[0001] Die Erfindung betrifft eine Muldenmangel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und
ein Verfahren zum Ableiten von Wäschestücken von einer Mangelwalze der Muldenmangel
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
[0002] Muldenmangeln verfügen über mindestens eine drehend angetriebene Mangelwalze. Jeder
Mangelwalze ist eine beheizbare Mangelmulde zugeordnet. Die zu mangelnden Wäschestücke
werden von der drehend angetriebenen Mangelwalze durch einen Mangelspalt zwischen
der Mangelwalze und der ihr zugeordneten Mangelmulde hindurchtransportiert. Am Ende
der jeweiligen Mangelmulde weist die Mangelwalze einen Auslaufbereich auf, an dem
das jeweilige Wäschestücke von der Mangelwalze gelöst wird. Das Wäschestücke wird
dann entweder zur nachfolgenden Mangelwalze der gleichen Muldenmangel oder einer nachfolgenden
Bearbeitungseinrichtung, beispielsweise eine Faltmaschine, transportiert.
[0003] Es sind Muldenmangeln bekannt, bei denen die Wäschestücke durch mehrere endlose Bänder,
sogenannte Mangelbänder, von der jeweiligen Mangelwalze abgeleitet werden. Diese Mangelbänder
haben mehrere Nachteile: Sie sind störanfällig, weil sie leicht reißen können und
sie hinterlassen Abdrücke auf der gemangelten Wäsche.
[0004] Es sind auch bereits Muldenmangeln bekannt, die an der Stelle der nachteiligen Mangelbänder
mit Unterdruck arbeitende Mittel zum Ableiten der Wäschestücke von der Mangelwalze
aufweisen, also mit Vakuum arbeiten. Diese Mittel sind recht aufwendig und nicht dazu
geeignet, fest an der Mangelwalze anhaftende Wäschestücke, insbesondere dünne Wäschestücke,
zuverlässig von der Mangelwalze anzulösen und abzuleiten.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Muldenmangel und
ein Verfahren zu schaffen, womit in einfacher und zuverlässiger Weise die Wäschestücke
schonend von der Mangelwalze ableitbar sind.
[0006] Eine Muldenmangel zur Lösung dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf.
Durch die Bildung des Mittels zum Ableiten der Wäschestücke von der Mangelwalze durch
Luftdüsen ist eine wirksame Ableitung auch fest an der Mangelwalze haftender sowie
dünner Wäschestücke gewährleistet. Die Luftdüsen leiten die Wäschestücke berührungslos
an der Mangelwalze ab, so dass Beeinträchtigungen, insbesondere Beschädigungen der
Wäschestücke, ausgeschlossen sind.
[0007] Vorzugsweise sind mehrere, insbesondere gleich ausgebildete Luftdüsen über die Breite
der Mangelwalze verteilt angeordnet. Sofern auch im Folgenden von der Breite der Mangelwalze
die Rede ist, bezieht sich das nicht ausschließlich auf die volle geometrische Breite
der Mangelwalze; kann sich vielmehr auch auf die etwas schmalere Nennarbeitsbreite
der Mangelwalze bzw. der Muldenmangel beziehen. Durch die über die gesamte Arbeitsbreite
der Mangelwalze in vorzugsweise gleichen Abständen verteilt angeordneten Luftdüsen
wird das Wäschestücke über die gesamte Breite an mehreren Stellen mit Luftstrahlen
beaufschlagt, die das Wäschestück über die gesamte Breite gleichmäßig von der Mangelwalze
nach Art eines pneumatischen Abstreifers abtrennen.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Luftdüsen derart mit
Abstand von der Mantelfläche der Mangelwalze angeordnet, dass die Luftstrahlen schräg
auf die Mantelfläche gerichtet sind, und zwar in Richtung zum Auslaufbereich des Mangelspalts,
also etwas oberhalb des oberen, hinteren Rands der Mangelmulde. Auf diese Weise "schälen"
die Luftstrahlen der Luftdüsen das Wäschestück von der Mangelwalze regelrecht ab.
Insbesondere führt die erwähnte Ausrichtung der Luftstrahlen dazu, dass eine vordere
Querkante des jeweiligen Wäschestücks zuverlässig von der Mangelwalze abgelöst wird,
indem die Luftstrahlen zwischen das vordere Ende des Wäschestücks und die Mantelfläche
der Mangelwalze treten und danach das Wäschestück unter den Luftstrahlen entlang von
der Mantelfläche der Mangelwalze abgleitet.
[0009] Eine weitere vorteilhaftte Ausgestaltung der Muldenmangel sieht es vor, dass die
Luftdüsen zur Abgabe eines fokussierten Luftstrahls ausgebildet sind. Das führt zumindest
an der Mantelfläche der Mangelwalze zu einem dünnen, scharfen Luftstrahl, der an der
Mantelfläche der Mangelwalze eine intensive Trennwirkung zum Ablösen des Wäschestücks
entfaltet. Durch die Fokussierung der Luftstrahlen wird darüber hinaus der Druckluftverbrauch
minimiert.
[0010] Gegebenenfalls können die Luftdüsen so ausgebildet sein, dass sie Veränderungen der
Luftstrahlen hinsichtlich der Gestaltung und/oder Richtung, aber auch des Luftvolumens
zulassen. Auf diese Weise können die Luftstrahlen an die örtlichen Gegebenheiten und
Anforderungen angepasst werden. Es wird dadurch sichergestellt, dass stets eine zuverlässige
Ablösung der Wäschestücke von der Mantelfläche durch die Luftstrahlen erfolgt, und
zwar auch bei Wäschestücken, die sich nur schwierig von der Mantelfläche ablösen lassen.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Muldenmangel ist den Luftdüsen mindestens
ein Abweisblech zugeordnet. Das mindestens eine Abweisblech dient dazu, dass von den
Luftdüsen von der Mantelfläche der Mangelwalze abgelöste Wäschestück von der Mangelwalze
weiter wegzuleiten. Am Ablösen des Wäschestücks von der Mantelfläche der Mangelwalze
ist das mindestens eine Abweisblech aber nicht beteiligt. Demzufolge liegt eine zur
Mangelwalze weisende Kante des Abweisblechs auch nicht an der Mantelfläche der Mangelwalze
an. Vielmehr ist die Kante geringfügig von der Mantelfläche beabstandet, so dass zwischen
der Kante des Abweisblechs und der Mantelfläche ein schmaler Spalt entsteht, der durchgehend
über mindestens einen Großteil der Mangelwalze verläuft. Oberhalb des Abweisblechs
sind die Luftdüsen befestigt, und zwar derart, dass ihre Luftstrahlen schräg zur Tangente
der Mantelfläche von oben in den Spalt gerichtet sind. Auf diese Weise ist sichergestellt,
dass die Luftstrahlen der Luftdüsen das Wäschestück von der Mantelfläche ablösen und
das Wäschestück zuverlässig unter das Abweisblech leiten, so dass das Wäschestück
nicht nach oben durch den Spalt durchtreten kann.
[0012] Des Weiteren ist vorgesehen, das Abweisblech und die Luftdüsen gemeinsam an einem
Träger zu lagern. Dieser Träger ist so verschwenkbar, dass der Abstand der Luftdüsen
und der zur Mangelwalze gerichteten Kante des Abweisblechs und/oder die Richtung der
Luftdüsen und des Abweisblechs in der Betriebsposition der Muldenmangel veränderbar
sind. Dadurch lassen sich die Luftdüsen und das Abweisblech so einstellen, dass sie
eine zuverlässige Ableitung des Wäschestücks von der Mangelwalze gewährleisten. Alternativ
oder zusätzlich können der Träger mit dem Abweisblech und den Luftdüsen an einer kippbaren
Halterung befestigt sein. Die kippbare Halterung dient dazu, den Träger mit den Luftdüsen
und dem Abweisblech so weit von der Mangelwalze wegzuschwenken, damit diese zu Wartungsarbeiten
aus der Mangelmulde herausgehoben werden kann, ohne dass dabei das Abweisblech und
die Luftdüsen stören. Die Halterung ist zwischen Anschlägen verkippbar, und zwar mindestens
derart, dass die Anschläge eine zuvor justierte Stellung der Luftdüsen und des Abweisblechs
fixieren. Dadurch gelangen das Abweisblech und die Luftdüsen nach dem Zurückschwenken
in die Betriebsstellung in der Nähe der Mangelwalze zwangsläufig wieder in ihre exakte
Ausgangsstellung, wie sie irgendwann zuvor einjustiert worden ist, zurück. Das Herausschwenken
des Abweisblechs mit den Luftdüsen aus der Betriebsstellung und das Zurückschwenken
derselben in die Betriebsstellung können somit ohne irgendwelche Justierarbeiten erfolgen.
[0013] Bei einer alternativen Muldenmangel zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe, insbesondere
zur Weiterbildung der zuvor beschriebenen Muldenmangel, ist mindestens ein zusätzlicher,
elastischer Abstreifer vorgesehen. Vorzugsweise ist im Auslaufbereich der jeweiligen
Mangelwalze ein einziger elastischer Abstreifer zugeordnet, der sich durchgehend über
die gesamte Breite der Mangelwalze bzw. der Nennarbeitsbreite der Muldenmangel erstreckt.
Ein solcher zusätzlicher mechanischer Abstreifer unterstützt erforderlichenfalls den
aus den Luftdüsen gebildeten pneumatischen Abstreifer. Der mechanische Abstreifer
sorgt dafür, dass die Vorderkanten von Wäschestücken, die von den Luftstrahlen nicht
ganz oder gar nicht von der Mantelfläche der Mangelwalze lösbar sind, abgehoben werden.
Danach kann das Wäschestück dann zuverlässig nur durch die Luftstrahlen von der Mangelwalze
abgeleitet werden. Der mechanische Abstreifer dient auf diese Weise nur zum Ablösen
einiger, fest an der Mantelfläche der Mangelwalze anhaftender Wäschestücke, und zwar
insbesondere nur zum anfänglichen Ablösen der Vorderkante solcher Wäschestücke von
der Mantelfläche. Es kommen deshalb nur einige Wäschestücke mit dem mechanischen Abstreifer
in Kontakt und diese auch nur kurzzeitig mit einem vorderen Randbereich. Die mechanischen
Einwirkungen eines solchen Abstreifers auf die Wäschestücke sind daher sehr gering.
Durch die elastische Ausbildung des Abstreifers wird außerdem die Bewicklung der Mangelwalze
geschont, ebenso wie die Wäschestücke.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Muldenmangel ist eine mit den Wäschestücken
und der Mantelfläche der Mangelwalze in Kontakt kommende Abstreiferkante des mechanischen
Abstreifers in der Nähe einer dazu parallel verlaufenden (gedachten) Linie angeordnet,
entlang derer die Luftstrahlen der Luftdüsen auf die Mantelfläche auftreffen. Vorzugsweise
überlappt die Abstreiferkante des Abstreifers in geringem Maße die Linie der Luftdüsen.
Diese folgt demzufolge dicht auf die Abstreiferkante des Abstreifers. Dadurch gelangen
Wäschestücke nur kurz in den Einflussbereich des mechanischen Abstreifers, wenn sie
von den Luftdüsen nicht oder nicht vollständig von der Mantelfläche der Mangelwalze
abgelöst worden sind. Der mechanische Abstreifer kommt dadurch nur in Ausnahmefällen
unterstützend zum Einsatz, wenn sich die Wäschestücke nicht oder nicht vollständig
allein pneumatisch von der Mantelfläche ablösen lassen.
[0015] Ein Verfahren zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs
15 auf. Demnach werden die Wäschestücke in erster Linie pneumatisch und nur im Bedarfsfalle
mechanisch von der Mantelfläche der Mangelwalze abgeleitet. Die Wäschestücke kommen
auf diese Weise mit dem mechanischen Abstreifer nur in Kontakt, wenn dieses nötig
ist, weil in Einzelfällen, insbesondere die Vorderkante der Wäschestücke, allein durch
die pneumatischen Abstreifer nicht ausreichend von der Mantelfläche der Mangelwalze
ablösbar ist. Auf diese Weise ist eine größtmögliche Schonung der Wäschestücke und
auch der Bewicklung der jeweiligen Mangelwalze gewährleistet, weil nur dann, wenn
es notwendig ist, der mechanische Abstreifer in den Einflussbereich der Wäschestücke
gelangt und den pneumatischen Abstreifer unterstützt, wobei sich die zulässige mechanische
Ableitung in der Regel nur über einen Teilbereich, insbesondere einen vorderen Randbereich,
einiger Wäschestücke erstreckt.
[0016] Zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Muldenmangel sowie ein
bevorzugtes Beispiel des Verfahrens werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht der Muldenmangel,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Ansicht eines Auslaufbereichs der Muldenmangel,
- Fig. 3
- einen vergrößerte Ansicht eines Auslaufbereichs eines zweiten Ausführungsbeispiels
einer Muldenmangel, und
- Fig. 4
- die Muldenmangel der Fig. 3 mit abgeschwenkten Luftdüsen und Abweisblech.
[0017] Die Figuren zeigen verschiedene Varianten einer Muldenmangel für gewerbliche Wäschereien.
Die Muldenmangel verfügt über eine zylindrische Mangelwalze 10, deren äußere Mantelfläche
11 durch eine Bewicklung 12 gebildet ist. Der Mangelwalze 10 ist eine beheizbare und
vorzugsweise flexible Mangelmulde 13 zugeordnet. Die Mangelmulde 13 umgibt etwas mehr
als die untere Hälfte der Mangelwalze 10, so dass die Mangelmulde 13 im Querschnitt
etwa halbkreisförmig ausgebildet ist. Zwischen der Mantelfläche 11 der Mangelwalze
10 und der Mangelmulde 13 ist ein Mangelspalt 14 gebildet, durch den die drehende
Mangelwalze 14 die Wäschestücke 15 nacheinander hindurchtransportiert. Der Mangelspalt
14 ist in der Fig. 1 nur zur besseren Verdeutlichung größer (dicker) gezeichnet. In
der Praxis ist der Mangelspalt 14 so klein, dass dort, wo sich keine Wäschestücke
15 befinden, die Bewicklung 12 der Mangelwalze 10 an der Innenseite der Mangelmulde
13 anliegt (Fig. 2 bis 4).
[0018] In den gezeigten Ausführungsbeispielen wird die Mangelwalze 10 mit einer entgegen
dem Uhrzeigersinn verlaufenden Mangelrichtung 16 angetrieben. Es befindet sich dann
auf der in der Fig. 1 linken Seite der Mangelmulde 13 ein Einlaufbereich 17 für die
zu mangelnden Wäschestücke 15 und auf der gegenüberliegenden (rechten) Seite in der
Fig. 1 ein Auslaufbereich 18 der Mangelmulde 13, in dem die gemangelten Wäschestücke
15 den Mangelspalt 14 und damit die Muldenmangel verlassen.
[0019] Bei den hier gezeigten Muldenmangeln ist die Mangelmulde 13 jeweils an gegenüberliegenden
Längsrändern 19 und 20 vorzugsweise durchgehend an einem festen Gestell 21 der Muldenmangel
gelagert. Der in der Fig. 1 linke Längsrand 19 ist im Einlaufbereich 17 fest mit dem
Gestell 21 verbunden. Der gegenüberliegende (rechte) Längsrand 20 am Auslaufbereich
18 ist über eine vorzugsweise in Längsrichtung der Mangelmulde 13 durchgehende, leicht
schräggestellte Pendelstütze 22 beweglich am Gestell 21 gelagert.
[0020] In erfindungsgemäß besonderer Weise ist der Auslaufbereich 18 mit Mitteln zum Ableiten
des gemangelten Wäschestücks 15 von der Mantelfläche 11, nämlich der Bewicklung 12
der Mangelwalze 10, ausgebildet. Oberhalb des Auslaufbereichs 18 ist eine Reihe mehrerer,
vorzugsweise gleich ausgebildeter, Luftdüsen 23 vorgesehen. Die Luftdüsen 23 sind
mit vorzugsweise gleichmäßigen Abständen über die gesamte Arbeitsbreite der Muldenmangel
verteilt. Alle Luftdüsen 23 sind an einem feststehenden Halter 24 befestigt, der sich
über die gesamte Breite der Mangelwalze 10 erstreckt. Der Halter 24 verläuft parallel
zu einer mittigen Drehachse 25 der Mangelwalze 10, und zwar mit Abstand über dem Auslaufbereich
18 und neben der Mantelfläche 11.
[0021] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 sind die Luftdüsen 23 an einem Halter 24
mit einer solchen Ausrichtung befestigt, dass ein aus jeder Luftdüse 23 austretender
Luftstrahl 26 schräggerichtet zur Mantelfläche 11 verläuft, unter einem Winkel von
40° - 50°, vorzugsweise etwa 45°, zur Vertikalen. Die Luftstrahlen 26 aller Luftdüsen
23 sind gleichgerichtet. Die Luftstrahlen 26 treffen an einer Kontaktstelle 27 auf
die Bewicklung 12 der Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 auf (Fig.2). Zu der Tangente
der Mantelfläche 11 an der Kontaktstelle 27 sind die Luftstrahlen 26 schräggerichtet,
und zwar so, dass die Luftstrahlen 26 in Richtung zum Auslaufbereich 18 auf die Mantelfläche
11 auftreffen. Die Kontaktstellen 27 aller Luftstrahlen 26 liegen auf einer gemeinsamen
(gedachten) Linie, die parallel zur Drehachse 25 der Mangelwalze 10 in Längsrichtung
der Mantelfläche 11 verläuft. Diese Linie mit den Kontaktstellen 27 der Luftstrahlen
26 befindet sich etwas oberhalb des hinteren Rands der Mangelmulde 13, also über dem
Auslaufbereich 18, und zwar etwas oberhalb der Drehachse 25 der Mangelwalze 10 (Fig.
1).
[0022] Die Luftdüsen 23 sind über ein Langloch 28 am Halter 24 in Längsrichtung des Luftstrahls
26 verstellbar, so dass der Abstand der Luftdüsen 23 zur Mantelfläche 11 der Mangelwalze
10 veränderbar ist zur Verkürzung oder Verlängerung des Luftstrahls 26.
[0023] Darüber hinaus ist die Neigung des Luftstrahls 26 durch Verschwenken der Luftdüsen
23 um eine parallel zur Drehachse 25 der Mangelwalze 10 verlaufende Schwenkachse 29
veränderbar. Dadurch kann der Auftreffwinkel des Luftstrahls 26 an der Kontaktstelle
27 auf der Bewicklung 12 der Mantelfläche 11 den Anforderungen entsprechend verändert
werden.
[0024] Die Luftdüsen 23 sind so ausgebildet, dass sie einen gezielten, sauberen Luftstrahl
26 erzeugen. Vorzugsweise erzeugen die Luftdüsen 23 einen in Richtung zur Mangelwalze
10 konvergierenden Luftstrahl 26, wobei ein in den Figuren nicht gezeigter Fokuspunkt
des Luftstrahls 26 etwa auf der Kontaktstelle 27 des Luftstrahls 26 mit der Mantelfläche
11 oder kurz davor liegt. Altemativ ist es auch denkbar, durch die Luftdüsen 23 einen
dünnen, zylindrischen Luftstrahl 26 erzeugen zu lassen, der an der Kontaktstelle 27
einen verhältnismäßig dünnen Strahlquerschnitt aufweist. Durch eine Verstellung der
Luftdüsen 23 relativ zur Mangelwalze 10 kann der Luftstrahl so auf die Mantelfläche
11, insbesondere die Kontaktstelle 27 auf derselben, gelenkt werden, dass der Luftstrahl
26 eine bestmögliche Ablösewirkung der Wäschestücke 15 von der Mantelfläche 11 erzielt.
Insbesondere können die Luftdüsen 23 so verstellt werden, dass sich der Fokuspunkt
des Luftstrahls 26 etwa an der Kontaktstelle 27 befindet. Es ist weiter vorgesehen,
die Luftdüsen 23 hinsichtlich des Strahlquerschnitts und/oder Luftdurchflussmenge
pro Zeiteinheit zu verstellen. Auf diese Weise kann eine weitere Anpassung des durch
die Luftdüsen 23 gebildeten pneumatischen Abstreifers an die jeweiligen Anforderungen
erfolgen.
[0025] Im gezeigten Ausführungsbeispiel (Fig. 1 und 2) ist unter den Luftdüsen 23 ein Abweisblech
30 angeordnet. Das Abweisblech 30 erstreckt sich vorzugsweise durchgehend über die
gesamte Breite der Mangelwalze 10, ist also nicht nur auf die Bereich der Luftdüsen
23 begrenzt. Durch das Abweisblech 30 werden die von den Luftstrahlen 26 von der Bewicklung
12 der Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 abgelösten Wäschestücke 15 gezielt unter
den Luftdüsen 23 hinweg von der Mangelwalze 10 abgeleitet. Die Wäschestücke 15 gleiten
dabei unter dem im gezeigten Ausführungsbeispiel an der Unterseite konkav gewölbten
Abweisblech 30 entlang und werden auf diese Weise von der Mangelwalze 10 gezielt gewölbt
abgeleitet, und zwar ohne dass die Gefahr des Hindurchtretens der Wäschestücke 15
oder Teile desselben durch die Luftstrahlen 26 besteht.
[0026] Dem aus den Luftdüsen 23 gebildeten pneumatischen Abstreifer ist bei der hier gezeigten
Muldenmangel noch ein mechanischer Abstreifer 31 zugeordnet. Im vorliegenden Falle
erstreckt sich der einzige mechanische Abstreifer 31 durchgehend über die gesamte
Breite der Mangelwalze 10. Es ist aber auch denkbar, mehrere, schmalere Abstreifer
31 vorzusehen, die nebeneinanderliegend über die Breite der Mangelwalze 10 verteilt
sind.
[0027] Der durchgehende Abstreifer 31 verfügt über eine elastische Abstreiferzunge 32, die
vorzugsweise aus dünnem Federstahlblech gebildet ist. Die Abstreiferzunge 32 liegt
mit einer unteren, geradlinigen Kante an der Bewicklung 12 der Mantelfläche 11 der
Mangelwalze 10 an. Diese Kante bildet eine Abstreiferkante 33, die geradlinig parallel
zur Drehachse 25 der Mangelwalze 10 verläuft. Mit der Abstreiferkante 33 liegt die
Abstreiferzunge 32 des Abstreifers 31 permanent außen an der Mantelfläche 11 der Mangelwalze
10 an. Ein von der Abstreiferkante 33 wegweisender, oberer Endbereich der Abstreiferzunge
32 ist mit einem vorzugsweise feststehenden Träger 34 verbunden. Der Träger 34 kann
um eine parallel zur Drehachse 25 der Mangelwalze 10 verlaufende Achse schwenkbar
sein zur Veränderung der Federvorspannung der Abstreiferzunge 32. Dementsprechend
kann die Andruckkraft der Abstreiferkante 33 an die Bewicklung 12 der Mantelfläche
11 der Mangelwalze 10 verändert werden.
[0028] In erfindungsgemäß besonderer Weise ist die Relativanordnung des Abstreifers 31 zu
den Luftdüsen 23, insbesondere den Kontaktstellen 27 der Luftstrahlen 26 auf der Mantelfläche
11 getroffen (Fig. 2). Demnach befindet sich die Abstreiferkante 33 des Abstreifers
31 geringfügig unterhalb einer gedachten Linie, auf der sich die Kontaktstellen 27
aller Luftstrahlen 26 befinden. Die Luftstrahlen 26 treffen demnach in der Nähe der
Abstreiferkante 33 auf einen unteren Bereich der Abstreiferzunge 32 auf. Dadurch wird
Folgendes erreicht, worauf das der Erfindung zugrundeliegende Verfahren basiert:
[0029] Die an der Mantelfläche 11 anhaftenden Wäschestücke 15 gelangen nach dem Verlassen
des Mangelspalts 14 im Ausflaufbereich 18 mit ihrer vorderen Kante an die horizontale
Abstreiferkante 33 des mechanischen Abstreifers 31. Hier wird die vordere Kante des
Wäschestücks 15 zunächst mechanisch von der Abstreiferkante 33 des Abstreifers 31
etwas von der Mantelfläche 11 abgehoben. Unmittelbar darauf gelangt die leicht von
der Mantelfläche 11 abgehobene und auf den unteren Bereich des Abstreifers 31 aufgelaufene
vordere Kante des Wäschestücks 15 an die Kontaktstellen 27 der Luftstrahlen 26. Hier
wird Luft mit Überdruck zwischen die vordere Kante des Wäschestücks 15 und den von
der Abstreiferkante 33 des Abstreifers 31 ausgehenden unteren Randbereich der Abstreiferzunge
32 geblasen, wodurch der vordere Rand des Wäschestücks 15 pneumatisch weiter angehoben
wird. Danach gelangt der von der Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 abgelöste vordere
Rand des Wäschestücks 15 unterhalb des Abweisblechs 30, woran das Wäschestück 15 im
Folgenden abgleitet. Der von der Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 abgelöste Bereich
des Wäschestücks 15 wird nachfolgend bogenförmig unter dem Abweisblech 30 entlang
von der Mangelwalze 10 wegtransportiert.
[0030] Nachdem in vorstehend beschriebener Weise der vordere Endbereich des Wäschestücks
15 von der Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 durch den mechanischen Abstreifer 31
und die Luftstrahlen 26 des pneumatischen Streifers abgelöst, nämlich "abgeschält"
worden ist, gelangt der anschließende Teil des Wäschestücks 15 aufgrund des bogenförmigen
Verlaufs zum Abweisblech 30 überhaupt nicht mehr in den Bereich der Abstreiferkante
33 des Abstreifers 31. Der nachfolgende Bereich des Wäschestücks 15 wird dann nur
noch an den Luftstrahlen 26 entlang durch den von den Luftdüsen 23 gebildeten pneumatischen
Abstreifer von der Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 abgelöst. Nur wenn aus irgendwelchen
Gründen ein nachfolgender Bereich des Wäschestücks 15 so fest an der Mantelfläche
11 der Mangelwalze 10 anhaften sollte, dass ein Ablösen dieses Bereichs des Wäschestücks
15 durch die Luftstrahlen 26 allein nicht mehr ausreicht, erfolgt ein unterstützendes
mechanisches Ablösen durch den Abstreifer 31, bevor die Gefahr besteht, dass das Wäschestück
15 durch die Luftstrahlen 26 hindurchtransportiert wird.
[0031] Aus dem Vorstehenden wird deutlich, dass gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren der
mechanische Abstreifer 31 nur zum anfänglichen Ablösen einer vorderen Kante eines
jeweiligen Wäschestücks 15 von der Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 dient und nachfolgende
Bereiche des Wäschestücks 15 ausschließlich durch die Luftstrahlen 26 des pneumatischen
Abstreifers von der Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 gelöst werden.
[0032] Die Erfindung, insbesondere das erfindungsgemäße Verfahren, können auch bei Mangelmulden
zum Einsatz kommen, die mehrere aufeinanderfolgende Mangelwalzen und Mangelmulden
aufweisen. Dann kann gegebenenfalls am Auslaufbereich jeder Mangelwalze ein pneumatischer
Abstreifer aus den Luftdüsen 23 und ein mechanischer Abstreifer 31 mit insbesondere
einer elastischen Abstreiferzunge 32 vorgesehen sein.
[0033] Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Muldenmangel nach dem zweiten Ausführungsbeispiel der
Erfindung. Die Muldenmangel ist prinzipiell gleich ausgebildet wie die in der Fig.
1 schematisch dargestellte Muldenmangel des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Deswegen werden für gleiche Teile gleiche Bezugsziffern verwendet.
[0034] Die Muldenmangel, von der in den Fig. 3 und 4 nur ein Auslaufbereich 18 detailliert
gezeigt ist, verfügt über eine andere Ausbildung der Mittel zum Ableiten der Wäschestücke
von der Mangelwalze 10. Diese Mittel verfügen über wiederum eine Reihe von Luftdüsen
23. Den Luftdüsen 23 ist ein durchgehendes Abweisblech 35 zugeordnet. Jedoch ist beim
gezeigten Ausführungsbeispiel kein Abstreifer 31 vorhanden. Demzufolge werden hier
die Wäschestücke ausschließlich mittels der Luftdüsen 23 von der Mantelfläche 11 der
Mangelwalze 10 abgelöst. Das nachfolgende Wegleiten der Wäschestücke von der Mangelwalze
10 erfolgt durch das Abweisblech 35. Am Ablösevorgang der Wäschestücke von der Mantelfläche
11 ist das Abweisblech 35 aber nicht beteiligt.
[0035] Die Luftdüsen 23 sind beim gezeigten Ausführungsbeispiel prinzipiell wie die Luftdüsen
23 des ersten Ausführungsbeispiels der Mangelwalze 10 zugeordnet, so dass insoweit
auf die obigen Ausführungen Bezug genommen wird.
[0036] Das Abweisblech 35 ist den Luftdüsen 23 in besonderer Weise zugeordnet. Dazu befindet
sich das Abweisblech 35 unterhalb der Luftdüsen 23. Eine gerade frei Kante 36 des
Abweisblechs 36 verläuft parallel zur Drehachse 25 der Mangelwalze 10, und zwar mit
gleichem, parallelen Abstand zur Mantelfläche 11. Auf diese Weise entsteht zwischen
der freien, länglichen Kante 36 des Abweisblech 35 und der Mantelfläche 11 der Mangelwalze
10 ein schmaler Spalt 37. Der Spalt 37 verläuft durchgehend über die gesamte oder
nahezu gesamte Länge der Mangelwalze, und zwar mit gleicher Breite.
[0037] Die Luftdüsen 23 sind dem Abweisblech 35 derart zugeordnet, dass Mittelachsen 38
der aus den Luftdüsen 23 austretenden Luftstrahlen 26 von oben in den Spalt 37 gerichtet
sind (Fig. 3). Aus dieser Figur ist auch entnehmbar, dass im gezeigten Ausführungsbeispiel
die Mittelachsen 38 der Luftdüsen 23 im Bereich des Spalts 37 unter einem Winkel von
30° bis 60°, insbesondere etwa 45°, zur Tangente der Mantelfläche 11 im Bereich des
Spalts 37 auf die Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 auftreffen.
[0038] Das Abweisblech 35 weist einen von der Kante 36 ausgehenden schmalen Randbereich
39 auf, der gegenüber dem übrigen Teil des Abweisblechs 35 etwas abgewinkelt ist.
Das Abweisblech 35 ist im Randbereich 39 ebenflächig ausgebildet. Der ebene Randbereich
39 verläuft parallel zu den Mittelachse 38 der Luftdüsen 23. Dabei erstrecken sich
die Mittelachsen 38 der Luftdüsen 23 mit geringfügigem Abstand oberhalb des Randbereichs
39 des Abweisblechs 35. Dieser Abstand ist vorzugsweise so gebildet, dass die aus
den Luftdüsen 23 austretenden Luftstrahlen 26 von oben am Randbereich 39 des Abweisblechs
35 entlangströmen, und zwar vorzugsweise ohne den Randbereich 39 nennenswert zu berühren
(Fig. 3).
[0039] Das Abweisblech 35 und alle Luftdüsen 33 sind an einem gemeinsamen Träger 40 befestigt.
Der Träger 40 erstreckt sich in Längsrichtung der Mangelwalze 10. Der Träger 40 ist
des Weiteren drehbar gelagert auf einer Achse 41, die parallel zur Drehachse 25 der
Mangelwalze 10 verläuft. Um die Achse 41 ist der Träger 40 mit dem Abweisblech 35
und allen Luftdüsen 23 zu Einstellzwecken verschwenkbar. Dadurch können die Richtung
und/oder der Abstand der Luftdüsen 23 und des Abweisblechs 35 von der Mantelfläche
11 der Mangelwalze 10 den Bedürfnissen entsprechend verändert bzw. angepasst werden.
Die eingestellte Position der Luftdüsen 23 und des Abweisblechs 35 zur Mantelfläche
10 der Mangelwalze wird durch Verstellschrauben 42 justiert, so dass die eingestellte
Position der Luftdüsen 23 und des Abweisblechs 35 sich nicht ungewollt verändern kann.
[0040] Der Träger 40 mit den Luftdüsen 23 und dem Abweisblech 35 ist mit seiner Achse 41
an einer Halterung 43 gelagert. Die Halterung 43 verläuft parallel zum Träger 40 in
Längsrichtung der Mangelwalze 10. Vorzugsweise erstrecken sich sowohl der Träger 40
als auch die Halterung 43 über die gesamte Länge der Mangelwalze 10 bzw. geringfügig
hierüber hinaus. Auch die Halterung 43 ist verschwenkbar, und zwar um eine Kippachse
44, die parallel sowohl zur Achse 41 als auch zur Drehachse 25 der Mangelwalze 10
verläuft (Fig. 3 und 4). Durch Koppelstangen 45, die an fest mit der Halterung 43
verbundenen Hebelarmen 46 angreifen, ist die Halterung 43 an Lagerarmen 47 der Mangelwalze
10 angelenkt. Diese Anlenkung geschieht derart, dass beim Verschwenken der Lagerarme
47 zum Herausheben der Mangelwalze 10 aus der Mangelmulde 13 die Halterung 43 mit
dem Träger 40 und den daran gelagerten Luftdüsen 23 und dem Abweisblech 35 von der
Mangelwalze 10 wegschwenkbar ist (Fig. 4). Wenn die Mangelwalze 10 durch Verschwenken
der Lagerarme 47 wieder in die Mangelmulde 13 eingefahren wird, erfolgt ein automatisches
Zurückschwenken der Halterung 43 mit dem Träger 40, dem Abweisblech 35 und den Luftdüsen
23 in die in der Fig. 3 gezeigte Betriebsstellung der Muldenmangel. Nicht gezeigte
Anschläge sorgen dafür, dass das Abweisblech 35 und die Luftdüsen 23 in der zurückgeschwenkten
Betriebsstellung wieder genau die vorher eingestellte Position relativ zur Mangelwalze
10, insbesondere der Mantelfläche 11 derselben, einnehmen.
[0041] Mit der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Muldenmangel läuft das erfindungsgemäße Verfahren
wie folgt ab:
[0042] Die an der Mantelfläche 11 anhaftenden Wäschestücke gelangen nach dem Verlassen des
Mangelspalts 14 im Auslaufbereich 18 mit ihrer vorderen Kante unter den Spalt 37.
Hier wird die vordere Kante des Wäschestücks pneumatisch von den Luftstrahlen 26 der
Luftdüsen 23 von der Mantelfläche 11 abgelöst. Dieses geschieht ohne Zuhilfenahme
des Abweisblechs 25 und bevor die Vorderkante des Wäschestücks in den Bereich des
Spalts 37 gelangt ist. Es wird also im gezeigten Ausführungsbeispiel rein pneumatisch
nur unter Zuhilfenahme der Luftstrahlen 26 der Luftdüsen 23 die Vorderkante des Wäschestücks
von der Mantelfläche 11 abgeleitet, und zwar unterhalb des Spalts 37, wodurch sichergestellt
ist, dass die Vorderkante des Wäschestücks nicht durch den Spalt 37 (von unten nach
oben) hindurchtreten kann. Die pneumatisch abgelöste vordere Kante des Wäschestücks
gelangt anschließend an der Kante 36 des Abweisblechs 35 vorbei unter das Abweisblech
35. An der Unterseite des Abweisblechs 35 wird somit die Vorderkante des Wäschestücks
und die darauffolgenden Bereiche desselben abgeleitet. Das Wäschestück gleitet dadurch
unter dem Abweisblech 35 entlang und wird so zu einem nachfolgenden Förderer (in den
Figuren nicht gezeigt) geleitet.
[0043] Im Übrigen läuft das erfindungsgemäße Verfahren bei der Muldenmangel nach den Fig.
3 und 4 ähnlich wie das Verfahren ab, das ausführlich im Zusammenhang mit dem ersten
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 beschrieben worden ist, worauf insoweit Bezug
genommen wird. Lediglich erfolgt bei der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Muldenmangel
ein rein pneumatisches Ablösen bzw. Ableiten des Wäschestücks von der Mangelwalze
10. Erst danach gelangt das Wäschestück in den Einflussbereich des Abweisblechs 25,
von dem das Wäschestück zusätzlich mechanisch von der Mangelwalze 10 weggeführt wird.
[0044] An den Verstellschrauben 42 können die Positionen des Abweisblechs 35 und der Luftdüsen
23 gleichzeitig verändert werden, und zwar insbesondere die Richtung der Mittelachse
38 der Luftdüsen 23. Die jeweils gewünschte Relativposition der Luftdüsen 23 und des
Abweisblechs 35 zur Mantelfläche 11 der Mangelwalze 10 kann anschließend mit den Verstellschrauben
42 arretiert werden.
[0045] Des Weiteren ist es möglich, beim Herausfahren der Mangelwalze 10 aus der Mangelmulde
13 die Luftdüsen 23 und das Abweisblech 35 aus der in der Fig. 3 gezeigten Betriebsstellung
herauszuschwenken in die Position der Fig. 4. Hier weisen insbesondere die Luftdüsen
23 und das Abweisblech 35 einen größeren Abstand zur Mantelfläche 11 der Mangelwalze
10 auf, so dass beim Herausschwenken der Mangelwalze 10 aus der Mangelmulde 13 die
Luftdüsen 23 und das Abweisblech 35, aber auch der Träger 40 und die Halterung 43
nicht stören.
[0046] Die Erfindung ist nicht beschränkt auf die eingangs beschriebene Muldenmangel mit
dem in der Fig. 1 schematisch gezeigten Aufbau. Vielmehr eignet sich die Erfindung
für Muldenmangel beliebiger Ausgestaltung und beliebiger Walzendurchmesser.
Bezugszeichenliste:
[0047]
- 10
- Mangelwalze
- 11
- Mantelfläche
- 12
- Bewicklung
- 13
- Mangelmulde
- 14
- Mangelspalt
- 15
- Wäschestück
- 16
- Mangelrichtung
- 17
- Einlaufbereich
- 18
- Auslaufbereich
- 19
- Längsrand
- 20
- Längsrand
- 21
- Gestell
- 22
- Pendelstütze
- 23
- Luftdüse
- 24
- Halter
- 25
- Drehachse
- 26
- Luftstrahl
- 27
- Kontaktstelle
- 28
- Langloch
- 29
- Schwenkachse
- 30
- Abweisblech
- 31
- Abstreifer
- 32
- Abstreiferzunge
- 33
- Abstreiferkante
- 34
- Träger
- 35
- Abweisbleich
- 36
- Kante
- 37
- Spalt
- 38
- Mittelachse
- 39
- Randbereich
- 40
- Träger
- 41
- Achse
- 42
- Verstellschraube
- 43
- Halterung
- 44
- Kippachse
- 45
- Koppelstange
- 46
- Hebelarm
- 47
- Lagerarm
1. Muldenmangel zum Glätten von Wäschestücken, mit mindestens einer umlaufend antreibbaren
Mangelwalze, mit einer jeder Mangelwalze zugeordneten Mangelmulde, wobei zwischen
der Mangelmulde und der Mangelwalze ein Mangelspalt gebildet ist, und mit mindestens
einem Mittel zum Ableiten der den Mangelspalt verlassenden Wäschestücke von der Mangelmulde,
dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel aus mehreren mit Abstand über die Breite der jeweiligen Mangelwalze (10)
verteilte Luftdüsen (23) gebildet ist.
2. Muldenmangel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdüsen (23) auf einer mit Abstand parallel zur Mantelfläche (11) der Mangelwalze
(10) verlaufenden Achse angeordnet sind, wobei sich die Luftdüsen (23) vorzugsweise
oberhalb eines Auslaufbereichs (18) eines hinteren oberen Randes der jeweiligen Mangelmulde
(13) befinden.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von den Luftdüsen (23) erzeugte Luftstrahlen (26) schräg zur Auslaufrichtung eines
Rands des Wäschestücks (15) aus dem Auslaufbereich (18) gerichtet sind, vorzugsweise
die Luftdüsen (23) derart gerichtet sind, dass die Luftstrahlen (26) schräg zur Tangente
der Mantelfläche (11) der Mangelwalze (10) auf die Mantelfläche (11) auftreffen und/oder
die Luftstrahlen (26) der Luftdüsen (23) in Richtung des Auslaufbereichs (18) schräg
auf die Mantelfläche (11) der jeweiligen Mangelwalze (10) gerichtet sind.
4. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdüsen (23) zur Abgabe jeweils eines fokussierten Luftstrahls (26) ausgebildet
sind, wobei vorzugsweise ein Fokuspunkt jedes Luftstrahls (26) etwa auf der äußeren
Mantelfläche (11) der jeweiligen Mangelwalze (10) liegt, insbesondere die Luftdüsen
(23) zur Abgabe etwa zylindrischer bzw. konvergierender Luftstrahlen (26) ausgebildet
sind.
5. Muldenmangel nach einer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Luftdüsen (23) ein vorzugsweise über die gesamte Breite der Mangelwalze
(10) durchgehender Abweiser, vorzugsweise ein Abweisblech (30, 35), angeordnet ist.
6. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der Luftdüsen (23) und/oder ihr Abstand von der Mantelfläche (11) der
jeweiligen Mangelwalze (10) veränderbar sind.
7. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdüsen (23) und das mindestens eine Abweisblech (30, 35) an einem gemeinsamen
Träger (34, 40) befestigt sind und die Luftdüsen (23), das Abweisblech (30, 35) und
der Träger (34, 40) um eine parallel zur Drehachse (25) der Mangelwalze (10) verlaufende
Achse (41) verschwenkbar sind.
8. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (41) von einer Halterung (43) getragen ist, und diese Halterung (43) ebenfalls
um eine parallel zur Drehachse (25) der Mangelwalze (10) verlaufende Kippachse (44)
verkippbar ist zum Wegbewegen des Trägers (40) mit den Luftdüsen (23) und dem Abweisblech
(35) von der Mantelfläche (11) der Mangelwalze (10).
9. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Mangelwalze (10) weisende Kante (36) des Abweisblechs (35) in einer Betriebsstellung
mit geringem Abstand (Spalt 37) parallel zur Mantelfläche (11) der Mangelwalze (10)
verläuft.
10. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftstrahlen (26) der Luftdüsen (23) auf den Spalt (37) gerichtet sind, vorzugsweise
von einer Oberseite des Abweisblechs (35) aus.
11. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Kante (36) des Abweisblechs (35) ausgehender freier Randbereich (39)
des Abweisblechs (35) etwa parallel zur Mittelachse (38) der Luftstrahlen (26) verläuft,
wobei vorzugsweise der Abstand des Randbereichs (39) des Abweisblechs (35) von den
Mittelachsen (38) der Luftstrahlen (26) derart ist, dass die Luftstrahlen (26) dicht
am Abweisblech (35), insbesondere dem Randbereich (39), vorbeiströmen oder hieran
entlangströmen.
12. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich (39) in Strömungsrichtung der Luftstrahlen (26) gesehen hinter den
Luftdüsen (23) angeordnet ist, sich vorzugsweise unter den Luftdüsen (23) befindet.
13. Muldenmangel, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einem Auslaufbereich (18) der Wäschestücke (15) aus einem Mangelspalt (14) zwischen
der Mangelwalze (10) und der jeweiligen Mangelmulde (13) zusätzlich zu den Luftdüsen
(23) und/oder dem Abweisblech (30, 35) mindestens ein Abstreifer (31), vorzugsweise
ein über die Gesamtbreite der Mangelwalze (10) durchgehender elastischer Abstreifer
(31), zugeordnet ist.
14. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine an der Mantelfläche (11) der Mangelwalze (10) anliegende Abstreiferkante (33)
am geraden, vorderen Ende des Abstreifers (31), insbesondere eine Abstreiferzunge
(32), etwa auf einer Linie liegt, auf der die Luftstrahlen (26) der Luftdüsen (23)
auf die Mantelfläche (11) der Mangelwalze (10) auftreffen, vorzugsweise die Luftstrahlen
(26) auf den Abstreifer (31) nahe der Abstreiferkante (33) auftreffen.
15. Verfahren zum Ableiten von Wäschestücken von einer Mantelfläche einer Mangelwalze
einer Muldenmangel, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Wäschestück (15) pneumatisch und erforderlichenfalls mechanisch von
der Mantelfläche (11) der Mangelwalze (10) abgeleitet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Ableiten des Wäschestücks (15) nur dann erfolgt, wenn das pneumatische
Ableiten allein nicht ausreicht, oder das mechanische Ableiten erfolgt, nachdem das
Wäschestück ausschließlich pneumatisch von der Mantelfläche (11) der Mangelwalze (10)
abgelöst worden ist.