[0001] Die Erfindung betrifft ein Waffensystem aus mehreren Schnellfeuergewehren unterschiedlicher
Bauart und zugehörigen Anbau-Granatwerfern jeweils derselben Bauart, die mit eigenem
Griffstück versehen sind, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solches Waffensystem ist aus der US 5 628 137 bekannt
[0002] Bekannt ist auch der US-Granatwerfer M 203, der zur Anbringung unter dem Lauf des
Schnellfeuergewehres Colt M 16 A1 eingerichtet ist. Dabei ist dem Granatwerfer ein
eigener Vorderschaft oder Handschutz zugeordnet, der anstelle des ursprünglichen Handschutzes
des Schnellfeuergewehres an diesem angebracht wird (siehe auch DE 35 40 641 C2).
[0003] Am Schnellfeuergewehr ist an der Gasentnahmedüse ein kraftaufnehmendes Festlager
angebracht, in das eine krafteinleitende Ankoppelungseinrichtung des Granatwerfers
eingreift, um dessen Rückstoßkräfte in das Gewehr einzuleiten. Das Loslager ist nahe
der Nachladeeirrichtung angebracht, also hinter dem Festlager.
[0004] Loslager im Sinne der Erfindung dienen der Lagerung eines Bauteils. Sie übertragen
keine Axialkräfte und erlauben eine Axialbewegung des Bauteils. Festlager hingegen
nehmen bei der Lagerung eines Bauteils axiale Kräfte auf und verhindern dessen Axialbewegung.
[0005] Es ist mittlerweile eine Kurzversion des genannten Schnellfeuergewehres herausgekommen,
bei der der Handschutz kürzer ist als beim obengenannten Standardmodell, weil das
krafteinleitende Festlager näher an der Nachladeeinrichtung und demnach am Loslager
liegt als beim Standardmodell. An diesem Gewehr kann der Granatwerfer M 203 nicht
angebracht werden. Auch ein Umbau ist nicht ohne weiteres zu bewerkstelligen. Denn
das Magazin des Gewehres dient als Handgriff zum Betätigen des Granatwerferabzugs,
weshalb die Relativlage des Magazines, also der Nachladeeinrichtung, zum Granatwerfer
nicht verändert werden kann.
[0006] An einem Schnellfeuergewehr, dessen Bauart mit der des obengenannten M 16 A1 nicht
übereinstimmt, ist der Granatwerfer M 203 nicht anbringbar.
[0007] Ein Zwischenadapter ist wegen der damit verbundenen Toleranzen nicht möglich. Die
Visiereinrichtung des Granatwerfers ist nämlich am Gewehr selbst angebracht, so daß
die genannten Toleranzen zwischen diesem und dem zughörigen Visier als Zielfehler
wirksam werden.
[0008] Ähnliches gilt auch für den Granatwerfer, der aus der US 5 628 137 A bekannt ist.
[0009] Die CA 2 246 988 A1 zeigt ein Zwischenstück bzw. einen Adapter zur zeitweiligen Befestigung
von Waffenzubehör, wie beispielsweise ein Granatwerfer, an einem Selbstladegewehr.
Der Granatwerfer ist dabei mit dem Zwischenstück über Schrauben oder ähnliche Verbindungselemente
fest verbunden. Dabei wird, bevorzugt nach Entfernung des Handschutzes, das vordere
Ende des Zwischenstücks mittels einer ersten Halterung an dem Lauf und das hintere
Ende mittels einer zweiten Halterung, gegen einen Abstandhalter verspannt befestigt.
Die Halterungen sind so ausgebildet, daß sie eine rückwärtsgerichtete Bewegung zwischen
dem Granatwerfer und dem Selbstladegewehr verhindern. Beide Halterungen nehmen als
Festlager axiale Rückstoßkräfte auf.
[0010] Ein ähnliches Waffensystem zeigt die CA 2 247 234 A1. Hierbei wird das vordere Ende
des Zwischenstücks am Bajonettansatz und sein hinteres Ende an der Magazinhalterung
befestigt. Die vordere Halterung ist als starre, krafteinleitende Befestigung ausgebildet.
Sie nimmt den Bajonettansatz auf und sichert ihn mit einem Schnappverschluß gegen
jegliche axiale Bewegung oder Drehbewegung. Die Halterung am hinteren Ende ist ebenso
starr und als Preßpassung ausgebildet. Sie umfaßt ein nachgebendes Polster, das senkrecht
zur Kraftrichtung zwischen zwei Wandteilen angeordnet ist. Dabei ist der Granatwerfer
mit dem Adapter gegen das Polster eingeklemmt, so daß er sich nicht axial bewegen
kann. Beide Halterungen dämpfen, übertragen und nehmen axiale Rückstoßkräfte auf.
Auch hier erfolgt die Befestigung des Granatwerfers am Selbstladegewehr mittels zweier
Festlager.
[0011] Ausgehend von dieser Problemlage liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Waffensystem
zu finden, bei dem ein jeweils baugleicher Granatwerfer an den unterschiedlichesten
Schnellfeuergewehren anbringbar ist; in erster Linie am obengenannten M 16 in der
Standard- wie auch der Kurzversion.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
[0013] Die Passung von Loslager und nicht kraftübertragender Ankoppelungseinrichtung ist
ohnehin zur Aufnahme hoher Toleranzen eingerichtet, so daß das Auftreten einer zusätzlichen
Toleranz infolge des Adapters unerheblich ist.
[0014] So ist es auch möglich, den Adapter ohne aufwendige Einpassung abnehmbar am Granatwerfer
anzubringen: Zusätzliche, infolge der Abnehmbarkeit des Adapters weitgehend unvermeidlichen
Toleranzen werden vom Loslager ohne weiteres aufgenommen.
[0015] Die krafteinleitende Ankoppelungseinrichtung ist unmittelbar am Granatwerfer selbst
angebracht, also nicht am Adapter. Dabei kann vorteilhafterweise die Ankoppelungseinrichtung
bei Waffen verwendet werden, deren Festlager baugleich, aber an unterschiedlichen
Stellen montiert ist, wie zum Beispiel beim obengenannten US-Gewehr M 16 A1 und dessen
Kurzversion. Es ist aber auch möglich, die krafteinleitende Ankoppelungseinrichtung
auswechselbar am Granatwerfer selbst anzubringen, so dass zu einem jeweiligen Gewehrmodell
eine jeweils passende Ankoppelungseinrichtung bereitgestellt werden kann. Die Voraussetzung
ist allerdings, daß das Festlager nicht zu nahe an der Nachladeeinrichtung des Schnellfeuergewehrs
liegt.
[0016] Der Vorteil dieser Ausgestaltung liegt darin, daß der Adapter keine Rückstoßkräfte
übertragen muß und deshalb in Leichtbauweise aus Leichtmetall oder Kunststoff ausgeführt
werden kann. Zusätzlich kann der Adapter mit einfachsten Mitteln angebracht sein.
[0017] In jedem der hier aufgeführten Fälle ist der Granatwerfer selbst jeweils baugleich.
Lediglich der Adapter oder gegebenenfalls die krafteinleitende Ankoppelungseinrichtung
müssen bestimmungsgemäß ausgewählt werden.
[0018] In einer Alternativlösung ist es jedoch auch möglich, die krafteinleitende Ankoppelungseinrichtung
am Adapter anzubringen. Dieser muß dann allerdings kraft-übertragend am Granatwerfer
befestigt werden. So ist es möglich, den Granatwerfer auch an Schnellfeuergewehren
anzubringen, deren Festlager ungewöhnlich weit hinten liegt, etwa an sogenannten Bullpup-Bauweisen,
wie etwa beim Österreichischen Gewehr AUG 77.
[0019] Die Bauweise mit einer fest am Granatwerfer angebrachten, krafteinleitenden Ankoppelungseinrichtung
wird jedoch bevorzugt. Bei dieser bevorzugten Bauweise kann der Adapter einfach eine
ebene, zur Schußrichtung parallele Fläche aufweisen (Anspruch 2). Diese ebene Fläche
sitzt auf einer komplementären Fläche des Granatwerfers auf. Dort kann der Adapter
durch einfachste Befestigungseinrichtungen, vorzugsweise Schrauben, gehalten werden.
[0020] Die ebene Gegenfläche am Granatwerfer kann unterschiedlich bemessene Ansatzflächen
von den verschiedensten Adaptern aufnehmen, ohne daß irgendwelche Anpassungen nötig
sind. Zur Befestigung reichen einfache Schrauben oder ähnliche Befestigungseinrichtungen
völlig aus, da der Adapter ja keine Rückstoßkräfte übertragen muß.
[0021] Das Gehäuse des Granatwerfers besteht vorzugsweise aus Leichtmetall oder verstärktem
Kunststoff. Die krafteinleitende Ankoppelungseinrichtung besteht dagegen aus Stahl
(Anspruch 3), die mit einer breiten Auflagefläche in das Leichtmetall oder den verstärkten
Kunststoff des Granatwerfergehäuses eingelassen ist und dieses, bezogen auf die Schußrichtung,
hintergreift. Dabei entsteht eine Flächenpressung im Material des Granatwerfergehäuses,
die weit unter dessen Festigkeitsgrenze liegt. Dasselbe gilt auch für den Adapter,
soweit die krafteinleitende Ankoppelungseinrichtung an diesem angebracht ist.
[0022] Die genannte Ankoppelungseinrichtung kann abnehmbar am Granatwerfergehäuse oder Adapter
angebracht sein. Sie ist aber bevorzugt im Verbundguß zusammen mit dem aufnehmenden
Teil hergestellt.
[0023] Komplementär zur genannten krafteinleitenden Ankoppelungseinrichtung ist das Festlager,
wie an sich bekannt, als Hammerkopfstift ausgebildet (Anspruch 4); also als Bolzen,
der sich senkrecht zur Schußrichtung erstreckt, einen verbreiterten Kopf aufweist
und mit diesem in eine hinterschnittene Nut der Ankoppelungseinrichtung eingreift.
Ein federgesicherter Querstift hält den Hammerkopfstift.
[0024] Das Loslager ist dagegen (Anspruch 5) bevorzugt eine einfache, nach vorne bzw. in
Schußrichtung offene Nut, in die das konplementär ausgebildete, rückwärtige Ende des
Adapters einfach eingeschoben wird. Dabei ist die genannte Nut tief genug ausgebildet,
um jede Toleranz, die am Adapter auftritt, aufnehmen zu können.
[0025] Bei der Erfindung kann der ursprüngliche Vorderschaft des Schnellfeuergewehres weiterverwendet
werden. Ein Auswechseln ist nicht erforderlich. Natürlich kann wahlweise auch ein
angepaßter Vorderschaft verwendet werden.
[0026] Grundsätzlich ist der Granatwerfer zum Anbau an ein Schnellfeuergewehr bestimmt.
Er kann aber gegebenenfalls auch als Einzelwaffe verwendet werden, wobei er wie eine
Pistole aus der Hand geschossen wird.
[0027] Um den erheblichen Rückstoß besser zu ertragen, ist aber bevorzugt eine Schulterstütze
vorgesehen, die anstelle des Adapters am Granatwerfer anbringbar ist (Anspruch 6)
und die dann vorteilhafterweise angebracht wird, wenn der Granatwerfer von vorneherein
als Einzelwaffe bestimmt ist. Natürlich kann gegebenenfalls die Schulterstütze wieder
gegen den Adapter ausgewechselt werden. Die Schulterstütze kann z.B. aus Aluminium-Kunststoff
gefertigt sein. Zur leichten Auswechselbarkeit kann die Verbindung zwischen Granatwerfer
und Adapter bzw. Schulterstütze die Form einer Schwalbenschwanzführung haben.
[0028] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen und der beigefügten, schematischen
Zeichnung noch näher erläutert. In dieser zeigt:
- Fig. 1
- die Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Anbau-Granatwerfers mit kurzem Adapter,
- Fig. 2
- die Seitenansicht des Granatwerfergehäuses mit langem Adapter,
- Fig. 3
- den Längsschnitt durch den oberen Teil von Granatwerfer und langem Adapter nach Fig.
2,
- Fig. 4
- die Draufsicht auf das Granatwerfergehäuse mit langem Adapter der Fig. 2, und
- Fig. 5
- die teilweise geschnittene Draufsicht auf den kurzen Adapter der Fig. 1.
[0029] Der in Fig. 1 gezeigte Granatwerfer weist ein Leichtmetallgehäuse 1 auf,
- an dessen Unterseite ein Griffstück 3 angebracht ist,
- in dem schwenkbar ein Lauf 5 gelagert ist,
- das eine Visiereinrichtung 7 trägt und
- auf dessen Oberseite eine kurze Laufschiene 9 angebracht ist.
[0030] Der Adapter 9 weist an seiner Rückseite eine vorspringende Anordnung auf, die eine
nicht-kraftübertragende Ankoppelungseinrichtung 15 bildet.
[0031] Vor dem Griffstück 3 ist ein Spannabzug 11 angeordnet.
[0032] Der Adapter 9 der Fig. 1 ist ein kurzer Adapter. Somit ist der gezeigte Granatwerfer
zur Anbringung an einem Schnellfeuergewehr in Kurzausführung eingerichtet.
[0033] Das Gehäuse 1 des Granatwerfers ist auch in Fig. 2 gezeigt. Dort fehlen allerdings
der Lauf 5 und das Griffstück 5. Lediglich der Spannabzug 11 und ein Teil der Abzugseinrichtung
sind gezeigt.
[0034] An der Oberseite des Gehäuses ist in der Darstellung der Fig. 2 ein langer Adapter
9' angebracht, der zur Anbringung des Granatwerfers an einem normalen Schnellfeuergewehr
(nicht der Kurzausführung) eingerichtet ist. Der Aufbau ist übereinstimmend mit dem
des kurzen Adapters 9 der Fig. 1, doch ist er nach hinten verlängert und weist eine
nicht-kraftübertragende Ankoppelungseinrichtung 15' auf, die weiter von der Vorderseite
des Adapters 9' entfernt ist, als das beim Adapter 9 mit der nicht kraftübertragenden
Ankoppelungseinrichtung 15 der Fig. 1 der Fall ist.
[0035] An der Oberseite des Gehäuses 1 ist vor dem Adapter 9 bzw. 9' eine krafteinleitende
Ankoppelungseinrichtung 13 angeordnet, die als Verbundgußteil aus Stahl in das Aluminiumgehäuse
1 eingegossen ist. In der krafteinleitenden Ankoppelungseinrichtung 13 ist eine Nut
19 ausgebildet (siehe auch Fig. 3 und 4), die nach hinten offen ist. Die Oberseiten
der Nutwände sind aneinander angenähert, so daß sie eine Hinterschneidung bilden,
in der ein Hammerkopfstift von hinten her eingeschoben werden kann. Dieser Hammerkopfstift
(nicht gezeigt) ist am Schnellfeuergewehr (meist an dem den Gasentnahmekanal aufnehmenden
Teil) befestigt und bildet dessen Festlager. Wenn der Hammerkopfstift in die Nut 19
bis nach vorne zum Anschlag (geschlossenes Nutende) eingeführt ist, kann hinter ihm
ein querverlaufender Sicherungsstift (nicht gezeigt) durch die Bohrung 21 hindurchgeschoben
und dort gesichert werden.
[0036] Wie in Fig. 3 gezeigt, weist der Adapter 9' an seiner Unterseite eine ebene Ansatzfläche
17 auf, die glatt auf einer komplementären ebenen Fläche des Granatwerfergehäuses
1 aufsitzt. Durch drei einfache Schrauben 23 ist der (lange) Adapter 9' am Gehäuse
1 befestigt, kann abgenommen werden und kann zum Beispiel durch einen kurzen Adapter
9 (Fig. 1 und 5) ersetzt werden.
[0037] Fig. 4 zeigt in der Draufsicht, daß der Adapter 9' sich nur bis über einen Teil der
Länge des Gehäuses 1 erstreckt. Die Ankoppelungseinrichtung 13 bleibt frei; zwischen
ihrer hinteren Kante und der Vorderkante des Adapters 9' ist reichlich Platz zum Ansetzen
des Hammerkopfstiftes (nicht gezeigt).
[0038] Wie in Fig. 4 ferner zu sehen, weist die hintere Ankoppelungseinrichtung 15' neben
einem bogenförmigen Steg beiderseits dessen einen Stift auf, der jeweils in eine Vertiefung
des Loslagers (nicht gezeigt) eingreift.
[0039] Fig. 5 zeigt in der Draufsicht den noch nicht eingebauten, kurzen Adapter 9 der Fig.
1.
[0040] Die Oberseite des Adapters 9, 9' ist jeweils passend zum Handschutz oder Vorderschaft
des zugehörigen Schnellfeuergewehres muldenförmig ausgespart, so daß der Granatwerfer
passend unter dem vorderen Teil des Gewehres sitzt. Wird bei angebautem Granatwerfer
mit dem Schnellfeuergewehr geschossen, dann ergreift der Schütze, soweit er Rechtshänder
ist, mit der linken Hand das Griffstück 3. Wird mit dem Granatwerfer geschossen, dann
umgreift er das Griffstück 3 mit der rechten Hand.
[0041] Beim Anbauen des Granatwerfers wird dieser von unten her so gegen das parallel zu
ihm gehaltene Schnellfeuergewehr angedrückt, daß dessen Festlager (der nicht gezeigte
Hammerkopfstift) hinter der krafteinleitenden Ankoppelungseinrichtung 13 und vor dem
Adapter 9, 9' von oben her in die Vertiefung des Gehäuses eintaucht. Dann wird der
Granatwerfer parallel zum Schnellfeuergewehr (dessen Handschutz zur Führung des Adapters
9, 9' dient) nach hinten geschoben, wobei gleichzeitig
- der Hammerkopfstift des Gewehres in die Nut 19 bis zu deren vorderem Ende und
- der halbkreisförmige Steg und die Stifte 15, 15' in das Loslager des Gewehres
einlaufen. Zuletzt wird ein Sicherungsstift in die Bohrung 21 eingeführt. Der Granatwerfer
sitzt nun fest am zugehörigen Gewehr.
1.
a) Waffensystem aus mehreren Schnellfeuergewehren unterschiedlicher Bauart und zugehörigen
Anbau-Granatwerfern jeweils derselben Bauart, die mit eigenem Griffstück (3) versehen
sind, mit den folgenden Merkmalen:
b) zur Anbringung des Granatwerfers an das Schnellfeuergewehr hat jedes Schnellfeuergewehr
ein kraftaufnehmendes Festlager und ein von diesem beabstandetes Loslager,
b.1) wobei der Festlager-Loslager-Abstand bei unterschiedlichen Schnellfeuergewehren
unterschiedlich groß ist,
c) am Granatwerfer ist ein Adapter (9, 9') lösbar befestigt, der
c.1) jeweils passend zu dem am jeweiligen Schnellfeuergewehr unterschiedlich beabstandet
angeordneten Fest- und Loslager ausgeführt ist und
c.2) eine nicht-kraftübertragende Ankoppelungseinrichtung (15, 15') trägt, die zum
Eingriff in das Loslager des Schnellfeuergewehres eingerichtet ist,
d) eine zum Eingriff in das kraftaufnehmende Festlager des Schnellfeuergewehres eingerichtete
krafteinleitende Ankoppelungseinrichtung (13) ist
d.1) am Granatwerfer oder
d.2) am Adapter (9, 9')
angebracht.
2. Waffensystem nach Anspruch 1, bei welchem der Adapter (9, 9') eine im wesentlichen
zur Schußrichtung parallele Ansatzfläche (17) aufweist, die an einer Gegenfläche am
Granatwerfer angebracht ist, vorzugsweise mittels Befestigungsschrauben (23).
3. Waffensystem nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem die krafteinleitende Ankoppelungseinrichtung
(13) aus Stahl besteht und am Granatwerfergehäuse (1) oder am Adapter (9, 9') so angebracht
ist, daß es dieses bzw. diesen, bezogen auf die Schußrichtung, hintergreift, wobei
das Granatwerfergehäuse (1) bzw. der Adapter (9, 9') aus Leichtmetall oder Kunststoff
bestehen.
4. Waffensystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem das Festlager von
einem Hammerkopfbolzen gebildet ist, der in eine hinterschnittene Nut (19) in der
krafteinleitenden Ankoppelungseinrichtung (13) einführbar und dort durch einen Querstift
sicherbar ist.
5. Waffensystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem das Loslager eine
in Schußrichtung offene, bevorzugt halbkreisförmige Nut ist, in welche die als Vorsprung
oder Steg ausgebildete, nicht kraftübertragende Ankoppelungseinrichtung (15, 15')
von vorne her, d.h. entgegen der Schußrichtung, einschiebbar ist.
6. Waffensystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem anstelle des Adapters
(9, 9') eine Schulterstütze am Granatwerfer anbringbar ist.
1.
a) Weapon system from a number of automatic rifles of varying design and corresponding
add-on grenade launchers each of the same design, which are provided with a an individual
grip (3), with the following features:
b) for fitting the grenade launcher to the automatic rifle, each automatic rifle has
a force-absorbing thrust bearing and a floating bearing at a distance from the former,
b.1) in which the distance between the thrust and floating bearings varies between
different automatic rifles,
c) a removable adapter (9, 9') is fitted to the grenade launcher, which
c.1) in each case is designed to match the differently spaced attached thrust and
floating bearings on the given automatic rifle and
c.2) a non-force-transferring coupling device (15, 15') which is designed to engage
in the floating bearing of the automatic rifle,
d) a force-inducing coupling device (13) designed to engage in the force-absorbing
thrust bearing of the automatic rifle is fitted
d.1) to the grenade launcher or
d.2) to the adapter (9, 9').
2. Weapon system in accordance with claim 1, in which the adapter (9, 9') has a mating
surface (17) fundamentally parallel to the direction of firing, which is fitted to
a surface adjoining the grenade launcher, preferably by means of fixing screws (23).
3. Weapon system in accordance with either of claims 1 and 2, in which the force-inducing
coupling device (13) is made of steel and is fitted to the grenade launcher casing
(1) or to the adapter (9, 9') such that it engages in this or these, relative to the
direction of firing, and in which the grenade launching adapter (1) or adapter (9,
9') is made from alloy or plastic.
4. Weapon system in accordance with one of the preceding claims, in which the thrust
bearing is formed by a hammer-headed bolt, which can be inserted into a groove (19)
cut into the force-inducing coupling device (13) and can be locked in this position
by means of a transverse pin.
5. Weapon system in accordance with one of the preceding claims, in which the floating
bearing is a groove, open in the direction of firing and preferably semi-circular,
in which the non-force-transferring coupling device (15, 15'), formed as a projection
or bridge, can be moved backwards, i.e. against the direction of firing.
6. Weapon system in accordance with one of the preceding claims, in which a shoulder
support can be fitted to the grenade launcher instead of the adapter (9, 9').
1.
a) Système d'armes se composant de plusieurs armes à tir rapide, de types différents,
et se composant de lance-grenades adaptables associés, respectivement du même type,
qui sont dotés d'une poignée propre (3), ayant les caractéristiques suivantes :
b) pour la fixation du lance-grenades sur l'arme à tir rapide, chaque arme à tir rapide
a un palier fixe absorbant la force et un palier libre espacé de ce palier fixe,
b.1) où l'écartement entre le palier fixe et le palier libre, dans le cas d'armes
à tir rapide différentes, est important de façon variable,
c) un adaptateur (9, 9') est fixé, de manière amovible, sur le lance-grenades,
c.1) adaptateur qui, à chaque fois, est réalisé en s'adaptant au palier fixe et au
palier libre, disposés en étant espacés de façon variable sur l'arme - respective
- à tir rapide, et
c.2) qui supporte un dispositif d'accouplement (15, 15'), ne transmettant pas de force,
qui est disposé pour s'engager dans le palier libre de l'arme à tir rapide,
d) un dispositif d'accouplement (13), introduisant une force, disposé pour s'engager
dans le palier fixe de l'arme à tir rapide, absorbant la force, est fixé
d.1) sur le lance-grenades ou bien
d.2) sur l'adaptateur (9, 9').
2. Système d'armes selon la revendication 1, dans lequel l'adaptateur (9, 9') présente
une surface à épaulement (17) pratiquement parallèle à la direction de tir, surface
à épaulement qui, sur une surface opposée, est fixée sur le lance-grenades, de préférence
au moyen de vis de fixation (23).
3. Système d'armes selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le dispositif d'accouplement
(13) introduisant une force est en acier et est fixé sur le boîtier (1) du lance-grenades
ou sur l'adaptateur (9, 9'), de manière telle, que le système d'armes enserre ce boîtier
ou cet adaptateur, par rapport à la direction de tir, où le boîtier (1) du lance-grenades
et l'adaptateur (9, 9') sont en métal léger ou en matière plastique.
4. Système d'armes selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le palier fixe est formé par un boulon à tête de marteau qui peut être introduit dans
une gorge (19) formée par contre-dépouille dans le dispositif d'accouplement (13)
introduisant une force, et là, peut être fixé par une goupille transversale.
5. Système d'armes selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le palier libre est une gorge, de préférence en forme de demi-cercle, ouverte dans
la direction de tir, gorge dans laquelle le dispositif d'accouplement (15, 15'), ne
transmettant pas de force, configuré comme une partie saillante ou une partie pleine,
peut être introduit de l'avant, c'est-à-dire dans le sens opposé à la direction de
tir.
6. Système d'armes selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
une crosse peut être fixée sur le lance-grenades, à la place de l'adaptateur (9, 9').