[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Verschlussdeckel für Öffnungen an
Behältern, insbesondere an Kraftfahrzeugkühlern, nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 bzw. dem des Anspruchs 4.
[0002] Bei einem aus der
WO 95/32904 bekannten Verschlussdeckel für Öffnungen an Behältern, insbesondere an Kraftfahrzeugkühlern,
ist der Kupplungseinsatz zwischen Griffelement und Verschlusselement des Deckelaußenteils
temperaturabhängig über eine Memory-Feder bewegungsmäßig gesteuert. Dabei liegt die
Memory-Feder innerhalb des Deckelinnenteils an der dem Behälterinneren abgewandten
Seite der Ventilanordnung. Es hat sich gezeigt, dass diese entfernte Anordnung der
Memory-Feder zu Problemen und Verzögerungen bei der Erfassung der im Behälterinneren
herrschenden Temperatur führt, was ein nicht ganz befriedigendes Resultat bei Aktivieren
und Deaktivieren der Verdrehsicherung mit sich bringt.
[0003] Bei einem derartigen aus der
EP-A-0 400 514 A1 bekannten Verschlussdeckel ist das Kupplungselement unmittelbar mit dem Ventilkörper
verbunden. Eine derartige starre Verbindung ist bei solchen Verschlussdeckeln konstruktiv
nicht durchführbar, bei denen weitere Bauelemente, wie Unterdruckventil, Überströmkanäle
und dgl. vorgegeben sind.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Verschlussdeckel für Öffnungen an
Behältern, insbesondere an Kraftfahrzeugkühlern, der genannten Art dahingehend zu
verbessern, dass die Verdrehsicherung in unmittelbarer Abhängigkeit und zeitlichen
Folge von den im Behälterinneren herrschenden Bedingungen aktiviert und deaktiviert
ist.
[0005] Zur Lösung diese Aufgabe sind bei einem Verschlussdeckel für Öffnungen an Behältern,
insbesondere an Kraftfahrzeugkühlern, die im Anspruch 1 bzw. die im Anspruch 4 angegebenen
Merkmale vorgesehen.
[0006] Die Verdrehsicherung ist damit durch die unmittelbare Bewegungsableitung vom Ventilkörper
in Abhängigkeit vom herrschenden Behälterinnendruck ohne zeitliche Verzögerungen und
im Wesentlichen unmittelbar aktivierbar und deaktivierbar. Da der Druck im Behälterinneren
unmittelbar auf den betreffenden Ventilkörper der Ventilanordnung wirkt, ist auch
eine unmittelbare Wirksamkeit bei der Aktivierung und Deaktivierung der Verdrehsicherung
gegeben. Im einen Fall wird zur Aktivierung der Verdrehsicherung die Bewegungsübertragung
mittels einer Druckfeder durchgeführt, während die Rückführung zur deaktivierten Stellung
durch eine kombinierte Druckfeder- und Zugverbindung erfolgt. Im anderen Fall erfolgt
die Aktivierung der Verdrehsicherung durch eine starre Bewegungsübertragung vom Ventilkörper
auf den Kupplungseinsatz, während die Rückführung in die deaktivierte drehfeste Verbindung
über eine Gegendruckfeder erfolgt.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich im einen Fall aus den Merkmalen nach Anspruch
2 oder 3 und im anderen Fall aus den Merkmalen des Anspruchs 5.
[0008] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen,
in der die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- in längsgeschnittener Darstellung einen Verschlussdeckel für einen Kraftfahrzeugkühler
mit einer Überdruck/Unterdruck-Ventilanordnung und einer Verdrehsicherung in jeweils
geschlossener bzw. nicht aktivierter Ausgangsstellung gemäß einem ersten bevorzugten
Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung,
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch jeweils in einer Stellung während
des Aufbaus eines Überdrucks im Behälterinneren,
- Fig. 3
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung in einer Stellung nach Überschreiten eines
ersten Grenzwertes, jedoch vor Erreichen eines zweiten Grenzwertes des Behälterinnendrucks,
- Fig. 4
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch in einer Stellung nach Überschreiten
eines dritten bzw. Sicherheitsgrenzwertes des Behälterinnendrucks, und
- Fig. 5
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch in einer Stellung nach Erreichen
des Normaldrucks im Behälterinneren und vor Rückführung bzw. Aufheben der Verdrehsicherung,
- Fig. 6
- in längsgeschnittener Darstellung einen Verschlussdeckel für einen Kraftfahrzeugkühler
mit einer Überdruck/Unterdruck-Ventilanordnung in geschlossener Ausgangsstellung und
mit einer eingerückten Verdrehsicherung gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel
vorliegender Erfindung,
- Fig. 7
- den Verschlussdeckel nach Fig. 6 in einer Stellung bei leichtem Überdruck im Behälterinneren
und ausgerückter Verdrehsicherung,
- Fig. 8
- den Verschlussdeckel nach Fig. 6 in einer Stellung nach Überschreiten eines ersten
Grenzwertes des Behälterinnendrucks,
- Fig. 9
- den Verschlussdeckel nach Fig. 6 nach Erreichen eines zweiten Grenzwertes des Behälterinnendrucks
bzw. Anliegen eines Staudruckes und
- Fig. 10
- den Verschlussdeckel nach Fig. 6 bei Überschreiten eines dritten Sicherheitsgrenzwertes
des Behälterinnendrucks.
[0009] Der in der Zeichnung gemäß zweier Ausführungsbeispiele dargestellte Verschlussdeckel
111 bzw. 211 für bspw. einen Kraftfahrzeugkühler besitzt einen mit einem Griffelement
bzw. einer Betätigungshandhabe 112, 212 versehenen Deckelaußenteil 110, 210, an dessen
hier als Aufschraubelement ausgebildetem Verschlusselement 113, 213 ein Deckelinnenteil
114, 214 mit einer Unterdruck/Überdruck-Ventilanordnung 115, 215 hängend und relativ
verdrehbar gehalten ist. In Gebrauchslage ist der Verschlussdeckel 111, 211 an einem
nicht dargestellten Kühlerstutzen fixiert, bspw. aufgeschraubt. Dabei ragt der Deckelinnenteil
114, 214 in Richtung auf das Kühlerinnere in dem Kühlerstutzen vor. Ein O-Ring 116,
216 dichtet den Deckelinnenteil 114, 214 gegen die Kühlerstutzenwandung ab. Beim zweiteiligen
Deckelaußenteil 110, 210 ist die kappenartige Betätigungshandhabe 112, 212 auf dem
Aufschraubelement 113, 213 axial fixiert, jedoch in Umfangsrichtung verdrehbar. Diese
Verdrehbarkeit ist bei Normaldruck im Kühlerinneren durch einen axial bewegbaren Kupplungseinsatz
180, 280 zum Auf- und Abschrauben des Verschlussdeckels 111, 211 blockiert.
[0010] Beim Ausführungsbeispiel der Fign. 1 - 5 ist der Überdruckteil der Ventilanordnung
115 zweistufig ausgebildet und dient dazu, dass in einer ersten Überdruckstufe ein
Leerkochen des Kühlers verhindert und in einer zweiten Überdruckstufe Sicherheit gegen
Schäden am Kühlersystem wegen zu hohen Überdrucks gewährleistet ist. Der Überdruckteil
der Ventilanordnung 115 besitzt einen einzigen Ventilkörper 117, der innerhalb des
Deckelinnenteils 114 zwischen zwei Endstellungen axial bewegbar ist. Der Ventilkörper
117 besitzt eine profilierte Ringdichtung 118, die sowohl eine axial wirkende Dichtflächenanordnung
120 als auch eine radial wirkende Dichtflächenanordnung 121 besitzt. Der Ventilkörper
117 ist mittels einer sich am Deckelinnenteil 114 abstützenden Druckfeder 122 axial
nach innen in Richtung zum Behälterinneren vorgespannt.
[0011] Der Deckelinnenteil 114 ist zweiteilig ausgebildet und damit aus einem inneren Element
125 und einem äußeren im Aufschraubelement 113 des Deckelaußenteils 110 hängend gehaltenen
Hauptelement 126, in welchem das innere Element 125 abgedichtet fixiert ist, zusammengesetzt.
Das innere Element 125 ist etwa haubenförmig mit einer axialen Durchbrechung im Haubenboden
128, an dessen Innenseite sich das eine Ende der Druckfeder 122 abstützt. Etwa in
Höhe des unteren Endes des Deckelaußenteils 110 ist der Deckelinnenteil 114 außenumfangsseitig
mit radialen Abströmöffnungen 129 versehen. Zwischen dem inneren Element 125 und dem
Hauptelement 126 ist zur dichten Verbindung ein O-Ring 124 vorgesehen.
[0012] Das Hauptelement 126 des Deckelinnenteils 114 besitzt an seinem Boden 131 eine hier
koaxiale Durchströmöffnung 132, die eine Verbindung zwischen dem Behälterinneren und
dem Inneren des Deckelinnenteils 114 bildet. Die Durchströmöffnung 132 ist koaxial
von einem zur Innenseite des Deckelinnenteils 114 abstehenden Ringansatz 133 umgeben,
dessen freie Ringstirn einen Dichtsitz 134 für die axiale Dichtflächenanordnung 120
der Profilringdichtung 118 des Ventilkörpers 117 bildet. Zwischen dem Außenumfang
des Ringansatzes 133 und dem Innenumfang des Hauptelements 126 in diesem Bereich verbleibt
ein Ringraum 136. Oberhalb dieses Ringraumes 136 ist zwischen der unteren Ringstirn
des inneren Elementes 125 und einem Rücksprung im Hauptelement 126 des Deckelinnenteils
114 ein Ringeinsatz 138 aufgenommen, der einen U-förmigen Drosselkanal 139 beinhaltet
bzw. mit seinen benachbarten Bauteilen bildet. Der U-förmige Drosselkanal 139 ist
beim dargestellten Ausführungsbeispiel an einer Stelle des Umfangs des Deckelinnenteils
114 vorgesehen. Der Drosselkanal 139 besitzt zwei in axialem Abstand angeordnete radiale
Kanalteile 141 (dem inneren Element 125 benachbart) und 142 (dem Rücksprung im Hauptelement
126 benachbart), die durch einen axialen Kanalteil 143 verbunden sind, der sich zwischen
dem betreffenden Innenumfangsbereich des Hauptelements 126 und dem betreffenden Außenumfangsbereich
des Ringeinsatzes 138 befindet. Die Kanalteile 141, 142 und 143 sind hier durch im
Ringeinsatz 138 eingeschnittene radiale bzw. axiale Nuten gebildet.
[0013] Der einteilige Ventilkörper 117 besitzt einen in axialer Richtung radial gestuften
Hauptteil 146, der die Profilringdichtung 118 trägt, und auf dem der Profilringdichtung
118 abgewandt ein Führungselement 147 sitzt, das hohlzylindrisch ist und in den hohlen
Kupplungseinsatz 180 greift. An einer radialen Außenschulter des Hauptteils 146 des
Ventilkörpers 117 stützt sich die Druckfeder 122 ab.
[0014] An der Innenfläche eines gestuften Außenumfangsbereichs des Ventilkörpers 117 ist
die Profilringdichtung 118 befestigt. Die axiale Dichtflächenanordnung 120 der Profilringdichtung
118 ist im Querschnitt gesehen gewölbeartig ausgebildet und besitzt eine radial äußere
Dichtfläche 151, eine radial mittlere Dichtfläche 152 und eine radial innere Dichtfläche
153. Die radial innere Dichtfläche 153 wirkt mit einem noch zu beschreibenden Unterdruckventilkörper
171 zusammen, die radial mittlere Dichtfläche 152 liegt in Ruhestellung der Ventilanordnung
115 auf dem Dichtsitz 134 des Deckelinnenteils 114 auf und die radial äußere Dichtfläche
151 liegt am Boden des Ringraumes 136. Demgegenüber besitzt die radiale Dichtflächenanordnung
121 zwei in bestimmtem axialem Abstand angeordnete Dichtflächen 156 und 157, zwischen
denen eine Freisparung 158 vorgesehen ist. Sowohl die obere Dichtfläche 156 als auch
die untere Dichtfläche 157, die in die radial äußere Dichtfläche 151 übergeht, liegen
an der als Dichtsitz ausgebildeten Innenwandung 161 und/oder 162 des Hauptelements
126 des Deckelinnenteils 114 bzw. des Ringeinsatzes 138 dichtend an.
[0015] Das mit seinem einen inneren Ende auf der Außenfläche der Innenschulter des Ventilkörpers
117 aufsitzende Führungselement 147 ragt mit seinem anderen Ende in die zentrische
Durchgangsöffnung des Kupplungseinsatzes 180. Dabei sind Kupplungseinsatz 180 und
Führungselement 147 gegeneinander verdrehbar und axial zueinander verschiebbar. Die
axiale Verschiebbarkeit ist, wie Fig. 1 zeigt, durch aneinander liegende Schultern
181, 182 derart begrenzt, dass Führungselement 147 und Kupplungseinsatz 180 stets
ineinander greifen. Das Führungselement 147 ist hülsenartig ausgebildet, wobei dessen
Außenumfang am inneren, dem Ventilkörper 117 zugewandten Ende zur Ausbildung von Anlageschultern
für eine axiale Federkopplungsanordnung gestuft ist. Die Federkopplungsanordnung besitzt
eine erste innere Druckwendelfeder 183, die zwischen dem Kupplungseinsatz 180 und
dem Führungselement 147 vorgespannt angeordnet ist, und eine demgegenüber äußere zweite
Druckwendelfeder 184, die sich einenends am Führungselement 147 und anderenends am
inneren Element 125 des Deckelinnenteils 114 abstützt. Diese beiden Druckwendelfedern
183 und 184 sind von der auf den Ventilkörper 117 wirkenden Druckwendelfeder 122 umgeben.
[0016] Der axial verschiebbare Kupplungseinsatz 180, der mit seinem unteren Ende, das das
Führungselement 147 übergreift, eine mittige Durchgangsbohrung des inneren Elementes
125 des Deckelinnenteils 114 durchdringt, liegt mit seinem äußeren im Außendurchmesser
größeren Ende im Ausgangszustand gemäß Fig. 1 innerhalb einer Ausnehmung 186 eines
radialen Flansches 187 des Aufschraubelements 113 und innerhalb eines an der Betätigungshandhabe
112 axial nach innen ragenden zentrischen Ringflansches 188. Der Kupplungseinsatz
180 ist mit dem axialen Flansch 188 an der Betätigungshandhabe 112 in ständiger Weise
unverdrehbar verbunden, bspw. durch entsprechende ineinander greifende Umfangsverzahnungen.
In der in Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung ist der Kupplungseinsatz 180 außerdem
mit dem radialen Flansch 187 des Aufschraubelements 113, und zwar ebenfalls über nicht
dargestellte umfangsseitige und axial verlaufende Verzahnungsanordnungen unverdrehbar
verbunden. Auf diese Weise sind Betätigungshandhabe 112 und Aufschraubelement 113
in Umfangsrichtung unverdrehbar miteinander verbunden, so dass sich der Verschlussdeckel
111 mittels der Betätigungshandhabe 112 auf den nicht dargestellten Einfüllstutzen
eines Behälters auf- und abschrauben lässt.
[0017] Im Zentrum des Ventilkörpers 117 ist eine Öffnung 166, die auf der zum Kühlerinneren
zugewandten Seite durch den Unterdruckventilkörper 171 der Ventilanordnung 115 verschlossen
ist, vorgesehen. Der Unterdruckventilkörper 171 ragt mit seinem Hauptteil 172 durch
die zentrale Öffnung 166 und ist an dessen Endbereich von einer Druckfeder 167 beaufschlagt,
die sich einenends an einer Schulter des Hauptteils 172 und anderenends an der Außenfläche
der Innenschulter des Ventilkörpers 117 abstützt. Auf diese Weise ist der Unterdruckventilkörper
171 mit seinem ringförmigen Dichtsitz 173 an die radial innere Dichtfläche 153 der
axialen Dichtflächenanordnung 120 der Profilringdichtung 118 des Ventilkörpers 117
dichtend angelegt.
[0018] In der in Fig. 1 dargestellten Ruhe- bzw. Ausgangsbetriebsstellung, in der noch kein
Überdruck im Behälterinneren herrscht, ist jegliche Strömungsverbindung zwischen Behälterinnerem
und Behälteräußerem durch die dichtende Anlage aller Dichtflächen 151 bis 153 der
axialen Dichtflächenanordnung 120 der Profildichtung 118 des Ventilkörpers 117 an
den jeweiligen Dichtsitzen 136, 134, 173 des Deckelinnenteils 114 bzw. des Unterdruckventilkörpers
171 verschlossen. Mit anderen Worten, an der Profilringdichtung 118 des Ventilkörpers
117 sowie an der Unterseite des Unterdruckventilkörpers 171 steht durch die Durchströmöffnung
132 hindurch der im Behälterinneren herrschende Normal- bzw. Umgebungsdruck in Form
des über dem flüssigen Kühlermedium sich befindenden Luftpolsters an.
[0019] Erhöht sich der Behälterinnendruck auf einen bestimmten Betrag, der über dem Normaldruck,
aber unter einem ersten Grenzwert des Behälterinnendrucks liegt, wird die Abschraubsicherung
des Verschlussdeckels 111 aktiviert. Gemäß Fig. 2 wird der Ventilkörper 117 nach oben
bewegt, so dass die Profilringdichtung 118 mit ihrer mittleren Dichtfläche 152 vom
Dichtsitz 134 abhebt. Dadurch vergrößert sich die vom Überdruck beaufschlagte Wirkfläche,
die bisher nur durch die Unterseite des Unterdruckventilkörpers 171 gebildet war,
um die innere axiale Fläche der Profilringdichtung 118. Diese größere Wirkfläche bewirkt
bei gleichem Druck eine größere Kraft auf den Ventilkörper 117 und resultiert in dessen
vergrößertem Hub. Durch die Hubbewegung des Ventilkörpers 117, die jedoch den Drosselkanal
139 noch nicht freigibt, entgegen der Wirkung der ersten Druckwendelfeder 183 und
der zweiten Druckwendelfeder 184 wird das Führungselement 147 zunächst relativ zum
Kupplungseinsatz 180 axial verschoben. Da durch diese Hubbewegung die erste Druckwendelfeder
183, die sich am Kupplungseinsatz 180 abstützt, vorgespannt ist, wird der Kupplungseinsatz
180 axial verschoben. Durch diese axiale Bewegung des Kupplungseinsatzes 180 nach
außen in Richtung des Pfeiles A und bis zu einem inneren Anschlag an der Unterseite
der Betätigungshandhabe 112 kommt der Kupplungseinsatz 180 mit seinem außendurchmessergrößeren
Ende von der Verzahnung am Aufschraubelement 113 frei. Diese Ausrückbewegung des Kupplungseinsatzes
180 bewirkt, dass die Betätigungshandhabe 112 gegenüber dem Aufschraubelement 113
leerdreht, so dass ab einem bestimmten definierten Überdruck (hier von bspw. 0,3 bar)
ein Abschrauben des Verschlussdeckels 111 nicht mehr möglich ist.
[0020] Erhöht sich der Behälterinnendruck weiter, d. h. über den vorgegebenen ersten Grenzwert
(bspw. 1,4 bar), erreicht die Ventilanordnung 115 des Verschlussdeckels 111 den in
Fig. 3 dargestellten Betriebszustand, gemäß welchem der Ventilkörper 117 entgegen
der Wirkung seiner Druckfeder 122 weiter abhebt und die Profilringdichtung 118 in
den Bereich des Ringeinsatzes 138 derart gelangt, dass sich die beiden radialen Dichtflächen
156 und 157 der radialen Dichtflächenanordnung 121 der Profilringdichtung 118 des
Ventilkörpers 117 unterhalb bzw. oberhalb der radialen Kanalteile 141 und 142 befinden
und somit den Drosselkanal 139 beidendig öffnen. In diesem Betriebszustand, in dem
die Abschraubsicherung weiterhin aktiviert bleibt, hat sich ein Ausgleich zwischen
der Wirkung des Behälterinnendruckes und der Gegenwirkung der Druckfeder 122 eingestellt.
Damit ist eine erste Strömungsverbindung zwischen dem Behälterinneren und dem Behälteräußeren
geöffnet, die von der Durchströmöffnung 132 über den U-förmigen Drosselkanal 139 zu
den Abströmöffnungen 129 führt. Dadurch kann Luft aus dem über dem flüssigen Kühlermedium
befindlichen Luftpolster nach außen strömen und den Überdruck kompensieren oder abbauen.
Wird dadurch der Überdruck nach unterhalb des ersten Grenzwertes abgebaut, gelangt
der Ventilkörper 117 wieder in dichtende Anlage mit dem axialen Dichtsitz 134 des
Deckelinnenteils 114.
[0021] Erhöht sich dagegen der Behälterinnendruck auch während oder nach dem Entweichen
des Luftpolsters weiter und führt dies dazu, dass flüssiges Kühlermedium an die Unterseite
der Profilringdichtung 118 und des Unterdruckventilkörpers 171 gelangt, ergibt sich
aufgrund des sehr engen Drosselkanals 139 (bspw. in einer Querschnittsgrößenordnung
von wenigen hundertstel Millimetern) ein Stau des flüssigen Kühlermediums am Eingang
des unteren radialen Kanalteils 142 des Drosselkanals 139 und damit ein Staudruck
an den vollflächigen Unterseiten von Profilringdichtung 118 und Unterdruckventilkörper
171. Dieser Staudruck führt zu einer axialen Bewegung des Ventilkörpers 117 weiter
entgegen der Wirkung der Druckfeder 122, so dass der Drosselkanal 139 in diesem Betriebszustand
von bspw. 1,5 bar in nicht dargestellter Weise am oberen radialen Kanalteil 141 von
der oberen radialen Dichtfläche 156 der Profilringdichtung 118 wieder verschlossen
wird. Die Abschraubsicherung ist weiterhin aktiviert. Dadurch ist ein Auswurf von
flüssigem Kühlermedium verhindert. Wird durch Abkühlen des Kraftfahrzeugkühlers der
Behälterinnendruck abgebaut und damit das flüssige Kühlermedium wieder rückgeführt,
kann auch der Ventilkörper 117 unter der Wirkung seiner Druckfeder 122 rückgeführt
werden, so dass sich der Drosselkanal 139 wieder öffnet und ein weiterer Druckabbau
stattfinden kann.
[0022] Erhöht sich dagegen der Behälterinnendruck weiter, wird bei Überschreiten eines oberen
(Sicherheits-)Druckgrenzwertes (von bspw. 2 bar) der Ventilkörper 117 weiter entgegen
der auf ihm lastenden Druckfeder 122 angehoben, so dass in der Wandung sowohl des
Ringeinsatzes 138 als auch des inneren Elementes 125 des Deckelinnenteils 114 an bestimmten
Umfangsbereichen befindende axiale Abströmkanäle-169 geöffnet werden, die mit der
Abströmöffnung 129 und deshalb mit dem Behälteräußeren in Verbindung stehen (Fig.
4). In diesem Betriebszustand ist der obere Kanalteil 141 nach wie vor verschlossen.
Diese obere Endstellung des Ventilkörpers 117 ist durch die zusammengepressten Druckfedern
122, 183 und 184 begrenzt. Die Abschraubsicherung bleibt weiterhin aktiviert.
[0023] Dadurch kann der genannte Überdruck über eine zweite Strömungsverbindung abgebaut
werden, wonach eine entsprechende Rückführung des Ventilkörpers 117 über die verschiedenen
Betriebszustände durch die Druckfeder 122 erfolgen kann, wie dies in Fig. 5 gezeigt
ist.
[0024] Fig. 5 zeigt auch einen möglichen kurzfristigen Zustand der Abschraubsicherung dann,
wenn der Ventilkörper 117 in seine Ausgangslage zurückgeführt ist und während der
Aktivierung der Abschraubsicherung ein Verdrehen der Betätigungshandhabe 112 erfolgt
ist. In diesem Falle könnte eingetreten sein, dass der Kupplungseinsatz 180 mit seiner
Verzahnung nicht genau über den Zahnlücken der Verzahnung des Aufschraubelements 113
steht. Um in diesem Falle die Abschraubsicherung aus ihrem aktivierten in ihren deaktivierten
Zustand gemäß Fig. 1 zurückzuführen, reicht eine kurze Drehbetätigung der Betätigungshandhabe
112 aus, wodurch bewirkt wird, dass die unter erheblicher Vorspannung stehende äußere
zweite Druckwendelfeder 184 das Führungselement 147 entgegen Pfeil A nach unten bewegt.
Damit wird die innere erste Druckfeder 183 entspannt und das Führungselement 147 nimmt
mit seiner Außenringschulter 181 durch Anlage an der Innenringschulter 182 des Kupplungseinsatzes
180 diesen entgegen Pfeil A mit, so dass die Kupplungsverbindung zwischen der Betätigungshandhabe
112 und dem Aufschraubelement 113 wieder einrückt bzw. zur Wirkung kommt. Damit ist
die Betriebsstellung insgesamt nach Fig. 1 erreicht und der Verschlussdeckel 111 kann
vom Einfüllstutzen des Kühlers gefahrlos abgeschraubt werden.
[0025] Die in Fig. 1 dargestellte Ausgangsstellung nimmt die Ventilanordnung 115 dann ein,
wenn sich der Kühlerinnendruck zwischen einem Unterdruckgrenzwert und einem nur sehr
geringen Überdruckwert von hier weniger als 0,3 bar bewegt. Derartige Druckverhältnisse
herrschen etwa bei einem für längere Zeit abgestellten Fahrzeug oder bei Fahrbetrieb
des Fahrzeugs und hinreichender Kühlung der im Kühlerinneren befindlichen Kühlflüssigkeit
durch den Fahrtwind und/oder mit Ventilatorunterstützung. Wird das Fahrzeug bspw.
nach längerer Fahrt stillgesetzt, so kann sich im Kühlerinneren ein Druckanstieg ergeben,
aufgrund dessen der Ventilanordnung 115 Kühlerinhalt (Luft oder Wasser bzw. Wasserdampf)
zuströmen kann. Expandiert das Kühlmittelvolumen infolge dieser Nachheizwirkung derart,
dass das Behältervolumen überschritten wird, würde dies zwangsläufig zum Kühlmittelausstoß
führen. Dieser unerwünschte Effekt wird in vorbeschriebener Weise verhindert. Wenn
es in diesem Betriebszustand zu einem weiteren unkontrollierten Druckanstieg im Kühlsystem
kommt, müssen Leckagen und andere nachteilige Auswirkungen durch Überbeanspruchung
des Kühlerbehältnisses und/oder der Schlauchverbindungsstellen verhindert werden.
Diese Auswirkungen werden durch die zweite Ventilstufe gemäß dem Zustand der Fig.
4 verhindert, die den Behälterdruck auf einen vorgegebenen Sicherheitsdruckwert begrenzt.
[0026] Herrscht im Kühlerinneren Unterdruck und unterschreitet dieser einen vorgegebenen
Unterdruckgrenzwert, so wird, ausgehend von der Betriebslage nach Fig. 1, der Unterdruckventilkörper
171 mit seinem Dichtsitz 173 von der radial inneren Dichtfläche 153 der Profilringdichtung
118 des Ventilkörpers 117 zum Kühlerinneren hin abgehoben. Das Absenken des Unterdruckventilkörpers
171 erfolgt gegen die Vorspannkraft der Druckfeder 167, so dass sich in nicht dargestellter
Weise eine dritte Strömungsverbindung zwischen dem Kühlerinneren und dem Kühleräußeren
öffnet.
[0027] Der Überdruckteil der Ventilanordnung 215 nach dem Ausführungsbeispiel der Fign.
6 - 10 ist zweistufig ausgebildet und dient dazu, dass in einer ersten Überdruckstufe
ein Leerkochen des Kühlers verhindert und in einer zweiten Überdruckstufe Sicherheit
gegen Schäden am Kühlersystem wegen zu hohen Überdrucks gewährleistet ist. Der Überdruckteil
der Ventilanordnung 215 besitzt im Inneren des Deckelinnenteils 214 einen ersten Ventilkörper
217 und einen zweiten Ventilkörper 218 sowie einen dritten Ventilkörper 219. Dabei
ist der erste Ventilkörper 217 in Richtung zur Deckelaußenseite oberhalb des zweiten
Ventilkörpers 218 angeordnet, während der dritte Ventilkörper 219 koaxial innerhalb
des zweiten Ventilkörpers 218 aufgenommen ist.
[0028] Der erste zweiteilig ausgebildete Ventilkörper 217 besitzt einen radial inneren Ventilkörperteil
265 in Form etwa eines Ventiltellers und einen radial äußeren Ventilkörperteil 266,
die randseitig einander überlappen, wobei der radial innere auf dem radial äußeren
Ventilkörperteil aufsitzt. Auf der zum Kühlerinneren zugewandten Seite der beiden
Ventilkörperteile 265, 266 ist eine mit axial nach innen gewandten Dichtflächen versehene
ringförmige Membrandichtung 221 angebracht. Der radial äußere stufenförmige Ventilkörperteil
266 des ersten Ventilkörpers 217 wird von einer dem Kühlerinneren abgewandten Seite
her von einer Schließdruckfeder 222 beaufschlagt, die sich mit ihrem vom ersten Ventilkörper
217 abgewandten Ende an einem Federteller 223 abstützt, welcher sich wiederum an dem
Deckelinnenteil 214 abstützt. Mittels der Schließdruckfeder 222 ist der radial äußere
Ventilkörperteil 266 des ersten Ventilkörpers 217 in Richtung auf das Kühlerinnere
vorgespannt. Über den radial äußeren flachen Dichtrand 268 der Membrandichtung 221
sitzt der radial äußere Ventilkörperteil 266 auf einem ersten ringförmigen Dichtsitz
224 des zweiten Ventilkörper 218. Der radial innere Ventilkörperteil 265 des ersten
Ventilkörpers 217 besitzt eine mittige Ausnehmung 237, deren ringförmiger Begrenzungsrand
von dem inneren Teil der Membrandichtung 221 umgriffen ist. Dieser radial innere U-förmige
Dichtrand 267 der Membrandichtung 221 bildet zum Behälterinneren hin eine Dichtfläche
für ein noch zu beschreibendes Unterdruckventil 257. Außenrandseitig liegt der radial
innere Ventilkörperteil 265 auf dem inneren Rand des radial äußeren Ventilkörperteils
266 des ersten Ventilkörpers 217 auf.
[0029] Der radial innere Ventilkörperteil 265 besitzt nahe seinem radialen Außenrand einen
axial vorspringenden Ringrand 269, auf dem eine gegenüber dem Ventilkörper 265 verdrehbare
Führungshülse 271 sitzt, deren inneres Ende in abgekröpfter Weise den Ringrand 269
radial innenseitig übergreift. Auf dem anderen axialen Ende der Führungshülse 271,
das durch einzelne einstückig vorstehende Finger 272 gebildet ist, liegt der Kupplungseinsatz
280 unter der Wirkung einer Druckfeder 281, die sich an der Innenseite des Griffelements
212 des Deckelaußenteils 213 abstützt, auf. Der Kupplungseinsatz 280 besitzt eine
Scheibe 285, die mit axial nach unten stehenden fingerartigen Klauen 282 versehen
ist, die im Querschnitt den Fingern 272 der Führungshülse 271 entsprechen. Sowohl
die Finger 272 der Führungshülse 271 als auch die Klauen 282 des Kupplungseinsatzes
280 greifen gemäß Fig. 6 in drucklosem Zustand des Kühlerinneren in axiale Ausnehmungen
273 des Verschlusselements 210 des Deckelaußenteils 213 ein. Außerdem besitzt die
Kupplungseinsatzscheibe 285 axial nach außen, d. h. den Klauen 282 abgewandt, vorstehende
Klauen 283, die zwischen eine axial gerichtete Umfangszahnung 284 des Griffteils 212
formschlüssig greifen. Die nach innen gewandten Klauen 282 liegen auf einem radial
inneren Ring, während die axial nach außen stehenden Klauen 283 auf einem radial äußeren
Ring liegen. In der in Fig. 6 dargestellten Ausgangs- bzw. Normaldruckstellung besteht
über den Kupplungseinsatz 280 eine drehfeste Verbindung zwischen dem Griffelement
212 und dem Verschlusselement 210 des Deckelaußenteils 213, so dass der Verschlussdeckel
211 auf den nicht dargestellten Einfüllstutzen eines Behälters auf- und abgeschraubt
werden kann.
[0030] Der einstückige zweite Ventilkörper 218 besitzt ein Haubenteil 226, das an seiner
freien Stirn mit dem ersten Dichtsitz 224 versehen ist, und ein vom Boden 228 des
Haubenteils 226 zum Kühlerinneren weisenden konzentrischen und hohlzylindrischen Aufnahmeteil
227 für den dritten Ventilkörper 219. Der Boden 228 zwischen Haubenteil 226 und Aufnahmeteil
227 ist außenumfangsseitig mit einem Bund versehen, in deren Umfangsrille eine zweite
Ringdichtung in Form eines O-Ringes 231 aufgenommen ist. Dem O-Ring 231 ist ein zweiter
Dichtsitz 232 zugeordnet, der durch einen Kragenrand am Deckelinnenteil 214 gebildet
ist. Der Kragenrand 232 ist zwischen einem den ersten Ventilkörper 217 sowie das Haubenteil
226 des zweiten Ventilkörpers 218 aufnehmenden innendurchmessergrößeren hohlzylindrischen
oberen Bereich des Deckelinnenteils 214 und einem das Aufnahmeteil 227 des zweiten
Ventilkörpers 218 umgebenden innendurchmesserkleineren unteren Bereich des Deckelinnenteils
214 ausgebildet. An diesem unteren Bereich ist der Deckelinnenteil 214 mit einer axialen
Öffnung 233 versehen. Durch die Schließdruckfeder 222 ist der radial äußere Ventilkörperteil
266 des ersten Ventilkörpers 217 mit dem Dichtring 268 der ersten Ringdichtung 221
gegen den ersten Dichtsitz 224 des zweiten Ventilkörpers 218 gedrückt, welcher seinerseits
mit seiner zweiten Ringdichtung 231 gegen den zweiten Dichtsitz 232 am Deckelinnenteil
214 gedrückt ist.
[0031] Zwischen der Unterseite der ersten Ringdichtung 221 des ersten Ventilkörpers 217
und der Oberseite des Bodens 228 des zweiten Ventilkörpers 218 befindet sich eine
zylindrische Kammer 234, deren Außenumfang in axialer Richtung zwischen Boden 228
und Unterseite der ersten Ringdichtung 221 konstant ist. Die Kammer 234 steht mittig
über eine Bohrung 236 im Boden 228 mit einer Ausnehmung 237 im zweiten Ventilkörper
218 in Verbindung. Die Ausnehmung 237 mündet an einem am freien Ende des Aufnahmeteils
227 angeordneten Konusbereich 238 in die axiale Öffnung 233 des Deckelinnenteils 214.
Zwischen Bohrung 236 und Ausnehmung 237 besitzt der zweite Ventilkörper 218 eine zum
Kühlerinneren hin weisende Schulter, an der eine dritte flache ringförmige Dichtung
239 gehalten ist.
[0032] Der dritte Ventilkörper 219, der bspw. als in axialer Richtung umfangsseitig gestuftes
Drehteil ausgebildet ist, ist in der Ausnehmung 237 des zweiten Ventilkörpers 218
axial bewegbar aufgenommen. Der dritte Ventilkörper 219 besitzt einen durchmesserkleinen
Halsbereich 241, der in der Bohrung 236 und innerhalb der dritten Ringdichtung 239
beweglich ist, ferner einen Schulterbereich 242, dessen schräger Schulterbereich einen
dritten Dichtsitz 243 in Zuordnung zur dritten Ringdichtung 239 am zweiten Ventilkörper
218 bildet, und des Weiteren einen zylindrischen Bauchbereich 244, der sich in nicht
im Einzelnen dargestellter Weise an der Innenwandung des Konusbereichs 238 des zweiten
Ventilkörpers 218 abstützt. Hierzu ist innerhalb der Ausnehmung 237 eine zweite Druckfeder
246 vorgesehen, die sich einenends an der Unterseite der dritten Ringdichtung 239
des zweiten Ventilkörpers 218 und anderenends an einer Schulter zwischen dem Schulterbereich
242 und dem Bauchbereich 244 des dritten Ventilkörpers 219 abstützt. Durch die zweite
Druckfeder 246 ist der dritte Ventilkörper 219 in Richtung des Kühlerinneren vorgespannt.
Zwischen dem Bauchbereich 244 des dritten Ventilkörpers 219 und dem Innenumfang der
Ausnehmung 237 des zweiten Ventilkörpers 218 besteht ein Ringspalt 247 sehr geringer
Breite, d. h. in einer Größenordnung von wenigen hundertstel Millimetern. Der Ringspalt
247 ist wie die Bohrung 236 und die Kammer 234 Teil einer ersten Strömungsverbindung
250 zwischen Deckelinnenseite und Deckelaußenseite. Eine zweite Strömungsverbindung
251 führt am Außenumfang des zweiten Ventilkörpers 218 vorbei (vgl. Fig. 10).
[0033] Im Zentrum des radial inneren Ventilkörperteils 265 des ersten Ventilkörpers 217
befindet sich die Öffnung 256, die auf der zum Kühlerinneren zugewandten Seite durch
den Unterdruckventilkörper 257 der Ventilanordnung 215 verschlossen ist. Der Unterdruckventilkörper
257 ragt mit seinem Hauptteil 258 durch die zentrale Öffnung 256 und ist an dessen
Endbereich von einer dritten Druckfeder 259 beaufschlagt, die sich einenends an einer
Schulter des Hauptteils 258 und anderenends an der deckelaußenseitigen Fläche des
radial inneren Ventilkörperteils 265 abstützt. Auf diese Weise ist der Unterdruckventilkörper
257 mit seinem ringförmigen Dichtsitz 261 an die Unterseite des radial inneren Dichtrandes
267 der ersten Ringdichtung 221 des ersten Ventilkörpers 217 dichtend angelegt. Der
Dichtsitz 261 des Unterdruckventilkörpers 257 liegt radial innenseitig des ersten
Dichtsitzes 224 des zweiten Ventilkörpers 218, während dieser radial außenseitig zum
zweiten Dichtsitz 232 des Deckelinnenteils 214 und letzterer wiederum radial außenseitig
zum dritten Dichtsitz 243 am dritten Ventilkörper 219 liegt. Dabei zeigen alle Dichtsitze
224, 232, 243, 261 axial nach außen, während alle Dichtflächen 221, 231, 239 axial
nach innen zeigen.
[0034] In der in Fig. 6 dargestellten Ausgangsbetriebsstellung, in der ein erster Grenzwert
des Behälterinnendrucks noch nicht überschritten ist, ist die erste Strömungsverbindung
250 durch die dichtende Anlage des ersten Ventilkörpers 217 mit seiner ersten Ring-
bzw. Membrandichtung 221 am ersten Dichtsitz 224 des zweiten Ventilkörpers 218 verschlossen.
Mit anderen Worten, in der Kammer 234 und damit an der Unterseite der ersten Ringdichtung
221 des ersten Ventilkörpers 217 steht durch den Ringspalt 247 hindurch der im Behälterinneren
herrschende Druck in Form des über dem flüssigen Kühlermedium sich befindenden Luftpolsters
an. Die zweite Strömungsverbindung 251 längs des Außenumfanges des zweiten Ventilkörpers
218 ist durch die dichtende Anlage der zweiten Dichtung 231 des zweiten Ventilkörpers
218 am zweiten Dichtsitz 232 des Deckelinnenteils 214 verschlossen.
[0035] Erhöht sich der Behälterinnendruck auf einen bestimmten Betrag, der über dem Normal-
bzw. Umgebungsdruck, jedoch unter einem ersten Grenzwert des Behälterinnendrucks liegt,
wird die Abschraubsicherung des Verschlussdeckels 211 aktiviert. Gemäß Fig. 7 wird
der radial innere Ventilkörperteil 265 des ersten Ventilkörpers 217 nach oben bewegt,
wobei der zweite Ventilkörper 218 in seiner abdichtenden Stellung verbleibt. Außerdem
verbleibt der radial äußere Ventilkörperteil 266 des ersten Ventilkörpers 217 in seiner
gegenüber dem zweiten Ventilkörper 218 abdichtenden Stellung. Die Membranringdichtung
221 lässt diese Relativbewegung zwischen radial innerem Ventilkörperteil 265 und radial
äußerem Ventilkörperteil 266 aufgrund ihrer mäanderartigen Form zwischen ihren beiden
Dichtungsrändern 267 und 268 zu. Mit der Bewegung des radial inneren Ventilkörperteils
265 in Richtung des Pfeiles A nach außen.wird die aufsitzende Führungshülse 271 mitbewegt,
die ihrerseits den Kupplungseinsatz 280 entgegen der Wirkung der Druckfeder 281 bewegt
und dabei mit seinen Fingern 272 die axial nach innen gerichteten Klauen 283 aus den
Ausnehmungen 283 im Verschlusselement 210 ausschiebt. Diese axiale Bewegung findet
ihr Ende dann, wenn die Führungshülse 271 mit ihrer inneren Schulter am Verschlusselement
210 anschlägt. Aufgrund dieser Ausrückbewegung des Kupplungselementes 280 aus dem
Verschlusselement 210 des Deckelaußenteils 213 wird bewirkt, dass das Griffelement
212 gegenüber dem Verschlusselement 210 leerdreht, so dass ab einem bestimmten definierten
Überdruck (hier von bspw. 0,3 bar) ein Abschrauben des Verschlussdeckels 211 vom Behältereinfüllstutzen
nicht mehr möglich ist.
[0036] Erhöht sich der Behälterinnendruck weiter, d. h. über den vorgegebenen ersten Grenzwert
(bspw. 1,4 bar), erreicht die Ventilanordnung 215 den in Fig. 8 dargestellten Betriebszustand,
in welchem aufgrund des erhöhten Behälterinnendrucks der radial äußere Ventilkörperteil
266 des ersten Ventilkörpers 217 entgegen der Wirkung seiner ersten Druckfeder 222
mit radial äußerem Dichtrand 268 seiner ersten Ringdichtung 221 vom ersten Dichtsitz
224 des zweiten Ventilkörpers 218 abhebt und damit die erste Strömungsverbindung 250
öffnet, so dass Luft aus dem über dem flüssigen Kühlermedium befindlichen Luftpolster
nach außen strömen und dadurch den Überdruck kompensieren oder abbauen kann. Durch
den sich in der Kammer 234 befindenden Überdruck wird der zweite Ventilkörper 218
weiterhin mit seiner zweiten Ringdichtung 231 gegen den zweiten Dichtsitz 232 des
Deckelinnenteils 214 gedrückt. Wird der Überdruck nach unterhalb des ersten Grenzwertes
dadurch wieder abgebaut, gelangt der radial äußere Ventilkörperteil 266 wieder in
dichtende Anlage mit dem zweiten Ventilkörper 218. Die Verdrehsicherung bleibt nach
wie vor aktiviert.
[0037] Erhöht sich dagegen der Behälterinnendruck auch während oder nach dem Entweichen
des Luftpolsters weiter und führt dies dazu, dass flüssiges Kühlermedium an die Unterseite
von zweitem und drittem Ventilkörper 218, 219 gelangt, ergibt sich aufgrund des sehr
kleinen Ringspaltes 247 ein Stau des flüssigen Kühlermediums am Eingang des Ringspaltes
247 und damit ein Staudruck an der vollflächigen Unterseite des dritten Ventilkörpers
219. Dieser Staudruck führt zu einer axialen Bewegung des dritten Ventilkörpers 219
entgegen der Wirkung seiner zweiten Druckfeder 246, an deren Ende sich der dritte
Dichtsitz 243 des dritten Ventilkörpers 219 an die dritte Ringdichtung 239 des zweiten
Ventilkörpers 218 anlegt und die erste Strömungsverbindung 250 verschließt (vgl. Fig.
9).
[0038] Durch das Verschließen der ersten Strömungsverbindung 250 zwischen zweitem und drittem
Ventilkörper 218, 219 ergibt sich ein Abbau des Druckes in der Kammer 234 auf einen
Wert unterhalb des genannten vorgegebenen Grenzwertes, so dass der radial äußere Ventilkörperteil
266 des ersten Ventilkörpers 217 durch die Wirkung seiner ersten Druckfeder 222 zum
zweiten Ventilkörper 218 hin bewegt wird. Auch diesen Zustand zeigt Fig. 9. Wird durch
Abkühlen des Kraftfahrzeugkühlers der Behälterinnendruck abgebaut und damit das flüssige
Kühlermedium wieder rückgeführt, wird der dritte Ventilkörper 219 unter der Wirkung
seiner zweiten Druckfeder 246 rückgeführt, so dass sich die erste Strömungsverbindung
250 in diesem Bereich wieder öffnet, wie dies Fig. 6 zeigt.
[0039] Erhöht sich dagegen der Behälterinnendruck weiter, wird bei Überschreiten eines oberen
Sicherheitdruckgrenzwertes der zweite Ventilkörper 218 entgegen der auf dem radial
äußeren Ventilkörperteil 266 des ersten Ventilkörpers 217 lastenden ersten Druckfeder
222 vom zweiten Dichtsitz 232 am Deckelinnenteil 214 abgehoben, so dass die zweite
Strömungsverbindung 251 geöffnet wird, wodurch der genannte Überdruck abgebaut werden
kann (vgl. Fig. 10). Die Verdrehsicherung ist nach wie vor aktiviert. Dadurch kann
der genannte Überdruck über die zweite Strömungsverbindung abgebaut werden, wonach
eine entsprechende Rückführung der Ventilkörper über die verschiedenen Betriebszustände
durch die einzelnen Druckfedern sowie des Kupplungseinsatzes 280 erfolgen kann, wie
dies Fig. 6 zeigt. Steht der Kupplungseinsatz 280 dabei mit seinen unteren Klauen
283 in radialem Versatz zu den Ausnehmungen 273 im Verschlusselement 210, reicht ein
Verdrehen des Griffelementes 210 aus, um Klauen 283 und Ausnehmungen 273 wieder zur
Deckung zu bringen, so dass die gespannte Druckfeder 281 das Kupplungselement entgegen
Pfeil A wieder in die nicht aktivierte Stellung bringt.
[0040] Die in Fig. 6 dargestellte Ausgangsstellung nimmt die Ventilanordnung 215 dann ein,
wenn sich der Kühlerinnendruck zwischen einem Unterdruckgrenzwert und dem ersten Überdruckgrenzwert
bewegt. Derartige Druckverhältnisse herrschen etwa bei einem für längere Zeit abstellten
Fahrzeug oder bei Fahrbetrieb des Fahrzeugs und hinreichender Kühlung der im Kühlerinneren
befindlichen Kühlflüssigkeit durch den Fahrtwind und/oder mit Ventilatorunterstützung.
Wird das Fahrzeug bspw. nach längerer Fahrt stillgesetzt, so kann sich im Kühlerinneren
ein Druckanstieg ergeben, aufgrund dessen der Ventilanordnung 215 Kühlerinhalt (Luft
oder Wasser bzw. Wasserdampf) zuströmen kann. Expandiert das Kühlmittelvolumen infolge
dieser Nachheizwirkung derart, dass das Behältervolumen überschritten wird, würde
dies zwangsläufig zum Kühlmittelausstoß führen. Dieser unerwünschte Effekt wird in
vorbeschriebener Weise dadurch verhindert, dass sich der in den Figuren 7 bis 9 dargestellte
Betriebszustand der Ventilanordnung 215 einstellt. Wenn es in diesem Betriebszustand
zu einem weiteren unkontrollierten Druckanstieg im Kühlsystem kommt, müssen Leckagen
und andere nachteilige Auswirkungen durch Überbeanspruchung des Kühlerbehältnisses
und/oder der Schlauchverbindungsstellen verhindert werden. Diese Auswirkungen werden
durch die zweite Ventilstufe gemäß dem Zustand der Fig. 10 verhindert, die den Behälterdruck
auf einen vorgegebenen Sicherheitsdruckwert begrenzt.
[0041] Herrscht im Kühlerinneren Unterdruck und unterschreitet dieser einen vorgegebenen
Unterdruckgrenzwert, so wird, ausgehend von der Betriebslage nach Fig. 6, der Unterdruckventilkörper
257 mit seinem Dichtsitz 261 von der Unterseite des radial inneren Dichtrandes 267
der ersten Ringdichtung 221 des ersten Ventilkörpers 217 zum Kühlerinneren hin abgehoben.
Das Absenken des Unterdruckventilkörpers 257 erfolgt gegen die Vorspannkraft der dritten
Druckfeder 259, so dass sich in nicht dargestellter Weise ein Strömungsverbindungsweg
zwischen dem Kühlerinneren und dem Kühleräußeren öffnet.
1. Verschlussdeckel (111) für Öffnungen an Behältern, insbesondere an Kraftfahrzeugkühlern,
mit einem Deckelaußenteil (110), der ein mit einem Behälterstutzen verbindbares Verschlusselement
(113) und ein relativ dazu verdrehbar gehaltenes Griffelement (112) aufweist, mit
einer Verdrehsicherung, die mit einem im Griffelement (112) drehfest gehalten und
in das Verschlusselement (113) axial ein- und ausrückbarem Kupplungseinsatz (180)
zum lösbar drehfesten Verbinden von verschluss- und Griffelement versehen ist, und
mit einer einen axial hin- und herbewegbaren Ventilkörper (117) aufweisenden Ventilanordnung
(115) zum Freigeben und Sperren von Strömungsverbindungen zwischen Behälterinnerem
und -äußerem in Abhängigkeit von vorgegebenen Werten des Behälterinnendrucks, wobei
die axiale Aus- und Einrückbewegung des Kupplungseinsatzes (180) von der druckabhängigen
axialen Bewegung des Ventilkörpers (117) der Ventilanordnung (115) abgeleitet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ventilkörper (117) und dem Kupplungseinsatz (180) ein Führungselement
(147), das einenends auf dem ventilkörper (117) aufsitzt und anderenends axial relativ
bewegbar in das Kupplungselement (180) eingreift, und eine axiale erste Druckfeder
(183), vorgesehen sind und dass das Führungselement (147) in Richtung der Wirkung
der ersten Druckfeder (183) mit dem Kupplungseinsatz (180) axial bewegungskoppelbar
ist.
2. Verschlussdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Führungselement (147) und dem Deckelinnenteil (114) eine zweite Druckfeder
(184) vorgesehen ist.
3. Verschlussdeckel nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungseinsatz (180) außenumfangsseitig und das Verschlusselement (113) innenumfangsseitig
mit einer axial verlaufenden Verzahnung versehen ist.
4. Verschlussdeckel (211) für Öffnungen an Behältern, insbesondere an Kraftfahrzeugkühlern,
mit einem Deckelaußenteil (210), der ein mit einem Behälterstutzen verbindbares Verschlusselement
(213) und ein relativ dazu verdrehbar gehaltenes Griffelement (212) aufweist, mit
einer Verdrehsicherung, die mit einem Griffelement (212) drehfest gehaltenen und in
das Verschlusselement (213) axial ein- und ausrückbarem Kupplungseinsatz(280) zum
lösbar drehfesten Verbinden von Verschluss- und Griffelement versehen ist, und mit
einer einen axial hin- und herbewegbaren ventilkörper (217) aufweisenden Ventilanordnung
(215) zum Freigeben und Sperren von Strömungsverbindungen zwischen Behälterinnerem
und - äußerem in Abhängigkeit von vorgegebenen Werten des Behälterinnendrucks, wobei
die axiale Aus- und Einrückbewegung des Kupplungseinsatzes (280) von der druckabhängigen
axialen Bewegung des Ventilkörpers (217) der Ventilanordnung (215) abgeleitet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ventilkörper (217) und dem Kupplungseinsatz (280) ein Bewegungsübertragungselement
(271) vorgesehen ist, das einenends auf dem Ventilkörper (217) und anderenends am
Kupplungseinsatz (280) anliegt, und dass das Kupplungselement (280) von einer Druckfeder
(281) beaufschlagt ist, die sich an der Innenseite des Griffelements (212) abstützt.
5. Verschlussdeckel, nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (280) und das diesem zugewandte Ende des Bewegungsübertragungselementes
(271) mit aneinander liegenden axialen Fingern (283, 272) in axiale Ausnehmungen (273)
des Verschlusselementes (2139 greifen.
1. Closure cap (111) for openings in tanks, in particular in automobile radiators, with
an outer cap component (110) which is provided with a locking element (113) that can
be connected to the tank's neck, and provided with a handling element (112) rotatably
mounted in relation to said locking element, with an anti-rotation means provided
with coupling insert (180) which is held non-rotatably in the handling element (112)
and can be axially moved back and forth, for the releasable antirotational connection
of the locking and handling element, and with a valve assembly (115) containing a
valve body (117) that can be axially moved back and forth, for releasing and blocking
flow connections between the inside and the outside of the tank depending on predetermined
values of the pressure prevailing inside the tank, whereby the axial engaging and
disengaging movement of the coupling insert (180) is derived from the pressure-dependent
axial movement of the valve body (117) of the valve assembly (115), characterized in that between the valve body (117) and the coupling insert (180) a guidance element (147),
whose one end sits on the valve body (117) and whose other end can be axially moved
in relation to the coupling element (180) and engages in same, and an axial first
compression spring (183) are provided and that the guidance element (147) is axially
movable and can be coupled with the coupling insert (180) in the direction of the
effect of the first compression spring (183).
2. Closure cap according to Claim 1, characterized in that a second compression spring (184) is provided between the guidance element (147)
and the inner cap component (114).
3. Closure cap according to at least one of the previous Claims, characterized in that axially extending teeth are provided on the outer circumference of the coupling insert
(180) and on the inner circumference of the locking element (113).
4. Closure cap (211) for openings in tanks, in particular in automobile radiators, with
an outer cap component (210) which is provided with a locking element (213) that can
be connected to the tank's neck, and provided with a handling element (212) rotatably
mounted in relation to said locking element, with an anti-rotation means provided
with coupling insert (280) which is held non-rotatably in the handling element (212)
and can be axially moved back and forth, for the releasable antirotational connection
of the locking and handling element, and with a valve assembly (215) containing a
valve body (217) that can be axially moved back and forth, for releasing and blocking
flow connections between the inside and the outside of the tank depending on predetermined
values of the pressure prevailing inside the tank, whereby the axial engaging and
disengaging movement of the coupling insert (280) is derived from the pressure-dependent
axial movement of the valve body (217) of the valve assembly (215), characterized in that between the valve body (217) and the coupling insert (280) a movement-transmitting
element (271) is provided whose one end adjoins the valve body (217) and whose other
end adjoins the coupling insert (280), and that the coupling element (280) is acted
upon by a compression spring (281) which is supported on the inside of the handling
element (212).
5. Closure cap according to Claim 4, characterized in that the coupling element (280) and the end of the movement-transmitting element (271)
which faces the former have mutually adjoining fingers (283, 272) which engage in
axial recesses (273) of the locking element (213).
1. Bouchon de fermeture (111) pour des ouvertures sur des réservoirs, en particulier
sur des radiateurs automobiles, comportant une partie externe de bouchon (110), qui
présente un élément de fermeture (113) pouvant être relié à un bec de récipient, et
un élément d'accrochage (112) maintenu de manière à pouvoir tourner par rapport à
celui-ci, comportant une sécurité anti-rotation, qui est munie d'un insert d'accouplement
(180) maintenu en rotation dans l'élément d'accrochage (112) et pouvant être engrené
et désengrené axialement dans l'élément de fermeture (113) pour une liaison amovible
en rotation entre l'élément de fermeture et l'élément d'accrochage, et comportant
un agencement de soupape (115), qui présente un corps de soupape (117) pouvant se
déplacer selon un mouvement de va et vient afin de libérer et de bloquer les communication
de flux entre l'intérieur et l'extérieur du réservoir en fonction de valeurs prédéfinies
de la pression régnant à l'intérieur du réservoir, moyennant quoi le mouvement de
désengrènement et d'engrènement axial de l'insert d'accouplement (180) est déduit
du déplacement axial, en fonction de la pression, du corps de soupape (117) de l'agencement
de soupape (115),
caractérisé en ce que, entre le corps de soupape (117) et l'insert d'accouplement (180), sont prévus un
élément de guidage (147), qui repose à une extrémité sur le corps de soupape (117),
et à l'autre extrémité est mobile axialement pour s'engager dans l'élément d'accouplement
(180), et un premier ressort de pression axial (183), et en ce que l'élément de guidage (147) peut être accouplé de manière mobile axialement en direction
de l'action du premier ressort de pression (183) avec l'insert d'accouplement (180).
2. Bouchon de fermeture selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, entre l'élément de guidage (147) et la partie interne du bouchon (114), est prévu
un deuxième ressort de pression (184).
3. Bouchon de fermeture selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'insert d'accouplement (180) est doté, du côté du pourtour externe et l'élément
de fermeture (113) est doté, du côté du pourtour interne, d'une denture s'étendant
axialement.
4. Bouchon de fermeture (211) pour des ouvertures sur des réservoirs, notamment sur des
radiateurs automobiles, comportant une partie externe de bouchon (210), qui présente
un élément de fermeture (213) pouvant être relié à un bec de récipient et un élément
d'accrochage (212) pouvant être maintenu en rotation par rapport à celui-ci, comportant
une sécurité anti-rotation qui est munie d'un insert d'accouplement (280) maintenu
en rotation avec l'élément d'accrochage (212) et pouvant être engrené et désengrené
axialement dans l'élément de fermeture (213) pour une liaison amovible en rotation
entre l'élément de fermeture et l'élément d'accrochage, et comportant un agencement
de soupape (215) présentant un corps de soupape (217) pouvant effectuer un mouvement
de va et vient axial afin de libérer et de bloquer les communications de flux entre
l'intérieur et l'extérieur du réservoir en fonction des valeurs prédéfinies de la
pression régnant à l'intérieur du réservoir, moyennant quoi le mouvement de désengrènement
et d'engrènement de l'insert d'accouplement (280) est déduit du déplacement axial
en fonction de la pression du corps de soupape (217) de l'agencement de soupape (215),
caractérisé en ce que, entre le corps de soupape (217) et l'insert d'accouplement (280) est prévu un élément
de transmission du mouvement (271), qui repose à une extrémité sur le corps de soupape
(217) et à l'autre extrémité sur l'insert d'accouplement (280), et en ce que l'élément d'accouplement (280) est sollicité par un ressort de pression (281), qui
repose sur la face interne de l'élément d'accrochage (212).
5. Bouchon de fermeture selon la revendication 4,
caractérisé en ce que l'élément d'accouplement (280) et l'extrémité orientée vers celui-ci de l'élément
de transmission du mouvement (271) présentant des doigts axiaux (283, 272) adjacents
les uns aux autres s'engagent dans des évidements axiaux (273) de l'élément de fermeture
(213).