[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Luftauslass zum Anschliessen an
ein Luftführungssystem mit einem Mantel, der Ausnehmungen aufweist und in dem zumindest
ein Blendring angeordnet ist.
[0002] Derartige Luftauslässe sind bereits in vielfältiger Form und Ausführung bekannt.
So beschreiben die DE 34 29 710 und die DE 39 18 218 jeweils einen Luftauslass, bei
welchem Luft über einen Lufteintrittsstutzen eintritt und durch Perforationen in einem
Mantel wieder austritt. Im Falle eines gewünschten Kühleffektes wird die Luft dabei
durch einen Blendring bzw. mehrere Blendringe nach oben abgelenkt. Im Falle eines
gewünschten Heizeffektes wird die Luft durch den Blendring bzw. die mehreren Blendringe
schräg nach unten abgelenkt.
[0003] Der Nachteil bei diesen Vorrichtungen besteht jedoch darin, dass es bei der Zufuhr
von kalter Luft für den Kühlfall trotz der Ablenkung der Luft durch einen oder mehrere
Blendringe zu Zugerscheinungen kommen kann. Es ist bei den bekannten Vorrichtungen
nicht möglich, die Luftführung so einzustellen, dass eine Person von der Zuluft abgeschirmt
wird, wenn sie das wünscht.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben bekannten Luftauslässe dahingehend
zu verbessern, dass eine feinere Einstellung der Luftzufuhr möglich ist.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass ein Teil des Mantels mit einer Abdeckung versehen
ist.
[0006] Durch diese Abdeckung wird erreicht, dass die Luft durch den abgedeckten Teil nicht
hindurchdringen kann, sondern seitwärts entweicht. Eine Person, die sich also vor
der Abdeckung aufhält, bekommt nur indirekt Luft ab, und zwar durch die Ausnehmungen
des Mantels, die nicht durch die Abdeckung verdeckt sind.
[0007] Da die Abdeckung auf dem Mantel verstellbar angeordnet sein kann, kann sie von einer
Person ganz nach Wunsch eingestellt werden.
[0008] Die Grösse solch einer Abdeckung kann weiterhin so gewählt werden, dass sie beispielsweise
nur einen Teil des Mantels abdeckt oder aber nur einen Teil des Mantels einerseits
seiner Achse.
[0009] Ferner kann die Luftverteilung durch die Ausgestaltung des Mantels im Zusammenhang
mit der Abdeckung weiter beeinflusst werden. So kann der Mantel aus verschiedenen
Abschnitten bestehen, welche gleich grosse oder auch unterschiedlich grosse Ausnehmungen
aufweisen. Der Mantel kann aber auch ein einfacher Lochblechmantel sein. Hier sei
der Erfindung keine Grenzen gesetzt.
[0010] Die Luftzufuhr kann zusätzlich durch einen oder mehrere, gegebenenfalls drehbare
und/oder versetzbare Blendringe abgelenkt werden, die im Inneren des Mantels angeordnet
sind. Auch hier sei der Form und der Anordnung der Blendringe keine Grenzen gesetzt.
[0011] Eine weitere Möglichkeit zur besseren Verteilung der Luft bietet eine Verstellklappe,
die im Inneren des Mantels oberhalb der Abdeckung angeordnet sein kann. Diese Verstellklappe
ist mittels eines Drehhebels drehbar.
[0012] Anstelle des Drehhebels kann auch eine Seilzugverstellung vorgesehen sein, mittels
welcher die Verstellklappe gedreht wird. Weitere entsprechende Vorrichtungen sind
denkbar.
[0013] Befindet sich die Verstellklappe in vertikaler Stellung, dann kann die Luft ungehindert
vorbei strömen und nach unten austreten. Befindet sich die Verstellklappe jedoch in
waagerechter Stellung, so wird vor der Verstellklappe ein Luftstau erzeugt und die
Luft strömt in waagerechter Richtung nach aussen bzw. sogar schräg nach oben weg.
[0014] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
Figur 1 eine teilweise aufgebrochen dargestellte Seitenansicht eines Luftauslasses
gemäss der vorliegenden Erfindung;
Figur 2 eine perspektivische Draufsicht auf den Luftauslass gemäss Figur 1 mit waagerechter
Verstellklappe; und
Figur 3 eine perspektivische Draufsicht auf den Luftauslass gemäss Figur 1 mit vertikaler
Verstellklappe.
[0015] Gemäss Figur 1 weist ein Luftauslass P einen Mantel 1 auf, welcher einen Bereich
2 besitzt, der mit Ausnehmungen 3 versehen ist.
[0016] Im Inneren des Mantels 1 sind zwei Blendringe 4 und 5 angeordnet, die gegebenenfalls
drehbar und/oder versetzbar sind.
[0017] Desweiteren ist im Inneren des Mantels 1 eine Verstellklappe 6 angeordnet, welche
über einen Wellenstummel 7 mit einer Drehvorrichtung 8 verbunden ist.
[0018] Diese Drehvorrichtung 8 weist an ihrem unteren Ende ein Gelenk 9 auf, über das ein
Gestänge 10 mit einem Hebel 11 verbunden ist. Anderenends des Gelenkes 9 ist der Hebel
11 mit einem Bolzen 12 in einem gekrümmten Langloch 13 geführt. Dieses Langloch 13
bestimmt den Drehweg des Wellenstummels 7 und damit der Verstellklappe 6.
[0019] Der Wellenstummel 7 und das Langloch 13 sind beide in einer Halterung 14 vorgesehen,
welche an dem Mantel 1 angeordnet ist.
[0020] An ihrem oberen Ende weist die Drehvorrichtung 8 einen Drehhebel 15 auf, welcher
über ein weiteres Gelenk 16 mit dem oberen Ende des Gestänges 10 verbunden ist. Der
Drehhebel 15 ist an seinem einen Ende mit einem Knauf 17 versehen, welcher eine bessere
Handhabung des Drehhebels 15 ermöglicht.
[0021] Mit seinem anderen Ende steckt der Drehhebel 15 in einer Hülse 18, welche auf einer
Drehscheibe 18 befestigt ist. Diese Drehscheibe 19 dreht um eine Achse 20 auf einer
Halterung 21, welche wiederum mittels Befestigungselementen 22 auf dem Mantel 1 befestigt
ist.
[0022] Desweiteren ist auf dem Mantel 1 des Luftauslasses P eine Abdeckung 23 angeordnet,
welche sich unterhalb der Verstellklappe 6 befindet und mittels Befestigungselementen
24 an dem Mantel 1 befestigt ist.
[0023] In den Figuren 2 und 3 ist das Innere des Luftauslasses P zu sehen, wobei die Verstellklappe
6 in unterschiedlichen Stellungen dargestellt wird.
[0024] Im Inneren sind die beiden Blendringe 4 und 5 über Befestigungselemente 25 und 26
drehbar gelagert, wobei Anschläge 27 und 28 vorgesehen sind, welche die gewünschte
Endlage der Blendringe 4 und 5 bestimmen.
[0025] Die Verstellklappe 6 ist über den Wellenstummel 7 und einen weiteren Wellenstummel
29 ebenfalls drehbar gelagert, wobei ein Anschlag 30 vorgesehen ist, welcher eine
Endlage der Verstellklappe 6 bestimmt.
[0026] In Figur 3 ist ferner durch die Stellung der Verstellklappe 6 die aussen anliegende
Abdeckung 23 durch die Ausnehmungen 3 zu sehen.
[0027] Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
[0028] Durch ein nicht näher gezeigtes Luftzuführungssystem wird Luft in den Mantel 1 des
Luftauslasses P geführt, in welchem sie durch die unterschiedlichen Anordnungen abgelenkt
wird. So trifft die Luft in dem Mantel 1 auf den ersten Blendring 4, wodurch vor dem
Blendring 4 ein Luftstau entsteht. Dadurch wird ein Teil der Luft schon vor dem Blendring
4 nach aussen geführt, der andere Teil der Luft gelangt durch den Blendring 4.
[0029] Kurze Zeit später trifft der verbliebene Teil der Luft auf den zweiten Blendring
5, wodurch erneut ein Luftstau entsteht. Folglich tritt wieder ein Teil der Luft vor
dem Blendring 5 nach aussen, der verbliebene Teil gelangt durch den Blendring 5 weiter
nach unten.
[0030] Anschliessend trifft die restliche Luft auf die Verstellklappe 6. Je nach deren Stellung
kann die Luft nun vollständig durch die Ausnehmungen 3 des Mantels 1 entweichen oder
durch den restlichen Mantel 1 nach unten gelangen und von dort in den Raum entweichen.
[0031] Ersteres wird erreicht, wenn der Drehhebel 15 nach unten gedreht ist und die Verstellklappe
6 folglich geschlossen ist. Die Luft tritt dann auf allen Seiten gleichmässig waagerecht,
schräg nach unten oder schräg nach oben aus.
[0032] Wenn der Drehhebel 15 jedoch nach oben gedreht ist, befindet sich die Verstellklappe
6 in einer geöffneten Position und die Luft kann an ihr vorbei nach unten in den Raum
entweichen, wobei die Abdeckung 23 ein Ausströmen der Luft in eine bestimmte Richtung
verhindert.
Positionszahlenliste |
1 |
Mantel |
34 |
|
67 |
|
2 |
Bereich |
35 |
|
68 |
|
3 |
Ausnehmung |
36 |
|
69 |
|
4 |
Blendring |
37 |
|
70 |
|
5 |
Blendring |
38 |
|
71 |
|
6 |
Verstellklappe |
39 |
|
72 |
|
7 |
Wellenstummel |
40 |
|
73 |
|
8 |
Drehvorrichtung |
41 |
|
74 |
|
9 |
Gelenk |
42 |
|
75 |
|
10 |
Gestänge |
43 |
|
76 |
|
11 |
Hebel |
44 |
|
77 |
|
12 |
Bolzen |
45 |
|
78 |
|
13 |
Langloch |
46 |
|
79 |
|
14 |
Halterung |
47 |
|
|
|
15 |
Drehhebel |
48 |
|
|
|
16 |
Gelenk |
49 |
|
|
|
17 |
Knauf |
50 |
|
P |
Luftauslass |
18 |
Hülse |
51 |
|
|
|
19 |
Drehscheibe |
52 |
|
|
|
20 |
Achse |
53 |
|
|
|
21 |
Halterung |
54 |
|
|
|
22 |
Befestigungselem. |
55 |
|
|
|
23 |
Abdeckung |
56 |
|
|
|
24 |
Befestigungselem. |
57 |
|
|
|
25 |
Befestigungselem. |
58 |
|
|
|
26 |
Befestigungselem. |
59 |
|
|
|
27 |
Anschlag |
60 |
|
|
|
28 |
Anschlag |
61 |
|
|
|
29 |
Wellenstummel |
62 |
|
|
|
30 |
Anschlag |
63 |
|
|
|
31 |
|
64 |
|
|
|
32 |
|
65 |
|
|
|
33 |
|
66 |
|
|
|
1. Luftauslass zum Anschliessen an ein Luftführungssystem mit einem Mantel (1), der Ausnehmungen
(3) aufweist und in dem zumindest ein Blendring (4, 5) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Teil des Mantels (1) mit einer Abdeckung (23) versehen ist.
2. Luftauslass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (23) auf dem Mantel (1) verstellbar angeordnet ist.
3. Luftauslass nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (23) nur einen Teil des Mantels (1) einerseits einer Achse abdeckt.
4. Luftauslass nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (1) aus verschiedenen Abschnitten besteht, welche die Ausnehmungen (3)
aufweisen.
5. Luftauslass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Blendring (4, 5) drehbar angeordnet ist.
6. Luftauslass nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Blendring (4, 5) in Inneren des Mantels (1) versetzbar angeordnet
ist.
7. Luftauslass nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstellklappe (6) im Inneren des Mantels (1) vorgesehen ist.
8. Luftauslass nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellklappe (6) über der Abdeckung (23) angeordnet ist.
9. Luftauslass nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellklappe (6) drehbar angeordnet ist.
10. Luftauslass nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wellenstummel (7) an der Verstellklappe (6) von einem Drehhebel (15) betätigbar
ist.
11. Luftauslass nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehweg des Wellenstummels (7) begrenzt ist.