[0001] Die Erfindung nimmt Bezug auf eine Anordnung zur Endlagensicherung und/oder -überprüfung
einer ersten zu einer orstfesten zweiten Schiene wie Backenschiene verstellbaren Schiene
wie Zungenschiene, wobei die erste Schiene zumindest mit einem von einem Federelement
druckbeaufschlagten Halteelement in Wirkverbindung steht, das seinerseits die erste
Schiene in ihrer jeweiligen Endlagenstellung unterstützt.
[0002] Eine Anordnung zur Endlagensicherung einer Schiene ist dem DE 295 10 718 U1 zu entnehmen.
Mit der bekannten Stellvorrichtung für eine Weiche ist sichergestellt, dass die Zungenschiene
stets nur eine der beiden Endstellungen, also der anliegenden bzw. abliegenden Stellung
einnimmt. Hierzu geht von der Zungenschiene ein zu einer Drehachse führende Stellstange
aus, von der ihrerseits zwei symmetrisch zueinander angeordnete Halte- und Führungselementanordnungen
ausgehen, die jeweils um eine ortsfeste Achse verschwenkbar sind. Dabei wirkt auf
das Halteelement eine Federkraft derart, dass die Führungs-/Halteelementanordnungen
aufgrund der einwirkenden Federkraft stets eine von zwei stationären Positionen einnehmen
müssen, die jeweils einer der Endstellungen der Zungenschiene entsprechen. In der
jeweiligen Endstellung befindet sich dabei die Drehachse, von der die Stellstange
ausgeht, auf gegenüberliegenden Seiten einer die ortsfesten Achsen der Führungs-/Halteelementanordnungen
verbindenden Gerade. Dies bedeutet, dass ein häufig nicht gewünschter Platzbedarf
erforderlich ist. Ferner sind zum Überwinden der auf die Halteelemente einwirkenden
Federelemente beim Umstellen der Führungs-/Halteelementanordnungen erhebliche Kräfte
erforderlich.
[0003] Unabhängig von der vorbekannten Stellvorrichtung sind zusätzliche Endlagenprüfer
erforderlich, um die Position der Zungenschiene überwachen zu können. Entsprechende
Endlagenprüfer werden dabei auf Lagereisen außerhalb der Schwellen befestigt, wobei
von den Zungenschienen selbst Prüferstangen zu den Endlagenprüfer ausgehen. Durch
die zusätzlichen konstruktiv bedingten Elemente ist es erforderlich, dass diese regelmäßig
auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden.
[0004] Eine Umstellvorrichtung für Weichen ist der FR A 2 387 833 zu entnehmen. Zum Umstellen
der Zungenweiche wird ein Stellhebel um eine erste Achse verschwenkt, von der eine
Pleuelstange ausgeht, die mit einem Winkelhebel verbunden ist, auf den seinerseit
eine zu der Zungenschiene führendes Stellglied angelenkt ist. Die erste Achse verläuft
senkrecht zu den Schwenkachsen des Winkelhebels und des Stellgliedes. An dem Anlenkpunkt
zwischen Winkelhebel und dem Stellglied greift ein um eine ortsfeste Achse verschwenkbares
federvorgespanntes Halteelement an.
[0005] In der DE 44 03 259 A1 ist eine Vorrichtung zum Verstellen und Verriegeln bzw. Entriegeln
eines Schienenabschnittes beschrieben. Endlagen des Schienenabschnittes können mittels
eines federvorgespannten Kugelelementes arretiert werden.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zu Grunde, eine Anordnung der eingangs
genannten Art zur Verfügung zu stellen, die bei kompaktem und konstruktiv wartungsarmen
Aufbau sicherstellt, dass eine bewegliche Schiene wie Zungenschiene sicher in ihren
Endstellungen gehalten wird, wobei gleichzeitig eine Überprüfung erfolgen soll. Dabei
soll ungeachtet der zur Endlagenfixierung erforderlichen Federkräfte sichergestellt
sein, dass beim Verstellen der ersten Schiene nicht unerwünscht hohe Stellkräfte zum
Überwinden der Federkräfte aufgebracht werden müssen.
[0007] Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird insbesondere dadurch gelöst, dass
von der verstellbaren ersten Schiene zumindest ein Mitnahmeelement ausgeht, das mit
dem Halteelement derart wechselwirkt, dass in der jeweiligen Endstellung der ersten
Schiene das Halteelement derart kraftbeaufschlagt ist, dass die jeweilige Endlagenstellung
unterstütz- und überprüfbar ist. Dabei kann das Halteelement senkrecht oder nahezu
senkrecht zum Verschiebeweg des Mitnahmeelementes federkraflbeaufschlagt verstellbar
sein und mit einer von dem Mitnahmeelement ausgehenden Kulisse derart wechselwirken,
dass die erste Schiene vor Erreichen einer ihrer Endstellungen durch über das Halteelement
übertragene Federkraft in ihrer Bewegung zur Endstellung hin unterstützt ist. Die
Kulisse selbst kann ein Vorsprung oder eine Vertiefung einer wirksamen Breite sein,
die der ersten Schiene in ihrer von dem Halteelement ununterstützten Stellweglänge
entspricht.
[0008] Dem Mitnahmeelement selbst ist zumindest ein Signalgeber zugeordnet, der dem Stellweg,
insbesondere den Endstellungen der ersten Schiene zuordbare Signale generiert. Dabei
kann der Signalgeber und das Halteelement eine Einheit bilden.
[0009] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination
-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispiels.
[0010] Es zeigen:
- Fig.1
- einen Querschnitt durch eine Weiche mit in einem Schwellenfeld angeordneter Anordnung,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch die Anordnung gemäß Fig. 1 bei an einer Backenschiene anliegender
Zungenschiene,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die Anordnung gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, bei der sich die Weichenzungen etwa im
zweiten Drittel ihres Stellweges befinden und
- Fig. 5
- eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Ausführungsform.
[0011] In Fig. 1 ist ein Schnitt durch eine Weiche mit einer Backenschiene 12 und einer
zu dieser verstellbaren Zungenschiene 14 dargestellt. Hierdurch soll jedoch die erfindungsgemäße
Lehre nicht eingeschränkt werden. Vielmehr bezieht sich diese auf den Gleisoberbau,
bei der eine erste bewegliche Schiene wie die Zungenschiene 14 zu einer ortsfesten
zweiten Schiene wie die Backenschiene 12 verstellbar ist. Aus Gründen der Vereinfachung
wird jedoch nachstehend stets von der Zungenschiene 14 als erste Schiene und der Backenschiene
12 als zweite Schiene gesprochen.
[0012] Die Backenschiene 12 ist in bekannter Weise auf einer Rippenplatte befestigt, die
von einer Schwelle ausgehen kann. Die Zungenschiene 14 ihrerseits ist auf einem Gleitstuhl
gleitend abgestützt. Insoweit wird auf hinlängliche Konstruktionen verwiesen, ohne
dass es eines näheren Eingehens bedarf. Gleiches gilt in Bezug auf die Verstellvorrichtung
sowie den Verschluss für die Zungenschiene 14 selbst.
[0013] Wie aus der Prinzipdarstellung gemäß Fig. 1 und 2 erkennbar ist, geht vom Fuß 16
der Zungenschiene 14 ein Zungenkloben 18 mit einer Halterung 20 aus, von der wiederum
Gewindewellen 22, 24 ausgehen, die zu Mitnahmeelementen 26, 28 führen, die im Schwellenfeld
in einem Gehäuse 30 angeordnet sind. Die Mitnahmeelemente 26, 28, die eine quaderförmige
Geometrie aufweisen, sind auf Wellen 32, 34 gleitend abgestützt, die ihrerseits in
dem Gehäuse 30 fixiert sind. Durch die Verbindung zwischen dem Zungenkloben 18 bzw.
dessen Halterung 20 mit den Mitnahmeelementen 26, 28 über die Gewindestangen 22, 24
oder gleichwirkende Elemente ist sichergestellt, dass sich synchron mit der Bewegung
der Zungenschiene 14 die Mitnahmeelemente 26, 28 entlang der Führungswellen 32, 34
mitbewegen.
[0014] Wie insbesondere die Schnittdarstellung gemäß Fig. 3 verdeutlicht, weisen die Mitnahmeelemente
26, 28 einen rechteckigen Querschnitt auf, wobei sich in Draufsicht eine L-Form (Mitnahmeelement
28) bzw. eine asymmetrische T-Form (Mitnahmeelement 26) ergibt. Durch die entsprechenden
Geometrien soll die erfindungsgemäße Lehre gleichfalls nicht beschränkt werden.
[0015] Die Gewindestangen 22, 24 ermöglichen des Weiteren, dass der Abstand zu dem Zungenkloben
18 einstellbar ist.
[0016] Die Mitnahmeelemente 26, 28 weisen in ihren einander zugewandten Flächen 38, 40 jeweils
eine Stufe 42, 44 auf, durch die die Flächen 38, 40 in zwei zueinander versetzt verlaufende
Abschnitte 46, 48 bzw. 50, 52 unterteilt werden, die außenseitig durch die Flächen
49, 51 und 47, 53 begrenzt sind, die gegenüberliegend und vorzugsweise parallel zueinander
verlaufen. Die Außenflächen 47, 51 der vorspringenden Abschnitte 46, 50 verlaufen
parallel zueinander und parallel zum Verstellweg der Mitnahme elemente 26, 28 selbst.
In den äußeren, also stufenfernen Ecken der vorspringenden Abschnitte 46, 50 der Mitnahmeelemente
26, 28 sind Aussparungen 54, 56 vorgesehen. Die zurückversetzten Abschnitte 48, 52
können, müssen jedoch nicht parallel zum Verschiebeweg verlaufen. Vielmehr müssen
diese allein einen Freiraum für eines von zwei Rollenelementen 78, 80 bilden, wenn
das andere Rollenelement mit einer der vorspringenden als Ablaufflächen zu bezeichnenden
Flächen 47, 51 wechselwirkt.
[0017] Dem einen der Mitnahmeelemente (im Ausführungsbeispiel dem Mitnahmeelement 28) sind
des Weiteren zwei Schaltelemente 58, 60 zugeordnet, die mit ihrem jeweiligen Betätiger
62, 64 entlang einer Außenfläche 66 des Mitnahmeelementes 28 gleiten. Dabei verläuft
die Außenfläche 66 gegenüberliegend zu der die Stufe 44 aufweisenden Fläche 40 bzw.
51 des Mitnahmeelementes 28.
[0018] In der mit dem Betätigern 62, 64 wechselwirkenden Fläche 66 sind ebenfalls Aussparungen
68, 70 vorhanden, die in versetzt zueinander verlaufenden Ebenen derart angeordnet
sind, dass jeweils eine der Ausnehmungen 68, 70 einem der Betätiger 62, 64 und die
andere Ausnehmung dem anderen Betätiger zugeordnet sind. Hierdurch wird die Möglichkeit
geschaffen, dass beim Verstellen des Mitnahmeelementes 28 dann einer der Betätiger
62, 64 in die ihm zugeordnete Ausnehmung 68, 70 eingreifen kann, wenn sich die Zungenschiene
14 in einer ihrer Endstellungen befindet. Zur Einstellung des Schaltpunktes kann das
Mitnahmeelement 28 sowie das Mitnahmeelement 26 über die Gewindestange 24, 22 zu dem
Zungenkloben 18 und damit der Zungenschiene 14 verstellt werden.
[0019] Zwischen den Mitnahmeelementen 26, 28 ist um eine ortsfeste Achse 72 das Hebelelement
74 drehbar angeordnet, das zweiarmig ausgebildet ist und eine L-förmige Geometrie
mit langem und kurzem Schenkel 76, 82 aufweist. Vom Längsschenkel 76 des Hebelelementes
74 gehen die Rollenelemente oder Gleitrollen 78, 80 aus, die um diametral zu der ortsfesten
Achse 72 verlaufende nicht näher bezeichnete Achsen drehbar sind. Im Endbereich des
kurzen Schenkels 82 ist ein Gelenkelement 84 drehbar um eine Achse 87 angelenkt. Das
Gelenkelement 84 ist platten- oder schaftförmig ausgebildet und weist an seinem entfernt
zu der Achse 87 liegenden Ende eine weitere Achse 86 auf, die von Halteelementen 88,
90 durchsetzt ist. Ferner weist das Gelenkelement 84 gleitrollenseitig eine Aussparung
85 auf. Die Halteelemente 88, 90, die auch als Gegenhalter zu bezeichnen sind, erstrecken
sich in Führungsrohren 92, 94, die um ortsfeste Achsen 96, 98 schwenkbar sind, die
von dem Gehäuse 30 ausgehen und parallel zu den Achsen 87 und 72 verlaufen. Die Achsen
86, 96, 98 werden durch Bolzenelemente 100, 102, 104 gebildet, die die Führungsrohre
92, 94 in ihren Endbereichen bzw. die Gegenhalter 88, 90 in ihren vorderen freien
Enden durchsetzen.
[0020] Die Führungsrohre 92, 94 und die Gegenhalter 88, 90 sind umfangsseitig von einer
Schraubenfeder 105, 106 oder einem gleichwirkenden Element umgeben, die sich einerseits
an einem umlaufenden Kragen 108, 110 der Gegenhalter 88, 90 und andererseits an einem
bolzenseitig verlaufenden Anschlag 112, 114 abstützen, der von dem Führungsrohr 92,
94 abragt.
[0021] Der die Gegenhalter 88, 90 verbindende Bolzen 102 durchsetzt folglich auch das Gelenkelement
84, welches gelenkig sowohl mit dem Hebelelement 74, d. h. dessen kürzeren Schenkel
84 und den Gegenhaltern 88, 90 verbunden ist.
[0022] Wird folglich das Hebelelement 74 verschwenkt, wird diese Bewegung über das Gelenkelement
84 auf die Gegenhalter 88, 90 übertragen, die entgegen der von den Schraubenfedern
105, 106 hervorgerufenen Kraft in die Führungsrohre 92, 94 entsprechend hinein- bzw.
herausdrückbar sind. Damit üben das Hebelelement 74 und das Gelenkelement 84 quasi
die Funktion von gelenkigen Gliederkettenelementen aus, um eine Bewegung bzw. eine
Kraft zu übertragen.
[0023] Wie durch die Darstellungen der Fig. 2 und 4 verdeutlicht wird, ist das Hebelelement
74 bzw. der Längsschenkel 76 mit seinen Gleitrollen 78, 80 zu dem Mitnahmeelementen
26, 28 derart ausgerichtet, dass die Gleitrollen 78, 80 beim Verstellen der Zungenschiene
14 und damit dem synchronen Mitnehmen der Mitnahmeelemente 26, 28 derart mit den einander
zugewandten Flächen 47, 51 der vorspringenden Abschnitte 46, 50 in Abhängigkeit von
der Stellung der Zungenschiene 14 wechselwirken, dass diese zusätzlich in ihrer jeweiligen
Endstellung durch von den Schraubenfedern 106, 105 über die Gegenhalter 88, 90, das
Gelenkelement 84 sowie das Hebelelement 74 und die mit dessen Gleitrollen 78, 80 wechselwirkenden
Mitnahmeelemente 26, 28 hervorgerufene Kraft zusätzlich fixiert wird. Auch erfolgt
eine Unterstützung der Bewegung vorzugsweise im letzten Drittel des Stellwegs zur
jeweiligen Endlage hin.
[0024] In den entsprechenden Stellungen erfolgt gleichzeitig eine Endlagenüberprüfung mittels
der Schaltelemente 58, 60, die als sogenannte Schnappschalter ausgebildet sein können.
[0025] In Fig. 2 ist der Zustand der erfindungsgemäßen Anordnung 10 zur Endlagensicherung
und -überprüfung der Zungenschiene 14 in ihrer anliegenden Position dargestellt. Dabei
befindet sich die Gleitrolle 78 des Hebelelementes 74 in der Aussparung 54 des Mitnahmeelementes
26, wobei die von den Schraubenfedern 105, 106 auf die Gegenhalter 88, 90 einwirkenden
Kräfte über das Gelenkelement 84 und das Hebelelement 74 mittels der Gleitrolle 78
auf das Mitnahmeelement 26 derart übertragen wird, dass dieses eine Krafteinleitung
entgegen eines Verstellens - im Ausführungsbeispiel also entgegen einer Bewegung nach
oben - erfährt. Hierdurch wird die Zungenschiene 14 in ihrer anliegenden Stellung
zusätzlich fixiert. Um die erforderlichen Kräfte zu übertragen, verläuft die Achse
87, in der das Gelenkelement 84 gelenkig mit dem Hebelelement 74 verbunden ist, im
Ausführungsbeispiel oberhalb dessen Drehachse 72, so dass das Hebelelement 74 bestrebt
ist, im Uhrzeigersinn mit der Folge gedreht zu werden, dass die erforderliche Krafteinleitung
in das Mitnahmeelement 26 entgegen dessen Stellrichtung eingeleitet wird. Gleichzeitig
greift das gegenüberliegende Rollenelement 76 in eine Aussparung 85 des Gelenkelementes
84 ein.
[0026] Wird mittels eines nicht dargestellten Stellantriebes die Weichenzunge 14 von der
Backenschiene 12 weg verstellt, also aufgeschlagen, so gelangt das Rollenelement 78
des Hebelelementes 74 aus der Ausnehmung 54 heraus und gleitet entlang der vorspringenden
Fläche 47. Gleichzeitig gelangt das gegenüberliegende Rollenelement 76 aus der Aussparung
85. Hierdurch bedingt wird das Hebelelement 74 um seine Achse 72 entgegen dem Uhrzeigersinn
verschwenkt. Gleichzeitig wird über das Gelenkelement 84 der die Gegenhalter 88, 90
verbindende Bolzen 102 von der Drehachse 72 des Hebelelementes 74 weg - im Ausführungsbeispiel
nach unten - verstellt. Ein Zurückschwenken, also eine Bewegung im Uhrzeigersinn des
Hebelelementes 74 erfolgt in dem Moment, in dem die Gleitrolle bzw. das Rollenelement
78 innerhalb der Stufe 42 des Mitnahmeelementes 26 verläuft und das Rollenelement
80 mit der vorspringenden Fläche 51 des Abschnittes 50 des gegenüberliegenden Mitnahmeelementes
28 wechselwirkt. Das Hebelelement 74 dreht sich in diesem Moment im Uhrzeigersinn.
Bei weiterer Bewegung der Zungenschiene 14 und damit der synchron sich mitbewegenden
Mitnahmeelemente 26, 28 stützt sich die Gleitrolle bzw. das Rollenelement 80 an der
parallel zum Verstellweg verlaufende Fläche 51 des Mitnahmeelementes 28 weiterhin
ab, um sodann vor der zweiten Endstellung der Zungenschiene 14, also dessen offener
Stellung, in die Ausnehmung 56 zu gelangen, wobei aufgrund der gelenkigen Verbindung
zwischen dem Gelenkelement 84 und dem Hebelelement 74 mit dem Verbindungsbolzen 102
die Kraft der Federn 106, 105 derart übertragen wird, dass über das Rollenelement
80 bei gleichzeitigem Verschwenken des Hebelelementes 74 im Uhrzeigersinn das Mitnahmeelement
28 eine Krafteinleitung derart erfährt, dass dieses im Ausführungsbeispiel nach oben
bewegt wird, wodurch die Bewegung der Zungenschiene 14 zum Erreichen deren geöffneter
Position unterstützt wird.
[0027] Mit anderen Worten werden mit der erfindungsgemäßen Konstruktion die Kräfte der Federn
105, 106 über die Gelenkverbindung 84 und das Hebelelement 74 vorzugsweise im letzten
Drittel des Stellweges der Zungenschiene 14 derart auf eines der Mitnahmeelemente
26, 28 übertragen, dass die Bewegung der Zungenschiene 14 unterstützt wird. Gleichzeitig
erfolgt ein kraftschlüssiges Festlegen jeweils eines der Mitnahmeelemente 26, 28 in
einer der Endstellungen der Zungenschiene 14 durch Eingreifen eines der Rollenelemente
78, 80 in einer der Ausnehmungen 54, 56 oder gleichwirkender Elemente.
[0028] Wie die zeichnerischen Darstellungen verdeutlichen, ist der Abstand zwischen den
gegenüberliegenden Flächen 47, 49 bzw. 51, 53 der einander zugewandten Flächen 38,
40 der Mitnahmeelemente 26, 28 - betrachtet in senkrecht zum Verschiebeweg verlaufenden
Ebenen - derart gewählt, dass dann, wenn eines der Rollenelemente 78 bzw. 80 mit einer
der vorspringenden Flächen 47 bzw. 51 wechselwirkt, das andere Rollenelement frei
ist. Ferner ist der Abstand der Stufen 42, 44 zwischen den Flächenabschnitten 47,
53 bzw. 49, 51 - ebenfalls betrachtet senkrecht zum Verstellweg der Mitnahmeelemente
26, 28 - derart auf den wirksamen Abstand der Rollenelemente 78, 80 des Hebelelementes
74 abgestimmt, dass dann, wenn eines der Rollenelemente 78, 80 mit der entsprechenden
Abrollfläche 47, 51 in Ausgriff gelangt, das andere Rollenelement 80, 78 mit der anderen
Abrollfläche 51, 47 in Kontakt gelangt.
[0029] Zu erwähnen ist noch, dass die miteinander wechselwirkenden Elemente wie Gleitelemente
78, 80, Betätiger 62, 64 sowie Ausnehmungen 54, 56, 68, 70 auch anders als beschrieben
ausgebildet sein können. Insbesondere können die Ausnehmungen durch Vorsprünge ersetzt
und die Gleitelemente und Betätiger entsprechend angepasst werden.
[0030] In Fig. 5 ist eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Ausführungsform einer
Anordnung zur Endlagensicherung und/oder Überprüfung einer Zungenschiene dargestellt.
Von der Zungenschiene geht ein Mitnahmeelement in Form von z. B. einer Stange 120
aus, die zwischen Rollenlager 122 einerseits und einem Rollenelement 124 andererseits
gelagert verschiebbar ist. Dabei ist das Rollenelement 124 mittels eines Federelementes
126 in Richtung der Stange 120 kraftbeaufschlagt. Das Rollenelement 124 ist insoweit
schwimmend gelagert, als dass es senkrecht zur Längsachse der Stange 120 also zum
Verschiebeweg dieser und der Zungenschiene verstellbar ist. Somit kann das Rollenelement
124 mit dem Federelement 126 und seiner nicht näher bezeichneten Führung als Halteelement
bezeichnet werden. Von der Stange 120 geht eine Kulisse 128 aus, die im Ausführungsbeispiel
als Vorsprung ausgebildet. Dabei ist die Kulisse 128 derart zu der Zungenschiene ausgerichtet,
dass das Rollenelement 124 kurz vor Erreichen der Endstellung auf eine der Flanken
130, 132 des Vorsprungs 128 mit der Folge einwirkt, dass durch die von der Feder 126
hervorgerufenen Kraft das Rollenelement, das erwähntermaßen senkrecht zur Längsachse
der Stange 120 verstellbar ist, das Verschieben der Stange 120 unterstützt. Synchron
wird demzufolge die Zungenschiene bei ihrem Verstellen in die jeweilige Endlage unterstützt.
[0031] Die wirksame Breite des Vorsprungs 128 sollte dabei auf die Länge des Stellweges
der Zungenschiene ausgerichtet werden, in der über das Rollenelement 124 keine wirksame
Kraft derart übertragen werden soll, um das Verstellen der Zungenschiene zu unterstützen.
[0032] Mit dem Rollenelement 124 bzw. dessen Führung kann ein Schaltelement verknüpft sein,
um in Abhängigkeit von der Stellung der Führung bzw. des Rollenelementes 124 ein Signal
zu generieren, durch das eine Überprüfung der Stellung der Zungenschiene, insbesondere
deren Endstellungen ermöglicht wird. Selbstverständlich kann der Stange 120 ein gesonderter
Signalgeber zugeordnet sein, der mit z. B. einem weiteren Vorsprung bzw. Ausnehmung
der Stange 120 zum Auslösen eines Signals wechselwirkt.
[0033] Entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 4 können auch mehrere entsprechende
Vorsprünge wie Nocken bzw. Aussparungen wie Vertiefungen vorgesehen sein, um mehrere
Schaltsignale auszulösen.
1. Anordnung zur Endlagensicherung und/oder -überprüfung einer ersten zu einer ortsfesten
zweiten Schiene (12) wie Backenschiene verstellbaren Schiene (14) wie Zungenschiene,
wobei die erste Schiene zumindest mit einem von einem Federelement (126) druckbeaufschlagten
Halteelement (124) in Wirkverbindung steht, das seinerseits die erste Schiene in ihrer
jeweiligen Endlagenstellung unterstützt,
dadurch gekennzeichnet,
dass von der verstellbaren ersten Schiene (14) zumindest ein Mitnahmeelement (120) ausgeht,
das mit dem Halteelement (124) derart wechselwirkt, dass in der jeweiligen Endstellung
der ersten Schiene das Halteelement derart kraftbeaufschlagt ist, dass die jeweilige
Endlagenstellung unterstützt und überprüfbar ist.
2. Anordnung nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (124) senkrecht oder nahezu senkrecht zum Verschiebeweg des Mitnahmeelementes
(120) federkraftbeaufschlagt verstellbar ist und mit einer von dem Mitnahmeelement
ausgehenden Kulisse (128) derart wechselwirkt, dass die erste Schiene (14) vor Erreichen
einer ihrer Endstellungen durch über das Halteelement übertragene Federkraft in ihrer
Bewegung zur Endstellung hin unterstützt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kulisse (128) ein Vorsprung oder eine Vertiefung einer wirksamen Breite ist,
die der ersten Schiene (14) in ihrer von dem Halteelement (124) unterstützter Stellweglänge
entspricht.
4. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Mitnahmeelement (120) zumindest ein Signalgeber zugeordnet ist, der dem Stellweg,
insbesondere den Endstellungen der ersten Schiene (14) zuordbare Signale generiert.
5. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Signalgeber und das Halteelement (124) unmittelbar gekoppelt sind.
6. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Signalgeber von dem Mitnahmeelement (120) ausgeht und durch das Halteelement
(124) betätigbar ist.