[0001] Die Erfindung betrifft eine Bodenplatte für begeh- oder befahrbare Dachbeläge, insbesondere
für Dachterrassen und Parkdecks.
[0002] Begeh- oder befahrbare Dachbeläge bestehen im allgemeinen aus einer auf dem Betondach
aufgebrachten wärmeisolierenden Schicht, einer feuchtigkeitsundurchlässigen Schicht,
einer Gleitschicht und einer darauf angeordneten, meist aus vor Ort hergestellten
Nutzbelägen bestehenden Bodenplattenschicht. Die oberste, begeh- oder befahrbare Schicht
ist hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt, die von extremem Frost im Winter im Bereich
von -30°C bis zu +60°C bei Aufheizung im Sommer bei Sonneneinstrahlung reichen. Wegen
der damit verbundenen extremen Längenänderung werden die begeh- oder befahrbaren Dachbeläge
meist aus einzelnen Betonplatten oder dergleichen Bodenplatten hergestellt, zwischen
denen jeweils Fugen für die Wärmeausdehnung vorgesehen sind.
[0003] Die Kantenbereiche der Bodenplatten sind sehr empfindlich und brechen leicht aus,
insbesondere, wenn in den Fugenbereich eingedrungenes Wasser sich unter Frosteinfluß
ausdehnt. Zum Schutz der empfindlichen Kanten der Bodenplatten sind daher bereits
Kantenarmierungen bekannt. Aus der DE 89 03 721 01 ist beispielsweise eine Kantenarmierung
aus Kunststoff für den Eckbereich von Betonplatten bekannt geworden, die in die Betonplatte
eingegossen wird. Auch Stahlprofile sind bekannt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bodenplatte der eingangs genannten Art anzugeben,
deren Kanten vollständig und dauerhaft geschützt sind und die auf einfache Weise in
den vorgegebenen Abmessungen herstellbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Bodenplatte mit einer
als umlaufender Rahmen ausgestalteten Kantenarmierung versehen ist, die aus miteinander
verbundenen Armierungselementen besteht. Durch die umlaufende Armierung werden sämtliche
Kanten der Bodenplatte geschützt, wobei der Aufbau der Kantenarmierung aus miteinander
verbundenen Armierungselementen eine einfache Herstellung verschiedener Plattengrößen
ermöglicht, denn die Armierungselemente können entsprechend den gewünschten Abmessungen
gewählt werden.
[0006] Bei der Herstellung der Bodenplatte durch ein erfindungsgemäßes Verfahren werden
die Armierungselemente miteinander verbunden, so dass ein umlaufender Rahmen entsteht.
Sodann wird der Rahmen mit dem Plattenmaterial, insbesondere Beton ausgegossen. Auf
diese Weise können die Bodenplatten nicht nur in verschiedenen Abmessungen hergestellt
werden, sondern die gewünschten Abmessungen werden mit hoher Genauigkeit eingehalten.
Die Armierungselemente erfüllen bei der Herstellung der Bodenplatte die Funktion einer
ansonsten notwendigen Verschalung, die beim erfindungsgemäßen Verfahren auf vorteilhafte
Weise eingespart wird.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Kantenarmierung aus
Metall, vorzugsweise Edelstahl, Messing, Zink, verzinktem Stahlblech oder Aluminium,
oder aus Kunststoff. Die genannten Materialien eignen sich nicht nur bestens zum Schutz
der empfindlichen Kanten, sondern sie ergeben auch eine ansprechende Optik der erfindungsgemäßen
Bodenplatte. Des weiteren kann somit die Abdichtung der Fugen zwischen den Bodenplatten
gegen eindringendes Wasser besonders einfach und wirkungsvoll ausgestaltet werden,
denn die nicht zur Korrosion neigenden Oberflächen erleichtern die dichte Anlage eines
dauerelastischen Dichtungsmaterials oder der ebenso als Dichtung verwendeten stranggepressten
Kunststoffprofile. Hinzu kommt, dass die erfindungsgemäßen Bodenplatten mit besonders
engen Toleranzen herstellbar sind. Dies ermöglicht die Minimierung der Fugen zwischen
den Bodenplatten, wodurch die Dichtungsprobleme noch einfacher lösbar sind.
[0008] Mit Vorteil besteht die Kantenarmierung aus im Querschnitt im wesentlichen L-förmigen
Profilen, die die äußeren Schmalseiten und einen umlaufenden Randbereich der Unterseite
der Bodenplatte abdecken. Solche L-förmigen Profile sind einfach herstellbar und sie
haben den Vorteil, dass nicht nur die eigentlichen Kanten der Bodenplatten, sondern
die gesamten äußeren Schmalseiten geschützt werden. Die Abdeckung eines umlaufenden
Randbereichs der Unterseite der Bodenplatte hat außerdem den Vorteil, dass die Kantenarmierung
ihre zusätzliche Funktion als formgebende Verschalung beim Gießen der Bodenplatte
erfüllen kann.
[0009] In vielen Fällen hat sich die Herstellung der Bodenplatte vor Ort direkt auf dem
abzudeckenden Dach bewährt. Für diesen Zweck sind bereits Verschalungen bekannt, die
aus Metallschienen bestehen, die durch spezielle Kreuzstücke vertikal fixiert werden.
Im Gegensatz zu der vorliegenden Erfindung werden diese Metallschienen allerdings
nach dem Gießen der Betonplatte wieder entfernt und erfüllen nicht die Funktion einer
Kantenarmierung. Ein weiterer Nachteil dieser Metallschienen besteht darin, dass bei
unebenem Untergrund der flüssige Beton unter den Schienen durchlaufen kann, wodurch
später die Wärmeausdehnung, beziehungsweise die Kontraktion der Betonplatten behindert
wird.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Bodenplatte verhindert der untere Teil der L-förmigen Profile
der Kantenarmierung das Abfließen vom flüssigem Beton oder sonstigen Plattenmaterialien
bei der Herstellung weitgehend.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kantenarmierung an der Plattenoberseite
im Querschnitt zweifach abgewinkelt ist, so dass das obere Armierungsende nach unten
ragt. Durch die erste Abwinklung wird die obere Kante der Bodenplatte umschlossen
und somit wirkungsvoll geschützt. Die zweite Abwinklung dient zur Verankerung der
Kantenarmierung im Plattenmaterial.
[0012] Die Erfindung wird dadurch noch verbessert, dass die Kantenarmierung an der Plattenunterseite
abgewinkelt ist, so dass das untere Armierungsende nach oben ragt. Auf diese Weise
wird das untere Armierungsende im Plattenmaterial optimal verankert.
[0013] In einer Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Armierungselemente gewinkelte Eckelemente
und gerade Seitenelemente. Mit diesen zwei Armierungselementen lassen sich die allermeisten
gewünschten Plattenformen und Abmessungen erzeugen. Insbesondere bei quadratischen
Platten benötigt man genau vier rechtwinklige Eckelemente und vier gerade Seitenelemente,
die an die gewünschte Seitenlänge der Bodenplatte angepasst sind. Bei der Herstellung
einer solchen Bodenplatte werden die Seitenelemente jeweils mit zwei Eckelementen
zu einem quadratischen Rahmen verbunden, der anschließend mit Plattenmaterial, insbesondere
Beton ausgegossen wird. Entsprechendes gilt für die Herstellung einer rechteckigen
Bodenplatte, bei der zwei längere und zwei kürzere Seitenelemente verwendet werden.
[0014] Selbstverständlich sind auch andere Plattenformen möglich, beispielsweise können
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auch dreieckige und sechseckige Bodenplatten hergestellt
werden, die mit der erfindungsgemäßen Armierung versehen sind. Dabei müssen lediglich
die gewinkelten Eckelemente statt eines rechten Winkels den für die jeweilige Eckenzahl
passenden Winkel, in den vorliegenden Beispielen einen Winkel von 60 Grad bzw. 120
Grad aufweisen.
[0015] Zur Verbindung der Armierungselemente sind einfach ausgestaltete Verbindungselemente
vorgesehen, die vorzugsweise aus L-förmigen Profilen bestehen, die in die ebenfalls
L-förmigen Profile der Armierungselemente, die an der Oberseite und an der Unterseite
jeweils abgewinkelt sind, eingerastet sind, wobei sich die Verbindungselemente in
Richtung der Bodenplattenschmalseiten über jeweils einen Teilbereich der miteinander
verbundenen Armierungselemente erstrecken.
[0016] Selbstverständlich sind die L-förmigen Profile der Verbindungselemente geringfügig
kürzer als die der Armierungselemente, damit sie auf der Innenseite der Armierungselemente
einrasten können.
[0017] In Verbindung mit den auf der Oberseite zweifach abgewinkelten Armierungselementen
halten die Verbindungselemente ganz besonders fest, wenn sie an ihrer Oberseite einen
abgewinkelten Verankerungsabschnitt aufweisen, der in den oberen, U-förmigen Abschnitt
der Armierungselemente fest eingreift.
[0018] Zur Verbesserung der Festigkeit der erfindungsgemäßen Bodenplatte wird vorgeschlagen,
dass die Bodenplatte mit Armierungsstäben oder Armierungsseilen versehen ist, die
sich quer durch den vom umlaufenden Armierungsrahmen umschlossenen Innenraum erstrecken,
wobei die Enden der Armierungsstäbe oder Armierungsseile am Armierungsrahmen befestigt
sind. Bei der Herstellung einer solchen Bodenplatte werden nach dem Zusammenbau des
Armierungsrahmens beispielsweise Stahlstäbe oder Stahlseile in den Armierungsrahmen
eingesetzt oder eingespannt. Für die Befestigung der Enden der Stäbe oder Seile können
beispielsweise Löcher im Armierungsrahmen vorgesehen sein.
[0019] Das ästhetische Erscheinungsbild der Bodenplatte wird dadurch noch verbessert, dass
eine Oberflächenschicht aus optisch ansprechendem Material auf das hauptsächliche
Plattenmaterial, beispielsweise auf den Beton aufgebracht ist. Eine solche Oberflächenschicht
besteht vorzugsweise aus keramischen Zierplatten, gebrannten Klinkern, Naturstein
wie Granit, Betonwerkstein, Waschbeton, Kunstharzbeton, reinem Beton, oder aus Asphalt
mit Kunstharzbeimischungen.
[0020] Bei der Herstellung der Bodenplatte wird die Oberflächenschicht nach dem Gießen des
Plattenmaterials auf das Plattenmaterial aufgebracht und zwar entweder direkt auf
die noch frische und plastische Plattenmaterialschicht oder nach dem Abbinden derselben
auf eine zwischen der Plattenmaterialschicht und der Oberflächenschicht angeordnete
Mörtelschicht.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
[0022] Darin zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Bodenplatte mit Kantenarmierungen;
- Figur 2:
- eine Draufsicht auf die Rückseite derselben Bodenplatte;
- Figur 3:
- eine perspektivische Darstellung eines Seitenelements der Kantenarmierung;
- Figur 4:
- eine perspektivische Darstellung eines Verbindungselements;
- Figur 5:
- eines perspektivische Darstellung eines Eckelements;
- Figur 6:
- eine perspektivische Darstellung einer Verbindungsstelle mit zwei Armierungselementen
und einem Verbindungselement.
[0023] In Figur 1 erkennt man eine erfindungsgemäße Bodenplatte 1 aus Beton, die für begeh-
und befahrbare Dachbeläge bestimmt ist. Die Betonplatte 1 ist mit einer Kantenarmierung
2 versehen, die als umlaufender Rahmen ausgestaltet ist und aus vier Seitenelementen
3 und vier Eckelementen 4 besteht. Die Armierungselemente 3, 4 sind mit Verbindungselementen
5 (Figur 4) miteinander verbunden. Alle Armierungselemente 3, 4, 5 der Kantenarmierung
2 bestehen aus Edelstahl. Es können alternativ aber auch andere Materialien, insbesondere
Kunststoffe und andere Metalle wie Messing, Aluminium, Zink, verzinktes Stahlblech
verwendet werden.
[0024] In Figur 3 erkennt man in vergrößerter Darstellung ein Seitenelement 3, dessen Länge
je nach der gewünschten Seitenlänge der fertigen Betonplatte 1 verschieden groß sein
kann. Im Profil ist das Seitenelement im wesentlichen L-förmig und weist einen vertikalen
Seitenabschnitt 6 sowie einen horizontalen Bodenabschnitt 7 auf. An der Oberseite
ist das Seitenelement 3 zur (hier nicht gezeigten) Betonplatte 1 hin zweifach abgewinkelt,
so dass ein horizontaler Brückenabschnitt 8 und ein vertikal nach unten in den nicht
gezeigten Beton hineinragender oberer Verankerungsabschnitt 9 gebildet werden. Der
horizontale Bodenabschnitt 7 ist an seinem Ende nach oben abgewinkelt, so dass ein
von unten nach oben in den nicht gezeigten Beton hineinragender unterer Verankerungsabschnitt
10 gebildet wird.
[0025] Wie man am besten in Figur 5 erkennt, besitzt auch das Eckelement entsprechende Seitenabschnitte
6 und Bodenabschnitte 7, die im Profil ebenfalls L-förmig sind und jeweils entsprechende
Brückenabschnitte 8, obere Verankerungsabschnitte 9 und untere Verankerungsabschnitte
10 aufweisen.
[0026] Zur Verbindung der Armierungselemente 3, 4 untereinander sind besondere Verbindungselemente
5 vorgesehen. Wie man am besten in Figur 4 erkennt, ist das Verbindungselement 5 im
Profil ebenfalls L-förmig und weist einen modifizierten Seitenabschnitt 11 und einen
modifizierten Bodenabschnitt 12 auf. Der Seitenabschnitt 11 unterscheidet sich von
dem entsprechenden Seitenabschnitt 6 eines Eckelements 4 oder eines Seitenelements
3 dadurch, dass er in vertikaler Richtung geringfügig kürzer ist und an seiner Oberseite
lediglich eine einfache Abwinklung von im wesentlichen 90 Grad aufweist, so dass ein
horizontaler Verankerungsabschnitt 13 gebildet wird. Der Verankerungsabschnitt 13
unterscheidet sich von dem Brückenabschnitt 8 der anderen Armierungselemente 3, 4
dadurch, dass er etwas schmäler ausgestaltet ist. Auch der Bodenabschnitt 12 des Verbindungselements
5 ist etwas schmäler als der entsprechende Bodenabschnitt 7 der anderen Armierungselemente
3, 4.
[0027] Eine Verbindungsstelle zwischen zwei Armierungselementen, beispielsweise einem Seitenelement
3 und einem Eckelement 4 kann man in Figur 6 erkennen. Das Verbindungselement 5 ist
auf der Innenseite der beiden Armierungselemente 3, 4 derart platziert, dass es sich
über einen Teilbereich des Seitenelements 3 und gleichzeitig über einen Teilbereich
des Eckelements 4 erstreckt. Dabei liegen die beiden Seitenabschnitte der Armierungselemente
3, 4 am Seitenabschnitt 11 des Verbindungselements 5 und die beiden Bodenabschnitte
7 der Armierungselemente 3 und 4 jeweils am Bodenabschnitt 12 des Verbindungselements
5 an. Der Verankerungsabschnitt 13 an der Oberseite des Verbindungselements 5 ist
zwischen den jeweiligen oberen Verankerungsabschnitten 9 und den zugehörigen Brückenabschnitten
8 der Armierungselemente 3, 4 eingeklemmt.
[0028] Zum Verbinden der Armierungselemente 3, 4 geht man am besten folgendermaßen vor:
die beiden Armierungselemente 3, 4 werden in der korrekten Position aneinandergelegt.
Das Verbindungselement 5 wird aus der in Figur 4 gezeigten Position um etwa 30 Grad
im Uhrzeigersinn gedreht und sein Verankerungsabschnitt 13 unter die beiden Brückenabschnitte
8 im Bereich der Verbindungsstelle gesteckt. Danach wird das Verbindungselement 5
entgegen dem Uhrzeigersinn in seine ursprüngliche Position zurückgedreht, wobei der
Bodenabschnitt 12 des Verbindungselements 5 hinter die beiden unteren Verankerungsabschnitte
10 der zu verbindenden Armierungselemente 3, 4 einrastet.
[0029] Auf die genannte Weise können mehrere Armierungselemente miteinander zu einem umlaufenden
Rahmen verbunden werden, insbesondere vier Seitenelemente 3 mit vier Eckelementen
4 unter Verwendung von acht Verbindungselementen 5 zu einem quadratischen Rahmen,
wie er beispielweise in Figur 1 gezeigt ist, verbunden werden. Der so entstandene
Rahmen muss nun nur noch mit dem Plattenmaterial, hier Beton ausgegossen werden, um
die erfindungsgemäße Bodenplatte 1 herzustellen.
[0030] Bei der fertigen Betonplatte 1 decken die Seitenabschnitte 6 der Armierungselemente
3, 4 die äußeren Schmalseiten vollständig ab. Wie man am besten in Figur 2 erkennt,
wird von den Bodenabschnitten 7 der Armierungselemente 3, 4 außerdem ein umlaufender
Randbereich der Unterseite der Betonplatte 1 abgedeckt. Dadurch wird ein seitliches
Wegfließen von flüssigem Beton beim Gießen der Betonplatte 1 verhindert, insbesondere
wenn die Unterlage nicht ganz eben ist.
[0031] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Kantenarmierung ist
eine in engen Toleranzen reproduzierbare Fertigung der Bodenplatte 1 gewährleistet,
so dass die Herstellung auch von weniger qualifiziertem Personal ausgeführt werden
kann. Kleine Bodenplatten können zentral hergestellt und zur Baustelle geliefert werden.
Größere Bodenplatten können vor Ort hergestellt werden.
[0032] Besonders wirtschaftlich ist die Herstellung von Betonplatten mit zwei bis drei Meter
Seitenlänge bei einer Plattendicke von etwa zehn Zentimetern. Aber auch fünf Meter
Seitenlänge sind machbar.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0033]
- 1
- Bodenplatte / Betonplatte
- 2
- Kantenarmierung
- 3
- Seitenelement
- 4
- Eckelement
- 5
- Verbindungselement
- 6
- Seitenabschnitt
- 7
- Bodenabschnitt
- 8
- Brückenabschnitt
- 9
- oberer Verankerungsabschnitt
- 10
- unterer Verankerungsabschnitt
- 11
- Seitenabschnitt
- 12
- Bodenabschnitt
- 13
- Verankerungsabschnitt
1. Bodenplatte für begeh- und befahrbare Dachbeläge, insbesondere für Dachterrassen und
Parkdecks, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer als im wesentlichen umlaufender Rahmen ausgestalteten Kantenarmierung
(12) versehen ist, die aus miteinander verbunden Armierungselementen (3, 4) besteht.
2. Bodenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenarmierung (2) aus Metall, vorzugsweise Edelstahl, Messing, Zink, verzinktem
Stahlblech oder Aluminium, oder aus Kunststoff besteht.
3. Bodenplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenarmierung (2) aus im Querschnitt im wesentlichen L-förmigen Profilen besteht,
die die äußeren Schmalseiten und einen umlaufenden Randbereich der Unterseite der
Bodenplatte (1) abdecken.
4. Bodenplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenarmierung (2) an der Plattenoberseite im Querschnitt zweifach abgewinkelt
ist, so dass das obere Armierungsende (9) nach unten ragt.
5. Bodenplatte nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenarmierung (2) an der Plattenunterseite abgewinkelt ist, so dass das untere
Armierungsende (10) nach oben ragt.
6. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungselemente gewinkelte Eckelemente (4) und gerade Seitenelemente (3) umfassen.
7. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungselemente (3, 4) durch Verbindungselemente (5) miteinander verbunden
sind.
8. Bodenplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (5) aus L-förmigen Profilen bestehen, die in die ebenfalls
L-förmigen Profile der Armierungselemente (3, 4), die an der Oberseite und der Unterseite
jeweils abgewinkelt sind, eingerastet sind, wobei sich die Verbindungselemente (5)
in Richtung der Bodenplattenschmalseiten über jeweils einen Teilbereich der miteinander
verbundenen Armierungselemente (3, 4) erstrecken.
9. Bodenplatte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (5) an der Oberseite einen abgewinkelten Verankerungsabschnitt
(13) aufweisen.
10. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Armierungsstäben oder Armierungsseilen, vorzugsweise aus Stahl, versehen
ist, die sich quer durch den vom umlaufenden Armierungsrahmen umschlossenen Innenraum
erstrecken, wobei die Enden der Armierungsstäbe oder Armierungsseile am Armierungsrahmen
befestigt sind.
11. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Oberflächenschicht aus optisch ansprechendem Material aufweist, die auf
das hauptsächliche Plattenmaterial aufgebracht ist.
12. Bodenplatte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht aus keramischen Zierplatten, gebrannten Klinkern, Naturstein
wie Granit, Betonwerkstein, Waschbeton, Kunstharzbeton, reinem Beton, oder aus Asphalt
mit Kunstharzbeimischungen besteht.
13. Verfahren zur Herstellung einer Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Armierungselemente (3, 4) miteinander verbunden werden, so dass ein umlaufender Rahmen
(2) entsteht, und dass der Rahmen (2) anschließend mit dem Plattenmaterial ausgegossen
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass vier Eckelemente (4) und vier an die gewünschte Seitenlänge der Bodenplatte (1) in
ihrer Länge angepasste Seitenelemente (3) mittels Verbindungselementen (5) zu einem
quadratischen oder rechteckigen Rahmen (2) verbunden werden, der anschließend mit
dem Plattenmaterial ausgegossen wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Ausgießen mit dem Plattenmaterial Armierungsstäbe oder Armierungsseile in
den Rahmen eingesetzt werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Ausgießen mit dem Plattenmaterial eine Oberflächenschicht aus optisch ansprechendem
Material auf das Plattenmaterial aufgebracht wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht direkt auf die noch frische und plastische Plattenmaterialschicht
aufgebracht wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Plattenmaterialschicht und der Oberflächenschicht eine Mörtelschicht
aufgebracht wird.