[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kältemittelkondensator für Kraftfahrzeug - Klimaanlagen
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Ein solcher Kondensator wurde durch die
EP-B 0 668 986 der Anmelderin bekannt.
[0002] Dieser bekannte Kältemittelkondensator weist einen Rohrrippenblock mit horizontal
verlaufenden Flachrohren auf, zwischen denen von der Umgebungsluft beaufschlagte Wellrippen
angeordnet sind, die mit den Flachrohren verlötet sind. Beiderseits dieses Rohrrippenblockes
sind senkrecht angeordnete Sammelrohre vorgesehen, in welche die Enden der Flachrohre
münden, sie sind in Durchzügen der Sammelrohre dicht verlötet. Die Sammelrohre sind
durch eingelötete Trennwände in einzelne Kammern zur Umlenkung des Kältemittels unterteilt.
Somit wird der gesamte Kondensator, beginnend am Kältemitteleinlaß und endend am Kältemittelauslaß,
mehrflutig durchströmt. Parallel zu einem Sammelrohr ist ein Sammler zur Aufnahme
von überschüssigem Kältemittel sowie zur Aufnahme eines Filters und/oder Trockners
vorgesehen, wobei der Sammler mit dem Sammelrohr zu einer Art Doppelrohr integriert
ist. Dabei ist der Querschnitt des Sammlers größer als der des Sammelrohres, die Länge
des Sammlers entspricht der des Sammelrohres.
[0003] Durch die FR-A 2 758 877 oder FR-A 2 758 876 wurden Kondensatoren bekannt, bei welchen
Teile eines Sammelrohres mit einem Sammler zu einer Baueinheit größeren Querschnittes
verbunden sind. Nachteilig bei diesen bekannten Bauarten ist, daß sie einerseits mit
relativ hohen Herstellkosten verbunden sind und daß der Sammelbehälter teilweise größer
ausgebildet ist, als es für seine Funktion erforderlich ist.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Kältemittelkondensator der
eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß seine Herstellkosten und auch
sein Gewicht herabgesetzt werden, ohne daß die Funktion des Kondensators einschließlich
des Sammlers beeinträchtigt wird.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Sammelrohr und
Sammler werden somit als ein einziges Rohr ausgebildet, welches preisgünstig als Halbzeug
zur Verfügung steht. In einem solchen Rohrquerschnitt, z. B. kreisförmig, quadratisch
oder rechteckig wird eine schräg zur Längsachse des Rohres verlaufende ebene Trennwand
eingesetzt und umfangsseitig verlötet. Die Trennwand kann als billiges Stanzteil hergestellt
werden, wobei vorteilhafterweise an den beiden Enden der Trennwand einerseits ein
Deckel für den Verschluß des Rohres und andererseits eine Umlenkwand angeschlossen
sind. Nach dem Stanzen der Trennwand werden Deckel und Umlenkwand zurechtgebogen und
in das Rohr eingesetzt, welches anschließend zusammen mit den übrigen Teilen des Kondensators
im Ofen verlötet wird. Durch diese Bauweise werden Herstellkosten und Gewicht reduziert.
[0006] Bei einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung kann die Trennwand zusammen mit
einer sie verlängernden Umlenkwand zwei Rohrgruppen der Kältemittelanströmseite umfassen,
so daß die Trennwand eine Umlenkkammer innerhalb des Rohres bildet. Der übrige Raum
fungiert somit als Sammler und kann einen Filter und/oder Trockner aufnehmen.
[0007] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann das Trocknermaterial in
einem geeigneten, als Sieb ausgebildeten Behälter enthalten sein, der gleichzeitig
mit der Trennwand im Rohr verlötet wird, oder auch nachträglich eingebracht werden
kann und dann eingeschweißt wird.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Kältemittelkondensator in schematischer Darstellung mit Blick auf dessen Stirnfläche,
- Fig. 2
- den selben Kondensator wie in Fig. 1 in einer Seitenansicht und
- Fig. 3
- die Trennwand als Einzelteil.
[0009] Fig. 1 zeigt einen Kältemittelkondensator 1 mit einem Sammelrohr 2 und einem Sammel/Sammlerrohr
3, zwischen welchen ein nicht näher dargestellter, an sich bekannter Rohrrippenblock
4 angeordnet ist. Das linke Sammelrohr 2 weist einen Kältemitteleintritt 5 und einen
Kältemittelaustritt 6 auf sowie zwei Trennwände 7 und 8. Das Sammel/Sammlerrohr 3
weist gegenüber dem Sammelrohr 2 einen größeren Querschnitt auf, was insbesondere
aus
Fig. 2 erkennbar wird. Das Rohr 3 weist eine Längsachse 3.1 und einen kreisförmigen Querschnitt
3.2 auf. In den Rohrquerschnitt 3.2 ist eine eben ausgebildete, schräg zur Rohrlängsachse
3.1 verlaufende Trennwand 9 eingesetzt, die an ihrem unteren Ende eine etwa stumpfwinklig
abgewinkelte Umlenkwand 9.1 aufweist. An ihrem oberen Ende ist mit der Trennwand 9
ein Deckel 9.2 verbunden, der etwa spitzwinklig zur Ebene der Trennwand 9 abgewinkelt
ist und damit etwa rechtwinklig zur Rohrlängsachse 3.1. Die gesamte Trennwand 9 mit
der Umlenkwand 9.1 und dem Deckel 9.2 ist mit der Innenwand 3.3 des Rohres 3 verlötet.
Damit die Trennwand 9 in der beschriebenen schräg angeordneten Position spaltfrei
in den Innenquerschnitt 3.2 des Rohres 3 eingesetzt und dort dicht verlötet werden
kann, ist ihr Umriß entsprechend gestaltet, d. h. er ergibt sich als schräg zur Achse
3.1 verlaufender Zylinderschnitt, d. h. die Konturen der ebenen Trennwand 9, deren
Ebene senkrecht zur Ebene der Zeichenebene verläuft, sind Teile einer Ellipse. Durch
diese Trennwand 9 in Verbindung mit der Umlenkwand 9.1 wird eine Umlenkkammer 10 und
ein Sammelraum 11 gebildet. Im unteren Bereich 11.1 des Sammelraumes 11 ist ein Filter
12 mit Trockner 13 angeordnet, die an sich bekannt sind. Der bereits erwähnte Rohrrippenblock
4 besteht vorzugsweise aus nicht näher dargestellten Flachrohren (extrudierte Mehrkammerrohre)
und zwischen ihnen angeordneten Wellrippen. Sämtliche Teile des Kondensators, die
aus einer Aluminiumlegierung bestehen, werden in einem Lötofen hartgelötet. Auch der
Trockner und/oder Filter 12/13 können bereits vor dem Lötvorgang in das Rohr 3 eingesetzt
und mit diesem verlötet werden - hierfür ist das Trocknergranulat in einem lötbaren
Metallkäfig einzuschließen.
[0010] Die Funktion des Kältemittelkondensators 1 bzw. der Kältemittelfluß ist folgender:
das Kältemittel tritt über den Kältemitteleinlaß 5 in den Kondensator 1 ein und durchströmt
zunächst eine erste Rohrgruppe 4.1, die sich aus der Anordnung der Trennwand 7 ergibt.
In Richtung des Pfeiles F1 strömt das Kältemittel auf die andere Seite des Kältemittelkondensators
und tritt dann in die Umlenkkammer 10 ein, die durch die Trennwand 9 und die Umlenkwand
9.1 gebildet wird. Hier wird das Kältemittel umgelenkt und durchströmt dann eine zweite
Rohrgruppe 4.2 in Richtung des Pfeiles F2. Im Sammelrohr 2 wird dieser Kältemittelstrom
auf Grund der weiteren Trennwand 8 umgelenkt, durchströmt in einer dritten Rohrgruppe
4.3 in Richtung des Pfeiles F3 den Kondensator nach rechts und tritt dort in den Sammlerraum
11 ein. Hier kommt das Kältemittel mit dem Trockner 13 in Kontakt und wird dehydriert.
Nach Durchströmen des Filters 12 gelangt das Kältemittel, welches nunmehr ausschließlich
in flüssiger Phase vorliegt, in die letzte Rohrgruppe 4.4 und strömt in Richtung des
Pfeiles F4 zum Kältemittelauslaß 6. Im Sammlerraum 11 trennt sich die gasförmige von
der flüssigen Phase, so daß sich im oberen Bereich 11.2 vorwiegend gasförmiges Kältemittel
befindet.
[0011] Fig. 3 zeigt die Trennwand 9 als gestanztes Blechteil, d. h. die Bereiche 9, 9.1 und 9.2
liegen noch in einer Ebene. Die eigentliche Trennwand 9 weist an ihren Außenseiten
(Umriß) zwei elliptische Bogenstücke 9.4 und 9.5 auf, deren genaue Kontur sich aus
einem schrägen Schnitt durch den Rohrzylinder 3 mit dem Kreisquerschnitt 3.2 ergibt.
An diese beiden elliptischen Konturen 9.4 und 9.5 sind einerseits ein Kreisquerschnitt
9.2 über einen schmalen Verbindungssteg 9.6 angesetzt und andererseits ein etwa halbkreisförmiges
Ansatzstück 9.1, welches die Umlenkwand bildet. Schließlich ist zur Fixierung der
Trennwand im Rohr 3 ein zungenförmiger Ansatz 9.3 mit ausgestanzt, der in nicht dargestellter
Weise in eine Öffnung im Rohr 3 eingreift und mit diesem verlötet wird. Nachdem dieses
Blechteil 9, 9.1, 9.2 aus einer ebenen Blechplatine ausgestanzt ist, werden die Teile
9.2 und 9.1 in der oben beschriebenen Weise abgewinkelt und dann in das Rohr 3 eingesetzt.
Alle Teile liegen dann mit relativ geringem Spalt an der Innenwandung 3.2 des Rohres
3 an und können somit dicht verlötet werden.
1. Kältemittelkondensator (1) für eine Kraftfahrzeugklimaanlage, bestehend aus einem
Rohrrippenblock (4) und Sammelrohren (2, 3), die die Enden der Rohre aufnehmen, sowie
einem integrierten Sammler (3), wobei mindestens ein Sammelrohr (2) mindestens eine
Trennwand (7,8) zur Umlenkung des durch die Rohre (4, 4.1, 4.2, 4.3, 4.4) strömenden
Kältemittels sowie einen Kältemitteleinlaß (5) und/oder einen Kältemittelauslaß (6)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß Sammelrohr und Sammler aus einem Rohr (3) bestehen, welches durch eine schräg zur
Längsachse (3.1) des Rohres (3) verlaufende Trennwand (9) in einen Sammelrohrabschnitt
(10) und einen Sammlerraum (11) unterteilt ist.
2. Kältemittelkondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand (9) als ebenes Blech ausgebildet ist, dessen Umriß (9.4, 9.5) der Verschneidungslinie
eines Schnittes einer Ebene mit dem Mantel (3.3) des Rohres (3) entspricht und die
umfangsseitig mit der Innenwand (3.3) des Rohres (3) verlötet ist.
3. Kältemittelkondensator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (3) als Kreiszylinder (3.2) ausgebildet ist und der Umriß der Trennwand
(9) durch Bogenstücke (9.4, 9.5) einer Ellipse gebildet wird.
4. Kältemittelkondensator nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand (9) einstückig mit einem Deckel (9.2) für den Verschluß des Rohres
(3) ausgebildet ist.
5. Kältemittelkondensator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand (9) einstückig mit einer Umlenkwand (9.1) ausgebildet ist.
6. Kältemittelkondensator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand (9) und deren abgewinkelte Umlenkwand (9.1) zwei Rohrgruppen (4.1,
4.2) mit entgegengesetzter Strömungsrichtung umfassen und eine Umlenkkammer (10) für
das Kältemittel bilden.
7. Kältemittelkondensator nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Umlenkwand (9.1) im Rohr (3) ein Trockner und/oder Filter (12/13) angeordnet
sind.