[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Überwachung und/oder Regelung
von schienengebundenem Verkehr.
[0002] Im besonderen der schienengebundene Verkehr stellt hohe Anforderungen an die Sicherheit
der beförderten Personen und Güter. Diese Sicherheitsanfordungen sind in der europäischen
Norm EN 50 129 mit den Stufen SILO bis SIL4 definiert. Es bedarf daher eines auf einem
hohen Sicherheitsstandard beruhenden Systems für die Überwachung und/oder Regelung
der verschiedenen ein Schienennetz frequentierenden Züge.
[0003] Zur Steuerung der Züge sind optische Signale und gleisseitig installierte Einrichtungen
zur punkt- und/oder linienförmigen Zugbeeinflussung, wie z.B. Balisen und/oder Leckkabel,
vorgesehen. Während mit Signalen nur qualitative Instruktionen, wie z.B. HALT, LANGSAMFAHRT,
FAHRT, auf Sicht gegeben werden können, werden mit den punkt- und/oder linienförmigen
Einrichtung zur Zugbeeinflussung daneben auch quantitative Grössen, wie zulässige
Höchstgeschwindigkeit, Streckensteigung, Streckenneigung, berührungslos auf den Führerstand
einer Lokomotive übertragen, wie dies beispielsweise in der schweizerischen Patentschrift
672 913 beschrieben ist. Gleichwohl werden heutzutage auch die qualitativen Instruktionen,
d.h. der an einem Signal anliegende Signalbegriff, auf die Lokomotive übertragen.
[0004] Der einzustellende Signalbegriff wird dabei von einem Stellwerk an das Signal, d.h.
in der Regel an eine neben dem Gleis angeordnete Signalsteuerungseinheit (LEU), gemeldet
und entsprechend auf das Signal aufgeschaltet. Dem anliegenden Signalbegriff entsprechende
Signalleuchtmittel sind daraufhin eingeschaltet. Als Signalleuchtmittel werden in
der Regel Glühlampen oder LED-Leuchten verwendet, bei denen im Versorgungsstromkreis
des Signalleuchtmittels Wechselströme mit Effektivwerten bis zu etwa 4 Ampère fliessen
und Wechselspannungen mit Effektivwerten von bis zu 400 Volt, in der Regel 12 bis
300 Volt, bei für den Bahnbetrieb typischen Frequenzen (16 2/3 Hz, 50 Hz, 60 Hz) anliegen.
[0005] Für die Sicherheit des Bahnbetriebs ist es daher besonders bedeutsam, dass die Funktion
der Signalleuchtmittel, d.h. die tatsächliche Anzeige der aktuellen Signalbegriffes,
sichergestellt und damit geeignet überwacht wird. Dabei werden bisher Vorrichtungen
benutzt, die den Spannungsabfall über dem Leuchtmittel messen. Diese im Grunde auf
den Signalstromkreis weitestgehend rückwirkungsfreie Messmethode ist jedoch mit dem
Nachteil behaftet, dass die Widerstandswerte für das Leuchtmittel schwanken können
und so die Aussage über den Zustand des Leuchtmittels verfälschen können. So kann
beispielsweise ein korrodierter Kontakt das Ergebnis der Spannungsmessung schnell
hochohmig werden lassen und somit einen völlig falschen Zustand des Leuchtmittels
melden oder sogar den Stromfluss im Stromkreis des Leuchtmittels drosseln, so dass
die Leuchtdichte in unzulässiger Weise abnimmt.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Überwachung
und/oder Regelung des schienengebundenen Verkehrs anzugeben, die es erlaubt, die Funktion
des Leuchtmittels rückwirkungsfrei auf den Stromkreis des Leuchtmittels zu überprüfen
und gleichzeitig eine gesicherte Aussage über die Höhe des im Stromkreis des Leuchtmittels
fliessenden Stroms zulässt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine Vorrichtung zur Überwachung
und/oder Regelung von schienengebundenem Verkehr, vorgesehen ist, bei der eine transformatorische
Kopplung und zugleich eine galvanische Trennung zwischen einem Signalstromkreis, insbesondere
einem Stromkreis eines Signalleuchtmittels, und einem Überwachungsstromkreis realisiert
sind, wobei die Windungszahl N
1 der Primärwicklung des Signalstromkreises kleiner als die Windungszahl N
2 der Sekundärwicklung des Überwachungsstromkreises ist und die Sekundärwicklung an
ein Mittel angeschlossen ist, das die Sekundärwicklung zumindest annähernd kurzschlussbeschaltet
und ein dem Stromfluss im Signalstromkreis entsprechendes Ausgangssignal liefert.
[0008] Auf diese Weise wird es erreicht, dass nur ein durch das Verhältnis der Windungszahlen
in geeigneten Grenzen einstellbarer Anteil des im Signalstromkreis fliessenden Stroms
in den Überwachungsstromkreis ausgekoppelt wird und dort durch die zumindest annähernde
Kurzschlussbeschaltung egalisiert wird. Damit ist die Gegeninduktion aus dem Überwachungsstromkreis
heraus in den Signalstromkreis annähernd nihiliert, weil an der Sekundärwicklung quasi
keine Spannung entstehen kann. Zugleich ist durch Egalisierung des ausgekoppelten
Stroms die Möglichkeit geschaffen, die hierzu erforderliche Spannung als Signal für
die weitere Auswertung heranzuziehen.
[0009] Weil es hinsichtlich der Vermeidung der Rückwirkung des Überwachungsstromkreises
auf den Signalstromkreis besonders bedeutsam ist, einen eher kleinen Anteil des im
Signalstromkreis fliessenden Strom auszukoppeln, ist es zweckmässig, wenn die Windungszahl
N
1 der Primärwicklung 5 nicht überschreitet und die Windungszahl N
2 der Sekundärwicklung 50 nicht unterschreitet. Um die Sicherheit hinsichtlich der
im Signalstromkreis erzielten elektrischen Leistung, d.h. im besonderen die erzielbare
Leuchtdichte, ganz sicher nicht zu gefährden, sind Werte für die Windungszahlen von
N
1 = 1 und N
2 = 150 besonders geeignet.
[0010] Eine besonders vorteilhalfte Ausgestaltung der Erfindung sieht es vor, dass das Mittel
eine stromgesteuerte Spannungsquelle ist, bei der ein im Überwachungsstromkreis fliessender
Strom über einen Gegenkopplungswiderstand abfliesst. Durch die vom ausgekoppelten
Strom gesteuerte Ausgangsspannung der Spannungsquelle liefert die Höhe der Spannung
daher ein direktes Mass für die Höhe des im Signalstromkreis fliessenden Stroms. Besonders
einfach schaltungsmässig umsetzbar ist dieses voranstehende Merkmal, wenn die Sekundärwicklung
an den Eingang eines Operationsverstärkers angeschlossen ist und der Ausgang des Operationsverstärkers
über einen Rückkopplungswiderstand auf einen Ast des Eingangs des Operationsverstärkers
geschaltet ist.
[0011] Es ist damit besonders gegenüber den im Stand der Technik bekannten Lösungen möglich
geworden, am Überwachungsstromkreis eine Spannung abzugreifen, die direkt proportional
zu dem im Signalstromkreis fliessenden Strom ist, wobei die Spannung besonders einfach
am Ausgang eines invertierenden Operationsverstärkers abnehmbar ist.
[0012] Aufgrund der Tatsache, dass der Eingang des Operationsverstärkers auf einem festen
Bezugspotential, d.h. quasi auf Masse, liegt, führt diese zu einer vergleichsweise
hohen Offsetspannung am Operationsverstärkerausgang. Um diese vergleichsweise hohe
Offsetspannung kompensieren zu können, sind Mittel vorgesehen, die zur Begrenzung
des Eingangsoffsetstroms am Eingang des Operationsverstärkers angeschlossen sind.
Ein geeignetes Mittel zu diesen Zweck ist eine aktive Eingangsoffsetstromkompensation
mit einem weiteren Operationsverstärker, der ebenfalls als invertierender Operationsverstärker
in Gegenkopplung geschaltet ist.
[0013] Weil die Vorrichtung in der Regel im gleisnahen Bereich angeordnet ist, ist sie an
dieser Position aufgrund der hohen in Lokomotiven fliessenden Traktionsströme auch
erheblich magnetischen Wechselfeldern ausgesetzt, die in von ihnen durchdrungenen
Leiterschleifen Wechselspannungen induzieren, die proportional zur wirksamen von der
magnetischen Flussänderung durchdrungenen Fläche sind. Damit ist es für die Sicherstellung
der Überwachungsfunktion besonders bedeutsam, wenn der Flächeninhalt des Überwachungsstromkreises
weniger als 2 cm
2, vorzugsweise weniger als 1 cm
2, beträgt.
[0014] Um auch den Sicherheitsanforderungen hinsichtlich der Redundanz genügen zu können,
ist der Überwachungsstromkreis mindestens zweikanalig ausgebildet.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigen:
- Figur 1
- ein Prinzipschaltbild eines Stromabgriffs an einem Lampenstromkreis eines Eisenbahnsignals;
und
- Figur 2
- das Prinzipschaltbild gemäss Figur 1 mit einer zusätzlichen Schaltung zur Kompensation
der Offsetausgangsspannung.
[0017] Figur 1 zeigt ein Prinzipschaltbild eines Stromabgriffs an einem Lampenstromkreis
20 für eine Eisenbahnsignallampe 22. Im Ausführungsbeispiel wird die Eisenbahnsignallampe
22 von einer Versorgungsspannung U
P mit 100 Volt, 50 Hz, versorgt, wobei ein Strom I
P von 0.2 Ampère im Lampenstromkreis 20 fliesst. Mittels einer transformatorischen
Kopplung K sind zwei redundant ausgeführte Überwachungsstromkreise 24, 26 zum Abgriff
des im Lampenstromkreis 20 fliessenden Stroms I
P an den Lampenstromkreis 20 angekoppelt. Bei dieser Ankopplung K ist zwischen dem
Lampenstromkreis 20 und den Überwachungsstromkreisen 24, 26 zugleich eine galvanische
Trennung von 4 kV erzielt, die beiden Überwachungsstromkreise 24, 26 sind gegeneinander
galvanisch mit 3 kV getrennt.
[0018] Die transformatorische Kopplung K besteht auf der Primärseite K
P mit einer einzigen auf einen Ferritkern gewickelten Windung (primärseitige Windungszahl
N1 = 1). Auf der Sekundärseite K
S1 und K
S2 sind auf diesem Ferritkern für jeden Überwachungsstromkreis 24, 26 eine sekundärseitige
Windungszahl N2 von 150 Windungen vorgesehen. Bei Annahme eines idealen Transformators
wird daher nur etwa 1/150 des auf der Primärseite K
p fliessenden Stroms I
p als Strom I
ein1, I
ein2 in die Überwachungsstromkreise 24, 26 eingekoppelt. Diese "Stromleckage" kann daher
noch als vollkommen rückwirkungsfrei auf den Lampenstromkreis 20 angesehen werden,
d.h. im besonderen die mit der Signallampe 22 erzielte Leuchtdichte wird nur vernächlässigbar
abgeschwächt.
[0019] Die im sicherheitstechnischen Sinne aber relevante Rückwirkungsfreiheit wird jedoch
dadurch erzielt, dass die von den induzierten Strömen I
ein1, I
ein2 verursachten Spannungen U
ein1, U
ein2 an den Eingang jeweils eines als invertierender Stromverstärker arbeitenden Operationsverstärker
OP1, OP2 gelegt sind. Auf diese Weise bewirken die Ströme I
ein1, I
ein2 zwar an den Differenzeingängen der Operationsverstärker OP1, OP2 die Spannungen U
ein1, U
ein2, die jedoch die Ausgänge der Operationsverstärker OP1, OP2 mit Ausgangsspannungen
U
out1, U
out2 soweit aussteuern, dass die Ströme I
ein1, I
ein2 über Gegenkopplungswiderstände R3, R13 abfliessen. Dadurch gehen die Spannungsdifferenzen
U
ein1, U
ein2 an den Differenzeingängen der Operationsverstärker OP1, OP2 weitestgehend gegen Null,
d.h. bei geeignet grosser Verstärkung der Operationsverstärker OP1, OP2 schwanken
die Spannungsdifferenzen U
ein1, U
ein2 nur wenige Millivolt um O Volt. Die Sekundärseiten K
S1, K
S2 "sehen" elektrisch daher einen Kurzschluss. Auf diese Weise treten keine durch Gegeninduktion
verursachten Störungen im Lampenstromkreis 20 auf.
[0020] Für die sicherheitsrelevante Auswertung der Ausgangsspannungen U
out1, U
out2 ist es daher von besonderem Vorteil, dass die Ströme I
ein1, I
ein2 eine zu ihrer Grösse proportionale Spannung erzeugen. Es gilt daher, dass U
out1 = I
R3*R3 = -I
ein1 * R3 ist; entsprechendes gilt für die Ausgangsspannung U
out2. Auf diese Weise ist es möglich, nicht nur zu erkennen, ob die Signallampe 22 überhaupt
brennt, sondern auch erkennen zu können, eine ausreichende Lichtausbeute, die vom
durchfliessenden Strom I
P abhängig ist, erzielt ist. Entsprechend kann die Höhe der Ausgangsspannungen U
out1, U
out2 mittels nachgeschalteter Logikeinheiten (hier nicht weiter dargestellt) ausgewertet
und an ein Stellwerk übermittelt werden und/oder für die drahtlose Übertragung des
Resultats auf eine Lokomotive und/oder einen Steuerwagen in einer Balise und/oder
einem Leckkabel aufbereitet werden.
[0021] Die auf diese Weise vorgenommene Überwachung des Lampenstromkreises 20 beruht daher
auf der Höhe des tatsächlich im Lampenstromkreis 20 fliessenden Stroms I
P, so dass selbst ein für die gewünschte Lichtausbeute nicht mehr ausreichender Strom
als dringend zu überprüfender Fehler registriert werden kann.
[0022] Ein Test der Überwachungsstromkreise 24, 26 auf korrekte Funktion kann dabei jederzeit
vorgenommen werden. Hierzu sind zum einen als Hochpass mit in Reihe geschaltetem Widerstand
R1, R21 und Kapazität C1, C21 ausgestaltete Stromeinkoppelpfade 28, 30 und zum anderen
Analog-Switches AS1, AS2 vorgesehen. Mittels der Stromeinkoppelpfade 28, 30 kann durch
die Einkopplung eines Wechselstroms die aktive Stromverstärkung durch die Operationsverstärker
OP1, OP2 getestet werden. Durch das Öffnen der Analog-Switches AS1, AS2 wird die Stromverstärkung
der Operationsverstärker OP1, OP2 ausgeschaltet. Die Ströme I
ein1, I
ein2 können so keine Spannungsdifferenzen am Operationsverstärkereingang mehr erzeugen,
weil die beiden Eingänge (+ und -) der beiden Operationsverstärker OP1, OP2 über Widerstände
R2 bzw. R12 gekoppelt sind. Die Operationsverstärker OP1 und OP2 arbeiten so nur noch
als Spannungsfolger (Impedanzwandler).
[0023] Das vorliegende Prinzipschaltbild ist im Ausführungsbeispiel wie folgt beschaltet:
R1 = R21 = 4,7 kΩ; R2 = R12 = 2 MΩ; R3 = R13 = 6,8 kΩ und C1 = C21 = 47 nF. Mit den
voranstehend beschreibenen Werten für den Strom I
P und die übrigen Schaltungskomponenten ergeben sich auf diese Weise Ausgangsspannungen
U
out1, U
out2 von einigen Hundert Millivolt bis zu etwa 5 Volt.
[0024] Figur 2 zeigt das Prinzipschaltbild gemäss Figur 1 mit einer zusätzlichen Schaltung
zur Kompensation der Offsetausgangsspannung der Operationsverstärker OP1, OP2. Aus
Gründen der übersichtlicheren Darstellung wurde die zusätzliche Schaltung nur für
den oberen Überwachungsstromkreis 24 in die Vorlage gemäss Figur 1 eingezeichnet.
Eine gleichartige Schaltung ist jedoch auch für den in der zeichnerischen Darstellung
unteren Überwachungsstromkreis 26 vorgesehen.
[0025] Im Einzelnen wird zur Kompensation der Offsetausgangsspannung ein weiterer Operationsverstärker
OP3 verwendet, der als nichtinvertierender Verstärker geschaltet ist und dessen Ausgang
aus diesem Grund über einen Widerstand R4 auf einen Ast des Differenzeingangs des
Operationsverstärkers OP1 gelegt ist. Auf diese Weise wird der die vergleichsweise
hohe Offsetausgangsspannung verursachende Offseteingangsstrom begrenzt (kompensiert),
der auftritt, weil der Differenzeingang des Operationsverstärkers OP1 praktisch an
Masse angeschlossen ist. Die Offsetausgangsspannung des Operationsverstärkers OP1
wird daher über einen Tiefpass (Widerstand R7 und Kapazität C3) an einen Ast des Differenzeingangs
des weiteren Operationsverstärkers OP3 gelegt. Der andere Ast des Differenzeingangs
ist über einen Widerstand R6 auf Masse GND1 gelegt. Weil der weitere Operationsverstärker
OP3 auch in Gegenkopplung arbeiten muss, ist der Ausgang des weiteren Operationsverstärkers
OP3 über den Widerstand R5 auch auf diesen Ast des Eingangs gelegt. Auf diese Weise
ist eine aktive Kompensation des Eingangsoffsetstroms realisiert. Die in dem Schaltbild
verwendeten Komponenten sind im Ausführungsbeispiel wie folgt dimensioniert: R4 =
1 kΩ; R5 = 100 kΩ; R6 = 10 kΩ; R7 = 220 kΩ und C3 = 1 µF.
[0026] Damit liefert diese um die aktive Offsetkompensation ergänzende Ausführungsvariante
noch genauere, dem tatsächlichen Strom I
P entsprechende Spannungswerte, was die Genauigkeit der Überwachung des Lampenstromkreise
20 weiter erhöht.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 20
- Lampenstromkreis
- 22
- Signallampe
- 24, 26
- Überwachungsstromkreis
- 28, 30
- Stromeinkoppelpfade
- AS1, AS2
- Analog-Switches
- C1 bis C3
- Kapazitäten
- IP
- primärseitiger Strom
- Iein1, Iein2
- Eingangsstrom
- IR3, IR13
- Gegenkoppelstrom
- K
- transformatorische Kopplung
- KP
- Primärseite
- KS1, KS2
- Sekundärseite
- N1, N2, N3
- Windungszahl
- OP1 bis OP3
- Operationsverstärker
- R1 bis R13
- Widerstände
- Uein1, Uein2
- Eingangsspannung
- Uout1, Uout2
- Ausgangsspannung
- UP
- Versorgungsspannung
1. Vorrichtung zur Überwachung und/oder Regelung von schienengebundenem Verkehr, bei
der eine transformatorische Kopplung (K) und zugleich eine galvanische Trennung zwischen
einem Signalstromkreis (20), insbesondere einem Stromkreis (20) eines Signalleuchtmittels
(22), und einem Überwachungsstromkreis (24, 26) vorgesehen sind, wobei die Windungszahl
N1 der Primärwicklung (KP) des Signalstromkreises (20) kleiner als die Windungszahl N2 der Sekundärwicklung (KS1, KS2) des Überwachungsstromkreises (24, 26) ist und die Sekundärwicklung (KS1, KS2) an ein Mittel (OP1, OP2) angeschlossen ist, das die Sekundärwicklung (KS1, KS2) zumindest annähernd kurzschlussbeschaltet und ein dem Stromfluss (IP) im Signalstromkreis (20) entsprechendes Ausgangssignal (Uout1, Uout2) liefert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Windungszahl N1 der Primärwicklung (KP) nicht grösser als 5 ist und die Windungszahl N2 der Sekundärwicklung (KS1, KS2) 50 nicht unterschreitet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
N1 = 1 un N2 = 150 sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Mittel eine stromgesteuerte Spannungsquelle ist, bei der ein im Überwachungsstromkreis
(24, 26) fliessender Strom (Iein1, Iein2) über einen Gegenkopplungswiderstand (R3, R13) abfliesst.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sekundärwicklung (KS1, KS2) an den Eingang eines Operationsverstärkers (OP1, OP2) angeschlossen ist und der
Ausgang des Operationsverstärkers (OP1, OP2) über den Rückkopplungswiderstand (R3,
R13) auf einen Ast des Eingangs des Operationsverstärkers (OP1, OP2) geschaltet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Überwachungsstromkreis (24, 26) eine Spannung (Uout1, Uout2) abgreifbar ist, die proportional zu dem im Signalstromkreis (20) fliessenden Strom
(Ip) ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Spannung (Uout1, Uout2) am Ausgang eines invertierten Operationsverstärkers (OP1, OP2) abnehmbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel (OP3) vorgesehen sind, die zur Begrenzung des Eingangsoffsetstroms am Eingang
des Operationsverstärkers (OP1, OP2) angeschlossen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel eine aktive Eingangsoffsetstromkompensation mit einem weiteren Operationsverstärker
(OP3) sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Flächeninhalt des Überwachungsstromkreises (24, 26) weniger als 2 cm2, vorzugsweise weniger als 1 cm2, beträgt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Überwachungsstromkreis (24, 26) zweikanalig ausgebildet ist.