[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Zugangskontrolle von Personen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei der automatischen Zugangskontrolle werden üblicherweise Zugangsspuren angelegt,
die mit Drehkreuz, Drehsperren oder anderen physischen, mechanischen Barrieren versehen
sind, um nicht berechtigten Personen den Zugang zu Leistungen zu versperren. Da die
überwiegende Mehrheit der Personen, welche die Drehkreuze passieren, für die Leistung
auch bezahlt haben, sind solche physischen Barrieren als nicht besonders kundenfreundlich
einzustufen. Auch gibt es Kulturkreise, bei denen diese physischen Barrieren auf solche
Ablehnung gestoßen sind, dass sie sich nicht durchsetzen konnten. Drehkreuze an dem
Zugang zu Skiliftanlagen haben zudem den Nachteil, dass sich Skistöcke und sonstiges
Gerät an ihnen verfangen kann.
[0003] Man hat daher versucht, Drehkreuze und mechanische Barrieren durch Lichtschranken
zu ersetzen, die eine die Zugangsspur passierende Person detektieren. Mit einer Auswerteeinrichtung,
also einer Datenverarbeitungsanlage, die sowohl von der Lichtschranke wie von der
Leseeinrichtung zur Überprüfung der Zugangsberechtigung, also z.B. einem Ticketleser
angesteuert wird, wird dann festgestellt, ob die Person, die die Lichtschranke passiert,
auch über eine gültige Zugangsberechtigung verfügt.
[0004] Ist das nicht der Fall, wird ein Alarm ausgelöst. Lichtschranken haben jedoch den
Nachteil, dass sie Personen nicht von Gegenständen, wie Kleidungsstücke, Taschen,
Ski oder Skistöcken unterscheiden können, und es dadurch zu Fehldetektionen kommen
kann.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine zuverlässige Zugangskontrolleinrichtung bereitzustellen,
mit der der Zugang von zugangsberechtigen Personen nicht durch physische Sperren beeinträchtigt
wird.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß mit der im Anspruch 1 gekennzeichneten Zugangskontrolleinrichtung
erreicht. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Zugangskontrolleinrichtung wiedergegeben.
[0007] Nach der Erfindung wird die Person, die die Zugangsspur passiert, mit einer Bildaufnahme-
und -wiedergabeeinrichtung, beispielsweise einer Videokamera erfasst. Die von der
Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung aufgenommenen Bilder werden einer Datenverarbeitungsanlage,
beispielsweise einem PC, zugeführt, die die Bilder auswertet, also überprüft, ob sich
darauf eine oder mehrere Personen befinden, die die Zugangsspur passieren.
[0008] Die Zugangsspur weist dazu vorzugsweise eine Breite auf, die nur zuläßt, dass sich
die Personen hintereinander in Zugangsrichtung bewegen. Die Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung
kann über der Zugangsspur angebracht sein, sodass eine Person von anderen Gegenständen
beispielsweise dadurch unterschieden werden kann, dass sie einen Kopf und beiderseits
davon Schultern aufweist.
[0009] An der Zugangsspur ist ferner eine Leseeinrichtung zur Überprüfung der Zugangsberechtigung
angeordnet. Die Leseeinrichtung und die Bilddatenverarbeitungsanlage der Bildaufnahmeund
-wiedergabeeinrichtung steuern eine Auswerteeinrichtung an, die durch eine separate
oder die gleiche Datenverarbeitungsanlage wie die Bilddatenverarbeitungsanlage gebildet
sein kann. Falls die von der Detektionseinrichtung, also der Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung
mit der Bilddatenverarbeitungsanlage, erfasste Person keine oder keine gültige Zugangsberechtigung
hat, also mit der Leseeinrichtung keine bzw. keine gültige Zugangsberechtigung gelesen
wird, wird dies durch die Auswerteeinrichtung angezeigt und/oder der Zugang verweigert.
[0010] Vorzugsweise erfasst die Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung jede Person, bevor
sie den Bereich der Leseeinrichtung der Zugangsspur erreicht, und zwar in einem zeitlichen
Abstand, der ausreicht, damit die Datenverarbeitungsanlage die von der Bildaufnahme-
und -wiedergabeeinrichtung gelieferten Bilder darauf überprüfen kann, ob sich eine
Person zum Lesebereich bewegt.
[0011] Falls die Detektionszeit nicht ausreicht, also die Zeit, die die Datenverarbeitungsanlage
benötigt, um die von der Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung gelieferten Bilder
darauf zu überprüfen, ob sich eine Person vom Beginn der Zugangsspur zum Bereich der
Leseeinrichtung bewegt, kann die Zeit zur Bewegung zum Lesebereich durch Schikanen,
bei Skiliften auch durch Bremsmatten oder dgl. auf der Zugangsspur verlängert werden.
[0012] Beispielsweise kann, wenn nach einer vorgegebenen Zeit, in der die Person die Leseeinrichtung
normalerweise mit hoher Wahrscheinlichkeit passiert haben muss, der Zugang gesperrt
werden, wenn in dieser Zeit keine (gültige) Zugangsberechtigung gelesen worden ist.
[0013] Der Zugang kann dabei durch eine mechanische Sperreinrichtung am Ende der Zugangsspur
verweigert werden. Stattdessen oder zusätzlich kann die fehlende gültige Zugangsberechtigung
auch angezeigt werden, beispielsweise durch einen Alarm.
[0014] Statt einer vorgegebenen Zeit nach Passieren des Bereichs der Leseeinrichtung ohne
Lesen einer Berechtigung ist die erfindungsgemäße Einrichtung vorzugsweise jedoch
so ausgelegt, dass mit der Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung und der Datenverarbeitungsanlage
die Person verfolgt wird, bis sie den Bereich der Leseeinrichtung in Zugangsrichtung
verläßt. Wenn bis dahin von dieser Person keine Zugangsberechtigung gelesen worden
ist, wird dies durch die Auswerteeinrichtung angezeigt und/oder der Zugang verweigert.
[0015] Beispielsweise kann eine optische Alarmeinrichtung z.B. eine Ampel mit Rotlicht an
der Zugangsspur vorgesehen sein, die bei Betreten des Bereichs der Leseeinrichtung
eingeschaltet ist oder eingeschaltet wird. Im Falle einer von der Leseeinrichtung
gelesenen Zugangsberechtigung kann das Rotlicht aus und z.B. ein grünes Licht eingeschaltet
werden, um die Freigabe anzuzeigen.
[0016] Statt einer optischen Alarmeinrichtung oder Anzeige kann auch eine akustische Alarmeinrichtung,
beispielsweise eine Sirene vorgesehen sein. Möglich ist jedoch auch eine akustische
Anzeige, beispielsweise eine Sprachausgabe mit automatisierter Durchsage einer Anweisung
für die Person, die den Lesebereich ohne gelesene Zugangsberechtigung in Durchgangsrichtung
verlassen hat.
[0017] Statt oder zusätzlich zu einer Alarmeinrichtung kann die Verweigerung des Zugangs
ohne gelesene Zugangsberechtigung auch durch eine Kontrollperson erfolgen.
[0018] Dazu kann ein vorzugsweise tragbares Kontrollgerät mit einem Monitor vorgesehen sein,
auf dem das mit der Bildaufnahmeund -wiedergabeeinrichtung aufgenommene Bild der Person
ohne gelesene Zugangsberechtigung dargestellt wird. Das Bild der nicht zugangsberechtigten
Person kann unter Verwendung der Gesichtserkennung auf dem Monitor hervorgehoben werden.
Das Verweigern des Zugangs kann der Kontrollperson durch eine ggf. an dem Kontrollgerät
angebrachte Alarmeinrichtung, beispielsweise ein akustisches Alarmsignal angezeigt
werden.
[0019] Gleichzeitig kann auf dem Monitor der Grund der Abweisung eingeblendet werden. Wenn
das Kontrollgerät mit einer Leseeinrichtung zur Überprüfung der Zugangsberechtigung
versehen ist, hat das Kontrollpersonal die Möglichkeit seinerseits eine Kontrolle
der Zugangsberechtigung durchzuführen.
[0020] Erfindungsgemäß können also aufgrund der Informationen aus der Bildverarbeitungsanlage
sowie Informationen über die Anordnung des Gesamtdurchgang, also insbesondere der
Position der Leseantenne, Durchgänge ohne gelesene Berechtigung erkannt und angezeigt
werden.
[0021] Die erfindungsgemäße Einrichtung kann jedoch auch so ausgelegt sein, dass ein Alarm
wieder erlischt, wenn die Person auf der Zugangsspur umdreht und sich entgegen der
Durchgangsrichtung zurückbewegt. Das heißt, erfindungsgemäß kann nicht nur festgestellt
werden, wo sich Personen befinden, sondern auch wie diese sich bewegen.
[0022] Die erfindungsgemäße Zugangskontrolleinrichtung kann auch mehrere Zugangsspuren aufweisen.
So kann eine Bildaufnahmeund -wiedergabeeinrichtung,also z.B. eine Videokamera, die
in entsprechender Höhe angebracht und nach unten gerichtet ist, beispielsweise auch
zwei nebeneinander liegende Zugangsspuren in ihrem Bildaufnahmefeld bzw. Kamerafeld
überwachen.
[0023] Da die erfindungsgemäße Einrichtung die Zugangssituation mittels Bildverarbeitung
erfasst, ist als Zusatzfunktion eine Größenkontrolle der Personen mit geringem zusätzlichen
Aufwand realisierbar. Dadurch kann festgestellt werden, ob beispielsweise ein Erwachsener
eine Kinderkarte verwendet.
[0024] Vorzugsweise werden, insbesondere wenn die Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung
über der oder den Zugangsspuren angebracht ist, zur Größenkontrolle zwei oder mehr
Bildaufnahmeund -wiedergabeeinrichtung mit unterschiedlicher Aufnahmeperspektive verwendet,
damit die Bilddatenverarbeitungsanlage eine Größenkontrolle der erfaßten Person durchführen
kann.
[0025] Anstelle oder zusätzlich zur Größenkontrolle durch die Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung(en)
kann zur Höhen- oder Größenkontrolle auch ein Sensor oder eine andere Auswerteeinrichtung
vorgesehen sein.
[0026] Die Zugangsberechtigung kann auf einem von der zugangsberechtigen Person getragenen,
mit der Leseeinrichtung lesbaren Datenträger abgelegt sein. Dabei kann es sich um
einen kontaktbehafteten Datenträger handeln, also beispielsweise ein Barcode-Ticket,
eine kontaktierte Chipkarte, eine Karte mit Magnetstreifen oder dgl., welcher mit
einer entsprechend ausgelegten Leseeinrichtung gelesen wird. Vorzugsweise wird jedoch
ein berührungslos arbeitender RFID-Datenträger mit hoher Reichweite, beispielsweise
"vicinity"-Datenübertragungsentfernung verwendet.
[0027] Durch die Kombination mit einem berührungslos arbeitenden Datenträger wird die erfindungsgemäße
Kontrolleinrichtung von der zugangsberechtigten Person automatisch betätigt. Das heißt,
der Benutzer kann die Zugangsspur frei, also ohne Stehenbleiben (z.B. zum Einstecken
eines Tickets) passieren.
[0028] Die berührungslos arbeitenden RFID-Datenträger können Transponder in Form von Chipkarten
oder in Uhren, Handschuhe, Schlüsselanhänger, Mobiltelefone oder dgl. vom Benutzer
getragene Gegenstände integriert sein. Auch Geräte, die durch integrierte berührungslose
Schnittstellen, etwa Bluetooth-Funk oder Infrarot eine Zugangsberechtigung vermitteln,
können zum Einsatz kommen z.B. Mobiltelefone.
[0029] Insbesondere bei Verwendung von berührungslos arbeitenden Datenträgern kann der Fall
eintreten, dass bei Verwendung nur einer Leseeinrichtung sich zwei Personen im Lesebereich
der Leseeinrichtung befinden, jedoch nur ein Datenträger mit Zugangsberechtigung von
der Leseeinrichtung gelesen wird. Um diesen Fall zumindest weitgehend auszuschließen,
ist es vorteilhaft, an jeder Zugangsspur zumindest zwei Leseeinrichtungen mit getrennten
ggf. kürzeren Lesebereichen hintereinander anzuordnen. Auch kann bei zwei Personen
im Lesebereich einer Leseeinrichtung ein Alarm ausgelöst und dies insbesondere durch
das erwähnte Kontrollgerät dem Kontrollpersonal angezeigt werden. Die Leseeinrichtung
für den elektronischen Datenträger kann auch als Schreibeinrichtung ausgebildet sein.
[0030] Statt durch einen Datenträger können zur Zugangsberechtigung auch biometrische Daten
der zugangsberechtigten Person in einem Speicher abgelegt werden. Die biometrischen
Daten werden dann von einer entsprechenden Leseeinrichtung an der Zugangsspur gelesen.
Die abgelegten und die gelesenen biometrischen Daten werden verglichen und bei Übereinstimmung
die Zugangsberechtigung festgestellt.
[0031] Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung wird durch Wegfall des Drehkreuzes und dgl.
mechanischen Sperreinrichtungen der Komfort für den Benutzer wesentlich gesteigert,
insbesondere wenn ein berührungslos arbeitender Datenträger verwendet wird. Die Kombination
von Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung und Datenauswertung, beispielsweise durch
einen PC, bietet gegenüber herkömmlichen Einrichtungen mit Drehkkreuzen zusätzliche
Kostenvorteile, insbesondere wenn die Zugangskontrollvorrichtung mehrere Zugangsspuren
besitzt. Eine Kombination z.B. aus einer Videokamera und einem PC kann nämlich bei
den heute verfügbaren Rechenleistungen mehrere Durchgangsspuren ohne weiteres überwachen.
[0032] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Durchgangskontrolleinrichtung besteht
in dem geringen Wartungsaufwand, da die erfindungsgemäße Zugangskontrolleinrichtung
keine bewegten Teile benötigt. Bei entsprechender Parametrisierung der Einrichtung,
also beispielsweise Optimierung der Länge der Zugangsspuren, Position des Lesebereichs
der Leseeinrichtung, Brennweite des Videokameraobjektivs usw. kann der Bildverarbeitungsaufwand
gering gehalten werden.
[0033] Nachstehend ist die erfindungsgemäße Durchgangskontrolleinrichtung anhand der Zeichnung
beispielhaft näher erläutert. Darin zeigen jeweils schematisch
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Zugangskontrolleinrichtung mit zwei Zugangsspuren; und
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Zugangskontrolleinrichtung nach Fig. 1 in Zugangsrichtung.
[0034] Gemäß Fig. 1 weist die Zugangskontrolleinrichtung zwei Zugangsspuren 1 und 2 auf,
die in Richtung des Pfeiles 3 passiert werden.
[0035] Jede Zugangsspur 1, 2 ist seitlich durch zwei Absperrungen 4 und 5 bzw. 4 und 6 begrenzt.
Die Absperrungen 4 und 5 bzw. 4 und 6 weisen einen solchen Abstand auf, dass nur eine
Person P den Durchgang 1, 2 bequem passieren kann, zwei Personen nebeneinander also
normalerweise nicht.
[0036] Eine Videokamera 7 ist als Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung oberhalb der
Zugangsspuren 1, 2 so angebracht, dass ihr Kamerafeld 8 beide Zugangsspuren 1, 2 über
die gesamte Breite erfasst.
[0037] An jeder Zugangsspur 1, 2 ist in einem Gehäuse 17 die gestrichelt dargestellte Antenne
9 einer Leseeinrichtung für einen berührungslos arbeitenden Datenträger angeordnet.
In dem Gehäuse 17 ist zugleich die Auswerteeinrichtung 16 vorgesehen, an die die Leseeinrichtung
angeschlossen ist. Weiterhin weist jede Zugangsspur 1, 2 eine optische Alarmeinrichtung
oder Anzeige in Form einer Ampel 11 sowie eine akustische Alarmoder Anzeigeeinrichtung
12 auf.
[0038] Wie für die Zugangsspur 1 in Fig. 1 dargestellt, weist jede Zugangsspur 1, 2 einen
Eingangsbereich 13, einen Lesebereich 14 und einen Ausgangsbereich 15 auf.
[0039] Der Lesebereich 14 ist der Bereich, in dem die Leseeinrichtung mit der Antenne 9
den berührungslosen Datenträger der Person P liest, die diesen Bereich passiert. Der
Datenträger wird von der Person P getragen, z.B. in Form einer Armbanduhr 10. Am Ausgangsbereich
15 ist die Ampel 11 oder eine andere Sperreinrichtung angeordnet.
[0040] Wenn eine Person den Eingangsbereich 13 betritt, wird sie von der Videokamera 7 erfasst.
Die Bilder der Videokamera 7 werden einer nicht dargestellten Datenverarbeitungseinrichtung
zugeführt, die sie auf Personen untersucht und zusammen mit der Datenverarbeitungsanlage
für die Auswerteeinrichtung 16 in dem Gehäuse 17 angeordnet sein kann. Wenn mit der
aus der Videokamera 7 und der Datenverarbeitungsanlage bestehenden Detektionseinrichtung
die Person P auf der Zugangsspur 1 bzw. 2 festgestellt worden ist, wird diese verfolgt,
bis sie den Lesebereich 14 in Durchgangsrichtung gemäß dem Pfeil 3 verläßt.
[0041] Wenn die Person P den Lesebereich 14 betritt, wird z.B. die rote Lampe der Ampel
11 an der betreffenden Zugangsspur 1 bzw. 2 eingeschaltet. Sie bleibt solange eingeschaltet,
bis ein berührungsloser Datenträger mit Zugangsberechtigung mit der Leseeinrichtung
9 gelesen und mit der Auswerteeinrichtung 16 abgearbeitet worden ist. Danach wird
z.B. die grüne Lampe der Ampel 11 eingeschaltet.
[0042] Wird der Lesebereich 14 in Durchgangsrichtung 3 verlassen, ohne dass ein Datenträger
mit einer Zugangsberechtigung gelesen worden ist, wird mit der akustischen Anzeige
12 ein Warnsignal abgegeben, beispielsweise mit einem Lautsprecher eine automatisierte
Durchsage mit Anweisungen an die betreffende Person, beispielsweise umzukehren.
[0043] Bewegt sich die betreffende Person dennoch weiter in den Ausgangsbereich 15 dann
wird mit der akustischen Einrichtung 12 ein Alarm erzeugt, z.B. ein Sirenensignal.
[0044] Statt oder zusätzlich zu der Alarmeinrichtung 12 und der Ampel 11 kann die Sperrung
des Zugangs ohne gelesene Zugangsberechtigung auch durch eine Kontrollperson C erfolgen.
Die Kontrollperson C besitzt dazu ein tragbares Kontrollgerät 18 mit einem Monitor
19, auf dem das mit der Bildaufnahme- und - wiedergabeeinrichtung 7 aufgenommene Bild
der Person P dargestellt wird, wenn keine Zugangsberechtigung gelesen worden ist und
der Zugang gesperrt werden soll. Mit dem Kontrollgerät 18 können auch weitere Informationen
angezeigt werden, beispielsweise wenn sich zwei Personen nahe der Leseantenne 9 befinden
und dadurch ein eindeutiges Erkennen einer Berechtigung schwierig sein kann.
1. Einrichtung zur Zugangskontrolle von Personen (P) mit wenigstens einer Leseeinrichtung
(9) zur Überprüfung der Zugangsberechtigung an wenigstens einer Zugangsspur (1, 2)
und mit einer Detektionseinrichtung, die eine die Zugangsspur (1, 2) passierende Person
(P) erfasst und mit einer Auswerteeinrichtung (16), die im Falle einer nicht gelesenen
oder ungültigen Zugangsberechtigung der erfassten Person (P) diesen Umstand aufzeigt
und/oder den Zugang verweigert, dadurch gekennzeichnet, dass die die Person (P) erfassende Detektionseinrichtung wenigstens eine Bildaufnahme-
und -wiedergabeeinrichtung (7) und eine Bilddatenverarbeitungsanlage umfasst, die
die von der Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung (7) gelieferten Bilder auf Personen
(P) überprüft.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung (7) und die Auswerteeinrichtung (16)
derart ausgelegt sind, dass die Person (P) vor Betreten des Bereichs (14) der Leseeinrichtung
(9) der Zugangspur (1, 2) erfasst wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung (7) und die Auswerteeinrichtung (16)
derart ausgelegt sind, dass der Zugang verweigert wird, wenn die erfasste Person (P)
den Bereich (14) der Leseeinrichtung (9) der Zugangsspur (1, 2) ohne gelesene Zugangsberechtigung
in Zugangsrichtung (3) verläßt.
4. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (16) im Falle einer nicht gelesenen oder ungültigen Zugangsberechtigung
eine Sperreinrichtung ansteuert.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung als optische und/oder akustische Alarmeinrichtung ausgebildet
ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine optische Alarmeinrichtung (11) vorgesehen ist, die bei Betreten des Bereichs
(14) der Leseeinrichtung (9) eingeschaltet und im Falle einer gelesenen, gültigen
Zugangsberechtigung ausgeschaltet oder in einen anderen Signalisierungszustand (z.B.
Rot/Grün) umgeschaltet wird.
7. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (16) ein von einer Kontrollperson (C) überwachtes Kontrollgerät
(18) mit einer Anzeigeeinheit (19) ansteuert, auf dem das mit der Bildaufnahme- und
-wiedergabeeinrichtung (7) aufgenommene Bild der Person (P) ohne gelesene Zugangsberechtigung
dargestellt wird.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht zugangsberechtigte(n) Person(en) unter Verwendung der Gesichtserkennung
auf den Bildern hervorgehoben werden.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontrollgerät (18) mit einer Leseeinrichtung zur Überprüfung der Zugangsberechtigung
versehen ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontrollgerät (18) tragbar ausgebildet ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung durch eine mechanische Sperreinrichtung gebildet wird.
12. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Bildaufnahmeund -wiedergabeeinrichtung (7) an jeder Zugangsspur (1,
2) angeordnet ist.
13. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtung (7) für mehrere Zugangsspuren (1,
2) vorgesehen ist.
14. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Person (P) erfassende Detektionseinrichtung wenigstens zwei Bildaufnahme-
und -wiedergabeeinrichtungen mit unterschiedlicher Aufnahmeperspektive aufweist und
die Datenverarbeitungsanlage die von den wenigstens zwei Bildaufnahme- und -wiedergabeeinrichtungen
gelieferten Bilder auf die Größe der Person (P) überprüft.
15. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sensoren oder andere Auswerteeinheiten zur Höhenkontrolle vorgesehen sind.
16. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugangsberechtigung auf einen von der zugangsberechtigten Person (P) getragenen,
von der Leseeinrichtung (9) lesbaren Datenträger (10) abgelegt ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger (10) ein berührungslos arbeitender Datenträger ist.
18. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Speicher vorgesehen ist, in dem die digitalisierten biometrischen Daten der zugangsberechtigten
Person (P) abgelegt sind und die Leseeinrichtung zum Lesen der biometrischen Daten
ausgebildet ist, wobei die Überprüfung der Zugangsberechtigung durch Vergleich der
abgelegten mit den gelesenen biometrischen Daten erfolgt.