[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Rottenwarnung.
[0002] Rottenwarnanlagen zur Warnung von Gleisarbeitern vor herannahenden Zügen werden unterschieden
in signalunabhängige Warnanlagen und signalabhängige Warnanlagen. In Deutschland und
anderen europäischen Ländern sind gemäß der Unfallverhütungsvorschriften für Geschwindigkeiten
> 200 km/h signalabhängige Warnanlagen vorgeschrieben. Bei diesen Anlagen kann das
den Baustellenbereich deckende Hauptsignal oder Blocksignal erst gestellt werden,
wenn die Rotte eine Meldung zum Stellwerk generiert hat, die aussagt, dass das Gleis
geräumt ist. Die bekannten Anlagen haben den Nachteil, dass unfangreiche Änderungen
und Erweiterungen am Stellwerk vorgenommen werden müssen und eine Kabelverbindung
zwischen Stellwerk und Arbeitsstelle am Gleis hergestellt werden muss.
[0003] Aus EP 0 286 627 A2 ist eine Einrichtung zum Warnen von Rotten bekannt, bei der Stellbefehle
von der Stellwerkschaltung als Rottenwarnmeldung mittels einer stellwerkseitigen Innenanlage
an eine baustellenseitigen Außenanloge übertragen werden und der Sicherungsposten
noch Durchführung der Sicherungsmaßnahmen auf der Baustelle eine Quittierungsmeldung
von der Außenonlage zur Innenanlage absendet. Die Arbeiterrotte ist signaltechnisch
sicher durch das von der Innenanlage gesteuerte Ausfahr- oder Blocksignal geschützt.
Ein vom Fahrdienstleiter initiierter Stellbefehl für das Ausfahr- oder Blocksignal
wird erst durch die Quittierungsmeldung des Sicherungspostens ausgelöst. Für jeden
Stellwerkstyp muss eine Anpassschaltung entwickelt werden, die pro Gleis vorhanden
sein muss. Bei Relaisstellwerken müssen spezielle Relaisgruppen entwickelt werden,
die für jedes Gleis der Strecke einmal vorhanden sein müssen. Dazu ist erheblicher
Entwicklungsaufwand nötig und zudem wird eine teure, zusätzliche Hardware benötigt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfachere Vorrichtung zur Rottenwarnung zu schaffen
sowie ein zugehöriges Verfahren zur Rotten-Warnung.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung gemäß Patentanspruch 1 und ein Verfahren
nach Patentanspruch 7.
[0006] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat eine Schnittstelle zu einem Funknetz, über die
automatisch mindestens eine Funkstation kontaktierbar ist, zwecks Warnung von Gleisarbeitern
über Funk über das Herannahen eines Zuges. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in
vorteilhafter Weise als ESTW-Schnittstellenmodul ausgeführt, das über eine Schnittstelle
mit einem ESTW verbunden ist. Das ESTW informiert das ESTW-Schnittstellenmodul über
die aktuellen Orte, die Belegung der Gleisabschnitte und/oder bei ETCS den Positionsmeldungen
der herannahenden Züge inklusive der zugehörigen Gleisnummern. Das ESTW-Schnittstellenmodul
vergleicht die empfangenen Informationen mit zuvor gespeicherten Informationen über
Gleise, an denen Gleisarbeiter tätig sind, z.B. an einer Baustelle. Wenn sich ein
Zug der Baustelle nähert, wird gesteuert durch das ESTW-Schnittstellenmodul ein Warnsignal
zu den Gleisarbeitern via Funk, z.B. GSM-R, übermittelt. Die Gleisarbeiter sind mit
Standard-Mobiltelefonen ausgerüstet, z.B. GSM-Handys. Das Warnsignal kann einem zuvor
festgelegten Telefon, z.B. dem des Baustellenleiters, und/oder im Broadcast-Verfahren
allen Gleisarbeitern gleichzeitig übermittelt werden. Nur nach Erhalt eines Quittierungssignals
vom Baustellenleiter, das bestätigt, dass kein Gleisarbeiter sich mehr in der Gefahrenzone
befindet, wird das relevante Gleis freigegeben und der herannahende Zug kann passieren.
Die Sicherheit kann dadurch erhöht werden, das für die Kommunikation zwischen Baustellenleiter
und ESTW-Schnittstellenmodul eine kodierte Funkübertragung verwendet wird. Auf einfache
Art und Weise können für die Kodierung Zufallszahlen verwendet werden, die vor der
Übertragung festgelegt werden und nur dem Baustellenleiter und dem ESTW-Schnittstellenmodul
bekannt sind.
[0007] Die Erfindung ist insbesondere geeignet für den Einsatz im neuen ETCS-System, ETCS=European
Train Control System. Bei ETCS Level 3 können die ESTW durch RBC ersetzt sein und
der ESTW-Bedienplatz durch einen RBC-Bedienplatz, RBC = Radio Block Center. Im Unterschied
zu ESTW, bei denen Informationen über die Züge dem ESTW mittels Achszähler und elektrischen
und/oder optischen Leitungen übertragen werden, werden beim RBC die Informationen
über die Züge dem RBC über Funk - mittels GSM-R - von den Zügen direkt übermittelt,
wobei die Züge Informationen über Balisen einlesen.
[0008] Pro Stellwerk wird lediglich eine erfindungsgemäße Vorrichtung benötigt. Der Eingriff
in das Stellwerk bezieht sich lediglich auf eine neue Schnittstelle. Die Befehle zum
Sperren/Entsperren der Gleise werden konform zu den Befehlen des vorhandenen ESTW
generiert. Auf diese Art und Weise sind keine speziellen Software-Erweiterungen oder
Software-Veränderungen im ESTW erforderlich. Auf eine Kabelverbindung vom Stellwerk
zur Strecke kann durch den Einsatz von GSM verzichtet werden. Baustellenleiter und
Gleisarbeiter haben jeweils ein Handy, wodurch die Informationsübertragung zum einen
zeitlich sehr beschleunigt wird und individuell erfolgen kann und zum anderen ein
örtlich flexibler Einsatz der Arbeiter möglich ist, auch außerhalb der Rufweite. Beim
Stand der Technik gibt es nicht an allen Punkte entlang der Strecke Zugriff auf die
Kabelverbindung zum Stellwerk. Dadurch ist eine Kette von Sicherungsposten bis zum
nächsten Zugriffspunkt nötig. Durch die Verwendung der Handys ist ein Arbeiten an
jedem beliebigen Punkt der Strecke durch eine Minimalzahl von Gleisarbeitern möglich;
eine Kette von Sicherungsposten entfällt. Durch den Einsatz einer speziellen Übertragungsmethode
zur Sicherung der Übertragung - in vorteilhafterweise mittels TAN-Nummern, TAN = Transaction
Number - können Standard-Mobilfunkstationen verwendet werden. Damit wird durch die
Erfindung eine kostengünstige und sichere Implementierung einer Rottenwarnung erreicht.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Rottenwarnung ist, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Schnittstelle zu einem Elektronischen Stellwerkmodul und eine Schnittstelle zu
einem Funknetz vorgesehen ist, dass die Vorrichtung geeignet ist, Informationen über
mindestens einen Zug vom Elektronischen Stellwerkmodul zu empfangen und mit abgespeicherten
Informationen über mindestens einen Boustellenbereich zu vergleichen, und dass die
Vorrichtung geeignet ist, für den Fall, dass sich ein Zug einem Baustellenbereich
nähert, automatisch ein Warnsignal über die Funkschnittstelle zu mindestens einem
Funktelefon auszusenden dessen Rufnummer in der Vorrichtung gespeichert ist. Die Informationen
über eine aktuelle Baustelle, z.B. Datum, Zeit, Gleisabschnitt, werden vor Inbetriebnahme
in die Vorrichtung eingegeben. Der Bediener (Fahrdienstleiter) des ESTW sperrt den
relevanten Gleisabschnitt für die eingegebene Zeitspanne, z.B. 8.00 Uhr bis 10.00
Uhr oder 7.00 Uhr bis Ende offen. Gleisarbeiter, die sich während der Zeitspanne im
Gefahrenbereich befinden werden über das Warnsignal über einen herannahenden Zug gewarnt.
Das Warnsignal wird über Funk ausgesendet, zumindest ein Gleisarbeiter, z.B. der Baustellenleiter,
hat ein Funktelefon mittels dessen er das Warnsignal empfangen kann.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist vorteilhafterweise dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung geeignet ist, für den Fall des Empfangs eines Quittierungsignals auf
das Warnsignal, automatisch einen ESTW-Befehl zur Freigabe des zuvor-automatisch gesperrten
Gleisabschnittes auf dem sich der Zug nähert zu generieren und zum Elektronischen
Stellwerkmodul zu senden. Der Baustellenleiter weist seine Gleisarbeiter an, den Gefahrenbereich
zu verlassen. Ist dies geschehen, sendet er ein Quittierungssignal über Funk zur Vorrichtung.
Diese ist nun darüber informiert, dass sich kein Gleisarbeiter mehr im Gefahrenbereich
befindet. Das entsprechende Gleis kann freigegeben werden, der herannahende Zug passieren.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist ferner vorteilhafterweise dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung geeignet ist, zumindest einen Teil des empfangenen Quittierungssignals
mit abgespeicherten Nummern oder einem abgespeicherten Kode zu vergleichen und den
ESTW-Befehl nur zu generieren, wenn der zumindest eine Teil des empfangenen Quittierungssignals
mit einer abgespeicherten Nummer bzw. dem abgespeicherten Kode übereinstimmt. Zur
Erhöhung der Sicherheit wird die Kommunikation zwischen Vorrichtung und Baustellenleiter
gesichert. Auf einfachste Weise durch Nummern, die nur der Vorrichtung und dem Baustellenleiter
bekannt sind und die auszugsweise bei jeder Übertragung mitgesendet werden. Alternativ
werden Buchstaben, Sonderzeichen, eine spezielle Kodierung oder eine, z.B. asymmetrische
Verschlüsselung verwendet.
[0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist des weiteren vorteilhafterweise dadurch gekennzeichnet,
dass das Elektronische Stellwerkmodul als ESTW-Bedienplatz, als ESTW-Bedienplatz-Server
oder als ESTW ausgeführt ist.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorrichtung als ESTW-Schnittstellenmodul
oder als ESTW-Bedienplatz ausgeführt.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass anstelle der Schnittstelle zum Elektronischen
Stellwerkmodul eine Schnittstelle zu einem RBC-Modul vorgesehen ist, und dass die
Vorrichtung geeignet ist, Informationen über mindestens einen Zug vom RBC-Modul zu
empfangen und mit abgespeicherten Informationen über mindestens einen Baustellenbereich
zu vergleichen, dass das RBC-Modul als RBC-Bedienplatz, als RBC-Bedienplatz-Server
oder als RBC ausgeführt ist, und dass die Vorrichtung als RBC-Schnittstellenmodul
oder als RBC-Bedienplatz ausgeführt ist; RBC = Radio Block Center. Die Erfindung ist
auf alle ETCS-Systeme anwendbar.
[0015] Bei einem automatischen Betrieb könnte die Vorrichtung auch in einem Zug eingebaut
sein. Die Erfindung ist selbst bei fahrerlosem Betrieb anwendbar. Die Vorrichtung
im Zug empfängt z.B. über Balisen und/oder Funk die Information über einen wegen Bauarbeiten
gesperrten Baustellenbereich und sendet ein Warnsignal über Funk aus, wenn er sich
diesem Bereich nähert. Empfängt er kein Quittierungssignal stoppt er. Empfängt er
ein Quittierungssignal, so kann er die Baustelle passieren.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Überwachen eines . Baustellenbereichs einer Schienenanlage
ist dadurch gekennzeichnet, dass Informationen über mindestens einen Zug von einem
Elektronischen Stellwerkmodul oder einem RBC-Modul einer Vorrichtung bereitgestellt
werden, dass in der Vorrichtung die empfangenen Informationen mit in der Vorrichtung
abgespeicherten Informationen über mindestens einen Baustellenbereich verglichen werden,
und dass automatisch ein, über Funk zu mindestens einem Funktelefon dessen Rufnummer
in der Vorrichtung abgespeichert ist auszusendendes Warnsignal generiert wird, wenn
der Vergleich ergibt, dass sich ein Zug einem Baustellenbereich nähert.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren ist vorteilhafterweise Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
dass nach Empfang eines Quittierungsignals auf das Warnsignal, automatisch ein ESTW-Befehl
oder ein RBC-Befehl zur Freigabe des Gleisabschnittes auf dem sich der Zug nähert
generiert und zum Elektronischen Stellwerkmodul bzw. RBC-Modul gesendet wird.
[0018] Das erfindungsgemäße Computerprodukt beinhaltend Computerprogrammkodemittel, die
derart ausgestaltet sind, die Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen,
wenn das Computerprogramm auf einem Computer abläuft. Die Erfindung ist beispielsweise
durch Software realisiert. Dazu ist ein spezielles Computerprogramm, z.B. in Programmiersprache
C++, vorgesehen.
[0019] Das Computerprodukt ist vorteilhafterweise als Computerprogramm oder als Computer
lesbares Speichermedium ausgeführt ist. Das erfindungsgemäße Computerprogramm wird
z.B. über CD-ROM vertrieben.
[0020] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den abhängigen Ansprüchen und der
nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen.
[0021] Im folgenden werden fünf Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von sechs Figuren
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines ESTW-Bedienplatzes und eine erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung von zwei Mobilgeräten,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung und deren
Anbindung,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung und deren
Anbindung,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung und deren
Anbindung,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung und deren
Anbindung.
[0022] Das erste Ausführungsbeispiel wird anhand von Fig. 1 und Fig. 2 erläutert. Fig. 1
zeigt eine schematische Darstellung eines ESTW-Bedienplatzes und einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0023] Fig. 1 zeigt die Anordnung der benötigten Geräte für eine automatische Rottenwarnung
über GSM-Mobiltelefone. Die Erfindung betrifft Schnellbahnstrecken, die mit signalabhängigen
Warnanlagen ausgerüstet werden müssen und die von Elektronischen Stellwerken (ESTW)
gesteuert werden. Das Elektronische Stellwerk enthält unabhängig von der Bauform in
der Regel immer einen Bedienplatz und Monitore sowie eine Eingabemöglichkeit über
Maus oder Tastatur. Der vorhandene ESTW-Bedienplatz 8, der auch als ESTW-Arbeitsplatz
oder ESTW-Anzeigemodul bezeichnet werden kann, ist mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
7 verbunden, die als ESTW-Schnittstellenmodul ausgeführt ist. Je noch Stellwerksbauform
kann die Schnittstelle zwischen ESTW-Bedienplatz 8 und ESTW-Schnittstellenmodul als
LAN Verbindung oder serielle Schnittstelle ausgeführt sein. Über diese Schnittstelle
erhält das ESTW-Schnittstellenmodul die Standorte der Züge. Hierzu muss der ESTW-Bedienplatz
8 nicht geändert werden, da das ESTW-Schnittstellenmodul am Datenstrom lediglich mithört.
Falls eine Geschwindigkeitsinformation der Züge im ESTW-Bedienplatz 8 zur Verfügung
steht, wird diese ebenfalls übertragen. Weiterhin ist das ESTW-Schnittstellenmodul
z.B. über eine ISDN-Schnittstelle oder direkt mit einem GSM-Modul 6 verbunden, das
eine Schnittstelle zum GSM-Netz aufweist. Das GSM-Netz ist z.B. das für das Rottenwarn-Verfahren
ausgewählte Netz eines Providers bzw. das Netz mehreren Provider. Das ESTW-Schnittstellenmodul
und das GSM-Modul 6 können auch in einem Gerät integriert sein.
[0024] Als Funknetz kann anstelle des GSM auch verwendet werden: GSM-R, GPRS, EDGE, UMTS,
Betriebsfunk, etc.
[0025] Der ESTW-Bedienplatz 8 ist ferner mit mehreren Modulen 3, 4, 5 verbunden, die wahlweise
ausgeführt sein können als: Ein-/Ausgabemittel, Monitor, Tastatur, Computermaus, Drucker,
etc. Der ESTW-Bedienplatz 8 ist z.B. Bestandteil eines Steflwerks-Bedienraumes, einer
Leitstelle oder einer Betriebszentrale und ist z.B. als Rechner mit entsprechend spezieller
Software ausgeführt. Anstelle eines Rechners kann auch ein Rechnersystem mit mindestens
zwei Rechnern, z.B. drei Rechnern, vorgesehen sein.
[0026] Das ESTW-Schnittstellenmodul ist ferner mit mehreren Modulen 1, 2 verbunden, die
wahlweise ausgeführt sein können als: Ein-/Ausgabemittel, Monitor, Tastatur, Computermaus,
Drucker, etc. Das ESTW-Schnittstellenmodul ist z.B. als Rechner mit entsprechend spezieller
Software ausgeführt. Anstelle eines Rechners kann auch ein Rechnersystem mit mindestens
zwei Rechnern, z.B. drei Rechnern, vorgesehen sein. Das ESTW-Schnittstellenmodul ist
derart programmiert, dass es die entsprechenden Funktionen ousführen kann. Die Programmierung
erfolgt z.B. mittels der Programmiersprache C++.
[0027] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung von zwei Mobilgeräten.
[0028] Das eine Mobilgerät 10 ist eine GSM-Mobilfunkstation mit einer Schnittstelle zu einem
tragbaren Rechner 11, der z.B. als Laptop ausgeführt ist. Das andere Mobilgerät 9
ist eine GSM-Mobilfunkstation. Das Mobilgerät 10 dient als A-Handy, das Mobilgerät
9 als B-Handy. Für das Rottenwarn-Verfahren ist ein A-Handy und mindestens ein B-Handy
vorgesehen, also z.B. zwei, drei, vier oder fünf B-Handys.
[0029] Soll eine Baustelle am Gleis eingerichtet werden, so wird das betroffene Gleis über
ein Eingabemittel, z.B. Computermaus oder Tastatur, am ESTW-Schnittstellenmodul eingegeben.
Zusätzlich wird ein A-Handy für die Baustelle ausgewählt und die Rufnummer des A-Handys
zusammen mit dem Baustellengleis abgespeichert. Im ESTW-Schnittstellenmodul werden
ferner vorteilhafterweise eine Anzahl von sogenannten TAN-Nummern über ein Programm
für Zufallszahlen generiert, ausgedruckt und zusammen mit der Rufnummer des A-Handys
abgespeichert. Der für die Baustelle zuständige Bauleiter nimmt die ausgedruckte TAN-Nummern-Liste
mit auf die Baustelle. Auf eine elektronische Übertragung der TAN-Nummern wird aus
Sicherheitsgründen verzichtet, da die Verbindung abgehört werden könnte. Wird eine
zweite Baustelle am gleichen Stellwerk eingerichtet, so wird für diese ebenfalls die
Rufnummer eines ausgewählten, anderen A-Handys und das oder die Baustellengleise abgespeichert
sowie eine Liste mit neuen TAN-Nummern generiert, ausgedruckt und abgespeichert, wobei
das ESTW-Schnittstellenmodul diejenigen TAN-Nummern, die zufallig auch in der ersten
Baustelle vorkommen, nicht akzeptiert. In einer bevorzugten Ausführungsform sind zusätzlich
zur Rufnummer des A-Handys die Rufnummern der dem A-Handy zugehörigen B-Handys abgespeichert,
zwecks Ermöglichung eines Sammelrufs.
[0030] Betrifft die Baustelle mehrere, z.B. hintereinander angeordnete Gleisabschnitte (z.B.
wandernde Baustelle) oder sollen mehrere Baustellen auf unterschiedlichen Gleisabschnitten
zeitlich nacheinander abgearbeitet werden, so werden für jeden Gleisabschnitt separate
TAN-Nummern vergeben und ausgelesen. Die letzte TAN-Nummer eines Gleisabschnitts hebt
dann die Sperrung dieses Abschnitts dauerhaft auf. Sind die Arbeiten an dem betreffenden
Gleisabschnitt beendet, so übermittelt der Baustellenleiter dem Fahrdienstleiter die
letzte TAN-Nummer via Funk. Anstelle der letzten kann auch eine andere TAN-Nummer
der dem jeweiligen Gleisabschnitt zugeordneten TAN-Nummern als Signal zur Aufhebung
der Sperrung verwendet werden.
[0031] Die erste TAN-Nummer des nächsten, zu bearbeitenden Gleisabschnitts sperrt diesen
bevor die Gleisarbeiten in diesem Abschnitt begonnen werden. Vor Beginn der Arbeiten
übermittelt der Baustellenleiter dem Fahrdienstleiter die erste TAN-Nummer via Funk.
Anstelle der ersten kann auch eine andere TAN-Nummer der dem jeweiligen Gleisabschnitt
zugeordneten TAN-Nummern als Signal zur Sperrung verwendet werden. Der Fahrdienstleiter
übermittelt dem Baustellenleiter eine Quittung via Funk. Die Quittung vom Stellwerk
bestätigt die Wirksamkeit der Sperrung und dass sich kein Zug mehr in dem und vor
dem gesperrten Abschnitt befindet.
[0032] Durch diese Art der Sperrung und Freischaltung wird die Dauer der Sperrung minimiert
auf die tatsächliche Dauer der Gleisarbeiten.
[0033] In dem erfindungsgemäßen Verfahren muss der jeweilige Baustellenleiter sich nur einmal
zu Beginn der Bauarbeiten mit dem Fahrdienstleiter absprechen, danach laufen alle
Warnvorgänge automatisch ob. In dieser Absprache teilt der Bauleiter den Beginn der
Bauarbeiten mit und der Fahrdienstleiter sperrt die Strecke. Der Zeitpunkt der Sperrung
und Aufhebung der Sperrung kann wie zur wandernden Baustelle beschrieben durch den
Fahrdienstleiter via Funk vorgegeben werden, auch bei einer einzelnen Baustelle. Durch
eine normale Eingabe in den ESTW-Bedienplatz 8 wird diese Strecke gegen Befahren gesperrt.
Im ESTW kann diese Strecke als gesperrt markiert und mit einem Merkhinweis versehen
und auf dem Bedienmonitor angezeigt werden. Der Merkhinweis lautet z.B. RO1 für Rotte
1 und RO2 für Rotte 2, etc.
[0034] An der Baustelle befindet sich der tragbare Rechner 11, der mit dem A-Handy verbunden
ist. Im tragbaren Rechner 11 sind vorteilhafterweise die Nummern der B-Handys gespeichert.
Die B-Handys können auch Analoggeräte sein, die vom tragbaren Rechner 11 und dem A-Handy
oder direkt vom ESTW-Schnittstellenmodul über Sammelruf angewählt werden. Jeder Bauarbeiter
am Gleis hat ein B-Handy, über das er zur Räumung der Baustelle aufgefordert werden
kann. Die Warnung erfolgt durch Klingelton des Handys oder bei Tragen von Gehörschutz
einem im Gehörschutz eingebauten und mit dem Handy verbundenen Kopfhörer oder die
Vibratorfunktion des Handys.
[0035] Nähert sich nun ein Zug der Baustelle, so wird zu einem Zeitpunkt zu dem der Zug
noch mehr als sein Bremsweg von dem die Baustelle deckende Hauptsignal entfernt ist,
vom ESTW-Schnittstellenmodul eine Warnung in Form eines Datentelegramm mit der für
die Signaltechnik üblichen Kodesicherung automatisch generiert und über das GSM-Modul
6 an das A-Handy des Baustellenleiters und den angeschlossenen tragbaren Rechner 11
übertragen. Zur Dokumentation wird dies am mit dem ESTW-Schnittstellenmodul verbundenen
Drucker mit Uhrzeit ausgedruckt. Die Gleisarbeiter erhalten über die B-Handys eine
Aufforderung, das Gleis zu räumen. Ist das Gleis geräumt, setzt der Baustellenleiter
am A-Handy eine entsprechende Meldung mit der nächsten TAN-Nummer aus seiner TAN-Nummern-Liste
ab, die über GSM zum ESTW-Schnittstellenmodul gelangt. Das ESTW-Schnittstellenmodul
vergleicht die empfangene TAN-Nummer mit der erwarteten TAN-Nummer und generiert bei
Übereinstimmung automatisch den ESTW-Befehl zum Aufheben der Gleissperrung und sendet
ihn an das ESTW-Bedienplatz 8. Ist die Aufhebung wirksam, kann eine Fahrstraße über
das die Baustelle deckende Signal gestellt werden. Wird im ESTW-Schnittstellenmodul
festgestellt, dass der Zug die Fahrstraße aufgelöst hat, so veranlasst es automatisch
eine neue Sperrung dieser Fahrstraße mit der Eintragung des Sperrgrundes, z.B. RO
1. Ist diese Sperrung wirksam und hat der Zug den kompletten Baustellenbereich geräumt,
so wird vom ESTW-Schnittstellenmodul eine Meldung an das A-Handy zusammen mit der
nächsten TAN Nummer übertragen, dass die Baustelle wieder betreten werden kann. Der
Baustellenleiter vergleicht die TAN Nummer mit seiner Liste und gibt bei Übereinstimmung
der empfangenen mit der erwarteten TAN-Nummer das Betreten des Gleises frei. Die TAN-Nummern-Liste
kann auch im tragbaren Rechner 11 abgespeichert werden. Dann werden die Vergleiche
mit den TAN-Nummern und das Aussenden der TAN-Nummern automatisiert. Der tragbare
Rechner 11 ist z.B. so programmiert, dass er einen ankommenden Warnruf mit den abgespeicherten
TAN-Nummern vergleicht und bei Übereinstimmung einen Sammelruf zu allen B-Handys sendet.
Ebenso wird bei Versenden eines Quittierungssignals automatisch die entsprechende
TAN-Nummer mitgesendet. A-Handy und tragbarer Rechner 11 können auch in einem Gerät
integriert sein, z.B. Nokia Communicator. Nokia Communicator und ESTW-Schnittstellenmodul
weisen beispielsweise eine gemeinsame Datenschnittstelle auf, z.B. über Kabel oder
Infrarot, über die die TAN-Nummern dem Nokia Communicator und/oder die Rufnummer des
Nokia Communicators dem ESTW-Schnittstellenmodul mitgeteilt werden können.
[0036] Gegen unberechtigte Eingriffe schützen die TAN Nummern. Anstelle der TAN-Nummern
kann auch ein anderes Sicherungsverfahren eingesetzt werden, z.B. eine kryptische
Verschlüsselung über einen sogenannten "Security Translator" bei der Übertragung von
und zum A-Handy. Anstelle von TAN-Nummern können auch andere Nummern verwendet werden
oder Kodes, die z.B. auch Buchstaben oder nur Buchstaben oder Sonderzeichen enthalten.
[0037] Das ESTW-Schnittstellenmodul hat Sicherheitsverantwortung. Es muss jeden Zug der
sich der Baustelle nähert erkennen und das die Baustelle deckende Signal oder die
betroffenen Gleisabschnitte automatisch sperren.
[0038] Kommt die Warnung nicht an der Baustelle an oder die Räummeldung der Rotte nicht
in der Zentrale, z.B. bei Netzüberlastung, so wird der Zug vor der Baustelle abgebremst,
da die automatisch eingelegte Sperre wirksam bleibt.
[0039] Das zweite Ausführungsbeispiel wird anhand von Fig. 3 erläutert. Fig. 3 zeigt eine
erfindungsgemäße Vorrichtung und deren Anbindung.
[0040] Die Vorrichtung 7 ist wie im ersten Ausführungsbeispiel als ESTW-Schnittstellenmodul
ausgeführt und weist eine Schnittstelle zu einem Funknetz und eine Verbindung zum
GSM-Modul 6 auf. Aufbau und Funktionsweise entsprechen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
des ersten Ausführungsbeispiels. Im Gegensatz zu Fig. 1 ist die Vorrichtung 7 aus
Fig. 3 über eine Bussystem oder ein lokales Netz mit der ESTW-Bedienplatz 8 sowie
mit einem ESTW-Bedienplatz-Server 12 und einem ESTW 13 verbunden.
[0041] Das lokale Netz ist z.B. durch ein Ethernet LAN ausgeführt. Als Protokoll ist z.B.
TCP/IP verwendet. Anstelle eines Bussystems können die einzelnen Elemente auch über
zwei, drei oder mehr Bussysteme miteinander verbunden sein. Ein Bussystem kann ein,
zwei, drei oder mehr Busse aufweisen.
[0042] Im ESTW 13 werden die Daten der Achszähler oder Gleiskreise empfangen und ausgewertet.
Das ESTW 13 stellt die relevanten Daten dem ESTW-Bedienplatz-Server über die LAN-Schnittstelle
dem ESIW-Bedienplatz 12 zur Verfügung. Der ESTW-Bedienplatz organisiert die Verteilung
der relevanten Daten zur Vorrichtung 7 und zum ESTW-Bedienplatz 8. Vorrichtung 7 empfängt
somit Informationen über Züge vom ESTW 13 über den ESTW-Bedienplatz-Server 12 und
sendet den generierten ESTW-Befehl entweder über die LAN-Schnittstelle zum ESTW-Bedienplatz
8 oder über die LAN-Schnittstelle zum ESTW-Bedienplatz-Server 12, der ihn zum ESTW
13 weiterleitet. Die Schnittstelle zwischen Vorrichtung 7 und ESTW-Bedienplatz 8 ist
z.B. als SBS ausgelegt, SBS=Standard Bedien-Schnittstelle.
[0043] Das GSM-Modul 6 kann anstelle direkt auch über das LAN mit Vorrichtung 7 verbunden
sein. Alternativ kann GSM-Modul 6 auch direkt mit ESTW 13 verbunden sein.
[0044] Anstelle eines ESTW-Bedienplatzes 8 können auch zwei, drei, vier oder mehr ans LAN
angeschlossen sein.
[0045] Anstelle eines ESTW 13 kann auch ein RBC verwendet werden. In diesem Fall kann das
GSM-Modul 6 entfallen und die Funkkommunikation zu den Arbeitern im Gleis über das
RBC abgewickelt werden. Vorrichtung 7 sendet dazu das über Funk auszusendende Warnsignal
über den dann als RBC-Bedienplatz-Server ausgestalteten Server oder direkt zum RBC.
Der ESTW-Bedienplatz 8 ist durch einen RBC-Bedienplatz zu ersetzen.
[0046] Das dritte Ausführungsbeispiel wird anhand von Fig. 4 erläutert. Fig. 4 zeigt eine
erfindungsgemäße Vorrichtung und deren Anbindung.
[0047] Im dritten Ausführungsbeispiel ist die Funktionalität der Vorrichtung 7 aus Fig.
3 in Vorrichtung 8', die als ESTW-Bedienplatz ausgestaltet ist, mit integriert. Die
Funktionalität wird im wesentlichen durch Softwareprogrammierung bereitgestellt. Ein
spezielle Computerprogramm übernimmt somit die Ausgabe der Rottenwarnung. Vorrichtung
8' weist eine Schnittstelle zu einem GSM-Modul 6 auf, das dem GSM-Modul aus Fig. 3
entspricht. Das GSM-Modul kann auch mit dem LAN verbunden und über das LAN mit Vorrichtung
8' verbunden sein. Vorrichtung 8' entspricht somit einem Standard-ESTW-Bedienplatz
mit zusätzlicher Programmierung zwecks Ausführung der Rottenwarnung und Überwachung
eines Baustellenbereichs.
[0048] Anstelle als ESTW-Bedienplatz kann Vorrichtung 8' auch als RBC-Bedienplatz ausgeführt
sein. In diesem Fall kann GSM-Modul 6 entfallen.
[0049] Das vierte Ausführungsbeispiel wird anhand von Fig. 5 erläutert. Fig. 5 zeigt eine
erfindungsgemäße Vorrichtung und deren Anbindung.
[0050] Die Elemente entsprechen ihrer Funktionalität noch den gleichnamigen Elementen aus
Fig. 3.
[0051] Vorrichtung 7 aus Fig. 5 ist mit ESTW-Bedienplatz-Server 12, ESTW-Bedienplatz 8 sowie
einem weiteren ESTW-Bedienplatz 14 über ein lokales Netz, ein Bussystem, zwei oder
mehr lokale Netze oder zwei oder mehr Bussysteme verbunden.
[0052] ESTW 13 ist mit ESTW-Bedienplatz-Server 12 über eine Punkt-zu-Punkt Verbindung, ein
lokales Netz, ein Bussystem, zwei oder mehr lokale Netze oder zwei oder mehr Bussysteme
verbunden.
[0053] Das fünfte Ausführungsbeispiel wird anhand von Fig. 6 erläutert. Fig. 6 zeigt eine
erfindungsgemäße Vorrichtung und deren Anbindung.
[0054] Die Elemente entsprechen ihrer Funktionalität nach den gleichnamigen Elementen aus
Fig. 3.
[0055] ESTW-Bedienplatz-Server 12 aus Fig. 6 ist mit Vorrichtung 7 und ESTW-Bedienplatz
8 über Punkt-zu-Punkt Verbindungen, ein lokales Netz, ein Bussystem, zwei oder mehr
lokale Netze oder zwei oder mehr Bussysteme verbunden.
[0056] ESTW 13 ist mit ESTW-Bedienplatz-Server 12 über eine Punkt-zu-Punkt Verbindung, ein
lokales Netz, ein Bussystem, zwei oder mehr lokale Netze oder zwei oder mehr Bussysteme
verbunden.
Kombinationen einzelner oder mehrerer Merkmale aus verschiedenen Ausführüngsbeispielen
sind möglich.
1. Vorrichtung (7, 8') zur Rottenwarnung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schnittstelle zu einem Elektronischen Stellwerkmodul (8, 12, 13, 14) und eine
Schnittstelle zu einem Funknetz vorgesehen ist, dass die Vorrichtung (7, 8') geeignet
ist, Informationen über mindestens einen Zug vom Elektronischen Stellwerkmodul zu
empfangen und mit abgespeicherten Informationen über mindestens einen Baustellenbereich
zu vergleichen, und dass die Vorrichtung (7, 8') geeignet ist, für den Fall, dass
sich ein Zug einem Baustellenbereich nähert, automatisch ein Warnsignal über die Funkschnittstelle
zu mindestens einem Funktelefon (10, 9) auszusenden dessen Rufnummer in der Vorrichtung
(7, 8') gespeichert ist.
2. Vorrichtung (7, 8') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (7, 8') geeignet ist, für den Fall des Empfangs eines Quittierungsignals
auf das Warnsignal, automatisch einen ESTW-Befehl zur Freigabe des zuvor automatisch
gesperrten Gleisabschnittes auf dem sich der Zug nähert zu generieren und zum Elektronischen
Stellwerkmodul zu senden.
3. Vorrichtung (7, 8') nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (7, 8') geeignet ist, zumindest einen Teil des empfangenen Quittierungssignals
mit abgespeicherten Nummern oder einem abgespeicherten Kode zu vergleichen und den
ESTW-Befehl nur zu generieren, wenn der zumindest eine Teil des empfangenen Quittierungssignals
mit einer abgespeicherten Nummer bzw. dem abgespeicherten Kode übereinstimmt.
4. Vorrichtung (7, 8') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektronische Stellwerkmodul (8, 12, 13, 14) als ESTW-Bedienplatz (8, 14), als
ESTW-Bedienplatz-Server (12) oder als ESTW (13) ausgeführt ist.
5. Vorrichtung (7, 8') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (7, 8') als ESTW-Schnittstellenmodul oder als ESTW-Bedienplatz (8')
ausgeführt ist.
6. Vorrichtung (7, 8') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle der Schnittstelle zum Elektronischen Stellwerkmodul (8, 12, 13, 14) eine
Schnittstelle zu einem RBC-Modul vorgesehen ist, und dass die Vorrichtung (7, 8')
geeignet ist, Informationen über mindestens einen Zug vom RBC-Modul zu empfangen und
mit abgespeicherten Informationen über mindestens einen Baustellenbereich zu vergleichen,
dass das RBC-Modul als RBC-Bedienplatz, als RBC-Bedienplatz-Server oder als RBC (13)
ausgeführt ist, und dass die Vorrichtung (7, 8') als RBC-Schnittstellenmodul oder
als RBC-Bedienplatz ausgeführt ist.
7. Verfahren zum Überwachen eines Baustellenbereichs einer Schienenanlage, dadurch gekennzeichnet, dass Informationen über mindestens einen Zug von einem Elektronischen Stellwerkmodul (8,
12, 13, 14) oder einem RBC-Modul einer Vorrichtung (7, 8') bereitgestellt werden,
dass in der Vorrichtung (7, 8') die empfangenen Informationen mit in der Vorrichtung
(7, 8') abgespeicherten Informationen über mindestens einen Baustellenbereich verglichen
werden, und dass automatisch ein, über Funk zu mindestens einem Funktelefon (10, 9)
dessen Rufnummer in der Vorrichtung (7, 8') abgespeichert ist auszusendendes Warnsignal
generiert wird, wenn der Vergleich ergibt, dass sich ein Zug einem Baustellenbereich
nähert.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass noch Empfang eines Quittierungsignals auf das Warnsignal, automatisch ein ESTW-Befehl
oder RBC-Befehl zur Freigabe des zuvor automatisch gesperrten Gleisabschnittes auf
dem sich der Zug nähert generiert und zum Elektronischen Stellwerkmodul bzw. RBC-Modul
gesendet wird.
9. Computerprodukt beinhaltend Computerprogrammkodemittel, die derart ausgestaltet sind,
die Schritte des Verfahrens nach Anspruch 7 durchzuführen, wenn das Computerprogramm
auf einem Computer abläuft.
10. Computerprodukt nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Computerprodukt als Computerprogramm oder als Computer lesbares Speichermedium
ausgeführt ist.
1. Device (7, 8') for warning work gangs, characterised in that an interface to an electronic signal box module (8, 12, 13, 14) and an interface
to a radio network are provided, the device (7, 8') is suitable for receiving information
about at least one train from the electronic signal box module and comparing it with
stored information about at least one construction site area and that the device (7,
8') is suitable for automatically transmitting a warning signal via the radio interface
to at least one radio telephone (10, 9), the call number of which is stored in the
device (7, 8'), in the event of a train approaching a construction site area.
2. Device (7, 8') according to claim 1, characterised in that the device (7, 8') is suitable for automatically generating an ESTW command to release
the previously automatically blocked track section on which the train is approaching
and sending it to the electronic signal box module in the event of receipt of an acknowledgement
signal in response to the warning signal.
3. Device (7, 8') according to claim 2, characterised in that the device (7, 8') is suitable for comparing at least part of the received acknowledgement
signal with stored numbers or a stored code and generating the ESTW command only if
the at least one part of the received acknowledgement signal coincides with a stored
number or the stored code.
4. Device (7, 8') according to claim 1, characterised in that the electronic signal box module (8, 12, 13, 14) is designed as an ESTW operator
terminal (8, 14), an ESTW operator terminal server (12) or an ESTW (13).
5. Device (7, 8') according to claim 1, characterised in that the device (7, 8') is designed as an ESTW interface module or as an ESTW operator
terminal (8').
6. Device (7, 8') according to claim 1, characterised in that an interface to an RBC module is provided instead of the interface to the electronic
signal box module (8, 12, 13, 14) and that the device (7, 8') is suitable for receiving
information about at least one train from the RBC module and comparing it with stored
information about at least one construction site area, that the RBC module is designed
as an RBC operator terminal, an RBC operator terminal server or an RBC (13) and that
the device (7, 8') is designed as an RBC interface module or as an RBC operator terminal.
7. Method for monitoring a construction site area of a rail system, characterised in that information about at least one train is provided to a device (7, 8') by an electronic
signal box module (8, 12, 13, 14) or an RBC module, that in the device (7, 8') the
received information is compared with information stored in the device (7, 8') about
at least one construction site area and that a warning-signal to be transmitted via
radio to at least one radio telephone (10, 9), the call number of which is stored
in the device (7, 8'), is automatically generated if it emerges from the comparison
that a train is approaching a construction site area.
8. Method according to claim 7, characterised in that after receipt of an acknowledgement signal in response to the warning signal, an
ESTW command or RBC command for release of the previously automatically blocked track
section on which the train is approaching is automatically generated and sent to the
electronic signal box module or RBC module.
9. Computer product containing computer program code means configured so as to perform
the steps of the method according to claim 7 when the computer program is running
on a computer.
10. Computer product according to claim 9, characterised in that the computer product is designed as a computer program or as a computer-readable
storage medium.
1. Dispositif (7, 8') pour l'avertissement des personnes travaillant sur la voie, caractérisé en ce qu'une interface pour un module électronique de poste d'aiguillage (8, 12, 13, 14) et
une interface pour un réseau radio sont prévues, en ce que le dispositif (7, 8') est approprié pour recevoir des informations sur au moins un
train du module électronique du poste d'aiguillage et pour les comparer avec des informations
mémorisées sur au moins une zone de chantier, et en ce que le dispositif (7, 8') est approprié, dans le cas où un train s'approche d'une zone
de chantier, pour émettre automatiquement un signal d'avertissement par l'interface
radio à au moins un téléphone radio (10, 9), dont le numéro d'appel est mémorisé dans
le dispositif (7, 8').
2. Dispositif (7, 8') selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif (7, 8') est approprié, dans le cas où l'on reçoit un signal d'acquittement
du signal d'avertissement, pour générer automatiquement une instruction ESTW pour
la libération de la section de voie bloquée automatiquement auparavant sur laquelle
le train s'approche et pour l'envoyer au module électronique du poste d'aiguillage.
3. Dispositif (7, 8') selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif (7, 8') est approprié pour comparer au moins une partie du signal d'acquittement
reçu avec des numéros mémorisés au un code mémorisé et pour générer l'instruction
ESTW seulement lorsque la au moins une partie du signal d'acquittement reçu coïncide
avec un numéro mémorisé ou le code mémorisé.
4. Dispositif (7, 8') selon la revendication 1. caractérisé en ce que le module électronique du poste d'aiguillage (8, 12, 13, 14) est réalisé comme un
poste de commande ESTW (8, 14), comme un serveur de poste de commande ESTW (12) ou
comme ESTW (13).
5. Dispositif (7, 8') selon la revendication 1, caractérisé en cc que le dispositif (7, 8') est réalisé sous la forme d'un module d'interface ESTW
ou d'un poste de commande ESTW (8').
6. Dispositif (7, 8') selon la revendication 1, caractérisé en ce que, à la place de l'interface avec le module électronique du poste d'aiguillage (8,
12, 13, 14), il est prévue une interface avec un module RBC et en ce que le dispositif (7, 8') est approprié pour recevoir des informations sur au moins un
train du module RBC et les comparer avec des informations mémorisées sur au moins
une zone de chantier, en ce que le module RBC est réalisé sous la forme d'un poste de commande RBC, d'un serveur
de poste de commande RBC ou de RBC (13) et en ce que le dispositif (7, 8') est réalisé sous la forme d'un module d'interface RBC ou d'un
poste de commande RBC.
7. Procédé pour contrôler une zone de chantier d'une installation de rails, caractérisé en ce que des informations sur au moins un train sont mises à la disposition d'un dispositif
(7, 8') par un module électronique de poste d'aiguillage (8, 12, 13, 14) ou un module
RBC, en ce que les informations reçues sont comparées dans le dispositif (7, 8') avec des informations
mémorisées dans le dispositif (7, 8') sur au moins une zone de chantier, et en ce qu'un signal d'avertissement à envoyer par radio à au moins un téléphone par radio (10,
9), dont le numéro d'appel est mémorisé dans le dispositif (7, 8'), est généré automatiquement
lorsque la comparaison montre qu'un train s'approche d'une zone de chantier.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que, après la réception d'un signal d'acquittement du signal d'avertissement, une instruction
ESTW ou une instruction RBC est générée automatiquement pour la libération de la section
de voie bloquée automatiquement auparavant sur laquelle le train s'approche et est
envoyée au module électronique du poste d'aiguillage ou au module RBC.
9. Produit informatique contenant des moyens de codage de programme informatique qui
sont conçus de manière à exécuter les étapes du procédé selon la revendication 7 lorsque
le programme informatique se déroule sur un ordinateur.
10. Produit informatique selon la revendication 9, caractérisé en ce que le produit informatique est réalisé sous la forme d'un programme informatique ou
sous la forme d'un support de mémorisation pouvant être lu par l'ordinateur.