[0001] Die Erfindung betrifft eine Transport- und Verkaufsverpackung mit einem Bodenteil,
an dem vier Seitenwände angeschlossen und zu einer quaderförmigen Steige aufstellbar
sind, wobei im Eckbereich jeweils eine Verbindung, insbesondere Verklebung vorgesehen
ist.
[0002] Derartige Transport- und Verkaufsverpackungen sind im Handel, beispielsweise bei
Lebensmittelgeschäften, in großem Umfange im Einsatz. Hierbei werden die einzelnen
Artikel, beispielsweise 30 Dosen oder Becher, in einer Steige zu einer Verpackungseinheit
zusammengefasst und meist direkt im Ladengeschäft auf der Transportpalette präsentiert.
Hierbei soll die Verpackung ein ansprechendes Design bieten, wozu vermehrt sog. Kompaktpappe
verwendet wird, da sich diese gegenüber Wellpappe-Verpackungen vielseitig bedrucken
lässt. Die Kontaktpappe-Verpackung weist jedoch gegenüber einer Wellpappen-Steige
i. a. eine geringere Stabilität auf, so dass der Stapelhöhe auf der Transportpalette
Grenzen gesetzt sind.
[0003] Demzufolge liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Transport- und Verkaufsverpackung
zu schaffen, die die vorstehend genannten Nachteile vermeidet und insbesondere eine
hohe Stapelfestigkeit und gute Bedruckbarkeit bietet.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Transport- und Verkaufsverpackung gemäß den
Merkmalen des Anspruches 1. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Durch den Einsatz von Stützstreifen an zumindest zwei sich gegenüberliegenden Seitenwänden
wird eine hohe Stapelfestigkeit erreicht, so dass die allgemein vorgesehene Palettenhöhe
von 1,5 bis 2 m ausgenutzt werden kann. Am Verkaufsort ist zumindest einer der Stützstreifen
nach oben leicht herausnehmbar bzw. herausziehbar, so dass sich für den Kunden ein
ansprechendes Erscheinungsbild ergibt, insbesondere durch die gute Bedruckbarkeit
des Hauptteils aus Kompaktpappe. Somit sind Firmenlogos, Produktinformationen und
dgl. auf der Verkaufssteige aufdruckbar.
[0006] Der vorgeschlagene Stützstreifen besteht vorzugsweise aus mehrlagiger Wellpappe oder
ähnlichen Materialien auf Holzbasis, beispielsweise Holzspanplatten, Pressplatten
oder Strohpressplatten. Es ist jedoch auch möglich, Streifen aus Recyclingkunststoff
oder dgl. zu verwenden, sofern diese die geforderte hohe Druckfestigkeit im aufgestellten
Zustand des Stützstreifens bieten.
[0007] Der in Vertikalrichtung aufgestellte Stützstreifen wird dabei an der jeweiligen Seitenwand
durch nach innen geklappte Laschen fixiert, so dass ein schmales "Fach" für den jeweiligen
Stützstreifen gebildet wird. Dabei ist der aufrecht stehende Stützstreifen zur Warenpräsentation
mit einem Handgriff zu entnehmen. Dabei ist der Stützstreifen auch mit einem Deckel
verbindbar, beispielsweise bei der Herstellung verklebt, so dass zusammen mit dem
Entfernen des Deckels auch der Stützstreifen aus der Steige herausgezogen werden kann.
Zur weiteren Erhöhung der Stapelfestigkeit können auch vier Stützstreifen an den vier
Seitenwänden der Steige vorgesehen sein, wobei sich diese gegenseitig fixieren. So
können beispielsweise zwei der Stützstreifen mit der jeweiligen Seitenwand verklebt
sein und an der Steige verbleiben, während die beiden anderen Stützstreifen zur Warenpräsentation
herausnehmbar sind. Die herausnehmbaren Stützstreifen sind dabei insbesondere an den
niedrigeren Seitenwänden der Verpackung vorgesehen, die zugleich als Zugriffsöffnung
auf die Waren dienen.
[0008] Bei Verwendung eines Deckels kann dieser mit den Seitenwänden durch eine Aufreiß-Perforierung
versehen sein, wodurch sich die Gesamtstabilität der Verpackung weiter erhöht. Eine
derartige Aufreiß-Perforierung kann durch eine schmale Konterritzung entlang der Seitenkante
des Deckels erreicht werden. Insgesamt ergibt sich hierdurch eine besonders einfache
Herstellbarkeit, da der Deckel in diesem Falle zusammen mit dem Bodenteil als einstückiger
Zuschnitt hergestellt werden kann.
[0009] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Transport- und Verkaufsverpackung anhand
der Zeichnung näher erläutert und beschrieben. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf die Transport- und Verkaufsverpackung mit einem zusätzlichen
Deckel; und
- Fig. 2
- einen Zuschnitt für das Bodenteil der Verpackung gemäß Fig. 1.
[0010] In Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer Transport- und Verkaufsverpackung
1 gezeigt, die im wesentlichen aus einem Bodenteil
2 mit daran angeschlossenen Seitenwänden
3 besteht. Die Seitenwände
3 sind hierbei zu einer quaderförmigen Steige aufstellbar, wobei die Seitenwände
3 im Eckbereich
4 verbunden sind, insbesondere über eine Verklebung
5, wie dies durch ein Gitter an der linken Ecke angedeutet ist. Die hier nach vorne
und nach hinten weisenden Seitenwände
3 sind niedriger als die hier rechten und linken Seitenwände
3 ausgebildet, um den Zugriff auf die auf dem Bodenteil
2 gelagerten Waren am Verkaufsort zu erleichtern. Um jedoch den für Palettenware geforderten
Stapelstauchdruck der Verpackung
1 zu erreichen, sind an den hier vorderen und hinteren Seitenwänden
3 zwei Stützstreifen
6 vorgesehen, die mit einer Wellenlinie (beispielsweise für Wellpappe) angedeutet sind.
Zur Verdeutlichung ist der hier vordere Stützstreifen
6 in seinem sichtbaren Bereich mit einer Punktierung versehen. Die Stützstreifen
6 nehmen dabei die jeweilige Verpackungshöhe ein, so dass sich beim Stapeln über die
bis zum jeweiligen Bodenteil
6 reichenden Stützstreifen eine erhöhte Stapelfestigkeit ergibt.
[0011] Wie durch die beiden breiten Pfeile angedeutet, sind dabei die Stützstreifen
6 an den niedrigeren Seitenwänden am Verkaufsort nach oben herausnehmbar bzw. herausziehbar.
Im allgemeinen reicht es jedoch für eine ausreichende Zugänglichkeit aus, wenn nur
einer der Stützstreifen
6 nach oben herausgezogen wird. Die Stützstreifen
6 sind dabei ohne dauerhafte Verbindung an der jeweiligen Seitenwand
3 in Art einer Schiebeführung fixiert, nämlich nur durch nach innen geklappte Laschen
7 (vgl. die linke hintere Ecke in Fig. 1). Durch die nach innen geklappte Lasche
7 wird somit im Eckbereich
4 die kurze Seite der Stützstreifen
6 sichtbar, wie dies an den beiden rechten Ecken durch die kurze Wellenlinie angedeutet
ist.
[0012] Für diese besonders leicht lösbare Fixierung der Stützstreifen sind mehrere Laschen-Ausführungen
möglich. So kann auch im unteren Eckbereich eine Ecklasche
7' nach innen gedrückt werden, um hier eine Fixierung der Stützstreifen in der aufrechten
Position zu erreichen. Auch können an den höheren Seitenwänden
3 (vgl. Fig. 2) Überschlaglaschen vorgesehen sein, die Umklapplaschen
7" aufweisen, um so die Stützstreifen
6 in der eingesetzten Position lösbar zu fixieren. Beim Einsatz von vier Stützstreifen
6 an allen vier Seitenwänden ergibt sich eine gegenseitige Fixierung, wobei die beiden
(hier nicht dargestellten) Stützstreifen
6 an den höheren Seitenwänden 3 mit diesen bevorzugt verklebt sind.
[0013] Entsprechendes gilt auch für die Anlenkung des Deckels
8, der bevorzugt mit dem hier hinteren Stützstreifen
6 verklebt ist. Nach Öffnen des Deckels
8 kann somit der hier hintere Stützstreifen
6 zusammen mit dem Deckel herausgezogen werden. Dabei kann der Deckel
8 auch mit einer Aufreiß-Perforierung an den höheren Seitenwänden
3 verbunden sein, so dass sich eine besonders hohe Stabilität der Transport- und Verkaufsverpackung
ergibt.
[0014] In Fig. 2 ist ein Zuschnitt des Bodenteils
2 mit daran angeschlossenen Seitenwänden
3 dargestellt. Die Faltlinien sind hierbei durch Strichpunktlinien dargestellt. Hieraus
ergibt sich auch die Anordnung der nach innen klappbaren Laschen
7, die in jedem Eckbereich vorgesehen sind. Ebenfalls ergibt sich hieraus die Anordnung
der Ecklaschen
7' sowie alternativ oder ergänzend hierzu die Anordnung der Umschlaglaschen
7". Es sei darauf hingewiesen, dass bei diesen Laschenarten
7, 7' und
7" die Anordnung ihrer Falz- bzw. Schnittlinie um eine Dicke d von 1 bis 2 cm von der
Falzlinie der niedrigeren Seitenwände
3 entfernt ist. Diese Dicke d entspricht dabei der Dicke der jeweiligen Stützstreifen
6, die hier teilweise eingezeichnet sind. Im aufgestellten Zustand mit nach innen geklappten
Laschen
7, 7' bzw.
7" ergibt sich somit für die von oben her eingesetzten Stützstreifen
6 eine Art Schiebeführung. Am Verkaufsort kann dann der jeweilige Stützstreifen
6 auf einfache Weise herausgenommen werden.
1. Transport- und Verkaufsverpackung mit einem Bodenteil, an dem vier Seitenwände angeschlossen
und zu einer quaderförmigen Steige aufstellbar sind, wobei im Eckbereich jeweils eine
Verbindung, insbesondere Verklebung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest zwei sich gegenüberliegenden Seitenwänden (3) Stützstreifen (6) vorgesehen
sind, wobei zumindest einer der Stützstreifen (6) am Verkaufsort nach oben herausnehmbar
ist.
2. Transport- und Verkaufsverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (2) und die Seitenwände (3) als einstückiger Zuschnitt aus Kompaktpappe
ausgebildet ist.
3. Transport- und Verkaufsverpackung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstreifen (6) aus mehrlagiger Wellpappe, Strohpreßplatten, Holzspanplatten
oder dergleichen Materialien gebildet sind.
4. Transport- und Verkaufsverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstreifen (6) im Eckbereich (4) durch nach innen geklappte Laschen (7, 7')
fixiert sind.
5. Transport- und Verkaufsverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Deckel (8) mit einem Stützstreifen (6) verbunden und zusammen mit diesem nach
oben abnehmbar ist.
6. Transport- und Verkaufsverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass vier Stützstreifen (6) an den vier Seitenwänden (3) vorgesehen sind.
7. Transport- und Verkaufsverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Seitenwand (3) als Zugriffsöffnung eine reduzierte Höhe, insbesondere
ca. 40% der Verpackungshöhe aufweist.
8. Transport- und Verkaufsverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Stützstreifen (6) mit zumindest einer Seitenwand (3) verklebt
ist.
9. Transport- und Verkaufsverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der Stützstreifen (6) eine der Höhe der Seitenwände (3) entsprechende
Höhe aufweisen.
10. Transport- und Verkaufsverpackung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (8) mit einer Aufreiß-Perforierung (9) an zwei der Seitenwände (3) versehen
ist.