[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Bauelement für eine Deckenkonstruktion in Gebäuden
nach dem Anspruch 1.
[0002] Aus GB 2 226 058 ist ein Bauelement bekannt geworden, das aus einer Betonplatte besteht
mit einem teilweise eingelassenen Gitterträger. Der Obergurt des Gitterträgers steht
aus der Platte heraus und weist nach unten, wenn das Bauelement auf Auflagern von
Gebäudewänden abgestützt ist. Eine Decke für das darunterliegende Geschoß wird dadurch
hergestellt, daß ein geeignetes Verkleidungsmaterial an dem Obergurt befestigt wird.
[0003] Aus WO 95/03460 ist ein Bauelement bekannt geworden mit zwei vertikal beabstandeten
Betonschichten und Gitterträgern zwischen den Schichten, wobei jeweils ein Gurt des
Gitterträgers in eine der Schichten eingelassen ist.
[0004] Aus WO 81/02758 ist bekannt geworden, ein Bauelement so auszubilden, daß die vertikal
beabstandeten Betonschichten mit jeweils aufeinander zu weisenden Gitterträgern fest
gegeneinander verspannt werden. Die Verspannung erfolgt zum Beispiel mit Hilfe von
Spannbolzen, wobei zwei Bolzen mit gegenläufigem Gewinde in eine Spannhülse geschraubt
sind und die Bolzen jeweils mit einem Gitterträger verbunden sind.
[0005] Aus EP 0 828 033 A2 ist ein Bauelement bekannt geworden mit zwei im vertikalen Abstand
angeordneten Betonschichten, die jeweils teilweise Gitterträger aufnehmen. Die vorstehenden
Abschnitte der Gitterträger beider Betonschichten sind so ineinander verschränkt angeordnet,
daß sie sich nicht gegenseitig berühren. Die Betonschichten sind jeweils in Auflagern
der Gebäudewände aufgelagert, wobei die obere Schicht über eine elastische Dämmschicht
abgestützt ist, damit sie als dämmender Estrich eingesetzt werden kann.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bauelement der beschriebenen Art dahingehend
zu verbessern, daß es einfacher gefertigt werden kann und vielseitiger nutzbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Bauelement ist die obere Schicht aus Beton oder einem betonähnlichen
Stoff als planes Element ausgeführt ohne eine vorstehende Bewehrung. Es stützt sich
auf Vorsprüngen oder Rippen der unteren Schicht ab unter Zwischenschaltung einer elastischen
Dämmschicht auf den Rippen bzw. den Vorsprüngen. Die Vorsprünge können zum Beispiel
die Obergurte von Gitterträgern sein, deren Untergurt in der zweiten Schicht eingebettet
ist. Bei der Verwendung von Rippen können diese einteilig mit der unteren Schicht
geformt sein.
[0009] Auch bei dem erfindungsgemäßen Bauelement bildet die erste oder obere Schicht den
Estrich für den darüberliegenden Gebäuderaum, während die untere oder zweite Schicht
die Decke für das darunterliegende Geschoß darstellt. Da die obere Schicht einfach
auf den Vorsprüngen oder Rippen der unteren Schicht aufgelegt gelagert ist, ist die
untere oder zweite Schicht für die Abstützung auf einem Auflager an gegenüberliegenden
Gebäudewänden heranzuziehen.
[0010] Die erfindungsgemäße Konstruktion weist eine Reihe von Vorteilen auf. Die Fertigung
gestaltet sich besonders einfach. Wie bei der Herstellung bekannter Bauelemente werden
die Betonschichten mit ihrer Bewehrung zunächst separat hergestellt, wonach sie dann
übereinander gelegt werden. Bei der Erfindung braucht lediglich eine Betonscheibe
auf zum Beispiel die Gitterträger der zweiten oder unteren Betonschicht aufgelegt
zu werden. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Dieser Vorgang ist bei der industriellen
Fertigung leicht zu bewerkstelligen.
[0011] Um eine gewisse Seitensicherung für die obere Schicht zu erhalten, wird nach einer
Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß sie auf den Vorsprüngen oder Rippen
verklebt wird. Unter Umständen reicht auch die Haftreibung aus zwischen der oberen
Schicht und der elastischen Unterlage, die auf den Vorsprüngen oder Rippen aufgebracht
ist.
[0012] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß der Raum zwischen oberer und
unterer Schicht vielseitig genutzt werden kann, beispielsweise Leitungen und Rohre
für beliebige Installationen aufnehmen kann. Bei bekannten Bauelementen, bei denen
sowohl untere als auch obere Schicht Gitterträger aufweisen, ist das verhältnismäßig
umständlich zu bewerkstelligen. Auch das Einbringen von geeigneten Dämmstoffen gestaltet
sich bei dem erfindungsgemäßen Bauelement einfacher.
[0013] Ferner ist von Vorteil, daß die obere Schicht in einfacher Weise Leitungen für eine
Fußbodenheizung aufnehmen kann. Zwar wird auch die obere Schicht eine geeignete Bewehrung
enthalten, dies werden jedoch keine Gitterträger wie bei bekannten Bauelementen sein.
Das Einbringen von Leitungen für die Fußbodenheizung gestaltet sich daher besonders
einfach.
[0014] Ein Bauelement nach der Erfindung erstreckt sich üblicherweise zwischen zwei beabstandeten
tragenden Wänden des Gebäudes. Die obere Schicht hat vorzugsweise von diesen Wänden
einen gewissen Abstand, so daß eine Schallübertragung in die tragenden Wände hinein
bzw. in die angrenzenden Wände vermieden wird. Innerhalb der oberen Schicht findet
naturgemäß eine Körperschallübertragung statt. Diese kann sich zum Beispiel nachteilig
auswirken, wenn sich die obere Schicht als Fußboden in zwei benachbarte Räume eines
Geschosses erstreckt. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Bauelements läßt sich auch hier
eine Schallübertragung über den Boden vermeiden, indem die obere Schicht mit einer
trennenden Nut versehen wird in dem Bereich einer die angrenzenden Räume trennenden
Wand. Je nach Grundriß und Lage des Bauelements kann daher die obere Schicht aus zwei
oder mehr körperlich voneinander getrennten Unterschichten bestehen, die bereits fertigungsseitig
hergestellt und aufgebracht werden. Dort wo eine Schallübertragung nicht vermieden
werden muß, d. h. innerhalb eines Raumes, können die oberen Teilschichten in bekannter
Weise miteinander verschweißt werden, um sie gegeneinander festzulegen.
[0015] Es sind verschiedene konstruktive Möglichkeiten denkbar, die obere Schicht auf den
Vorsprüngen oder den Rippen aufzulagern. Eine sieht erfindungsgemäß vor, daß auf dem
Obergurt von Gitterträgern der unteren Schicht ein Profil aus elastischen Dämmmaterial
aufgebracht ist, beispielsweise ein umgekehrt U-förmiges Profil. Alternativ kann auf
dem Obergurt der Gitterträger ein Flachstreifen aus Stahl aufgeschweißt sein, auf
dem ein Streifen aus elastischem Dämmmaterial angeordnet ist.
[0016] Eine andere Ausführungsform zur Auflagerung der oberen Schicht besteht in einer Ausgestaltung
der Erfindung darin, daß U-förmige Tragbleche auf die Oberseite der Gitterträger aufgelegt
sind. Die Dämmschicht wird auf die Oberseite des Steges aufgebracht, beispielsweise
auch durch Verklebung befestigt. Die Schenkel der U-förmigen Tragbleche übergreifen
den Gitterträger an der Oberseite und legen sich mit ihren Schenkeln gegen die Außenseite
der Diagonalstäbe an. Daher ist das Profil der Tragbleche nicht streng U-förmig, sondern
mit leicht divergierenden Schenkeln geformt. Derartige Tragbleche können im Abstand
voneinander angeordnet werden. Sie haben z.B. eine Länge von 30 bis 50 cm. Der Abstand
zwischen benachbarten Tragblechen kann mehr als die doppelte Länge eines Tragblechs
betragen.
[0017] Es ist zwar denkbar, die Tragbleche am Gitterträger zu verschweißen, eine einfachere
Befestigung besteht nach einer Ausgestaltung der Erfindung darin, daß die Schenkel
der Tragbleche Eindrückungen oder dergleichen aufweisen, die den Verbindungsbereich
der Diagonalstäbe zu beiden Seiten des Obergurts untergreifen. Dieser Untergriff ist
derart, daß beim Aufsetzen der Tragbleche von oben die durch die Eindrückungen gebildeten
Vorsprünge den Verbindungsbereich der Diagonalstäbe schnappend hintergreifen.
[0018] Bei der Anwendung auf eine Deckenkonstruktion ist das Bauelement nach einer Ausgestaltung
der Erfindung mit der unteren Schicht auf der Oberseite der Gebäudewände aufgelagert.
Für das darüberliegende Geschoß erfolgt die Auflagerung der Wände auf der unteren
Schicht, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Dämmschicht.
[0019] Bei der Erfindung stützt sich die untere Platte des erfindungsgemäßen Bauelements
auf der Oberseite einer Wand ab. Die Länge einer Tafel richtet sich naturgemäß nach
dem Abstand zwischen den Wänden eines Gebäuderaums. Die Gitterträger können naturgemäß
nur innerhalb des Abstands der oberen Gehäusewände angeordnet sein. Daher besteht
die Gefahr, daß die untere längere Platte keine ausreichende Festigkeit im Auflagerbereich
aufweist. Daher ist erfindungsgemäß ein zweiter Gitterträger vorgesehen, dessen Knoten
zu den Knoten des ersten Gitterträgers versetzt liegen. Auf diese Weise ist gewährleistet,
daß unabhängig von der jeweils vorgesehenen Länge eines Bauelements eine ausreichende
Abstützung im Auflagerbereich erfolgt, und zwar entweder über den ersten oder über
den zweiten Gitterträger. Der letztere hat eine geringere Höhe als der erste und ist
vorzugsweise innerhalb des ersten Gitterträgers eingeschoben. Seine Länge kann begrenzt
sein, da er insbesondere den Auflagerbereich verstärken soll.
[0020] Die Erfindung wir nachfolgend anhand von in Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt einen Schnitt durch zwei Bauelemente nach der Erfindung mit ihrer Auflagerung
auf einer Gebäudewand.
- Fig. 2
- zeigt einen Schnitt durch die Darstellung nach Fig. 1 entlang der Linie 2-2.
- Fig. 3
- zeigt die Draufsicht auf den Grundriß eines Gebäudegeschosses deren Boden von Bauelementen
nach den Fign. 1 und 2 hergestellt ist.
- Fig. 4
- zeigt eine Auflagemöglichkeit einer oberen Schicht des Bauelements nach der Erfindung
auf einem Gitterträger.
- Fig. 5
- zeigt eine zweite Ausführungsform für eine Auflage auf einem Gitterträger.
- Fig. 6
- zeigt eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1 mit einer besonderen Auflagerung für die obere
Schicht.
- Fig. 7
- zeigt perspektivisch ein Tragblech für die Auflagerung der oberen Schicht nach Fig.
6.
- Fig. 8
- zeigt die Anbringung des Tragblechs nach Fig. 7 auf der Oberseite des Gitterträgers.
- Fig. 9
- zeigt den Endbereich einer Deckenkonstruktion angrenzend an eine Wand mit einer speziellen
oberen Schicht.
[0021] In Fig. 1 sind zwei Bauelemente 10, 12 angedeutet. Der Aufbau der Bauelemente 10,
12 soll anhand des Bauelements 10 erläutert werden. Das Bauelement 10 weist eine erste
Schicht 12 auf, die aus Beton hergestellt ist und eine innere Bewehrung aufweisen
kann (nicht gezeigt). Ober- und Unterseite der Schicht 12 sind planparallel. Im vertikalen
Abstand dazu ist eine zweite Platte 16 angeordnet, die ebenfalls planparallel ist,
jedoch einen Gitterträger 18 herkömmlicher Ausbildung hält, wobei der Untergrund 20
in der Schicht 16 angeordnet ist und der Obergurt 22 oberhalb der Schicht 16 verläuft
und Ober- und Untergurt 16, 22 durch Diagonalstreben 24 verbunden sind. Wie erkennbar,
ist die obere Schicht 14 etwas dicker als die untere Schicht 16. Die Unterschicht
16 ist jedoch länger als die obere Schicht 14, so daß sie auf der Oberseite einer
Gebäudewand 26 aufgelagert werden kann. Die darüber angeordnete Verlängerung der Gebäudewand
28 stützt sich über eine Mörtelschicht 30 auf der Oberseite der Schicht 16 ab bzw.
der unteren Schicht des Bauelements 12. Die obere Schicht 14 hat zur Wand 28 einen
Abstand, der mit 32 bezeichnet ist. Dadurch ist verhindert, daß ein Trittschall von
der Schicht 14 auf die Wand 28 übertragen wird.
[0022] Auf dem Obergurt 22 verläuft eine elastische Dämmschicht 34, auf der die obere Schicht
14 aufliegt. Die obere Schicht 14 ist mithin lediglich auf dem Gitterträger 18 abgelegt
und sonst in keiner Weise mit dem Gitterträger oder der unteren Schicht 16 verbunden.
In Fig. 2 sind einmal die Gitterträger 18 dargestellt (links und rechts von Fig. 2)
sowie ein anderer Träger 36 als mögliche Alternative. Die Auflagerung der oberen Schicht
14 ist jedoch gut erkennbar.
[0023] Es ist aus Fig. 1 und 2 ferner zu entnehmen, daß die Fertigung eines Bauelements
wie das in Fig. 1 einfach zu bewerkstelligen ist. Die Schicht 16 mit dem Gitterträger
18 wird auf industrielle Weise herkömmlich gefertigt. Dasselbe gilt für die plattenartige
Schicht 14. Nach Herstellung der plattenartigen Schicht 14 wird diese angehoben, gedreht
und auf die Gitterträger 18 abgesenkt mit einer Auflage auf dem Obergurt, wie beschrieben.
Eine zusätzliche Sicherung gegen seitlichen Verschieben kann entfallen, es kann jedoch
zweckmäßig sein, die Schicht 14 auf der Dämmschicht 34 festzukleben.
[0024] In den Fign. 4 und 5 sind zwei Beispiele für eine Auflagerung der Schicht 14 dargestellt.
In Fig. 4 ist ein Profilstreifen 40 aus einem elastischen druckfesten Dämmmaterial
dargestellt, das annähernd umgekehrt U-Profil hat und das auf den Obergurt aufgelegt
ist, wie gezeigt. Die Schicht 14 kann auf der Oberseite des Streifens 40 abgelegt
werden.
[0025] In Fig. 5 ist dargestellt, wie mit dem Obergurt 22 ein Stahlstreifen 42 aufgeschweißt
ist, auf dem ein Streifen 44 aus einem elastischen Dämmmaterial aufgelegt ist. Auf
diesen wird dann die Schicht 14 aufgelegt. Der Streifen 44 kann mit dem Streifen 42
verklebt sein. Auch kann eine Verklebung zwischen Streifen 44 und Schicht 14 erfolgen.
[0026] Die obere Schicht 14 wird üblicherweise etwas kleiner sein als die untere Schicht
16. Sie kann auch von einzelnen Unterschichten gebildet sein, wie dies anhand von
Fig. 3 erläutert werden soll. In Fig. 3 ist ein Grundriß dargestellt, dessen Decke
von drei Bauelementen gebildet ist, wie dies anhand von Fig. 1 dargestellt ist. Die
Aufteilung des Grundrisses für die Räume oberhalb der Decke ist durch Wände angedeutet.
Es ist zu erkennen, daß die beiden Räume 50, 52 einen Boden aufweisen, der teilweise
von den Platten 10a, 10b bzw. 10d und 10c gebildet ist. Um zu vermeiden, daß eine
Schallübertragung zwischen den einzelnen Räumen 50 bis 56 stattfindet, sind daher
die oberen Schichten der Elemente 10a bis 10c entsprechend der Raumaufteilung unterteilt.
Die obere Schicht des Bauelements 10a weist drei Teilschichten auf, die Oberschicht
des Bauelements 10b weist ebenfalls drei Schichten auf, während die obere Schicht
des Bauelements 10c zwei Schichten aufweist. Innerhalb der Räume werden die Fugen
zwischen den Elementen 10a bis 10c geschlossen, indem die Elemente durch Schweißung
verbunden werden und die übrig gebliebene Fuge mit einem geeigneten Mittel ausgefüllt
wird. Dies ist an sich eine bekannte Technik.
[0027] In Fig. 6 ist ein erster Gitterträger 18 vergleichbar dem nach Fig. 1 vorgesehen,
dessen Untergurt 20 in der unteren Schicht 16 verläuft. Der Obergurt 22 und ein Teil
der Diagonalstäbe verläuft oberhalb der unteren Schicht 16 und auch oberhalb einer
Dämmschicht 60, die auf der unteren Schicht 16 aufgelegt ist. Ein weiterer Gitterträger
63 in Fig. 6 besitzt einen Untergurt 62, der ebenfalls in der Platte 16 verläuft und
dessen Obergurt 64 in der Dämmschicht 60 verläuft. Der zweite Gitterträger 63, der
sich nur im Endbereich des gezeigten Bauelements befindet, ist in den ersten Gitterträger
18 eingeschoben. Seine Knoten liegen auf der halben Länge zwischen benachbarten Knoten
des ersten Gitterträgers 18. Aus Fig. 1 ist zu erkennen, daß der erste Gitterträger
18 sich ausreichend weit in den Auflagerbereich auf der unteren Wand 26 erstreckt
und damit für eine ausreichende Stabilität sorgt. Bei dem Gitterträger 18 nach Fig.
6 wäre dies jedoch nicht der Fall. Die versetzte Anordnung der Knoten für den zweiten
Gitterträger 63 sorgt nun dafür, daß auch bei der unzureichenden Lage des ersten Gitterträgers
18 der zweite Gitterträger 63 für eine ausreichende Festigkeit sorgt, da ein Knoten
im Auflagerbereich zu Liegen kommt. Da der zweite Gitterträger 63 im wesentlichen
nur für die Verstärkung im Auflagerbereich dient, braucht er sich nicht über die gesamte
Länge des ersten Gitterträgers 18 bzw. des Bauelements zu erstrecken.
[0028] Die untere Schicht 16 ist über eine Dünnbettmörtelschicht 66 an der Oberseite der
Wand 26 abgestützt. Die obere Wand 28 ist über eine Mörtelschicht 68 an den Unterschichten
benachbarter Elemente abgestützt. Die obere Schicht 14 ist über Tragbleche 70 an der
Oberseite des Gitterträgers 18 abgestützt. Die Konstruktion der Tragbleche geht aus
den Fign. 7 und 8 hervor.
[0029] Die Tragbleche 70 sind annähernd U-förmig mit leicht divergierenden Schenkeln 72,
74. Die Schenkel 72, 74 übergreifen den Obergurt 20 und die Verbindungsbereiche der
Diagonalstäbe 76, 78 (Fig. 8). Die bogenförmigen Verbindungsbereiche sind, wie üblich,
mit dem Obergurt 20 seitlich verschweißt. Die Schenkel 72, 74 haben in Abständen Eindrückungen
80. Sie sind so angeordnet, daß die auf diese Weise an der Innenseite der Schenkel
72, 74 gebildeten Vorsprünge die Verbindungsbereiche der Diagonalstäbe 76, 78 untergreifen,
wie dies in Fig. 8 dargestellt ist. Mithin können die Tragbleche 70 auf die Oberseite
der Gitterträger 18 aufgeklippst werden, wobei der Steg 82 auf dem Obergurt 20 zum
Liegen kommt. Auf dem Steg 82 kann ein Streifen 84 aus einem Elastomer aufgeklebt
sein. Auf diesem stützt sich dann die obere Schicht 14 ab, wie in Fig. 6 dargestellt.
[0030] Wie ferner aus Fig. 6 zu entnehmen, haben die Tragbleche 70 eine begrenzte Länge,
von z.B. 30 bis 50 cm und sind in Abständen angeordnet, wobei der Abstand mehr als
das Doppelte der Länge eines Tragblechs betragen kann.
[0031] Die Darstellung nach Fig. 9 unterscheidet sich von Fig. 6 dadurch, daß die obere
Schicht 14a Leitungen 90 für eine Fußbodenheizung aufnimmt. Die Auflagerung der oberen
Schicht 14a kann gemäß Fig. 6 oder auch gemäß den anderen Ausführungsformen, wie sie
in den anderen Figuren dargestellt sind, durchgeführt werden.
[0032] In Fig. 9 ist auch gezeigt, wie ein Streifen 92 aus Schaumstoff in den Spalt zwischen
oberer Schicht und oberer Wand 28 eingebracht ist.
1. Bauelement für eine Deckenkonstruktion in Gebäuden, das an gegenüberliegenden Enden
zur Auflage an einer Gebäudewand ausgebildet ist, mit einer ersten selbsttragenden
plattenförmigen Schicht aus Beton oder betonähnlichem Material, welche den Fußboden
eines Geschosses des Gebäudes bildet, einer zweiten selbsttragenden plattenförmigen
Schicht aus Beton oder betonähnlichem Material im vertikalem Abstand zur ersten Schicht
mit nach oben weisenden Vorsprüngen oder Rippen, welche die Decke des darunterliegenden
Geschosses bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Schicht (14) an der Unterseite plan und auf den Vorsprüngen (18) oder Rippen
der unteren Schicht (16) von oben aufgelegt ist unter Zwischenschaltung einer elastischen
Dämmschicht (22, 40, 44).
2. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen einteilig mit der unteren Schicht geformt sind.
3. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge von einer Bewehrung für die untere Schicht gebildet sind, vorzugsweise
von Gitterträgern (18), deren Untergurt (20) innerhalb der unteren Schicht (16) verläuft.
4. Bauelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Obergurt (22) der Gitterträger (18) ein Profil (40) aus elastischem Dämmmaterial
aufgelegt ist.
5. Bauelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (40) umgekehrt U-förmig ist.
6. Bauelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Obergurt (22) der Gitterträger (18) ein Flachstreifen (43) aus Stahl aufgeschweißt
ist, auf dem ein Streifen (44) aus elastischem Dämmmaterial angeordnet ist.
7. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Schicht (14) auf den Vorsprüngen oder Rippen gegenseitliches Verschieben
durch Klebung gesichert ist.
8. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Zwischenraum zwischen oberer und unterer Schicht (14, 16) Installationsgegenstände
wie Rohre, Leitungen oder dergleichen angeordnet sind.
9. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Schicht (14) Leitungen für eine Fußbodenheizung aufnimmt.
10. Deckenkonstruktion in Gebäuden, mit tafelförmigen Bauelementen, die an gegenüberliegenden
Enden an einer Gebäudewand aufgelegt sind und die jeweils eine erste selbsttragende
plattenförmige Schicht aus Beton oder betonähnlichem Material und eine zweite selbsttragende
plattenförmige Schicht aus Beton oder betonähnlichem Material in vertikalem Abstand
zur ersten Schicht aufweisen, wobei die zweite Schicht nach oben weisende Vorsprünge
oder Rippen hat und wobei die erste Schicht den Fußboden für ein Gebäudegeschoß und
die zweite Schicht die Decke für das darunterliegende Geschoß bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Schicht (14) an der Unterseite plan und auf den Vorsprüngen oder Rippen
der unteren Schicht (16) von oben aufgelegt ist unter Zwischenschaltung einer elastischen
Dämmschicht (34) und die untere Schicht (16) auf der Oberseite der Gebäudewände (26)
aufgelagert ist.
11. Deckenkonstruktion nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Schicht (14) auf den Auflageenden einen Abstand zu der zugekehrten Gebäudewand
(28) aufweist.
12. Deckenkonstruktion nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Schicht (14) aus zwei oder mehr getrennten Schichtabschnitten besteht,
die nach einem vorgegebenen Muster bemessen und angeordnet sind.
13. Deckenkonstruktion nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Geschoßwand (28) sich über eine Dämmschicht (30) auf der Oberseite der zweiten
oder unteren Schicht (16) der Bauelemente (10, 12) abstützt.
14. Deckenkonstruktion nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der oberen Schicht (14a) und der angrenzenden Wand (28) ein Streifen (92)
aus weich-elastischem Material angeordnet ist, vorzugsweise aus Schaumstoff.
15. Bauelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß U-förmige Tragbleche (70) auf die Oberseite der Gitterträger (18) aufgelegt sind,
auf denen über eine Dämmschicht (84) die obere Schicht (14) aufgelegt ist.
16. Bauelement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die U-förmigen Tragbleche (70) in Abständen angeordnet sind.
17. Bauelement nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (72, 74) der Tragbleche (70) Eindrückungen (80) oder dergleichen aufweisen,
die den Verbindungsbereich der Diagonalstäbe (76, 78) zu beiden Seiten des Obergurts
(20) untergreifen.
18. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Gitterträger (63) vorgesehen ist, dessen Untergurt (62) in der unteren
Platte (16) und dessen Obergurt (64) im Abstand zur oberen Platte (14) verläuft und
die Knoten von erstem und zweitem Gitterträger (18, 63) zueinander versetzt angeordnet
sind.
19. Bauelement nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein zweiter Gitterträger (63) innerhalb des ersten Gitterträgers (18) angeordnet
ist.
20. Bauelement nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Knoten des zweiten Gitterträgers (63) jeweils annähernd in der Mitte zwischen
benachbarten Knoten des ersten Gitterträgers (18) liegen.
21. Bauelement nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Gitterträger (63) von begrenzter Länge ist und nur im Endbereich zwischen
den Platten angeordnet ist.