[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Bodenbelag für Spielplätze und dergleichen,
bestehend aus mehreren benachbart aneinanderliegenden und eine vorgegebene Fläche
bedeckenden Belagelementen aus einem Gemisch aus zerkleinertem Kautschuk, insbesondere
Recyclingwerkstoff, und einem elastisch aushärtenden Kunststoff-Bindemittel.
[0002] Es sind Bodenbeläge für Spielplätze bekannt, die aus einer Vielzahl von aneinander
gelegten Belagelementen bestehen. Diese Belagelemente sind verhältnismäßig großflächig
mit einer Längenausdehnung von mindestens 40 cm und besitzen meist eine quadratische
Grundfläche mit gerade verlaufenden Seitenflächen. Diese Belagelemente werden auf
einer gerüttelten Sandschicht verlegt und bestehen aus einem elastisch ausgehärteten
Gemisch aus zerkleinertem Kautschuk, meist Recyclinggummi, und einem elastischen Kunststoff-Bindemittel.
Ein aus derartigen Belagelementen gebildeter Bodenbelag ist rutschfest und wasserdurchlässig
und kann bedarfsweise auch eingefärbt sein. Die Elastizität eines solchen Bodenbelages
ist so gewählt, daß derselbe eine Art Fallschutz bildet und verhindert, daß sich spielende
Kinder beim Fallen, insbesondere aber beim Fallen von einem auf dem Spielplatz befindlichen
Spielgerät, in nennenswerter Weise verletzen können. Ein solcher Bodenbelag besitzt
normalerweise, insbesondere sofort nach der Verlegung der Belagelemente, ein schönes
Aussehen. Bei einem solchen Bodenbelag kommt es jedoch immer wieder vor, daß durch
Regen, der auch durch die engen Spalte zwischen den einzelnen Belagelementen hindurchsickert,
an einzelnen Stellen Sand der unterhalb des Bodenbelages befindlichen Sandschicht
weggespült wird, so daß einzelne Belagelemente, insbesondere im Randbereich, geringfügig
ihre Höhenlage verändern. Damit verändert sich das Oberflächenbild des Bodenbelages,
das eigentlich glatt aussehen sollte, in nachteiliger Weise. Zu dieser Veränderung
des Oberflächenbildes bzw. der sogenannten Wertigkeit, trägt in erheblichem Maße auch
die verhältnismäßig große Fläche der einzelnen Belagelemente bei.
[0003] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Bodenbelag für Spielplätze
und dergleichen zu schaffen, dessen glattes Oberflächenbild bzw. dessen Wertigkeit
sich auch nach längerer Zeit, insbesondere durch starke Regenfälle, nicht ändert,
sondern dauerhaft erhalten bleibt und der einen zertifizierbaren Fallschutz bildet.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Bodenbelag der eingangs
beschriebenen Gattung vorgeschlagen, daß die Belagelemente pflastersteinartig und
rasterartig ineinandergreifend ausgebildet sind.
[0005] Durch eine solche Ausgestaltung der Belagelemente eines Bodenbelages behält derselbe
ein dauerhaftes, glattes Oberflächenbild bzw. eine dauerhafte Wertigkeit. Auch bei
einem solchen Bodenbelag ist zwar nicht auszuschließen, daß die Belagelemente beim
Wegspülen von Sand von der tragenden Sandschicht durch Regen im Randbereich ihre Höhenlage
geringfügig verändern. Dies wirkt sich jedoch durch die pflastersteinartig und formschlüssig
ineinandergreifenden, verhältnismäßig, kleinflächigen Belagelemente nicht nachteilig
auf das Oberflächenbild bzw. die Wertigkeit des Bodenbelages aus. Durch diese Ausgestaltung
und Formgebung ist ein zertifizierbarer Fallschutz erreichbar.
[0006] Weitere Merkmale eines Bodenbelages gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2
- 4 offenbart.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Dabei zeigen
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einem Bodenbelag gemäß der Erfindung und
- Fig. 2
- einen Schnitt durch zwei benachbarte Belagelemente im Verbindungsbereich.
[0008] In der
Fig.1 der Zeichnung ist ausschnittsweise ein Bodenbelag gezeigt, wie er insbesondere auf
Spielplätzen zum Einsatz kommt. Dieser Bodenbelag besteht aus einer Vielzahl, eine
vorgegebene Fläche bedeckenden Belagelementen 1, die aus einem ausgehärteten Gemisch
aus zerkleinertem Kautschuk, insbesondere zerkleinertem Altgummi, und einem elastischen
Kunststoff-Bindemittel gebildet sind. Der Kautschuk bzw. Altgummi liegt dabei hauptsächlich
in faseriger Form vor. Das elastisch aushärtende Kunststoff-Bindemittel besteht beispielsweise
aus Polyurethan.
[0009] Gemäß der Erfindung sind nun die Belagelemente 1 verhältnismäßig kleinflächig, pflastersteinartig
und formschlüssig ineinandergreifend ausgebildet. Gemäß der Fig.1 der Zeichnung besitzen
die Belagelemente 1 eine etwa sternförmige Grundfläche, die jedoch in den Seitenbereichen
so gestaltet ist, daß die einzelnen Belagelemente formschlüssig ineinander greifen
und sich nach ihrer Verlegung nicht gegeneinander verschieben können. Auch andere
Ausgestaltungen, beispielsweise als Doppel-T, sind möglich.
[0010] Insbesondere weisen die Belagelemente 1 in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung im wesentlichen die Form von Puzzleteilen auf. Hierdurch wird auf besonders
einfache Weise ein Bodenbelag zur Verfügung gestellt, bei dem das Auseinanderrutschen
der einzelnen Elemente sicher unterbunden wird.
[0011] In einer überaus vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden im Randbereich
des Bodenbelags Belagelemente 1 verwendet, die im wesentlichen die Form der Randstücke
von Puzzles aufweisen. In dieser überaus bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung können
Bodenbeläge mit weitestgehend beliebigen Umrissen erstellt werden.
[0012] Die Größe der kleinflächigen, pflastersteinartigen Belagelemente 1 ist so gewählt,
daß dieselben maximale Ausdehnung von 15 bis 20 cm nicht überschreiten. Die Höhe der
einzelnen Belagelemente beträgt, in Abhängigkeit von den geforderten Fallschutzeigenschaften,
etwa 30 bis 90 mm.
[0013] In vorteilhafter Weise sind an der Unterseite der einzelnen Belagelemente 1 Vorsprünge
vorgesehen, deren Form unterschiedlich gestaltet sein kann. Wesentlich dabei ist es
jedoch, daß zwischen den Vorsprüngen sogenannte Drainagekanäle gebildet sind. Dabei
ist die Anordnung und die Form der Vorsprünge so gewählt, daß die Drainagekanäle der
einzelnen Belagelemente 1 ineinander übergehen. Dies stellt sicher, daß Regenwasser
problemlos versickern ohne nennenswerte Beeinträchtigung der unterhalb des Bodenbelages
befindlichen, tragenden Sandschicht abgeführt werden kann. Dadurch ist sichergestellt,
daß der Bodenbelag ein dauerhaft glattes Oberflächenbild beibehält und sich somit
in seiner Wertigkeit nicht verändert.
[0014] Aus der
Fig.2 der Zeichnung ist ersichtlich, daß ein Bodenelement 1 zumindest im Bereich einer
Seitenfläche 2 einen horizontalen rippenartigen Vorsprung 3 aufweist, der sich über
eine gesamte Seitenfläche 2 oder nur über einen Teil derselben erstrecken kann. Die
Seitenfläche 2 des sich anschließenden Belagelementes 1 besitzt eine zu dem rippenartigen
Vorsprung 3 korrespondierende Vertiefung 4, in die der Vorsprung 2 einrasten kann.
Diese Ausgestaltung der Seitenflächen 2 der Belagelemente 1 trägt weiter dazu bei,
daß ein dauerhaft glattes Oberflächenbild und damit die geforderte Wertigkeit des
Bodenbelages erhalten bleibt.
[0015] Im Randbereich des Bodenbelages können besondere Randelemente vorgesehen sein, die
an ihrer Außenfläche eben ausgebildet sind.
1. Bodenbelag für Spielplätze und dergleichen, bestehend aus mehreren benachbart aneinanderliegenden
und eine vorgegebene Fläche bedeckenden Belagelementen aus einem Gemisch aus zerkleinertem
Kautschuk, insbesondere Recyclingwerkstoff, und einem elastisch aushärtenden Kunststoff-Bindemittel,
dadurch gekennzeichnet, daß die Belagelemente (1) pflastersteinartig und formschlüssig ineinandergreifend ausgebildet
sind.
2. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belagelemente (1) an ihrer Unterseite mindestens einen Drainagekanal aufweisen.
3. Bodenbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Belagelemente (1) an ihren Seitenflächen (2) zumindest teilweise horizontal verlaufende
rippenartige Vorsprünge (3) und korrespondierende Nuten (4) aufweisen.
4. Bodenbelag nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Belagelemente (1) im wesentlichen die Form von Puzzlestücken aufweisen.