[0001] Die Erfindung betrifft eine Aussteilvorrichtung für einen Kipp-Flügel, insbesondere
Dreh-Kipp-Flügel eines Fensters, einer Tür oder dergleichen, mit einer Verriegelungseinrichtung
und einem am Blendrahmen befestigbaren Basisteil, an dem eine mittels einer motorischen
Antriebsvorrichtung betätigbare Ausstellschere gelagert ist, die ein Verbindungsglied
zum Fensterflügel aufweist, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner bezieht sich
die Erfindung auf eine Fenstereinrichtung (Fenster, Tür oder dergleichen) und eine
Fenstereinrichtung mit einer entsprechenden Ausstellvorrichtung gemäß Anspruch 34
sowie auf ein Verfahren zum motorischen und manuellen Kippen eines Flügels eines Fensters,
einer Tür oder dergleichen, entsprechend Oberbegriff des Anspruchs 35.
[0002] Ausstellvorrichtungen, Fenstereinrichtungen und Verfahren der eingangs genannten
Art sind bereits bekannt. Nachteilhafterweise sind derartige bekannte Ausstellvorrichtungen
verhältnismäßig kompliziert ausgebildet und in Bezug auf eine manuelle Kippbetätigung
handhabungsunfreundlich.
[0003] Im Stand der Technik DE 197 41 728 C2 wird ein Ausstellmechanismus für als Ganzes
ausstellbare Fenster beschrieben. Der Ausstellmechanismus umfasst mindestens vier
am Fensterflügel angreifende und am Fensterrahmen befestigte Ausstellscheren, wobei
die Ausstellscheren einen Ausstellhebel und einen Steuerhebel aufweisen, die jeweils
im wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind sowie einen Antrieb zum Betätigen des
Ausstellmechanismus. Der Ausstellhebel verbindet Fensterflügel und Fensterrahmen miteinander
und ist an einem ersten Ende zumindest drehbeweglich und an einem zweiten Ende drehbeweglich
und verschiebbar gelagert. Der Steuerhebel ist drehbeweglich mit dem Ausstellhebel
gekoppelt und an einem Ende mit dem Fensterrahmen verbunden. Die Ausstellscheren sind
mit einem Antriebshebel drehbeweglich gekoppelt, mit dem die Ausstellscheren antreibbar
und verriegelbar sind.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Ausstellvorrichtung der eingangs genannten Art
zu schaffen, mittels welcher ein motorisches und manuelles Kippen eines Kipp-Flügels
in verhältnismäßig einfacher Weise möglich ist, sowie eine entsprechende Fenstereinrichtung
und ein entsprechendes Verfahren der eingangs genannten Art vorzuschlagen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen 1, 30, 34 und 35 angegebenen Merkmale
gelöst.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den entsprechenden Unteransprüchen.
[0007] Die erfindungsgemäße Ausstellvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass das Verbindungsglied
ein Treibstangenelement-Verbindungselement ist, wobei mittels der motorischen Antriebsvorrichtung
die Verriegelungseinrichtung in eine Verriegelungs- und in eine Entriegelungsstellung
bringbar ist und wobei das Treibstangenelement-Verbindungselement bei sich in Schließstellung
befindender Ausstellschere und bei sich in Verriegelungsstellung befindender Verriegelungseinrichtung
mit einem Treibstangenelement automatisiert verbindbar und automatisiert von diesem
trennbar ist. Vorteilhafterweise kann das Verbindungselement mit einem beliebigen
Treibstangenelement in Wirkverbindung treten zur Erzielung eines motorischen Kippens
eines Kipp-Flügels. Dabei kann das Treibstangeaelement als Zapfen ausgebildet sein,
welcher mit einem eine entsprechende Ausnehmung aufweisenden Verbindungselement in
lösbare Wirkverbindung treten kann, oder alternativ als Ausnehmung ausgebildet sein,
mit welcher ein zapfenförmiges Verbindungselement lösbar wirkverbunden werden kann.
Hierbei wird unter lösbar verstanden, dass die operative Wirkverbindung zwischen Verbindungsglied
und Treibstangen-Verriegelungszapfen automatisiert aufhebbar ist (Entkoppeln), so
dass auch ein problemloses manuelles Betätigen des Kippflügels möglich ist. Somit
kann das Verbindungselement in eine "gelöste" Ausgangsstellung (keine operative Wirkverbindung
mit dem Treibstangen-Verriegelungszapfen) gebracht werden, aus welchem ein ungestörtes
manuelles Entriegeln, Kippen und gegebenenfalls Drehöffnen beziehungsweise ein entsprechendes
Schließen und Verriegeln des Flügels möglich ist, während bei geschlossenem Flügel
alternativ zusätzlich ein automatisiertes Entriegeln und Kippen desselben sowie ein
anschließendes Schließen und Verriegeln des Flügels erfolgen kann. Es ist somit möglich,
in verhältnismäßig einfacher Weise ein motorisches Kippen eines Kipp-Flügels mit einer
kompakt ausgebildeten Ausstellvorrichtung zu erreichen und gleichzeitig ein handhabungsfreundliches
manuelles Kippen desselben Flügels zu ermöglichen.
[0008] Vorzugsweise ist das Treibstangenelement-Verbindungselement als Treibstangenzapfen-Verbindungselement
und insbesondere als Treibstangen-Verriegelungszapfen-Verbindungselement ausgebildet.
[0009] Da der Treibstangen-Verriegelungszapfen dazu dient, in Abhängigkeit seiner jeweiligen
Betriebsposition eine Verriegelung beziehungsweise Entriegelung eines geschlossenen,
am Blendrahmen vollständig anliegenden Kipp-Flügels sowie eine Kippöffnung und gegebenenfalls
eine Drehöffnung des Flügels zu ermöglichen, ist es besonders vorteilhaft, dass das
Verbindungsglied mit diesem Schaltelement in operative Wirkverbindung gebracht werden
kann unter Ausbildung eines Treibstangen-Verriegelungszapfen-Verbindungselements.
Mittels dieser operativen Wirkverbindung ist es möglich, eine motorisch gesteuerte
Verriegelung beziehungsweise Entriegelung sowie ein automatisiertes Kippen eines gegebenenfalls
zusätzlich manuell betätigbaren Kipp-Flügels zu gewährleisten. Hierbei wird unter
geschlossenem Flügel eines Fensters verstanden, dass der Flügel vollständig am Blendrahmen
anliegt und somit nicht gekippt oder drehgeöffnet ist. Eine Verriegelung eines Kipp-Flügels
dient hingegen dazu, ein unerwünschtes Öffnen eines geschlossenen Kipp-Flügels zu
vermeiden. Dabei wird zur Verriegelung eines geschlossenen Kipp-Flügels eine Treibstange
mittels Betätigen des Fenstergriffs in eine Verriegelungsstellung gebracht. Darüber
hinaus kann im Falle eines Dreh-Kipp-Flügels dessen Drehöffnung ebenfalls manuell
erfolgen. Das Verbindungsglied steht allerdings vorzugsweise lediglich bei einem automatisierten
Kippbetrieb des Flügels mit dem Treibstangen-Verriegelungszapfen in operativer Wirkverbindung,
während bei einer gegebenenfalls zusätzlich möglichen manuellen Kippbewegung des Flügels
das Verbindungsglied vom Treibstangen-Verriegelungszapfen gelöst ist.
[0010] Mit Vorteil ist das Verbindungselement ein Verriegelungszapfen-Fangelement. Ein Fangelement
eignet sich besonders zur Herstellung einer automatisierten Wirkverbindung zwischen
dem Verbindungsglied und dem Treibstangen-Verriegelungszapfen des Kippflügels.
[0011] Vorteilhafterweise ist das Öffnen und Schließen des Verbindungselements von der Ausstellschere
abhängig. Da das Basisteil am Blendrahmen befestigt wird, eignet sich eine Relativbewegung
der Ausstellschere in Bezug auf das Basisteil besonders dazu, ein korrektes Öffnen
und Schließen des Verbindungselements einzuleiten.
[0012] Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Verstellung der Ausstellschere
in Längsrichtung des Basisteils. Dabei wird die Ausstellschere insbesondere parallel
zur Fensterebene verstellt. Eine derartige Scherenverlagerung ist in verhältnismäßig
einfacher Weise realisierbar und erlaubt eine kompakte Ausgestaltung der Ausstellvorrichtung
in Schließstellung beziehungsweise in Verriegelungsstellung.
[0013] Mit Vorteil weist das Basisteil mindestens einen Längsschlitz auf, in welchem zur
Scherenverlagerung mindestens ein Scherenbolzen längsverschiebbar gelagert ist. Hierdurch
wird eine zuverlässige und verhältnismäßig einfach automatisierbare Scherenverlagerung
relativ zu dem am Blendrahmen befestigbaren Basisteil ermöglicht.
[0014] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Verbindungselement
einen Fanghaken aufweist, der entgegen einer elastischen Federrückstellkraft eines
Federelements (insbesondere einer Schenkelfeder) in eine Öffnungsstellung bewegbar
ist und zum schaltbaren Schließen beziehungsweise Öffnen eines randoffenen Treibstangenelement-Aufnahmesitzes
dient. Ein derart ausgebildetes Verbindungselement eignet sich besonders zu einer
automatisierten Herstellung beziehungsweise Auflösung (Lösung) einer operativen Wirkverbindung
mit dem Treibstangenelement (Treibstangen-Verriegelungszapfen) des Flügels. Dabei
wird das schaltbare Schließen beziehungsweise Öffnen des randoffenen Treibstangenelement-Aufnahmesitzes
mittels einer entsprechenden, motorisch gesteuerten Scherenverlagerung eingeleitet.
[0015] Vorteilhafterweise enthält der Fanghaken eine mit dem Treibstangenelement in Wirkkontakt
bringbare Hinterschneidung. Mittels einer derartigen Hinterschneidung ist es möglich,
ein unerwünschtes Öffnen des Fanghakens in zuverlässiger Weise zu verhindern. Dabei
kann die Wirkung der Hinterschneidung beispielsweise derart außer Kraft gesetzt werden,
dass durch eine minimale Relativbewegung (Reversierbewegung) der Ausstellschere und
somit des Verbindungsglieds in Bezug auf das Treibstangenelement (Treibstangen-Verriegelungszapfen)
bei gleichzeitig geschlossenem Fanghaken dieser in Distanz zur Hinterschneidung gebracht
wird und somit ein ungehindertes Öffnen des Fanghakens entgegen der elastischen Federrückstellkraft
des Federelements möglich ist.
[0016] Vorzugsweise ist die Bewegung des Verbindungselements in einer Öffnungs- oder Schließstellung
mittels eines Anlagekontakts zwischen einem Teil des Verbindungselements, insbesondere
einem Verbindungselement-Vorsprung und einer Anschlagkante gesteuert. Da die Bewegung
des Verbindungselements in einer Öffnungs- oder Schließstellung mittels einer Scherenverlagerung
relativ zum Basisteil erfolgt, wobei sich die Ausstellschere in einer geschlossenen
Betriebsstellung befindet (geschlossener Kipp-Flügel, der verriegelt oder entriegelt
sein kann), ist durch die Herstellung eines derartigen Anlagekontakts eine verhältnismäßig
einfache und zuverlässige Verstellung beispielsweise eines Fanghakens möglich.
[0017] Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsvariante ist die Anschlagkante Teil der
Ausstellschere, insbesondere eines Vorsprungs eines Anschlagelements der Ausstellschere.
Ein derartiger Vorsprung ist fertigungstechnisch verhältnismäßig einfach herstellbar
und erlaubt eine kompakte Ausgestaltung der Ausstellschere.
[0018] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Anschlagelement einen
schräg zur Richtung der Scherenverlagerung verlaufenden Längsschlitz aufweist, welcher
mit einem Steuerbolzen des Basisteils derart in Wirkverbindung steht, dass bei einer
in Scherenschließstellung erfolgenden Scherenverlagerung das Anschlagelement in eine
das Verbindungsglied öffnende Betriebsstellung geschwenkt werden kann. Dabei erfolgt
die Bewegung des Verbindungsglieds in eine offene Betriebsstellung vorzugsweise entgegen
eine elastische Federrückstellkraft eines Federelements, so dass bei einer entgegengesetzten
Scherenverlagerung das Verbindungsglied selbständig eine Schließstellung (geschlossener
Fanghaken) einnimmt.
[0019] Mit Vorteil weist die Ausstellschere einen Ausstellarm auf, der mittels eines ersten
Scherenbolzens in einem ersten Längsschlitz des Basisteils längsverschiebbar und um
die Scherenbolzenachse drehbar gelagert ist, und enthält einen Haltearm, der mittels
eines zweiten Scherenbolzens in einem Führungsschlitz des Basisteils verschiebbar
gelagert ist, wobei der Führungsschlitz einen geradlinigen Längsschlitz zur Scherenverlagerung
und einen Kreisbogenschlitz zu einer Ausstellarmverschwenkung aufweist. Eine derartig
ausgebildete Ausstellschere erlaubt eine automatisierte und präzise Kippbewegung.
Dabei kann der vorzusehende Einbauraum einer derartigen Ausstellvorrichtung vorteilhafterweise
kleingehalten werden.
[0020] Vorzugsweise ist der Haltearm mittels eines dritten Scherenbolzens am Basisteil in
einem zweiten Längsschlitz gelagert, wobei der dritte Scherenbolzen zusätzlich zur
längsverschiebbaren Drehlagerung des Anschlagelements dient und zwischen dem zweiten
Scherenbolzen und dem ersten Scherenbolzen liegt. Hierdurch ist der Haltearm stabil
am Basisteil gelagert.
[0021] Vorteilhafterweise ist der Haltearm mit einem Stützarm drehbar wirkverbunden, der
in dem ersten Längsschlitz des Basisteils längsverschiebbar drehgelagert ist. Eine
derartig ausgebildete Ausstellschere ist besonders stabil und eignet sich somit zur
automatisierten Kippbewegung auch eines verhältnismäßig schweren Kipp-Flügels.
[0022] Mit Vorteil weist der Ausstellarm einen an einem Ende offenen Halteschlitz auf, in
welchen in Schließstellung der Ausstellschere ein Haltebolzen des Basisteils längsverschiebbar
einfährt. Dabei besteht der Halteschlitz vorzugsweise aus einem kurvenförmigen Übergangsbereich
und einem geradlinigen Längsverschiebebereich. Bei einem derartigen Halteschlitz befindet
sich die Ausstellschere mit in selbigen eingefahrenen Haltebolzen in einer Schließstellung
(geschlossener Kipp-Flügel) und bei entsprechender Längsverschiebung der Ausstellschere
in Bezug auf das Basisteil in einer Verriegelungsoder Entriegelungsstellung (entsprechende
Längsverschiebung des Haltebolzens im Halteschlitz). Wenn der Haltebolzen nicht in
den Halteschlitz eingefahren ist, kann die Ausstellschere automatisiert ausgefahren
werden, so dass der Kipp-Flügel entsprechend gekippt wird.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Ausstellschere ein im ersten Längsschlitz
längsverschiebbar gelagertes Anschlusselement auf zur Herstellung einer Wirkverbindung
mit der motorischen Antriebsvorrichtung. Dabei kann die motorische Antriebsvorrichtung
am ersten Scherenbolzen, das heißt an dem mit dem Ausstellarm wirkverbundenen Scherenbolzen,
angreifen, da dieser im ersten Längsschlitz längsverschiebbar gelagert ist und somit
eine automatisierte Betätigung der Ausstellvorrichtung erlaubt. Alternativ kann auch
an einem anderen, geeigneten Scherenbolzen ein Anschlusselement vorgesehen sein.
[0024] Mit Vorteil ist das Anschlusselement ein aus dem ersten Längsschlitz hervorstehender
Anschlussbolzen, der zusätzlich zur längsverschiebbaren Drehlagerung des Stützarms
im ersten Längsschlitz dient. Beispielsweise kann an einen derartig hervorstehenden
Anschlussbolzen eine mittels eines Elektromotors antreibbare Spindel wirkverbunden
sein zur automatisierten Betätigung der Ausstellvorrichtung.
[0025] Vorzugsweise enthält der Ausstellarm einen Schließstellungs-Anschlag für das Verbindungsglied.
Hierdurch wird gewährleistet, dass das Verbindungsglied und insbesondere das Verriegelungszapfen-Fangelement
eine korrekte und in zuverlässiger Weise reproduzierbare Schließstellung einnimmt,
so dass die Herstellung einer störungsfreien Wirkverbindung des Verbindungsglieds
mit dem Treibstangen-Verriegelungszapfen gewährleistet ist.
[0026] Mit Vorteil verlaufen der erste Längsschlitz und der zweite Längsschlitz geradlinig
und liegen in Längsrichtung fluchtend zueinander. Hierdurch wird eine korrekte und
automatisierte Scherenverlagerung in Bezug auf das Basisteil gewährleistet.
[0027] Vorzugsweise verläuft der geradlinige Längsschlitz des Führungsschlitzes parallel
zum zweiten Längsschlitz und erstreckt sich der Kreisbogenschlitz des Führungsschlitzes
quer zum zweiten Längsschlitz. Ein derartig ausgebildeter Führungsschlitz ermöglicht
sowohl eine zuverlässige Scherenverlagerung in Bezug auf das Basisteil (Längsschlitz
des Führungsschlitzes) sowie eine Ausstellbewegung des Ausstellarms zum Kippen des
Kipp-Flügels (Kreisbogenschlitz des Führungsschlitzes). Dabei kann bei entsprechender
Ausgestaltung der Ausstellschere statt eines Kreisbogenschlitzes auch ein anders ausgebildeter
Bogenschlitz vorgesehen sein. Beispielsweise kann der Führungsschlitz als Winkelschlitz
ausgebildet sein, bestehend aus zwei Schenkeln, wobei ein Schenkel gerade ist und
ein Schenkel bogenförmig ausgebildet ist.
[0028] Die weiterhin vorgeschlagene Fenstereinrichtung weist vorzugsweise eine Ausstelleinrichtung
zur Stützung beim manuellen Drehen und/oder Kippen des Flügels auf. Somit dient die
erfindungsgemäße Ausstellvorrichtung ausschließlich zum automatisierten Kippen und
Ver- beziehungsweise Entriegeln eines Kipp-Flügels, während die Ausstelleinrichtung
zum manuellen Betätigen (Kippen, Drehen, Ver- beziehungsweise Entriegeln) desselben
Kipp-Flügels vorgesehen ist. Dabei sind manuell betätigbare Fenstereinrichtungen (Fenster,
Türen oder dergleichen) vorteilhafterweise mit einer erfindungsgemäßen Ausstellvorrichtung
nachrüstbar.
[0029] Mit Vorteil ist das Verbindungsglied Teil eines Ausstellarms der Ausstellvorrichtung
und beim motorischen Ver- und Entriegeln sowie Kippen des Flügels mit einem Treibstangenelement
verbunden, wobei das Verbindungssystem mindestens einen Ver- und Entriegelungsanschlag
aufweist. Hierbei kann zusätzlich das Verbindungssystem in Bezug auf die Treibstange
ortsfest ausgebildet sein. Dabei wird unter ortsfest eine in Bezug auf die Treibstange
praktisch unverschiebliche Verbindung zwischen dem Verbindungsglied und dem Treibstangenelement
verstanden. Gegebenenfalls kann die Verbindung auch unter Vorliegen eines geringfügigen
Spiels zwischen den genannten Funktionselementen realisiert sein. Dabei muss mittels
des Verbindungssystems eine Verund Entriegelung der Treibstange möglich sein, wozu
mindestens ein geeigneter Anschlag an einem oder beiden Funktionselementen vorgesehen
ist.
[0030] Darüber hinaus kann eine Fenstereinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 34 vorgesehen
sein. Eine derartige Fenstereinrichtung zeichnet sich gegebenenfalls insbesondere
dadurch aus, dass das Verbindungsglied mit dem Treibstangenelement unlösbar verbunden
ist.
[0031] Das Verfahren zum motorischen und manuellen Kippen eines Flügels eines Fensters,
einer Tür oder dergleichen zeichnet sich dadurch aus, dass beim motorischen Kippen
der Flügel an einem Treibstangenelement, insbesondere Treibstangen-Verriegelungszapfen,
gehalten wird und dass dieses Halten für ein manuelles Kippen des Flügels mittels
der Antriebsvorrichtung automatisiert gelöst wird. Somit kann zusätzlich auch ein
alternatives Drehen des Flügels manuell durchgeführt werden, wobei hierzu die Halteverbindung
beispielsweise am Verriegelungszapfen gelöst sein muss. Mittels dieses Verfahrens
lässt sich in flexibler und handhabungsfreundlicher Weise ein automatisiertes oder
ein manuelles Kippen sowie Ver- beziehungsweise Entriegeln eines Kipp-Flügels durchführen.
[0032] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße, nicht montierte und nicht
mit einer motorischen Antriebsvorrichtung wirkverbundenen Ausstellvorrichtung;
- Figuren 2 bis 6
- eine jeweils schematische Darstellung der Ausstellvorrichtung der Figur 1 in verschiedenen
Betriebsstellungen während eines Kipp-Öffnungs-Vorgangs in verkleinertem Maßstab;
- Figuren 7 bis 13
- eine jeweils schematische Darstellung der Ausstellvorrichtung der Figur 1 in verschiedenen
Betriebspositionen während eines Kipp-Schließ-Vorgangs in verkleinertem Maßstab;
- Figur 14
- eine schematische Teildarstellung der Ausstellvorrichtung der Figur 1 mit einer wirkverbundenen
motorischen Antriebsvorrichtung;
- Figur 15 bis 17
- schematische Teildarstellungen einer Ausstellvorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform
in verschiedenen Betriebspositionen;
- Figur 18
- eine schematische Darstellung der Ausstellvorrichtung der Figuren 15 bis 17 mit einer
wirkverbundenen motorischen Antriebsvorrichtung;
- Figur 19
- eine schematische Perspektivdarstellung eines Dreh-Kipp-Fensters mit der Ausstellvorrichtung
gemäß der zweiten Ausführungsform und
- Figur 20
- eine schematische Detaildarstellung des Fensters der Figur 19 in vergrößertem Maßstab.
[0033] Die Figuren 1 bis 20 sind rein schematische Darstellungen, wobei insbesondere in
den Figuren 1 bis 17 auch verdeckte Bauelemente beziehungsweise Anteile derselben
nicht in gestrichelter, sondern in Volllinie dargestellt sind zur anschaulicheren
Illustration der entsprechenden Vorrichtung.
[0034] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße und allgemein mit
10 bezeichnete Ausstellvorrichtung gemäß einer ersten, möglichen Ausführungsform,
die ein Basisteil 11 aufweist, das an einem Blendrahmen eines Kipp-Flügels (nicht
dargestellt), insbesondere eines Dreh-Kipp-Flügels eines Fensters, einer Tür oder
dergleichen, befestigbar ist, sowie eine allgemein mit 13 bezeichnete Ausstellschere
aufweist. Die Ausstellschere 13 enthält ein Verbindungsglied 14, das zur Herstellung
einer Wirkverbindung mit einem entsprechenden Fensterflügel (nicht dargestellt) vorgesehen
ist. Das Verbindungsglied 14 kann beispielsweise als Treibstangen-Verriegelungszapfen-Verbindungselement
dienen. Hierzu weist das Verbindungselement 14 einen Fanghaken 18 auf, der entgegen
einer elastischen Federrückstellkraft eines als Schenkelfeder ausgebildeten Federelements
19 in einer Öffnungsstellung bewegbar ist und zum schaltbaren Schließen beziehungsweise
Öffnen eines randoffenen Treibstangen-Verriegelungszapfen-Aufnahmesitzes 20 dient.
Das Öffnen und Schließen des Verbindungselements 14 hängt von einer Verlagerung der
Ausstellschere 13 in Schließstellung ab und wird später im Detail beschrieben.
[0035] Die Ausstellschere 13 weist einen Ausstellarm 2.8 auf, der mittels eines ersten Scherenbolzens
29 in einem ersten Längsschlitz 30 des Basisteils 11 längsverschiebbar und um die
entsprechende Scherenbolzenachse drehbar gelagert ist. Ferner enthält die Ausstellschere
13 einen Haltearm 31, der an seinem einen Ende mittels eines zweiten Scherenbolzens
32 in einem Führungsschlitz 33 des Basisteils 11 verschiebbar gelagert ist und mit
seinem anderen Ende am Ausstellarm 28 angelenkt ist. Der Führungsschlitz 33 weist
einen geradlinigen Längsschlitz 34 zur Scherenverlagerung entsprechend Doppelpfeil
15 sowie einen Kreisbogenschlitz 35 zu einer Ausstellarmverschwenkung auf. Der Haltearm
31 ist mittels eines dritten Scherenbolzens 36 am Basisteil 11 in einem zweiten Längsschlitz
37 längsverschiebbar drehgelagert. Der Haltearm 31 ist ferner mit einem Stützarm 38
drehbar wirkverbunden, der in dem ersten Längsschlitz 30 des Basisteils 11 längsverschiebbar
drehgelagert ist. Der Ausstellarm 28 weist einen an einem Ende 39 offenen Halteschlitz
40 auf, in welchen in Schließstellung der Ausstellschere 13 ein Haltebolzen 41 des
Basisteils 11 längsverschiebbar einfährt. Dabei besteht der Halteschlitz 40 aus einem
kurvenförmigen Übergangsbereich 42 und einem geradlinigen Längsverschiebebereich 43.
Ferner enthält die Ausstellschere 13 ein Anschlagelement 25, das ebenfalls mittels
des dritten Scherenbolzens 36 im zweiten Längsschlitz 37 längsverschiebbar drehgelagert
ist. Das Anschlagelement 25 enthält eine in Bezug zur Richtung der Scherenverlagerung
(Doppelpfeil 15) schräg verlaufenden Längsschlitz 26, welcher mit einem Steuerbolzen
27 des Basisteils 11 derart in Wirkverbindung steht, dass bei einer in Schließstellung
erfolgenden Scherenverlagerung (nicht in Figur 1 dargestellt) das Anschlagelement
25 in eine das Verbindungsglied 14 öffnende Betriebsstellung geschwenkt werden kann.
Die Bewegung des Verbindungselements 14 in eine Öffnungs- oder Schließstellung wird
mittels eines Anlagekontakts zwischen einem Verbindungselement-Vorsprung 22 und einer
Anschlagskante 23 eines Vorsprungs 24 des Anschlagelements 25 gesteuert, wobei sich
hierzu die Ausstellschere 13 und insbesondere der Ausstellarm 28 in einer Schließstellung
befinden. Um die korrekte Einnahme einer Schließstellung des Fanghakens 18 zu gewährleisten,
weist der Ausstellarm 28 einen Schließstellungs-Anschlag 45 auf, gegen welchen der
Fanghaken 18 aufgrund der auf ihn wirkenden Federkraft des Federelements 19 in Schließstellung
anschlägt. Darüber hinaus weist die Ausstellschere 13 ein im ersten Längsschlitz 30
längsverschiebbar gelagertes Anschlusselement 44 auf zur Herstellung einer Wirkverbindung
mit einer motorischen Antriebsvorrichtung 12 (siehe auch Figur 14). Das Anschlusselement
44 ist ein aus dem ersten Längsschlitz 30 hervorstehender Anschlussbolzen, der zusätzlich
zur längsverschiebbaren Drehlagerung des Stützarms 38 im ersten Längsschlitz 30 dient.
Die motorische Antriebsvorrichtung 12 besteht aus einem Antriebsmotor 46, der eine
um ihre Längsachse drehbare Antriebsspindel 47 antreibt und mit dem Anschlusselement
44 der Ausstellschere 13 derart wirkverbunden ist, dass bei einer geeigneten Drehung
der Antriebsspindel 47 um ihre Längsachse eine Scherenverlagerung gemäß Doppelpfeil
15 erzielbar ist, wobei sich die Ausstellschere 13 in Schließstellung befinden muss.
[0036] Wie aus Figur 1 hervorgeht, verlaufen der erste Längsschlitz 30 und der zweite Längsschlitz.
37 geradlinig und liegen in Längsrichtung (Doppelpfeil 15) fluchtend zueinander. Ferner
verläuft der geradlinige Längsschlitz 34 des Führungsschlitzes 33 parallel zum zweiten
Längsschlitz 37. Hierdurch können bei sich in Schließstellung befindender Ausstellschere
13 die im ersten Längsschlitz 30 längsverschiebbar drehgelagerten Scherenbolzen (Scherenbolzen
17 beziehungsweise erster Scherenbolzen 29 und Anschlusselement 44), der in dem zweiten
Längsschlitz 37 längsverschiebbar drehgelagerte dritte Scherenbolzen 36 sowie der
im Längsschlitz 34 des Führungsschlitzes 33 längsverschiebbar gelagerte zweite Scherenbolzen
32 zur Erzeugung einer gewünschten Scherenverlagerung gemäß Doppelpfeil 15 längsverschoben
werden. Gleichzeitig wird bei einer derartigen Scherenverlagerung mit der Ausstellschere
13 in Schließstellung der Haltebolzen 41 gemäß Doppelpfeil 15 im Längsverschiebebereich
43 des Halteschlitzes 40 längsverschoben. Dagegen dient der sich quer zur Längsverschieberichtung
(Doppelpfeil 15) erstreckende Kreisbogenschlitz 35 des Führungsschlitzes 33 zur Führung
des zweiten Scherenbolzens 32 während einer Schwenkbewegung des Ausstellarms 28 (Kippbewegung
des Kipp-Flügels).
[0037] Figuren 2 bis 6 zeigen die Ausstellvorrichtung 10 der Figur 1 in verschiedenen Betriebsstellungen
während eines Kipp-Öffnungs-Vorgangs. Figur 2 zeigt die Ausstellschere 13 in einer
Schließstellung, das heißt, der Kipp-Flügel (nicht dargestellt) steht vollständig
mit dem Blendrahmen in Anlagekontakt. In dieser Betriebsstellung befindet sich der
Haltebolzen 41 des Basisteils 11 im Längsverschiebebereich 43 des Halteschlitzes 40
des Ausstellarms 28. Ferner ist der zweite Scherenbolzen 32 im Längsschlitz 34 des
Führungsschlitzes 33 des Basisteils 11 längsverschiebbar aufgenommen. Der Steuerbolzen
27 befindet sich in einem Endbereich des Längsschlitzes 26 des Anschlagelements 25,
das aufgrund dieser Betriebsstellung des Steuerbolzens 27 mittels der Anschlagkante
23 in Anlagekontakt mit dem Verbindungselement-Vorsprung 22 (siehe auch Figur 1) steht.
Dieser Anlagekontakt zwischen dem Vorsprung 24 des Anschlagelements 25 und. dem Verbindungselement-Vorsprung
22 des Verbindungselements 14 führt zu einer Auslenkung des Fanghakens 18 um eine
Drehachse (im Anlenkungspunkt desselben an den Ausstellarm 28), so dass das Verbindungselement
14 eine Öffnungsstellung einnimmt. In dieser Öffnungsstellung ist der randoffene Treibstangen-Verriegelungszapfen-Aufnahmesitz
20 zum Einfahren beziehungsweise Ausfahren des Treibstangen-Verriegelungszapfens (Ausfahren
bei manuellem Kippbetrieb, Einfahren bei automatisiertem Kippbetrieb) geöffnet. In
Figur 3 und 4 erfolgt eine Scherenverlagerung (in der Zeichnung nach rechts), so dass
aufgrund der sich einstellenden Drehbewegung des Anschlagelements 25 und somit auch
der Anschlagkante 23 (in der Zeichnung im Uhrzeigersinn) um die Drehachse des dritten
Scherenbolzens 36 eine Drehung des Fanghakens 18 in Richtung Schließstellung hervorgerufen
wird. In Figur 4 ist der randoffene Treibstangen-Verriegelungszapfen-Aufnahmesitz
20 durch den Fanghaken 18 vollständig geschlossen. Das Verbindungselement 14 steht
in dieser Betriebsstellung mit dem Treibstangen-Verriegelungszapfen (nicht dargestellt)
in operativer Wirkverbindung. Die Scherenverlagerung gemäß Figuren 3 und 4 wird mittels
entsprechender Betätigung der motorischen Antriebsvorrichtung 12 (siehe auch Figur
14) hervorgerufen. In Figur 5 ist eine Betriebsstellung der Ausstellvorrichtung 10
dargestellt, in welcher der Haltebolzen 41 aus dem kurvenförmigen Übergangsbereich
42 des Halteschlitzes 40 des Ausstellarms 28 austritt und somit eine freie Ausstellbewegung
der Ausstellschere 13 ermöglicht. Der Anlagekontakt zwischen Anschlagelement 25 und
Verbindungselement-Vorsprung 22 ist in dieser Betriebsstellung bereits aufgehoben,
so dass das Verbindungselement 14 während des gesamten weiteren Kipp-Öffnungs-Vorgangs
in Schließstellung bleibt. In dieser Weise kann zum Beispiel eine mittels der motorischen
Antriebsvorrichtung 12 automatisierte Kipp-Öffnungs-Bewegung der Ausstellschere 13
und somit des Kipp-Flügels (nicht dargestellt) erfolgen.
[0038] Die Figuren 7 bis 12 zeigen entsprechende Betriebsstellungen der Ausstellvorrichtung
10 während eines Kipp-Schließ-Vorgangs. In Figur 7 ist die Ausstellschere 13 fast
maximal ausgestellt, wobei der Fanghaken 18 und somit das Verbindungselement 14 eine
Schließstellung einnehmen, um eine operative Wirkverbindung mit einem nicht dargestellten
Treibstangen-Verriegelungszapfen eines Kipp-Flügels gewährleisten zu können. Die Ausstellschere
13 wird gemäß Figuren 8 bis 10 in eine Schließstellung gebracht, wobei die Scherenbolzen
17 (siehe auch Figur 1) im ersten Längsschlitz 30 des Basisteils 11 längsverschoben
werden (in der Zeichnung nach links). Ferner fährt der Haltebolzen 41 gemäß Figuren
9 und 10 ab einer bestimmten Betriebsstellung in den kurvenförmigen Übergangsbereich
42 des Halteschlitzes 40 des Ausstellarms 28 ein. In Figur 10 ist der Haltebolzen
41 an einem offenen Ende des Längsverschiebebereiches 43 des Halteschlitzes 40 angeordnet,
so dass sich die Ausstellschere 13 in einer stabilen Schließstellung befindet. Entsprechend
den Figuren 11 bis 12 erfolgt eine Scherenverlagerung gemäß Doppelpfeil 15 (in der
Zeichnung nach links) in Bezug auf das Basisteil 11. Demgemäß erfolgt eine entsprechende
Relativbewegung des Haltebolzens 41 im Halteschlitz 40 (in der Zeichnung nach rechts),
der Scherenbolzen 17 im ersten Längsschlitz 30 (in der Zeichnung nach links), des
dritten Scherenbolzens 36 im zweiten Längsschlitz 37 (in der Zeichnung nach links),
des zweiten Scherenbolzens 32 im Längsschlitz 34 des Führungsschlitzes 33 (in der
Zeichnung nach links) sowie des Steuerbolzens 27 im Längsschlitz 26 des. Anschlagelements
25 (in der Zeichnung nach rechts).
[0039] Da der Fanghaken 18 in Bezug auf den Treibstangen-Verriegelungszapfen eine Hinterschneidung
21 aufweist (siehe auch Figur 1), bleibt in Figur 12 trotz Herstellung eines Anlagekontakts
zwischen Anschlagelement 25 (Anschlagkante 23 des elastisch verbiegbaren und als Schenkelfeder
ausgebildeten Vorsprungs 24) und Verbindungselement-Vorsprung 22 in einer Schließstellung,
da die Hinterschneidung 21 des Fanghakens 18 gegen den an selbiger anliegenden Treibstangen-Verriegelungszapfen
(nicht dargestellt) anschlägt und somit eine Öffnungsbewegung des Fanghakens 18 nicht
möglich ist. Erst bei einer Reversierbewegung gemäß Figur 13 der Ausstellschere 13
wird der Anlagekontakt zwischen dem Treibstangen-Verriegelungszapfen und der Hinterschneidung
21 aufgehoben, so dass ein ungehindertes Öffnen des Fanghakens 18 entgegen einer elastischen
Federrückstellkraft des Federelements 19 gemäß Figur 13 möglich ist. Dabei erfolgt
die erwähnte Reversierbewegung der Ausstellschere 13 in der Zeichnung nach rechts.
[0040] Bei der in Figur 2 und Figur 13 dargestellten Betriebsstellung der Ausstellvorrichtung
10 beziehungsweise der Ausstellschere 13 handelt es sich um eine Verriegelungsstellung,
die automatisiert mittels der motorischen Antriebsvorrichtung 12 schaltbar ist. Da
in dieser Verriegelungsstellung der Fanghaken 18 und somit auch das Verbindungselement
14 geöffnet sind, ist eine manuelle Betätigung des Kipp-Flügels mittels Auflösung
der Wirkverbindung zwischen Verbindungselement 14 und Treibstangen-Verriegelungszapfen
möglich, wobei am Fenster eine in Bezug auf die Ausstellvorrichtung 10 separate Ausstelleinrichtung
vorgesehen ist zur Stützung bei manuellem Drehen und/oder Kippen des Flügels (nicht
dargestellt). Zur Ver- und Entriegelung der Treibstange beziehungsweise des Flügels
weist das Verbindungsglied 14 einen Ver- und Entriegelungsanschlag 74 auf (siehe Figur
1).
[0041] Die Figuren 15 bis 18 zeigen ein zweites, alternatives Ausführungsbeispiel einer
ebenfalls allgemein mit 10 bezeichneten Ausstellvorrichtung, welche ein Basisteil
11, eine motorische Antriebsvorrichtung 12 und eine mit dem Basisteil 11 verbundene
Ausstellschere 53 aufweist (siehe insbesondere Figur 18). Das Basisteil 11 enthält
mindestens einen Längsschlitz 16, nämlich einen ersten Längsschlitz 30, in welchem
ein erster Scherenbolzen 29 mittels des Antriebsmotors 46 unter Zwischenschaltung
einer Antriebsspindel 47 in Längsrichtung 15 verlagerbar ist, sowie einen zweiten
Längsschlitz 37. Die Ausstellschere 53 enthält einen am Basisteil 11 mittels des ersten
Scherenbolzens 29 sowie mittels eines Haltearms 31 angelenkten Ausstellarm 58, der
an seinem freien Ende mit einem Verbindungselement 54 versehen ist. Das Verbindungselement
54 enthält einen Fanghaken 48, der mittels eines Federelements 55 in eine Öffnungsstellung
(nicht in Figur 18 dargestellt) bewegbar ist.
[0042] Die Funktionsweise des Verbindungselements 54 ergibt sich aus den Figuren 15 bis
17. Der Fanghaken 48 des Verbindungselements 54 ist mittels eines Gelenks 65 am Ausstellarm
58 um eine in Bezug auf die Zeichnungsebene senkrechte Achse drehbar befestigt. Der
Fanghaken 48 dient dazu, ein Treibstangenelement 51 einer Verriegelungseinrichtung
69 in einem Aufnahmesitz 50 des Ausstellarms 58 festzuhalten.
[0043] Ferner enthält das Verbindungsglied 54 ein Federelement 55, das einen Federarm 56
aufweist, der mit einem mit dem Basisteil 10 verbundenen Zapfen 59 in Anlagekontakt
bringbar ist, sowie einen Federarm 57 enthält, welcher mit einem Zapfen 60 des Fanghakens
48 in Anlagekontakt steht. Das Federelement 55 enthält ferner einen Zapfen 61, der
in einem Schlitz 62 des Fanghakens 48 geführt ist. Darüber hinaus ist das Federelement
55 mit einem Schlitz 64 versehen, in welchen ein Zapfen 63 des Fanghakens 48 ragt.
Der Schlitz 62 ist kreisbogenförmig um die Drehachse des Fanghakens 48 (Achse des
Gelenks 65) ausgebildet, während der Schlitz 64 geradlinig verläuft. Die Schlitze
62, 64 erstrecken sich in zueinander unterschiedlichen Richtungen.
[0044] Figur 15 zeigt das Verbindungselement 54 der Ausstellschere 53 in einer Schließstellung,
wobei das Treibstangenelement 51 im Aufnahmesitz 50 gefangen ist. Mittels einer Verschiebebewegung
der Ausstellschere 53 gemäß Pfeil 66 (sieh Figur 16) erfolgt eine Vorspannung des
Federarms 56 aufgrund dessen Anlagekontakts mit dem nicht bewegten Zapfen 59 des Basisteils
11. Dabei wird auch das Treibstangenelement 51 gemäß Pfeil 66 bewegt, da es im Aufnahmesitz
50 des Verbindungselements 54 gefangen ist. Diese Verstellung der Ausstellschere 53
aus der Betriebsposition gemäß Figur 15 in die Betriebsposition gemäß Figur 16 relativ
zum Basisteil 11 der Ausstellvorrichtung 10 entspricht im Wesentlichen derjenigen
der Figuren 11 und 12 des ersten Ausführungsbeispiels. Trotz vorgespanntem Federelement
55 wird ein Öffnen des Fanghakens 48 aufgrund dessen Hinterschneidung 52 (siehe auch
Figur 17) verhindert, die mit der Außenkontur des Treibstangenelements 51 in Wirkkontakt
steht. Um ein Öffnen des Fanghakens 48 zu ermöglichen, erfolgt eine Reversierbewegung
der Ausstellschere 53 gemäß Pfeil 67 der Figur 17, wobei das Treibstangenelement 51
aufgrund des im Aufnahmesitz 50 vorhandenen Spiels (siehe auch Figur 16) die Hinterschneidung
52 des Fanghakens 48 frei gibt, so dass die Federkraft des vorgespannten Federarms
56 des Federelements 55 eine Drehbewegung des Fanghakens 48 um die Achse des Gelenks
65 in eine erwünschte Öffnungsstellung hervorruft (siehe Figur 17). In diese Betriebsstellung
ist das Treibstangenelement 51 nun nicht mehr im Aufnahmesitz 50 gefangen.
[0045] Die Reversierbewegung der Ausstellschere 53 gemäß Figur 17 entspricht im Wesentlichen
derjenigen der Figur 13 des ersten Ausführungsbeispiels. Somit befindet sich die Ausstellschere
53 gemäß den Figuren 15 bis 17 in Bezug auf das Basisteil 11 jeweils in einer Schließstellung.
[0046] Die weitere Funktionsweise der Ausstellvorrichtung 10 dieses zweiten Ausführungsbeispiels
entspricht im Wesentlichen derjenigen des ersten Ausführungsbeispiels entsprechend
den Figuren 1 bis 14.
[0047] Bei der in Figur 17 dargestellten Position des Treibstangenelements 51 kann es sich
für den Fall, dass das Treibstangenelement 51 ein Verriegelungszapfen der Verriegelungseinrichtung
69 ist, um eine Verriegelungsstellung handeln, so dass mittels des Antriebsmotors
46 der Treibstangen-Verriegelungszapfen 51 aus einer Entriegelungsstellung in eine
Verriegelungsstellung, oder umgekehrt, bewegbar ist (Ver- und Entriegelungsanschlag
74) bei sich in Schließstellung befindender Ausstellschere 53. Dadurch, dass der Fanghaken
48 gemäß Figur 17 eine Öffnungsstellung eingenommen hat, ist es möglich, auch mittels
einer manuellen Betätigung eines Verriegelungs- beziehungsweise Entriegelungsmechanismus
(Handgriff) beispielsweise einen Dreh-Kipp-Flügel zu schließen oder zu öffnen. Somit
ist eine komplette manuelle als auch motorische Betätigung eines Dreh-Kipp-Flügels
zum Drehöffnen und/oder zum Kippen desselben möglich.
[0048] Die Figuren 19 und 20 zeigen ein Fenster 70 mit einem Dreh-Kipp-Flügel 72, welcher
an einem Blendrahmen 71 gehalten ist. Das Fenster 70 ist mit der Ausstellvorrichtung
10 gemäß der zweiten Ausführungsform (Figuren 15 bis 18) versehen, so dass auf dessen
weitere Beschreibung verzichtet werden kann.
1. Ausstellvorrichtung für einen Kipp-Flügel, insbesondere Dreh-Kipp-Flügel eines Fensters,
einer Tür oder dergleichen, mit einer Verriegelungseinrichtung und einem am Blendrahmen
befestigbaren Basisteil, an dem eine mittels einer motorischen Antriebsvorrichtung
betätigbare Ausstellschere gelagert ist, die ein Verbindungsglied zum Fensterflügel
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsglied (14;54) ein Treibstangenelement-Verbindungselement ist, wobei
mittels der motorischen Antriebsvorrichtung (12) die Verriegelungseinrichtung (69)
in eine Verriegelungs- und in eine Entriegelungsstellung bringbar ist und wobei das
Treibstangenelement-Verbindungselement (14;54) bei sich in Schließstellung befindender
Ausstellschere (13;53) und bei sich in Verriegelungsstellung befindender Verriegelungseinrichtung
(69) mit einem Treibstangenelement (51) automatisiert verbindbar und automatisiert
von diesem trennbar ist.
2. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Treibstangenelement-Verbindungselement (14;54) ein Treibstangenzapfen-Verbindungselement
ist.
3. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Treibstangenelement-Verbindungselement (14;54) ein Treibstangen-Verriegelungszapfen-Verbindungselement
ist.
4. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (14;54) ein Verriegelungszapfen-Fangelement ist.
5. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnen und Schließen des Verbindungselements (14;54) von der Ausstellschere (13;53)
abhängig ist.
6. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung der Ausstellschere (13;53) in Längsrichtung (15;66,67) des Basisteils
(11) erfolgt.
7. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil (11) mindestens einen Längsschlitz (16) aufweist, in welchem zur Scherenverlagerung
mindestens ein Scherenbolzen (17) längsverschiebbar gelagert ist.
8. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (14) einen Fanghaken (18) aufweist, der entgegen einer elastischen
Federrückstellkraft eines Federelements (19) in eine Öffnungsstellung bewegbar ist
und zum schaltbaren Schließen beziehungsweise Öffnen eines randoffenen Treibstangenelement-Aufnahmesitzes
(20) dient.
9. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (54) einen Fanghaken (48) aufweist, der mittels einer elastischen
Federkraft eines vorgespannten Federelements (55) in eine Öffnungsstellung bewegbar
ist und zum schaltbaren Schließen beziehungsweise Öffnen eines randoffenen Treibstangenelement-Aufnahmesitzes
(50) dient.
10. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (55) mittels einer Verschiebebewegung in Längsrichtung (15) der
sich in Scherenschließstellung befindenden Ausstellschere (13) in Bezug auf das Basisteil
(11) vorspannbar ist.
11. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (55) einen zu deren Vorspannung dienenden Federarm (56) aufweist,
der mit einem Zapfen (59) des Basisteils (11) bei sich in Schließstellung befindender
Ausstellschere (13) in Anlagekontakt bringbar ist.
12. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fanghaken (18;48) eine mit dem Treibstangenelement (51) in Wirkkontakt bringbare
Hinterschneidung (21;52) aufweist.
13. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Verbindungselements (14) in einer Öffnungs- oder Schließstellung
mittels eines Anlagekontakts zwischen einem Teil des Verbindungselements (14), insbesondere
einem Verbindungselement-Vorsprung (22) und einer Anschlagkante (23) gesteuert ist.
14. Ausstellungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagkante (23) Teil der Ausstellschere (13), insbesondere eines Vorsprungs
(24) eines Anschlagelements (25) der Ausstellschere (13), ist.
15. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (25) ein schräg zur Richtung (15) der Scherenverlagerung verlaufenden
Längsschlitz (26) aufweist, welcher mit einem Steuerbolzen (27) des Basisteils (11)
derart in Wirkverbindung steht, dass bei einer in Scherenschließstellung erfolgenden
Scherenverlagerung das Anschlagelement (25) in eine das Verbindungsglied (14) öffnende
Betriebsstellung geschwenkt werden kann.
16. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstellschere (13) einen Ausstellarm (28) aufweist, der mittels eines ersten
Scherenbolzens (29) in einem ersten Längsschlitz (30) des Basisteils (11) längsverschiebbar
und um die Scherenbolzenachse drehbar gelagert ist, und einen Haltearm (31) aufweist,
der mittels eines zweiten Scherenbolzens (32) in einem Führungsschlitz (33) des Basisteils
(11) verschiebbar gelagert ist, wobei der Führungsschlitz (33) einen geradlinigen
Längsschlitz (34) zur Scherenverlagerung und einen Kreisbogenschlitz (35) zu einer
Ausstellarmverschwenkung aufweist.
17. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltearm (31) mittels eines dritten Scherenbolzens (36) am Basisteil (11) in
einem zweiten Längsschlitz (37) gelagert ist, wobei der dritte Scherenbolzen (36)
zusätzlich zur längsverschiebbaren Drehlagerung des Anschlagelements (25) dient und
zwischen dem zweiten Scherenbolzen (32) und dem ersten Scherenbolzen (29) liegt.
18. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltearm (31) mit einem Stützarm (38) drehbar wirkverbunden ist, der in dem ersten
Längsschlitz (30) des Basisteils (11) längsverschiebbar drehgelagert ist.
19. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstellarm (28) einen an einem Ende (39) offenen Halteschlitz (40) aufweist,
in welchen in Schließstellung der Ausstellschere (13) ein Haltebolzen (41) des Basisteils
(11) längsverschiebbar einfährt.
20. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteschlitz (40) einen kurvenförmigen Übergangsbereich (42) und einen geradlinigen
Längsverschiebebereich (43) aufweist.
21. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstellschere (13) ein im ersten Längsschlitz (30) längsverschiebbar gelagertes
Anschlusselement (44) aufweist zur Herstellung einer Wirkverbindung mit der motorischen
Antriebsvorrichtung (12).
22. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (44) ein aus dem ersten Längsschlitz (30) hervorstehender Anschlussbolzen
ist, der zusätzlich zur längsverschiebbaren Drehlagerung des Stützarms (38) im ersten
Längsschlitz (30) dient.
23. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausstellarm (28) einen Schließstellungs-Anschlag (45) für das Verbindungsglied
(14) aufweist.
24. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (19) eine Schenkelfeder ist.
25. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längsschlitz (30) und der zweite Längsschlitz (37) geradlinig verlaufen
und in Längsrichtung (15) fluchtend zueinander liegen.
26. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der geradlinige Längsschlitz (34) des Führungsschlitzes (33) parallel zum zweiten
Längsschlitz (37) verläuft und dass sich der Kreisbogenschlitz (35) des Führungsschlitzes
(33) quer zum zweiten Längsschlitz (37) erstreckt.
27. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsschlitz (33) als Winkelschlitz ausgebildet ist.
28. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24) als Schenkelfeder ausgebildet ist.
29. Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines mit der Ausstellschere (13) wirkverbundenen Antriebsmotors (46) der
Antriebsvorrichtung (12) der Treibstangen-Verriegelungszapfen (51) der Verriegelungseinrichtung
(69) aus einer Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung, oder umgekehrt,
bewegbar ist bei der sich in Schließstellung befindenden Ausstellschere (13;53).
30. Fenstereinrichtung mit einer Ausstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
31. Fenstereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ausstelleinrichtung zur Stützung beim manuellen Drehen und/oder Kippen des Flügels
(72).
32. Fenstereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsglied (14;54) Teil eines Ausstellarms (28;58) ist und beim motorischen
Ver- und Entriegeln sowie Kippen mit einem Treibstangenelement (51) lösbar verbunden
ist, wobei das Verbindungssystem mindestens einen Ver- und Entriegelungsanschlag (74)
aufweist.
33. Fenstereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung in Bezug auf die Treibstange ortsfest ist.
34. Fenstereinrichtung mit einer Ausstellvorrichtung für einen Kipp-Flügel, insbesondere
Dreh-Kipp-Flügel eines Fensters, einer Tür oder dergleichen, insbesondere nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Verriegelungseinrichtung und einem am Blendrahmen
befestigbaren Basisteil, an dem eine mittels einer motorischen Antriebsvorrichtung
betätigbare Ausstellschere gelagert ist, die ein Verbindungsglied zum Fensterflügel
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsglied (14;54) ein Treibstangenelement-Verbindungselement ist, wobei
mittels der motorischen Antriebsvorrichtung (12) die Verriegelungseinrichtung (69)
in eine Verriegelungs- und in eine Entriegelungsstellung bringbar ist, wobei das Verbindungsglied
(14;54) Teil eines Ausstellarms (28;58) ist und beim motorischen Ver- und Entriegeln
sowie Kippen mit einem Treibstangenelement (51) verbunden ist, wobei das Verbindungssystem
in Bezug auf die Treibstange mindestens einen Ver- und Entriegelungsanschlag (74)
aufweist.
35. Verfahren zum motorischen und manuellen Kippen eines Flügels eines Fensters, einer
Tür oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass beim motorischen Kippen der Flügel (72) an einem Treibstangenelement (51), insbesondere
Treibstangen-Verriegelungszapfen, gehalten wird und dass dieses Halten für ein manuelles
Kippen des Flügels (72) mittels der Antriebsvorrichtung (12) automatisiert gelöst
wird.
36. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Erzeugen und Lösen der Halteverbindung zwischen der Ausstellschere (13) und dem
Treibstangenelement (51) automatisiert mittels einer Reversierbewegung der Ausstellschere
(13) erfolgt.