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(11) |
EP 1 311 355 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.10.2005 Patentblatt 2005/40 |
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Anmeldetag: 25.07.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B21D 5/02 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2001/000254 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/013985 (21.02.2002 Gazette 2002/08) |
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WERKZEUGSPANNVORRICHTUNG FÜR EIN FORMWERKZEUG, INSBESONDERE EINER ABKANTPRESSE
TOOL CLAMPING DEVICE FOR A SHAPING TOOL, ESPECIALLY FOR A PRESS BRAKE
DISPOSITIF DE SERRAGE POUR UN OUTIL DE FORMAGE, EN PARTICULIER POUR UNE PRESSE PLIEUSE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
14.08.2000 AT 13992000
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.05.2003 Patentblatt 2003/21 |
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Patentinhaber: Trumpf Maschinen Austria GmbH & CO. KG. |
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4061 Pasching (AT) |
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Erfinder: |
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- SPERRER, Gerhard
A-4552 Wartberg/Krems (AT)
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Vertreter: Secklehner, Günter |
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Rechtsanwalt,
Pyhrnstrasse 1 8940 Liezen 8940 Liezen (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 934 782 US-A- 4 620 435
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GB-A- 939 305
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Werkzeugspannvorrichtung, wie im Oberbegriff des Anspruches
1 beschrieben (siehe z.B. EP-A- 0 934 782).
[0002] Zur lösbaren Halterung von Formwerkzeugen, wie z.B. Pressenstempel, Pressengesenk
an Druckbalken, insbesondere an Abkantpressen, sind in Längsrichtung des Druckbalkens
verlaufende und mit diesem bewegungsfest verbundene Werkzeugadapter, die eine nutförmige
Aufnahme für die Werkzeuge ausbilden, bekannt. In der Aufnahme werden die Werkzeuge
mittels einer Klemmeinrichtung positioniert und gehaltert. Die Ausbildung der Werkzeugadapter
und der Werkzeuge ist modulartig aufeinander abgestimmt und ist ein Druckbalken durch
eine Aneinanderreibung der Werkzeugadapter, die eine Teillänge einer Länge des Druckbalkens
aufweisen, bestückt.
[0003] Der Werkzeugadapter wird nach dieser bekannten Ausführung an einer Seitenfläche des
Druckbalkens befestigt und weist zur Übertragung der Preßkraft ein mit der Stirnfläche
des Druckbalkens zusammenwirkendes und an dieser zur Anlage kommendes Druckstück auf.
Nachteilig bei dieser Ausführung ist, daß die bei einem Preßvorgang auftretende Biegeverformung
des Druckbalkens und den sich der Biegelinie anpassenden Werkzeugadaptem in Folge
des unterschiedlichen Radius der neutralen Zone zum Krümmungsmittelpunkt eine undefinierbare
Relativbewegung in Richtung der Längserstreckung des Druckbalkens zwischen diesen
und den Werkzeugadaptern bewirkt. Dadurch tritt im Extremfall ein Wandern der Werkzeugadapter
am Druckbalken aus einer vorgegebenen Position innerhalb eines durch Toleranzen vorgegebenen
Spiels der Befestigungselemente ein. Diese Relativverschiebung, die auch zwischen
dem Unter- und Oberwerkzeug eintritt, verursacht fehlerhaft bearbeitete Werkteile
und damit einen erhöhten Kontrollaufwand und eine Kostenerhöhung.
[0004] Das Dokument US 4,620,435 A betrifft eine Biegekompensationsvorrichtung für eine
Werkzeugaufnahmevorrichtung einer Biegepresse. Bei über eine Gesamtlänge eines Biegebalkens
vorgenommenen Umformvorgängen wird durch eine über die Gesamtlänge verteilte unterschiedliche
Federungscharakteristik der Kompensationsvorrichtung ein Ausgleich der Biegelinie
der Pressenbalken dadurch bewirkt, dass über die Gesamtlänge der unter Last verformten
Pressenbalken ein gleicher Steigungswinkel der Biegekurve erreicht wird. Durch diese
Maßnahmen zum Vorwölben eines Werkzeugsatzes wird ein über den gesamten Umformbereich
gleichmäßiger Eingriff der Biegewerkzeuge erzielt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es nunmehr, eine Werkzeugspannvorrichtung zu schaffen,
bei der die Werkzeugadapter nach Beendigung des die Durchbiegung bewirkenden Preßvorganges
und Auftreten einer Lageänderung der Werkzeugadapter gegenüber dem Druckbalken in
die Ursprungslage zurückgeführt werden.
[0006] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Anspruch 1 wiedergegebenen Merkmale
erreicht. Der überraschende Vorteil dabei ist, daß damit ein Wandern der Formwerkzeuge
bzw. der Werkzeugadapter in der Werkzeugspannvorrichtung in Längsrichtung des Druckbalkens,
bedingt durch die Durchbiegung bei der Kraftaufbringung und den dabei auftretenden
unterschiedlichen Längenänderungen wirkungsvoll vermieden wird.
[0007] Vorteilhaft sind dabei Ausbildungen nach den Ansprüchen 2 bis 6, wodurch der Aufnahmebereich
des Werkzeugadapters für das Formwerkzeug gegenüber dem Verbindungsbereich, in dem
der Werkzeugadapter mit dem Druckbalken kraftschlüssig verbunden ist, Ausgleichsbewegungen
in Längsrichtung des Druckbalkens vollführen kann und damit die kraftschlüssige Verbindung
von Seitenkräften unbelastet bleibt und eine automatische Rückstellung des Aufnahmebereiches
in die Ausgangslage nach Beendigung des Pressenhubes erfolgt.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausbildungen beschreiben die Ansprüche 7 bis 11, wodurch die
Reibung in der kraftschlüssigen Klemmverbindung gegenüber der Abstützfläche zwischen
dem Adapter und dem Druckbalken reduziert wird und damit die auftretenden unterschiedlichen
Längendehnungen bei der Durchbiegung ausgeglichen werden und eine Rückführung des
Werkzeugadapters in die Ausgangslage ermöglicht wird.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung beschreibt der Anspruch 12, weil dadurch über
die erforderlichen Befestigungsmittel Rückstellkräfte bei deren Verformung wirksam
werden, die eine Rückführung des Werkzeugadapters in seine Ausgangslage ermöglichen.
[0010] Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 13, weil dadurch die erforderlichen
Rückstellkräfte über konstruktiv einfache und den Montageaufwand bei der Herstellung
der Anlagen nicht wesentlich erhöhende Maschinenelemente erreicht wird.
[0011] Schließlich ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 14 vorteilhaft, weil dadurch die
seitliche Auslenkung und das Rückfederverhalten im Werkzeugadapter zwischen dem Aufnahme-
und dem Verbindungsbereich wahlweise festgelegt werden kann.
[0012] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der in den Figuren beschriebenen
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0013] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Teilbereich eines Druckbalkens einer Abkantpresse mit einem Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Werkzeugspannvorrichtung in Seitenansicht, geschnitten;
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeugspannvorrichtung, geschnitten
gemäß den Linien II - II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine andere Ausführung der erfindungsgemäßen Werkzeugspannvorrichtung in Seitenansicht,
geschnitten;
- Fig. 4
- eine weitere Ausführung der erfindungsgemäßen Werkzeugspannvorrichtung in Seitenansicht,
geschnitten.
[0014] Einführend sei festgehalten, daß in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0015] In den Fig. 1 und 2 ist eine Werkzeughaltevorrichtung 1 einer Werkzeugspannvorrichtung
2 für Formwerkzeuge 3, z.B. Biegestempel, Biegegesenke an einem Druckbalken 4, beispielsweise
für eine Abkantpresse 5, gezeigt.
[0016] Ein an einer Seitenfläche 6 des Druckbalkens 4 mittels einer mit dem Druckbalken
4 verschraubbaren Klemmleiste 7 gehalterter Werkzeugadapter 8 besteht, wie beispielsweise
ausgeführt, aus einem sich gegen eine Druckfläche 9 des Druckbalkens 4 abstützenden
Druckstück 10, das einander gegenüberliegende und das Druckstück 10 überragende leistenförmige
Spannklauen 11, 12 in einem Abstand 13, der einer Dicke 14 des Formwerkzeuges 3 entspricht,
voneinander distanziert, wodurch ein nutförmiger Aufnahmebereich 15 für das Formwerkzeug
3 gebildet ist.
[0017] Eine der Spannklauen 11, 12, im gezeigten Ausführungsbeispiel die Spannklaue 11,
überragt die Druckfläche 9 in Richtung des Druckbalkens 4 und überlappt diesen an
der Seitenfläche 6, wodurch ein Verbindungsbereich 16 für eine reibschlüssige Anlage
der Spannklaue 11 und damit des Werkzeugadapters 8 im Zusammenwirken mit der Klemmleiste
7 einer Anzahl von den Druckbalken 4 querenden, in Gewindeeingriff mit der Klemmleiste
7 stehenden Befestigungselementen 17, z.B. Schrauben, erreicht wird. Die in bezug
auf das Druckstück 10 der Spannklaue 11 gegenüberliegende Spannklaue 12 ist hingegen
nur im Bereich einer Seitenfläche 18 des Druckstückes 10 und dieses in Richtung des
Formwerkzeuges 3 überragend angeordnet, wobei die die Spannklauen 11, 12 und das Druckstück
10 querenden Spannschrauben 19 in Gewindeeingriff mit dem Druckstück 10 stehen und
damit eine lösbare Halterung des Formwerkzeuges 3 erreicht wird.
[0018] Die Ausbildung des Werkzeugadapters 8 sieht nunmehr eine elastisch rückstellbare,
in Richtung der Längserstreckung des Druckbalkens 4 gemäß einem Doppelpfeil 20 mögliche
Relativverstellung zwischen dem Aufnahmebereich 15 und dem Verbindungsbereich 16 vor.
Dazu ist zwischen diesen Bereichen eine über eine gesamte Dicke 21 eines Klemmfortsatzes
22 und in etwa parallel zur Druckfläche 9 des Druckbalkens 4 verlaufende Materialdurchtrennung
23, z.B. Trennfuge 24, vorgesehen, die in Richtung einer Länge 25 des Werkzeugadapters
8 verläuft und in einem Seitenabstand 26 zu entgegengesetzten Stirnseitenflächen 27,
28 des Werkzeugadapters 8 in zu diesen Stirnseitenflächen 27, 28 parallel in Richtung
der Werkzeugaufnahme 15 verlaufende Materialdurchtrennungen 29 übergeht. Damit werden
längs den Stirnseitenflächen 27, 28 verlaufende Verbindungsstege 30, 31 geschaffen,
die in Folge der Materialelastizität des Werkzeugadapters 8 eine federelastische Überbrückung
zwischen dem Aufnahmebereich 15 und dem Verbindungsbereich 16 bilden. Ein in Richtung
des Doppelpfeils 20 möglicher relativer Verstellweg zwischen dem Aufnahmebereich 15
und dem Verbindungsbereich 16 beträgt dabei maximal ein durch eine Fugenbreite 32
vorgegebenes Maß.
[0019] Dem Aufnahmebereich 15 zugewandte Endbereiche 33, 34 der längs der Stirnseitenflächen
27, 28 verlaufenden Materialdurchtrennungen 29 können verschiedentlich ausgeformt
sein, um das Ausfeder- und Rückstellverhalten der Verbindungsstege 30, 31 zu erzielen.
Die Verbindungsstege 30, 31 bilden durch die federelastischen Eigenschaften des Materials
des Werkzeugadapters 8 Rückstellmittel 34, 35 aus, die einen Ausgleich der unterschiedlichen,
bei Durchbiegung des Druckbalkens 3 bei einem Arbeitshub auftretenden Längendifferenzen
und dabei verbundenen Verschiebewirkungen zwischen dem Druckbalken 3 und dem Werkzeugadapter
8 entgegenwirken und damit ein sogenanntes Wandern der Werkzeugadapter 8 längs der
Druckfläche 9 wirkungsvoll verhindern.
[0020] In der Fig. 3 ist eine andere Ausführung eines mit einem Rückstellmittel 36 ausgestatteten
Werkzeugadapters 8 gezeigt. Nach dieser Ausbildung wirkt das Rückstellmittel 36 zwischen
dem Werkzeugadapter 8 und dem Druckbalken 4. Im wesentlichen entspricht dabei der
Werkzeugadapter 8 der Ausführung der bereits zuvor beschriebenen Figuren, wobei allerdings
nach dieser Ausführung das Augenmerk darauf gelegt wird, daß bei einer durch die unterschiedlichen
Biegelinien eintretenden Verschiebung des Werkzeugadapters 8 am Druckbalken 4 nach
Beendigung des Druckhubes und damit der Durchbiegung durch die Rückstellmittel 36
eine Rückführung des Werkzeugadapters 8 am Druckbalken 4 in die Ursprungslage erfolgt.
Dazu weisen der Werkzeugadapter 8 und/oder der Druckbalken 4 im Verbindungsbereich
den Reibbeiwert mindernde Gleit- oder Rollmittel 37 auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind zwischen dem Werkzeugadapter 8 und dem Druckbalken 4 Wälzkörper vorgesehen, die
eine Relativbewegung in Richtung der Längserstreckung des Druckbalkens 4 ermöglichen.
Ebenso sind zwischen der Klemmleiste 7 und dem Druckbalken 4 eine derartige Relativbewegung
zulassende Wälzkörper angeordnet. Die Befestigungselemente 17, mit denen die Klemmleiste
7 mit dem Werkzeugadapter 8 unter Zwischenschaltung der Wälzkörper befestigt sind
und den Druckbalken 4 durchragt, wirken als Rückstellfedern 38. Bei einer Relativbewegung
tritt eine Biegeverformung der Befestigungselemente 17 ein. Nach Wegfall der die Relativbewegung
verursachenden Kraft tritt in Folge der Federelastizität ein Rückfedern in die ursprüngliche
und gestreckte Lage ein, wodurch der Werkzeugadapter 8 in bezug auf den Druckbalken
4 in seine Ursprungslage zurückgeführt wird und damit ein kontinuierliches, mit jedem
einzelnen Arbeitstakt verbundenes Wandern des Werkzeugadapters 8 unterbunden wird.
[0021] Selbstverständlich sind auch weitere Mittel zur Verminderung des Reibbeiwertes zwischen
dem Werkzeugadapter 8, der Klemmleiste 7 und dem Druckbalken 4 möglich. Beispielsweise
ist eine Beschichtung der im Verbindungsbereich 16 miteinander in Reibschluß stehenden
Oberflächen mit Kunststoffen, z.B. Teflon, möglich, das einen besonders geringen Reibbeiwert
aufweist.
[0022] Selbstverständlich sind anstelle der Wälzkörper im Verbindungsbereich 16 auch Kugelkörper
anwendbar.
[0023] In der Fig. 4 ist eine andere Ausführung eines Rückstellmittels 39 zwischen dem Werkzeugadapter
8 und dem Druckbalken 4 zur Rückführung einer erfolgten Wanderbewegung zwischen dem
Werkzeugadapter 8 und dem Druckbalken 4 gezeigt. Bei dieser Ausführung, bei der der
Werkzeugadapter 8, wie bereits in den vorhergehenden Figuren beschrieben, ausgebildet
ist, sind die Rückstellmittel 39 als zur Druckfläche 9 des Druckbalkens 4 in senkrechter
Richtung zwischen dem Druckbalken 4 und dem Druckstück 10 eingesetzte, als Biegefedern,
Stabfedern ausgebildete Stifte 40 vorgesehen, die bei einer Relativbewegung zwischen
dem Druckbalken 4 und dem Druckstück 10 beim Auftreten einer Verschiebekraft eine
Biegeverformung erfahren, wobei nach Wegfall der Verschiebekraft durch die Rückfederung
eine Rückführung in die Ursprungsposition erfolgt. Aufnahmebohrungen 41, 42 im Druckbalken
4 und dem Druckstück 10 sind als abgesetzte Bohrungen ausgeführt, die eine Freistellung
der Stifte 40 für eine Biegeverformung bewirken.
[0024] Es ist aber auch möglich, die bzw. das Rückstellmittel 39 unmittelbar im Druckbalken
anzuordnen und dieses direkt am Formwerkzeug 3 anwirken zu lassen, damit eine Relativbewegung,
die das Formwerkzeug 3 durch die Biegeverformung des Druckbalkens 4 vollzieht, auszugleichen
bzw. das Formwerkzeug 3 in seine Ausgangslage rückzuführen.
[0025] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, daß zum besseren Verständnis
der Werkzeughaltevorrichtung 1 diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0026] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
1. Werkzeugspannvorrichtung (2) für ein Formwerkzeug (3), insbesondere Biegestempel,
Biegegesenk an einem Druckbalken (4), insbesondere einer Abkantpresse (5), mit einem
zur lösbaren Halterung des Formwerkzeuges (3) ausgebildeten, am Druckbalken (4) befestigbaren
Werkzeugadapter (8), dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem Aufnahmebereich (15) des Werkzeugadapters (8) für das Formwerkzeug
(3) und einem Verbindungsbereich (16) des Werkzeugadapters (8) mit dem Druckbalken
(4) oder zwischen dem Druckbalken (4) und dem Werkzeugadapter (8) bzw. dem Formwerkzeug
(3) zumindest ein einer Relativbewegung zwischen dem Werkzeugadapter (8) bzw. dem
Formwerkzeug (3) und dem Druckbalken (4) in Richtung einer Längserstreckung entgegenwirkendes,
federelastisches Rückstellmittel (34, 35, 36, 39) angeordnet ist.
2. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückstellmittel (34, 35) durch zumindest einen zwischen dem Aufnahmebereich (15)
und dem Verbindungsbereich (16) des Werkzeugadapters (8) angeordneten federelastischen
Verbindungssteg (30, 31) gebildet ist.
3. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (30, 31) einstückig mit dem Aufnahmebereich (15) und dem Verbindungsbereich
(16) des Werkzeugadapters (8) verbunden ist und durch eine im Werkzeugadapter (8)
angeordnete Materialdurchtrennung (23, 29), insbesondere eine bereichsweise verlaufende
Trennfuge (24), gebildet ist.
4. Werkzeugspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugadapter (8) zwei längs Stirnseitenflächen (27, 28) verlaufende, den Aufnahmebereich
(15) mit dem Verbindungsbereich (16) verbindende Verbindungsstege (30, 31) aufweist.
5. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialdurchtrennung (23, 29) bzw. Trennfuge (24) im wesentlichen U-förmig verläuft,
wobei eine eine Basis ausbildende Materialdurchtrennung (23) benachbart und in etwa
parallel zum Verbindungsbereich (16) verläuft und anschließende Schenkel ausbildende
Materialdurchtrennungen dazu rechtwinkelig und in etwa parallel zu den Stirnseitenflächen
(27, 28) des Werkzeugadapters (8) verlaufen.
6. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Endbereiche (33) der die Schenkel ausbildenden Materialdurchtrennungen (29) zueinander
winkelig verlaufende Trennfugen ausbilden.
7. Werkzeugspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugadapter (8) an einer seitlichen Oberfläche (6) des Druckbalkens (4) mittels
einer Klemmleiste (7) gehaltert ist.
8. Werkzeugspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Verbindungsbereich (16) des Werkzeugadapters (8) und des Druckbalkens (4) den
Reibwert mindernde Gleit- oder Rollmittel (37) angeordnet sind.
9. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer Spannfläche der Klemmleiste (7) und dem Druckbalken (4) den Reibwert
mindernde Gleit- oder Rollmittel (37) angeordnet sind.
10. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleit- oder Rollmittel (37) durch eine Kunststoffschichte am Verbindungsbereich
des Werkzeugadapters (8) und der Spannfläche der Klemmleiste (7) oder der Oberfläche
(6) des Druckbalkens (4) gebildet sind.
11. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleit- oder Rollmittel (37) durch im Verbindungsbereich (16) und der Spannfläche
angeordnete Wälzkörper (37) gebildet sind.
12. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die federelastischen Rückstellmittel (36) durch Befestigungselemente (17), insbesondere
Spannschrauben 19, gebildet sind.
13. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellmittel (38) durch zwischen dem Werkzeugadapter (8) und dem Druckbalken
(4) angeordnete, als Stabfedem wirkende Stifte (40) gebildet sind.
14. Werkzeugspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmebereich (15) mit dem Verbindungsbereich (16) einen meanderförmig in Richtung
der Längserstreckung verlaufenden, durch Materialdurchtrennungen ausgebildeten Stegeverbund
zwischen dem Aufnahmebereich (15) und dem Verbindungsbereich (16) aufweist.
1. Tool-clamping device (2) for a shaping tool (3), especially for a press brake, bending
die, on a compression beam (4), in particular an edging press (5), with a tool adapter
(8) attached to the compression beam (4) designed to releasably hold the forming tool
(3), characterised in that at least one resiliently elastic return means (34, 35, 36, 39) is provided between
a receiving region (15) of the tool adapter (8) for the forming tool (3) and a connecting
region (16) of the tool adapter (8) with the compression beam (4) or between the compression
beam (4) and the tool adapter (8) and forming tool (3) to counteract a relative displacement
between the tool adapter (8) and forming tool (3) and the compression beam (4) in
the direction of a longitudinal extension.
2. Tool-clamping device as claimed in claim 1, characterised in that the return means (34, 35) is provided by means of at least one resilient elastic
connecting web (30, 31) disposed between the receiving region (15) and the connecting
region (16) of the tool adapter (8).
3. Tool-clamping device as claimed in claim 2, characterised in that the connecting web (30, 31) is integrally joined to the receiving region (15) and
the connecting region (16) of the tool adapter (8) and is provided in the form of
a material split (23, 29) in the tool adapter (8), in particular a parting line (24)
extending in certain regions.
4. Tool-clamping device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the tool adapter (8) has two connecting webs (30, 31) extending along terminal end
faces (27, 28) linking the receiving region (15) to the connecting region (16).
5. Tool-clamping device as claimed in claim 3, characterised in that the material split (23, 29) or parting line (24) extends in a substantially U-shaped
arrangement, a material split (23) constituting a base extending adjacent to and substantially
parallel with the connecting region (16), after which material splits forming legs
extend perpendicular thereto and substantially parallel with the side faces (27, 28)
of the tool adapter (8).
6. Tool-clamping device as claimed in claim 5, characterised in that end regions (33) of the material splits (29) constituting the legs form parting lines
extending at an angle to one another.
7. Tool-clamping device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that the tool adapter (8) is held on a side face (6) of the compression beam (4) by means
of a clamping block (7).
8. Tool-clamping device as claimed in one or more of the preceding claims, characterised in that sliding or rolling means (37) which reduce the friction value are disposed in the
connecting region (16) of the tool adapter (8) and the compression beam (4).
9. Tool-clamping device as claimed in claim 7, characterised in that sliding or rolling means (37) which reduce the friction value are disposed between
a clamping surface of the clamping block (7) and the compression beam (4).
10. Tool-clamping device as claimed in claim 8, characterised in that the sliding or rolling means (37) are provided in the form of a layer of synthetic
material on the connecting region of the tool adapter (8) and the clamping surface
of the clamping block (7) or the surface (6) of the compression beam (4).
11. Tool-clamping device as claimed in claim 8, characterised in that the sliding or rolling means (37) are provided in the form of rolling elements (37)
provided in the connecting region (16) and for the clamping surface.
12. Tool-clamping device as claimed in claim 1, characterised in that the resiliently elastic return means (36) are provided in the form of fixing elements
(17), in particular clamping screws (19).
13. Tool-clamping device as claimed in claim 1, characterised in that the return means (38) are provided in the form of pins (40) between the tool adapter
(8) and the compression beam (4) acting as rod springs.
14. Tool-clamping device as claimed in claim 1, characterised in that the receiving region (15) with the connecting region (16) has a web link between
the receiving region (15) and the connecting region (16) in the form of material splits
meandering in the direction of the longitudinal extension.
1. Dispositif de serrage d'outil (2) pour un outil de formage (3), en particulier un
poinçon de formage, une matrice à plier à une poutre de compression (4), en particulier
d'une presse plieuse (5), avec un adaptateur d'outil (8) réalisé pour la retenue amovible
de l'outil de formage (3), pouvant être fixé à la poutre de compression (4), caractérisé en ce qu'au moins un moyen de rappel (34, 35, 36, 39) ayant une élasticité de ressort, s'opposant
à un mouvement relatif entre l'adaptateur d'outil (8) respectivement l'outil de formage
(3) et la poutre de compression (4) en direction d'une extension longitudinale est
disposé entre une zone de réception (15) de l'adaptateur d'outil (8) pour l'outil
de formage (3) et une zone de liaison (16) de l'adaptateur d'outil (8) avec la poutre
de compression (4) ou entre la poutre de compression (4) et l'adaptateur d'outil (8)
respectivement l'outil de formage (3).
2. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de rappel (34, 35) est formé par au moins une baguette de liaison (30, 31)
ayant une élasticité de ressort disposée entre la zone de réception (15) et la zone
de liaison (16) de l'adaptateur d'outil (8).
3. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 2, caractérisé en ce que la baguette de liaison (30, 31) est reliée en une pièce à la zone de réception (15)
et à la zone de liaison (16) de l'adaptateur d'outil (8) et est formée par une séparation
de matériau (23, 29) disposée dans l'adaptateur d'outil (8), en particulier par une
fente de séparation (24) s'étendant par zones.
4. Dispositif de serrage d'outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'adaptateur d'outil (8) présente deux baguettes de liaison (30, 31) s'étendant le
long de faces latérales frontales (27, 28), reliant la zone de réception (15) à la
zone de liaison (16).
5. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 3, caractérisé en ce que la séparation de matériau (23, 29) respectivement la fente de séparation (24) s'étend
sensiblement en forme de U, où une séparation de matériau (23) constituant une base
s'étend au voisinage et à peu près parallèlement à la zone de liaison (16), et que
des séparations de matériau qui font suite formant des branches s'étendent perpendiculairement
à celles-ci et à peu près parallèlement aux faces latérales frontales (27, 28) de
l'adaptateur d'outil (8).
6. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 5, caractérisé en ce que des zones d'extrémité (33) des séparations de matériau (29) formant les branches
réalisent des fentes de séparation s'étendant angulairement l'une à l'autre.
7. Dispositif de serrage d'outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'adaptateur d'outil (8) est retenu à une surface latérale (6) de la poutre de compression
(4) par une barrette de serrage (7).
8. Dispositif de serrage d'outil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des moyens de glissement ou de roulement (37) réduisant la valeur de frottement sont
disposés dans la zone de liaison (16) de l'adaptateur d'outil (8) et de la poutre
de compression (4).
9. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 7, caractérisé en ce que des moyens de glissement ou de roulement (37) réduisant la valeur de frottement sont
disposés entre une face de serrage de la barrette de serrage (7) et la poutre de compression
(4).
10. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 8, caractérisé en ce que les moyens de glissement ou de roulement (37) sont formés par une couche de matériau
synthétique à la zone de liaison de l'adaptateur d'outil (8) et de la face de serrage
de la barrette de serrage (7) ou de la surface (6) de la poutre de compression (4).
11. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 8, caractérisé en ce que les moyens de glissement ou de roulement (37) sont formés par des corps de roulement
(37) disposés dans la zone de liaison (16) et de la face de serrage.
12. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens de rappel (36) ayant une élasticité de ressort sont formés par des éléments
de fixation (17), en particulier des vis de serrage (19).
13. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens de rappel (38) sont formés par des tiges (40) agissant comme des ressorts
à tige, disposés entre l'adaptateur d'outil (8) et la poutre de compression (4).
14. Dispositif de serrage d'outil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone de réception (15) avec la zone de liaison (16) présente un assemblage de
baguettes s'étendant en forme de méandre en direction de l'extension longitudinale,
réalisé par des séparations de matériau entre la zone de réception (15) et la zone
de liaison (16).