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EP 1 308 406 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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08.07.2009 Patentblatt 2009/28 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2006 Patentblatt 2006/10 |
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Anmeldetag: 23.10.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Einrichtung zum Erfassen der Position einer Seitenkante
Device for detecting the position of a side edge
Dispositif pour détecter la position d'un bord latéral
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
02.11.2001 DE 10154036
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.05.2003 Patentblatt 2003/19 |
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Patentinhaber: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Jentsch, Arndt
01640 Coswig (DE)
- Singer, Stefan
01445 Radebeul (DE)
- Stöber, Bernd
33378 Rheda-Wiedenbrück (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 529 314 DE-A- 19 842 192 DE-B- 1 005 741 DE-U- 29 515 614 NL-A- 6 714 948 US-A- 5 489 784
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DE-A- 4 438 014 DE-A- 19 926 848 DE-C- 19 757 527 GB-A- 2 075 669 US-A- 4 381 152
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Erfassen der Position einer Seitenkante
eines auf einen Anlegtisch und mit der Vorderkante gegen Vordermarken geförderten
Bogens, wobei die Seitenkanten innerhalb eines durch ein minimales und ein maximales
zur Verarbeitung möglichen Formats bestimmten Formatdifferenzbereiches einlaufen und
mit Hilfe einer als Kamera ausgebildeten Messeinrichtung detektiert werden.
[0002] Aus der
DE 101 36 871 A1 (Offenlegungstag: 6.2.2003) ist eine Vorrichtung bekannt, bei der eine als Kamera
ausgebildete Messeinrichtung an einer in einem Abstand über dem Anlegtisch vorgesehenen
Traverse angeordnet ist. Da es bei bogenverarbeitenden Maschinen üblich ist, wahlweise
entweder die in Bogentransportrichtung rechte oder linke Seitenkante zu erfassen,
ist die Kamera verschiebbar auf der Traverse angeordnet. Damit kann die Kamera auf
den Streubereich eingestellt werden, in dem die auszurichtenden Bogen mit der Seitenkante
auf den Anlegtisch gefördert werden. D.h., die Kamera muss auf die unterschiedlichen
Bogenformate mechanisch eingestellt und ihre Lage zu einem Bezugspunkt erfasst werden.
[0003] Diese Vorrichtung erfordert zu ihrer Realisierung sowie zum Erreichen einer ausreichenden
Messgenauigkeit einen hohen Aufwand.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zum Erfassen der Lage der Seitenkante
zu schaffen, die mit einem geringen Aufwand zu realisieren ist und mit einer hohen
Messgenauigkeit die Lage der Seitenkante erfasst.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Einrichtung nach den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es möglich, ohne eine mechanische Verstellung
der Messeinrichtung bei jedem innerhalb des Formatdifferenzbereiches anfallenden Formats
die Istposition einer Seitenkante zu erfassen und mit einer vorgegebenen Sollposition
zu vergleichen, wobei mit einfachen Mitteln eine hohe Messgenauigkeit realisiert wird.
[0007] Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
[0008] In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Anlegtischs mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung entlang der Linie A-A in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Anlegtisch in der Draufsicht.
[0009] In den Figuren 1 und 3 ist ein Anlegtisch 1 mit Vordermarken 4 dargestellt. Die Anlegmarken
4 sind in Abständen zueinander verteilt über die Breite des Anlegtischs 1 angeordnet
und durch nicht dargestellte Mittel aus der Position am Anlegtisch 1 in eine Position
unter dem Anlegtisch 1 verbringbar ausgeführt. Auf dem Anlegtisch 1 liegt ein Bogen
2, der von einem nicht dargestellten Bändertisch in Bogentransportrichtung 3 auf den
Anlegtisch 1 sowie mit der Vorderkante gegen die Vordermarken 4 gefördert wurde. In
einem Abstand zur Oberfläche des Anlegtischs 1 ist gestellfest eine Traverse 5 vorgesehen.
An der Traverse 5 ist nach Fig. 2 eine Kamera 6 vorgesehen, die fest mit der Traverse
5 verbunden ist. Die Kamera 6 besteht aus einem Gehäuse 9 und einem Objektiv 10. Im
Gehäuse 9 ist ein erstes Sensorsystem 11 und beabstandet dazu ein zweites Sensorsystem
12 vorgesehen. Die Sensorsysteme 11, 12 sind als Bildsensoren, vorzugsweise in Linienform
ausgebildet. Der Kamera 6 kann jeweils eine Lichtquelle 21 zugeordnet sein, wie in
Fig. 1 gezeigt.
Die Bogen 2 werden in der Regel etwa symmetrisch zu einer Maschinenmitte 15 auf den
Anlegtisch 1 gefördert, wobei das Format der Bogen 2 sich zwischen einem minimalen
Bogenformat F
min und einem maximalen Bogenformat F
max bewegen kann. Damit ergibt sich auf beiden Seiten der auf den Anlegtisch 1 geförderten
Bogen 2 jeweils ein Formatdifferenzbereich 17 und 18. In der Figur 3 ist der erste
Formatdifferenzbereich 17 einem in Bogentransportrichtung 3 auf der linken Seite gelegenen
Abschnitt zugeordnet, während der zweite Formatdifferenzbereich 18 auf der gegenüberliegenden
Seite vorgesehen ist. Damit läuft in der Fig. 3 der Bogen 2 mit seiner Seitenkante
19 in den ersten Formatdifferenzbereich 17 und mit der gegenüberliegenden Seitenkante
20 in den zweiten Formatdifferenzbereich 18 ein.
[0010] Die Kamera 6 weist ein Gehäuse 9 und ein Objektiv 10 auf. Die Kamera 6 ist etwa symmetrisch
zur Maschinenmitte 16 angeordnet, gestrichelte Darstellung in Fig. 3, und das Objektiv
10 sowie der Abstand zwischen der Kamera 6 und der Oberfläche des Anlegtischs 1 sind
so gewählt, dass sich das maximale Format F
max in der Kamera 6 abbildet. Da jedoch zur Bestimmung der Istposition der Seitenkanten
19, 20 lediglich ein Erfassen der Formatbereiche 17, 18 erforderlich ist, sind in
der Kamera 6 ein erstes Sensorsystem 11 und ein zweites Sensorsystem 12 vorgesehen.
Auf dem ersten Sensorsystem 11 wird der erste Formatdifferenzbereich 17 und auf dem
zweiten Sensorbereich 12 der zweite Formatdifferenzbereich 18 abgebildet. Die Formatdifferenzbereiche
17, 18 können wahlweise aktiviert werden, so dass zum Erfassen der Istposition der
im ersten Formatdifferenzbereich 17 einlaufenden linken Seitenkante 19 das erste Sensorsystem
11 und zum Erfassen der in den zweiten Formatdifferenzbereich 18 einlaufenden rechten
Seitenkante 20 das zweite Sensorsystem 12 aktiviert wird. Entsprechend bildet sich
auf dem ersten Sensorsystem 11 durch einen Hell-/Dunkelunterschied die Istposition
der linken Seitenkante 19 und auf dem zweiten Sensorsystem 12 durch einen Hell-/Dunkelunterschied
die rechte Seitenkante 20 ab. Durch das Sensorsystem 11 oder 12 wird ein Istsignal
generiert, das mit einem in der Verarbeitungselektronik abgelegten Sollsignal verglichen
wird. Bei Nichtübereinstimmung der Signale wird ein Stellsignal generiert, welches
Stellmitteln zugeführt wird, durch die die Sollposition der jeweiligen Seitenkante
19,20 realisiert wird.
Um unabhängig von der Beschaffenheit des zur Verarbeitung gelangenden Bogenmateriats
die Seitenkanten 19 oder 20 erfassen zu können, ist es möglich, kontrastunterstützende
Mittel vorzusehen. So kann die Lichtquelle 21 so ausgebildet sein, dass wahlweise
farbiges Licht, vorzugsweise rotes, grünes oder blaues Licht emittiert wird oder aus
diesen Farben unterschiedliche Mischfarben realisiert werden. Als kontrastunterstützendes
Mittel kann auch die Oberfläche des Anlegtischs 1 ausgebildet werden, indem diese
poliert, mit einer Farbschicht oder mit einem Reflexionsmittel versehen wird. Außerdem
ist es möglich, in dem dem Bogen 2 zugewandten Bereich des Anlegtischs 1 austauschbar
kontrastunterstützende Mittel vorzusehen.
Es ist auch möglich, unter Ausnutzung der Oberflächeneigenschaften der Bogen 2 über
Winkelanordnung der Lichtquelle 21 eine Kontrastverstärkung zu realisieren. Hierzu
ist es denkbar; unter Einbeziehung der Oberfläche des Anlegtischs 1 den Oberflächenreflex
zu eliminieren.
Als kontrastverstärkendes Mittel können hierbei zusätzlich Polarisationsfilter in
den optischen Strahlengang gebracht werden.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0011]
- 1
- Anlegtisch
- 2
- Bogen
- 3
- Bogentransportrichtung
- 4
- Vordermarke
- 5
- Traverse
- 6
- Kamera
- 7
- -
- 8
- -
- 9
- Gehäuse
- 10
- Objektiv
- 11
- erstes Sensorsystem
- 12
- zweites Sensorsystem
- 13
- Gehäuse
- 14
- Objektiv
- 15
- Sensorsystem
- 16
- Maschinenmitte
- 17
- erster Formatdifferenzbereich
- 18
- zweiter Formatdifferenzbereich
- 19
- linke Seitenkante
- 20
- rechte Seitenkante
- 21
- Lichtquelle
- Fmin
- minimales Format
- Fmax
- maximales Format
1. Einrichtung zum Erfassen der Position einer Seitenkante eines auf einem Anlegtisch
(1) und mit der Vorderkante gegen Vordermarken (4) geförderten Bogens (2), wobei die
Seitenkanten innerhalb eines durch ein minimales und ein maximales zur Verarbeitung
möglichen Formats bestimmten Formatdifferenzbereiches einlaufen und mit Hilfe einer
als Kamera (6) ausgebildeten Messeinrichtung detektiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Abstand über dem Anlegtisch (1) eine Kamera (6) gestellfest angeordnet ist,
wobei mittels eines Objektivs (10) eine Abbildung des gesamten zur Verarbeitung gelangenden
maximalen Formatbereiches (Fmax) in der Kamera (6) erfolgt, wobei
die Kamera (6) das Objektiv (10) sowie ein erstes Sensorsystem (11) und ein zweites
Sensorsystem (12) aufweist und wobei
das Objektiv (10) einen ersten Formatdifferenzbereich (17) auf dem ersten Sensorsystem
(11) und einen zweiten Formatdifferenzbereich (18) auf dem zweiten Sensorsystem (12)
abbildet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorsysteme (11,12) wahlweise aktivierbar sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kamera (6) kontrastunterstützende Mittel zugeordnet sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, und 3, dadurch gekennzeichnet, dass als kontrastunterstützendes Mittel der Kamera (6) eine Lichtquelle (21) zugeordnet
ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, 3, und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (21) wahlweise farbiges Licht emittiert.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass als kontrastunterstützendes Mittel die Oberfläche des Anlegtischs (1) mit einer Farb-
oder Reflexionsschicht versehen ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Oberfläche des Anlegtischs (1) als kontrastunterstützendes Mittel mit einer
Farbschicht oder Reflexionsschicht versehene auswechselbare Einschübe vorgesehen sind.
1. Equipment for detection of the position of a side edge of a sheet (2) conveyed on
a feed table (1) and with the front edge against front marks (4), wherein the side
edges run in within a format difference range determined by a minimum and a maximum
format possible for processing and are detected with the help of a measuring device
constructed as a camera (6), characterised in that a camera (6) is arranged fixed relative to the frame at the spacing above the feed
table (1), wherein an imaging of the entire maximum format range for processing is
carried out in the camera (6) by means of a lens (10), wherein the camera (6) comprises
the lens (10) as well as a first sensor system (11) and a second sensor system (12)
and wherein the lens (10) images a first format difference range (17) on the first
sensor system (11) and a second format difference range (18) on the second sensor
system (12).
2. Equipment according to claim 1, characterised in that the sensor systems (11, 12) are selectably activatable.
3. Equipment according to claim 1, characterised in that contrast-assisting means are associated with the camera (6).
4. Equipment according to claim 1 and 3, characterised in that a light source (21) as contrast-assisting means is associated with the camera (6).
5. Equipment according to claim 1, 3 and 4, characterised in that the light source (21) selectably emits coloured light.
6. Equipment according to claim 1 and 3, characterised in that as contrast-assisting means the surface of the feed table (1) is provided with a
coloured or reflective layer.
7. Equipment according to claim 1, 3 and 6, characterised in that inserts provided with a coloured layer or reflection layer are provided, as contrast-assisting
means, in the surface of the feed table (1).
1. Installation pour détecter la position d'un bord latéral d'une feuille (2) arrivant
sur un margeur (1), transportée avec son bord avant contre un taquet avant (4),
les bords latéraux arrivant dans une plage de différence de format, définie par un
format minimum et un format maximum qu'il est possible de traiter, et que l'on détecte
à l'aide d'une installation de mesure réalisée sous la forme d'une caméra (6),
caractérisée par
une caméra (6) installée solidairement du bâti à distance au-dessus du margeur (1),
et à l'aide d'un objectif (10) on forme dans la caméra (6) une image de l'ensemble
de la plage de format maximum pour le traitement,
la caméra (6) comporte l'objectif (10) et un premier système de capteur (11) ainsi
qu'un second système de capteur (12), et
l'objectif (10) donne l'image d'une première plage de différence de format (17) dans
le premier système de capteur (11) et une image d'une seconde plage de différence
de format (18) dans le second système de capteur (12).
2. Installation selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les systèmes de capteur (11, 12) sont mis en oeuvre sélectivement.
3. Installation selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la caméra (6) comporte des moyens accentuant le contraste.
4. Installation selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
le moyen accentuant le contraste de la caméra (6) est une source lumineuse (21).
5. Installation selon les revendications 3 et 4,
caractérisée en ce que
la source lumineuse (21) émet au choix de la lumière colorée.
6. Installation selon les revendications 1 et 3,
caractérisée en ce que
le moyen accentuant le contraste est un revêtement en couleur ou réfléchissant de
la surface du margeur (1).
7. Installation selon les revendications 3 et 6,
caractérisée en ce que
la surface du margeur (1) comporte, comme moyens accentuant le contraste, des garnitures
interchangeables munies d'une couche de couleur ou d'une couche réfléchissante.
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