[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Hülsenpuffer gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Ein derartiger Hülsenpuffer ist aus der US-A-4 624 493 bekannt.
[0002] Bei Hülsenpuffern für Güterwagen oder Lokomotiven, wie sie beispielsweise aus dem
Buch "Elektrische Triebfahrzeuge" von K. Sachs, Band 1 "Allgemeine Grundlagen und
mechanischer Teil", Springer-Verlag Wien, New-York, 1973, S. 656 ff. bekannt sind,
werden nicht nur Stoßkräfte in Fahrzeuglängsrichtung, sondern auch Seitenkräfte in
Fahrzeugquerrichtung aufgenommen. Die bekannten Hülsenpuffer weisen ein Puffergehäuse
auf, welches eine am Fahrzeugrahmen befestigbare Bodenplatte (Pufferboden) und eine
einstückig daran angebrachte Führungshülse als unbeweglichen Bestandteil und einen
relativ zur Führungshülse verschiebbaren Stößel mit stirnseitigem Pufferteller als
beweglichen Bestandteil aufweist. Der Stößel gleitet auf der Außen- oder Innenfläche
der Führungshülse und wird von dieser geführt. Zwischen dem Pufferteller und der Pufferboden
ist im Inneren des Puffergehäuses entweder ein Federelement oder ein Feder-Dämpferelement
angeordnet. Der Federweg von typischen Hülsenpuffern beträgt 100 bis 105mm, in Ausnahmefällen
150mm. Die Gehäuselänge beträgt üblicherweise zwischen 620 und 650mm. Es ist also
nur ein kleiner Teil der gesamten Baulänge als Federweg zur Verkürzung des Puffers
nutzbar. Bei einer starken Stoßbelastung, die das Energieaufnahmevermögen des Puffers
überschreitet, kann es zum Durchschlagen des Puffers mit anschließender Überlastung
und Deformation der Tragstruktur des Schienenfahrzeugs kommen.
[0003] Um Deformationen der Tragstruktur auch bei hohen Stoßbelastungen von Hülsenpuffern
weitgehend zu vermeiden, ist es aus der EP 0826569 A2 bekannt, zwischen dem Fahrzeugrahmen
und jedem Hülsenpuffer eine Prallbox zur Energieverzehrung vorzusehen, welche bei
Überschreitung eines zulässigen Grenzwertes für die Stoßbelastung deformiert wird.
Der Nachteil dieser bekannten Aufprallschutzvoirichtung besteht darin, dass sie zur
Nachrüstung vorhandener Güterwagen und Lokomotiven nicht geeignet ist, da die Gesamtlänge
von Prallbox und Puffer die Einbaulänge und die Größe der Befestigungsplatte vorhandener
Hülsenpuffer überschreitet.
[0004] Aus der DE-PS 462 539 ist bereits ein Hülsenpuffer für Schienenfahrzeuge - mit einem
Puffergehäuse bekannt, welches aus einem ortsfest an der Tragstruktur befestigten
Bodenplatte, einer an der Bodenplatte angebrachten Führungshülse, und einem relativ
zur Führungshülse verschieblichen Bewegungsglied besteht. Das Bewegungsglied wird
bei seiner Verschiebebewegung von der Führungshülse geführt. Ferner weist der bekannte
Hülsenpuffer ein Kraftübertragungsglied in Form einer Feder zum nachgiebigen Kuppeln
des Bewegungsgliedes mit der Tragstruktur auf. Die Wand des Bewegungsgliedes ist an
einer Stelle geschwächt, wodurch beim Anschlag des Bewegungsgliedes auf die Bodenplatte
eine kontrollierte Deformation des Bewegungsgliedes ohne Deformation oder Lageveränderung
der Bodenplatte stattfindet. Indessen wird das Kraftübertragungsglied bei der Deformation
des Bewegungsgliedes weiter zusammen gedrückt, was zur Folge hat, daß die Federkraft
weiter ansteigt und sich dem Kraftanstieg, welcher die Deformation des Bewegungsgliedes
bewirkt, additiv überlagert. In der Summe ergibt sich jedoch nach wie vor ein stoßartig
ansteigender Kraftverlauf, dessen Kraftspitze lediglich verringert wird. Ferner ist
der Deformationsweg im Verhältnis zum Federweg sehr klein, wodurch die bei der Deformation
verzehrte Energie relativ gering ist. Schließlich muss bei der bekannten Konstruktion
zusätzlich zum normalen Verschiebungsweg des Bewegungsgliedes die Führungshülse um
den Deformationsweg verkürzt werden, was zur weiteren Folge hat, dass die Überdeckungslänge
zwischen Bewegungsglied und Führungsglied verringert ist.
[0005] Es ist ferner aus der US-A-4 624 493 eine an zwei Hülsenpuffern gelagerte Stoßstange
eines Kraftfahrzeugs bekannt, welche nach einer Stoßbelastung innerhalb eines zulässigen
Grenzwertes in ihre ursprüngliche Lage zurückkehrt. Jeder Hülsenpuffer umfasst ein
Bewegungsglied, das in einer deformierbaren Hülse gleitend gelagert ist, die mit ihrer
hinteren Stirnseite an der Tragstruktur des Fahrzeugs befestigt ist. Zwischen einem
Radialflansch (erstes Koppelglied) des Bewegungsgliedes und einem an der vorderen
Stirnseite der Hülse befestigten Flansch (zweites Koppelglied) ist ein Kraftübertragungsglied
in Form einer das Bewegungsglied umhüllenden Druckfeder angeordnet, die im Normalzustand
maximal komprimiert ist. Bei einem Stoß auf das Bewegungsglied gibt das Kraftübertragungsglied
über die beiden Koppelglieder den Stoß an die Hülse ungefedert weiter. Jeder Stoß
auf das Bewegungsglied innerhalb der maximal zulässigen Belastung führt somit zu einer
Deformation der Hülse, wobei die Deformation der Hülse durch ein die Hülse und die
Druckfeder umgebendes Rohr der Tragstruktur des Fahrzeugs begrenzt wird. Nach erfolgter
Deformation der Hülse entspannt sich das vorgespannte Kraftübertragungsglied und schiebt
über den Radialflansch das Bewegungsglied und die damit verbundene Stoßstange in die
Ausgangsposition zurück. Somit setzt erst nach einem Stoß innerhalb der maximal zulässigen
Belastung die Wirkung des Kraftübernagungsgliedes ein, wobei die beiden Koppelglieder
intakt bleiben. Bei einer Überschreitung der maximal möglichen Deformation der Hülse
wird bei dem bekannten Hülsenpuffer die Tragstruktur beschädigt.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegenüber darin, einen Hülsenpuffer der eingangs
erwähnten Art derart auszubilden, dass bei deutlich gesteigerter Energieaufnahme die
zusätzliche Verkürzung des Puffers in der Größenordnung des Federweges liegt und die
Verschiebung des Bewegungsgliedes auf einem im wesentlichen gleich bleibenden Kraftniveau
erfolgt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Hülsenpuffers
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen erläuterten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen schematischen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Hülsenpuffers in seiner ausgefederten Grundstellung;
- Fig. 2
- einen schematischen Längsschnitt durch das Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Hülsenpuffers nach Fig. 1 im Zustand maximaler Verschiebung ohne Deformation;
- Fig. 3
- einen schematischen Längsschnitt durch das Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Hülsenpuffers nach Fig. 1 eines im Zustand maximaler Verschiebung bei Deformation;
- Fig. 4
- ein Kraft-Weg-Diagramm für die an Hand der Figuren 1 bis 3 veranschaulichten Zustände
eines erfindungsgemäßen Hülsenpuffers und
- Fign. 5 bis 7
- schematische Längsschnitte durch weitere Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen
Hülsenpuffers.
[0010] Die in den Figuren 1 bis 3 veranschaulichte erste Ausführungsform eines Hülsenpuffers
1 nach der Erfindung besteht aus einem Puffergehäuse 10, das einen feststehenden Teil
und einen beweglichen Teil aufweist. Dabei zeigt Fig. 1 den Hülsenpuffer 1 in seiner
ausgefederten Grundstellung (Position A in Fig. 4).
[0011] Der unbewegliche Teil des Puffergehäuses 10 umfaßt eine Bodenplatte 11 (Pufferboden),
welche an einer Tragstruktur 2, insbesondere dem Fahrzeugrahmen eines nicht gezeigten
Schienenfahrzeugs befestigt, beispielsweise angeschraubt ist. Die Bodenplatte 11 trägt
eine rohrförmige Führungshülse 12 und ist vorzugsweise mit der einen Stirnseite der
Führungshülse 12 einstückig verbunden, beispielsweise verschweißt. Der bewegliche
Teil des Puffergehäuses 10 besteht aus einem Bewegungsglied 13 in Form eines Stößels,
welcher innerhalb der Führungshülse 12 an deren Innenwand gleitend verschiebbar ist.
Die Innenwand der Führungshülse 12 nimmt dabei die Führungskräfte zur Gleitführung
des Bewegungsgliedes 13 in radialer Richtung auf. Die aus der Führungshülse 12 hervorragende
Stirnseite des Bewegungsgliedes 13 ist mit einem Pufferteller 14 abgeschlossen, an
welchen Stoßkräfte insbesondere beim Rangieren des Schienenfahrzeugs angelegt werden.
[0012] Das Bewegungsglied 13 und die Führungshülse 12 benötigen zur Begrenzung der Reibung
und zum Schutz vor Selbsthemmung durch Verkanten eine bestimmte minimale Überdeckungslänge,
um die Führung auch bei seitlichen, durch Reibung am Pufferteller 13 erzeugten Betriebslasten
oder bei exzentrischen oder schrägen Betriebslasten (z.B. bei Kurven/S-Kurven Fahrt
von Schienenfahrzeugen) gewährleisten zu können. Gleichzeitig benötigen beide Teile
12, 13 bei gegenseitiger Verschiebung jeweils den erforderlichen Freiraum für Freigängigkeit.
Die Forderung nach einer möglichst großen Überdeckungslänge von Führungshülse 12 und
Bewegungsglied 13 kämpft mit der gegenläufigen Forderung, daß sich bei einer Deformation
die Teile 12, 13 über den normalen Federweg (Hub) deutlich hinausgehend verschieben
können, ohne daß sich dadurch die gesamte Baulänge des Puffers vergrößert. Dies bedeutet,
daß der erfindungsgemäße Hülsenpuffers 1 von außen gesehen die Gestalt und die Abmessungen
eines bekannten Hülsenpuffers aufweist.
[0013] Zur Erfüllung beider gegenläufiger Forderungen werden Teile des Puffergehäuses nach
Überschreitung des normalen Federweges über ihre normale Führungsfunktion hinaus zur
Energieaufnahme durch Deformation herangezogen. Dies kann die Führungshülse 12 oder
das Bewegungsglied 13 sein oder auch beide Bauteile 12, 13, und zwar gleichzeitig
oder zeitlich versetzt. Die Deformation findet hierbei in einer solchen Art statt,
daß Längenanteile dieser Bauteile 12, 13, die im Normalbetrieb zur Überdeckung und
damit zur Führung beitragen, verkürzt werden.
[0014] Eine weitere Bedingung für die erweiterte Verschieblichkeit bei begrenztem Kraftniveau
besteht darin, daß ein Kraftübertragungsglied 20, welches zwischen Bewegungsglied
13 und Führungshülse 12 angeordnet ist und im Normalbetrieb zur Übertragung der Längskraft
dient, die zusätzliche Verkürzung zuläßt und hierbei kein unzulässig hohes Kraftniveau
erzeugt.
[0015] Bei bekannten Schienenfahrzeugpuffem lassen jedoch die üblicherweise verwendeten
Kraftübertragungsglieder, beispielsweise Ringfedern, Elastomerfedern, Gummifedern
mit oder ohne parallel angeordnete hydraulische Dämpfungselemente, infolge Blockbildung
keine Verkürzung in der angestrebten Größenordnung zu.
[0016] Bei dem erfindungsgemäßen Puffer 1 sind demgegenüber im Inneren des Gehäuses 10 als
Kraftübertragungsglied 20 zwischen den Teilen 12, 13 zwei Federelemente 21, 22 verschiedenen
Durchmessers hintereinander angeordnet und durch ein Koppelglied 23 miteinander gekoppelt.
Das Koppelglied 23 ist so gestaltet, daß es bei Überschreitung einer Grenzbelastung
z.B. an einer Sollbruchstelle abschert und so zuläßt, daß die beiden Federelemente
21, 22 teleskopartig ineinandergleiten ohne Langskrafte zu übertragen.
[0017] Das Koppelglied 23 besitzt im dargestellten Beispielsfall (Figuren 1 bis 3) die Form
einer Scheibe mit ebenem Profil. Anstelle eines ebenen Profils kann in nicht gezeigter
Weise auch ein topf- oder hutförmiges Profil für die Scheibe des Koppelgliedes 23
vorgesehen werden. Das linke Ende des ersten Federelementes 21 stützt sich gegen die
Innenfläche des Puffertellers 14 ab, während das rechte Ende des zweiten Federelementes
22 sich gegen die Innenfläche der Bodenplatte 11 abstützt. Das Koppelglied 23 weist
in der Nähe seines Außenrandes eine Sollbruchstelle 24 in Form von gegenüberliegenden
Ringnuten auf. Die Lage dieser Ringnuten ist so gewählt, daß sich das erste Federelement
21 radial gesehen jenseits der Ringnuten und das zweite Federelement 22 diesseits
der Ringnuten auf dem Koppelglied 23 abstützen. Das Koppelglied 23 reißt bei Überschreiten
einer maximalen Belastung oder bei Erreichen eines maximalen Verschiebungsweges innerhalb
des Puffergehäuses 10 an der Sollbruchstelle 24 ab, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist.
Der Bruch des Koppelgliedes 23 bedeutet, daß die koppelnde Wirkung auf die Federelemente
21 und 22 ausgeschaltet wird. Das Federelement 22 mit dem kleineren Durchmesser kann
sich dann in das Federelement 21 mit dem größeren Durchmesser schieben.
[0018] Die Fig. 2 zeigt den Hülsenpuffer 1 in seiner maximal eingefederten Stellung (Pos.
B. in Fig. 4). Das Bewegungsglied 13 stößt an den Pufferboden 11 an. Ab dieser Position
des Bewegungsglieds 13 kann eine weitere Verschiebung nur unter Deformation der Führungshülse
12 stattfinden, wie in Fig. 3 veranschaulicht ist. Die am Pufferteller 14 am Übergang
zur Führungshülse angeformte Ausrundung 14a begünstigt den Eintritt
der Führungshülse 12 in eine Versagensart, die diese zunächst bis an die Bruchgrenze
aufweitet, dann in Längsrichtung kontinuierlich weiterlaufende Risse induziert und
die dadurch entstehenden einzelnen Segmente 12a der Hülse 12 nach außen umstülpt.
Diese Versagensart hat mehrere Vorteile. Zum einen beginnt die Deformation progressiv
und ohne Kraftspitze. Die Führungshülse 12, welche infolge ihrer Dimensionierung auf
Betriebslasten eine relativ große Wandstärke aufweist, kann dann unter nicht zu hohem,
gleichmäßigen Kraftniveau deformiert werden (durchgezogene Linie zwischen Pos. B und
Pos. C in Fig. 4). Außerdem kann die Führungshülse 12 so praktisch ohne bleibende
Restlänge vollständig aufgezehrt werden. Die verbleibenden abstehenden Segmente 12a
beanspruchen keine Baulänge, und sie behindern auch nicht den fortschreitenden Deformationsvorgang.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die seitliche Führung gegenüber schrägen oder
exzentrischen Kräften über den gesamten Deformationsweg unvermindert oder sogar gesteigert,
erhalten bleibt.
[0019] Die verschiedenen Zustände des erfindungsgemäßen Hülsenpuffers 1 gemäß Figuren 1
und 3 sind an Hand der in Fig. 4 gezeigten Kraft-Verschiebungs-Charakteristik erläutert.
Im Anschluß an den Bereich des Normalbetriebs zwischen den Positionen A und B (Federweg
100...105mm) findet im Deformationsbereich (zwischen den Positionen B und C) eine
weitere Verkürzung des Bewegungsgliedes 13 um etwa 200mm bei gleichmäßig hohem Kraftniveau
statt. Dabei wird die volle, durch Normen vorgegebene Funktionalität des Hülsenpuffers
aufrechterhalten. Wie das Diagramm nach Fig. 4 im einzelnen zeigt, erfolgt im Bereich
des Normalbetriebs die Verschiebung des Bewegungsgliedes 13 entsprechend der Kennlinie
der seriengeschalteten Federelemente 21 und 22 längs der durchgezogenen, geknickten
Kurve. Der Kurvenknick ergibt sich dadurch, daß der flachere Kurvenast einer weicheren
Federkennlinie der Serienschaltung der beiden Federelemente 21 und 22 folgt und daß
bei weiterer Verschiebung des Bewegungsgliedes 13 die weichere der beiden Federelemente
21, 22 auf Anschlag geht und dann das steifere der beiden Federelemente mit seiner
steileren Kennlinie für den Kraft-Weg-Kurvenverlauf wirksam wird. Mit der gestrichelten
Kurve im Bereich des Normalbetriebs ist die zusätzliche Dämpfungswirkung des optional
vorgesehenen hydraulischen Dämpfers 30 angedeutet. Am Ende des Verschiebungsweges
von 100 mm (Position B) bricht das Koppelglied 23 zwischen beiden Federelementen 21
und 22, wodurch die Federwirkung der Federelemente 21, 22 schlagartig aufhört, wie
durch den geringfügigen, steilen Kurvenabfall bei 100 mm Verschiebungsweg ersichtlich
ist. Da mit dem Bruch des Koppelgliedes 23 die Deformation der Führungshülse 12 durch
Aufspaltung in Segmente 12a beginnt, wird der steile Kurvenabfall bei 100 mm sofort
wieder aufgefangen und es steigt der Kraft-Weg-Kurvenverlauf bis zu einem Verschiebungsweg
von 200 mm (Position C) auf ein praktisch gleichbleibendes Kraftniveau an. Dieses
gleichbleibende Kraftniveau entspricht dem Zustand kontrollierter Deformation durch
Aufspaltung der Führungshülse 12. Das Ende des Verschiebungsweges bei 200 mm entspricht
dem in Fig. 3 dargestellten Zustand, wenn das Bewegungsglied 13 auf die Bodenplatte
11 aufschlägt. Die Kurve des Diagramms nach Fig. 4 geht dann in Richtung der Position
D steil nach oben.
[0020] Zur Gewährleistung der Verkürzung des Kraftübertragungsgliedes 20 sind bei den Ausführungsbeispielen
nach Figuren 1 bis 7 folgende Maßnahmen vorgesehen. Es werden zwei Federelemente 21,
22 (z.B. Ringfedern) mit unterschiedlichen Durchmessern verwendet. Ein scheibenförmiges
Koppelglied 23 mit Sollbruchstelle 24 stellt die kraftschlüssige Verbindung im Normalbetrieb
her. Es können zwei Federelemente 21, 22 unterschiedlicher Länge und/oder unterschiedlicher
Steifigkeit und/oder unterschiedlicher Werkstoffe (Stahl/Elastomer/Gummi) verwendet
werden, wodurch eine progressive Federkennlinie im Normalbetrieb erreicht werden kann.
Dies kann fahrdynamische Vorteile für gekuppelte Schienenfahrzeuge haben (durchgezogene
Linie zwischen Pos. A und Pos. B in Fig.4).
[0021] Eine weitere Möglichkeit zur Erzielung günstiger betrieblicher Eigenschaften ist
die Parallelschaltung eines gestrichelt eingezeichneten hydraulischen Dämpfers 40,
z.B. innerhalb des Federelements 22 mit dem kleinerem Durchmesser. Hierdurch kann
eine höhere Energieaufnahme im Normalbetrieb erzielt werden (gestrichelte Linie zwischen
Pos. A und Pos. B in Fig. 4). Im Unterschied zu den bekannten Puffern mit hydraulischen
Dämpfern wird durch die Zuschaltung des zweiten Federelementes 21 mit dem größeren
Durchmessers der Anstieg des Kraftverlaufs bei schnellen Stoßvorgängen durch die Steifigkeit
dieses Federelementes begrenzt. Dies kann sich insbesondere beim Zusammenprall von
Puffern unterschiedlicher Bauart (mit und ohne Hydraulikdämpfer) ausgleichend auf
den Kraft-Weg-Verlauf auswirken.
[0022] In Fig. 1 erkennt man, daß das Koppelglied 23 an einem Anschlag 30 oder an dem Gehäuse
des Dämpfers 40 anliegt. Ferner liegt das Bewegungsglied 13 an zwei oder mehrerem,
am Außenumfang des Koppelgliedes 23 radial vorspringenden Zapfen 23a an. Der Anschlag
30 und die Zapfen 23a besitzen die Funktion einer Auslösehilfe für das Koppelglied
23 dar. Durch geeignet gewählte Anlagstellen, die z.B. paarweise diagonal gegenüberliegen,
kann genau bei Erreichen einer bestimmten Verschiebeposition des Bewegungsgliedes
13 eine plötzliche Spannungskonzentration innerhalb des Koppelgliedes 23 erzeugt werden,
die zu unmittelbarem Auslösen (Versagen und Abscherung) des Koppelgliedes 23 führt.
Diese Auslösung findet dadurch weggesteuert statt. Eine sinnvolle Wahl der Bautoleranzen
stellt sicher, daß dies kurz vor dem Aufschlagen des Bewegungsgliedes 13 auf die Führungshülse
12 stattfindet. Dies ist in Fig. 4 erkennbar an einem kurzen Einbruch des Kraftniveaus.
Eine solche Auslegung ist deshalb günstig, weil dadurch die additive Überlagerung
der Kraftübertragung über das Koppelglied 23 (typisch für Normalbetrieb) und der Kraftübertragung
über die im formschlüssigen Eingriff befindlichen Gehäuseteile (typisch für den Deformationsbereich)
vermieden wird, wodurch eine unerwünscht hohe Kraftspitze verursacht werden könnte.
Diese Absicherungsfunktion des Koppelglieds 23 erleichtert die konstruktive Auslegung
des hydraulischen Dämpfers 30. Er kann vorrangig auf niedrige und mittlere Beanspruchungsgeschwindigkeiten
hin optimiert werden und dadurch einfacher ausgebildet werden.
[0023] Auf eine oder beide der geometrischen Auslösehilfen kann verzichtet werden. In diesem
Falle versagt das Koppelglied 23 kraftgesteuert durch Erreichen seiner Belastungsgrenze.
Diese Versagensart kann, unabhängig vom Vorhandensein von Auslösehilfen, z.B. des
hydraulischen Dämpfers 30, auch vor Erreichen des vollen Einfederweges der Federelemente
21, 22 erfolgen. Auch wenn dieser Vorgang einen vorübergehenden Einbruch in der Kraft-Weg-Kennlinie
nach sich zieht, ist dies durchaus erwünscht, um das Entstehen unzulässig hoher Kraftspitzen
zu verhindern.
[0024] Fig. 3 zeigt den Hülsenpuffer 1 in seiner Endposition am Ende des Deformationsbereichs
(Pos. C in Fig. 4). Große Teile der Führungshülse 12 sind deformiert worden und stehen
als einzelne Segmente 12a ab. Man erkennt das abgescherte Koppelglied 23 und die teleskopartig
ineinandergeschobenen Federelemente 21, 22. Der Hülsenpuffer 1 hat seine maximal mögliche
Verkürzung erreicht. Weitere Deformation wird nur unter extremem Kraftaufwand unter
Totalzerstörung und steil ansteigendem Kraftverlauf möglich sein (Fig. 4, Pos. D).
[0025] Eine Hinauszögerung des steilen Kraftanstiegs läßt sich dadurch erzielen, daß das
Bewegungsglied stauchbar gemacht wird, beispielsweise durch lokale Querschnittsschwächung.
Dadurch erfolgt in der letzten Phase des Deformationsbereichs zusätzlich noch eine
Deformation des - bis dahin noch nicht deformierten - Bewegungsgliedes 13, wodurch
eine weitere Verschiebungsreserve auf erhöhtem Kraftniveau ermöglicht wird (Fig 4.,
strichpunktierte Linie C-D').
[0026] Fig. 5 zeigt eine Variante des in Fig. 1 gezeigten Hülsenpuffers 1, bei dem die Anordnung
der beiden Federelemente 21, 22 vertauscht ist und auf die Auslösehilfe durch Zapfen
23a am Koppelglied 23 verzichtet wird. Der Anschlag 30 als Auslösehilfe ist hier am
Bewegungsglied 13 angebracht. Die Funktion dieser Variante ändert sich durch die vertauschte
Anordnung der Federelemente 21, 22 nicht.
[0027] In Fig. 6 ist ein Hülsenpuffer 1 abgebildet, bei dem das Bewegungsglied 13 die Führungshülse
12 außen umgreift. Der Übergang zwischen Führungshülse 12 und Bodenplatte 11 kann
abgerundet sein, um ein Versagensverhalten des Bewegungsgliedes 13 zu begünstigen.
Bei Überschreiten der maximalen Verschiebung des Normalbetriebsbereichs (Fig. 4) liegt
das Bewegungsglied 13 an dieser Verrundung an und beginnt zu deformieren. Die aufreißenden
und abstehenden Segmente bilden sich in der Nähe der Bodenplatte 11. Diese Anordnung
kann für besondere Einbauverhältnisse geometrische Vorteile haben. Die Führungshülse
12 kann ein zusätzliches Stauchungsvermögen haben.
[0028] Fig. 7 zeigt einen Hülsenpuffer 1, bei dem gegenüber der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform
die beiden Federelemente 21, 22 vertauscht sind. Die Funktion wird dadurch nicht verändert.
[0029] Alternativ kann für das Bewegungsglied 13 anstelle eines metallischen Werkstoffs
ein faserverstärkter Kunststoff oder aus verschiedenen Werkstoffen gebildeter Verbund
eingesetzt werden, wodurch in ihrer Geometrie unregelmäßige, im Kraftverlauf aber
gleichmäßigere Versagensformen auftreten.
[0030] Gegenüber bekannten Hülsenpuffern ergibt sich bei dem erfindungsgemäßen Hülsenpuffer
praktisch eine Verdreifachung des Verschiebungsweges von 100 auf 300 mm, ohne daß
die Tragstruktur 2 (Fahrzeugrahmen) des Schienenfahrzeugs beschädigt wird. Zusätzlich
zur elastischen, reversiblen Energieaufnahme eines bekannten Hülsenpuffers, die je
nach Feder-Dämpferelement im Bereich zwischen 30 und 70 kJ liegt, kann eine Bewegungsenergie
von etwa 200 kJ durch Deformation absorbiert werden. Der deformierte Hülsenpuffer
braucht im Falle einer Deformation lediglich durch einen neuen Hülsenpuffer ausgetauscht
zu werden. Da die erfindungsgemäßen Hülsenpuffer dieselben Abmessungen und Befestigungen
wie bekannte, im Einsatz befindliche Hülsenpuffer aufweisen, lassen sich vorhandene
Schienenfahrzeuge ohne weiteres mit den erfindungsgemäßen Hülsenpuffern nachrüsten.
1. Hülsenpuffer (1) für bewegliche Tragstrukturen (2), insbesondere von Schienenfahrzeugen,
mit einem Puffergehäuse (10) bestehend aus einem ortsfest an der Tragstruktur (2)
befestigbaren Bodenplatte (11), einer an der Bodenplatte (11) angebrachten Führungshülse
(12) und einem relativ zur Führungshülse (12) verschiebbaren Bewegungsglied (13),
welches bei seiner Verschiebebewegung von der Führungshülse (12) geführt wird, und
mit einem ein Federmittel (21, 22) aufweisenden Kraftübertragungsglied (20) zum Koppeln
des Bewegungsgliedes (13) mit der Tragstruktur (2), wobei das Federmittel (21, 22)
über ein Koppelglied (23) mit dem Bewegungsglied (13) gekoppelt ist und wobei das
Puffergehäuse (10) für eine kontrollierte Deformation der Führungshülse (12) oder
des Bewegungsgliedes (13) ohne Deformation oder Lageveränderung der Bodenplatte (11)
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Federmittel (21, 22) Verschiebungen des Bewegungsgliedes (13) oder die zu übertragenden
Kräfte unterhalb eines Grenzwertes nachgiebig aufnimmt, dass das Koppelglied (23)
eine Sollbruchstelle (24) aufweist, an welcher das Koppelglied (23) bei Überschreiten
einer maximalen Belastung oder bei Erreichen eines maximalen Verschiebungsweges des
Bewegungsgliedes (13) innerhalb des Puffergehäuses (10) abreißt, wodurch die nachgiebige
Kopplung des Bewegungsgliedes (13) mit der Tragstruktur (2) ausgeschaltet wird und
die Führungshülse (12) oder das Bewegungsglied (12) kontrolliert deformiert werden,
und dass das Kraftübertragungsglied (20) zwei in Serie geschaltete Federelemente (21,
22) aufweist, welche über das Koppelglied (23) miteinander verbunden sind, wobei bei
der Zerstörung des Koppelgliedes (23) oberhalb des Grenzwertes für die Verschiebung
des Bewegungsgliedes (13) oder für die zu übertragende Kraft die Federelemente (21,
22) entkoppelt werden und teleskopartig ineinander gleiten.
2. Hülsenpuffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der kontrollierten Deformation die Wandung der Führungshülse (12) und/oder des
Bewegungsgliedes (13) an einem axialen Ende über die Bruchgrenze hinaus aufgeweitet
wird und in Segmente (12a) aufreißt.
3. Hülsenpuffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der kontrollierten Deformation die Wandung der Führungshülse (12) und/oder des
Bewegungsgliedes (13) axial gestaucht wird.
4. Hülsenpuffer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Koppelglied (23) eine Scheibe mit der Sollbruchstelle (24) vorgesehen ist.
5. Hülsenpuffer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe ein ebenes oder topfförmiges Profil aufweist.
6. Hülsenpuffer nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag (30) für das Koppelglied (23) vorhanden ist, derart, dass beim Auftreffen
des Koppelgliedes (23) auf den Anschlag (30) ersteres ausgeschaltet wird.
7. Hülsenpuffer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass Kontaktstellen des Koppelgliedes (23) für den Aufprall mit dem Bewegungsglied (13)
und/oder dem Endanschlag (30) so ausgebildet sind, dass lokale Spannungskonzentrationen
beim Aufprall erzeugt werden.
8. Hülsenpuffer nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu einem Federelement (22, 23) des Kraftübertragungsgliedes (20) ein hydraulischer
Dämpfer (40) angeordnet ist.
9. Hülsenpuffer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das an der Deformation nicht beteiligte Teil der beiden Teile Führungshülse (12)
und Bewegungsglied (13) so ausgestaltet ist, dass es beim Auftreffen auf ein Hindernis
am Ende des Verschiebeweges in sich stauchbar ist.
1. Plunger buffer (1) for movable supporting structures (2), in particular of rail vehicles,
comprising a buffer housing (10) consisting of a bottom plate (11) which can be mounted
to the supporting structure in a stationary manner, a guide sleeve (12) attached to
the bottom plate (11), and a moving member (13) displaceable relative to the guide
sleeve (12), the displacement of said moving member (13) being guided by the guide
sleeve (12), and comprising a power transmission member (20), which comprises a spring
means (21, 22), for coupling the moving member (13) to the supporting structure (2),
wherein the spring means (21, 22) is coupled to the moving member (13) by a coupling
member (23) and wherein the buffer housing (10) is provided for controlled deformation
of the guide sleeve (12) or of the moving member (13) without a deformation or a change
in the position of the bottom plate (11), characterised in that the spring means (21, 22) elastically absorbs displacements of the moving member
(13), or the powers to be transmitted, below a limit value, that the coupling member
(23) has a breaking point (24) at which the coupling member (23), upon exceeding a
maximum load or upon reaching a maximum path of displacement of the moving member
(13) within the buffer housing (10), tears off, whereby the elastic coupling of the
moving member (13) to the supporting structure (2) is deactivated and the guide sleeve
(12) or the moving member (12) is deformed in a controlled manner, and that the power
transmission member (20) comprises two serially connected spring elements (21, 22)
connected to each other by the coupling member (23), which spring elements (21, 22),
upon destruction of the coupling member (23) above the limit value for the displacement
of the moving member (13) or for the power to be transmitted, are uncoupled and telescopically
slide within each other.
2. Plunger buffer according to claim 1, characterised in that, during controlled deformation, the wall of the guide sleeve (12) and/or of the moving
member (13) is expanded, at an axial end thereof, beyond the rupture limit and tears
up into segments (12a).
3. Plunger buffer according to claim 1, characterised in that, during controlled deformation, the wall of the guide sleeve (12) and/or of the moving
member (13) is axially upset.
4. Plunger buffer according to any one of claims 1 to 3, characterised in that a disk comprising the breaking point (24) is provided as the coupling member (23).
5. Plunger buffer according to claim 4, characterised in that the disk has a plane or cup-shaped profile.
6. Plunger buffer according to any one of claims 3 to 5, characterised in that a stop (30) for the coupling member (23) is present so that, when the coupling member
(23) abuts against the stop (30), the former is deactivated.
7. Plunger buffer according to claim 5 or 6, characterised in that points of contact of the coupling member (23) are provided for impact with the moving
member (13) and/or the limit stop (30) such that local concentrations of tension are
generated upon impact.
8. Plunger buffer according to any one of claims 3 to 7, characterised in that a hydraulic damper (40) is arranged parallel to a spring element (22, 23) of the
power transmission member (20).
9. Plunger buffer according to any one of claims 1 to 8, characterised in that of either the guide sleeve (12) or the moving member (13) that part which is not
involved in deformation is provided such that it can be upset within itself upon hitting
an obstacle at the end of the path of displacement.
1. Tampon plongeur (1) pour structures portantes amovibles (2), en particulier de véhicules
sur rail avec un boisseau de tampon (10) consistant en un plateau inférieur (11) pouvant
être fixé à ladite structure portante (2) de façon stationnaire, en une douille de
guidage (12) placée sur ledit plateau inférieur (11) et d'un membre amovible (13)
déplaçable par rapport à ladite douille de guidage (12), le mouvement de déplacement
dudit membre amovible (13) étant guidé par ladite douille de guidage (12) et comprenant
un élément de transmission de force (20) qui comprend un élément à ressort (21, 22)
pour le couplage dudit membre amovible (13) à ladite structure portante (2), ledit
élément à ressort (21, 22) étant couplé audit membre amovible (13) par un élément
de couplage (23) et ledit boisseau de tampon (10) étant construit pour une déformation
contrôlée de ladite douille de guidage (12) ou dudit membre amovible (13) sans déformation
ni changement de position dudit plateau inférieur (11), caractérisé en ce que ledit élément à ressort (21, 22) absorbe de façon flexible les déplacements dudit
membre amovible (13) ou les forces à transmettre en dessous d'une valeur limite, en ce que l'élément de couplage (23) a un point destiné à la rupture (24) auquel ledit élément
de couplage (23) se détache dans le cas où une charge maximale serait dépassée ou
que ledit membre amovible (13) aurait dépassé une course de déplacement maximale à
l'intérieur dudit boisseau tampon (10), par quoi le couplage flexible dudit membre
amovible (13) avec ladite structure portante (2) se désactive et ladite douille de
guidage (12) ou ledit membre amovible (12) est déformé de façon contrôlée, et en ce que ledit élément de transmission de force (20) comprend deux éléments à ressort (21,
22) montés en série, lesdits éléments à ressort (21, 22) étant reliés entre eux par
ledit élément de couplage (23), lesdits éléments à ressort (21, 22) se découplant
et glissant l'un dans l'autre de façon télescopique dans le cas où ledit élément de
couplage (23) serait détruit au-dessus de la valeur limite pour le déplacement dudit
membre amovible (13) ou pour la force à transmettre.
2. Tampon plongeur selon la revendication 1 caractérisé en ce que, pendant ladite déformation contrôlée, la paroi de ladite douille de guidage (12)
et/ou dudit membre amovible (13) se dilate au-delà de la limite de rupture à une extrémité
axiale et se déchire en segments (12a).
3. Tampon plongeur selon la revendication 1 caractérisé en ce que, pendant ladite déformation contrôlée, la paroi de ladite douille de guidage (12)
et/ou dudit membre amovible (13) s'aplatisse de façon axiale.
4. Tampon plongeur selon une des revendications 1 à 3 caractérisé en ce qu'un disque comprenant le point destiné à la rupture (24) est prévu comme élément de
couplage (23).
5. Tampon plongeur selon la revendication 4 caractérisé en ce que le disque présente un profil plat ou en forme de bol.
6. Tampon plongeur selon une des revendications 3 à 5 caractérisé en ce qu'une butée (30) pour ledit élément de couplage (23) est présente de façon à ce que
ledit élément de couplage (23) se désactive quand ce dernier (23) bute contre ladite
butée (30).
7. Tampon plongeur selon la revendication 5 ou 6 caractérisé en ce que des points de contact dudit élément de couplage (23) sont prévus pour l'impact avec
ledit membre amovible (13) et/ou la butée de fin de course (30) de façon à ce que
des concentrations locales de tension soient générées au moment de l'impact.
8. Tampon plongeur selon une des revendications 3 à 7 caractérisé en ce qu'un amortisseur hydraulique (20) est placé en parallèle à un desdits éléments à ressort
(22, 23) dudit élément de transmission de force (20).
9. Tampon plongeur selon une des revendications 1 à 8 caractérisé en ce que la partie ne participant pas à ladite déformation de la douille de guidage (12) et
du membre amovible (13) est formée de telle façon qu'il s'aplatisse dans le cas où
ladite partie rencontrerait un obstacle au bout de la course de déplacement.