[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von Ausbrechteilen, vor allem
von Abfallstücken, aus einem Zuschnitte od.dgl. Flächenstücke enthaltenden Werkstoffbogen
nach dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruches.
[0002] Der EP 0 446 702 B1 des Anmelders ist zu entnehmen, dass Stanzautomaten zum Herstellen
von Zuschnitten aus Kartonbogen in der Faltschachtel-Industrie seit mehr als 30 Jahren
mit Ausbrecheinrichtungen versehen sind, welche bevorzugt in einem Einrichtetisch
außerhalb der Stanzmaschine angeordnet werden. Eine solche Ausbrechstation ist für
die Fertigung von besonderer Bedeutung, da sie bei falscher Nutzung an der Gesamteinrichtezeit
den höchsten Anteil nimmt und eine schlecht eingestellte Ausbrechstation zu laufenden
Störungen des Produktionsablaufes führt.
[0003] In der Ausbrechstation wird der gestanzte Kartonbogen nach dem Erreichen einer vorgegebenen
Rastposition auf der üblicherweise von einem Ausbrechbrett oder einer Matrize angebotenen
Ausbrechfläche mittels von oben drückender Ausbrechstifte oder -schneiden vom Abfall
befreit.
[0004] In der Entwicklung der Ausbrechtechnik stand zuerst der von oben drückende Oberwerkzeugstift,
der das Abfallstück durch den Durchbruch des Ausbrechbrettes führt. Dann kam ein zusätzliches
Unterwerkzeug mit Unterstiften hinzu, welche mit den Oberwerkzeugstiften fluchten
und das Abfallstück klemmend halten. Da ein Ausbrechwerkzeug nur dann ein Abfallstück
sicher auszubrechen vermag, wenn zwischen dem Werkzeug und dem Abfallstück ein gewisser
Kraftschluß besteht, haben sich die genannten Unterstifte als günstiger Widerstand
im Augenblick des Auftreffens des Ausbrechwerkzeuges oder Ausbrechorganes auf das
Abfallstück erwiesen.
[0005] Will man ein Klemmwerkzeug vermeiden, muß der Ausbrechdurchbruch in der Ausbrechfläche
an verschiedenen Stellen kleiner gehalten sein als das ihm zugeordnete Abfallstück,
damit dieses in geringen Flächenbereichen auf der Ausbrechfläche oder Matrize mit
höherer Reibung aufliegt. Der Widerstand entsteht nun beim Auftreffen des Ausbrechstiftes
auf dem Abfall dank der erzeugten Reibung. Beim Durchfahren des Durchbruches mittels
des Ausbrechstiftes und des Abfallteiles entsteht an den engeren Lochwandungen eine
Reibung, wodurch ein gewisser Kraftschluß erzielt ist.
[0006] Bekannt ist aus der DE-A-25 35 452 der sog. DYN-Stift, ein Ausbrechstift mit einer
Spitze, deren i.w. konische Seitenwände mit glatter Oberfläche im Querschnitt konkave
Konturen haben. Beim Ausbrechprozess trifft diese Spitze auf das Abfallstück, das
der Spitze durch sein Auflegen auf den Durchbruchkanten soviel Widerstand entgegensetzt,
dass diese Spitze geringfügig in den Werkstoff des Abfallstückes eindringen kann.
Hierdurch wird ein unerwünschtes seitliches Ausweichen des Abfallstückes unterbunden.
Beim Durchfahren des Durchbruches verbiegt sich das Abfallstück, die Spannung zwischen
ihm und der Durchbruchwandung soll dem DYN-Stift genügend Reibung zu dem gewünschten
Kraftschluß mit dem Abfallstück bieten, was dann gegebenenfalls bei Einsatz des DYN-Stiftes
ein Unterwerkzeug an sich entbehrlich machen könnte.
[0007] Die oben erwähnte EP 0 446 702 B1 schlägt als Vereinfachung von Ausbrechwerkzeugen
ein Widerlager vor, das eine innerhalb des Durchbruches -- bei geneigter Lage zumindest
teilweise -- in einem Abstand zur Ausbrechfläche bewegbare und/oder federnde Fläche
ist, welche in ihrer Ruhelage das im Werkstoffbogen befindliche Abfallstück etwa parallel
untergreift und beim Bewegen -- also vornehmlich beim Absenken -- des Abfallstückes
durch das Ausbrechorgan in einen Neigungswinkel zum Werkstoffbogen überführt wird.
Die federnde Fläche kann als zungenartige Feder gestaltet werden, die einends an der
Ausbrechfläche -- mit ihr in Ruhelage etwa fluchtend -- festliegt und deren freies
Ende im Durchbruch angeordnet ist. Beschrieben werden auch Winkelstücke, deren einer
Schenkel mit der Ausbrechfläche fluchtet und deren anderer Schenkel unterhalb der
Ausbrechfläche angelenkt sowie federbeaufschlagt ist. Die federnde Fläche kann auch
von Gummiprofilen oder von Borsten angeboten werden.
[0008] Schließlich bietet die DE-C-41 24 089 ein quaderartiges Ausbrechwerkzeug rechteckigen
Querschnitts an, von dessen Druckstirn in Verlängerung der beiden Schmalseiten zwei
Druckspitzen abragen.
[0009] In Kenntnis dieses Standes der Technik zum Ausbrechprozeß hat sich der Erfinder das
Ziel gesetzt, das Entfernen von Abfallstücken aus Werkstoffbogen weitergehend zu verbessern
und die dafür erforderlichen Werkzeuge zu vereinfachen. Insbesondere sollen diese
Werkzeuge für die Behandlung von Kleinstabfällen eingesetzt werden können.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre des unabhängigen Patentanspruches; die
Unteransprüche geben günstige Weiterbildungen an. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung
alle Kombinationen aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der Zeichnungen und/oder
den Patentansprüchen offenbarten Merkmale.
[0011] Erfindungsgemäß ist die Widerlagereinrichtung von einem Widerlagerwerkzeug gebildet,
das mit der Ausbrechfläche oder Matrize im Randbereich des Durchbruchs formschlüssig
starr verbunden sowie mit einer gegenüber dieser Verbindungspaarung neigbaren Auflage-
oder Widerlagerfläche ausgestattet ist.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht diese Verbindungspaarung aus einer
vertikalen -- in Ausbrechrichtung verlaufenden -- Aufnahmenut in der Matrize am Rande
von deren Durchbruch einerseits sowie aus einer in diese einpaßbaren Kupplungsleiste
oder -rippe anderseits. Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung bietet das Widerlagerwerkzeug
eine hinterschnittene Nut zur Aufnahme einer entsprechenden Kupplungsleiste der Matrize
an.
[0013] Die jeweiligen Querschnitte von Kupplungsleiste und Aufnahmenut sollen vorteilhafterweise
schwalbenschwanzartig ausgebildet sein und so eine einfach herzustellende Betriebsstellung
definieren. Gegebenenfalls können mehrere solche Verbindungspaarungen vorgesehen werden.
[0014] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Widerlagerwerkzeug ein Winkelstück
mit wenigstens einer aus dem einen -- in Einbaulage vertikalen -- Schenkel herausgeformten
Kupplungsrippe schwalbenschwanzartigen Querschnitts sowie einem die Auflagefläche
bildenden flexiblen anderen -in Einbaulage horizontalen -- Schenkel. Als günstig hat
es sich dazu erwiesen, das Winkelstück insgesamt aus einem begrenzt flexiblen Werkstoff
zu formen, der eine lange Standzeit gewährleistet.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht jene Verbindungspaarung aus wenigstens
einer vertikalen -- in Ausbrechrichtung verlaufenden -- Aufnahmenut in der Matrize
am Rande von deren Durchbruch einerseits sowie aus einem in diese einpaßbaren Abschnitt
eines Vertikalschenkels des Widerlagerwerkzeugs anderseits. Die jeweiligen Querschnitte
von Kupplungsleiste und Durchbruch sollen vorteilhafterweise rechtwinkelig ausgebildet
sein und so eine einfach herzustellende Betriebsstellung definieren. Gegebenenfalls
können mehrere solche Verbindungspaarungen vorgesehen werden.
[0016] Als günstig hat es sich erwiesen, dass der die Auflagefläche bildende flexible Schenkel
eine beidseits durch Kragteile begrenzte Randausnehmung sowie zu dieser in Abstand
wenigstens eine Innenausnehmung aufweist. Diese Ausgestaltung ergibt eine besonders
günstige formstabile und dennoch flexible Auflagefläche.
[0017] Im Rahmen der Erfindung liegt, dass an den Vertikalschenkel wenigstens ein zapfenartiges
Steckelement angeformt ist, das/die in Abstand zum Vertikalschenkel verläuft/verlaufen
und jeweils in eine in Abstand zur Aufnahmenut vorgesehene Ausnehmung der Matrize
einsetzbar ausgebildet ist. Dieses Steckelement soll -- wie auch die es aufnehmende
Ausnehmung -- von rechteckigem Querschnitt sein, wobei dieses Steckelement entweder
in Abstand zur Rückenfläche des Vertikalschenkels oder in Abstand zur Flankenfläche
des Vertikalschenkels jeweils von einem angeformten Quersteg aufragt. Im Falle der
Zuordnung zu den Flankenflächen wird eine Paarung von Steckelementen bevorzugt.
[0018] Bei einer besonderen Ausführungsform sind die Flankenflächen der Vertikalnut gestuft,
wobei der Vertikalschenkel im querschnittlich engeren Rückenbereich dieser gestuften
Vertikalnut lagert, der horizontale Schenkel also über den weiteren Frontbereich der
Vertikalnut hinausragt.
[0019] Bei einer anderen Ausführungsform soll der Vertikalschenkel mit einer Kupplungspaarung
an einen in der Vertikalnut verlaufenden Schenkel eines Konsolenwinkels angeschlossen
werden, dessen anderer Schenkel mit der Matrize verbunden wird, dies bevorzugt kraftschlüssig.
Jedoch ist es auch möglich, für den Konsolenschenkel des Konsolenwinkels eine Tasche
an der Unterseite der Matrize vorzusehen, in den dieser Schenkel formschlüssig einragt.
[0020] Um das Ausbrechteil gegebenenfalls nach dem Lösevorgang zu halten, kann dem die Auflagefläche
bildenden Schenkel in Ausbrechrichtung wenigstens ein Fangfinger nachgeordnet sein,
bevorzugt aber wird ein Paar von beidseits flankierenden Fangfingern. Diese erweitern
sich von ihrem freien Ende zu dem an sie angeformten Schenkel hin längsschnittlich
zur Erhöhung der Flexibilität. Bei einer anderen Ausführungsform wird der horizontale
Schenkel von Seitenteilen flankiert, die an den anderen Schenkel angeformt sind, also
vertikal verlaufen.
[0021] Eine andere Ausgestaltung bietet ein Widerlagerwerkzeug mit einem im Querschnitt
etwa U-förmigen Teilrahmen aus einem die Kupplungsrippe enthaltenden Rückenabschnitt
an, das zwei parallele Seitenwände aufweist; zwischen letzteren ist eine Auflageplatte
für das Ausbrechteil um eine -- in Gebrauchsstellung zumeist horizontale -- Achse
schwenkbar angeordnet.
[0022] Die Maßgabe, dass die Ausbrechwerkzeuge zwischen in Ausbrechrichtung bewegbaren Flächen
der Widerlagereinrichtung verlaufen, führt zu höherer Betriebssicherheit, da eine
Art von Zangengriff entsteht; ein solcher kann sich beim Stande der Technik nicht
einstellen, da die Ausbrechwerkzeuge üblicherweise innerhalb der von den freien Kanten
der Flächen bestimmten Kontur stehen.
[0023] Der Angriff der Ausbrechwerkzeuge kann auch dann effizienter werden, wenn ihrem freien
Ende eine Randausnehmung gegenüberliegt, die von der freien Kante der Auflagefläche
ausgeht.
[0024] Als günstig hat es sich erwiesen, der Auflagefläche als Ausbrechwerkzeug einen Druckstift
mit gerundetem freien Ende oder aber ein Gabelorgan mit einem oder mehreren fingerartigen
Gabelzinken -- bevorzugt flachen Querschnitts -- zuzuordnen.
[0025] Vor allem kleine Abfallstücke machen die Biegebewegung des Ausbrechwerkzeuges in
der Weise mit, dass sie sich senkrecht stellen. Dies führt bei glatten Kartonflächen
zum Rutschen der Druckstifte auf der Kartonoberfläche und so zu einem ungenügenden
Ausbrechen. Deshalb ist des besseren Zugriffs halber das freie Ende des Druckstiftes
bzw. der Gabelzinken als Rauhfläche ausgebildet. Diese Rauhfläche kann von einer Beschichtung
gebildet sein, die beispielsweise mit Oxiden, Karbiden, Korund od.dgl. gebildet und
gegebenenfalls auf dem Wege des thermischen Spritzens aufgetragen wird. Eine andere
erfindungsgemäße Ausgestaltung bietet eine Rauhfläche an mit in der Oberfläche des
Druckstiftes oder der Gabelzinke/n vorgesehenen Unregelmäßigkeiten, wie Zähne oder
Stufungen. Diese können durch eine mechanische, chemische oder eine elektrische Behandlung
hergestellt werden.
[0026] Dank der beschriebenen Rauhfläche -- für die gesondert Schutz begehrt wird -- entsteht
der gewünschte feste Zugriff, und ein Abgleiten des auszubrechenden Teiles wird wirksam
verhindert. Dazu hat es sich als ausreichend herausgestellt, die axiale Höhe der Rauhfläche
höchstens dem Durchmesser des Druckstiftes oder der Breite des Gabelzinkens entsprechen
zu lassen, sie bevorzugt unter 5 mm zu wählen.
[0027] Jenes Gabelorgan soll von einer plattenförmigen Patrize abragen und ist erfindungsgemäß
mit dieser durch einen Klemmnasen anbietenden Abschnitt des Gabelorgans verbunden,
der zudem Anschläge aufweisen kann, welche gegen die Patrizenunterfläche geführt werden.
[0028] Andere Einsatzstücke für die Matrize sind in deren Durchbruch an dessen Rand angeordnete,
auf Steckprofile aufgebrachte Auflageformstücke, die einander gegenüberstehen sowie
mit zueinander gerichteten radialen Auflagelippen aus elastischem Werkstoff versehen
sind. Bevorzugt ist dieses Auflagelippe ist, wobei der angeformte andere Schenkel
von einem Hohlprofil gebildet wird; letzteres entspricht bevorzugt einem zylindrischen
Napf und wird auf ein Steckprofil in einfacher Montage in Ausbrechrichtung aufgedrückt.
[0029] Im Rahmen der Erfindung liegen auch klipsartige Werkzeuge, die am Durchbruch der
Matrize festgelegt werden und jeweils einen Rahmenteil enthalten, von dem nach innen
federnde Auflagezungen abragen oder an dem innenliegende Auflageplatten um eine Schwenkachse
führbar angeordnet sind; so entstehen einfache Zusatzwerkzeuge in Form von Federklipsen
oder mechanisch bewegten Klipsen, die sogar eine Normierung der Werkzeuge gestatten
würden.
[0030] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in:
- Fig. 1:
- die Draufsicht auf ein Widerlagerwerkzeug für ein Abfallstück zu dessen Entnahme aus
Kartonbogen in der Wellpappen- und Faltschachtel-Industrie;
- Fig. 2:
- eine Seitenansicht zu Fig. 1;
- Fig. 3:
- die der Fig. 2 entsprechende Seitenansicht einer anderen Ausgestaltung;
- Fig. 4 bis Fig. 7:
- schematisch dargestellte, aufeinander folgende Verfahrensschritte mit einem geschnitten
dargestellten Ausbrechbrett, das ein Widerlagerwerkzeug nach Fig. 1, 3 enthält und
dem ein Ausbrechwerkzeug zugeordnet ist;
- Fig. 8:
- eine etwa der Fig. 6 entsprechende vergrößerte Darstellung mit einem gegenüber Fig.
6 geändertem Widerlagerwerkzeug sowie einem anderen Ausbrechwerkzeug;
- Fig. 9:
- die Draufsicht auf einen Teil eines weiteren Ausbrechbrettes mit Widerlagerwerkzeug
und Ausbrechwerkzeug nach Fig. 8;
- Fig. 10:
- eine der Fig. 9 entsprechende Wiedergabe einer weiteren Ausführungsform;
- Fig. 11:
- eine Schrägsicht auf ein weiteres Widerlagerwerkzeug mit Ausbrechwerkzeug sowie angedeuteten
Endlagen einer bewegbaren Auflage-platte;
- Fig. 12:
- eine der Fig. 11 entsprechende Wiedergabe einer Anordnung mit Ausbrechwerkzeug;
- Fig. 13:
- eine Schnittskizze zu Fig. 11,12;
- Fig. 14, 15:
- jeweils ein Widerlagerwerkzeug in Draufsicht und geschnitten dargestelltem Ausbrechwerkzeug;
- Fig. 16:
- die Vorrichtung nach Fig. 9 in geschnittener Frontansicht;
- Fig. 17:
- die Lagerung des Ausbrechwerkzeuges der Fig. 16 nach deren Linie XVII - XVII;
- Fig. 18:
- eine Frontansicht eines plattenartigen Ausbrechwerkzeuges in zwei Ausführungen;
- Fig. 19:
- zwei Seitenansichten zu Fig. 18;
- Fig. 20:
- einen vergrößerten Schnitt durch eine weitere Ausgestaltung des Ausbrechwerkzeuges
der Fig. 18;
- Fig. 21:
- eine der Darstellung in Fig. 18 entsprechende Wiedergabe eines weiteren Ausbrechwerkzeuges;
- Fig. 22:
- eine Seitenansicht zu Fig. 21;
- Fig. 23:
- eine Frontansicht eines anderen Ausbrechwerkzeuges;
- Fig. 24 bis Fig. 26:
- Seitenansichten dreier anderer Ausführungen des Ausbrechwerkzeuges;
- Fig. 27, 28:
- das Ausbrechwerkzeug der Fig. 24 in zwei Stufen eines Ausbrechvorganges;
- Fig. 29, 30:
- jeweils eine Schrägsicht auf eine Einheit aus Widerlagerwerkzeug und Ausbrechwerkzeug;
- Fig. 31:
- eine Schrägsicht auf ein anderes Ausbrechwerkzeug;
- Fig. 32:
- eine Schrägsicht auf eine andere Ausgestaltung eines Widerlagerwerkzeuges;
- Fig. 33, 34:
- zwei den Fig. 4 bzw. 5 entsprechende Darstellungen eines Arbeitsvorgangs mit Widerlagerwerkzeugen
nach Fig. 32;
- Fig. 35 bis Fig. 38:
- Draufsichten auf federnd wirksame Sonderwerkzeuge;
- Fig. 39, 40:
- Draufsichten auf mechanisch wirksame Sonderwerkzeuge;
- Fig. 41,43,46:
- Schnittansichten von Ausbrechbrettern mit jeweils eingesetztem Widerlagerwerkzeug;
- Fig. 42,44,45:
- die Draufsichten zu den Fig. 41, 43, 46;
- Fig. 47:
- das Widerlagerwerkzeug der Fig. 43, 44 in Frontansicht;
- Fig. 48:
- das Widerlagerwerkzeug der Fig. 46, 47 in Schrägsicht.
[0031] In der Faltschachtel-Industrie eingesetzte Kartonbogen 10 weisen gestanzte Zuschnitte
für Faltschachten od. dgl. auf, wobei in den Zuschnitten oder an ihnen Abfallstücke
12 entstehen. Nach einer aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Zeichnung nicht
wiedergegebenen Stanzstation gelangt der gestanzte Kartonbogen 10 auf ein Ausbrechbrett
bzw. eine Matrize 14 der beispielsweisen Dicke b von 12 mm, auf dem/der er von seinen
Abfallstücken 12 befreit wird; diese befinden sich über -- in Abhängigkeit von ihrer
Kontur gestalteten -- Durchbrüchen 16, bei denen im Querschnitt der Fig. 4 bis 7 einem
oberen Rahmenteil 17 mit vertikaler Wandung ein sich abwärts öffnender Konusteil 18
folgt.
[0032] Im Durchbruch 16 ist ein Widerlagerwerkzeug 20 für das Abfallstück 12 festgelegt,
das gemäß Fig. 1,2 eine Art Winkelstück mit zwei Schenkeln 22, 24 aus flexiblem Kunststoff
hoher Lastwechselzahl ist. Von dem in Einbaustellung vertikalen Schenkel 22 ragt eine
-- hinterschnittene Flanken 26 aufweisende -- Kupplungsrippe 27 ab, die in eine Vertikalnut
28 schwalbenschwanzartigen Querschnitts der Matrize 14 eingeschoben wird. Wie Fig.
9 verdeutlicht, geht diese Vertikalnut 28 von einer den Durchbruch 16 begrenzenden
Wandungsfläche 15 aus.
[0033] Der federnde horizontale Schenkel 24 des Widerlagerwerkzeuges 20 der Dicke a bietet
eine Innenausnehmung 30 sowie an seiner freien Kante 25 eine Randausnehmung 32 an;
zwei letztere flankierende zinkenartige Kragteile 34 des Horizontalschenkels 24 sind
längsschnittlich gekrümmt und bilden jeweils eine Art von Pfanne.
[0034] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 3 ist an den Vertikalschenkel 22 ein längsschnittlich
abwärts gekrümmter und sich zu seinem freien Ende 36 hin verjüngender Fangfinger 38
für das Abfallstück 12 angeformt.
[0035] Auf das der Oberfläche 25 des Horizontalschenkels 24 aufliegende Abfallstück 12 drückt
von oben her ein Ausbrechorgan oder -werkzeug in Form eines Druckstiftes 40 mit gerauhtem
-- einer Fingerkuppe ähnlichem -- kalottenartigem Druckende punktförmig oder -- beispielsweise
in Fig. 8,12-- als Gabelorgan 41 etwa linienförmig; die flachen Gabelzinken 42 des
Gabelorgans 41 fluchten miteinander. Sowohl jenes kalottenartige Druckende des Druckstiftes
40 als auch die Flachenden der erwähnten Gabelzinken 42 sind mit einer die Rauheit
erzeugenden Beschichtung 44 axialer Höhe h von etwa 4 bis 10 mm versehen, die beispielsweise
durch einen thermischen Spritzvorgang aus Aluminiumoxid, Korund, aus Karbidkörnern
od.dgl. hergestellt worden ist.
[0036] Die bevorzugte Höhe h ist höchstens gleich dem Durchmesser d des Druckstiftes 40
und die Rauhtiefe liegt unter 0,5 mm. Diese Beschichtung kann auch durch eine Aufrauhung
der Oberfläche des Druckstiftes 40 oder des Flachzinkens 41 ersetzt sein, die chemisch,
elektrisch oder -- etwa mittels Sandstrahlens -- mechanisch erzeugt wird.
[0037] Beim Absenken der/des Ausbrechwerkzeuge/s 40, 41 wird das Abfallstück 12 durch Druck
vom Kartonbogen 10 getrennt und in Ausbrechrichtung x nach unten weggeführt.
[0038] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 9 weist die Randausnehmung 32 endwärts eine Teilkreiskontur
auf, und der horizontale Schenkel 24 wird flankiert von Seitenteilen, die jeweils
den beschriebenen Fangfinger 38 bilden und -- wie auch der Horizontalschenkel 24 selbst
-- an den Vertikalschenkel 22 angeformt sind.
[0039] In Fig. 10 ist eine gegenüber Fig. 9 geänderte Verbindungspaarung zwischen Widerlagerwerkzeug
20
n und Matrize 14 angedeutet; letztere greift mit einer von der Wandungsfläche 15 abragenden
Vertikalleiste 29 in eine Vertikalnut 31 des Widerlagerwerkzeugs 20 bzw. dessen Vertikalschenkels
22 ein. Die Flanke der Vertikalnut 31 ist mit 26
a bezeichnet.
[0040] Beim Widerlagerwerkzeug 20
a nach Fig. 11,12 wird die Auflagefläche 25 für das Abfallstück 12 von einer gesondert
zwischen Seitenwänden 23 hängenden Auflageplatte 46 angeboten; diese ruht mit nicht
erkennbaren Seitenzapfen --Schwenkachse A -- in endlichen Lagernuten 48 der Seitenwände
23 und ist aus der horizontalen Lage in die bei 46
a angedeutete Neigungslage überführbar. In dieser steht die Auflageplatte 46 etwa parallel
zu geneigten -- ebenfalls Fangfinger bildenden -- Frontrippen 50 der Seitenwände 23.
[0041] Fig. 13 soll die Aufhängung der eine Art von mechanischem Finger bildenden Auflageplatte
46 erkennen lassen sowie nach vorn abwärts geneigte Frontflächen 52 der Seitenwände
23 als Abweiser für das Abfallstück 12.
[0042] Die für lange Abfallstücke 12 bestimmte Auflageplatte 46
a der Fig. 14 läßt zwei Randausnehmungen oder Kammern 32 erkennen, welchen Flachzinken
42 eines ansonsten nicht gezeigten Gabelorgans 41 zugeordnet sind.
[0043] In Fig. 15 ragen von gegenüberliegenden, den Durchbruch 16 begrenzenden Wandflächen
15 streifenartige Kragteile 34
a aus flexiblem Werkstoff ab, die zwischen sich Kammerräume 33 der Breite n bilden;
jene Kragteile 34
a flankieren die in die Kammerräume 33 eintauchenden Druckstifte 40 oder diesen entsprechende
Flachzinken 42.
[0044] Dass das Gabelorgan 41 bis zu aus ihm herausgeformten und quer zur Zinkenachse B
gerichteten Anschlägen 54 in eine Patrize 56 aus Sperrholz einer Dicke b
1 von z. B. 12 mm fest eingetrieben wird, geht aus Fig. 16,17 hervor. Der feste Sitz
wird durch der Oberkante nahe, zur Zinkenachse B parallele Anschlaglaschen 59 (Fig.
21 bis 23) oder durch beidseits von den Oberflächen 58 des Gabelorgans 41 abragende
Greifwulste oder Klemmnasen 60 erzielt.
[0045] Die warzenartige Klemmnase 60 bzw. der Anschlag 54 sind auch bei dem Gabelorgan 41
a der Fig. 18 bis 25 zu erkennen. Die -- von geraden bzw. gebogenen Endkanten 43 bzw.
43
a begrenzten -- freien Enden der Gabel- oder Flachzinken 42 weisen hier mechanisch
hergestellte Rauhigkeiten in Form von mit in Fig. 18, 19 etwa 30° geneigt, einseitig
oder beidseitig kantennah ausgeformten Zähnen 61 in Fig. 21, 22 etwa 90° abragenden
Zähnen 61
a, Haken 61
b (Fig. 20) oder eingeformten Schultern 61
c an Gabelzinken 42
a auf.
[0046] Zudem bietet Fig. 23 ein Ausbrechwerkzeug 41
b mit nur einem Flachzinken 42
b an, der unten durch die erwähnte querschnittlich gebogene Endkante 43
a begrenzt ist.
[0047] Durch Fig. 27, 28 wird dazu deutlich, wie ein kleines Abfallstück 12 vom freien Ende
der Flachzinken 42
a ergriffen wird und sich -- zur Senkrechtstellung -- in die Schulter 61
c einlegt. Das sichere Nachuntenführen des Abfallstückes 12 wird durch dessen kraftschlüssiges
Andrücken an das Ausbrechwerkzeug oder Gabelorgan 41
a durch den Kragteil 34 des Widerlagerwerkzeugs 20 gewährleistet. Durch dieses kraftschlüssige
Anliegen des Abfallstücks 12 am Ausbrechwerkzeug 41
a kommen die Schultern 61
c zur Wirkung. Beim Ausbrechprozess drückt das Ausbrechwerkzeug 41
a das Abfallstück 12 gegen das Widerlagerwerkzeug 20, klemmt es ein und führt es zwangsläufig
abwärts. Dabei stellt sich das Abfallstück etwa senkrecht. Beim weiteren Absenken
des Ausbrechwerkzeuges wird das Abfallstück 12 durch den Zahn 61, 61
a -- oder den Haken 61
b bzw. die Schulter 61
c -- nach unten geschoben. Das Widerlagerwerkzeug 20 bzw. dessen Kragteil 34 schnellt
wieder in seine Ausgangsposition zurück.
[0048] Das beschriebene System bringt nicht nur Vorteile bei inneren Abfallstücken 12, sondern
ebenfalls beim sog. Randabfall; das Ausbrechen von Randabfall geschieht nur mit der
beschriebenen Paarung aus Ausbrechwerkzeug 41
a und Widerlagerwerkzeug 20; Holzstempel sind überflüssig. Die Gefahr, die von zwangsläufig
eng zur Ausbrechmatrize 14 stehenden Holzstempeln ausgeht, gibt es nicht mehr. 4 mm
Abstand zwischen dem Ausbrechwerkzeug 41
a und der Außenkontur der Ausbrechmatrize 14 schaffen genügend Toleranz und Sicherheit.
Eine dem Nicken entsprechende Bewegung beim Abtrennvorgang führt den Randabfall förmlich
von der Ausbrechmatrize 14 weg. Wie beim Innenabfall wird auch hier der Abfall senkrecht
gestellt und durch die Schubzähne 61, 61
a, 61
b, 61
c sicher nach unten geführt.
[0049] Fig. 29 zeigt eine illustrierende Schrägsicht auf eine aus Sperrholz hergestellte
Matrize 14, an deren Durchbruch 16 ein Winkelstück 20 als Widerlagerwerkzeug lösbar
festliegt; über letzterem steht ein Gabelorgan 41
a mit in seine Flachzinken 42
a eingeformten Schultern 61
c.
[0050] Das Gabelorgan 41
a der Fig. 30 läßt die von den Flachzinken 42 in die Zinkenzwischenräume geneigt einragenden
Zähne 61 erkennen sowie einen Bereich von Beschichtung 44 auf den abwärts als Spitze
geformten Finger- oder Endabschnitten 45 der Flachzinken.
[0051] Das Ausbrechwerkzeug 41
b der Fig. 31 ist -- entsprechend dem der Fig. 23 -- mit einem hier seitlich vorgesehenen
Flachzinken 42
a ausgestattet, der eine endwärtige Schulter 61
c anbietet.
[0052] Die Matrize 14
a der Fig. 33, 34 nimmt in einem Durchbruch 16
a durchgehend gleichen Querschnitts beidseits ein -- in Fig. 32 verdeutlichtes -- Auflageformstück
62 aus einem zylindrischen Stülphals 63 und einer radialen Auflagelippe 64 auf, die
ihrerseits eine Randausnehmung 32 anbietet. Der Stülphals 63 wird mit einem Steckprofil
65 verbunden.
[0053] Das auf den einander zugekehrten Auflagelippen 64 liegende Abfallstück 12 wird durch
über den Auflagelippen 64 vorgesehene stiftartige Ausbrechwerkzeuge 40 in Ausbrechrichtung
x gegen diese Auflagelippen 64 gedrückt, wobei sich letztere elastisch verformen und
bei Entlastung in die Ausgangslage zurückschnellen. Auch hier sind die Ausbrechwerkzeuge
40 im Bereich der Randausnehmungen 32 angeordnet.
[0054] Die Zeichnung gibt nachfolgend einige Skizzen von Sonderwerkzeugen in Draufsicht
wieder, nämlich in den Fig. 35, 36 Federklipse 66,66
a für Abfallstücke 12
a bzw. 12
b runder und halbrunder Kontur, zudem in Fig. 37, 38 Federklipse 70 bzw. 68 für Abfall
12
c eines gestreckten sog. Eurolochs bzw. für Zigarettenabfall 12
d. Die Fig. 39 und 40 zeigen mechanische Klipse 72 bzw. 72
a für runde Abfallstücke 12
a bzw. für rechteckige Abfallstücke 12.
[0055] Diese -- als Grundlage für eine Normierung geeigneten --Sonderwerkzeuge 66,66
a,68,70,72,72
a weisen jeweils einen Rahmenteil 76 auf, von dem in den Fig. 35 bis 37 nach innen
gerichtete Federzungen 34
b abkragen. Die rechteckigen Rahmenteile 76 der Klipse 72,74 der Fig. 39, 40 enthalten
-gegebenenfalls federnd gestaltete -- Auflageplatten 46
b, die um jeweils eine Schwenkachse A begrenzt drehbar sind und in deren Randausnehmung/en
32 jeweils ein Druckprofil 78 einragt.
[0056] Fig. 41 zeigt ein Widerlagerwerkzeug 20
e, dessen querschnittlich rechteckiger Vertikalschenkel 22 -- unter Bildung einer Rinne
-- mit einem zu ihm in einem Abstand y parallelen Streifen 80 versehen ist; beide
sind durch einen beidseits angeformten Quersteg 82 verbunden.
[0057] Der Parallelstreifen 80 greift von unten her in eine seinem Querschnitt entsprechende
Ausstanzung 84 des Ausbrechbrettes 14 ein, die durch einen in jener Rinne sitzenden
Brettsteg 86 von dem Durchbruch 16 rechteckigen Querschnitts getrennt ist. Von letzterem
geht eine Vertikalnut 28
a -ebenfalls rechteckigen Querschnitts -- mit gestuften Flankenflächen 88 aus. Auch
sitzt der Vertikalschenkel 22 des Widerlagerwerkzeugs 20
f der Fig. 43 bis 45 im Rückenbereich 90 einer Vertikalnut 28
a. An die Flanken des Vertikalschenkels 22 sind längsschnittlich L-förmige Steckstreifen
92 durch die erwähnten Querstege 82 in Abstand y angeformt, die in der in Fig. 43,
44 gezeigten Ruhestellung in entsprechende Flankenlöcher 94 des Ausbrechbrettes 14
eingesetzt sind - letztere liegen also in der Flucht jenes Rückenbereiches 90 der
Vertikalnut 28
a.
[0058] Eine Widerlagereinrichtung 96 im Ausbrechbrett 14 der Fig. 46, 47 besteht aus einem
für die Vertikalnut 28
b vorgesehenen winkelförmigen Kunststoffkörper 21 mit einem kurzen Vertikalschenkel
97, der einen nach unten offenen Steckkanal 98 für eine querschnittlich rechteckige
Steckzunge 99 des vertikalen Schenkels 100 eines Konsolenwinkels 102 anbietet. Dessen
in Fig. 46, 47 horizontaler Schenkel 101 ist an der Unterfläche 13 des Ausbrechbretts
14 kraftschlüssig festgelegt.
1. Vorrichtung zum Entfernen von Ausbrechteilen, vor allem von Abfallstücken (12), aus
einem Zuschnitte od. dgl. Flächenstücke enthaltenden Werkstoffbogen (10), der auf
einer Matrize (14) od. dgl. Ausbrechfläche so ruht, dass das Ausbrechteil einen Durchbruch
(16, 16a) der Ausbrechfläche überspannt und durch diesen unter Druck wenigstens eines Ausbrechwerkzeugs
(40, 41, 42) abgedrückt wird, wobei dem Ausbrechwerkzeug eine in seiner Bewegungsrichtung
bewegbare Widerlagereinrichtung (20, 20a, 20b) zugeordnet ist, die mit der Ausbrechfläche oder Matrize im Randbereich des Durchbruchs
formschlüssig starr verbunden ist sowie mit einer gegenüber dieser Verbindungspaarung
(27, 28, 29, 31; 63, 65) neigbaren Auflage- oder Widerlagerfläche (24, 25, 34) in
den Durchbruch ragt sowie in Ruhelage das im Werkstoffbogen befindliche Ausbrechteil
oder Abfallstück etwa parallel untergreift und beim Bewegen des Abfallstückes durch
das Ausbrechwerkzeug in seiner Lage veränderlich, insbesondere beim Absenken des Abfallstückes
in einen Neigungswinkel zum Werkstoffbogen überführbar, ausgebildet ist, wobei die
Verbindungspaarung für die Widerlagereinrichtung aus wenigstens einer hinterschnittenen
Aufnahmenut (28, 31) in der Matrize am Rande von deren Durchbruch einerseits sowie
einer in diese einpassbaren Ausformung (27, 29) der Widerlagereinrichtung anderseits
besteht,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auflagefläche (25) als Ausbrechwerkzeug ein Druckstift (40) mit gerundetem freien
Ende oder ein Gabelorgan (41, 41a, 41b) mit zumindest einem fingerartigen Gabelzinken (42, 42a, 42b) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gabelzinken (42, 42a, 42b) einen flachen Querschnitt aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende der Gabelzinken (42, 42a, 42b) von einer eingeformten teilkreisförmigen Kurve (43a in Fig. 18, 23) oder einer herausgeformten Spitze (Fig. 30, 31) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Druckstiftes (40) oder des Gabelzinkens (42, 42a, 42b) als Rauhfläche ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauhfläche von in der Oberfläche des Druckstiftes (40) oder der Gabelzinken (42,
42a, 42b) vorgesehene Unregelmäßigkeiten gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Druckstiftes oder der Gabelzinken (42) mechanisch, chemisch oder
elektrisch aufgerauht ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Unregelmäßigkeiten an Druckstift (40) oder Gabelzinken (42, 42a, 42b) von herausgeformten Zähnen (61, 61a), Haken (61b) oder wenigstens einer Schulter (61c) gebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauhfläche von einer Beschichtung (44) gebildet ist, insbesondere von einer Beschichtung
mit Oxiden, Karbiden, Korund od.dgl..
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (44) auf dem Wege des thermischen Spritzens aufgetragen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauhfläche von einer Beschichtung aus Kunststoff oder Gummi gebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Höhe (h) der Rauhfläche (44) höchstens dem Durchmesser (d) des Druckstiftes
(40) oder der Breite des Gabelzinkens (42) entspricht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gabelorgan (41) von einer plattenförmigen Patrize (56) abragt, wobei gegebenenfalls
der mit der Patrize verbundene Abschnitt des Gabelorgans (41) Klemmnasen (60) und/oder
Anschläge (54) aufweist (Fig. 16, 17).
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Ausbrechwerkzeug/e (40;41,42) zwischen in Ausbrechrichtung (x) bewegbaren
Flächen (34,34a) der Widerlagereinrichtung (20,20a,20b,20n) verläuft/verlaufen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der die Auflagefläche (25) enthaltende Teil (24; 46, 46a; 64) an seiner freien Kante (35) mit wenigstens einer Randausnehmung (32) versehen
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Randausnehmung/en (32) dem/den freien Ende/n des Ausbrechwerkzeuges (40,41) gegenübersteht/stehen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Durchbruch (16a) an dessen Rand angeordnete, auf Steckprofile (65) aufgebrachte Auflageformstücke
(62) einander gegenüberstehen, die mit zueinander gerichteten radialen Auflagelippen
(64) aus elastischem Werkstoff versehen sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch ein Winkelstück als Auflageformstücke (62), dessen einer Schenkel die Auflagelippe
(64) ist, wobei der angeformte andere Schenkel von einem Hohlprofil (63) gebildet
ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des Hohlprofils (63) der eines zylindrischen Napfes entspricht.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch ein klipsartiges Werkzeug (68 bis 74), das am Durchbruch (16,16a) festgelegt ist und jeweils einen Rahmenteil (76) enthält, von dem nach innen federnde
Auflagezungen (34b) abragen oder an dem wenigstens eine innenliegende Auflageplatte (46b) um eine Schwenkachse (A) führbar angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch ein zumindest teilweise in Draufsicht gekrümmtes Rahmenteil (76) oder durch ein i.w. etwa rechteckiges Rahmenteil (76).
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass einem die Auflagefläche (25) bildenden Schenkel (24) in Ausbrechrichtung (x) wenigstens
ein Fangfinger (38), insbesondere ein Paar von Fangfingern, nachgeordnet ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der die Auflagefläche (25) bildende Schenkel (24) von Seitenteilen flankiert ist,
die an einen anderen Schenkel (22) angeformt sind und die Fangfinger (38) bilden.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Fangfinger (38) sich von seinem freien Ende (36) zu dem an ihn angeformten Schenkel
(22) hin längsschnittlich erweitert.