(19)
(11) EP 1 304 531 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.04.2003  Patentblatt  2003/17

(21) Anmeldenummer: 02022050.5

(22) Anmeldetag:  02.10.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F24F 13/068
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 10.10.2001 DE 10149909

(71) Anmelder: SCHAKO Klima Luft Ferdinand Schad KG
78600 Kolbingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Müller, Rainer
    78600 Kolbingen (DE)

(74) Vertreter: Weiss, Peter, Dr. 
Zeppelinstrasse 4
78234 Engen
78234 Engen (DE)

   


(54) Luftauslass


(57) Bei einem Luftauslass zum Anschliessen an ein Luftführungssystem mit einem Mantel, der Ausnehmungen aufweist und in dem zumindest ein Blendring angeordnet ist soll ein Teil des Mantels mit einer Abdeckung versehen sein.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Luftauslass zum Anschliessen an ein Luftführungssystem mit einem Mantel, der Ausnehmungen aufweist und in dem zumindest ein Blendring angeordnet ist.

[0002] Derartige Luftauslässe sind bereits in vielfältiger Form und Ausführung bekannt. So beschreiben die DE 34 29 710 und die DE 39 18 218 jeweils einen Luftauslass, bei welchem Luft über einen Lufteintrittsstutzen eintritt und durch Perforationen in einem Mantel wieder austritt. Im Falle eines gewünschten Kühleffektes wird die Luft dabei durch einen Blendring bzw. mehrere Blendringe nach oben abgelenkt. Im Falle eines gewünschten Heizeffektes wird die Luft durch den Blendring bzw. die mehreren Blendringe schräg nach unten abgelenkt.

[0003] Der Nachteil bei diesen Vorrichtungen besteht jedoch darin, dass es bei der Zufuhr von kalter Luft für den Kühlfall trotz der Ablenkung der Luft durch einen oder mehrere Blendringe zu Zugerscheinungen kommen kann. Es ist bei den bekannten Vorrichtungen nicht möglich, die Luftführung so einzustellen, dass eine Person von der Zuluft abgeschirmt wird, wenn sie das wünscht.

[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben bekannten Luftauslässe dahingehend zu verbessern, dass eine feinere Einstellung der Luftzufuhr möglich ist.

[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass ein Teil des Mantels mit einer Abdeckung versehen ist.

[0006] Durch diese Abdeckung wird erreicht, dass die Luft durch den abgedeckten Teil nicht hindurchdringen kann, sondern seitwärts entweicht. Eine Person, die sich also vor der Abdeckung aufhält, bekommt nur indirekt Luft ab, und zwar durch die Ausnehmungen des Mantels, die nicht durch die Abdeckung verdeckt sind.

[0007] Da die Abdeckung auf dem Mantel verstellbar angeordnet sein kann, kann sie von einer Person ganz nach Wunsch eingestellt werden.

[0008] Die Grösse solch einer Abdeckung kann weiterhin so gewählt werden, dass sie beispielsweise nur einen Teil des Mantels abdeckt oder aber nur einen Teil des Mantels einerseits seiner Achse.

[0009] Ferner kann die Luftverteilung durch die Ausgestaltung des Mantels im Zusammenhang mit der Abdeckung weiter beeinflusst werden. So kann der Mantel aus verschiedenen Abschnitten bestehen, welche gleich grosse oder auch unterschiedlich grosse Ausnehmungen aufweisen. Der Mantel kann aber auch ein einfacher Lochblechmantel sein. Hier sei der Erfindung keine Grenzen gesetzt.

[0010] Die Luftzufuhr kann zusätzlich durch einen oder mehrere, gegebenenfalls drehbare und/oder versetzbare Blendringe abgelenkt werden, die im Inneren des Mantels angeordnet sind. Auch hier sei der Form und der Anordnung der Blendringe keine Grenzen gesetzt.

[0011] Eine weitere Möglichkeit zur besseren Verteilung der Luft bietet eine Verstellklappe, die im Inneren des Mantels oberhalb der Abdeckung angeordnet sein kann. Diese Verstellklappe ist mittels eines Drehhebels drehbar.

[0012] Anstelle des Drehhebels kann auch eine Seilzugverstellung vorgesehen sein, mittels welcher die Verstellklappe gedreht wird. Weitere entsprechende Vorrichtungen sind denkbar.

[0013] Befindet sich die Verstellklappe in vertikaler Stellung, dann kann die Luft ungehindert vorbei strömen und nach unten austreten. Befindet sich die Verstellklappe jedoch in waagerechter Stellung, so wird vor der Verstellklappe ein Luftstau erzeugt und die Luft strömt in waagerechter Richtung nach aussen bzw. sogar schräg nach oben weg.

[0014] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

Figur 1 eine teilweise aufgebrochen dargestellte Seitenansicht eines Luftauslasses gemäss der vorliegenden Erfindung;

Figur 2 eine perspektivische Draufsicht auf den Luftauslass gemäss Figur 1 mit waagerechter Verstellklappe; und

Figur 3 eine perspektivische Draufsicht auf den Luftauslass gemäss Figur 1 mit vertikaler Verstellklappe.



[0015] Gemäss Figur 1 weist ein Luftauslass P einen Mantel 1 auf, welcher einen Bereich 2 besitzt, der mit Ausnehmungen 3 versehen ist.

[0016] Im Inneren des Mantels 1 sind zwei Blendringe 4 und 5 angeordnet, die gegebenenfalls drehbar und/oder versetzbar sind.

[0017] Desweiteren ist im Inneren des Mantels 1 eine Verstellklappe 6 angeordnet, welche über einen Wellenstummel 7 mit einer Drehvorrichtung 8 verbunden ist.

[0018] Diese Drehvorrichtung 8 weist an ihrem unteren Ende ein Gelenk 9 auf, über das ein Gestänge 10 mit einem Hebel 11 verbunden ist. Anderenends des Gelenkes 9 ist der Hebel 11 mit einem Bolzen 12 in einem gekrümmten Langloch 13 geführt. Dieses Langloch 13 bestimmt den Drehweg des Wellenstummels 7 und damit der Verstellklappe 6.

[0019] Der Wellenstummel 7 und das Langloch 13 sind beide in einer Halterung 14 vorgesehen, welche an dem Mantel 1 angeordnet ist.

[0020] An ihrem oberen Ende weist die Drehvorrichtung 8 einen Drehhebel 15 auf, welcher über ein weiteres Gelenk 16 mit dem oberen Ende des Gestänges 10 verbunden ist. Der Drehhebel 15 ist an seinem einen Ende mit einem Knauf 17 versehen, welcher eine bessere Handhabung des Drehhebels 15 ermöglicht.

[0021] Mit seinem anderen Ende steckt der Drehhebel 15 in einer Hülse 18, welche auf einer Drehscheibe 18 befestigt ist. Diese Drehscheibe 19 dreht um eine Achse 20 auf einer Halterung 21, welche wiederum mittels Befestigungselementen 22 auf dem Mantel 1 befestigt ist.

[0022] Desweiteren ist auf dem Mantel 1 des Luftauslasses P eine Abdeckung 23 angeordnet, welche sich unterhalb der Verstellklappe 6 befindet und mittels Befestigungselementen 24 an dem Mantel 1 befestigt ist.

[0023] In den Figuren 2 und 3 ist das Innere des Luftauslasses P zu sehen, wobei die Verstellklappe 6 in unterschiedlichen Stellungen dargestellt wird.

[0024] Im Inneren sind die beiden Blendringe 4 und 5 über Befestigungselemente 25 und 26 drehbar gelagert, wobei Anschläge 27 und 28 vorgesehen sind, welche die gewünschte Endlage der Blendringe 4 und 5 bestimmen.

[0025] Die Verstellklappe 6 ist über den Wellenstummel 7 und einen weiteren Wellenstummel 29 ebenfalls drehbar gelagert, wobei ein Anschlag 30 vorgesehen ist, welcher eine Endlage der Verstellklappe 6 bestimmt.

[0026] In Figur 3 ist ferner durch die Stellung der Verstellklappe 6 die aussen anliegende Abdeckung 23 durch die Ausnehmungen 3 zu sehen.

[0027] Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:

[0028] Durch ein nicht näher gezeigtes Luftzuführungssystem wird Luft in den Mantel 1 des Luftauslasses P geführt, in welchem sie durch die unterschiedlichen Anordnungen abgelenkt wird. So trifft die Luft in dem Mantel 1 auf den ersten Blendring 4, wodurch vor dem Blendring 4 ein Luftstau entsteht. Dadurch wird ein Teil der Luft schon vor dem Blendring 4 nach aussen geführt, der andere Teil der Luft gelangt durch den Blendring 4.

[0029] Kurze Zeit später trifft der verbliebene Teil der Luft auf den zweiten Blendring 5, wodurch erneut ein Luftstau entsteht. Folglich tritt wieder ein Teil der Luft vor dem Blendring 5 nach aussen, der verbliebene Teil gelangt durch den Blendring 5 weiter nach unten.

[0030] Anschliessend trifft die restliche Luft auf die Verstellklappe 6. Je nach deren Stellung kann die Luft nun vollständig durch die Ausnehmungen 3 des Mantels 1 entweichen oder durch den restlichen Mantel 1 nach unten gelangen und von dort in den Raum entweichen.

[0031] Ersteres wird erreicht, wenn der Drehhebel 15 nach unten gedreht ist und die Verstellklappe 6 folglich geschlossen ist. Die Luft tritt dann auf allen Seiten gleichmässig waagerecht, schräg nach unten oder schräg nach oben aus.

[0032] Wenn der Drehhebel 15 jedoch nach oben gedreht ist, befindet sich die Verstellklappe 6 in einer geöffneten Position und die Luft kann an ihr vorbei nach unten in den Raum entweichen, wobei die Abdeckung 23 ein Ausströmen der Luft in eine bestimmte Richtung verhindert.
Positionszahlenliste
1 Mantel 34   67  
2 Bereich 35   68  
3 Ausnehmung 36   69  
4 Blendring 37   70  
5 Blendring 38   71  
6 Verstellklappe 39   72  
7 Wellenstummel 40   73  
8 Drehvorrichtung 41   74  
9 Gelenk 42   75  
10 Gestänge 43   76  
11 Hebel 44   77  
12 Bolzen 45   78  
13 Langloch 46   79  
14 Halterung 47      
15 Drehhebel 48      
16 Gelenk 49      
17 Knauf 50   P Luftauslass
18 Hülse 51      
19 Drehscheibe 52      
20 Achse 53      
21 Halterung 54      
22 Befestigungselem. 55      
23 Abdeckung 56      
24 Befestigungselem. 57      
25 Befestigungselem. 58      
26 Befestigungselem. 59      
27 Anschlag 60      
28 Anschlag 61      
29 Wellenstummel 62      
30 Anschlag 63      
31   64      
32   65      
33   66      



Ansprüche

1. Luftauslass zum Anschliessen an ein Luftführungssystem mit einem Mantel (1), der Ausnehmungen (3) aufweist und in dem zumindest ein Blendring (4, 5) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Teil des Mantels (1) mit einer Abdeckung (23) versehen ist.
 
2. Luftauslass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (23) auf dem Mantel (1) verstellbar angeordnet ist.
 
3. Luftauslass nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (23) nur einen Teil des Mantels (1) einerseits einer Achse abdeckt.
 
4. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (1) aus verschiedenen Abschnitten besteht, welche die Ausnehmungen (3) aufweisen.
 
5. Luftauslass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Blendring (4, 5) drehbar angeordnet ist.
 
6. Luftauslass nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Blendring (4, 5) in Inneren des Mantels (1) versetzbar angeordnet ist.
 
7. Luftauslass nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstellklappe (6) im Inneren des Mantels (1) vorgesehen ist.
 
8. Luftauslass nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellklappe (6) über der Abdeckung (23) angeordnet ist.
 
9. Luftauslass nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellklappe (6) drehbar angeordnet ist.
 
10. Luftauslass nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wellenstummel (7) an der Verstellklappe (6) von einem Drehhebel (15) betätigbar ist.
 
11. Luftauslass nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehweg des Wellenstummels (7) begrenzt ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht