildeten Drehanschläge 18 in den Umfangsnuten
14 um 90° verdrehen. Die Drehanschläge (Vorsprünge) 18 werden durch diametral gegenüberliegende
kreisbogenförmige Abschnitte 19 und sich daran anschließende tangentiale, gerade Flächen
20 gebildet, die unter einem Winkel von 90° zueinander verlaufen. Diese tangentialen,
geraden Flächen 20 liegen an den Innenflächen von Stegen 22 der Ausnehmung 16 an;
sie erlauben es, das Führungsrohr 2 um 90° in der Führungshülse 5 zu verdrehen.
[0024] Aufgrund, der Torsionsvorspannung der zylindrischen Schraubenfeder 7 wird das Führungsrohr
2 in eine Stellung gedreht, in der der Rohrabschnitt 15 um 90° zu der Ausnehmung 16
verdreht ist und an die Stege 22 anstößt. Ein axiales Verschieben des Führungsrohrs
2 mit der Steuerhülse 3 ist in dieser Stellung nicht möglich. Alternativ oder auch
zusätzlich kann eine Nut vorgesehen sein, die ein Zurückdrehen des Führungsrohrs erschwert
oder verhindert.
[0025] Nach dem Drehen des Führungsrohrs 2 mittels des Versorgungsschlauchs 10 um 90° gelangen
der unrunde Rohrabschnitt 15 und die entsprechende, komplementäre Ausnehmung 16 in
eine fluchtende Lage, und ein axiales Verschieben ist möglich. Befindet sich das Führungsrohr
2 mit der Steuerhülse 3 in der in Fig. 1 dargestellten Stellung, in der der volle
Druck des über den Versorgungsschlauch 10 zugeführten Druckmediums über die Bohrung
21 im Führungsrohr 2 in den Zylinderraum 9 gelangt, wirkt auf die Vorderfläche der
Steuerhülse 3 ein die Vorspannung der zylindrischen Schraubenfeder 7 überwindender
Druck, und die Steuerhülse 3 mit dem Führungsrohr 2 wird in die in Fig. 2 dargestellte
Stellung zurückbewegt; in dieser Position ist die Bewegungsbahn des Schlagkolbens
8 dementsprechend so weit zurückverlegt, daß er mit seinem Kopf nicht mehr auf das
Vorderende des Gehäuses 1 sondern auf den Anschluß 25 aufschlägt, was den Rückwärtslauf
bewirkt.
[0026] Um das Rammbohrgerät wieder auf Vorwärtslauf umzusteuern, genügt es, den Druck zu
vermindern. Die axiale Vorspannung der zylindrischen Schraubenfeder 7 reicht dann
aus, das Führungsrohr 2 mit der Steuerhülse 3 wieder in die in Fig. 1 dargestellte
Stellung zu verschieben.
1. Rammbohrgerät mit einem in einem Gehäuse (1) axial verschiebbaren Schlagkolben (8),
dessen Vor- und Rückbewegung durch eine axial durch eine Feder (7) beaufschlagte Steuerhülse
(3) und eine oder mehrere korrespondierende Steueröffnungen (11) im Schlagkolben gesteuert
wird, wobei das Führungsrohr (2) zur Umsteuerung von Vorwärtslauf auf Rückwärtslauf
axial verschiebbar und in der Stellung für den Vorwärtslauf durch Drehung verriegelbar
geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerhülse (3) durch die Feder (7) in Richtung der Stellung für Vorwärtslauf
beaufschlagt ist und das Führungsrohr (2) für den Rückwärtslauf nur durch Druckbeaufschlagung
in einer definierten Position gehalten wird.
2. Rammbohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Steuerhülse (3) beaufschlagende zylindrische Schraubenfeder (7) zwischen
der Steuerhülse (3) und der Führungshülse (5) unter Torsionsvorspannung drehfest angeordnet
ist.
3. Rammbohrgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerhülse (3) mit dem Versorgungsschlauch (10) über ein mit Abstand zueinander
angeordnete, die Axialanschläge bildenden Umfangsnuten (14) und einen Rohrabschnitt
(15) mit unrundem Querschnitt aufweisendes Führungsrohr (2) verbunden ist und daß
die Führungshülse (5) eine Öffnung (16) mit einem zu dem unrunden Querschnitt des
Rohrabschnitts (15) komplementären Querschnitt aufweist.
4. Rammbohrgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine zwischen dem Führungsrohr (2) und der Steuerhülse (3) angeordnete elastische
Buchse (4).
5. Rammbohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den Umfangsnuten (14) mit der unrunden Öffnung (16) in der Führungshülse (5) zusammenwirkende
Vorsprünge (18) angeordnet sind.
6. Rammbohrgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der unrunde Querschnitt des Rohrabschnitts (15) durch mindestens eine Abflachung
(17) des kreisförmigen Querschnitts gebildet ist.
7. Rammbohrgerät nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (18) durch mindestens einen kreisbogenförmigen Abschnitt (19) mit
einem bis zur Abflachung (17) reichenden Radius und mindestens zwei im Abstand zueinander
tangential vom kreisbogenförmigen Abschnitt (19) zum Radius des Rohrabschnitts (15)
verlaufenden, geraden Flächen (20) gebildet werden.
8. Rammbohrgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der unrunde Querschnitt des Rohrabschnitts (15) durch zwei parallele Abflachungen
(17) und durch zwei Vorsprünge (18) mit diametral gegenüberliegenden kreisbogenförmigen
Abschnitten (19) und sich den Abschnitten (19) unter einem Winkel von etwa 90° anschließenden
tangentialen, geraden Flächen (20) gebildet wird.
9. Rammbohrgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (12) der zylindrischen Schraubenfeder (7) axial abgebogen sind und in Taschen
(13) der Steuerhülse (3) und der Führungshülse (5) eingreifen.
10. Rammbohrgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrische Schraubenfeder (7) als Wickelfeder ausgebildet ist.
1. Percussion boring device having a striker piston (8) which is axially displaceable
in a housing (1) and whose forward and backward motion is controlled by a control
sleeve (3), which latter is acted on axially by a spring (7), and by one or more corresponding
control openings (11) in the striker piston, the guide tube (2) being guided in such
a way as to be axially displaceable for the changeover from advancing movement to
reverse movement and to be lockable in the position for advancing movement by rotation,
characterised in that the control sleeve (3) is acted on by the spring (7) in the direction of the position
for advancing movement and for reverse movement the guide tube (2) is held in a defined
position only by the application of pressure.
2. Percussion boring device according to claim 1, characterised in that a cylindrical coil spring (7) which acts on the control sleeve (3) is arranged between
the control sleeve (3) and the guide sleeve (5), under torsional pre-loading, in such
a way as to be fixed in rotation.
3. Percussion boring device according to claim 1 or 2, characterised in that the control sleeve (3) is connected to the supply hose (10) via a guide tube (2),
which guide tube (2) has a portion (15) of non-circular cross-section and circumferential
grooves (14) which are arranged at a spacing from one another and form the axial abutments,
and in that the guide sleeve (5) has an opening (16) of a cross-section which is complementary
to the non-circular cross-section of the portion (15) of the tube.
4. Percussion boring device according to one or more of claims 1 to 3, characterised by an elastic bush (4) arranged between the guide tube (2) and the control sleeve (3).
5. Percussion boring device according to one or more of claims 1 to 4, characterised in that projections (18) which co-operate with the non-circular opening (16) in the guide
sleeve (5) are arranged in the circumferential grooves (14).
6. Percussion boring device according to claim 3, characterised in that the non-circular cross-section of the portion (15) of the tube is produced by at
least one flat (17) on the circular cross-section.
7. Percussion boring device according to claims 5 and 6, characterised in that the projections (18) are formed by at least one portion (19) which is in the form
of an arc of a circle of a radius which extends as far as the flat (17), and by at
least two straight surfaces (20) which extend tangentially, at a distance from one
another, from the portion (19) in the form of an arc of a circle to the same radius
as the portion (15) of the tube.
8. Percussion boring device according to claim 7, characterised in that the non-circular cross-section of the portion (15) of the tube is produced by two
parallel flats (17) and by two projections (18) which have diametrically opposed portions
(19) in the form of arcs of a circle and straight tangential surfaces (20) which connect
up with the portions (19) at an angle of approximately 90°.
9. Percussion boring device according to one or more of claims 2 to 8, characterised in that the ends (12) of the cylindrical coil spring (7) are bent round axially and engage
in pockets (13) in the control sleeve (3) and the guide sleeve (5).
10. Percussion boring device according to one or more of claims 2 to 9, characterised in that the cylindrical coil spring (7) is in the form of a wound spring.
1. Appareil de forage percutant, avec un piston de percussion (8) qui est axialement
mobile dans un boîtier (1) et dont le mouvement aller et de retour est commandé par
un manchon de commande (3) - sollicité axialement par un ressort (7) - et par une
ou plusieurs ouvertures de commande correspondantes (11) dans le piston de percussion,
sachant que le tube de guidage (2) pour la commutation de la marche aller à la marche
de retour est guidé en pouvant être déplacé axialement et en pouvant être verrouillé
par rotation dans la position pour la marche aller, caractérisé en ce que le manchon de commande (3) est sollicité par le ressort (7) en direction de la position
pour la marche aller, et le tube de guidage (2), pour la marche de retour, est maintenu
dans une position définie uniquement par une sollicitation en pression.
2. Appareil de forage percutant selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un ressort hélicoïdal cylindrique (7) sollicitant le manchon de commande (3) est disposé
bloqué en rotation sous précontrainte de torsion entre le manchon de commande (3)
et le manchon de guidage (5).
3. Appareil de forage percutant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le manchon de commande (3) est relié au flexible d'alimentation (10) par l'intermédiaire
d'un tube de guidage (2) présentant un tronçon de tube (15) de section non ronde et
des rainures périphériques (14) disposées à distance entre elles et formant les butées
axiales, et en ce que le manchon de guidage (5) présente une ouverture (16) de section complémentaire à
la section non ronde du tronçon de tube (15).
4. Appareil de forage percutant selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé par une douille élastique (4) disposée entre le tube de guidage (2) et le manchon de
commande (3).
5. Appareil de forage percutant selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que des saillies (18) coopérant avec l'ouverture non ronde (16) du manchon de guidage
(5) sont disposées dans les rainures périphériques (14).
6. Appareil de forage percutant selon la revendication 3, caractérisé en ce que la section non ronde du tronçon de tube (15) est formée par au moins un méplat (17)
de la section circulaire.
7. Appareil de forage percutant selon les revendications 5 et 6, caractérisé en ce que les saillies (18) sont formées par au moins une partie (19) en arc de cercle ayant
un rayon s'étendant jusqu'au méplat (17), et par au moins deux faces rectilignes (20)
s'étendant tangentiellement, à distance entre elles, depuis la partie (19) en arc
de cercle vers le rayon du tronçon de tube (15).
8. Appareil de forage percutant selon la revendication 7, caractérisé en ce que la section non ronde du tronçon de tube (15) est formée par deux méplats parallèles
(17) et par deux saillies (18) dotées de parties (19) en arc de cercle diamétralement
opposées et de faces rectilignes tangentielles (20) se raccordant aux parties (19)
sous un angle d'environ 90°.
9. Appareil de forage percutant selon une ou plusieurs des revendications 2 à 8, caractérisé en ce que les extrémités (12) du ressort hélicoïdal cylindrique (7) sont axialement recourbées
et s'engagent dans des poches (13) du manchon de commande (3) et du manchon de guidage
(5).
10. Appareil de forage percutant selon une ou plusieurs des revendications 2 à 9, caractérisé en ce que le ressort hélicoïdal cylindrique (7) est réalisé sous forme de ressort enroulé.