[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer thermischen Spritzschicht,
insbesondere einer keramischen Beschichtung auf einem metallischen Substrat, gemäss
Oberbegriff von Anspruch 1. Sie bezieht sich auch auf ein beschichtetes Substrat mit
der erfindungsgemäss hergestellten Spritzschicht und auf eine Verwendung dieses beschichteten
Substrats.
[0002] Bei einer Entwicklung von Fusionsreaktoren will man für eine Wandung, die Belastungen
bei Temperaturen über 550°C standhalten muss, eine Titanbasislegierung (z.B. Ti5Al2.5Sn)
als Werkstoff verwenden. Der Einsatz dieses Werkstoffs ist mit dem Problem verbunden,
dass in Fusionsreaktoren Wasserstoff in den Werkstoff eindiffundiert und dabei dessen
Eigenschaften ungünstig beeinflusst. Es ist daher vorgeschlagen worden, die genannte
Wandung mit einer thermischen Spritzschicht aus keramischem Material abzudichten.
Die Spritzschicht soll als eine Permeationsbarriere wirken, die den Wasserstoff an
einem Eintritt in das Wandungsmaterial hindert. Damit diese Permeationsbarriere, die
beispielsweise aus Aluminium- oder Chromoxid bestehen kann, die erwartete Funktion
erfüllt, muss die Beschichtung relativ dick sein, mindestens 0.5 mm, aber vorzugsweise
um Einiges dicker.
[0003] Eine derartige Permeationsbarriere lässt sich in der Regel nicht auf ein metallisches
Substrat aufbringen; denn aufgrund von Spannungen, die zwischen Substrat und Spritzschicht
auftreten und welche die Bildung von Rissen zur Folge haben, ist eine ausreichende
Haftung nicht herstellbar. Mit einem Aufrauhen der Substratoberfläche beispielsweise
mittels Sandstrahlen, durch das sich eine quasi-fraktale Oberflächenstruktur (vgl.
EP-A- 1 070 488) ergibt, kann die Haftung verbessert werden. Beschichtungen, die die
erforderliche Dicke haben, lassen sich jedoch auf diese Weise nicht ausreichend fest
auf der Substratoberfläche verankern. Zugversuche zur Ermittlung der Haftfestigkeit
haben gezeigt, dass sich solche Beschichtungen bereits bei einer Zugspannung von wenigen
MPa von der Substratoberfläche ablösen. Bei einer weiteren Methode, die geprüft worden
ist, wird eine "Duplex-Beschichtung" mit einer haftvermittelnden Grundhaftschicht
(aus Ta) hergestellt. Wegen einer relativ glatten Oberfläche der Grundhaftschicht
ist die Adhäsion zwischen dieser Schicht und der Permeationsbarriere ungenügend.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen einer thermischen Spritzschicht
zu schaffen, die auf ein metallisches Substrat aus einer Titanbasislegierung auftragbar
ist und die als Permeationsbarriere gegen einen Wasserstofftransport in das Substrat
verwendbar ist. Dieses Verfahren soll sich also dazu eignen, eine gut haftende Beschichtung,
die dick ist und aus keramischem Material besteht, auf einen metallischen Körper aufzubringen.
Diese Aufgabe wird durch das im Anspruch 1 definierte Verfahren gelöst.
[0005] Mit dem Verfahren zum Herstellen einer thermischen Spritzschicht auf einem Substrat
wird insbesondere eine keramische Beschichtung auf einem metallischen Körper aufgebracht.
Die Spritzschicht wird auf eine strukturierte Oberfläche des Substrats aufgebracht.
Die Oberflächenstruktur des Substrats wird durch Materialabtrag mittels einem Hochdruck-Flüssigkeitsstrahl
erzeugt. Eine Abtragsstelle wird dabei auf dem Substrat unter Erzeugung einer Makrotopographie
gesteuert bewegt, nämlich durch Bewegen des Flüssigkeitsstrahls und/oder des Substrats.
Durch den Materialabtrag wird eine rinnenartige Abtragsspur erzeugt, die geradlinig
oder gekrümmt sein kann und die eine Mikrotopographie aufweist. Durch ein Nebeneinanderlegen
einer Vielzahl von Abtragsspuren und eine teilweise Überlagerung dieser Abtragsspuren
wird ein Makroprofil der Makrotopographie hergestellt. Dieses Makroprofil ist mindestens
um einen Faktor 10 gröber als ein entsprechendes Mikroprofil der Mikrotopographie.
Erhebungen des Makroprofils weisen unterschiedliche Höhen auf. Das Mikroprofil ist
insbesondere quasi-fraktal.
[0006] Die abhängigen Ansprüche 2 bis 6 betreffen besondere Spezifizierungen des erfindungsgemässen
Verfahrens. Gegenstand der Ansprüche 7 und 8 ist ein Körper, der ein mit dem erfindungsgemässen
Verfahren beschichtetes Substrat darstellt. Die Verwendung, die den Ausgangspunkt
der Erfindung gebildet hat, ist Gegenstand von Anspruch 9.
[0007] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Durchführung einer Oberflächenstrukturierung, die einen ersten Schritt im erfindungsgemässen
Verfahren bildet,
- Fig. 2
- Querschnitt durch ein erfindungsgemäss beschichtetes Substrat,
- Fig. 3
- Draufsicht auf eine Oberflächenstruktur, die mittels wellenförmigen Abtragsspuren
hergestellt ist,
- Fig. 4
- parkettartige Oberflächenstruktur in schematischer Darstellung und
- Fig. 5
- Querschnitt, gezeichnet nach einem Schliffbild.
[0008] Fig. 1 illustriert ein Verfahren zur Herstellung einer Oberflächenstruktur 3 auf
einem Substrat 1, das als erster Schritt im erfindungsgemässen Verfahren angewendet
wird. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine Spritzschicht 3, die erfindungsgemäss
auf das Substrat 1 mit einer strukturierten Oberfläche 10 aufgebracht worden ist.
[0009] Die Oberflächenstruktur 3 wird durch Materialabtrag mittels einem Hochdruck-Flüssigkeitsstrahl
4 erzeugt. Dabei wird eine Abtragsstelle 40 auf dem Substrat 1 unter Erzeugung einer
Makrotopographie gesteuert bewegt, in der Regel durch Bewegen des Flüssigkeitsstrahls
mit einer Vorschubgeschwindigkeit v. Es lässt sich aber auch das Substrat bewegen
oder simultan sowohl das Substrat als auch den Flüssigkeitsstrahl. Durch den Materialabtrag
wird eine rinnenartige Abtragsspur 41 erzeugt, die eine Mikrotopographie in Form von
einer rauhen Oberfläche aufweist. Die Abtragsspur 41 kann geradlinig oder gekrümmt
sein. Durch ein Nebeneinanderlegen einer Vielzahl von Abtragsspuren 41 und eine teilweise
Überlagerung dieser Abtragsspuren 41 wird ein Profil der Makrotopographie, ein Makroprofil
3', hergestellt. Das Profil ist die Kontur des Querschnitts durch die Oberflächenstruktur
3, wobei der Querschnitt senkrecht zu den Abtragsspuren 41 liegt. Das Makroprofil
3' umfasst Erhebungen 31', 32', die von zwischen Rinnen 30 liegenden Kammlinien 31,
32 gebildet werden. Die Erhebungen 31', 32' des Makroprofils 3' weisen unterschiedliche
Höhen auf. Das Makroprofil 3' ist mindestens um eine Grössenordnung gröber als ein
entsprechendes Mikroprofil der Mikrotopographie. Die maximalen Erhebungen 31' des
Makroprofils sind um mindestens einen Faktor 10 grösser als die maximalen Erhebungen
des Mikroprofils
[0010] Das Mikroprofil ist insbesondere quasi-fraktal. Die Bezeichnung "quasi-fraktal",
die sich auf die Rauhigkeit der Oberfläche in der Abtragsspuren 41 bezieht, ist in
der EP-A- 1 070 488 erläutert. In dieser Veröffentlichung ist auch eine Oberflächenstrukturierung
beschrieben, die mittels einem Hochdruck-Flüssigkeitsstrahl durchgeführt wird.
[0011] Für einen effizienten Materialabtrag werden in die Flüssigkeit des Hochdruckstrahls
4 abrasive Partikel zugemischt. Dieses Gemisch wird durch eine Düse 5 mit einem Durchmesser
d und bei einem Druck p abgegeben. Für p und d werden Werte in folgenden Bereichen
gewählt: 500 bar < p < 2000 bar und 0.15 mm < d < 1 mm.
[0012] Ein Abstand A, der zwischen einer Austrittsöffnung 50 der Düse 5 und der Abtragsstelle
40 der zu bearbeitenden Oberfläche 10 besteht, beträgt 1 bis 5 mm. Dieser Abstand
A ist im wesentlichen die Strahllänge, die Länge des Flüssigkeitsstrahls 4. Dieser
kann senkrecht auf die Oberfläche 10 gerichtet sein; ein Winkel β (= 90° - α, siehe
Fig. 1) zwischen dem Flüssigkeitsstrahl 4 und der erzeugten Abtragsspur 41 ist aber
vorzugsweise etwas kleiner als 90°.
[0013] Bei der Strukturierung der Substratoberfläche 10 werden die Rinnen 30 und Kammlinien
31, 32 hergestellt. Die erzeugte Makrotopographie weist ein periodisch wiederkehrendes
Intervall P auf; dieses ist jeweils durch eine Mehrzahl - vorzugsweise zwei oder drei
- nebeneinander angeordneter Kammlinien 31, 32 bzw. Rinnen 30 gebildet. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 umfasst das Intervall P die eine Kammlinie 31, die im Profil 3' als eine
maximale Erhebung 31' erscheint, und die beiden Kammlinien 32, die weniger hohe Erhebungen
32' bilden. Die Kammlinien 31, 32 sind zumindest bereichsweise geradlinig und ihre
Scheitel liegen jeweils auf einer gleich bleibenden Höhe.
[0014] Für die Düse 5 wird ein Durchmesser d gewählt, der zwischen 0.18 und 0.5 mm liegt.
Das periodisch wiederkehrende Intervall P wird beim Verfahren nach Fig. 1 so hergestellt,
dass die beiden zur hohen Kammlinie 31 benachbarten Rinnen 30 einen Abstand a von
0.8 bis 1.2 mm - bezogen auf die Mittellinien der Rinnen 30 - aufweisen. Die zu den
niedrigen Kammlinien 32 benachbarten Rinnen 30 haben jeweils einen kleineren Abstand
b, der - bezogen auf den grösseren Abstand a - um einen Faktor 0.55 bis 0.70, vorzugsweise
um den Faktor 0.6 (Fig. 1) kleiner ist. Die Rinnen 30 werden durch die Überlagerung
von drei Abtragsspuren mit Zwischensohlen 301 sowie 302 und der die Rinne 30 bildenden
Sohle 303 hergestellt.
[0015] Die aufgetragene Spritzschicht 2 - siehe Fig. 2 - hat eine Dicke von mindestens 0.5
mm, vorzugsweise mindestens 1 mm. Das Profil 3' der Makrotopographie weist einen maximalen
Höhenunterschied zwischen den Scheitelpunkten der Erhebungen 31' und den Sohlenpunkten
der Rinnen 30 auf, der in einem Bereich zwischen 0.1 und 1 mm, vorzugsweise zwischen
0.3 und 0.6 mm liegt.
[0016] Auf der Oberfläche 20 einer dicken Spritzschicht 2 zeichnet sich die Oberflächenstrukur
3 praktisch nicht mehr ab. Momentane Oberflächen 21 oder 22, die während des Aufbringens
der Spritzschicht 2 auftreten, weisen noch eine Profilierung auf; diese wird aber
mit wachsender Schichtdicke stets weniger erkennbar.
[0017] Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine Oberflächenstruktur 3, die mittels wellenförmigen
Abtragsspuren 41 hergestellt ist und deren Kammlinien 31, 32 entsprechend auch wellenförmig
sind.
[0018] Es wurden Oberflächenstrukturen 3 getestet, bei denen eine erste Schar von gleich
gerichteten Abtragsspuren 41 mit einer zweiten Schar anders orientierter Abtragsspuren
in einer kreuzenden Weise überlagert sind. Die Haftfestigkeit hat sich als weniger
gut erwiesen als bei der ursprünglichen Oberflächenstrukturierungen mit lediglich
einer Schar von gleich orientierten Abtragsspuren 41.
[0019] Das Substrat besteht beispielsweise aus einer Titanbasis- oder einer Eisenbasislegierung
und die Spritzschicht aus einem keramischen Material, beispielsweise aus Aluminium-
oder Chromoxid. Diese keramische Beschichtung hat eine gute Adhäsion auf dem metallischen
Substrat; in einem Zugversuch widersteht sie einer senkrecht zur Substratoberfläche
angelegten Zugspannung, die mindestens 10 MPa gross ist.
[0020] Die Spritzschicht, vorzugsweise aus Aluminium- oder Chromoxid, kann bei ausreichender
Dicke als eine Permeationsbarriere verwendet werden, die gegen einen Transport von
Wasserstoff in das Substrat abdichtet. Für eine gute Abdichtung muss die Spritzschicht
dicker als 0.5 mm sein.
[0021] Die hinsichtlich der Haftfestigkeit zu bevorzugende Oberflächenstruktur 3 ist anisotrop.
Es lässt sich eine quasiisotrope Struktur herstellen, wenn eine parkettartige Anordnung
von anisotropen Teilbereichen gemäss Fig. 4 erzeugt wird. In dieser schematischen
Darstellung geben die Doppelpfeile jeweils die Ausrichtung der Rinnen 30 an.
[0022] Es wurden Zugversuche an erfindungsgemäss beschichteten Titanproben ausgeführt, mit
folgenden Versuchsparametern für die besten Beschichtungen:
Oberflächenstrukturierung mit Vorschubgeschwindigkeit v = 2.5 m/min; Düsendurchmesser
d = 0.30 mm; Strahllänge A = 1 mm; Strahldruck p = 1.5 10
3 bar; Sand (Granat 80 mesh) als abrasives Material mit 100 g/min; Abstände a, b zwischen
benachbarten Rinnen 30 (Fig. 1): a = 1.0 mm und b = 0.6 mm.
[0023] Für die Zugspannungen, bei denen die Spritzschicht vom Substrat (Ti5Al2.5Sn) abgerissen
wird, haben sich folgende Messresultate ergeben:
| Material |
Schichtdicke |
Messresultate in MPa |
| Chromoxid |
0.98 mm |
29.0 / 36.6 |
| 2.10 mm |
18.3 / 14.5 / 13.7 / 16.4 |
| Aluminiumoxid |
0.975 mm |
24.2 / 27.3 / 22.1 / 23.8 |
[0024] Während Fig. 2 die Abbildung eines schematisch dargestellten Querschnitts durch ein
erfindungsgemäss beschichtetes Substrat ist, zeigt Fig. 5 ausschnittsweise einen entsprechenden
Querschnitt, der nach einer echten Probe gezeichnet worden ist. Ein Schliffbild dieser
Probe lässt eine Lamellarstruktur erkennen, die eine Folge eines Mehrfachauftrags
ist und die in Fig. 2 durch gestrichelte Linien 25 angedeutet ist. Die Lamellarstruktur
erscheint relativ deutlich in den Bereichen oberhalb der Rinnen 30 und weniger deutlich
oberhalb der Kammlinien 31 und 32, wo in der Darstellung die Linien 25 unterbrochen
sind. In den Bereichen über den Rinnen 30 ist offenbar die Schicht 2 aufgrund einer
erhöhten Porosität etwas weniger dicht als über den Kammlinien 31 und 32. Die unterschiedliche
Porosität ist vermutlich der Grund für die verbesserte Haftung der Schicht 2.
1. Verfahren zum Herstellen einer thermischen Spritzschicht (2) auf einem Substrat (1),
insbesondere einer keramischen Beschichtung auf einem metallischen Körper, bei welchem
Verfahren die Spritzschicht auf eine strukturierte Oberfläche (3, 10) des Substrats
aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenstruktur (3) des Substrats durch Materialabtrag mittels einem Hochdruck-Flüssigkeitsstrahl
(4) erzeugt wird, dass dabei eine Abtragsstelle (40) auf dem Substrat unter Erzeugung
einer Makrotopographie gesteuert bewegt wird, nämlich durch Bewegen des Flüssigkeitsstrahls
und/oder des Substrats, dass durch den Materialabtrag eine rinnenartige Abtragsspur
(41) erzeugt wird, die geradlinig oder gekrümmt sein kann und die eine Mikrotopographie
aufweist, und dass durch ein Nebeneinanderlegen einer Vielzahl von Abtragsspuren und
eine teilweise Überlagerung dieser Abtragsspuren ein Makroprofil (3') der Makrotopographie
hergestellt wird, wobei dieses Makroprofil mindestens um einen Faktor 10 gröber als
ein entsprechendes Mikroprofil der Mikrotopographie ist, Erhebungen (31') des Makroprofils
unterschiedliche Höhen aufweisen und das Mikroprofil insbesondere quasi-fraktal ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Flüssigkeit des Hochdruckstrahls (4) abrasive Partikel zugemischt werden,
dass dieses Gemisch durch eine Düse (5) mit einem Durchmesser d einer Austrittsöffnung
(50) und bei einem Druck p abgegeben wird und dass für p und d Werte in folgenden
Bereichen gewählt werden:
500 bar < p < 2000 bar und 0.15 mm < d < 1 mm.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (A) zwischen der Austrittsöffnung (50) der Düse (5) und der zu bearbeitenden
Oberfläche (10) zwischen 0.8 und 5 mm liegt und dass ein Winkel (β = 90° - α) zwischen
dem Flüssigkeitsstrahl (4) und der erzeugten Abtragsspur (41) maximal gleich 90°,
vorzugsweise kleiner als 90° ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Strukturierung der Substratoberfläche (10) Kammlinien (31, 32) und Rinnen
(30) hergestellt werden und dass die erzeugte Makrotopographie ein periodisch wiederkehrendes
Intervall (P) aufweist, das jeweils durch eine Mehrzahl, vorzugsweise zwei oder drei
nebeneinander angeordnete Kammlinien bzw. Rinnen gebildet ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammlinien (31, 32) zumindest bereichsweise geradlinig sind und auf einer konstanten
Höhe liegen.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass für den Hochdruckstrahl (4) eine Düse (5) mit einem Durchmesser d von 0.18 bis 0.5
mm verwendet wird und dass das periodisch wiederkehrende Intervall (P) so hergestellt
wird, dass es eine hohe Kammlinie (31) und zwei niedrige Kammlinien (32) umfasst,
dass die zur hohen Kammlinie benachbarten Rinnen (30) einen Abstand a von 0.8 bis
1.2 mm - bezogen auf die Mittellinien der Rinnen - aufweisen und dass die zu den niedrigen
Kammlinien benachbarten Rinnen jeweils einen kleineren Abstand b haben, der - bezogen
auf den grösseren Abstand a - um einen Faktor 0.55 bis 0.70, vorzugsweise um den Faktor
0.6 kleiner ist.
7. Beschichtetes Substrat (1), hergestellt mit dem Verfahren gemäss einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgetragene Spritzschicht (2) eine Dicke von mindestens 0.5 mm, vorzugsweise
mindestens 1 mm aufweist und dass das Profil (3') der Makrotopographie einen maximalen
Höhenunterschied zwischen Scheitelpunkten der Erhebungen (31') und Sohlenpunkten der
Abtragsspuren (41) aufweist, der in einem Bereich zwischen 0.1 und 1 mm, vorzugsweise
zwischen 0.3 und 0.6 mm liegt.
8. Beschichtetes Substrat (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat aus einer metallischen Legierung, insbesondere einer Titanbasislegierung
oder einer Eisenbasislegierung, besteht, dass die Beschichtung (2) aus einem keramischen
Material besteht und dass die Beschichtung in einem Zugversuch mit einer senkrecht
zur Substratoberfläche angelegten Zugspannung, die grösser als 10 MPa ist, widersteht.
9. Verwendung eines beschichteten Substrats (1) gemäss Anspruch 7 oder 8, wobei die Spritzschicht
(2) eine Permeationsbarriere gegen einen Wasserstofftransport in das Substrat bildet
und vorzugsweise aus Aluminium- oder Chromoxid besteht sowie eine Dicke grösser als
1 mm aufweist.