(19)
(11) EP 1 308 582 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.05.2003  Patentblatt  2003/19

(21) Anmeldenummer: 02023343.3

(22) Anmeldetag:  18.10.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E04H 15/56, E04F 15/024
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 31.10.2001 DE 10153256

(71) Anmelder: Röder Zelt- und Veranstaltungsservice GmbH
63654 Büdingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Brüggemann, Jens
    63607 Wächtersbach (DE)

(74) Vertreter: Wolff, Felix, Dr. et al
Kutzenberger & Wolff Theodor-Heuss-Ring 23
50668 Köln
50668 Köln (DE)

   


(54) Fussbodensystem, insbesondere für ein Zelt


(57) Fußbodensystem (1) mit einem Unterbau (2) und mindestens zwei Fußbodenelementen (3), dadurch gekennzeichnet, daß jeweils benachbarte Fußbodenelemente (3) untereinander kraftschlüssig verbunden sind und die so entstandene Fußbodenfläche kraftschlüssig mit dem Unterbau (2) verbunden ist. Die Erfindung betrifft auch ein Zelt mit einem derartigen Fußbodensystem.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zeltfussbodensystem mit einem Unterbau und mindestens zwei Bodenelementen.

[0002] Gemäß dem Stande der Technik gibt es mannigfaltige Zeltfussböden, die dazu dienen, eine begehbare, ebene Fläche herzustellen. Obwohl diese Böden teilweise ein erhebliches Gewicht aufweisen, können sie bei der statischen Berechnung der Verankerung nur bedingt berücksichtigt werden.

[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Fussbodensystem zur Verfügung zu stellen, das vollständig in die statische Berechnung der Verankerung der Zelte aufgenommen werden kann.

[0004] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Fussbodensystem mit einem Unterbau und mindestens zwei Fussbodenelementen, bei dem jeweils benachbarte Fussbodenelemente untereinander kraftschlüssig verbunden sind und die so entstandene Fussbodenfläche kraftschlüssig mit dem Unterbau verbunden ist.

[0005] Es war für den Fachmann überaus erstaunlich, daß es durch das Fussbodensystem gemäß der vorliegenden Erfindung gelingt, insbesondere bei Großzelten, die erforderlichen Verankerungskräfte stark zu reduzieren. Bei kleineren Zelten ist es bedingt durch das erfindungsgemäße Fussbodensystem sogar möglich, gänzlich auf eine Verankerung zu verzichten.

[0006] Erfindungsgemäß müssen jeweils benachbarte Fussbodenelemente untereinander kraftschlüssig verbunden werden. Die so entstandene Fussbodenfläche wiederum muß einen Kraftschluß mit dem Unterbau aufweisen, wobei nicht jedes Fussbodenelement mit dem Unterbau verbunden sein muß.
Vorzugsweise ist jedoch jedes Fussbodenelement mit dem Unterbau verbunden. Dieser Verbund kann durch jede dem Fachmann geläufige Art und Weise erfolgen.

[0007] Vorzugsweise sind zumindest die Verbindungen der Fussbodenelemente untereinander lösbar, so daß das Fussbodensystem nach dessen Einsatz demontierbar ist. Besonders bevorzugt ist auch der Unterbau in Einzelteile zerlegbar.

[0008] Besonders bevorzugt sind die Fussbodenelemente mit entsprechenden Teilen des Unterbaus permanent kraftschlüssig verbunden, und diese Einheiten werden wiederum kraftschlüssig miteinander verbunden.

[0009] Vorzugsweise besteht zwischen den Fussbodenelementen nicht nur ein Kraftsondern auch ein Formschluß, so daß sich eine begehbare, ebene Fläche ergibt.

[0010] Der Formschluß zwischen den Fussbodenelementen kann durch jedes beliebige, dem Fachmann geläufige Mittel erfolgen. Vorzugsweise erfolgt der Kraftschluß jedoch durch einen Keil, so daß die Fussbodenelemente gegeneinander verpreßt werden können.

[0011] Ebenfalls bevorzugt weist das Fussbodensystem Pfostenanbindungspunkte auf, so daß Pfosten in das erfindungsgemäße Fussbodensystem integriert werden können.

[0012] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Zelt, das das erfindungsgemäße Fussbodensystem aufweist. Dieses Zelt hat den Vorteil, daß es nicht oder wesentlich geringfügiger verankert werden muß als Zelte gemäß dem Stand der Technik.

[0013] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1 bis 3 erläutert. Diese Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
Figur 1
zeigt das erfindungsgemäße Fussbodensystem.
Figur 2
zeigt die kraftschlüssige Verbindung zwischen den Fussbodenelementen und dem Unterbau mit einem Keil.
Figur 3
zeigt den Keil zur Herstellung einer kraftschlüssigen Verbindung.


[0014] In Figur 1 ist das erfindungsgemäße Fussbodensystem schematisch dargestellt. Das Fussbodensystem besteht aus einem Unterbau (2), der mit Fussbodenelementen (3) belegt ist. Jeweils benachbarte Fussbodenelemente sind untereinander kraftschlüssig miteinander verbunden und die so entstandene Fussbodenfläche ist kraftschlüssig mit dem Unterbau verbunden. In dem vorliegenden Fall ist jedes Fussbodenelement kraftschlüssig mit dem Unterbau verbunden.

[0015] Figur 2 zeigt eine spezielle Ausführungsform der kraftschlüssigen Verbindung zwischen den Fussbodenelementen und dem Unterbau. In dem vorliegenden Fall sind die Fussbodenelemente (3) auf die Holme des Unterbaus (2) aufgeklebt, so daß eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Fussbodenelementen und dem Unterbau besteht. Die Holme (2) des Unterbaus wiederum werden in Längsrichtung durch die Elemente (4) und (5) miteinander verhakt. In Querrichtung werden die Elemente (2) durch den Keil (6) kraftschlüssig miteinander verbunden. Der Keil (6) dient auch dazu, die Verankerung zwischen den Mitteln (4) und (5) zu verbessern.

[0016] Figur 3 zeigt den Keil (6), der mit den Keilflächen (7) und (8) die Holme (2) kraftschlüssig miteinander verbindet. Der Keil (6) weist einen Kamm (9) auf, mit dem die Mittel (4) und (5) zusammengedrückt werden. Des weiteren weist der Keil (6) ein Mittel (10) auf, mit dem der Keil bei der Demontage des erfindungsgemäßen Fussbodensystems entfernt werden kann.


Ansprüche

1. Fußbodensystem (1) mit einem Unterbau (2) und mindestens zwei Fußbodenelementen (3), dadurch gekennzeichnet, daß jeweils benachbarte Fußbodenelemente (3) untereinander kraftschlüssig verbunden sind und die so entstandene Fußbodenfläche kraftschlüssig mit dem Unterbau (2) verbunden ist.
 
2. Fußbodensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Fußbodenelement (3) mit dem Unterbau (2) verbunden ist.
 
3. Fußbodensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Verbindung der Fußbodenelemente (3) untereinander lösbar ist.
 
4. Fußbodensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den Fußbodenelementen (3) zumindest teilweise auch formschlüssig ist.
 
5. Fußbodensystem, nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den Fußbodenelementen (3) durch einen Keil erfolgt.
 
6. Fußbodensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es Pfostenanbindepunkte aufweist.
 
7. Zelt aufweisend ein Fußbodensystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6.
 




Zeichnung













Recherchenbericht