[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zusammenbauen, insbesondere
Verlängern, eines Rohrs bzw. Gestänges, insbesondere eines Bohrgestänges, und eines
das Rohr bzw. Gestänge umgebenden Hüllrohrs, wobei an einer Halterung, beispielsweise
Lafette, für die Antriebs- bzw. Einbringeinrichtung des Rohrs bzw. Gestänges eine
insbesondere schwenkbare Hebe- und Positioniereinrichtung zur Aufnahme eines weiteren
Gestänge- und Hüllrohrelements vorgesehen ist, wobei für ein Verschrauben von aneinander
anschließenden Gestängeelementen die Antriebs- bzw. Einbringvorrichtung, welche an
dem das bestehende Gestänge verlängernden Gestängeelement angreift, vorgesehen ist.
[0002] Im Zusammenhang mit der Herstellung von Bohrungen großer Länge unter Einsatz von
mehrteiligen Rohren bzw. Bohrgestängen ist es bekannt, Rohr- bzw. Gestängeelemente
mit Hilfe einer Zufuhr- bzw. Magaziniervorrichtung in eine im wesentlichen mit einem
bereits in einer Bohrung befindlichen Rohr bzw. Gestänge fluchtende Lage zu bringen,
worauf in weiterer Folge im wesentlichen händisch ein Verschrauben von derartigen
zusätzlichen Verlängerungselementen mit den bereits bestehenden Rohr- bzw. Gestängeelementen
erfolgt. Derartige Zufuhr- bzw. Magaziniervorrichtungen sind beispielsweise aus der
DE-A 198 43 167, der
EP-B 0 527 460 oder der
EP-A 0 942 146 bekannt. Wenn auch mit Hilfe derartiger bekannter Zufuhr- bzw. Handhabungsvorrichtungen
eine Arbeitserleichterung bei der Positionierung von derartigen eine große Länge und
damit auch vergleichsweise großes Gewicht aufweisenden Verlängerungselementen möglich
wird, wird unverändert durch das Erfordernis einer manuellen Verbindung derartiger
Rohr- bzw. Gestängeteile, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von entsprechenden, händisch
zu betätigenden Werkzeugen, ein erhöhter Arbeits- und Zeitaufwand erforderlich. Weiters
muß berücksichtigt werden, daß beispielsweise für Anker- oder Sicherungsbohrungen
bei Herstellung eines Tunnels derartige Arbeiten im vordersten, teilweise ungeschützten
Bereich eines derartigen Abbaus vorgenommen wurden müssen, so daß auch ein entsprechend
hohes Sicherheitsrisiko für das Bedienungspersonal mit derartigen Arbeiten verbunden
ist. Darüber hinaus ist bei Durchführung derartiger Arbeiten insbesondere beim Tunnelvortrieb
mit äußerst beengten Platzverhältnissen zu rechnen.
[0003] Für ein automatisiertes Verbinden von Gestänge- oder Rohrelementen wird darüber hinaus
beispielsweise in der
US-A 4 955 757, der
EP-A 0 685 630, der
EP-A 0 860 581, der
EP-A 0 860 582 oder der
EP-A 0 919 692 die Verwendung des üblicherweise für den Bohrvorgang eingesetzten Drehantriebs vorgeschlagen.
Selbst bei Vorsehen eines das Bohrgestänge umgebenden Hüllrohrs bzw. Mantelrohrs wird
unmittelbar der Drehantrieb für ein Verbinden herangezogen, woraus sich ergibt, daß
während des Bohrvorgangs neben dem Bohrgestänge auch das Hüllrohr einer Drehbeaufschlagung
unterworfen sein muß und dementsprechend massiv ausgebildet sein muß. Weiters ist
nachteilig, daß nur eine gemeinsame bzw. gekoppelte Verlängerung des Bohrgestänges
und des Hüllrohrs mit den bekannten Vorrichtungen erzielbar ist.
[0004] In der
EP 0 379 187 A1 ist ein Erdbohrgerät beschrieben, bei welchem ein ein Innengestänge umgebendes Außengestänge,
welches selbst Bohrarbeit verrichtet, nach Beendigung des Bohrvorganges wiederum aus
dem gebildeten Bohrloch herausgezogen wird.
[0005] Die vorliegende Erfindung zielt ausgehend von dem eingangs genannten Stand der Technik
darauf ab eine Vorrichtung zum Zusammenbauen, insbesondere Verlängern eines Rohrs
bzw. Gestänges, insbesondere eines Bohrgestänges und eines das Bohrgestänge umgebenden
Hüllrohrs, zur Verfügung zu stellen, mit welchem bzw. welcher eine weitere Automatisierung
des Vorganges einer Verlängerung von Gestänge- und Hüllrohrelementen möglich wird.
Durch eine derartige Automatisierung wird nicht nur auf eine Vereinfachung der Handhabung
sondern auch gleichzeitig auf eine Verkürzung des für eine Verlängerung derartiger
Rohre oder Gestänge erforderlichen Arbeits- und Zeitaufwandes abgezielt. Weiters wird
auf eine insbesondere getrennte Verbindung von Gestängeelementen und Hüllrohrelementen
abgezielt.
[0006] Zur Lösung der oben genannten Aufgaben ist eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß für ein Verschrauben von aneinander
anschließenden Hüllrohrelementen eine gesonderte Drehvorrichtung für eine kontinuierliche
Drehbewegung vorgesehen ist, daß die gesonderte Drehvorrichtung an einer an der Halterung,
beispielsweise Lafette, gesondert festlegbaren Abstütz- bzw. Supportvorrichtung festlegbar
ist und mit einem Hüllrohrelement in Eingriff bringbar ist und daß an der Support-
bzw. Abstützvorrichtung zusätzlich eine Zentrier- und Klemmvorrichtung für ein Ergreifen
des zu verlängernden Gestänges bzw. Hüllrohrs vorgesehen ist. Das automatisierte Verbinden
bzw. Verschrauben von aneinander anschließenden Rohr- bzw. Gestängeelementen wird
erfindungsgemäß durch den entsprechenden Drehantrieb für das Bohrgestänge vorgenommen,
während für die Verlängerung des Hüllrohrs eine entsprechende, üblicherweise kleinbauende,
getrennte Drehvorrichtung vorgesehen ist, da für ein Verschrauben des gegebenenfalls
dünnwandigen Hüllrohrs keine übermäßig großen Kräfte aufgebracht werden müssen. Dies
ermöglicht eine besonders einfache Halterung der zusätzlichen Drehvorrichtung für
die Verlängerung des Hüllrohrs bei entsprechend geringem Platzbedarf und ohne Beeinflussung
bzw. Beeinträchtigung der Antrieb- bzw. Einbringeinrichtung für das Gestänge.
[0007] Durch Vorsehen einer gesondert festlegbaren Abstütz- bzw. Supportvorrichtung für
eine derartige Drehvorrichtung wird es darüber hinaus möglich, bestehende Halterungen,
insbesondere Lafetten, auch entsprechend nachzurüsten, so daß bestehende Bohrlafetten
nicht neu konstruiert bzw. umgebaut werden müssen, sondern für die Automatisierung
des Verschraubungs- bzw. Verbindungsvorganges in einfacher Weise adaptiert werden
können.
[0008] Um während des Verbindungsvorganges der aneinander anschliessenden Hüllrohr- und
Gestängeelemente ein Bewegen des bereits in der Bohrung befindlichen Hüllrohrs und
Gestänges mit Sicherheit vermeiden zu können, wodurch gegebenenfalls Probleme bzw.
Unsicherheiten betreffend eine Zentrierung und eine vollständige Verbindung bzw. Verschraubung
der Verlängerungselemente resultieren können, ist zusätzlich eine an dem zu verlängernden
Hüllrohr und Gestänge angreifende Klemmeinrichtung vorgesehen. Eine derartige Klemmeinrichtung
wird gemeinsam mit der Hebe- und Positioniereinrichtung während des Positioniervorganges
mit dem zu verlängerten Rohr bzw. Gestänge und Hüllrohr in Eingriff gebracht, um ein
sicheres Ergreifen des bereits in der Bohrung befindlichen und Hüllrohrs bzw. Gestänges
sicherstellen.
[0009] Wie oben bereits angedeutet, ist in einer Vielzahl vpn Fällen bei Herstellung eines
Bohrloches insbesondere für ein nachträgliche Verankerung nicht nur ein Bohrgestänge
zur Herstellung der Bohrung und zum Einbringen des Bohrwerkzeugs vorgesehen, sondern
es ist darüber hinaus ein Hüll- bzw. Mantelrohr vorgesehen. In diesem Zusammenhang
wird für ein gleichzeitiges Verlängern sowohl des üblicherweise mittig angeordneten
Bohrgestänges als auch des Hüllrohrs vorgeschlagen, daß wenigstens eine zusätzliche
Zentriervorrichtung für ein Zentrieren des Bohrgestänges im Hüllrohr vorgesehen ist.
Die Zentrierung des Bohrgestänges im Hüllrohr kann hiebei bevorzugt dadurch vereinfacht
bzw. erleichtert werden, daß an der Hebe- und Positioniereinrichtung eine insbesondere
schwenkbare Zentriervorrichtung vorgesehen ist.
[0010] Für eine weitere Vereinfachung der Handhabung und insbesondere zur Verringerung des
Platzbedarfs nach Fertigstellung der Verlängerung während des Bohrvorganges ist gemäß
einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß die zusätzliche Drehvorrichtung
in Längsrichtung des zu verlängernden Hüllrohrs an der Support- bzw. Abstützvorrichtung
verschiebbar angeordnet ist, wobei gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
vorgeschlagen wird, daß für die Verschiebung der Drehvorrichtung ein an der Support-
bzw. Abstützvorrichtung gelagerter Antrieb, insbesondere ein Zylinderkolbenaggregat,
vorgesehen ist.
[0011] Um ein ordnungsgemäßes Positionieren für ein Verlängern und Zentrieren eines Hüllrohrs
bzw. Gestänges zu ermöglichen und während des Verschraubungsvorganges Relativbewegungen
zwischen dem zu verlängernden Hüllrohr bzw. Gestänge und dem Verlängerungselement
nach Möglichkeit vermeiden zu können, wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform
vorgeschlagen, daß die Support- bzw. Abstützvorrichtung an ihrem von der Halterung,
insbesondere Lafette, abgewandten Ende mit einer zusätzlichen Halterungs- bzw. Verankerungsvorrichtung
für ein Verankern bzw. Festlegen in dem Material ausgebildet ist, in welches das Hüllrohr
einzubringen ist. Eine derartige Halterung bzw. Verankerung ermöglicht insbesondere
bei Herstellung von Ankerbohrungen im Bereich der Ortsbrust eines Tunnels eine zuverlässige
Verankerung sowohl der Support- bzw. Abstützvorrichtung als auch der Halterung, insbesondere
Lafette, einerseits für den Verbindungs- bzw. Verlängerungsvorgang als auch für den
nachfolgenden Bohrvorgang.
[0012] Indem mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht nur ein Zuführen von Verlängerungselementen
für Rohre bzw. Gestänge und Hüllrohre mit Hilfe von entsprechenden Zufuhr- bzw. Magazinvorrichtungen,
sondern auch ein automatisches Verbinden bzw. Verschrauben von aneinander anschließenden
Rohr- bzw. Gestängeelementen und Hüllrohrelementen vorgenommen wird, wird es möglich,
auf eine händische Manipulation zum Verbinden bzw. Verlängern derartiger Rohre bzw.
Gestänge und Hüllrohre vollständig zu verzichten. Dabei wird nach einer entsprechenden
Positionierung und fluchtenden Ausrichtung der zu verbindenden Rohr- bzw. Gestängeelemente
und Hüllrohrelemente automatisch die Verbindung bzw. Verschraubung bei Vorsehen eines
Drehantriebs, beispielsweise für ein Drehschlagbohren, unmittelbar durch die Antriebs-
bzw. Einbringvorrichtung für die Gestängeelemente vorgenommen und es wird eine getrennte
Drehvorrichtung für die Hüllrohrelemente eingesetzt, so daß selbsttätig eine Verschraubung
und somit Verlängerung eines entsprechenden Rohrs bzw. Gestänges als auch des Hüllrohres
erzielbar ist. Es wird somit insbesondere im Untertagebau bzw. beim Tunnelvortrieb
eine Erhöhung der Sicherheit der Bedienungsmannschaft erzielt, da in dem vordersten
abgebauten Bereich beispielsweise bei einem Setzen von Ankerbohrungen ein längeres
Verweilen für ein Verschrauben derartiger Gestängeelemente und Hüllrohrelemente durch
das Bedienungspersonal nicht mehr erforderlich ist. Durch Vorsehen einer getrennten
Verschraubung des Hüllrohres und des Gestänges kann auch eine entsprechende Anpassung
der für ein automatisiertes Verschrauben eingesetzten, getrennten Antriebe vorgesehen
sein, wobei insbesondere berücksichtigt werden kann, daß das Hüllrohr gegebenenfalls
relativ dünnwandig ausgebildet ist. Ein derartiges Mantel- bzw. Hüllrohr, welches
gleichzeitig bei der Herstellung der Bohrung in das Bohrloch eingebracht wird, dient
beispielsweise dazu, um in weiterer Folge ein Verfüllen der Bohrung zu ermöglichen,
ohne ein Hereinbrechen von umliegenden Material und somit ein teilweises Verlegen
der Bohrung während des Bohrvorganges befürchten zu müssen.
[0013] Weiters läßt sich durch die Automatisierung des Verbindens bzw. Verschraubens insgesamt
der Arbeits- und Zeitaufwand entsprechend verringern, da neben einer automatisierten
Zuführung und Positionierung der Verlängerungselemente unmittelbar durch beispielsweise
auf einer Lafette befindliche Antriebs- bzw. Drehvorrichtungen ein Verbinden bzw.
Verschrauben des zu verlängernden Gestänges als auch des Hüllrohrs erfolgt. Darüber
hinaus sind durch die Automatisierung auch gegebenenfalls mögliche Fehler betreffend
die Verschraubungs- bzw. Verbindungsrichtung von aneinander anschließenden Elementen
bei einer manuellen Betätigung ausgeschaltet, wobei derartige Fehler insbesondere
unter beengten Platzverhältnissen bei einer manuellen Verschraubung nicht mit Sicherheit
vermieden bzw. ausgeschlossen werden können. Besonders wichtig ist die Überwachung
der Drehrichtung des Bohrgestänges, da bei einer gegebenenfalls möglichen Fehlbedienung
bei der Verlängerung desselben ein Lockern bzw. Lösen der Bohrkrone befürchtet werden
muß, woraus eine vollständige Entfernung der Verrohrung und gegebenenfalls eine vollständige
Neudurchführung der Bohrung resultieren würde.
[0014] Für eine weitere Vereinfachung und Beschleunigung der Verbindung der zu verlängernden
Rohr- bzw. Gestängeelementen kann vor dem Verbinden der Gestänge- und Hüllrohrelemente
eine Zentrierung der miteinander zu verbindenden Gestänge- und Hüllrohrelemente vorgenommen
werden. '
[0015] Um ein Verbinden sowohl des üblicherweise zentral angeordneten Bohrgestänges als
auch des das Bohrgestänge umgebenden Hüllrohrs in ebenfalls automatisierter Weise
zu ermöglichen, wird ein Zentrieren des Bohrgestänges in dem Hüllrohr vor einem Verbinden
vorgenommen. Durch ein derartiges vorangehendes Zentrieren des Bohrgestänges im Hüllrohr
wird beim Zuführen der aus jeweils einem Verlängerungselement für das Bohrgestänge
und einem Verlängerungselement für das Hüllrohr bestehenden Einheit unmittelbar eine
exakte Positionierung der Einzelelemente zu den bereits in der Bohrung befindlichen
Elementen vorgenommen, worauf anschließend ein getrenntes Verbinden bzw. Verschrauben
sowohl des Bohrgestänges als auch des Hüllrohrs durch die Antriebs- bzw. Einbringvorrichtung
als auch die gesonderte Drehvorrichtung vorgenommen wird.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung
eines Verfahrens zum Zusammenbauen, insbesondere Verlängern, eines Rohrs bzw. Gestänges
und eines Hüllrohrs;
Fig. 2 in einer schematischen Teilansicht in gegenüber Fig. 1 vergrößertem Maßstab
im Schnitt entlang der Linie II-II die Hebe- bzw. Positioniereinrichtung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gemäß Fig. 1; und
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung teilweise im Schnitt einen Teilbereich der erfindungsgemäßen
Vorrichtung umfassend eine gesonderte Drehvorrichtung sowie einer Klemm- und Zentriervorrichtung
für das zu verlängernde Rohr bzw. Gestänge.
[0017] In Fig. 1 und 2 ist schematisch mit 1 eine Halterung bzw. Lafette einer nicht näher
dargestellten Bohrvorrichtung bezeichnet, wobei an der Lafette 1 eine allgemein mit
2 bezeichnete schwenkbare Hebe- und Positioniervorrichtung angelenkt ist, mit welcher
zur Verlängerung eines bereits in einem schematisch mit 3 bezeichneten Material eingebrachten
Rohrs bzw. Gestänges zusätzliche Verlängerungselemente in Form eines zentralen Bohrgestängeelements
4 und eines das Bohrgestänge 4 umgebenden Hüllrohrelements 5 bewegt werden können.
[0018] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, gelingt über die Hebe- und Positioniervorrichtung ein
Anheben eines Rohr- bzw. Gestängeelements aus der strichliert mit 4' bzw. 5' dargestellten
Position, in welcher ein Anordnen von Verlängerungselementen 4 bzw. 5 an der Hebe-
und Positioniereinrichtung 2 erfolgt, in eine mit 4 bzw. 5 angedeutete, angehobene
Position über einen entsprechenden Schwenkmechanismus 6, worauf in weiterer Folge
eine Verbindung der Rohr- bzw. Gestängeelemente 4, 5 mit bereits in dem Bohrloch 7
befindlichen Rohr bzw. Gestängeelementen erfolgt.
[0019] Wie aus der schematischen Darstellung gemäß Fig. i weiters ersichtlich, ist an dem
zum Material bzw. der Ortbrust 3 gewandten vorderen Abschnitt der Lafette 1 eine zusätzliche
Support- bzw. Abstützvorrichtung 8 gelagert, welche im Detail in Fig. 3 dargestellt
ist. An dieser Support- bzw. Abstützvorrichtung 8 ist einerseits eine Zentrier- und
Klemmvorrichtung 9 gelagert und es weiters, wie dies deutlich aus Fig. 3 ersichtlich
werden wird, ein zusätzlicher Drehantrieb 10 gelagert.
[0020] Für ein Verlängern der Rohr- bzw. Gestängeelemente wird in einem ersten Arbeitsschritt
nach einem Anheben der Rohr- bzw. Gestängeelemente 4, 5 in die in Fig. 2 dargestellte
aufgerichtete Position über die Hebe- und Positioniereinrichtung 2 zuerst ein Verbinden
des zentralen Bohrgestänges 4 dadurch vorgenommen, daß an dem von der Ortsbrust 3
abgewandten Ende die schematisch mit 11 angedeutete Antriebs- bzw. Einbringeinrichtung
bzw. Bohrvorrichtung 11 angreift, wobei durch die durch die Bohrvorrichtung 11 ausgeübte
Rotationsbewegung ein Verbinden, insbesondere Verschrauben, des Bohrgestänges 4 erfolgt.
[0021] Nach einem derartigen automatisierten Verschrauben bzw. Verlängern des Bohrgestänges
4 erfolgt über einen schematisch mit 12 angedeuteten Verschiebeantrieb ein Verschieben
des das Bohrgestänge 4 umgebenden Hüllrohrs 5 in Richtung des Pfeiles 13 bis in den
Bereich des zusätzlichen Drehantriebs 10, wie dies in Fig. 3 näher dargestellt ist.
[0022] In Fig. 1 ist zusätzlich mit 19 eine das Bohrgestänge 4 beispielsweise gabelförmig
umgebende, an der Hebeeinrichtung 2 schwenkbar angelenkte Zentriereinrichtung angedeutet.
[0023] Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die an der Abstütz- bzw. Supportvorrichtung 8 gelagerte
Klemm- und Zentriereinrichtung 9 das Hüllrohr 5 an den aus der Ortsbrust 3 vorragenden
Abschnitt umgibt und hält, worauf in weiterer Folge nach einem Zuführen des Hüllrohrs
5 entsprechend dem Pfeil 13 gemäß Fig. 1 dieses durch den zusätzlichen Drehantrieb
10 hindurchgeführt wird. Das Hüllrohr 5 wird im zusätzlichen Drehantrieb 10 durch
geeignete Backen- bzw. Klemmvorrichtungen erfaßt und für ein Verbinden mit dem bereits
vorliegenden Hüllrohrelement zu einer Drehbewegung durch den Drehantrieb 10 beaufschlagt,
wobei für diese Drehbewegung ein schematisch mit 14 angedeuteter Motor vorgesehen
ist, welcher beispielsweise über einen Kettenantrieb 15 das das Bohrgestänge 4 umgebende
Hüllrohr 5 zu einer Drehbewegung für ein Verschrauben beaufschlagt.
[0024] Aus Fig. 3 ist weiters ersichtlich, daß die Drehvorrichtung 10 beispielsweise über
ein Zylinderkolbenaggregat 16 im Sinne des Doppelpfeils 17 in Längsrichtung des Bohrgestänges
4 bzw. des Hüllrohrs 5 an der Support- bzw. Abstützvorrichtung 8 bewegbar ist, um
ein ordnungsgemäßes Verschrauben der Hüllrohrelemente 5 mittels des Drehantriebs 10
zu ermöglichen.
[0025] Aus den Fig. 1 und 3 ist weiters ersichtlich, daß die Support- bzw. Abstützvorrichtung
8 mit einer zusätzlichen Verankerungsvorrichtung 18 ausgebildet ist, um ein zuverlässiges
Festlegen sowohl der Lafette 1 als auch der daran festgelegten Abstützvorrichtung
8 an der Ortsbrust 3 für ein gezieltes Abstützen des Bohrgestänges 4 als auch des
Hüllrohrs 5 zu ermöglichen.
[0026] Wie aus den Zeichnungen deutlich ersichtlich, läßt sich durch die sowohl die Klemmvorrichtung
9 als auch den zusätzlichen Drehantrieb 10 tragende Support- bzw. Abstützvorrichtung
8 auch eine bestehende Lafette 1 ohne weiteres für das automatisierte Verlängern,
insbesondere Verschrauben der Rohr- bzw. Gestängeelemente 4 bzw. 5 nachrüsten bzw.
adaptieren.
1. Vorrichtung zum Zusammenbauen, insbesondere Verlängern, eines Rohrs bzw. Gestänges
(4), insbesondere eines Bohrgestänges, und eines das Rohr bzw. Gestänge (4) umgebenden
Hüllrohrs (5), wobei an einer Halterung (1), beilspielsweise Lafette, für die Antriebs-
bzw. Einbringeinrichtung (11) des Rohrs bzw. Gestänges (4) eine insbesondere schwenkbare
Hebe- und Positioniereinrichtung (2) zur Aufnahme eines weiteren Gestänge- und Hüllrohrelements
(4, 5) vorgesehen ist, wobei für ein Verschrauben von aneinander anschließenden Gestängeelementen
(4) die Antriebs- bzw. Einbringvorrichtung (11), welche an dem das bestehende Gestänge
verlängernden Gestängeelement (4) angreift, vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass für ein Verschrauben von aneinander anschließenden Hüllrohrelementen (5) eine gesonderte
Drehvorrichtung (10) für eine kontinuierliche Drehbewegung vorgesehen ist, dass die
gesonderte Drehvorrichtung (10) an einer an der Halterung (1), beispielsweise Lafette,
gesondert festlegbaren Abstütz- bzw. Supportvorrichtung (8) festlegbar ist und mit
einem Hüllrohrelement (5) in Eingriff bringbar ist und dass an der Support- bzw. Abstützvorrichtung
(8) zusätzlich eine Zentrier- und Klemmvorrichtung (9) für ein Ergreifen des zu verlängernden
Gestänges bzw. Hüllrohrs (4, 5) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Hebe- und Positioniereinrichtung (2) eine insbesondere schwenkbare Zentriervorrichtung
(19) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Drehvorrichtung (10) in Längsrichtung des zu verlängernden Hüllrohrs
(5) an der Support- bzw. Abstützvorrichtung (8) verschiebbar angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass für die Verschiebung der Drehvorrichtung (10) ein an der Support- bzw. Abstützvorrichtung
(8) gelagerter Antrieb (16), insbesondere ein Zylinderkolbenaggregat, vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Support- bzw. Abstützvorrichtung (8) an ihrem von der Halterung, insbesondere
Lafette, abgewandten Ende mit einer zusätzlichen Halterungs- bzw. Verankerungsvorrichtung
(18) für ein Verankern bzw. Festlegen in dem Material (3) ausgebildet ist, in welches
das Hüllrohr (5) einzubringen ist.
1. A device for assembling, particularly extending, a tube or rod assembly (4), in particular
a drill rod assembly, and a jacket tube (5) surrounding the tube or rod assembly (4),
wherein a lifting and positioning means (2), in particular a pivotable lifting and
positioning means, is arranged on a support means (1), for instance a bracket, provided
for the actuation and introduction means (11) of the tube or rod assembly (4), to
receive a further rod assembly and jacket tube element (4, 5), wherein the actuation
or introduction means (11), which engage the rod assembly element (4) extending the
existing rod assembly, are provided for a screwing of adjoining rod assembly elements
(4), characterized in that a separate rotation means (10) for a continuous rotational movement is provided for
screwing adjoining jacket tube elements (5), that the separate rotation means (10)
is capable of being fixed to a supporting means (8) separately fixable to the support
or retention means (1), for instance bracket, and being engageable with a jacket tube
element (5) and that a centering and/or clamping means (9) is additionally provided
on the supporting means (8) to seize the rod assembly or jacket tube (4, 5) to be
extended.
2. A device according to claim 1, characterized in that a centering means (19), in particular a pivotable centering means, is provided on
the lifting and positioning means (2).
3. A device according to claim 1 or 2, characterized in that the additional rotation means (10) is arranged on the supporting means (8) so as
to be displaceable in the longitudinal direction of the jacket tube (5) to be extended.
4. A device according to claim 3, characterized in that a driving means (16), in particular a cylinder piston unit, is provided on the supporting
means (8) to enable the displacement of said rotation means (10).
5. A device according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the supporting means (8), on its end facing away from the support means, in particular
bracket, is designed to include an additional holding or anchoring means (18) to be
anchored or fixed in the material (3) in which the jacket tube (5) is to be introduced.
1. Dispositif pour assembler, en particulier prolonger, un tube ou une tige (4), en particulier
une tige de forage, et un fourreau (5) entourant le tube ou la tige (4), dans lequel
un dispositif de levage et de positionnement (2) en particulier pivotant, destiné
à recevoir un autre élément de tige et de fourreau (4, 5), est prévu sur une fixation
(1), par exemple un affût, pour le dispositif d'entraînement ou de mise en place (11)
du tube ou de la tige (4), et dans lequel le dispositif d'entraînement ou de mise
en place (11), qui agit sur l'élément de tige (4) prolongeant la tige existante, est
prévu pour un vissage d'éléments de tige (4) se raccordant les uns aux autres, caractérisé en ce qu'un dispositif de rotation séparé (10) pour un mouvement de rotation continu est prévu
pour un vissage d'éléments de fourreau (5) se raccordant les uns aux autres, que le
dispositif de rotations séparé (10) peut être fixé sur un dispositif support ou d'appui
(8), pouvant être fixé sur la fixation (1), par exemple affût, et peut être amené
en prise avec un élément de fourreau (5) et qu'un dispositif de centrage et/ou de
serrage (9),destiné á saisir la tige ou le fourreau (4, 5) à prolonger, est prévu
en supplément sur le dispositif support ou d'appui (8).
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'un dispositif de centrage (19) en particulier pivotant est prévu sur le dispositif
de levage et de positionnement.
3. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le dispositif de rotation supplémentaire (10) est disposé avec une possibilité de
déplacement sur le dispositif support ou d'appui (8) dans la direction longitudinale
du fourreau (5) à prolonger.
4. Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce qu'un entraînement (16) monté sur le dispositif d'appui ou support (8), en particulier
un ensemble cylindre - piston, est prévu pour le déplacement du dispositif de rotation
(10).
5. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif support ou d'appui (8) est réalisé sur son extrémité opposée à la fixation,
en particulier affût, avec un dispositif de fixation ou d'ancrage (18) supplémentaire
pour un ancrage ou une fixation dans le matériau (3), dans lequel doit être mis en
place le fourreau (5).