[0001] Die Erfindung betrifft einen Leuchtenkörper für eine medizinische Leuchte, insbesondere
Operationsleuchte, mit wenigstens zwei elektrischen Lampen, von denen eine erste im
Normalbetrieb mit ihrer Fassung einer vorgegebenen Zentrierposition im ortsfesten
Teil des Leuchtenkörpers zugeordnet ist, während sich eine zweite Lampe mit ihrer
Fassung in einer Reserve-Position außerhalb der Zentrierposition befindet, wobei bei
Ausfall der ersten Lampe die Fassungen beider Lampen durch eine elektromagnetisch
betätigte Schwenkeinrichtung in ihrer Position veränderbar sind, so dass die zweite
Lampe in die Zentrierposition für einen Reserve-Lampenbetrieb einschwenkbar ist, nachdem
die erste Lampe aus der Zentrierposition zurückgezogen ist; weiterhin ist die Erfindung
auf die Verwendung eines solchen Leuchtenkörpers gerichtet.
[0002] Als Leuchtenkörper wird eine Beleuchtungseinrichtung mit zwei alternierend betriebenen
elektrischen Lampen bezeichnet, wie sie beispielsweise aus der DE 200 04 384 U1 bekannt
ist; ein solcher Leuchtenkörper befindet sich im Zentrum bzw. im Focus eines ihn umgebenden
Reflektors, vorzugsweise Ringreflektors, wobei Reflektor und Leuchtenkörper eine gemeinsame
Einheit als medizinische Leuchte oder Operationsleuchte bilden, die mit Hilfe eines
Halterungsbügels dreh- und schwenkbar befestigt ist.
[0003] Aus der US 5,032,962 ist eine Operationsleuchte bekannt, welche eine Beleuchtungsvorrichtung
mit zwei alternierend einschaltbaren Lampen gleichen Typs aufweist, von denen sich
eine in einer im Hinblick auf einen Reflektor der Leuchte optimierten Zentrierposition
befindet, während eine zweite Lampe im Falle des Normalbetriebes in einer Reserveposition
verharrt. Bei Auftreten eines Fehlers der in einer ersten Fassung befindlichen Lampe
wird mit Hilfe einer Schwenkvorrichtung die erste Lampe aus dem Brennpunkt des Reflektors
entfernt und die bisher als Reservelampe dienende zweite Lampe im Brennpunkt positioniert.
[0004] Auf diese Weise soll auch bei Ausfall der ersten Lampe für den Normalbetrieb eine
praktisch unterbrechungsfreie Beleuchtung des Operationsfeldes durch die momentane
Umschaltung auf die Reservelampe ermöglicht werden, wobei auch die optimale Einstellung
der Zentrierposition im Brennpunkt des Reflektors erhalten bleibt.
[0005] Falls nun jedoch zwei Entladungslampen als Hauptleuchte und Reserveleuchte eingesetzt
werden, kann jedoch die Ausfallsicherheit auch durch Probleme in der verhältnismäßig
komplexen Stromversorgung für die Entladungslampen beeinträchtigt werden. Dies bedeutet,
dass zur Verbesserung der Ausfallsicherheit entweder eine Redundanz in der Stromversorgung
für die Entladungslampen vorzusehen ist oder bei Ausfall einer einzigen Stromversorgung
für Entladungslampen auch die Reservefunktion der zweiten Lampe nicht mehr funktionsfähig
ist.
[0006] Weiterhin ist aus der EP 0 730 120 A1 bzw. der DE 195 07 305 eine Operationsleuchte
bekannt, die wenigstens eine an einer Sollstelle angeordnete Hauptlampe und eine nahe
dieser Sollstelle befindliche Ersatzlampe in einer Wartestelle aufweist. Die Hauptlampe
und die Ersatzlampe sind derart verstellbar gehaltert und gesteuert, dass beim Durchbrennen
der Hauptlampe diese von der Sollstelle wegbewegt und die Ersatzlampe von der Wartestelle
zur Sollstelle bewegt und dort festgehalten wird. Die Hauptlampe und die Ersatzlampe
sind an unabhängig voneinander bewegbaren Halterungen angebracht.
[0007] Es handelt sich hierbei um zwei gleichwertige Glühlampen, die alternierend von einer
gemeinsamen Stromversorgung versorgt werden. Insofern ist auch hier eine Erhöhung
der Ausfallsicherheit nur durch Hinzufügen eines weiteren Stromversorgungsgerätes
möglich, was voraussichtlich mit einer Kostenerhöhung verbunden wäre.
[0008] Weiterhin ist aus der DE 299 21 180 U1 eine ausfallsichere Leuchte insbesondere Leuchte
für medizinische Anordnungen bekannt, welche wenigstens eine Entladungslampe enthält,
wobei die Leuchte eine Versorgungseinheit aufweist, die an ein Stromversorgungssystem
mit einer zusätzlichen Sicherheitsstromversorgung durch Umschaltung auf eine Ersatzstromquelle
im Falle einer Störung angeschlossen ist. Die Versorgungseinheit weist einen Pufferspeicher
auf, der bei Auftreten einer Störung die Energiezufuhr für den Betrieb der Entladungslampe
während der Umschaltung auf die Ersatzstromquelle vorsieht.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine medizinische Leuchte mit einer Haupt- und Reservelampe
zu schaffen, bei der eine der beiden Lampen als Entladungslampe ausgebildet ist, während
die Reservelampe in ihrer Bauart oder Leistung nicht ohne weiteres gleichwertig zur
Entladungslampe ist. Dabei soll im Reservelampenbetrieb eine optimale Zentrierposition
im Reflektorbereich durch die Reservelampe eingenommen werden.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die erste Lampe als zweiseitig
gesockelte Entladungslampe mit sich axial gegenüberliegenden Anschlusskontakten ausgebildet
ist, die mit einem Ende zusammen mit einer als Glühlampe ausgebildeten zweiten Lampe
in einer ersten Fassung gehalten und kontaktiert ist, welche zusammen mit einer zweiten,
im Abstand angeordneten Fassung zur Halterung und Kontaktierung des anderen Endes
der Entladungslampe als Teil einer um eine Achse drehbaren Schwenkeinrichtung ausgebildet
ist, wobei durch einen Entriegelungsvorgang eine Drehung der Schwenkeinrichtung mit
Hilfe einer zwischen Schwenkeinrichtung und ortsfestem Teil der Leuchte vorgespannten
Torsionsfeder auslösbar ist.
[0011] Als besonders vorteilhaft erweist es sich, dass durch die Bauart bedingt nach Lampenausfall
stets eine Rücksetzung der Hauptleuchte (erste Lampe) für den Lampenwechsel erforderlich
ist, so dann nach Auswechseln der defekten Hauptleuchte immer sichergestellt ist,
dass sich die erste Lampe bzw. die Entladungslampe in der optimalen Position des Lichtsystems
für den Normalbetrieb befindet.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Leuchtenkörpers sind in den Ansprüchen
2 bis 9 angegeben; Anspruch 10 ist auf eine vorteilhafte Anwendung eines solchen Leuchtenkörpers
gerichtet.
[0013] Vorzugsweise wird die Drehung der Schwenkeinrichtung durch eine elektromagnetische
Entriegelung eines in eine der Fassungen formschlüssig eingreifenden Verriegelungsstiftes
einer mit dem ortsfesten Teil der Leuchte mechanisch und elektrisch verbundenen Arretiervorrichtung
ausgelöst.
[0014] Die zur Durchführung der Schwenkbewegung erforderliche Torsionsfeder greift dabei
an einem gegenüber der Drehachse der Schwenkeinrichtung exzentrischen Punkt der Schwenkeinrichtung
an.
[0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist eine der beiden Fassungen mit wenigstens einer
Ausnehmung zur formschlüssigen Verbindung durch Einrasten des Arretierungsstiftes
vorgesehen, wobei dieser entgegen der Hubrichtung der Arretiervorrichtung mittels
vorgespannter Feder unter mechanischer Spannung steht.
[0016] Vorteilhafterweise wird der Arretierungsstift bei magnetischer Erregung der Arretiervorrichtung
vollständig aus der Ausnehmung der Fassung entfernt.
[0017] Weiterhin weist die Fassung im Bereich zur Ausnehmung für den Verriegelungsstift
eine schräg geformte Oberfläche zum einfachen Gleiten des Verriegelungsstiftes bis
zum Absenken in die Ausnehmung auf.
[0018] Zur erneuten Positionierung der ersten Lampe in der Zentrierposition nach einem Lampenausfall
ist eine Drehung der Schwenkeinrichtung gegen die Kraft der Torsionsfeder erforderlich,
wobei diese Drehbewegung vorteilhafterweise manuell ausgeführt wird.
[0019] Die gegenüberliegenden Anschlusskontakte der als erste Lampe betriebenen Entladungslampe
sind entlang einer Achse angeordnet, die parallel zur Achse der Schwenkeinrichtung
verläuft.
[0020] In einer vorteilhaften Verwendung wird der Leuchtenkörper in eine Ringleuchte eingesetzt,
die einen im Abstand zum Leuchtenkörper angeordneten Ringreflektor aufweist, so dass
aufgrund natürlicher Konvektion eine optimale Abführung der entstehenden Strahlungswärme
möglich ist.
[0021] Im folgenden ist der Gegenstand der Erfindung anhand der Figuren 1 und 2 näher erläutert.
[0022] Figur 1 zeigt den erfindungsgemäßen Leuchtenkörper ohne äußeres Gehäuse mit der als
ersten Lampe vorgesehenen Entladungslampe in ihrer Zentrierposition.
[0023] Figur 2 zeigt die mit Glühfaden versehene zweite Lampe in der Zentrierposition, wie
sie nach Ausfall der ersten Lampe (Entladungslampe) eingenommen wird.
[0024] Figur 3 zeigt eine Operationsleuchte mit dem eingesetzten erfindungsgemäßen Leuchtenkörper,
der von einem Ring-Reflektor umgeben ist.
[0025] Gemäß Figur 1 weist der zwecks besserer Übersicht ohne äußeres Gehäuse dargestellte
Leuchtenkörper eine feststehende bzw. ortsfeste Fassung 2 sowie bewegliche Fassungen
1 und 15 auf, welche als Teil einer Schwenkeinrichtung 16 um eine Schwenkachse - hier
schematisch eingetragene Schwenkachse 17 - drehbar gelagert ist. Die beiden Fassungen
1 und 15 bilden zusammen mit den Verbindungsstäben 18 und 19 den beweglichen Kern
der Schwenkeinrichtung 16. Zwischen der ersten Fassung 1 und der zweiten Fassung 15
ist die als Hauptleuchtmittel dienende zweiseitig gesockelte Entladungslampe als erste
Lampe 3 eingesetzt, die sich gemäß Figur 1 in ihrer Zentrierposition (bezüglich Reflektor)
befindet. Weiterhin ist seitlich der Schwenkachse 17 die als Glühlampe ausgebildete
zweite Lampe 4 (Reserveleuchtmittel) erkennbar, welches einseitig gesockelt und damit
an der beweglichen ersten Fassung 1 befestigt ist. Im Bereich der beweglichen Fassung
1 ist die zur Auslösung des Schwenkvorganges erforderliche vorgespannte Torsionsfeder
8 erkennbar, welche als Schraubenfeder ausgebildet ist, die einen hier nicht sichtbaren
Stab umgreift. Sie befindet sich bei Normalbetrieb im vorgespannten Zustand, wobei
ein Ende der Torsionsfeder 8 an der feststehenden Fassung 2 befestigt ist, während
das andere Ende an einem exzentrischen Punkt der Schwenkeinrichtung 16 angreift.
[0026] Während des Normalbetriebes befindet sich die erste Lampe 3 in der Zentrierposition,
wobei gleichzeitig der Verriegelungsstift 6 in eine Ausnehmung 10 von Fassung 1 formschlüssig
eingreift; dabei wird der Verriegelungsstift 6 mit Hilfe einer Schraubenfeder (Druckfeder)
gegen einen darüber befindlichen Hubmagneten 5 abgestützt. Dies bedeutet, dass der
Hubmagnet 5 im nicht angesteuerten Zustand den Verriegelungsstift in der Ausnehmung
10 und damit die erste Lampe 3 in ihrer Zentrierposition belässt.
[0027] Oberhalb der beweglichen Fassung 1 befindet sich ebenfalls ein Teil der feststehenden
Fassung 2, welcher zusätzlich mit einem Zündgerät 7 für die erste Lampe (Entladungslampe)
verbunden ist; somit ist in der ortsfesten Fassung 2 nach Figur 1 oberhalb der beweglichen
Fassung 1 das Zündgerät 7 für die als erste Lampe funktionierende Entladungslampe
erkennbar, wobei die elektrischen Anschlüsse, welche auch für die Versorgung der Leuchtmittel
dienen, mit den Bezugszeichen 20, 21 bezeichnet sind. Im Bereich der ersten beweglichen
Fassung 1 befindet sich auf der zur Arretiervorrichtung gerichteten Oberfläche eine
Einführungsschräge 12, welche beim manuellen Zurückdrehen der Schwenkeinrichtung 16
den Verriegelungsstift 6 durch Aufgleiten zurück in Ausnehmung 10 führt. Weiterhin
ist in Figur 1 die Druckfeder 9 für den Hubmagneten 5 erkennbar, welche ohne äußere
Krafteinwirkung einen permanenten Druck auf Verriegelungsstift 6 ausübt, so dass dieser
in seiner Ruheposition in die Ausnehmung 10 formschlüssig eingreift und somit eine
Bewegung der Schwenkeinrichtung 16 verhindert.
[0028] Bei Ausfall der ersten Lampe 3 (Entladungslampe) wird über einen hier nicht gezeigten
Sensor der Druckmagnet 5 der Arretiervorrichtung angesteuert, wobei dieser die Vorspannung
der Druckfeder 9 überspielt und somit die formschlüssige Absenkung des Verriegelungsstiftes
6 aus der Ausnehmung 10 von Fassung 1 gelöst wird, so dass nach Freigabe der Ausnehmung
10 die von der Torsionsfeder 8 auf die Schwenkeinrichtung 16 ausgeübte Kraft wirksam
wird und die zweite Lampe 4 als Reserveglühlampe in die Zentrierposition der ersten
Lampe 3 eintritt, während Lampe 3 gleichzeitig aus der Zentrierposition entfernt wird.
Dabei ist ein ortsfestes Anschlagblech 11 im Schwenkbereich der beweglichen Fassung
15 erkennbar. Auf diese Weise wird praktisch eine unterbrechungsfreie Beleuchtung
des Operationsfeldes gesichert, wobei es aufgrund der eingesetzten Glühlampe zu einer
reduzierten Beleuchtungsintensität führt; es ist jedoch möglich, eine eventuell begonnene
chirurgische Arbeit fortzusetzen. Der gleiche Effekt würde auch dann eintreten, wenn
die Stromversorgung für die Entladungslampe 3 ausfallen würde, so dass der dem Hubmagneten
5 vorgeschaltete Sensor ebenfalls einen Lampenausfall registrieren würde und für eine
entsprechende Umschaltung der zweiten Lampe 4 als Reserveleuchtmittel in die Zentrierposition
sorgen würde.
[0029] Dabei erweist es sich als vorteilhaft, dass aufgrund der zweiseitig gesockelten Entladungslampe
eine Wiederinbetriebnahme nach Lampenwechsel bzw. Wegfall der Störung in der Stromversorgung
sofort wieder möglich ist, da auch die Wiederzündbarkeit der Entladungslampe 3 in
der Praxis stark verbessert ist.
[0030] Nach Ende eines eventuellen Lampenbetriebes mit der zweiten Lampe 4 als Reservelampe
wird die Schwenkeinrichtung 16 durch manuelle Betätigung wieder in ihre Ausgangsposition
zurückgebracht, so dass das Hauptleuchtmittel 3 sich wieder in der Zentrierposition
befindet. Es wird sodann anschließend geprüft und ggf. ausgetauscht, so dass eine
Wiederinbetriebnahme des Leuchtenkörpers ohne weitere Probleme möglich ist. Bei erhöhten
Sicherheitsanforderungen, wie bei Operationsleuchten wird auch gleichzeitig die als
Reserveleuchtmittel dienende zweite Lampe 4 geprüft und ggf. ausgewechselt, um eine
hohe Ausfall-Sicherheit für weitere Leuchtperioden aufrecht zu erhalten.
[0031] Figur 2 zeigt das Grundelement des Leuchtenkörpers mit der zweiten Lampe 4 in der
Zentrierposition, so dass nach Ausfall der ersten Lampe 3 (Hauptleuchtmittel) auch
weiterhin ein Operationsbetrieb möglich ist. Anhand Figur 2 ist erkennbar, dass sich
Verriegelungsstift 6 nunmehr außerhalb der hier nicht erkennbaren Ausnehmung 10 der
beweglichen Fassung 1 befindet, so dass die Unterkante des Verriegelungsstiftes 6
auf der hier kaum erkennbaren Schräge 12 von Fassung 1 (siehe Figur 1) lastet. Nach
Außerbetriebnahme der medizinischen Leuchte (Operationsleuchte) wird dann durch Drehung
der Schwenkeinrichtung 16 die zweite Lampe 4 aus der Zentrierposition herausgebracht,
wobei die Lampe 3 für Normalbetrieb nunmehr in ihre Ausgangsposition gerät, in der
sie auch auf einfache Art und Weise ausgetauscht werden kann.
[0032] Gemäß Figur 3 befindet sich der erfindungsgemäße Leuchtenkörper 23 im Zentrum 25
einer Operationsleuchte 24, wobei der äußere Umfang des Gehäuses von Leuchtenkörper
23 ein System von Ringlinsen 26 aufweist, wie sie beispielsweise aus der DE 200 04
384 U1 bekannt sind. Der Leuchtenkörper 23 ist von einem Ring-Reflektor 27 umgeben,
der über einen diametral verlaufenden Verbindungssteg 28 mit dem Leuchtenkörper 23
elektrisch und mechanisch fest verbunden ist. Der Verbindungssteg 28 ist im Verbindungs-Bereich
zum Ring-Reflektor 27 mit einem Anschluss 29 zur elektrischen und mechanischen Verbindung
der Operationsleuchte 24 mit einer hier nur bruchstückhaft dargestellten Lampenhalterung
30 versehen. Weiterhin ist in Figur 3 die zur Reflexion der vom Leuchtenkörper 23
ausgehenden Strahlung vorgesehene Spiegelfläche 31 auf der Innenseite des Ring-Reflektors
27 erkennbar, durch welche die Strahlung in Richtung auf ein Operationsfeld abgelenkt
wird.
1. Leuchtenkörper für eine medizinische Leuchte, insbesondere Operationsleuchte, mit
wenigstens zwei elektrischen Lampen, von denen eine erste Lampe im Normalbetrieb mit
ihrer Fassung einer vorgegebenen Zentrierposition im ortsfesten Teil des Leuchtenkörpers
zugeordnet ist, während sich eine zweite Lampe mit ihrer Fassung in einer Reserve-Position
außerhalb der Zentrierposition befindet, wobei bei Ausfall der ersten Lampe die Fassungen
beider Lampen durch eine elektromagnetisch betätigte Schwenkeinrichtung in ihrer Position
veränderbar sind, so dass die zweite Lampe in die Zentrierposition für einen Reserve-Lampenbetrieb
einschwenkbar ist, nachdem die erste Lampe aus der Zentrierposition zurückgezogen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Lampe (3) als zweiseitig gesockelte Entladungslampe mit sich axial gegenüberliegenden
Anschlusskontakten ausgebildet ist, die mit einem Ende zusammen mit einer als Glühlampe
ausgebildeten zweiten Lampe (4) in einer ersten Fassung (1) gehalten und kontaktiert
ist, welche zusammen mit einer zweiten, im Abstand angeordneten Fassung (15) zur Halterung
und Kontaktierung des anderen Endes der Entladungslampe als Teil einer um eine Achse
drehbaren Schwenkeinrichtung (16) ausgebildet ist, wobei durch einen Entriegelungsvorgang
eine Drehung der Schwenkeinrichtung (16) mit Hilfe einer zwischen Schwenkeinrichtung
und ortsfestem Teil des Leuchtenkörpers vorgespannten Torsionsfeder (8) auslösbar
ist.
2. Leuchtenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung der Schwenkeinrichtung (16) durch elektromagnetische Entriegelung eines
in eine der Fassungen (1, 15) formschlüssig eingreifenden Verriegelungsstiftes (6)
einer mit dem ortsfesten Teil (2) der Leuchte mechanisch verbundenen Arretiervorrichtung
auslösbar ist.
3. Leuchtenkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Torsionsfeder (8) mit einem gegenüber der Drehachse (17) der Schwenkeinrichtung
(16) exzentrischen Punkt der Schwenkeinrichtung verbunden ist.
4. Leuchtenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Fassungen wenigstens eine Ausnehmung (10) zur formschlüssigen Verbindung
durch Einrasten des Verriegelungsstifts (6) aufweist, wobei dieser entgegen der Hubrichtung
der mit einem Hubmagneten (5) versehenen Arretiervorrichtung mittels vorgespannter
Druckfeder (9) unter mechanischer Spannung steht.
5. Leuchtenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsstift (6) bei magnetischer Erregung der Arretiervorrichtung sich
außerhalb der Ausnehmung (10) in der Fassung (1) befindet.
6. Leuchtenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassung (1) in Richtung zur Ausnehmung (10) für den Verriegelungsstift (6) eine
Schräge zum Gleiten des Verriegelungsstiftes (6) aufweist.
7. Leuchtenkörper nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Positionierung der ersten Lampe (3) in der Zentrierposition eine Drehung der
Schwenkeinrichtung (16) gegen die Kraft der Torsionsfeder (8) erforderlich ist.
8. Leuchtenkörper nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der ersten Lampe (3) nur in der Zentrierposition für einen Lampenwechsel
zugänglich ist.
9. Leuchtenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die sich gegenüberliegenden Anschlusskontakte der beiden Fassungen für die Entladungslampe
entlang einer Achse angeordnet sind, die parallel zur Achse (17) der Schwenkeinrichtung
(16) verläuft.
10. Verwendung eines Leuchtenkörpers nach einem der Ansprüche 1 bis 9 in einer Ringleuchte,
die einen im Abstand zum Leuchtenkörper angeordneten Ringreflektor aufweist.